Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 13 (1934)
- Issue
- 24 (14.6.1934)
- Date
- 1934-06-14
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2277379-2278044-2278068--08642-2289674- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
C.V^tg.'vTVN Hummer \ 24 14. Juni 1934 MMWMM yrnng Ber. cn zu darin ebens lrbeit t, für igcnd Hilde. hren° ieter. seid u die ) der eine Manchkeit 'stichrqen. ' seit! -kimg Ifcheu du vcrbenso wgP Ar« Leilylvck t/ckt nemicbcr Jns- , die Vp den 1 ernute ncm :tcv? der* über [}rte die, >nnf, uiüi] eno (pru : in bro dich ider klug )NU. eine ißpn :nrc -ckes! in da? enn!N^ eiltocf3 die attc!)*" , er das; Mic* sföJ* Einen interessanten Vortrag über das Thema „Weltwirtschaftsfriede" hielt der Leiter der Kom. Mission für Wirtschaftspolitik der NSDAP, Bern, hard Köhler, vor der Ortsgruppe Hamburg des Hansabundcs. Tabei führte er unter anderem ans. daß der Weltlrieg mit anderen Waffen und anderen Fronten fortgesetzt worden sei. Immer noch seien die alten Kräfte am- Werke, die ein selbstbewußtes, politisch unabhängiges Teutschland nicht dulden wollten. Bisher habe in der Welt die kapital i st i s ch e A n s ch a u u n g geherrscht, wonach das Kapital bestimme, ob gearbeitet werde oder nicht. 3hir die deutsche Revolution habe den Fehler dieser Anschauung erkannt, denn auch bic russische und ' die italienische Revolution hätten andere Ziele derfolgt. In Italien glaube man, der Kapitalismus müsse nur etivas beschnitten und kontrolliert werden, uiu nicht-gefährlich zu sein. Aber der Faschismus ' müsse doch zwangsläufig zum Sozialismus führen. . In Teutschland solle niemand denken, daß es wieder wie vor dem Kriege werden könne. Es sei ein. Irrtum, anznnehmen, der Kapitalismus sei die Wirtschaft des Eigentums, er sei im Gegenteil eine „Euteiginmgswirtschast". Tic Nation all - s o z i a! i st i s ch c Wirtschaftspolitik dagegen w o l l e Sozialismus verbunden mit Unternchmcrwirtschaft. Tie Enteignung jeder Arbeit im Volke durch den Käpitalismns müsse ersetzt werden durch eine Wirtschaft der Persönlichkeit und eine Lenkung d e s K a p i t a l s d u r ch d i e A r b e i t. Tenen, die meinten, daß die Ausfuhr zurück-' gegangen fei, weil' die Welt von dem neuen Teutschland nichts mehr.-wissen wolle, müsse er sagen,^ daß der Aü s fu h r r ückga ng. schon vorher eingesetzt, habe. Die nationalsozialistische Wirtschaftspolitik fei sich von Anfang an darüber klar gewesen, daß die Binnenwirtschaftsbelebung einen gesteigerten Einfuhrbedarf mit sich bringen würde. Deutschland fei bereit, auf Grund seines gestei- . gerten Bedarfs Mare gegen Tausch zu nehmen, aber die Welt weigere sich, auf diese Handelsmöglichkeit fmzngehen, weil ihr die geänderte Volksverfassung m Deutschland nicht Passe. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten. der ganzen Welt seien in erster -inie auf Versailles zurückzuführen. Die einseitigen erzwungenen Leistungen hätten beiden Teilen zum Schaden gereicht. Es sei schwierig, aus diesem Zustand heraus die internationalen Dcziehnngen in Ordnung zu bringen. Keinesfalls könne es Teutschland sich leisten, die agressive Ausfuhrförderung anderer Länder nachzuahmen. Teutschland habe keine Veranlassung, seine Ware billiger her. Zugcben.^als unbedingt notwendig, und zwar gerade weil es Schuldnerland sei, während ein Gläubigerland sich eine künstliche Ausfuhrförderung leisten könne. # Eine Abwertung der Währung käme nicht in Frage. Ein solcher Weg habe für Teutschland schon deshalb keinen Sinn, iveil der Erfolg davon abhange. ob' sich das Ansland das gefallen ließe. Tie deutsche Wirtschaftspolitik könne dem Ausland nicht nachlaufen. Für daS, was man nns nicht verkaufen wolle, seien andere Stoffe (nicht Ersatzstoffe) bereit. Teutschland habe den ersten Schritt zum Frieden getan, und es sei Sache der Welt-, darauf einzugehen. §» AN §! & O) w <J v U D Li-11 ll Ly y Ö Der Präsident der Neichspressekammer hat, wie gemeldet wird, eine F n ch s ch n s t des d e u t - scheu Zeitnngs - und Zeitschriften- Einzelhandels in der RcichSPressekammer errichtet und Walter Steinhäuser, Frankfurt m M., - mit dec Geschäftsführung der Fachfchast. betraut. - Anmeldepflichtig sind alle Zeitungs- und Zeitschriftenhändler mit -Kiosk oder festem Stand. Anmeldungen, welche die Voraussetzung weiterer Bcrussansnbnng bilden, sind bis zum 30. Juni zu richten an: die Fachschaft des deutschen Zeitnngs- und Zeitschriften-Eiuzelhandels, Frankfurt a. M., Eaupresscamt, Adols-Hitler°Haus. Ter in der Durchführung begriffene orgnntsätorische Ausbau der Wirtschaft hat mitunter dazu geführt, das; die' gleichen Verbände neben den w i r t s ch a s t 8 P o l i t i s ch c n Aufgaben auch K a r t e l l s n n k t i o n e n übernommen haben. Nunmehr hat der Führer der Gesamtwirtschnft, Philipp Keßler, in einem Schreiben an die Hauptsührergrnppen daraus hingcwiesen, daß die auf > Grund des Gesetzes zur Vorbereitung des organi-J','- sehen Ausbaues der deutschen Wirtschaft -mit Z'vangscharnlter zu bildenden oder antzznstatten-- den Verbände von sich ai's nicht berechtigt feien,' markt, nnd Preisregeknde Bestimmungen zu treffen. " Derartige Vestimuumgen in diesen Verbänden würden ihnen den Charakter von Zwangskartellen geben, zu deren Errichtung nach dem auch weiterhin bestehenden Gesetz über Errichtung von Zwangskartellen vom 15. Juli 1900 die Genehmigung des Reichswirtschastsministers . oder des Neichsernährnngsministers für seheneinzelnen Fall erforderlich sei. Tie -Organisation der Wirtschast dürfe mit marktregelnden Bestimmungen irgendwelcher Art nicht besaßt werden. Zwischen der O r g a n i s n t i o n d e r Wirisch a f t und d e n K a r t e l l c n müsse eine k l a r e T r e n n n n g s l i n i e g e z o g e n werden. In Turchführung des vom R e i ch s v e r ba n d der deutschen B c k l e i d u n g s i n d u st r i e erlassenen Submissionsverbotes sind die einzelnen Fachverbünde ermächtigt, die Ueberlassnng von -Austern zu gestatten, wenn der Abnehmer sich vorher verpflichtet, auf jedes ihm überlassene Muster einen festen Mindcstaiiftrag zu erteilen. Ter Verband der deutschen Damen- O b e r k l e i d u n g s i n d u st r i e hat von dieser Ermächtigung Gebrauch gemacht, und die lieberlasiung von Mustern unter der Bedingung genehmigt, daß Stammaufträge in Mindestmengen erteilt werden. Ter Verband der deutschen W ä s ch e i n d u st r i e hat ebenfalls vor. einigen Tagen Mindestmengen vorgcschrieben. - Im Nahmen der Neuordnung der deutschen Wirtschaft wurde eine neue Hauptgruppe X l 11 (Energiewirtschaft) gebildet. Sre setzt sich ans den beiden Fachgruppen für Elcktrrzillitsversorgnng sowie für Gas- und Wasserversorgung zusammen Zum Führer der Hanptgrnppe wurde Direktor Krecke, Berlin (Bewag) berufen. Zum Führer der Fachgruppe Holzverarbeitende Industrie wurde, Direktor Noun, Borstandsniitglied der Christoph und Um- . nack A.°G. berufen. KNWÄM-ßWd? Das Fachblatt des Reichsnährstandes, „Die ' Landware" vom 10. Juni 1001 veröffentlicht „eine Klarstellung", die der Reichshauptab- . teilungsleiter IV, Karl Vetter, MdR, auf der 20. Hauptversammlung des Neichsverbandcs der deutschen Cüßwarengrvßhändler in Potsdam ge» Leben hat. Darin heißt es: „Der ehrbare, anständige Handel werde voll« ständig gleichberechtigt im Reichsnährstand neben den Erzeugern und den Genossenschaften vertreten sein. Alle diejenigen, die an der Verteilung und der De- und Verarbeitung eines landwirc,chastlichen Erzeugnisses beteiligt sind, gehören!rchl Gesetz zur Hauptabteilung IV des uww^nahrstandes. - Im" Aufbau des Reichsnährstandes sei daS nationalsozialistische Wirtschaftsprinzip in die Tat . umgcsetzt: Eine klare Führung, eine Organisation und nur ein einziger Beitrag. Nach dem Gesetz über den vorläufigen Ausbau deS Reichs- ' nührstandes vom 13. 9. 1933, sowie nach der 1. Durchführungsverordnung vom 8. 12. 33 (8 11) und erst recht nach der 3. Durchführungsverordnung vom 19. 2. 34 ($3 1, 2, 4 und ü) gilt über die Zugehörigkeit zum NeichSnährstand, Hauptabteilung IV, eindeutig folgendes: 1. Betriebe, die hauptsächlich andere Waren als landwirtschaftliche handeln, be- oder verarbeiten und landwirtschaftliche Erzeugnisse nur in ganz geringem Umsange nebenbei führen, gehören nicht zum N e i ch s n ä h r st a n d, sind jedoch im Umfange ihres Geschäftes mit land- ' wirtschaftlichen Erzeugnissen den vom. Reichsnährstand vorgenvmmenen Regelungen',-. betr., Erzeugung, Absatz, Preise, Preisspannen unter-J worsen. - ■ - . ■ , 2. Bei Betrieben, die in einem nicht nnerheb- ' lichen Dlaße neben anderen Waren aucy landwirtschaftliche Erzeugnisse .führen, -he- oder verarbeiten,. greiit sowohl, .die' Zugehörigkeit zum Reichsnährstand,.,als auch zudem entsprechenden Wirtschastsverband ' bzw. den anderen Standes-^ -' oder''Berufsvertretungen Platz. - .'- 3.. Bei Betrieben, die neben ' landwirtschast-' ' 'Richen Erzeugnissen nur in - geringem Umfange andere Waren führen, greift allein die Zugehörig- ."feit zum Reichsnährstand Platz. In Ziveiselsfällen entscheidet der 9!cichsminister für Ernüh-'. ' rung und Landivirtschast. ••Ite §WMr tette* r«SM Zur Durchführung der Laudhilfe hat, wie die Tagesprcsse berichtet, der Präsident der Reichsanstalt für Arbeitsvcrniittluug und Arbeitslosen- Versicherung iveitere Besiiiumuugeu erlassen. Darin, wird betont, daß die Laudhilfe vor allem auch zur Unterbringung der noch nicht in Lehr- oder Arbeitsstellen vermittelten städtischen Schulentlassenen eingesetzt werden müsse. P e r f v n e n nichtarischer A b st n m m n n g seien zur Land- Hilfe nicht z n g e l a s s e n. Tie Arbeitssuchenden hätten die Erklärung abzugeben, daß ihnen trotz sorgfältiger Prüfung keine Umstände bekannt seien, die die Annahme rechtfertigen könnten, daß sie nicht arischer Abstammung seien. Eine Erhebung über den Bestand an Landhelfern solle an einem Stichtage im August dnrchgefi'chrt werden. Es dürfe künftig keine Landhelferstelle besetzt werden, lwr der nicht durch einen Beauftragten des ArbeitSamtcs oder eine Bertranenspcrson vorher sestgcsiellt worden sei, daß dem Landhelfer eine saubere, den hygienischen Anordnungen entsprechender Schlafraum mit eigenem Bett und einer Einrichtung zur Aufbewahrung seiner Sachen zur Verfügung gestellt werde. §3888 LS KMS» Ter „Völkische Beobachter" ruft zum Kamps gegen das Hamstern auf und führt ans: Ein a-llge» meiner Run ans Güter mit ausländischen Nohstofsen würde heute den Dcvisenschwierigkeiten einen besonderen Nachdruck verleihen und ivürde sie doppelt so schwer machen, als sie in Wirklichkeit sind. Alle Einzelhändler, die von Vertretern zu vermehrten - Einkäufen veranlaßt würden, sollten diese Vertreter bei der zuständigen -Hago-Stelle anzeigen. Die Parteigenossen könnten von Mund zu Dtund durch Aufklärung wirken, könnten aber auch ülier die Zelle an d:e Ortsgruppe weitergeben, wo ein Einzelhändlcr Geschäftemachen wolle, indem er die Käufer mit dem R'ohstoffspnk zu vermehrten Einkänsen veranlassen wolle. Freilich sei „nicht jeder, der Waren ans ausländischen Rohstoffen kaufe, em Schädling". Nur eine Doreindecknng, die ohne die Redereien von der Rohstossnot nicht stattfinden . würde, sei von Nebel. Fm Mai ist die Za h l de r Ar b e i t8 lo s e n ' weiter um rund 80 000 zurückgeganaen. Am - 31 Mai wurden rund 2 625 000 Arbeitslose bei den Arbeitsämtern gezählt gegen 5 039 000 im gleich«, Zeiten»,» de? Lormlirez. D,e V°r,°l,rz. zahl ist also u», säst 50 Prozent milerschrüte». ■■ Das im Aufträge der Rcichsvertretnug der deutschen Juden beim Ceniral-Berein eingerichtete 'Dezernat für jüdische Handelsvertreter ist die alleinige mit der Regelung ihrer Existenzfragen beauftragte Stelle. Der bei der Rcichsvertretnug der deutschen Juden gebildete Handclsvcrtreterausschuß soll die Brücke sein zwischen den sich für die züdischen Handelsvertreter ergebenden vielfachen Fragen und ihren Lösilngen einerseits, der Einfügung dieser Lösungen in den Gesaintrahmen jüdischer Arbeit andrerseits. Ohne ans die Kennzeichnung der Wirtschaftlichen Aufgaben des Handelsvertreters im einzelnen eingehen zu ivvllen, ist zu sagen, daß der Motor der wirtschaftlichen - Tätigkeit und des . wirtschaftlichen Erfolges des Handelsvertreters nicht Kapitaleinsatz sondern persönliche Arbeit ist, eine persönliche Arbeit, die die Schaffung, Ansrechterhaltnng, Pflege und AnSiveitnng der Beziehungen zivisehen' zivei verschiedenen - Wirtschaftsstnsen, zwischen Verkäufer und Käufer,, zwischen Lieferer und Abnehmer zum Gegenstände hat, persönliche Arbeit, die zum Ziele hat, persönliche Verbindung zu Ntenschen zum Zwecke der Herbeiführung eines dauernden Vertrauensverhältnisses zu geivinnen. Und hier treffen sich die beruflichen Aufgaben des Handelsvertreters mit der neuen Lage deS . jüdischen Ptenschen in unserem Vaterlande. Dieses Znsanunentressen benurkt für viele jüdische Handelsvertreter eine ivesentltche Kvinpliziernng ihrer wirtschaftlichen Existenz. Anders. ansgedrnckt: Der Handelsvertreter ist in der Atöglichkeit und in den Ergebnissen seiner Be- . rufstätigleit iveit mehr als die Angehörigen von Industrie, Groß- und Einzelhandel unmittelbar von dem geschäftlichen ViUIlcn Dritter abhängig, dieser geschäftliche nßille Dritter ist aber vielfach beeinflußt von der veränderten Einstellung zum jüdischen Nienschen, einer veränderten" Einstellung, ans der sich zum Teil nachhaltige Existenzerschioerllngcn für die jiidischen Handelsvertreter ergeben. Für die Einrichtung, des Handelsvertreterdezernats war infolgedessen vor allem ansschlag, gebend der Wille der jüdischen Handelsvertreter, für die Sicherung und Förderung ihrer Arbeits- Möglichkeit in der deutschen Wirtschaft in einheitlicher Weise wirken zu können. Die schon oft gestetlte Frage nach einem Programm, daS innerhalb des Dezernats seine Aer- .'. wirklichnng finden soll, scheint mir nach alledem . -i eine Verkennung des Wesens'der Einrichtung des -('.-Dezernats, -zu sein. Eine selbständige Organisation, die' einer grundsätzlichen Einstellung zu politischen, kultnrellcn, ivirtschaftlichen Fragen ihre Entstehung verdankt, sie muß ans ihrem Wesen heraus . ein Programm haben. Das .Dezernat für Handelsvertreter beim C.-B., da-3 keine selbständige Organisation ist, verdankt einem' Notstände seine Elüstehung, einem Nstststände, der seinen Grund in den von mir bereits ängedentetcn Erscheinungen und in der Ausschaltung der jüdischen Handelsvertreter nns der . allgemeinen Bernfsorganisativn hat. Ohne theoretische Grundlegung und ideologische Prograinmhnftigkeit ist cs somit Aufgabe des Han» delsvertreterdezernats, in aller Prvgrammlvsigkcit zu helfen, zu Helsen mit den Niitteln und auf den Wegen, die im R'ahmen der bestehenden Ordnung Ersvlgsmöglichkeiten eröffnen und Erfolge verbürgen. Aber Programmkosigkeit in diesem Sinne bedeutet selbstverständlich nicht Ziellosigkeit. Die Arbeiten des Dezernats sind naturgemäß auf ein Ziel gerichtet und dieses Ziel heißt: Sicherstellung der Eingliederung der jüdischeu Handelsvertreter in die deutsche'Wirtschaft. Daraus ergibt sich aber noch ein anderes. . Dem jüdischen Handelsvertreter kann nicht mit einer da und dort eingerichteten Beratungsstelle gedient fein, die Einzelfragen nach fvrrnalem Recht beansknnftet. Für die - jüdischen Handelsvertreter handelt cs sich um konstruktive Lösungen von Existenzfragen, um Lösungen, die nur ans der Kenntnis der wirtschaftlichen und sozialen Struktur des Berufes, aus den Ntöglichfetten der eigenen praktischen Erfahrung als Handelsvertreter, ans der Nutzbarmachung beruflieber, lediglich in langjähriger Handelsvertrcterarbeit zu geivinnenden Verbindungen gesunden werden können. Das aber wieder erfordert die in dem Handelsvertreterdezernat des C.-V. gewährleistete Ausdehnung der Tätigkeit über das Reich und die Vcrineidnng einer Zersplitterung durch lokale Beratungsstellen, denen nach dem oben Gesagten die Grrrndlagen fehlen, das für die Existenzsichernng der jüdischen Handelsvertreter Nvtlvendigc zu erreichen. Artu? Juliusburg. Am 1. Juni 1934 ist zwischen Deutschland und Jugoslawien ein Reise a b t v m m o n in Krast getreten, nach welchen! Personen, die in Tentschland ihren ausschließlichen Wohnsitz haben und zu Erholungszwecken nach Jngosllnoten reisen, ohne Genehmigung der Devisenstelle- Reiseschecks, .Reisekreditbriefe rind Hotelgntseheine his . znni Gegenwert von 500 RN! provatendermonnt erhalten können. Neben diesem' Betrage kann auch noch .die. Freigrenze, die fürden Reiseverkehr 200 RNt' beträgt, nusgenntzt -werden, so daß der RK'isende insgesamt über" den Gegenwert von. ' 700 SilU pro Kalendermonat verfügen kann. Tie Inanspruchnahme dieser 700-RNt-Beträge ist aber nur für drei Kalendermonat-e im Jahre zulässig.- Sie vermindert sich um die Beträge, die der Reisende bereits im gleichen Kalenderjahr schon ans Grund von R'eiseablonunen mit anderen Län- ..dern (z. B. mit der Schweiz) in Ansprmch genonunen hat: sie fällt iveg. wenn bereits drei Rtonate von solchen Erleichternngen Gebrauch gemacht ivorden ' ist. Ta auch' Jngoslannen Teoisenbeü'irtschastnng - hat, so empfiehlt es sieh, sich hei der Einreise nach Jngoslaivien über die mitansgesnhrten Zahlnngs- ' mittel Grenzhesctieinignngen an-'-ßellen zu lohen. Tiefe berechtigen dazu, die cingesührstu Zahlungsmittel (Barbcträge, Reisekreditbriefe utuO, soweit sie nicht verbranctit ioorden sind, ivieder über die Grenze mitznnehmen. Abgehobene und nicht verbrauchte Tinarbeträge tonnen nicht ans Jngvslaivien ansgesnhrt iverden, sondern ' nur über jngvslmvische Bauten oder die jngoslaivische ,.PuG nik".Reiseverkehrsge>ellichaft und die Reichsbank nach Teutschland znriickgesnhrt werden. ' i. Ter neue dentsch-jugostannsche Handelsvertrag vom I. Rtai l'.R-t enthält n. a. auch einige Bestimmungen, die für Ansivanderer nnch Jngoslannen 'von Interesse sind. Dentßben Staatsangehörigen ist in bezug ans Betätigung in Handel, Ge'iverhe nnd in der Sllstssalirt N.'eisti'eai'mshgung eingeränmt. Das Prinzip der Meistbegiinstiglm'g gilt auch für die Niederlassung nnd den Anfenllialt natürlicher Personen sowie für die Gri'mdnng, Zulassung nnd Betätigung von Handels- und Ber-- kehrsgosellschaften aller Art nnd die Beteitignng . an solchen. Deutsche genießen in Jngoslaivien in Beziehung ans den gerichtlichen nnd behördlichen Schutz ihrer Person nnd ihrer Guter die gleiche' Behandlung ivie die Inländer nnd die Angehörigen des meistbegünstigten Landes. Ferner ist das Recht gewährt, - mit einer internationalen Answcislarte Bestellungen anfznsnchen, Warenanlänse zu tätigen usw. Ein dentscli-jngoslawisches Toppethestenernng-.--. ablonnnen besteht noch nicht, ist aber in Aussicht genommen. stullalk Urännnar (Kei-lla).' Innerhalb des Dezernats sind Branchenabterlungen für diefolgenden Fachzweige im Handclsvortreterberufe eingerichtet worden: I. Nahrungs- und G e n u ß m i 11 e I. - H. Textil. A. Stoffe, Samt- und Seidenwaren, a) Damenstoffe, b) Herrenstvffe, c) Samtnnd Scidenwaren. L. Strumpf-, Strick- und- Wirt- Waren. C. Baumwvllwaren, Leinen, Futterstoffe. -O. Möbelstoffe, Gardinen nnd Spitzen. . E. Posa- - menten. Hüte. HI. S ch n h w a r e n. IV. Leder und S h u h b e d a r f s a r t i £ c I. V. Papier u n d P a p p e n. VI. P a v i e r v e ra r b e i tu n g. VII. Musterläger. VIII. Technische Ge- 's ch ä f t s z w e i g e. IX. Chemie. X. Nt ö b e l. Durch diese neue Einrichtung ist innerhalb des Dezernats die erforderliche enge Anlehnung an die für den jeweiligen Fachz>vcig vorliegenden besonderen Verhältnisse gewährleistet. SÜMMr KEWMsMÄiis' §3888 028 DMÄ &2Ä8 SÄ DRV teilt ans Stockholm mit: Der zuständige Neichstagsansschnß empfiehlt die Annahme einer Entschließung, durch die die Regierung zur Prüfung von Maßnahmen ersucht wird, um private handelspolitische Handlungen ivie einen Bvvlvtt gegen Waren aus einem bestimmten Land zu nn.erbinden. In der Begründung zu diesem Vesc!,tnß erinnert der Ansschnß an die Geiverlschastsblockade gegen deutsche Waren nnd weist daraus hin. daß man hiermit ein handelspolitisches Ni'achtmillel gegen einen fremden Staat angeivandt habe. Hierdurch habe man sich ans ein Gebiet begeben, das der Regierung Vorbehalten sei. Vei der Beschlußfassung emhielten sich die Sozialdemokraten der Stimme. _ MUWWZ MOEs Der Werberat der Deutschen Wirtschaft hat dieser Tage eine nennte Betanntmachnng erlassen. In ihr iverden die Grundsätze, die in Zukunft für die G e st a l t n n g der A n ß e n r e k l a m e maßgebend sein sollen, festgelegt. Nach einer Bekanntmachung der lieberw ach n n güftcKc s ü r B a u m w olle ist ab 1. Juni 1031 jeder neue Einkauf von Rolibannnvolle nnd Linters aus dem Inland nnd Ausland au die vorherige Genehmigung der lleberivachnngsstelle für BannNvolte gebunden. Das gleiche gilt für die Abnahme von Baumwolle nnd Linters, die vor dem l. Juni 1031 cingekanst sind. Tie notwendige Verbindung zwnschen der Berufsschule nnd der praktischen Wirtschaft soll, nach einem Erlaß des preußischen Ministers für Wirtschaft nnd Arbeit, in stärkerem Ntaße als bisher dadurch hergestellt ' iverden, daß die Berufsschullehrer künftig in Zeitabständen von drei Jahren eine jeweils sechswöchige bernssprnktische Tätigkeit in einem Wirtschastsbetrieb nbleisten svllen. Die II e b e r w a ch u n g s st e l l e für unedle Metalle hat eine Anordnung erlassen, nach der in Zukunft elektrische Freileitungen nns Kupfer nur noch bedingt hergestellt werden dürfen. Ter Führer der Deutschen Arbeitsfront, Tr. Ley, hat eine Anordnung herausgegeben, nach der der Beitritt zur Deutschen Arbeitsfront vis zur Beendigung ihres neue» Ansbanes gesperrt ist. Bei einem Schulungskurs der Tentschen ArbeitSfront in Königsivusterhausen teilte Tr. Ley mit, daß die Arbeit in den Betrieben künftig mit einem Appell beginnen nnd mit einem Appell schließen werde. Bei dem Morgenappell .solle ein Losungswort für den Tag gegeben iverden. Tie Deutsche W e l t w i r t s ch a f k l i ch e Gesellschaft Ivird ihre diesjährige Hnnpt-> versammlnng im September in Erfurt abhaltcn. Voraussichtlich wird unter den Reserenten auch Rcichsbankpräsident Schacht sein.