Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 13 (1934)
- Issue
- 24 (14.6.1934)
- Date
- 1934-06-14
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Briefkasten für Krankenversicherungen, D. E. in F. Diejenigen Versicherungen der •Vereinigten Krankenversicherunge A.-Ö. (vormals Gedevag), für -die im Kalenderjahr 1933 die Prämie voll bezahlt und auf die kein Schaden entfallen ist, erhalten eine Prämiennickvergütung von 4V: Monatsprämien. Weitere Anfragen beantwortet Bezirksdirektor •Julius 6 lass, Berlin C 2 5, Alexanrlerstrassc 17 (Fernsprecher El Berolina 2133). djrenmcrtfjcr gesiimimgsvoller Mcmn. Ich sagte ihm mal bei ein-cm Zweckesten: Er sotto bodj nicht leiden, das; ihm die Geistlichen ins Hand, werk psnscherken, sie hätten einige tausend Jahre, schon schlecht genug für unsere Seelen gesorgt, das; wenn sie nun noch unsere Leiber in die Mache kriegten, wir sicherlich znm Teufel führen. Nun znm Schluß. Kinderling ist kein Mucker; sonst hätte ich ihn dein Magistrat und den Stadtverordneten nidjt zun; Turnlehrer vorgeschlagen: er ist auch lein Jnnghegelischer Ueberschnapp. sonst konnte ich nicht mit ihm fvcimbfdjnfttid) verkehren. Aber er ist kein Wann des Fortschrittes, wie jeder sein muh, der nicht ein Altweib iverden nult. Kotbergern, die mich etwa besuchen wollen, diene die Nachricht, das; der Naumbiirger Bahnhof zwischen Namu. bürg und Freiburg liegt, nicht weit von der Eiu'.uüuduug der Unstrut in die Saale. Ohne sich in den Geichiviudinarsch zu sehen, ist der Bahnhof von hier in fünf Viertelstunden zu erreichen. Air Eisenbahn ist 'Naumburg von Stettin eine Tagereise. Nun leben Sie wohl. Biele Kranke und doch feine Todte. Grus; an Alle, die mich in gutem Andenken halten! Friedrich Ludwig Jahn. ArbeilsiMng her WtlMellr für jGlsKr EWlchsMrckWrmg Gleich nach der Konferenz in Herrlingen hatte die Mittelstelle für jüdische Erivachsenenbildung Menschen, die in jüdischer Bildniigsarbeit stehen. ,zn ihrer ersten Arbeitstagung nacl; Kreuznach gerufen. Es tarnen hierbei neben solchen, die eigentliche Erwachsc'nenlnldungsarbeit leihen, d. h. vor allem Lehrern, auch diejenigen, die sich im lveientiichen mit Führung und Belreunng der Jugend befassen. Tie Tagung bestand aus Arbeilsgeineinschaslen, die vericliiedene Gebiete mniaßten. Als erste war eilt Bibelknrs von 'Marlin Bnber vorgesehen. Leider konnte Pros. Bnber iut'olge einer Erkrankung erst am lohten Tag nach Kreuznach kotnmen. Ter Kurs lvurde desl,alb vott Tr. Eritst Simott vorbereitet, so das; es Bnber mit noch übrig blieb, die wesentlichsten Gesichtspunkte der ans dem Lud) ülichtcr besprochenett Kapitel znsammenznfassen und hierbei ans die großen Zusannnenhänge hinzuweiien. Eine tvcilere Arbeilsgemeinschast, unter Leitung von Tr. Ernst S i ut o u, besagte sich mit der Gestalt des Jossel von Roß!,ein;. An ihr wurden die lvcsentlichstcn geschichtlichen Hintergründe des I',. und U». Jahrhunderts, nnd vor allen; die damalige Lage der Inden in Tentfchland besprochen und erörtert. Besoitders interessierte hierbei die Besprechung eines Briefwechsels zwischen Jossel von Roßhein; uttd Luther, der zeigt, das; im Fesllialten der Judeit on ihren; Glaubei; wesentliche Gründe dafür zn suche;; sind, das; Luther, der sich zunächst in ansrerordentlicher Weise um die „BckehrtmgE des Judentums gekümmert hat, sich später mit großer Schärfe gegen die Juden gewandt hat. Professor Gotthold Weil behandelte in einer anderen Gruppe Grunoprobleme der hebräisdien Sprache, zeigte die Mehodik des richtigen Erlernens der Sprache für Schmer in; Religronsunterricht und für Erwachsene) die' erst jetzt die Sprache erlernen wollen. Das Althebräische müsse Ausgangs- und Mittelpunkt bleiben, da ja im wesentlichen die heutige Sprache nur eine Bermehrnng des bloßen Wortschatzes der Sprache gebracht habe. Tr. Erich N o s e n b l ü t h schließlich behandelte die Zeit Esras und Nehemjas. Berständlicherweise bieten diese letzten Bücher der Bibel, die die Rückkehr ins Heilige Land und dessen Wiederaufbau behandelst, interessante Beziehungen zur Jetztzeit. Wahrend so diese Arbeitsgemeinschaften im wesentlichen Spezialthemen jüdischer Bildnngsarbeit umfaßten, wurden an den Abenden allgemeine Fragen besprochen. An; ersten Abend sprach zunächst Dr. Ernst Simon über Palästina nnd die jüdische Erziehung in Deutschland. Simon ging hierbei davon ans, daß der Palästina-Anfbai; als Beslai;dtcil der jüdischei; Erziehung in Deutschlmid behandelt werde,; muß. Hierbei wandte er sich nicht nur dagegen, den Palästinagedanken überhaupt nicht in die Erzichnngsarbeit aufznnehmen, sondern auch gegen eine einseitige wellliche Nationalisierung des Landes. Mit Recht wurde daraus Hingeiviesen, daß hier durch die religiöse und geschichtliche Entwicklui;g eine besondere Einmaligkeit vorliege, die keine Parallele mit rein staatlichei; Gebilden erlaube. An; nächsten Abend sprach Professor Kant o r o io i c z über die Ausgabe;; der 'Mittelstelle, die sich nicht etwa in die Erziehungsarbeit der einzelnen Gemeinden einmischen will, sondern lediglich Mittlerin in der Erwachsenenbildung sein will. Tie Mittelstelle ist für alle Anregungen auf dem Gebiet jüdischer Bildung dankbar, und wird vor allem auch jeden; auf diesem Gebiet Tätigen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Besonders schlver liegt die Bildungsarbeit in den .Kleingemeinden und an Orten, in denen keine eigene Gemeinde besteht. Tie Bildungsarbeit muß von der Stadt aufs Land hinaus getragen, oder aber die Bewohner der kleinen Gemeinden lwn Zeit zu Zeit zu wesentlichen Beranstaltnngen in die nächste größere Gemeinde gernfen werden. 'Marti,; Bnber beendete seinen Kurs mit einer kurzen Rede, in der er sich — an seine Franksnrter Lehrhausrede über die Lehre und die Tat eingehend — gegen einen bloßen „Standpunkt" und eine bloße 'Anlehnung an die Lehre lvandte und eine feste und in sich geschlossene Bindung an nnd für sie verlangte. Als 'rnoschlnß der Tagung sprach am letzten Abend zugleid; and; vor der Gemeinde Kreuznach Tr. Ernst Simon über Jeremia und unsere Zeit. Tie Tagung hat in besonderem 'Maße gezeigt, daß vor allem unter der gesamten jüdischen Jugend Tentschlands darüber nur eine einheitliche Meinung besteht, daß wir allermindestens neben anderer Bildnngsnrbeit in starkem Maße jüdische Bildungsarbeit zu leisten haben. Dr. W. St., Stuttgart. Der Nülkgriss auf die „AaklülKrn" Es ist noch gar nicht lange her. daß von G.-B.°gegi;erischer jüdischer Seite die sachliche Aufklärungsarbeit des Eentralvereins als bedeutungslos hingestellt tvnrde. Mm; versuchte mit den; abwertenden.Begriff des „Traktätchens" die mühevolle, aud) finanziell schwierige wissenschaftliche Arbeit zu bagatellisieren, durch die vom Central-Berein in mehr als vier Jahrzehntex; der gesamte Stoff über die Judenfrage zusammengetragen und in verschiedenartiger Form uns ein Beispiel daran, und bleiben anch wir uns selber treu, mit jener Liebe im -Oerzen, die Lktavian uns zusingt mit den Warten, die auch die Liebe zum Genius bedeuten können: „Wie du warst, mic du bist, das weiß niemand, das ahnt keiner ..s. k. MM lMö Kauskormr! In einem Hause in; Grnnewald wurde eine iininfmli feije Fassung ansgcwichlter Teile des ..Hohen Liedes'' geboten. Hermann Zilcher, ein Kompvnisi, der von Brahms Ivnnnt und zu Pucein; und Richard Strauß strebt, entzündet sein romantisches Musikerherz an dem altbiblischen Stoff und schreibt zn der prunkenden Nachdichtung Will Bespers eine wohltlingeude, allzu wohlllilpgende Musik. Ein Werk, das mtc dieses, innerste Herzensanssprache nach außen ins Aenßer- Uche projiziert, wird im Konzertsaal effektvoller wirken, als in; intimen Kainniermnsilra;;;;;. Tort wäre vielleicht mich das '.Mißverhältnis zwischen den dynamischen Eiitsicktungsmöglichteiten der nienschlichen Stimme und der durchweg zn lauten Begleitung (Klavier und Streichguartelt) nicht so siihlbar gewesen. Es war schade, daß die auf dem Programm angegebenen Gesänge mit Klavierbegleilling wegfieleu, danach hülle sich mehr über die Stimmen sagen lassen. Mar R ahn; er besitzt einen ans kultivierte' Vortragsart und sorgfaltige Tertbehandlnng bedachten Bariton und Len; Stein- W e i d e n r e i ch ein sympathisches Altorgan. Tie Jnstrumentalistei; — die Pianistin Gertrud Nt a r c n s . die Geiger P o l i s ch u k und L i e b l i;; g . der Bratschist Spittel und die Ecllistin Annie N ö s l e r — musizierten mit großem, fülligen Ton, neigen aber in anbetracht ihrer mir begleitenden Rolle — mag der Satz auch sinfonisch behandelt sein — zu viel zu kräftigen Akzenten. A. GrmelMMkoMr! .unbekannter Künstler' In einem der von Lipa Ehrens arrangierten „Gemeinschastslvnzerte". die mibetaunten Künstlern ein Auslrelen vor Publilmn und Preise erinöglichcn. siel der junge jiUnjdjc Pianist Franz Reihenstein auf. der schon durch den Ernst der Bortragsnxchl einnahm; er brachte Bach, die Barcarole und die weniger gespielle vierte Ballade von Ehopin und ein Heft Oindemithstücke. Seine Begabung, ein gutes Gedächtnis und eine famose Technik traten u,ohl am sinnfälligsten bei der größeren Reihe der Hindemithvorträge zutage. Taß Reitzenstein nicht nur die motorisch eingestellte und vvrtreibmde Kraft moderner Niusik meistert, sondern auch das brillanie Filigran und den feurigen Schwung romantischer Kunst, das zeigte sein Ehopinspiek. A. Wobllüllgkeilökenzert zu Gunsten der Kinder- und Jugendheime Zu einen; Konzert, das zu Gunsten der jüdischen Kinder- und Jugendheime ddr ,,'Ahawah" stattfand, hatte;; sich in selbstloser Weise das „N e u c Streichquartett", Josef N o s c n st o ck als Pianist und die Altistin Paula Lindberg. zur Bersügung gestellt. In der dichtgefüllten Singakademie hörten wir ein vielseitiges und eben in seiner bunten Gegensätzlichkeit nicht recht vrganisches Progrannn; die 'Ansführenden selber dagegen harmonierten durch den ihnen allen eigenen künstlerischen Ernst. Den Gipfelpunkt bildete die Wiedergabe von Schuberts Fvrellenquintett; bei Rosenstock war es diesmal nicht so sehr das eigentlich Pianistische, Ornamentale, das sein Spiel kennzeichnete, sondern die Intensität, welche die Themen wie geineißelt hervorspringen ließ nnd die anderseits der letzten Bariation etwa einen beabsichtigt pedallosen, trocknen Klang gab. Tor Hang zum betont Expressiven verbindet sich bei Rosenstock mit einem kristallklaren Anschlag, während bei den Streichern — Willy Frey, Hans Prager, Rudolf M e y e r. Hermann Weil und dem Kontrabassisten Rudolf Lewy — die Weichen, satten Farbtöne überwogen, namentlich beim ersten Geiger, der bei Kammermusik mit Klavier einen etwas undankbaren und schweren Stand hat, weil er nicht mehr Primarius und noch nicht Begleiter ist. Das Onartett trat sehr glücklich mit einem Beethovengnartett und je zwei für sich stehenden Sätzen von Mendelssohn hervor; nur das hingetupfte Scherzo hätte noch mehr federnde und bejchwingte Leichtigkeit vertragen. Bon dem gesanglichen Teil, den Paula Lindberg bestritt — jüdische Lieder und zwei Oratorienarien —, erschien mir das palästinensische Hirtenlicd als die stärkste Leistung, weil cs dem Naturell der publiziert worden ist. Die Entwicklung der Der< hältmsse hat wie in so vielem auch h;er neue Erkenntnisse und Einsichten entstehen lassen. Tenn das Bedürfnis nach sachlicher Aufklärung besteht heute nadj wie vor. und kein DvktrrnarrsnmS von früher her ist stark genug, um dem Drruck der jeweiligen Anhängerschaft standzuhalten, die auch die sogenannte „Apologie" verlangt, weil sie ihrer bedarf. Der Gentral-Berein kam; mit Genugtuung seststellen, daß er damit eine wirtlich positive jüdische Kulturarbeit geleistet hat, für d;e ihm jetzt auch außerhalb seiner eigene;;^ Reihen das deutsche Jndentlim nnd seine Presse dankbar sein muß. Ter Bor stand der Berliner Aerzkekammer hat an sämtliche Groß-Berliner Aerzte — es sind rnud 6000 — ein Rundschreiben gerichtet, in welchem sie gebeten werden, „in verständnisvoller nnd tatkräftiger Weise" bei der Turchsührnilg des Gesetzes zur Berhülnng'erbkranken Nachwncl;scs — im M;;;;e des Ministerialerlasses vom 2.?. Januar 1934 — mitznarbeiten. Danach ist jeder Arzt, dem innerhalb seiner Berufstätigkeit eine an einer Erbkrank- I,ctt oder an schwerem Alkoholisinus leidende Person bekannt geworden ist, zu einer Anzeige verpflichtet. Anzeigepflichtig' sind: Angeborener Schwächst;;;;, Schizophrenie/ manisch-depressives Irresein, Fallsucht (Epilepsie). Beitstanz. Blindheit und Taubheit, soweit sie erblichen Eharalter iragen, schwere erbliche körperliche Mißbildung. Tic Anzeige — die sich nicht nur auf Nachweislich kranke, sondern auch ans kranlheiis;mrdachiige Personen erstreckt — ist an den Amtsarzt zn richten, der für den Wohn- oder Aufenthaltsort der betreffenden Person zuständig ist. Aerzte, die eine Anzeige unterlassen, werden mit Geldstrafe bis zn 1.30 R'.'R bedroht. Keine Eingliederung des .Kantorcri-Berbaxxdcs irr die Rcichsmusikk^rumer. Ter Allgenwine Deutsche Kantoreil-Berband hat eine lUitteilnng der Reichsmusikkamnier erhalten, wonach eine Eingliederung des Verbandes in die Reichsnilisikkaminer nacl, den neuesten Richllinien nicht in Frage kommen kann. Rach einer 'Verfügung des Führers der Reichsmnsilersehaft brauchen einzelne jüdische Kantoren, sofern sic „nur vor ihren Genwinden tätig sind", der Kammer nicht beizutreten, wohl aber, ivenn sie daneben als Solisten oder Atnsikpädagogeii wirken. Aus den MMen Walter G n t;>; a n n nnd Frau Else. >;eb. Fraenkel (Schöneberg) begehen an: 8. Juni das Fest der Silberhach.;eil. — Julius F v a n d (Einbed in Hannover> feiert an; l.',. Juist seinen 8ö. Geburtstag. — Wilhelm L e w i;; (Benthe;; O.-S.) feiert am 2l. In ist seinen 70. Geburtstag. — Ter frühere Barsthendc der Ortsgruppe des G.-B. i>; Nasenberg. C ä s; b a d;. ist am 9. Juni gestorben. — Im l'2. Lebensjahr starb Hulda H c r z b c r g (Berlin- Lichterfeldc). Ixrstizrat Dr. NothfclS (Kassel) beging am 10. Juni in selten geistiger Frische seinen §0. Geburtstag. Getreu der Traditio;; seiner Vorfahren hat er seine Lebensaufgabe im Dienste der Atlgemoinheit erblickt und hat sich namentlich als Vorsitzender des Vorsleheraiules. den; er seit über 30 Jahrelp angehort, in porbildlicher Weise der Geincinde seines Bezirkes angenonunen. Für die Ziele des Eentralvereins l,al er stets großes Interesse an den Tag gelegt; er zählt zu seinen älteste;; Nkitgliedern. Ten; verdienstvollen Alaune sprechen wir die herzlichsten Wünsche für einen gesegneten Lebensabend aus. „Stunde der Bibliothek". - Die Bibliotheken der Jüdisdien Gemeinde Berlin treten mit einer Einrid)tung an ' die Oessenllidzleit. die den Weg zu jüdisd,eii; Wissen erleid)ter>; soll. In einer reget- Schachcrufgabe Mr. 11 von Paul SroscublakL (Berlin) Alalt in Kvei Füge,;. Weiss: Kbt5, Df2, T:i-1, Ly3, Lg8, SeG. Sgi*. Be3, f3 (9) Schwarz: Kfö, Dlil. ThS. Tcß. La2. Jü.*6, Sc8, Sgl, Bdö, fl!, liö II) Lösung der Ausgabe 'Ar. 10: 1. Lhl—b7, Ta7Xl>7; 2. DgS—döf und 3. DrJ5-c4 matt. .La8Xh7; 2. Dg8~-e'*, nsw. ..... Ko.')—(Iti; 2. l>gS— dst u. 3. DdS—dö matt .Koö—dl; 1)^8—döt usw. Nichtige Lösungen sandten ein: Arthur Jacob (Königshofen), Willy Nlid)aelis (Berlin). A. Barmmwitz (Berlin). Hans David (Hamburg). Golliried Gumbel (Stuttgart). Georg Lange (Bersti;), A. Löwenstein (Grevenbroid)), Dr. Rudolf Aeumanu (Leipsig), Dlerarst Al. Koschustnsti (Landsberg), Lothar Sd)ö;sthal ('Nürnberg), Julius Eayi; iAeuwieb), Helnstg Kahn iKöln). Erid, Rubensvlm (Hildesheim). H. Lindner (Burgkanstadl), Snsanue Easpary (Berlin), Karl Bechhöser ('Nürnberg). Tr. HanS Sd)Ieüngrr (Alannheiin), Tr. med. Rosenberg (Pforzheim). » Weitere richtige Lösungen von Nr. 8 sandten ein: Josef Rosberg (Krefeld); von Nr. 9: Tr. Lob (Bochnn;), Gerda Loewkowitz (Konftadt). S d, a ch b r i c f k a st e n. Dr. K. Tr. (Bielefeld). Besten Dank für Jp^e freundlichen Anregungen. Sd)>oerere Aufgaben iverden fd)on kommen, auch öfters Sd)ad)nad,rid,teu. >vie Sie gesehen l,aben werden. Sd,achtid)e Biitteilungei; ans unserem Lcferkreise werden, wenn von allgemeinem Jisteresfe. gebracht werden. — A. I. (Kölstgshofcn). Bielen Dank für Einsendung. Leider sind beide 'Ausgabe,; gar md)t verioendbar. — M. L. (Krefeld). Bielei; Taut für Einsendung. Sie evhalton noch näl,eren Befdieid. -- I. R. (Krefeld). Just. R. M. H. lBamberg). Allelen Taut für weitere Zusendung/ Sie erhalten noch Bescheid. nläßig stattfindende;; „stunde der Bibliothek" sollen Borträge über jndisd,e Büdierlnnde staltsinden. Ten Anfang madst Ätmstag, bei; 18. Juni, abends 7 lU,r in; Lefefnal der Bibliot!,et. Oranienburger Str. ein Bortrag von Dr. Frih B a m b e r g e r über „Die;vid)t;gsten 'Nadstd,lagewerte des jüdisdien Wissens". In der Lesehaile Fasauenstraße 79 80 wird nacheinander zu interessanten und aktuellen Problemen die hanplsächlid,e Llteralur iBüdier und Aussähe);usau;mengeste>lt sein und jedem während der Oefsnungs,zelte;; (Sonntag bis Donnerstag, nadpistttags von 5 bis 8 111,v) zur Einsidzt und Benutzung zur Bersügung stehen. Bon; 21. Imst ab ist zunächst für vier Wod,en Literatur zu dem Thema „Die ersten 'Niederlassungen der Juden in Deutschland" ausgestellt. Am gleichen Tage, abends 7 Uhr. fiicdet in der Lesehalle ein einleitender Bortrag statj. in den; die anfgesleltle Literatur desprochen nstrd. Der Eilstritt zn den Vorträgen und die Benutzung der Literatur sind kostenfrei. Säiiczerin an; gemäßesien ist, ivährend Händel mit den; „Tank sei dir, Herr", das mit KAavierbegleitung immer peinlich wirkt, heute allzu häniig bemüht wird, lieber die 'Meisterhastigkeil des stimn;- liehen nnd seelischen Ausdrucks tun; Paula Lindberg braucht lein Work weiter verloren zu iverden. 'Auf die nnpehenren Wvhlsahrtslasten der Gcnwinde wurde kurz hingewiesen. Alan darf annehlnen. daß an diesen; Abend der finanzielle Erfolg deiuJiiustlerlschen gleichlmn. . 1-. .X—nn. Für die jüdische Allershilse GroßGecün gaben zwei nach Namen und Art wohlbekannte Künstler ein Hauslonzert. den, ein voller Erfolg besclsteden war. Tie geräumigen Alniilslnden Georg Berlrains waren bis in den letzten Winkel besetzt. In solcher Umgebung ließ man sich gerne durch den Hausherrn, nacl, den Gefilden pianistischer Romantik enlsühren. Bertram ist ein Poet an; Flügel und ein echter Alnsikanl dazu. Er rückt Ehopin in; Vortrag der HstRoll.Sonate mit Recht i» die Nachbarschaft Schumanns, von dem e^ das schwärmerisch-spielerische Jugendwerk „Earneval" so zniw Erklingen brachte, daß man bereits den späteren Aleister der Abwandlungen nnd llnibildnngen heraushörte. Wilhelin G n t t - mann sang^Lchnbert-Licdcr und drang durch die anmutigen Schäfereien licbesseliger Lyrik bis zu deu anßerordeistlich eindrucksvoll wiedergcgebeiwn dramatischen Steigerungen der Erllönig-Ballade vor, nn; dann in der gottergebenen 'Melodie der „Naclst und Träume" seine vorbildliche Aiemstütze in; Dienst eines beseelten Bortrags zu beweisen, der sich auch im Hnnwrigei; vortrefflich ansspricht. k. Blauen Der unbestritten wichtigste Abend, der mit vollem Recht Anspruch auf die Bezeichnung „jndisd)e Kultur" hat, war die letzte Veranstaltung des Kulturausschusses durch die Darbietungen dtto Bernste;ns^(TreSden) „ErilsteS und Heiteres ans Ost- und Ltzest-Jüdischer Dichtung". Tie Hörer nahnum mit großen; Beifall die ernsten Stücke von Bnber, Emil Bernhard Eohn, Sturmam; und Perez ans. Sie erfreuten sich an dem Humor Scholen? Alei- ’ rl)cn,§. Bernstein wußte ans jedem Gebiete in meisterhaster Weise dem Weseir des Dichters g> recht zu iverden, und dadurch den Alnvefenden eine, tvahre Feierstunde zu bereiten! Eilenack Tie Eisenacher Kultnsgenieinde veranslallele 0ch;e innsikalische Weihestnnde in der Synagoge. Opernsänger Emil Fischers (Weimars hocip drauiatisches Talent erschütterte die Gemeinde besonders mit dein „Wandere;". Dieses Lied, in; ^Gotteshaus gesungen,' gewann tiefe sü>nbolisclie Bedeutung. A!it schöner Junerlidikeit brachte der Bassist dann unter anderen; „biblstche Gesänge" voi; Dvorak und Joh-schiincho von Lewandowsti, Zinn Schluß erklang — kraftooil gesungen — Rezitativ und die Arie „Ans. taps're Schar, dev Ruh;;; des Herrn heischt eure;; Blut" ans „Judas Alaktabaiis". Acansred 'Malsch begleitete den Sänger kongenial an; Klavier und spielte noch mit schönem 'Ausdruck und feinsier Technik einige Konzertstücke. Beuchen Unter dem Protektorat der Zentral-Wohlsahrtsstelle haben sich in Bentl,en einige begabte Damen und Herren zu einer jüdischen Spielschar ziisa»;- rnengesst,lösten und treten alliiwnailich einmal inst einem Kabarettabend vor die Oefsenllichkeit. linier der technischen Leitung von Benno Reich und der künstlerischen Leitung von W. Feuereisen hatte das Jliniprograinn; einen derartigen Erfolg, daß der Abend wegen steter Ueberfiiilnug viermal wiederholt werde» mußte. Gastspiele in Hinde»- burg und Gleiwitz sind geplant. Die bedettkun^svollfte Dichtung des Wettkciens In; Verlag August Scherl ist vor kurzem ein Estlch „Ter Weltkrieg" von Rudolph Stratz erschienen. In ihm findet sich ein Kapitel „Krieg und Dichter", den; ,vir das Folgende entnehmen: „Viele griffen anfangs in die Saiten. EsFainen fern von; Krieg gutgemeinte, aber gequälte Sächelchen heraus, selbst aus bernsnen Federn — wenn zwei berühmte Schriftsteller dichteten: .2a5 ift Penibel: den Franzosen fehlen die Stiebet!' oder .Franzmännchen piss! — Franzmännchen pass! Wie anders da draußen! Ein tapferer Reiter, das berühinte österreistsische Reiterlied — iveitans die bedeutungsvollste Dichtung des Weltkriegs: .Drüdeu an; Waldesrand / hocken zwei Dohlen —V' lind uun zitiert Stratz das ganze Gedicht. Rur eine^ ist be; dem Zitat vergessen — der Raine des Dum ters.^ Er sei hier genannt: Hugo Zuckermami. öfte;- veichischer Jude, gesallen im Weltkrieg. Or. v.n.