Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 13 (1934)
- Issue
- 24 (14.6.1934)
- Date
- 1934-06-14
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 24 1. BeBbloftt iW/r\r'- ■ SAKM Sa stet K«öSM Sr. UO. M«, Mn Ssn Dr. Nevdor ©man, Dsrlln-Künnsee Wer der alte Jahn war, brauche ich nicht weiter zu sagen, aber über meinen Großvater lind vielleicht ein paar Worte angebracht. *' Meines Vaters Vater war zu Greisenberg in Pommern im Jahre 1793 geboren. Gr nahm als freiwilliger Jäger im Kolbergischcn Grenadierregiment Nr. 9 am Befreiungskriege teil, erhielt die Berdienstauszcichnnng und promovierte dann in Berlin. Er ließ sich als Arzt in Dolberg nieder. 'Als er nach dreißigjähriger Tätigkeit nach Lerliic übersiedelte, wurde ihm die folgende Ehrenurkunde überreicht: Unserem hochverehrten Mitbürger und Freunde, dem Herrn Dr. mod. Simon, welcher seit dreißig Jahren all hi er dos Nützliche, Gute und Edle mit großem Eifer förderte, so vielen Kranken unter ln diescsu Teigen wird der Briefträger die Quittung über die Postzustellgebühr in Höhe von 48 Pfennig für die Lieferung der C.-V .-Zeitung für das UI. Quartal 1984 vorlegen. Nichtmitglieder- Abonnenten zahlen 3,18 RM. Wir bitten unsere Leser, diese Quittung einzulösen, da nur dann die prompte Zustellung der C.-V.-Zeitung ab 1. Juli 1934 gewährleistet ist. Diese Postgebühr ist unabhängig vom Mitglieds beitrag; sie kann nicht an den Verein oder den Verlag gezahlt werden. Für jede nichteingelöste Quittung muss 'der Verlag der C.-V.-Zeitung eine Strafgebühr von 30 Pfennig zahlen. des Allmächtigen Beistände zur Genesung Half und die NotH der Armen mildtätig und erbarmend linderte, der aber auch als vieljährigcr Vertreter dieser Stadt für das Wohl der Eoin° r.umc ohne Menschensurcht treu und gemisscn- Ijnit, ausdauernd nnd segensreich sorgte, besonders auch den Stadthaushalt sor«rsältig mitübcrlvachte und für die Gründung einer Realschule ‘ sehr thätig und erfolgreich mibvirkte, sagen wir bei seinem Scheiden aus Golberg unfern tiefgesühltesten Tank, rnsen ihm ein herzliches Lebewohl nach und wünschen Ihm und den werthcn -reinen Gottes fernen, reichen Segen. Eotbcrg, den 13. Januar 1848. sich kann es mir nicht versagen, die Unterzeichner anzuführen; denn es sind Namen darunter, die nvch heute einen guten Klang haben: Banck. Dr. Brennecke. Devantier. Dobberwih. Fischer zu Buggentin. Gatow. Goetsch. Greul. Haenicke. .Herrsahrdt. Hetzer. Hoffmann. G. Husader. Kirstein. Koch. Leihow. P. Maager. A. Maager. W. Maager auf Allstadt. Dr. Maaß. Ntasch. L. Munkel. v. Natzmer. P. Otto. 5Ruft aus Ganzkow. ^usch. Starke. Steiuert. Stollbcrg. Stumpfs sen. Stumpfs jun. Bansclow. Ä. Winbcck. In Berlin wurde mein Großvater in den Strudel des politischen Lebens hineingerissen, er war Hauptmaim der Bürgerwehr, bezog als solcher in der Konfliktzeit die Schloßwache und antwortete dem König, als der Adjutant ihn, wie es Sitte war. zur Abendtafel einlud: Er danke, Majestät könne unbesorgt schlafen, er halte die Wache, seine Frau schicke ihm das Essen. Als frommer Jude wollte er die Speisegesetze nicht übertreten. Dreißig Jahre später, mein Großvater wohnte wohl noch in der Dorotheenstraße 7, im eigenen Hanse, die Söhne hatten die Feldzüge 18ü(> und 1870 teils mit Auszeichnung mitgemacht, lvarcn zum Teil schwerverwundet nnd wieder genesen und in Amt und Wurden. Er war ein Greis geworden, hatte sich aber seine' aufrechte Haltung und den elastischen Schritt bewahrt und konnte auf sein 60. Doktorjnbilänm zurückblicken. Mein Vater, der genau vierzig Jahre später auf der Höhe seiner Wissenschaft selbst das goldene Doktorjubiläum feiern konnte, widmete ihm seine erste selbständige größere Arbeit, „Die Parabel". Der Stadtkümmerer nnd Stadtrat Krön gratulierte dem „hochverehrten Jubelgreis" in einem längeren, außerordentlich herzlichen Schreiben, dessen Schlußsatz lautet: „So sehr ich auch sinue, was Ihnen mein Herz heute erfreuliches darbrmgen könne, so finde ich in meiner Rüstkammer doch nichts, was nach der mir bekannten treuen Anhänglichkeit an die Stadt, der Sic ihre srisclzc Manneskraft widmeten, Ihnen ein größeres Interesse' einflößen könnte, als ein Bild unseres heutigen Eolbergs nnd dessen Hanshaltungsplanes und indem ich Sie bitte diese meine herzliche Festgabe, wie sie gemeint ist, in geivohnter Güte ausnehmen zu wollen bin ich 'mit der: achtungsvollsten Grüßen . . ." Eolbcrg 6. Januar 1878. Ans dieser Charakterisierung meines Großvaters wird man ohne weiteres verstehen, wieso der alte Jahn und mein Großvater befreundet waren nnd warum Jahn sich in dem nachfolgenden — für beide Menschen bezeichnenden — Brief an meinen Großvater wandte. / , s \ /' Zwei junge Dirigenten des Berliner Kulturbunds Kurt Havelland Dt. Iiup,o Strclilzer Phot. Herbert Sonncnfdd Fr ei bürg «rrr der Unstrut, dcrr 26., Januar 1847. Herrn Dr. Simon zu Kolberg. Wahrscheinlich wird Ihnen an diesem Briefe aNe8 fremd vorloinmen. vielleicht sogar die Unterschrift, vbschon meine .Hand nicht gealtert ist. Sollten Sie Mißtrauen hegen nnd Zweifel setzen, den die Fopperei schreibender Schlaurasfen ist groß., so wird Herr Ferdinand meinen Rainen als acht anerkennen, falls der Inhalt nicht Ge- Ivähr leistet. Kolbergs Stadtverordneten, haben durch ihren Borsteher in der Berliner „Bossischen Zeihing" / die ich auch lese, und die auch zil Namnbürg auf dein Museum der Liedertafel gehalten wird l die künftige Erledigung der Bürgermeisterstelle angekündigct. Männer, die mit den Zeitsragen bekannt sind, imd sich an der Lößnig dieser Räthsel beteiligen, kommen allmählig dahinter; daß ein richtiger Bnrgemeistcr, einen ehrenvollen Kampfplatz wider Wahn, Vornrtheil und Schlcndergang einnimmt, viel Gutes stiften, und nod; mehr Böses verhindern kann, lind ganz besonders jetzt, wo die Herren voii Sonst, Bleibe und Rückwärts eine Schaar Hemmäiiiier geworben haben, mit denen sie gegen die friedliche zeitgemäße Entivickclimg Sturm laufen. Das soll keine Borrede sein, auch kein Glaubensbekenntnis;, mir eine Andeutung, daß ich denke und fühle und bei Gelegenheit auch handle, wie in den fünf Jahren, als ich nach der feinen Bcrgleißung des Ol>er Landes Gerichts zu Breslau zil Kolberg „einen u n s r e i w i l l i - gen A usen tha tt" hatte. Wie ich höre, hat sich zur Ko Werg er Burgermcisterstclle Heinrich Kinderling gemeldet. Er ist ans Rübcn-Teltow gebürtig, in Berlin ans dem Werder ans der Schule und daun auf der Hochschule geivesen, wo er sich bei Eiselcu, Lübeck und Fcddern seine große Turnscrtigkeit erworben hat. Seinem Aeußcrn nach ist er ein hübscher kräftiger Mann, im geselligen Leben angenehm, im Geschäftsgänge leutselig. Magistrat, frühere nnd festige Stadtverordneten werden ihm günstig Zeugnisse geben. Bom Reserendarius ist er Eriminal-Actuar zu Ei len bürg geworden, welche Stelle er jetzt durch einen Stellvertreter verwalten lasset, da er jetzt seine Prüfung zum Ober-Landes- Gerichts Assessor macht. Mit der wird er zwisckzen Ostern und Pfingsten zu Stande sein, und könnte dann von Berlin ans sich leicht in Kolberg vorstellen. Reisen leine Kolberger zur Leipziger Messt? Cie werden da den Strmnpfsabrilanten Thiersch treffen, der noch vor kurzem Stadt- verordneter war. aber durch Königs. Allerhöchste Eabinctsvrdcr zugleich mit sämtlichen R'amnburger Stadtverordneten verabschiedet wurde, ivcil sic durchaus keinen Landiagsabgeordneten wählen wollten, da dies nach ihrer Meinung unnütz, kostspielig und zweckwidrig wäre, und mir die Berufung der Reichsstände hindere. Pommern sind nicht viele in Naumburg. - Der Ober-Landes-Gcrichtsrath Beelitz ist cnis Bahn, der Referendar Kkatte ans Drembnra. Ans Ren-Vorpommern sind mehrere dort, auch ans Preußen. Staff der Mcdicinal Rath, hak jetzt die homöopathische Lade. Bis auf diese Berirrung ein!lIIIII!!IlIIII!lIIIII!IIIIIIIIII!III!II!I!!II!IIIIlIIIlI!!I!II!IIIII!IIIII!III!III,IIIIIl Juristisch-wirtschaftliche Beratungsstelle der Ortsgruppe Wiesbaden des C.-V. Montag und Donnerstag von 1 1 bis 1 Uhr im Gemeindehaus, Schulbcrg 3 Am 11. Jnni feierte Deutschland und die musikalische Welt den 70. Geburtstag von Richard Strauß. Biele Federn setzten sich in Bewegung, um diesem Tag das gebührende bcho zu geben. Darf, ja soll da nicht auch von dem Widerhall gesprochen werden, den er in uns erweckte? .Große Tonsetzer haben die Klänge „ihrer faict selbst geschaffen, nnd wie die Musik der Sprache entwächst, selbst dort, wo sie liedhaft innig mit ihr verbunden bleibt, so liegt die schönste Ehrung eines Meisters im Erklingen seiner eigenen Werke. Das setzt die Gemeinschaft der Hörer voraus, der die meisten von uns nickst v oder nicht mehr angehören. Aus klängen werden Nachklänge, und cs s ch c i n t, ß!s lebe mir noch das Vergangene. llndcudlich weit sind die Räume der Werkelt von Richard Strauß. Kamps nnd Stille, PUbel nnd Klage, Klarheit und Geheimnis inrgt sie. Geheimnis durchdringt das Werk, seine tiefsten Offenbarungen entströmen, ^chMärchenklangwelt der „Frau ohne Schatten". In Vereinigung der vielfältigen fumbildlichen Inhalte aus Abendland und Morgenland wird sie zum westöstlichen Diwan musikalischen Theaters. Goethes Worte an ^uleika umschreiben auch das Werk und Wesen von Richard Strauß: „Spürst du nicht aus Ustinen Liedern, das; ich eins und doppelt bin!" Jine Meisterschaft der Klanggestaltung hält Pe tausendfältige Vielheit der Werke Zummmen. Von dem natnrgewaltigen Tonbild „Zarathustra" bis zur innigen Vrentanoreicht sie, von den Angstträmncn Klytänmestrcns bis zu dem hellen chorischen Widerifycm der „Tageszeiten". , .Wie war es möglich, das alles zum Kosmos sUsammenzuschließen? Hofmannsthal hat ein- Fs^l in der brieflichen Unterhaltung mit Strauß über die „Frau ohne Schatten" die Antwort ans diese Frage gegeben. Es käme darauf an, sagte er, das Äeußerliche zu vermutlichen und alles Innerliche zu 'veräußerlichen. So arbeitet Strauß. Er fängt die Umrisse seiner Gestalten in den unsagbar kunstreichen Geweben seiner Harmonien ein; nichts bleibt ihm dabei verborgen. Aber er läßt nirgends die Harmonie statuenhaft erstarren, sondern drängt mit wacher Kraft der Sinne unaufhaltsam weiter im musikalischen Ablauf; so gelingt es ihm, die Laune eines Lerchenaners in wohligem Tanz zu umspielen, aber auch den Gott Bacchus ans dem Barockhimmel herniedersteigen zu lassen, um Ariadnen das .Heil in verströmendem Zauberklang zu bringen. AuS diesem verschwenderischen Reichtum gewannen wir Freude nnd Erhebung; in Stunden musikalischer Versenkung hielten wir Zwiesprache mit dem Genius. Gemeinsames brauchten wir nicht zu suchen; Ohr und .Herz schufen von selbst Verbundenheit. Und heut? Wir blättern in dem Brießvechsel zlvischen Strauß und Hosmannsthal, diesem aufschlußreichen Dialog von Wort- und Tondichter, den der seine Sinn des Sohnes von Richard Strauß der Mitwelt seines Vaters — und heute der Nachwelt Hofmannsthals vermittelte. Wir lesen die Stelle, an der Strauß von seiner Lektüre in Bernsteins Novelle „Mendel Gibbor" spricht, aus der er den jüdischen Brauch der Abbitte bei den Toten für das im Leben begangene Unrecht als Motiv in die Dichtung der „Frau ohne Schatten" hineingearbeitet wünscht. Oder wir wandern durch die Schau der Erinnernnaen, die in der Berliner Staatsvper «eqemuftttui ein Bilderbuch von Lebe» und Werk des Meisters anjschl-i-st. Liebennanns k-traufworträt ans der Nationalgalrrie hii>ij,t dort an sichtbarer Stelle. Das Bild Hermann Lekis nach den, Porträt von Stucks W in dcr Reihe der Münchener Anden en nicht. „Der Mrderer des jungen Straus, steht darunter^ Geaenüber entdecken wir das Program», des non-eris. bei den, 1884 zum er>tenn,al „, Ber-!i-, eil, Merk des jugendlichen Strauß a»,- ncsührt wurde, es war die Konzertonvertüre lbwoll die der «ompomst „Herrn Hosrastell- Hormann Levi in Hochachtung und Dankbarkeit gewidmet" hatte. (Die Münchener Uraufführung dirigierte Levi selbst.) ■ Wir vergegenwärtigen uns, daß Strauß, als er die zauberischen Brentano-Lieder schrieb, auch zu Heine griff und seine Lyrik vertonte. Das fiel uns früher nicht auf. Das alles blieb bei sich selbst, wuchs einander zu nach eigenem Gesetz. Wir empfanden die Znslunmenarbeit des IReisters mit Hofmannsthal als regen Austausch zweier, gar nicht immer in voller Harmonie aufeinander abgestimmter Geister. Nur das kapell-meisterliche Zwischenspiel der eigenen Tertgestaltung durch den Komponisten im „Intermezzo" unterbrach diese gemeinsame Arbeit ziveier Jahrzehnte, die Strauß jetzt durch Stefan Zweig in der Dichtung zu seiner neuen Oper „Tic schweigsame Frau" sortsetzen läßt. . Es war ein Scherz der bürgerlichen Komödie, wenn in jcncin „Intermezzo" Frau Christine bei ihren temperamentvollen Ansbrüchen gegenüber ihrem Gatten einmal vernehmen ließ: „Er hat, glaube ich, doch jüdisches Blut in den Adern." Im gleichen Werk nimmt ein Kommerzienrat an der köstlichen Skatrunde um Kapellmeister Storch teil; heute denken wir daran, daß Strauß damit seinem Berliner Freund Levin, dessen Familie die „Elektra" gewidmet war, ein kleines Denkmal setzte. Einst waren es uns Selbstverständlichkeiten, daß Atax Reinhardt zu den szenischen Wegebreitern von Richard Strauß gehörte wie Oskar Bie, der Vorsprecher der denkwürdigen „Elektra"-Uraussührung vor einem Dierteljahrhnndert, zu den schriftstellerischen Herolden des Meisters. Wir dürfen daran auch heute nicht denken, ohne die überragenden Verdienste eines Ritter, Bülow, Schuch, Seebach im Geiste voranzustellen. lieber Strauß und sein Werk sagen uns mlljene Erinnerungen an Vergangenes nicht mehr als die Stufen über den Bau eines Tempels. Wir müssen nach der Decke blicken. Hüten wir uns, aus den biographischen Zufälligkeiten eines Genies für unser eigenes Leben Notwendigkeiten 'abzuleiten! Manche von uns gehen jetzt über die Stätten, die den Hintergrund der „Salome" bilden. Cie werden gewiß erkennen, wie wenig jene Oertlick,- kciten mit dem schimmernden'Notturno von Strauß zu tun haben,.so wie seine „Josese'- Legende" den Formen und Farben Paolo Veroneses ungleich nähersteht als den biblischen Geschichten. Es ist bezeichnend, wie Strauß von dem Judengnintett der „Salome" spricht. Das Scherzo der Oper nennt er es. In allem bleibt er eben der Musiker, und das allein entscheidet. Wir müssen so viel Ehrfurcht vor dem künstlerischen Schassen ausbringen, es bei sich selbst zist lassen; dann können wir auch keine seiner äußeren Begleiterscheinungen mißdeuten, während es uns unbenommen bleibt, unser Verhältnis zu ihm ganz für uns zu bestimmen. Gerade dort, wo wir geliebt, verehrt, angebetet haben, dürfen wir uns vom Aenßerlichen des Vergangenen u n d des Gegemvärtigen nicht bestimmen lassen. Einst nahm sich ein unglücklicher Verehrer Wagners, der jüdische Pianist Joseph -Kubinstein (feilt Verwandter des nichtsüdischen Anton Rubinstein) das Leben. Ein Jahrzehnt hatte er in der Nmgebnng Wagners zu Bayreuth verbracht, ein Klavieranszug des „Parsisal" stammt von ihm. Weil seine Liebe zu Wagner sich mit dem Leid am. eigenen Indentum paarte, zerbrach er; kein einzelnes, ein silmbildliches Schicksal. Wir haben früher durch Schopenhauer, jetzt aber durch uns selbst gelernt, das; solch ein Tod nichts anderes bedeutet als eine allzu große Schwäcl,e gegenüber dem Leben. Die Größe einer Liebe muß sich gerade dann zeigen, ivenn sie bedroht ist. Liegen nicht die Strauß-Lieder noch immer bei unseren Noten? lind wer könnte in uns die Welt des Meisters zerstören, die unveräußerlich in uns lebt? Richard Strauß arbeitet unentwegt an seiner neuen Oper weiter; sie handelt von dem Nlann, der keine Musik hören kann, nnd der schlieplich durch die Frau, von der er es am wenigsten erwartet, zur Musik geführt wird. Nehmen wir