Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 13 (1934)
- Issue
- 23 (7.6.1934)
- Date
- 1934-06-07
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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n n:> »OR HUPE Ab AUP&AU CNTRAJAUSSCHUSS DWT5CK1N JÜDIN FOK HUPE UND AUFQAU A^Zr'lch (HMs^ fc-W-rn*»/ J yuü (-Sü^t/ÄS^lÄk^ Unter den Männern, in denen die nationalsozialistische Bewegung ihre geistigen Ahnherren verehrt, steht der Dichter Dietrich Eckart in Werdegang de-? Dichters. ' Der im Jahre 18i>R geborene Bayer streifte die lästige Fessel des Mcdizinstudiums ab. nur sich uneingeschränkt dem Tichterberufe rvidnwn zu tonnen, vr nnirde. wie Lernbert berichtet. Journalist. Theaterkrüiker für verschiedene Zeitungen und Mitarbeiter an Zeitschriften. Er hatte sich die ersehnte Freiheit erkänipft. aber um einen teurer Preis: S>völs Notjahre folgten, in denen er alle Tiefen nrenschlicher: Daseins durchinaß. Obwohl er sich euch in lyrischen Dichtungen cmssprach. hat er icnnocT) vor alten: um den Preis des dichterischen Dramas gerungen. Es war die Tragik seines Atens, das: ihnr ein Erfolg aus diesem Gebiete, den ck heiß ersehnte, versagt blieb. Ilm so größer war seine Wirkung als Politiker. '-%() der Novemberrevolution von 1918 wird er k!i:er der leidenschaftlichsten Bekämpser der Weimarer Bepublil. Er schließt sich anss engste an Adolf Eitler mrd die uatiorralsozialtstische Bewegung ein als Politischer Satiriker und Schriftleiter des „Wllischen Beobachters" steht er in: Vordergründe. Als jedoch die erste nationale Erhebung Hitlers gegen Ende^ des Jahres 1928 mißlingt, vermag bVmt den Schlag nid)t zu verwinden: am zweiten Weihnachtstag stirbt er. , ,^Tas Schrvergeroicht seiner politischen Wirksamleit verlagerte Eckart in den Aarups gegen das Judentum. Das Judentum rvar ihn: zum Prinzip des Bösen geworden, zum Gegenspieler der deut-!wen Vvltheit in der großen göttlichen Komödie, dm nur Geschichte nennen. Das Judentum bedeutet 'str Eckart die „Verkörperung der Wclkbcjahmrg"; er vertritt die Ansicht: „Um die Enlseelnng der Vmly ^nn nichts anderes ist es dem Judeuinir: zu bni." Der große Weltprozeß des Lebens der Manschet wie des einzelnen spielt sich ab zwischen den volaren Gegensätzen Wellbejahung und ygeltver» veimnig oder Weltnberwindnng. Zn der Geschicyte k'w Bienschheit treten diese Gegensähe, die im ein» P'tnen Ptenschen beide-vorhanden sind, für Dietrich stckari in zrve: Bassen anseinailder: die arische und me.jüdische. Ter physische Gegensatz der beiden Aahen ist ihm nebensächlich, er lvird ihm Zinn mstaphysischen zivischcn Weltbejahung (Ahasver) und Welwerneimmg (Savaranola). Bon allen Seiten grrss Eckart das Judentum an. w'nner aber ist das Ziel: den Nachweis zu cr- P'Gtz'n. das; der Jude, der absolute Weltbcjaher,, der unbedingte Tiesseitigteitsuwnseh. der Lellguer des Ewigen und Seelischen ist/ Btarxstsmus und ^Rschervisnms in ihrer ausschließlichen Diesseitsdstahung sind für ihn nur Erscheinungsformen des hüdistheu Geistes. Aach dem Vorbild von Theodor urilsch richtete er seine Kritik gegen das Alte ^-e'taulent und gegen ben Talmud. Zu dem „tteberden.-Kopchvachsen" des Judentums erblickt er die sthwerste Gefahr für das Deutschtum: hier liegen stst vste sstnibert l;ervorhebt — die Wurzeln für Dietrich Eckarts Antisenritisnuis und für die heutige Zudenpokilil des Nationalsozialismus. „Die Haltung Dietrich EckartS in der Juden-, sagest urteilt Lernbert, „ist nicht das Ergebnis ^stych.wgischon. wissenschaftlichen Denkens oder das ^sahrungSmäßiger Totsachen. Eie erwächst aus ^ner unmittelbaren, die Erfahrung überspringenden ^chary die ihrer Natur nach dogmatisch sein muß. ^.Wissenschaftliche Bedenken und Hemmungen kennt Zürich Eckart in seinem Kampf gegen das Judenb-'ni nicht." . Insofern nrüssen wir deutschen Inden den von Baart gegen uns geführten Kamps als tragisch empfinden, als er uns — wie Lernbert bezeugt — Ijut aus Grund einer metaphysischen Borb?Ps.ng, also nicht nach unserer wirklichen P h Y - N s ch e n Bcschasfeilheit beurteilte. Eimnal. in seiner ^wmvdie „Familienväter", ist der Dichter Eckart ^6 des jndenfcindlichen Grundtons auf den Weg ststvesen, der vielleicht zu einem Verstehen und Zu j ^wissen Verständigung geführt hatte. Darüber Wt Lenwert: „Aber Dietrich Eckart hat es vcr- Wnmht, in Schivarz-WeißyINanier Zu malen. Ja. von Humor an: meisten umspielte und dadurch fast liebenswerte Gestalt ist die des Juden LazarnZ, während die erbärmlichste der Nichtjnde Dr. Timmroth ist." DZI LsSZ» VÄEZes m Ism Qmi In der „Deutschen Rundschau" (Jahrgang 60. Heft 7) beschreibt Paul Fechter in einen: biographischen Aufsah den merkwürdigen Lebenslauf Moellers Vau der: Bruck, der um so misschlnßreicher ist. als das Lebensschicksal des Propheten. des Dritter: Reikes in: allgemeinen wenig bekannt ist. Artur Aioeller — so berichtet Fechter — wurde au: 28. April 1876 in Solingen geboren. Sei,: Vater war Architekt, seine Mutter, nach der er sich zuerst Moeller-Bruck, daun Moellcw van der: Bruck nannte, stauuute aus einer holländischen Familie. Tie bestimmenden Jugendjahre verbrachte er in Düsseldorf. Als er 1896 nach Berlin, in den Strudel der naturalistischen Lrteraturbewegung übersiedelte, vollzog sich in ihrn eine eutscheioeude geistige Wandlung., Die Kluft Zwischen dem geistigen - und dem politischen Dasein, das Mißverhältnis der staatlichen Welt des Reichs Zu der: Energien des Seelisch-Geistiger: war ihm stäu- ■ drg so intensiv im Bewußtsein, daß er schließlich glaubte, mit diesem Staat und seinen Forderuu- . gen an den einzelnen überhaupt kein Kompromiß schließen Zu können. Deshalb geht er nach Paris. Dieser Schritt Moellers bedeutete die Entscheidung auch für seir: inneres Leben. Er mußte ans Deutschland gehen, um Deutschland Zu sinder:. Er mußte jahrelang in der Frcmbe leGm, um Zn erfahren. was das EingebuudeiFeir: in^eir: Volk, eine tliatiou bedeutet, und daß es kein ^icyherauslösei: aus der Schicksalsgemeiuschaft gibt, in die man hiueiugeboreu ist. Er liebte Pstrris, er liebte Frankreich rurd seine Nienschen: er fand urüer diesen liebensrvürdigen, klr:gen, sympathischen Menschen den Mg Zum Deutscher: in sich. In Paris beginrü er mit der 'Arbeit an seinen: großen achtbändigen Werk „Tie Dontscher:". ir: den: seine innere Wendung Zum eingeborener: Bolkstinn sich dokurner:- tierte, rveil hier Zmn ersteninal der neue Nationalismus, der vorn Volk, nicht von: Staat ausgehende, klar imb nnverhüllt sich anssprach. Nach deir: Krieg, den er als Larrdsturrnmarm mitlnackste, begann die große SpätZeit Moellers. In dieser Zeit fand sich um Moeller jene ganze Schar des ersten NachkriegsimtiorsaliSnurz Zu« sauuru'n: es entstand der Juuiklub, die KeunZelle des späterer: Herreutlubs ur:d des Volksdeutscher: Klubs. Das Znsauuueiifasseudc (Ergebnis all dieser Arbeit war^ MoetlerS .Hauptwerk „Das Dritte Reich"; es ist sein populärstes Buch geworden, das mit seinen: Titel der rmtiorraler: Bervegurch der Nachkriegszeit das tragende Sirmbild gab. Es erschien 1928 und blieb damals in seiner Wirkung in: Grunde auf den Kreis der Freunde beschränkt. Die Zeit war noch nicht reif: Möller rnnßte mit seiner Arbeit und [einem Werk erst Helsen, sie reis zu nmchen. Er gab der Eutwicklrmg einen entscheidender: Stoß: das Eudergebrns hat er nicht n:ehr erleben dürfen. Aust.80. Atai 1925 ging er freiwillig aus der Welt. Werrige Jahre später begam: der Ausstieg. Vkvoller van den Bruck wurde einen: neuen Geschlecht, das von seine:, A'ufäuger: und ' von seinen: Leben karrm rwch etwas wußte. Führer ' und Deuter der Zukunft, Wegweiser in jenes Tritte Reich,- besser: Namen sein Buch trügt. Jur „Dentschery Llerzteblatt" (Nr. 16) macht Oberregierungsrat Dr. Karl Keller. Berlin, in längeren Ausführungen Vorschläge, die dahin zielen, eine einigermaßen zuverlässige-deutsche Nasscustatistik zu schafien. Er stellt einleitend fest, daß das deutsche Volk, ebenso wie die meisten anderen Völker der Erde, nicht völlig rassesrci ist, sondern sich aus verschiedener: Rassebestandteileu (dalische, dmarische usro.) Zusammenseht, daß aber die nordische Rasse einen großen?lnteil an der Zusamrnensehurrg des deutschen Volkes hat. Daneben „wohnen in der: Randgebieten de8 Reiches noch einige hunderttausend Personen mit fremder Muttersprache, die sich aber politisch fast restlos Zum Deutschtum bekennen. Von diesen sind uns die germanischen Dänen rasseverwandt, die Litauer und Masuren in Ostpreußen^ die oberschlesischen Polen und die Wenden in der Lausche ähneln ihrer rassischen Zusammensetzung nach zun: großen Tort ilrrcn deutscher^ Nachbari:; durch diese frerndsprachigen Minderheiten werden wir also rricht mit rasiepolitischcn Problemen belastet. Anders verhält sich das bei den: j Ü d -i - scheu Volk e. besser: beide Grundrasseu die orrerrtausche (Typus Araber) und die vorderasiatische (Typrrs Arrnerncr) sind, also Zwei Rassen, die sonst in Europa gar nicht vorkommcw sondcrr: asiatischen Ursprungs sind." Keller Zeigt, daß. wenn die Ausgaben, die der Rassepolitik von: nationalsozialistischer: Staat gestellt werde::, erfüllt rvcrden sollen, dies nur nützlich sein „ kann mit Hilfe einer rrußstichst genauen und durchgreifenden Rasscstatistik. Smveit es in Deutschland bisher?lnfänge einer Rassenstatistik gibt, handele es sich nn: Z ä h l n n g d e r P e r s o n e n j ü d i s ch c n Blutes (rvobei die Rasse nur nuttelbar erfaßt lverde, da die Inder: leine Rasse svnderr: ein Volk seien, wenn auch andersrassischer Zusammensetzung als das deutsche Volk), roelche der an: leichtesten . durchZnfüyr-ende Teil der Vlassestatistil sei, rveil hier die Korrsessior: als Handhabe benutzt rverdei: körrne. Tie Tatsache, daß bisher noch nicht die Gesamtheit der deutscher: Bevölternng auf die Beimischung jüdischen Blutes hir: durckrgeprüft roordci: ist. sc: wohl als vorübergehend anzuselien. da nran annchmer: nrüsse. daß irnurer weitere Kreise des Volkes von den staatlickjer: Ntaßnahrnen ersaßt rvürden. Weit größere Sckpvierigleiten läge,: ir: der Erfassung derjeirigen Hnnptrassen. von denen das deutsche 'Volk auszobant rvürde. Voll befriedigende Ergebnisse ließen sich nur dr:rch Eirstührung vor: Persouast. b o g e r: ü b e r d i e A b st a rr: ur u r: g f ü r s ä rr: t« l i ch e R e i ch S d e rr t s ch e und durch die Einrichtung von erb- und r a s s e b : o I o g: s ch c r: Karteien erziele,:. Diese Personalbogen wären als obligatorische Ntaßnalime einzrisührei:, so daß sie sich von der: schar: terlrueise eingesührtcu Gesundheitspässe!: und Faruilienstamiubücherr: unterscheiden würden. Tic. Eintragungei: sollen vor: b e a m - teten Aerzter: dnrchgesülrrt rurd an amtlicher Stelle arrsbervahrt rverdeu. Dr. Keller schlägt vor. daß diese R' a s s e n l a r t e i e r: an die S t a n - d c s ei m t c r a u g e s ch l o s s e u werden sollten, die in Zirknnst als Sippeuärnter bezeichnet würden. Bevor der Verfasser seine Anssührnngcr: mit der Bcmerlung schließt, daß die varhanderren Schrvierigfetten, die fiel) der Durchführung solcher Vorschläge cntgegenstellen, in: wesentlichen sinarrziellcr Natur seien, weist er dararrf hin, „daß derartige Urüersnehungen nur mit äußerstem Talt vorgerromrnei: rverder: dürfen. Soweit es sich nicht mn die Nuterschcidnng von Ariern und Nichtariern handelt, droht immer die Gefahr der Schädigung der Vollsgeiaernschaft. Unter aller: Uinständcu rnriß vernneden rverder:, daß ein Deutscher, der vielleicht ein paar hundert Teile rnehr rrordisches Vlut ir: feinen Aderr: hat oder ,;u habe,: glaubt, sich hochmütig über der: VolbZpeiwssen mit slärleren: Eiuselilag einer anderen arischen Rasse <z. B. der dinariseher:) hebt und dieser: als minderwertig ausieht." Ir: einem im ..Völlischen Beobachter" erschieuerien Artikel „Die Parteigerichtsbarkeit der NSDAP" begründet der Reichsleiter der NSDtzlP Walter Brich rr. a. die Notwerrdigkeit der Ausscheidung vor: Trägern jüdischer oder farbiger Blutsteile aus der Partei. In diesen: Znsamnwnhang .führt der Bersasscr ans: „Die Geschichte hat uns klar und eindeutig vor Arrger: geführt, das; eine Mischung von jüdischen: nr:d deutscher:: Blut 31m: Untergang des deutschen führt . . . Darunr sollen sich mit der Führrlng, Erziehung unb Bildung des deutscher: Nieuscher: keine Träger jüdischer oder farbiger BlritSteile befassen dürserst. Diese unerschütterliche Forderrma wird nie van einem lebenden Nationalsozialisten ausgegcbeu werden." .iOSüSSÄS, MiA Wh wwm In einem Arrfsatz „Blut und Boden als Grundlagen unseres Volkstums" l..Nationalsozialistisck)e Ntoriatshefte. 5. Jahrg.. Heft -18) stellt Erwu: Nt e tz» . n e r. der Sonderbeauftragte für bäuerliches Brauchturr:, für Sitte und Gesrtstmrg in: Reichsiuiuisterium für Ernährung und Landroirtschast. die agrargeschichtliche Erllwicklung dar ur:d führt.aus, die von einem Freihcrrn von: Stein und von einen: Ernst Moritz Arndt eingeleitete Barrernl^sreinng sei drirch Freimaurer und Juden Zum Scheitern gebracht und ins Gegerrteil verkehrt worden. Auch für den 'Niedergang des Bauerntums rnacht er die ..jüdischckapitalistische 2llirstschastsweise" verantwortlich. Noch schwerer rviegt folgeiwe Anklage: „Da aber nach der: Theoricrr der Libcralisten und Juden. die der: Staat U-nttcu, die Weltgeschichte ihren Sinn verloren gehabt hätte, rvenn die dcrrtschen Arbeiter und Banerr: der: Krieg gervarrrren. so ließ rnan der: Deutschen durch den Deutscher, erdolchen." Die erste Feststellung rvird denjenigen überraschen. der sich erinnert, daß Georg Friedrich Knapp, der große deutsche Agrarhistorrker. gerade der: ostelbischen Großgrundbesitz als denjcniger: Faktor erivieser: hat, der die Bauernbefreiur:g zun: Scheitern brachte und ins Gegenteil verkehrte. Tie Forschungen Lnjo Brentanos haben errviesen, daß der KapitaliSnuis, im Babylon des Altertums entstanden, keinesrvegs eine spezifisch jüdische, sondern eine allgeineir» verbreitete WirtschaftSsorn: ist. Und den: letzten Vorwurf gc;ze>:übcr dürfen mm’ daraus Hinweisen, daß weder in der Vorkriegszeit noch . während des Weltkrieges Inden an der deutschen Staatssnhrung l>etciligt tvaren. -A In einen: Aufsatz Ver gleichen „NationalsvZialistischeu Äionatshcfte" erläutert Walter Bo hm „Die Bedeutung des Reichserbhosgesetzes für die Erneuerung des bäuerlichen BrarrchtumS, der bäuerlichen Sitte und Gesittung". Durch das ReichSerbhosgeletz, erklärt Bohm, ist Blut und Boden wieder verbunden worden. Ter Boden ist nicht mehr Handelsware. Die Bauerngeschlcchter sollen tvieder vcrrvachsen mit dem Boden, sollen sich der väterlichen Scholle unlösbar verbrmdcn, sollen sich ans ihr heinnsch und sicher fühlen. Aber der Bauer soll sich arrch dessen wieder bewußt lverdeu, daß er auf und mit dem Hofe nicht nach Gutdünken, ergcrunächtig oder eigermützig, ■ schalten und walten darf, daß er vielrnchr Trer:- händer des Boder:Z ist für sein Volk, dem gegenüber er eine ungeheure Verantwrirtung trägt. So sind durch das Reichscrbhosgesetz rvreder die Vorbedingungen geschafsen, nrüer derrcr: eine arteigene Sitte und Gesittung, ein eigenes Brauchtum des Lauern- V*^55v-iV M @8 E3SOüi"':3it! I,ozug ia Gross . Berlin frol ^___. Haus, darcli dio Versaud- Btello der Btaatsqu<;llen racliingon und Niedorseltcrs, Berlin SW 11, Schöncbergor-Str. 10a. TeL: B2 LiHz. 5201 staudcS erwachsen kam: und soll, namentlich in Anlehnung an das altsreie Bauerntum des 6)eb:rges und der Wasserkante. ZÄ fe803 MMM In einem Anssatz „Dio junge Geucratron in Frarckreich" („Eirropärsche Revrre", 10. Jahrgang. Heft 4) erörtert A l s r e d F a b r e. L u c a dre seelischer: Strömurrgcr: der französischer: Jugend. Was will, so fragt er. die französische Jugend? Im vergangene» Svrnmer gab Pmll Biormrd eine rein negative Antivvrt aus diese Frage: „c:ie vermag sich nicht für die hkasse Zrr bege'nsterr:. wie dio deutsche Jugend", so sagte er. „da nnscr Land den Rassebogrisf ablehnt: sie tarn: keine!: Eäsar anbeterr, wie die rtaliernsche Jugend, denn bei uns würde Eäsar nicht zur Welt fomuu'it; sie siebt den Bolschewisnuis entsthrviirden. der immer mehr an*- hört, eine Weltlehre Zrr sein, um Zu einem slawischen. nnliiärifcheu und orientalischen Jnryerialisums zu werden; und wie N.alraur zögert sie. sicsi au sich selbst genug sein Zrr laßen, denn diese Le> deiuchaft ist tödlich." Paul Btorand sägte iedocb noch hinzrr, die Jugend ..verbürge danach, lieber: lärmen". (IF chrts'tck Gs st <*> In der Zeitschrift „Orient und Occideut— S!aat. Gesellschaft. Kürche" sammelt sich mn den deutsch!".: Pfarrer Paul Oclwtz und der: 'Rußen '.UiaM'ai Berd jajerv eine religiöse Arbeitsgemeiiilckrast van Deut schen und Russeu. In einer Besprechung, die dem Buch „Theater und Kino" des zn dieiem Kreise gehörender: ,Wdor Stepnn gervidnret ist. heißt es (Heft U>): „Fedor Stevnn. in den: ans Erlehni- und Erkenntnis daS Theatrali'elie und Philasovhische in selterrer Einheit sich durchdvir:gei:. rveiß sehr aenaig das; das mythisckvkrlltiiche Theater (der anlllen Tragödie zum Beispiel) heute uickit mehr realisier bar ist. Btöglich isl für l!m nur ein meiaphusiic'hes Sehictsalstheater, errvachseud aus der:: Erlebnis v>'" Krieg. Revolution und der allß'itiger: .Krisis, dro U'ie ein Zyklor: sich über Enron,: erhoben bot. Wir können nicht inehr vor den: Antliü Gattes spielen, tvohl aber am tstande des uns bedrolrendeu Rl - grimdetz. . . 'Möglich ist mir das rnelaptwüsa tragische Theater vor einer Gemeinde schöpferist- Erschütterter. Dieses Theater ivä:e berufen geroese:'. das naturalistisch.psychologische Milien-' und S!>mmrmgstyeater der Vorkriegszeit abznlösen. daär Er eS nirgends realisiert rvorden. Tie 'ülireuden Regissern'e haben die Kriegs- und Rw'aokutions tragödre ans dem Nietapyysisch-Rtek'igiöser: in-- Soziologische übersetzt und dadurch sckröpierisch v fruchtbar gernachi. Anstatt gehorsam der: -ttichte:- sprach des Schicksals zu vernehmen und in: tragischer: Theater zi: gestalten, haben sie fick', s e 1 der d i e R u LI 0" t) e s r i ch t e n b c n S ch i ck - s a l s a n g 0 c i g n e t u >: d ei v. T b c a t e r d c 'S a 11) r i t d) c 11" sn 0 bistis ch - sozial: f! ‘ - s ch e n V e r y öhrre n L d c r' B 0 urge 0 - c g e n: a ch t (.Drei-Groschen-Oper) . . vsrr WlrMKÄWKM LkLÄN Der Führer der Hallescher: Ltudentenschas' Ijat nach Rücksprache mit den: kommissarischen Reichs-- firhrer der Deutscher: Studeirteusehast, Tr. Zähringer, aller: Ntitgliederr: der Deutscher: Studentenschaft verboten, den: Eorvs Borussia in Halle anzngehörcn. weil, nuo evtläet mivb, das Eorgs ln* I)0ute gegenüber einen: jüdisch versippten Vtitgliebe die der: Arierbestimmungen entsprecherrden Folge-.. vunaen nicht gezogen habe, lieber bas Eurps wurde der Ausschluß verhängt. Gleichzeitig rvurde das- Eorps Bornisia auch aus den: Dentschen Waffenring ausgc'sc>)losseu. — DaS Tübinger Eorps Suevia. dessen Auflösung kürzlich gemeldet wurde, gehörte zu der: ältesten Eorps der Universität Tüvinge». Im Jahre IGlk gestiftet, gehörten ihn: vielfach Stildierende der Adelskreise an. Arny der verstorbene König von Würtlernberg war „Sueve". Bei dem Vorgehen gegen das Eorps handelte es sich darum, daß es sieh geweigert hat, zrver arisckw „Alte Herren", die 1>W1 und 1917 nrchtarischo Frauen geheiratet hatten, auszuschließeu. Zn der gerneldeten Anssehließung der Eorps schreibt die Verliner „Deutsche Zeitung": „Wem: es noch einiger Berneise für die Notwendigkeit der Ariergesetzgebnng bedurft hätte, dann rväre die Notwendigkeit, diese drei strrden-- tischen EorpS zu rnaßregeln, ein solcher Beweis. Da gibt es also rnirllich noch einige, und zwar besonders „feudale", stndentisthe Verbindungen, die sich weigern, den Arierparagrapher: dnrchznführen, ar ob heute noch jeder jüdische Tebattu'rklnb sein: Verernsrneieret ruhig weiterbetreibei: lönrrte. Eist selbstverständlich, daß diese „Eorps" schleunigst volltommen verschrninder: müssen, damit endlich der jüdischen Tarnung hinter Eonleurbändern und ährckicheir: jede EPste>:zu:ög!ichkeit entzogen wird." ltnfere Leser finden in der heutigen Artsgabg eine B 0 i l a g e der P h : l v B e r l a g u n d Buchhandlung GmbH, Berlin \v 15, Parisev Straße 44. nauptschrlftlclter Dr. Alfred BlrsobberS Stellvertreter Dr. U a r c a r 0 t.e E d 0 I b e! a. Beide ln Berlin Für Rilcksonduns unverlangter Manuskripte lat Frelumsehlag bclsufücen. Leiter der Anzclgen-Abteilung und verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen; Friodrloh Nothon. Berlin. DA. I. V\. 55 000. Vorlag: Ccntralvordn deutscher ßtsatsbürper Jüdisch«) Glaubens 0. V., Berlin W 15. Emser Str. 42. Tel.-Adr.: „Cantralgiauben Berlin " Fernspr. J 2 Oliva 81-11—15. Postscbcck: Berlin 00-172. Druck der Buch* und Tiefdruck-Gesellschaft m. b. Fl.. Berlin SW. 19.