Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 13 (1934)
- Issue
- 22 (31.5.1934)
- Date
- 1934-05-31
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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L \ Bnofkssten für KrankanvßrsichBrunsßn. Frati'A. fl. In C. Für die,-privatim Krankenver« Sicherungen ist. eine Bestimmung dahin getroffen worden, daü' nichtarisclie Yersk-hr-rtc auch nichdrißcho. Aerzto konsultiere» können. Weitere Anfragen beantwortet BazirkscSIrektor üSfilSSSS Clliüli Berlin C. 25 Indem er der falschen dke lvahre und echte Ve^ meinschast aegenüberstellte. Eine echte Gemeinschaft' habe 'nach der Kantschen Lehre „keinen NichtS anderes als den Nnckzng dcS deutschen Bürgertums aus der Weltgeschichte. B-.umer Professors Tr. Oskar Becker. Er besprach die Grenzen der idealistischen Philosophie und er- . tüftle den Idealismus als die Borrangslellnng des lseistes und der Geschichte vor allen natnrhasten Wesen. Er stellte diesen Vorrang in Frage und versuchte zn zeigen, das; Natur und. geschichtlicher lüeisl ebenbürtige lebte Wurzeln des Leienden darslelllen. Natur sührte ihn zur Nasse, und geschiehtlüher lWist brachte die Deutung der neuen Lage Deutschlands. Tabei ist Becker auch in eine Kritik der „jüduchen Tajeinsleyre" eingetreten und hat hier auf die verschiedenen Aiislassnngen tritiseh hingnviesen. Professor Eduard Lpranger behandelte das Thema „Objeltiver Geist" in einer so grundlegenden/ und neuartigen Weise, das; aus diesen 'Bortrag, wie aus den uachsvlgenden von Professor Tr. Btto Koelleeutter i..Bvlt und Staat in der Weltanschauung des Nationalsozialismus") nach deren Trucklegung, die in Aussicht gestellt wurde, aussührlich eiugegangen werden inus;. Spwnger ging davon aus. das; der Wellgeist sich ..auseinanderlege". Das Innere im Menschen wirle auch äußerlich. auch der Leib sei der Ausdruck eines Inneren. To sei der Geist ein Inncres. das äußerlich zu werden vermag. Ter von Pegel schon behandelte „objektive Geist" . ist die überindividnelle Grnudlage des Tentens: er ioird somit die Basis für die geislige Gemeiinchast eines Balles, weil das Voll sieh nicht in Gleicharligleit, sondern in gleicher Gesetzlichteit in seinem Denken beivege. Tic Ztisainmeithauge des Geistes seien in den verschiedenen Bollern 'el;r veristhiedeii. To seien zum Beispiel die Vorgänge in den jap.uiisehen Theatern nicht mit denenin einem anderen Theater in eine. Hellen. To sei dieser vbjeklive Geist für jedes Bolk besonders zu erkennen und auch zu werten. ._ Proiehor K.oellrentler entwickelte das Staatspolitische. Er nnes aus die Unterscheidung zivischen dem faschistischen und liativualsozialistischen Staat tiin. Ter niftijiftiiriio Staat bedeutet die Totalität des Staales. während der nationalsozialistische Staat die Totalität des Balles in sieh trägt. Ter Faßhismns sei stärker nach Pegel orientiert,' Pegel behalte Teilte graste Bedeutung, auch wenn die heutige Staatsaunastiuig sieh mit seinen; Lehren nicht Mehr einverstaudeu erklären könne. Tie nationale deiitsche Revolution sei. eine eelcke Klevolution, iveil sie au die Scelle der pofttisthen Grnndsäl'.e der liberalen Temokratie das neue ' Staatsbild des nationalen NeckMiiaales als Führerüaat gesetzt habe. Bon Beoentnng waren aueh die Auseinandersetzungen mit S gengier und mtt Bart Schmitt. P'rvsenvr Paus Leisegang ans Jena sprach liber .Uants Gemeinschasisideal. Wehr viel.neues, bisber dem Nicht-Kant-Foricher niibelaniiteö Material winde ltargelegt. Blau lernte, ioie Bant die ..konventionelle Lüge" besonders scharf ' gesehen und verworien hat. voie er die Bliuderwerkstfteft der gesetlstnaillichen Phrai'e klarlegte inid erläuterte. XHitcf; rinn . gewisten lieber» sa'ätz.iiiig der Gcmcinschaft trat Bant entgegen. Zweck"; so sei die wahre Freundschaft-eine echte Gemeinschaft. Die von.Leisegang bloßgelegten Quellen werden der Betrachtung und. Belehrung noch lauge dienen können. Besonderem Beifall.. ■ begegnete Prof. 35t. I. Ebbinghaus, Nostock, der gegen die alte Auffassung, Kant habe allein einen rein rationalen Gottesglauben gelehrt, sehr wich-' tige - Bedenken äußerte. Bedeutsam war insbesondere der Nachweis, daft Kant in seinen Werken sich immer auf den Standpunkt gestellt hat, „wir haben alle mit Adam gesündigt". So habe Bants Neligionsphilosophie in einer den Gegensatz der Konfessionen weit hintersich lassenden Tiefe diejenigen Elemente entdeckt Bind" beseitigt, die notwendig zu einer Spannungzwischen 'der . Ileberliesernng und den Bedürfnissen der Nellgionen geführt haben. Zwei nichtige Vorträge von Prof. Dr. A. Meyer und Prof. Dr. P. Sauer, die das Kansglproblem und das biologische Denken bei Kant behandelt haben, verweisen ans eine-neue Mög- ' licksteit der Weltbetrachtnng, ans der insbesondere hervorgeht, das; das biologische Denken in der heutigen Generation, auch im Sinne Kants bisher . vielleicht nicht immer die notwendige Würdigung für das Gesamtleben gesunden hat. Ludwig Holländer. WMvffitErln Frkdberg in MW? Der 2-1. Apcih INA wird in den voin Alter. - zerfurchten Menwrbüchern dbr Gemeinde Friedlxirg ■ in AjHtff.cn für alle Zeiten als ein denlivürdstier Tag verzeichnet seilt. Alt ihm nahm die ganze-Gemeinde Abschied von dem nahezu ein Halles Jahriaysend.e alten Friedhof und beging gleichzeitig die- Weihe, des W. neue,'Begräbnisplatzes. Sowohl der erhebende-Ab-' schied von dem alten als auch die Weihe' des '.neuen- . - Friedhofs gestalteten sich zu einer iinposanieuftnid.' eigenartig erhebenden Feier. Im Mitlchxmkt,,'; .standen die- Ansprachen des Lehrers der Gemeinde, '; stlühlsche , Eeelig. In zn Derzeit' gehender Weise nahm eWAb--, s NieKchr 6?Z DWhei öeZ Dritten ReiÄs ,'W einem G'denlimgsschwerc'n Anssatz „Nietzsche und der - Nationalsozialismus" („Nationalsozialistische Monatshefte". 5. Jahrgang, Pest M) hebt Professor A l s r e d B n e n m l e r die Wesenszüge hervor, die Nietzsche zum seelischen Wegbereiter des Tritten - Neiehes stempeln. Ter Nationalsozialismus, sagt Baenmle.r, .'hat in seinen -Ursprüngen kaum. unmittelbar ans Nietzsche 'geschöpft. In den ersten'Jahren nach dem Kriege dachte niemand daran, die neue Bewegung mit Nie!stck>e in einen Zusammenhang zn bringen. Tantals ahnten ja auch wenige, was jener Anfbrueh des de nt sehen Volles, der am 1. Anglist l'.N-l begönne,l hatte, eigentlich bedeutete. Bielen hat erst geolsnet, das; ein neues Wesialter iiit 'VTirbvCif)eri tft: ■ Tenn inst den, großen Kriege geht es uns mic mit den Gip'eln des Pochgebirges: erst a>is einer ge- Ivissen.Eiitsernniig bekommt man sie überhaupt erst zn Gesicht. Wer aber ben grosten Krieg zu Gesicht bet'oninit. der' hat zugleich Nietzsche und den N'alivnalio.zialismns gesiclilet. Tenn ans Feuer uild '.Blut des grosten Krieges ist der Nationalsozialismus geboren — er. weist r ü ck >v ä r! s ans die geivaltigstc'Tat-.und Dpfergemeinschaft des deutschen Bvlkcs. ans das grösste Ereignis dep deutschen Geschichte.. Nietzsche aber weist ans seiner'.'Zeit lierans v o r w ä r t's .anf dieses Ereignis. Er -ist. der einzige seines Zeitalters in-.Deutschland., der del, Boden vorher zittern gesuhlt hat »nd die Katastrvphe'hat lonunen sehen. Er hat den'Nihilismus vorausgesagt, „den unheimlichsten aller Gäste", er - -haBden-Znsta-nd der T'ern-irrulig. des Unglaubens,. der Ei,tiverlang aller B'ertI' Pest Zersatls"äller Lebenssormen mit der' -Sicherheit eines "Sehers - ge- »veissagt. Er hat die iNoderne. Telnotratie als “biegesctjich.ckiche Form vom Verfall des Staates strtannt, er hat als die Eharakierzüge des inoderneu Blen-ichen mit' uuerbiktlicher Schärfe alle .jene Eigensehaslen bezeichnet, die dein Siege - Pisters Jahre hindurch eistgegeustauden: Voran, die LNButralstät . der Gebckdeten, dc-r Lvpvrtiiistsiiuis .der Vjercsihendeu Schicht und ihr Bedürfnis.nach Niihe lind Sicherheit,- die Entfremdung des deutschen Nlenscsten gegenüber der Statur lind aegeuiiber den Ansgstoen der Geschichte. Ter Mangel an „Polilstck-er Führung" während des Weltlrieges bedentew^ ja schiöd von den Schlniiiiiiernden, rief noch einmal die Namen der vielen Grosten, die hier ihre Nnhestätte/'. gesnndeii, und die von dem Glanze nnd'der Große ' der alten Gemeinde erzäljlen, ills Gedächtnis. Tie-,.- Weihe des Uc'nen Friedhofs vollzog sich dann in den / ' vorsieschriebenen Formen. Buch hier ergriff Lehrer Seelig das Wort, dankte dem Allmächtigen, das; er -- "uns, trotz mancher Sehivierigleiten (Schliestnilg'er-?- folgte ans behördliche Weisnilg) wieder geliingem ist, v eignes Friedhossgelände zn erwerben. Tie beideiPst- Borstaiidsmitgliedpr, Siegfried N v t h s ich i l d unb ■ Adolf K' a n n. -halx'ii sich besondere tp-erdienste ertvorlxm.- Nach weiteren Worten des Ehrenpräsideuten der Gemeinde, Ferdinand Krämer,' schloß siel) die erste Bestaticiug aus dein neuen Friedhof au: ' 'Adolf S i m o n, einstiger Vorsteher der Gemeinde u Schotten, wurde zur letzten Nnbe gebettet. Ter Tag ivlirde von der Gemeinde als Fasttag begangen. .. SCÄt'c'r^ auf der nächslK Slymvlarr Klus - dem Olympischen. 'Üongres;/ der in letzten-Logen -1.1-^''!!^' 'abgchalton wprde, brächte —k zufolge »einer Meldimg'.- der- IwA - der e\L "lische Delegierte ' Lord Averdai-.r und - der'-amen^ kam sehe Telegier.teGarland die. Frage bm teiliglmg jüdischer Sportler ,mf der Berlin^ Olympiade im -Jahre - IM zur Peuche. Tie Vertreter^ Teiitschlands, Tr. L e iv a l b und Rit-tev v o n Pal t erklärten, - das; jüdische Sportler bei. deir Berliner - Spielen ebenso gern gesthene Gäste sein ivcrden -ivie alle anderen. Auch ins deutsche olympische. Team würden jüdische Athleten. - chlls sie die erforderlichen Limite. erreichen, eingeccihl.' loerden. ■ . FuNa» in Berlin Ar. MeMrm - ' MAeköMkrrWbKWMS Am 9. Mai konnte das Patenschaststomitee für '' das Schliliverk' der Adast-Iisroel-.G-emeinde seinem verehrten Borstalidsmitglied Nabbiner Tr. Bteier' P i l d e s h e i in e r anläßlich seines 70. Geburtstages eine G!i"icknninscl,adrest'e seiner ehemaligen Schüler und Schülerinnen überreichen und ihm die Nstitteiliiiig machen, das; dem anläßlich seines :sv^P:GOltrWtage^:-gegrnndchkn-.-„D-r.ch!ldeshei>iier-- chnlgeld-ttuterjlütziiii'gs-^-viids" die beträchtliche Am 27. Nkai Krug die erste Nchnnsclhist dex B.S.G. gegen die gleiche Eis. des F.y. s\axX:,, Horst, die ili dar .ziveiten Kreisklasse des Gaues Brandenbiirg spielt, - ein Frenndschallsspiel ans. dasleider vom Lßetter-wenig begünstigt wurde' sttiatürlich litte» , darunter auch die Leistungen! iImmerl,iu 'zeigte sich B. S. G. nach einer vsscnen ersten Palbzeit klar überlegen.. Wenn sich' diese Tatsgehe im Nesultatz nicht klar,ustdersviegeit. \o liegt das an dein völlig ilnzilläliglichen T'orhütcr der B.S. G.. ans dessen Konto uict>t weniger als drei Tore kamen. Tos Spiel sah B. S. G. mit 7 :K -(st-.: I) .siegreich, loobei Pilkolvit; der.'über, ragende. Stürmer der- B. S. G. war. dem allein drei Tore gelangen. Aber auch Goldimmn VtehL nur um weniges hinter ihm zurück: dagegen ver^ niochte Neiss nicht in gewvlnltein Blaste zn über-- zeugen. Gut bis auf den Torwächter die gesamte Pinteriiianiisckiast, besonders Gebrüder Bieget' eisen. Bei Karlshorst ragten Verteidiger mW Nlitlelstürmer liervor, nnilireiib auch hier der Tortinter nicht fehlerfrei ivar. B. S. <0. \] — ngacker Of> U 0 :(1:11; A z W 111 — Wacker ick, IN 0:»!-. B. S. G. \\ -i säacker or» IV .1:7 (1:!); W 2. G. I, Schn!er — Wacker ' 0.7 I I. Sehnler ' st : 2 ( I :T); V. S. «>. ss Schüler - Wacker 0.', III, Schüler (l :gl : r>: ch. S. --G. .1-, schicker-.— Nli.nerva .1. Schüler ck.:.0 a«;ü). Sninme' von m e h r e r e n tausend Bt a r k f ü r G l i"i ck w ii n | il) - A blös n n g s t e legramme .zu. ge f.tos-se >w sstid. Ta täglich. Spenden ans. Autas; des 70. Geburtstages .des.- Jubilars zugehen. '-sind die.-'Listen.. der > Gratulanten noch nicht abgeschlossen. Seine Freiiiide und ehemaligen .-Schüler l>aben auch jetzt noch Gelegenheit.-, s'.i cy bn. b Pa' Lstst c ir-c i wt ra-ge «..■ 3 it lass e n. _ Scrnill in Lkwzig jr.A.u - 'Tie- 2k n sch eist des jüdischen «tternhilfs-. .-WcrW't ist: Berl-ju-Elmrlvttenbiirg. Kantstraste 358, .Gartenhaus. - . . . Drc 2srbeitsgerueinschast. für Kinder- und Ingc"d-2Uijalf . vvranslaliet am Toiiuerstag, .dem 7. Juni. lost!.. eine. 7st'staussül,r>mg der.Komödie „Aladinnäd 'die -Lämiderlamye" .von' pteandeck' Das Stück ioird 'v'oiist'iiiem Kreis'-jtlnger- --Menschen, -steine .Berufsschau.spieler) -unter der. ..künstlerischen Leitung .von Tr. Friy B. G r >i n . ..seid im' Gartensaal des Logenhanses, Kckeiststraste 1<>, ansgesührt. A'usckiliestend geselliges Bei- "sainmenseiii ' mich'Tee.'. Beginn d lllw püntllich. -. Alur teu - zmn Pg-eise- 'von - 7,,'»0, .7.00 und 0.50 OiNtz :-inklusive Teegedeck lind.erhältlich bei der Arbeils- . geineui.schäst . für Kinder- . und Ingend--Ä'lijah. -.Kantstraste Isich- Garlenlmus 2 Treppen. Tel.: 'Bismarck. N275. ' Bmstlonto: I. Treysus' ii. Eo., .-Berlin W. st. Französische L-traste 02. Postscheck- Konto: F. Treysus u. Erst, Berlin 011. Kürzlich ivar der Tenuisklub „Grnne- Kvald M!" um N. j. F.j beim Leipziger Tennisünb . '.„Not-Weist" zn Gast. Tie Leipziger zeigten sich von überrasclien-der Spielstärte und überließen erst nacl, .härtestem Widerstand den allerdings ohne' ihren 'Spitzenspieler-- K. Wolfs antretenden Berlinern einen knappen Sieg mit 12 : 10 Punkten, 25:2.' Sätzen .und. 225 :2!2 Spielen. Bei 'Berlin gefielen besonders Gumpel und Lewin-Goldschiuidl- -neben -Fräulein Iaeobsolyi. bereu Spielstärte noch größer geworden zn sein scheint, und Frau Wolfs sowie B.oser und Lichtensteins die ,m Doppel eine gaizz besonders gute Leistung vollbrachten. Bei Leich,ig ist besonders die Ansgel ichen heit der gesawiei!' -- Mannschaft siervorzulreben, -.dei-en Spielstärke lwim .- Unterschiebe...ausweist. - st. - .- II. st. ck. - Berliner Sportgemeinschaft 1!):i;S (im Svorldmid des NiF-i, F-nstballavteiUing. Am 2. sttm'ri spieien. zwei Schülernmunschasten gegen Nordtiäie Spie!' Vereinigung und ,uir W Juni. wrei Seniuren.' -mannst!,asten gegen Nördliche Spielverein.igiing. Am 1". Juni sind.el das Nückspiel gegen ,Schild" ck.un bürgaus dem Svarlplai; im Grum-wald ü-itt, mst 17. Juni das Nückspiel unserer 1. Mam,'Wau gegen . 'AaedemNordwest und drei weitere Spiele gegen -'diesen Verein. 'Außerdem - fährt am >">. stuni eine . kmubini.erte Ntannschalt nach Dresden, um dort gegen „Schild" ein Frenudschastsspiet ausznlragen. 'ngrabenderi Ställen als Boranssetznng eines Ersclgcs verlangt, sondern die auch an das Ange . no.d die Beobachinngsgabe des Archäologen Ansorderniigen stellt, der mir eine besondere Bet'.abilng und eine tauge Erfahrung geivachsen sind. Als .izarl Pmnann die ersten Oceliess des pergameuiicljen Altars nach Berlin gesandt l,alle. bliet’i-n sie lange Fahre ganz mibeaclstct, bis Alerander ckou'.e M7.S ihre Perlnnst von dem nur einmal, in der Literatur erivähnten Altar mit der Giaantensc!i!ac!st crtannte und die Ausgrabung veranlastte, der Berlin fein eindrnctvollftes antikes. Kmißivert verdanlt. Ter Ausgräber hat gegenüber dem in Angrisj genommenen Lbjelr eine' jcl.nvere Berantivortmig zu tragen; denn - Packe und Spaten enthüllen nicht mir die ii, der Erde verborgenen Gegenstände, sie .zerstören anc!, deir Znsammenhang der Sclstclst. in der sie sich vesindcn. Ein Ewuzenstand aber, von dem man nicht genau iveiß. wo und wie er gesunden ist, bleibt bei.allem Eigenwert.tot für die Wissenschaft. Auch die tleinße Tonicherbe kann ein Totument, wichtiger und ivertvoller als die kostbarsten Scliätze sein. Tie Eroberung von Ferichv durch Fosna iörmen wir heute mit Bestimmtheit in die Zeit um W00 datieren, iveil die Scherbensunde über den von ilftn zerstörten Mauern nid)t über diele Zeit tiinansreichen. Eine an sicl, wertlose Scherbe cluneßschen Porzellans, die im Fundament der ratjelliafteii. gewaltigen Steinrniiien von Simbabwe in Südafrita gesunden wurde, hat mit einem Schlage das Aller dieser Bauten, die mau bis' in die Zeit Salvinos versetzen und mit dein Goldlande Ophir in Ziisammenhang bringen nwttte, festgetegt und damit alten Phantasien ein Ende genic-icht. So ioird denn heute bei einer Grabung nielst nur jeder, auch der nnbedeiiteiidste F-nnd sorgfältig aufbewnhrt. sondern auch seine Lage in der Erde und sein Verhältnis zn den mitgebenden Maiierresten und anderen F-nnden genau . sestgelegt, werden die Funde jeder Schickit mils sorgsäNigste getrennt gesammelt und. bestimmt. Es gibt, bei einer Grabung leine größeren Sun. ' den' als die Nnterlassimgssnilden, die sich ans Btangel an 05e,mnigleit bcum Beobachten oder aus 'der Nnfähigtcil .des Sehens infolge, nicht .ausreichender Schulung oder fehlenden Wissens ergeben. Ntanche Grabung' wäre besser unter- ' 'btiebcn. denn die Begeisterung für die «ache und die sportliche Freude am Finden rcicl,en nicht' aus. um den Forderimgen der Wissenschaft böenüge Ost tun. Was einmal vom Spaten des Ausgräbers zutage gefördert ist, kann nicht noch einmal ausgegraben und ans seinen Ziisammenhang nacl>° geprüft iverden.^ Das Graben ist daher'eine Aufgabe, die zn größter Bescheideii'heit und zn dauernder Selbntrftit erzieht. Wer' sieh der Grenzen nuferes allgemeinen Wissens und seines eigenen Könnens beivustt bleibt, wird gern bei der Ausgrabung eines größeren. Gebiets eine» Teil der Arbeit der Zulunft überlassen, wie es ^Wilhelm Törpfeld. in Trojcft getan hat, der nun heilte in hohem Alter an bie• Arbeitsstätte seiner Fugend znrnclgeteyrt ist, um mit den heute um soviel verseiuerlen Nlethod'en die töi-ubung an den noch unberührten Stetleii wiederaufnehwen. ' Wir können nicht wissen, wieweit durch liene Ent deckiingcn und technische Fortschritte diese schein Tätigleit an die Seite stelien könnte. Er gibt auch Antwort, ans die Fragen, ivoran man einen Pügel, als antiken Stadlljügel, eine Stelle int Gelände als die eines antiken Grabes erkennt, ivie man die Arbeit organisieren must, nach welchen Methoden die Forschung im Gelände vor sich geht, ivie man modernste Pilssmitlel, wie die F-liwzerphvtograyhie hernnzieht und wie man .'-jedem Fund soviel an wissenschaftlickier Erkenntnis abzllgeivinnen sich bemülft als .möglich . ist. So liest sich sein Buch teilioeise wie ein 'spannender Nstnnan und ist doch inuner erlebte Wirklichkeit. Girl Watzin^er. bar so hoch entwickelten Nftftyvden sich luirlj iiu'ilasten, 'wieviel uns daher ') Aal. C. vemiard Woolci,., Ar und die Sintflut. Arocklwus. IMw vcrsuntcuer wilturcn. Leipzig. tcr vervollkünnnnen lasten, wieviel uns daher noch an Erkenntnis entgeht, ivas tniiftige Forschling zn beobachten imstande ist. Es ist ja nicht Ausgabe der Archäologen, die Schnuschränke der Bluseen zn füllen, sondern die (beschichte der Bcenichheit nach rückivärts zn erweitern, die Gegcnivart mit der Bergaiigenheit zn verbinden,-uns dem,, ivas chOAenschen-ivaren,- zn erkennen, ivas Blenscheii sind und sein werden. Wieviel menschlicl;es Schicksal. Leiden und Not erschließt der Spaten ans dem geöffneten Boden. Nichtige Deutung der Funde, in der scharfe Beobachtung ivährend der - Grabnnft und eiiidringeude Kenntnisse sich vereinigen niüssen, enthüllen nicht mir die luimittelbar greifbare materielle Kriltiir der Bergangeiiheit. scheinbar - wertlose 'Funde .gebenoft ‘ einen Einblick in religiöse Vorstellungen und in die gesamte -geistige -Paltmig eines niftergegnn. genen Volkes nud regen zn nachdcntlichen Vergleichen über die heutige und damalige Kul- Tie dankbare Ansgäbe,'die Ergebnisse archäo- Lcipzia. F. A. Arocklwus .z.vsjsm* Aiisslellung jüdischer Kilkistler im Ares!ri«er FüölsÄrii Mrizeum gischer Arbeit durch eine ullgemcinverständliche Darstellung-zu lebcndigein Besitz des Volkes zu machen, damit Verständnis für'' die Ausgaben der Archäologie als Wissenschaft', zu wecken, hat sich der englische Archäologe ■ G . Leo n'n r d Woollcy in'.feinem'Buche „Mit Pnckosti'nd Spaten' geitelltF. Von Begeisterung für sein Fach erfüllt, entwirft er ein anschauliches Mftld von der Tätigkeit -dos Archäologen im Ausgrabnngsseld und erläutert es durch Beispiele aus seinem eigenen, so erfolgreichen Ausgräberleben, denen jeder deutsche Archäologe ähnliche" Erlebnisse und Beobachlimgen ans der eigenen. Ter-Verein Fiidisches Mnsenni e. V. zn Breslau hat Pch in den letzten..Fahren um die Entwicklung jüdischen Knltiirlebens besondere Verdienste erivorben. ' Nachdem er vor einigen Monaten eigene Nämne bezogen hat. beabsichtigt 'er, diese auch in den Dienst, der Pflege neuerer jiidisther Kunst zn stellen. Er veranstaUrt vom 10. Mai bis 2-1. Fmii die erste , A n s.st e 11 ii n g v En W e r k e n , j ü d i s ch e r > Kün>tler in Deutschland ans Vergangenheit und Gegenwart Es kvinmen besonders ' Werte von - tzNalern, Graphikern und Vildhaiierw zur Schau. - '.Dafür, Daß lediglich.der künstlerische Wert für die Aufnahme,m die Ansstellmig imssthlaagebelid ist,'ist - Vorsorge getroffen. 'Zmn ersten-'Male"wird hier ein ■- geschlossenes Bild, jüdischen Kmistsehanons im Laufe .. . der letzten 100 .Fachw vor Ange». geführt. Pcrsö». p lrcykeiien wie Firaels. Lst'bermann. E!,agäll und viele andere, die. bisher iine um.Nahmen.des allgemeinen Kunjtlebeiis gekannt, und. beurteilt-.'wurden, sollen äsun. int Zioamnst'nljcmge ' ihrerst Vollszngehörigkeit w 'erscheinen. Zugleich, aber wird; sich hier ein reiches Nkklinl 2llerMtbcr Kipnis ans der Dtaatöovcr ausgeschieden.' Nachdem - der erste Bassist der c-taa soper. E m a u ->, c l L i st, seine Stellung ander Berliner Staatsoper im votigei,- Fahre 'freiwillig anfgegel.e» hat. verläßt nun Alexander 8. Iun,. 20ft Uhr: Luduftg Oardt. Nez, "t>o> ^' abend: „Theater! Theater!! Theater!!!" BerUner . Theater. S- Juni. 20 Uhr: Kinderheim ..Abawal,j beraw stattet ein Konzert in der Singakademie. Arne Stretciwnarlett. Paula Lindverg General,nnsikdirettor Fosei Ncstenstvck (Klavn-,.- und Nndols Levy tzgvntrabast). a D- K ipnis gleichfalls aus eigenem Willen seine bisherige. Wirlnngsstätte. Wie wir hören, gehr Alerander Kipnis zniiächst nach SüdvAmerila. Der Kulturbund dentscher Fndcn leili mit: 7le Konzerte im Fnni werden vom Cmu Motdes .Kullurvundes uuier Leitung von Kain-ilmeuler Berthvld Sander mit einem ganz neuen granun bestritten, skeben alten Bladriaaic-n. einem romantisthen Teil iBrahnis. Schumann. Nleiivel'-- svlno und einigen deutschen Boll-sliedern sind banpisächlich jüdische Gesänge und ein Psalm vmz Fames Siincnu der als. Berliner Uraustüljrnng iieilniNeres Interesse ertvecken Würste, erivaynenswert. -- Zmn crstcnnral in Deutschland ivird das in England. Amerika und Italien (zuü'tzt ziveimal in der Scala in Biailandi ickie erfolgreich anfgesührte Gottesdienslvratvriam „Aivodast Pakodesch", für Baritonsolo. El>vr und großes Orchester, von- Ernst Bloch, am '2ö. Juni von Alerander W e i n b a n in in der Neuen Synagoge. Oranienburger Straße, zu!>ör gebracht werden. Boraii gehl die AnüNi-- rnng der „Freitagabendlitnrgie" von oeinuch S ch a l i t. Zngttttftcn der Indischen AUcesliftsc - <>>ros;-Bcrlin (s.B. spricht Nabbiner Tr. srcd Sivarsenfti am Bcontag, dem B Inni. alvivb* 20 Uhr 15 OJiiu., im großei'i Saal des Brüdervereins'. Knrsi'irstenstraße 115/110. Thema ..Bon Geschlecht zn Geschlecht". Pede T n r t (Gesang), -w'- Flügel Tr. Werner L i c b e n t h a l. Freie jüdische Volkshochschule c. V.. Verl»'. W a n d e r n n g e n in der Natur, 3. I»">: chsZ?"?' ' WLkzFTiefensee. — F ü h r u n g c n durch statten Berltn. 3. Juni. 10 Uhr. Svnagc'ge W' reifthergasse. Synagoge Oranieiibnrger Stialick r r i ck. Uh r\ D ck ck r f- \ V.- i r QL-