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Central-Verein-Zeitung · 1934-05-31 · 22 (31.5.1934) · page 8

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
22 (31.5.1934)
Date
1934-05-31
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Lr~~>'ir flu* det *'Bmegmg Sroß-Berlin In den gastlichen Räumen von Hans H. Koch, mann fand am 28. Mai ein .Heimabend der Orts, gruppe Eha rlvttenburg statt, der einen starken Besuch aufwies. Nach den Begrüßungs- Worten des Gastgebers sprach Tr. Fritz Gold, schmidt über „Wille und Wirtlichkeit". Er gab einen ausführlichen Bericht über die rechtliche und wirtschaftliche Lage der deutschen Juden und luüpfte an die Worte Wilhelm von Humboldts an. daß es fast noch wichtiger sei. wie der Mensch sein Schicksal nehme als wie sein Schicksal sei. Nach ihm referierte Adolf R 11 b i n st e i n über „Deutschjüdische Jugendarbeit". An die Anssührungen der Berichterstatter knüpste sich eine angeregte Aussprache. Die Ortsgruppe Eyarlottenburg durfte als Erfolg des Abends eine Reihe neuer Mitglieder in ihren Reihen begrünen. Brandenburg In der Twiagogc in R' a t h c n o w sand unter Voifimo von Hans I a c o b s oh n am 2Ö. Rtai im Rahmen einer Feierstunde ein Bortrng von Syndikus -Ünrt T a l> a t; k p, Leipzig. statt. Tie seelischen Ersichültei uiigen unserer Beit dürfen die deutsche Jiideiiheik von dem Gedanken in itirer Berbnndentieit mit Tentsüstiim und Judentum lürfjt entfremden. Tic geistige und wirtschaftliche Eristenz der deutschen Jiiden müsse erträglich wie möglicl; gestaltet iverden. VIm ■_’(!. 'JJaii spracij Ttzndikiis Tabatzky in W! k! e n b e v g e über „Tentsch-jüdische Gegenivarl". Tie Leitung hatte Ludivig Beuger. Ter LT'rtragende gab eine Fülle von Beispielen für die "Arbeit des E.-B. im Interesse der Eristenzerhnltiiug der deutschen Inden. In der Aussprache wurde auch von zgvnisti sicher Teile die Wichtigkeit der E'.-B.- Ardei! anerkannt. In beiden V>eranstaltnn;vn waren auch Glaubensgenossen ans den benachbarten Gemeinden cr- 9!bein!and'Wcstsaltn Vltid) in den Lohten pnu'i Monaten hat der Landesverband :Hhei»land-Wes1salen in ntten Teilen seines Gebietes uoitovo Gemeinde- und Mitgliederversammlungen veranstaltet. Ter Syndikus des Landesverbandes. Tr. Ernst Blaut, sprach über ..Witte und Weg der deutschen Inden" in E s s e n . R' e ii s:. T v e st. T o l i n gen. W a r b u r g und "Vs n p p e r t a l. Tie Beranstaltungeii fanden das gaivo'mt lebliaste Interesse: alle Versammlungen ivarcn nnrij aus den benachvarten Ortsgruppen stark bei,acht. Tie zalchreticheu Zuhörer lauschten geipannt den Ausführungen des Redners. die sich gleichermaßen mit der geistig-seelischen Grundhaltung des deutschen Judentums in harter Feit ivic mit der praktischen Tätigkeit des Ecntral- Bei eins beictiaft igten. In einer llicihe von gras; angelegten Versaminlangen sprachen Rechtsnmvalt Tr. Erich Kehr k-UaitersIautern > und Norbert Wollheim ivom Bund deutsci, -- jüdisctier Jugend', Berlin. Tr. 'iel)v legte mit uiiveryütlter Klarheit, aber in starkem Glauben an die Sendung des deutschen Judentums die Lage der deutsch-jüdischen Gegentvart klar. Seine unpathetischen, warmherzigen Llussiihruugeu hintcrließen tiefen Eindruck. Rorl'ert Wollheim mnris: die Ausgaben der deutschjudiiclieii Jugend und geigte ans. ivie Berivurzeli'ng in der deutschen Heimat und bewußt-jüdische Lebenshaltung dem Leben der jungen Menschen Tim geben, die ihre Intimst in Teutschland crblicken. Tie Webner spractien in B o d) n m .Tor tm und. T ii i s b n v g , H n m b v r n und Esse u. Tie Ortsgruppe Bern bürg, die eine rege Vorirag-'-läti gleit entfaltet l,at. veranstaltete am ''Hai im übersüttten Gemeindesaal einen Vortragsabend. zu dem nud) die A n ge l,ö rügen der ütacl;- bargemeinden zahlreich erschienen waren, mit dem Äbotto: „Deutsch-jüdische Menschen — deutsch-jüdische Jugend." Nach Begrüßungsworten des Ortsgruppen. Vorsitzenden Paul Gumpel sprach der Landesr>erbandssyndikus Kurt Sabatzky (Leipzig). Was auch in den Kreisen der Umwelt über den deutschjüdischen Menschen gesagt tverde, nichts dürfe diesett in seiner Haltmtg zu Deutschtum und Judentum erschlittern. Das Mitglied des Führerkreises der Ortsgruppe Leipzig des Bundes deutsch-jüdischer Jugend. Rolf M a r i rt m, führte aus, das; sich die deutschjüdische Jugend in ihrer Haltung zum Deutschtum nicht beeinflussen lassen solle. Das deutsch-jüdische Kulturgut, das man von der älteren Generation empfangen habe, müsse von ihr fortgeführt iverden. Das Jahr 1084 bedeute einen Wendepunkt in der deutsch-jüdischen Jugendbewegung, da nunmehr das Einigungswerk gelungen sei. Ju der Ausspracl)L. die aus sehr hoher Warte stand, wurden die Ausführungen der beiden Referenten in wirksamer Weise durch den Vorsitzenden der Ortsgruppe Kotheu, I. 3 ri) ö n f c I d. und durch Tr. o i in v n - s v i) ii. der für die Jugend sprach, unterstrichen. lieber Idee und Wirklichkeit im deutschen Judentum sprach iu einer Mitgliederversammlung der Ortsgruppe Ghcmuitz des E. B. am Ll. Rcui Tr. Alfred H i r s eh b e r g (Berlin). Er stellte Ursprung und Bedingtheit der deutschjüdischen Idee dar und zeigte ihre Berechtigung und Richtigkeit inmitten der Ideen und Aufgaben der Gegenwart. Jüdische Synagoge wird .Heimatmuseum. Dem jüngsten anhaltischen .Heimatmuseum in Gröbzig ist. Ivie aus Dessau gemeldet ivird, sein Heim zu eng geworden. Tie jüdische Gemeinde stellt deshalb die leerstehende Shnagvge aus .'!<> Jahre kostenlos als Eriveiterungsbau für das Museum zur Verfügung. Rach Ablauf dieser Frist fallen Synagoge und Friedhof kostenlos an die Stadt. „Mm Mtl der Wfchen ZYMh" Tie Freie jüdische Vvllshochschule Berlin hat stcl> die Ausgabe gestellt, der breiten jüdisdien Leifenttichkeit ein Bild von der Arbeit der Jugendbündc zu vermitteln. Sic hat deshalb die Mitglieder des Führerrates im Reichsausschns; der p'i di scheu Jugendverbände ansgefvrdert. Hd) in einer Dii'ilic von Kurzvoi trägen mit den Gegenwartsfragen der jüdischen Jugendarbeit luseinander- ,pisehen. Es iit fei)r bebauerlicl>. daß nur verhältuismäsng ivenige Vertreter der älteren Generation den Weg zur Jugend gesunden haben. Ten größten Teil der Zuhörerschaft stellte die Jugend selbst. Es wäre wesentlich. Wirkung und Echo der "Veranstaltung in iveitc Kreise des deutschen Judentums hinanszutragen. Am ersten Abend der Vortragsreihe unternahm Tr. Friedrich Brodnitz. der Vorsitzende des Reichsausschusses, den Versuch, die Arbeit dieser Institution in die Linie der jüdisdien Jugcndbeivegung einznordnen. Schon lange vor den Erivachsenen hat die Jugend erkannt, das; es möglich sei. sich trotz aller Differenzen in den Grnndanschcnmngen in anständiger Neutralität znsammenzm'etzen und sachliche Arbeit zu leisten. Schon vor acht Jahren gelang es. von der Sozialarbeit her einen Ausgangspunkt zu finden und den Reichsausschns; der jüdisdien Jugendverbände ins Leben zu rufen. Tas Jahr l'.E.tz stellte den Reichsausschns; vor Aufgaben von größtem Ausmas;. Ludivig Tietz. der Gründer und Führer des Reichsaussdpisses, hatte noch am Tage vor seinem Tode die offizielle Anerkennung des Reichsausschnsß'S durdi die Reichsjugendführung des Deutschen Reiches erlangen können. "Run begann eine müh. selige Klcinarberk mik dem Ziel, den Bünden.die freie Arbeitsbetätigmrg zu gewährleisten. Nach außen hin konnte der Reichsausschuß dank des großen Entgegenkommens der Neichsjugendsührung als die autorisierte Vertreterin der organisierteu jüdischen Jugend fungieren. Auch nach innen gewann er an Boden und Autorität; aus einem bürokratischen Instrument wurde ein lebendiger Organismus. Iu Haltung und Gesinnung formte er die Einheitlichkeit seines Willens aus der Einheitlichkeit der Generation, und über alle berechtigte und notwendige Sonderung hinaus konnte der Neichsausschuß die jüdische Jugend zur Gosamtverantwortung für das Schicksal des deutschen Judentums aufrufeu. Der zweite Redner des Monds, Tr. Hans Fricdeuthal. Präsidialmitglied des Deutschen Makkabi-Kreises, sprach über „Jüdischen Sport". Witt Recht nannte der Referent den Sport Mittel und Ausdruck körperlicher und geistiger Erziehung. Körperliches und Geistiges zeigt sich hier biologisch verknüpft, und es erwächst dem jüdischen Sport die Aufgabe, den jüdischen Menschen nicht mir stärker und schöner zu machen, sondern und) das Gefühl des Stolzes und der Ilcberzengtheit vom eigenen körperlichen Wert in ihm zu begründen. Es sei kein Zufall, das; die sportliche Ertüchtigung stets mit nationalen Beivegungen Zusammenfalle: jüdischer Sport könne nur getrieben werden, wenn ihm die Erneuerung der jüdischen Rationalidee gemeinschaftsbildeich zugrunde liege. Hier scheiden 'sich die Geister. Auch die deutschjüdische Jugend sieht im Sport ein geistiges Erziehungsmittel. aber der deutsch.jüdische Sportler hat sich nie als Repräsentant eines jüdischen Volkes gesuhlt, sondern als Glied der deutschjüdischen Glaubens- und Lebensgemeinschaft. Sport ist gemeinschaftsbildend. aber wo mau das Verbindende sieht, das ist die Frage. X. 5. R. •Y* Am;!!. Mai sprechen Tr. Paul E p p st e l n über „Gemci lischest »formen jüdischer Ingeicharbeit." Rudolf Leibowit; über „Tie jüdisäie Generatimienfra-qe" und Heinz .(tcllorninitn über „Persönlichkeit s- und Geineinschastslnldnna". Am 7. Juni sprechen Gevrz P a p c über „Jüdische Jugend und Berus", Tr. Bruno Sommerfeld über „Sozialarbeit der jüdischen Jugend" und Fritz Schwarzschild über „Jüdische Jugend und jüdische Oeffentlichkeit''. Viitglieder der Bünde und Jugendliche erhalten kostenlos Teiliiehiiierkarten durch ihre Bünde bzw. durch das Sekretariat der Freien. Indischen Volkshochschule, Berlin \Y t!'>. Lützowslratze 16, lll (Tel.-: I! - Lützow rül 171. Jpkluskarteii für 0,7.7 RTÜ im Sekretariat der Bollslwetzsellnle und in den ans dem Plakat angesührten Biiclihandliingen. Alfred Lewn ißamburg) tirikre In diesen Tagen feiert der Ehrenvorsitzende des Vorstandes der Deutsdi-israelitiseizen Gemeinde. Alfred Levh. seinen NO. lvehiirtstag. Ter Jubilar hekleidet seit dem Führe >001 das Amt des Vorsitzenden des Vorstandes der Teulsduisraelitisdieu Gemeinde. Als er seinerzeit seine Temissiou einreichte, ernannte ihn die Teutsch-israelitisdx' lve> meinde — in?lnerkemmi7g seiner jahrzehntelangen Verdienste — zum E h r^e. n v o r s i tz e n d e n. Außerdem wurde ihm vom Synagogenverband ein Ehrenplatz in der Gemeindesynagoge cingeränmt. ' Die Repräsentanz, die Kultusverbändc. sowie andere Institutionen und Orgauisativuen haben ihm an seinem Geburtstage zahlreick)e Ehrungen zuteil werden lasieu; der große Saal des Jugendheimes der Dentsch-israelitifdien Gemeinde wird den Rainen „A l f r e d -- L c v y - S a a l" tragen. Alfred Levy hat in den Jahren seines Wirkens große Verdienste um die — insbesondere soziale —- Arbeit der Gemeinde cnvorben: so arbeitete er für das W o h l f a h r t s iv e s e n. das A ltcuhaus. die Tödzterschnle und die finanziellen Justitntionen der Gemeinde. Er war Vertreter der Gemeinde in der Konserenzgemeim'ckiast der Großgemeinden und im Deiilsdiüsraelitisehen Gemeindebnnd. Ferner war er Vorsitzender im Großen Ausschuß des Landesverbandes der jüdisdien Gemeinden für Sd)Icsivig-Holstein und die Hansestädte. Ill!IllIllIlI!Illlll!I>III>l!l!!!IIl!I»III!!l!IIHIIIlIIIRIIII)I„ssmn,,,,.,^ des CenfraSvereins durch Anmeldung beim Centralverein,Berlin W 15, Emsersfr. 42 der C.-V.-Zeitung durch Be- Stellung bei jedem Postamt oder unmittelbar beim Verlag, Berlin W 15, Emserstr. 42. Abonnements- . gebühr M. 3.— pro Quartal zu-! zügl. Bestellgebühr 1 Tic ..Jüdisc!,e!>imidscl,an". seit längerem „iZ,t mehr rectit imstande, ifjvo- Anssätze als?in-U'iv,na ' vrthodvr-zionillisclier Vlnfidjton auszugeben. h>! schüftigt sicl, in il;rer "Runuuec von, A'.gj> der Ueberschrist: „Deutsche. Tamm und Jndei,' 1 mit dem Leitaufsatz in der vvrwöichige» Rimnuec der „E.-V.-Jeitiiug". Unsere Leier crinuen, rg, I daß nur aus Anlaß der großen Piingillagnng | B. D. A. eine R'eilie von Kmidgebungeii siilireüber \ dentsclier Persönliditeilen veröisenlliciit ballen/die j die Achtung vor jedem Voltslun, verlangten '; „Jüdisclie :lluud!c!,aii" tuüvst hieran svlgendui! Kommentar: „Es wäre gewiß von unserem , Punkt ans erfreulicli, wenn daraus geseliloöui iverden tonnte, daß and, der lEmtrat "Verein, du ' früher betauntlich andere Anictiamingen vertrat, sicl, zu der Einsicht dnrcl,gerungen l,at. d.iß ri:,,' würdige Stellung der Juden nur bei Velmntnn dcr Juden z"w jiidischeu "Vo'.kstum ,„aliirl:ch -r der unserer eigeuliimlidieu Tilnaliou euliprecl,e:i - den R.odisilaltoni erreich! werden!nim."; R'uu lonuul es ja uictil dar>ini an. >Nlinur v>,u, ' SlaudpuiUt der „Jüdiiclieu ->(11uhirljnir mi'inrir | sondern U'ir sind müuditi genug, inneren i'inntni | Sliiudpuutl darpglellen. und dieser in trlir hri’t. \ lieh in uuseizun Veiiniiimi(: zum Ansdinu j lommeu, iu-gieim,dere in dem 7 ägn;',,miu> > .."V.'-ürdige und gerecljte Vehaudluug andei-artige! Ri ill'ürgcr! Ties ii! der I inn nuä d>,„ imgel'r e - der Tage von Trier. ein Eraelwis, o>is. ridPz > verstanden, gewürdigt and angemaudl. aus, in; die mir in unserer driilseh-jüdnchen Eigenart Fi-:m! Rlinderwert. aber lind, lenie volktiche Sonder,zdj erblicken, einen Ausblick und eine Hoffnung >v.! deuten sollte." " > Tas Verhalten der ..Jüdischen illimdscha.n" ent. bei}rt nicht einer gewissen Komik insosern. a!s »ch : das zionistische Organ unmittelbar neben dem j zitierten Artikel in einem Aussatz: „Tlievlogie >n,d; Antisemitismus" dagegen verwa!>rt. daß eine imbll -, jüdisclie Jeitschrisl die lonunentarlose "ll-eroisenl^! licliimg ihrer Ansichten durch die „Jüdisclie Rh'.nm , schau" als Villiguug der in dieicm Jila, niedre- , gelegten Ausichaunugeu bezeictmel. \ Tie „Jüdisclie Rundschau" mute, umihr in dA | Auseiiiaiidersetzmig mit uich!indiicyci, T-n"5,’- I orgauen sellntveutänd!i,i,,> journaliiiisdie : pilogenheit ersclieint. and, in il,re>» oi,v.'urn Vr^-; halten gegenüber anderen ind,M,en Organen >ui-; Iveudei, - - ,,,,, so melir. olnur dir Jitatr rim s drutig und entgegen der Teuluug der ...i'Ri-! scheu lltuiidilchau" kommentiert tiaiteu.!IIIIIlIIIIlIIIIII!IlIIlIII!!I!!!tII>II!,I,II,I,>,II>III!,I!!>,!>!!,i,jj,ij!jjj!^^! liusSteinlierger' Ssüngen- OsiIIgs Specialfabrik ilasierklingsn d. »asisiappaiatE Export laschenmesser u. 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