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Central-Verein-Zeitung · 1934-05-17 · 20 (17.5.1934) · page 23

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
20 (17.5.1934)
Date
1934-05-17
Page
– (sequence 23)
Language
German
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<W Srlcga y ©affet .AM des VetraStcrö" Auf der Welt beginnt die Großzügigkeit gelassen zu triumphieren. Ein neuer geistiger Kosmopolitismus verbindet die Vesten aller Länder. Noch 1907 mar es anders, als ein großer Deutscher, Hermann Cohen, nicht zu bewegen war, einen Vergson zu lesen. Tabei waren beide Juden. Plan liest diese frei angeführten Lätze im „Buch des Betrachters" des Spaniers Ortega (D e u t s ch e V e r l a g s - A n st a l t, Ltuttgart. Für die flüssige Uebcrsetzung zeichnet Helene Weyl). Eine reine Natur auf einen Generalnenner bringen zu wollen, mißlingt zumeist. Bei Ortega aber denkt man immer wieder: Verkörperung geistigen Freihenedrangcs. Tas Lichlöscn von der herkömmtichen Nieinnng scheint wüe das Atmen zu seiner Natur zu gehören. Er zwingt sich nicht da. zw Tie südlich geschmeidige, frohe Laune, der weltmännische Witz, das Wohlgefühl des Angriffs, die seinen Bvrrrag kennzeichnen, sind zu echt. Sie entzückten bei seinem „Aufstand der Massen", seiner „Aufgabe unserer Zeit", sie verschafften ihm, der in Spanien deutsck)es Kulturgut cinsctzt, eine so große deutsche Gefolgschaft, daß er jedenfalls ein lltecht hat, von geistigem Kosmopvlitisinns zu schwärmen. Tie neun Anssätze, jeder etwa dreißig Leiten lamp scheinen sich vom einzelnen zum allgemeinen zu verbreitern. Ter Grundriß ist wohl berechnet. Ein sprachphilosophischer und ein charalterolvgischer Essah leiten zum Kantischen Gedanleiilreis. von da zu Goethe. An: Ende steht ein Aufsatz über Hegels Geschichtsphilosophic. die Wissenschaft von der allgemeinen Wirklichkeit. Teu Breis verdient die Arbeit über Kant. Aian muß schon wie Ortega zehn Fahre mit dein Königsberger Tenker zu gebracht, haben, um den schwierigen Inhalt der drei „Kritilen" so umfassend und llar ausbrciten zu können. N.'an muß zugleich sinnensroh und scharfsinnig wie Ortega sein, um durch der: nordischen Grübclnebel zur Lonne vorznstoßen. Kant in hohen Ehren! Wie er sich aber bemüht, das Tasein der nicht zu verkennenden Wirtlichkeit aus Umwegen zu erweisen, diese freilich auch für manchen Bewohner anderer Zonen nicht recht einleuchtende Lehre, wird für den Spanier, der lang in ihrem Bann stand, zu guter Letzt fast komisch. Aber die Lossage von Kant gib: ihm nur Gelegenheit, eine neue Art Geschichte der Philosophie zu fordern, nein, darzuiun. Er entwickelt Kants Anschauungen auS der deutschen Wikingernatur, aus der Ikuhe, dem Idealismus. dem Mißtrauen des 18. Jahrhunderts. Er zeigt die Biologie des philosophierenden Menschen auf. Aehnlich fittb die Aufsätze über Goethe und Hegel gerichtet. Ausdrucksvoll, aber unschön und zweideutig steht über der Tichterarbcit: „Um einen Goethe von innen bittend." Ortega fordert: Hört endlich auf. Goethe aus das Olympierdenkmal zu setzen, wenn ihr über ihn schreibt! — Er zieht ihn davon herunter. Er mochte den Dichter einmal so dargcstcllt lesen, wie Goethe selbst sein Inneres angeschaut haben mochte. Zwischen den Zeilen löst Ortega die von ihm gestellte Ausgabe. Wenigstens läßt er die Lösung ahnen. Goethe — er wußte es selbst — ist eine Art Verwalter überkommener Geistesschähe, Patrizier unter den Klassikern, aber Klassiker zweiter Ordnung. Lein Beruf war. nichts als Dichter zu sein und als Tichter die ganze Wettauszurütteln. Er ging daran vorbei, er trieb zuviel. Daß er cs fühlte, wird durch seine häufigen Verstimmungen verraten. Weil Lebcuskunst ihm fehlte, fühlte er sie viel im Munde. Unsicher war er immer aus der Luche nach sich selbst. — Für deutsche Gewisscnsschwere. für die Kunst, mit der ein dichterisch bewegliches Gemüt die andrängende Außenwelt hier zuläßt, dort abwehrt, fehlt dem Spanier der Linn. Aber er kennt nicht nur seinen Goethe, sondern auch zahllose Schriften über ihn. und einen Zipfel der Wahrheit hält auch er. Stets versteht sich bei diesem Lenker von selbst, daß sein Fleiß eine Bad)e erarbeitet, ehe sein witziger Kopf ein tiefes Lpiel damit beginnt. Er wirft seine betörenden Einfälle, die reifen Ergebnisse des Denkens, die dichten Hinweise auf fern herangeholte Wissensgüter vor sich hin, als wäre es ein Feuerwerk zu flüchtigem Ergötzen. Er ist der lachende Philosoph einer Zeit, der sich aus der Unsterblichleit nichts macht oder nicht in schwerfälliger Rüstnmz, sondern halbnackt, in geschmeidigem Sportkleid um sie ringt. 8. J. wir von den -meisten Errungenschaften unseres Jahrhunderts -nicht den richtigen Gebrauch machen, das sucht Katz mit verblüffender Deutlichkeit zu beweisen. . Vieles von dem. was Katz vor etwa eineinhalb Jahren niederschrieb. ist heute zmn Allgemeingut unseres -Denkens geworden. Vieles.kann man in diesen: Buch lesen. waS gerade nnS deutsche Juden nachdenklich stinnnen wird. Vielleicht waren auch wir zu sehr schon Luzifer verfallen. Und während Amerika der Versklavung durch die Materie die Idee der »Tcchnvlratie" entgegensetzt, geht Richard Katz, der deutsche Jude, einen entgegengesetzten Weg. Nur wenn der Geist Herr der Materie bleibt, wird der Mensch die Welt meistern. Das ist da» Jüdische an diesem Buch: Sein Versuch, den Ausgleich zu finden zwischen den Anforderungen des Lebens und den Antvrdernngen des Geistes. Zwischen diesen Polen, auf den: »golduen Mittelweg" (den simpel zu zitieren sich auch Katz nicht scheut) liegt der Punkt, au dem die Menschheit dem Ziel glücklicher Zufriedenheit am ■91ßifß ömH öiS MUMM Bemerkungen zu Nicharv Katz' neuestem Buch: Die Drei Gesichter Luzifers Jüdisch au diesem neuen Buch von Richard Katz ..Tie drei Gesichter Luzifers" ist 'nicht nur sein Autor, wie das oberflächlich gesehen scheinen könnte, jüdisch in bestem Sinne ist vor allem der Geist, der aus ihn: spricht. Von dieser neuesten Arbeit (erschienen bei Eugen Neutsch in Zürich) müssen wir wissen, daß sie nicht von dem Richard Katz stammt, der mit uns durch die Welt bnmn:elte, der vor uns den „Funkelnden fernen Osten" erstehen ließ, uns „Zickzack durch Südamerika" führte mrd uns noch zuletzt in seiner „Ernte" ein buntes Kaleidoskop der Welt bescherte. 3er Richard Katz, der uns nun eine Reise durch unsere Zivilisation antretcn läßt, ruht aus von seinen Fahrten durch die Welt, zieht das — philosophische Fazit aus den E:sahrnngen seines WeltenbunnnelS. Schon iuuner merkten wir, daß Richard Katz kein Reporter war. zu dem man ihn gerne fteinpeln wollte, sondern mehr. Wir merkten es daran, daß es ihn: nicht darum zu tun war. in Rekordzeiten von Berlin nach San-Franzisko oder von Moskau nach Tokio zu rasen, wir incrkten es daran, daß er dort verweilte, wo es schön oder wo es interessant war. Aber die Einfachheit' des Ausdrucks, die Lebendigkeit der Sprache und die Klarheit der Gedanken, die hat auch das neue Buch mit seinen früheren gemein. „Als Ziel der Politik erscheint mir", das variiert der Autor immer wieder, „weder eine bestinunte Regicrungsfvrn: noch die Erfüllung eines bestimmten Programms, sondern möglichst viele Menschen möglichst glücklich zu machen". So untersucht er, warum die Menschheit in Japan so gut >vie in Amerika, in Europa und im bolschewistischen Rußland noch immer meilenweit von diesem Ziel entfernt ist. Getreu seiner Art. durch Beispiele zu beweisen, nach den: Satz: „Auf die Regel kvuunt cs au, üicht auf die Ausnahme" greift er drer Erscheinungen unserer Zivilisation heraus, um an ihnen zu denwnstrieren, wie die nächsten kommt. Aus Sage und Geschichte, aus Geographie und Technik häuft Katz hierfür die Beispiele. Daß der Geist des Judentums die' Jahrtausende überdauert hat und he:üe iwch fti^ Mission unter den Völkern erfüllen kann, das eben hat er dem Streben nach-Ausgleich, zwischen dem. was im- Himmel oben, und dem was auf Erden nuten ist, zwischen Geist und Materie, zwischen Gott und Luzifer oder auch zwischen Christ und Antichrist zu verdanken. „Äks das Abendland den: geistigen Pol Christi allzu nahe kam, litt seine materielle Wohlfahrt, und Weise prophezeiten den Antichrist. Es ein Rück schwm:g zum materiellen Pol. Er kam als Lärm. Maschine und Geschäft — und unser Geist friert Nun zögert das Pendel unsres Schicksals nahe dem materiellen Pol Es schlägt wieder zurück. Dem Glück entgegen das in der Mitte schwebt. Wir müssen es nur wollen!" Wer dachte bei diesen Schlußworten des Buches nicht an unser jüdisches Schicksal in den Jahrtausenden! Hau6 Oppeulwimer, Berlin. Menschheit zur Sklavin der Zivilisation wurde, die nicht mehr ihm, sondern der sie dienen muß. Lärm, Maschine, Geschäft heißen die drei Abschnitte des Buches. Es würde zu weit führen, auf die Fülle der Einzelheiten, der Beobachtungen, die uns immer wieder in alle Winkel unserer Welt führen, auf die Hypothesen, Schlüsse und auch Trugschlüsse einzugchen. Katz will ja kein philosophisches System vor uns aufbauen, sondern er will, .wie so oft, nur Wegbereiter zu Erkenntnissen sein, die klar zutage liegen, die nicht erkannt werden oder auch von Interessenten gruppen nicht erkannt werden wollen oder absichtlich verschleiert werden. An vielen Stellen zitiert Richard Katz die großen Denker der Welt. Laotse und Shakespeare. Goethe' und Huurboldt. Shaw und Spengler, Busch und Böhme, Nietzsche und Tante. Moses und die Bibel. Zu Beginn des Kapitels „Lärm" erzählt Katz die Geschichte vom Hohenpriester Aaron, der seine Kundschafter ausschickt, einen verlorenen Smaragd zu suchen, und die von den Beduinen in so schöner Art über die Heiligkeit des Schlafs belehrt werden. In den: Abschnitt „Maschine" gibt Katz der Gvlenrsage eine ganz neue, seine Theorie frappant bestätigende Deutung. Im Abschnitt „Geschäft" endlich kommt er aus Moses Verbot „von: Bruder Zins zu nehmen" und auf das „Freijahr" zu sprechen. Was versteht Katz unter Luzifer? »Luzifer ist . überall da. wo Materie den: Geist ihre Gesetze aufzwingt." In welchem Maße das heute geschieht, das wird am originellsten vielleicht in dem Kapitel »Biologie der Maschine" beschrieben. »Da das Gedeihen eines Volkes in: Einklang seines materiellen Besitzes mit seinen geistigen Fähigkeiten liegt, ist innerhalb Deutschlands Württemberg das verhältnismäßig glücklichste, weil ausgeglichenste Land. Jedenfalls ist es das zufriedenste . . . Der Ucberschuß der Materie ist es, der den Geist versklavt. Nicht als ab die Materie an sich gut oder böse wäre. Sie ist keines von beiden. Dieselbe elektrische Energie wirkt im elektrischen Stuhl und im elektrischen Heilbad. Ob sie tötet oder gesunden laßt, hängt davon ab, welchen Gebrauch wir von ihr machen." Und daß SW SM-öR KM Albrecht Erich Günther: Geist Der Jungmannschaft. (Hanseatische Verlagsanstalt Hamburg, 1934)» A. E. Günther null in seiner neusten Schrift die Kräfte des Gemeinschaftslebens sichtbar machen, die den Geist der Jungmannschaft, d. i. der männlichen Jugend des Volkes, formen. Dabei kommt es lhm nach seinen eigenen Worten weniger auf wissenschaftliche Erweislichkeit als ans lebensdienliche Nichtweisung seiner Darstellung an (S. 11) Dem Gemeinschaftsbewußtsein der in urtümlicher Stannnesgemeinschast lebenden Jungmannen stellt er die Jndividnalisiernngsbcfttrebimgci: der bürgerliche!: Gesellschaft gegenüber Seit der französischen Aufklärung befänden sich alle Gemeinschaftsformen in einen: unanshörlicheu Auflösungsprozeß. Ansdruckssorw. dieser Tendenzen sei der „literarische Verein", dessen gute Charakteristik auch für andere Vereine dufter Epoche paßt: „Solch ein Verein setzte sich aus ewigen „Stars" zusammen, die miteinander rivalisierten m:d Beivundercr suchten, er zerfiel in werdende und gewesene Liebespaare und Freundschastsgruppen. bis er mit viel persönlichen: Krach und Zank auscinanderflog oder einschlicf" (S. 9)/ Diesen Auflösungserscheinungen suchte die Jugendbewegung in ihrem Drang nach „Bnndigung" einen Dänin: entgegenznsetzen. Wein: diese Bewegung zum Gegenstoß nicht ausreichte, so lag das nach Günther an ihren: Tvktrinarisnurs. an der Diskussivnslust, „die nicht einmal bei der Liebcsulnarmung ,311m Stillstand tarn." — Nach dieser Untersuchung der geistesgeschichtlichen Ursachen der Jugendkrise skizziert Günther den Wandel der Jugend im totalen Staat nationalsozialistischer Prägung. In diesem interessanten Teil der Darstellung ivill der Verfasser anfzeigen. daß das Erzichungsideal des nationalsozialistischen Staates sowohl der natürlichen Entuücklung des Jugendlichen wie der natürlichen Volksordtmng gerecht wird. Wenn als daS Wesen des Männ- . lidjen das Kricgertnn: erkannt wird, so ist es folgerichtig, daß der Wehroerband, das Arbeitsdienstlager und das Kameradschafts- Haus die Lebensformen - der Jnngmannschaft abgeben. Die Erziehung im Jünglings- ::nd Mänuerbund löst ai:dere Bindungen auf. Der Jüngling gehört nicht sich selbst, nicht seiner Freundin. nicht seiner Fanülie. soi:dern dem Staat. Dadurch gewinnt der Männerbund institutionellen Charakter und damit öffentlich-rechtliche Geltung. — Dieser kurze Abriß zeigt, wie sehr der totale Staat in-die „privatesten" Lebensbezirke jedes einzelnen eingrcift. Die jüdischen Jugendlichen. vo:: denen übrigens in dem Buch nichts erwähnt wird, werden von dieser Erziehung nicht erfaßt. Die Jugendformationcn des nationalsozialistischen Staates als die Träger des „Geistes 'der Jungmannschaft" bleiben 'ihnen verschlossen. Nichtsdestoweniger ist die Erziehung des jüdischen Jugendlichen von: unbekümmerten Einzelwesen zum verantwortungsbewußten Gerneinschaftsinenschen heute notwendiger denn je. Die jüdischen Jugendbünde, denen die vielfältigen Zwangsmittel der staatlichen Jugtmdorganisationen nicht zur Verfügung stehen, haben hier eine Aufgabe von geschichtlicher Größe zu lösen. 8. 8. Johann von Leers: Spenglers weltpolitisches System und Der Nationalsozialismus. (Junker u. Dttunhaupt, Verlag). Leers bringt Spenglers jüngste Schrift .Jahre der Entscheidung" aus folgende kurze Formel: Wie kann man gewandt dem Nationalsozialismus die -sozialistischen Zälme auszieheu? Darum geht es be: Spengler in der Tat. Spenglers Verdienst ist es, Nietzsche populär geinacht zu haben. Aber ist das ein Verdienst? Kann. . darf Nietzsche populär geinacht werden? Spengler, hat Nietzsche „übernonnnen". Ader das ist das Unfruchtbare. Wie furchtbar war dagegen die Analyse Mar Schelers, die Nietzsches antireligiöse Thesen als berechtigte Kritik am 10. Jahrhundert answies und in: Autor des ..Antichrist" christliche Züge sichtbar machte. Als Spengler seine Vorträge, zum Teil vor den Allich. tigeu des Lauguamvereins. hielt, die dann im Sammelband „Politische Schriften" erschienen, inochte mancher sich fragen: Wird der Sozialisnui» diesen Kampf: Nietzsche gegen Marx überleben können? Daß die sozialdemolratischen Jntelleltuellen m ihrer Ahnungslosigkeit von der Situation mchts begriffen. :var zu deutlich. Tie Rettung deS Sozialismus vor der Reaktion geschah durch den Nationalsozialismus. Spengler ist der vom Konservativen wohl zu unterscheidende Reaktionär. Des echt Konservative schließt das Revolutionäre nicht ans. Tie Rettung des Abendlandes ist das gms;e Anlieger: der kouservatioen Mächte Das Buch fct-3 Nationalsozialisten Johann von Leers gegen Spengler zeigt, das; der Aiwscheidungsprozeß. der Reaktionäres ablehnt und Konservatives revolutionär zur Geltung bringt, im Gang ist. l/zna/. Ill-!)'l>:nm>. W. Meil und Dr. H. Mehle: ,Mm sührung in Die KastcnkrrBve unseres Volkes". Verlag Julius Gelt; in Langensalza — Berlin — Leipzig. 67 Seiten, L3 Abbilvungen. In der Reihe „Volk und Welt: Arbeitsheste für geschichtliche Gegenwartsfragen" ist das vorliegende Heft jetzt in zehnter Auslage erschienen. Anscheinend in erster Linie für der: ^-chnlgrbrauch bestimmt — und zwar wohl n:ehr für den Lehrer als für den Schüler — gibt es unter Verzicht ans eigene Beobachtungen ni:d Schkußsolgernngu: einen Ueberblick über die Rassenverteilimg m Deutschland und eine Beschreibung der einzelnen Rassen nach dem Muster der Bücher von Günther. Darrs und Staemmler. — Ans der Kenntnis der Rassen imd ihrer Eigenschaften, zumal der sccbscheu. ergebe sich die Notwendigkeit der Ansn 0 r d >11, g des deutsche!: Volles und die Forderung der Isolierung der „voll! onnnen blotsremden" Rasse der Inden. — Auch der „oMRa Rasse" werden vorwiegend ungünstige Eigt-uichNtcn zngeschrieben. K. h. Zur Geschichte dev Jr:doncma::z'Pati:M veröffentlicht Fritz F r i e d l ä n d e r in: m'uenen Heft der Monatsschrift für Geschichte unb Wipen-- schast des Judentums einen sehr wichtigen Beitrag. Er beleuchtet die Auseinandersetzui:g zivischen den: bekannten, preußischen Juristen Jbeheimrat Streckfuß :n:d jüdischen Verfechtern der Gleichberechtigung ^umS Jahr 1833. Manches in den Gnmdm und Gegengründen mutet an, als wäre es in unseren Tagen geschrieben. In: gleichen Heft berichtet May Wiener über neuere Schriften zur Bibelwissenschaft (3. 33. „Königtum Gottes"); Moses Gaster setzt seine sein lehrreichen Untersuchungen zur vergleichenden Sagentnnde fort, un.d Bernhard Heller ergänzt ilgs- Die MGWJ wird in diesen: Jahr nündesiens in gleichen: Umfang erscheine,: wie im vorigen, dir das Januarheft bcfmtnüidj dank auswärtiger' Spunden stark erweitert werden konnte. Atzm abonniert die „Monatsschrift", indem man ftntglied der Gesellschaft zur Förderung der Wißen" schüft des Judentums in Berlin wird lind rftl lährlichen Mindestbeitrag von 10 RM an die Gesellschaft (Postscheckkonto: Berlin Nr. 7030) sendet. Mannskript«, -welche sich mit der Judenfrage be- M-jäfiigen und zur Veröffenüiehune: in Deuts-chland ^ivignct. t-irnl, werden von Buchverag gesucht. In cr-t'-r L-iiiir. komm: die Ifomanforni in Krage, in zweiter Linie historische und Zukunftshetrachtnng. in dritter Linie Jugciulschriften. — Angebote vorerst ohne Einsendung von Manuskripten znr Weiterbeförderung durch VBHin-VERinGSIJUSüEFEHBRG Benin SW. 29 ßG00gS©ra -001 -(äöGOG!? EgcG betitelt Rabbiner Dr- Max Wiener sechs In der „C-V.-Zeitung erschienene Aufsätze, die als Nr. I der Sondorfooffr© dor „C»V*-Zei?ung" soeben fertig vorliegen. . , « Preis broschiert RM. I.— ln den letzten Monaten gaben wir heraus» Max Wiener- JUdlseho Religion Im Zaltalfar der Emanzipation .......... br. RM. 6 —- Julius Bao, Rembrandr und Spinoza mit vielen Bildern ....k^rt' 230 Callmann, Das Deutsche KarteÜrecht.......geb. " 24*00 Maikuse, Das Steuerrecht der Rechtsanwälte.... . . br. " 2.80 Münz, Fehler des Gesetzgebungsverfahrens ... " 4.50 Philo Vertag und Buchhandlung G. m. b. H., Berlin w 15, Parisorstr. 44 3 MedöM BssMsrktsksMS! eIss Fiöa-Vsriasss J. Pr«*,» I ii. i.„. Äeucs 6» a \ li a i 1 n a . S J n n «I »> a Führer durch Palästina Mit 7 Kalten, <3 Sui planen u. zahlreichen Plan Skizzen . . Leinen £ Hugo Herrumnn: 5’ a I li s 11 n a U u Ein Leitladen Uber Geographie. Geschieht Bürget künde. Wirtschaft und das jüdische Ai bauwerk, in 4 Lieferungen . . a B Biskor erschienen: L Teil. Geograph ^uchhuäDCäSung „KEDü Rerlln.Chnrlotienhuru «. »ahlmnn Jlcl.- Jti f’lcib reu 11U f Postsch-Konto Berit V 0 t 1 V i li

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