Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 13 (1934)
- Issue
- 20 (17.5.1934)
- Date
- 1934-05-17
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Michaelis, die Zahl der DorsiandZmrtglreder ' voil elf auf zwölf, zu erhöhen..: Amtsgerichtsrat . NkichaeliS, der über beide Vorlagen referiert, -beantragt unter Bezugnahme auf den entsprechenden tzlufsatz im Cemsindeblatt, dessen Begründung er ' sich zu eigen macht, die Annahme beider Anträge. Herr Graeh, Mitglied• des' Gemcindevorftandes, erklärt, daß es wichtig sei. Befürchtungeil zu zerstreuen, die sich an die in den Verhandlungen der Parteien vereinbarte Umbesehung des Lugendpilegcdr-zernats knüpfen könnten. -Unter seiner / Leitung sei das Tezernat im Gegensatz zu früher vollständig unparteiisch verwaltet worden. Wenn jetzt das Tezernat von einein anderen Vorstandsmitglied übernommen'werde, so brauch die deulsch. jüdische Jugend nicht befürchten, daß sie künftig nicht im Rahmen des Tezernats gleichberechtigte Fördert-ng erfahren werde. Herr Kozower lZüo. Vpt.) bemerkt hierzu, daß Herr Graetz Zwar bru Willen gehabt haben möge, sein Tezernat unparteiisch zir wcnnnltcn, daß ihm dies aber nach Ansicht seiner Freunde nicht gelungen sei. Herr Tr. Fleischer als. Sprecher der Liberalen Fraktion l>etont, daß feine Freunde nur unter Zurückstellung erheblicher Bedenken sich für die Annahme der Vorlage entschieden haben. Leine Fraktion sei der Meinung, daß kein Anlaß gewesen sei. so weitgehende Zugeständnisse au die Wünsche der anderen Leite zu marlM. Tie Liberale Fraktion sei aber der Ausfassung, daß alles 311 gescchhen habe, mn einen Wahlkampf zu vermeiden, und weim diese-? Fiel nur diirch Opfer zu erreichen geiveseil sei. iilüsse inan sich damit. nOfinben. Tr. Liegfried Bios es. der für die drei Mitglieder zählende hpoiiisrische Fraktion das Wort iiinmit, bittet, die b-orlage wegen Verlängerung der Legislaturperiode nbpckcchnen. Tie zwiscl)en den beiden andereil Fraktionen getroffenen Vereinbarungen feien liach seiiiec Aceinuug keine Erimdlage für eine Versündigung. Ter den Zionisten gcivährte vierte Eeineiudevorsteher, die Uiilbesetzung des Jugenddezernats, die Anstellung eines besoldeten zionistijd;cn Referenten für dieses lind die Zusichcrmig paritätischer Behandlung in allen auberen .Frageil, feriier die fakultative Einsührung des nenhebrüischeil Unterrichts können nicht ausreicheil. Gr sei der Meinung, daß die Gemeinde einer Grneuernng unb Vergnügung bedürfe. Tie Zionisten Ijättcu ein Recht barouf, daß ihre Weltanschauiiilg in der Geineindepvlitik ihrer Ltärke entsprcheud znm Ausdruck kommt. Hierauf wird in erster Leslmg die Vorlage des Gemeindevorstaudes. elxmso der Antrag M',ck)aelttz mit ui gegen drei Ltimmen bei drei Stimmenthaltungen angenommen. Vor Vegimi der zweileir Leillilg sprechen noch die Herren Dr. Lubrnski mld Heinrich Ltern. Tie Abstimmung ergibt das gleiche Zatzlcmverhältms leie in der ersten Lesung, io das; der Alltrag ans Verlängerung der Mandatsdaner der Repräseittantenversammliing angcimnmieil ist." ltöir l>ehakteir lms vor, ans die Bedeutung der gesichten Beschlüsse und ihre Aiislvirkimgen, aus.- bic 'Arbeit der Berliner Jüdischen ©emeinbe nuefj im einzelnen zurückzukommen. Jüdische Buch-Vereinigung. Durch das Grsäleinen von Jacob Wassermanns „JosephKerktzoveits dritte Existenz" tritt nicht eine Aerändcrnng. sondern lediglich eine Verschiebung des loeilereil Buch-Programms ein. Jur Herbst dieses Jahres erfdjeint der 1. Band der jüdischen Bibel in deutscher Lprache. MKi LAlrelbeuWan» - Die Ortsgruppe Leipzig hielt am 7. Mai.„ ihre diesjährige Hauptversammlung ab. Trotzdem das Referat des Landesverbandsvorsttzenden, Dr. Felix Goldmann, bereits einer überfüllten Der. sammlung gehalten war, war der große Saal des Künstlerhauses dicht gefüllt. Der Ortsgruppen-' Vorsitzende, Stadtrat a. D. Julius Krau s e, gab einen Bericht über die organisatorische Tätigkeit der Ortsgruppe. Aus den Ausführungen ging mlter anderem hervor, das; sich die Gründung der-. Fachausschüsse der Erwerbslosen nild der Markt- Händler sowie die Wiederbelebung der Frauengruppe auf da8 beste bewährt haben. Die Ortsgruppe hat einen erfreulichen Auftrieb zu verzeichnen. In den Vorstand wurde neugewählt Arbeitsgerichtsrat i. R. Dr. Bruno Al a n n c s. Der gefchöslssührende Vorstand besteht ilunmehr aus Ctadtrat a. T. Julius K raufe als Vorsitzendem, Rabbiner Tr. Felix Gold marin als seiileln Etellvertreter, Kurt Sabatzly als geschäftssüh- -rendem Vorstandsmitglied, Kaufmann Willy Seem rt it u und Rechtsanwalt a. D. Tr. Utenmnnii. LandesverbandsfyndikuÄ Kurt Sabatzky hielt ein Referat über „Ein Jahr G.-B.-Tätigkeit im neuen Reich". Ter Landesverbaudsvorsitzende, Rabbiner Tr. Felix Gold in an«, verstand es aberinals durch. seinen Vortrag über das Dhenm: „W i r I u i) e n! Eie A n f r 11 s z u r Vesin - n 11 n g", über dessen Inhalt lvir bereits berichtcteu, die Zuhörer aufs stärkste zu fesseln. In einer vom (5.-B. einberusenen Gelneindeversammkmlg iu Nvrdhausen (Harz) sprach am l'-j. lUfn'i Tr. Alfred Hirschberg, Berlin, über „Probleuie und Aufgaben im deutschen Judentum". teilte Ausführungen, die eine Fülle des der breiteren Oesfentlichteit unbekannten Materials alls der täglichen Kleiilarbeit in die Gruudzüge eines delitsch.jüdischeil Ausbails einordnete, fanden nugespannte Ailfinerksamkeit und starken Beifall. Nsrdlscsideulschiand Ter Landesverband Nordwestdetttschland führte in der vergnngeneil Woche eine Reihe von Verallstaltungen diirch, die teilweise außerordentlich gut besucht waren und Mitglieder und Nichtnutglieder mit der Arbeit und der Idee des Gentralvereins vertraiit inachleu. Wiederum war es möglich, eine Anzahl von neuen Mitgliedern zu gewinnen. Ter Lyndikus des Landesverbandes, Dr. Werner Gr uns selb (Hamburg) sprach ain 8. Mai in H a lil bürg vor den Vertretern des Handiverkerstaudes, des feßhafteil Kleiligeiverbcs und der niiibiilanleii Getverbetreibenden über „Aktuelle Wirtsthaftssragen". Es euüvickelte sich eine angeregte und mit großer Objektivität durchgeführte Diskussion, in der die Vertreter der verschiedenen Berussgruppeil das Wort nahlueu. Am 0. tUiai konnte in Harburg - Wil - h e l m s b u r g der dortige Ortsgrtippeiworsitzende des E. V., Hirsch seid, einen großen Teil der Mitglieder der jüdischeil Gemeinde degrüßen. Tue Änsstchrüiigen'dcs.Reftzr'enten, Dr.!)'. Wpr th e im e r, ivurden yoix ben Vexsaniuielteip mit starkem Beifall ausgenommen.-— Landesverbaudsshudilus Tr. Grnnüfeld.besuchte am 12. lind in. Rsili die Ortsgruppen Stolzenau und Sill i n g e ii. Iil Ltvlzenau verhillderten Gewitter l uiid Strvntstörnng die Abhaltuug der Bersainmluilg in der Syttagoge. (sin Geiileiudeiilitglied stellte freundlicherlvcise feine Räumlichkeiten zur Verfügung. Tie Versammlung verlief harmonisch und gab Gelegenheit zu einem interessanten und friichtbaren Vchliiuugsailslausch. — In Sulingen sprach Dr. Grüilfeld zu bem größten Teil der Gemeinde- Mitglieder. Tie außerordentlich rege Diskussion bewies, daß mich iil ben kleineren Gemeinden cm großes Bedürfnis besteht, sich mit den Fragen und Problemen der Gegemvart anselilanderzusetzen. SstMsWM " r . In der Synagoge zu Osnabrück fand kurz, lich eine Mitgliederversammlung statt, tu der Dr Ernst P l a n t (Essen) Aber „Deutsches Judentlun in dieser Zeit" sprach. Die Darlegungen des Redners fanben lebhafte Antetlnahme; die Versammluilg, in der auch die Blitglieder der Rachbarorte amvesend tvaren. folgte ben Ausführungen Am 28. April lud die Ortsgrups>e des C. V. in Gleilvit; seine Mitglieder wieder zu einer zwanglosen Zusamenklrnft ins Jüdische VerernShaus ein. Der Ortsgruppenvorsitzeiide, Sailltats- C»-V.-Kateföde& Landesverband Brandenburg 24. Mai: Wittenberge. Kurt Scwatzki) cheipzig): „Deutschjüdische Gegenwart." Landesverband MitteldenLschLand ' 24. Mai: Lhcmnij;. Dr. Alfred Hirschderg (Berlin): „Idee und Wirllichkeit im deutschen Judentum." rat Dr. S ch l e s i n g c r . sprach über das Thema: „Ter jüdische Arzt" Ausgehend von der Tätigkeit der jüdischen Aerzte im alten Palästina, berichtete er von dem Wirken jüdischer Aerzte im Mittelalter und von ihrer Stellung in der Renaissailce und den späteren Zeiten, besonders des 19. Jahrhlmderts. Zum Schluß sprach er noch von der augenblicklichen Lage der jüdischen Aerzte iu Deutschland. Reicher Beifall dankte dem Redner für seine ausgezeichnetell, von großer Sachkenntnis getragenen Alcssührimgen. Der Leiter des Abeilds. Rechtsanwalt Dr. Ernst K 0 h n . und Tr. I a i o b 0 w i tz - Beut h e il berichteteil über 1 utrtfd>if11id)e Fragen und gaben Rat und Auskunft. «NM WÄs In Heidelberg, tvo er Erholung von schwerem Leiden suchte, ist ain 12. Mai der hochverdiente Ehrenvorsitzende unserer Ortsglmppe Bruchsal, das frühere Riitglied des Hauptvorstaudes des Eentral- Bereills, Rechksamvalt Adolf Straus,' entschlafen. In lailgen Jahren srendiger, pflichteifriger Arbeit hat er sich stets mit 'Wort und Tat für die Sache des E.-B. und des deutschen Judentmus eingesetzt. Mit feiner schöllen süddeutschen Heimat wurzelhast verblindeu, verstaild er es in hohem Btaße, sich die allgemeine 'Achtling nild Wertschätzung seiner Atitbürger zu erringen, deren Vertrauen ihr; in zahlreiche Ehrellälllter berief. 11. a. war er lauge Jahre als Stadtrgt in. Bruchsal Mätig. lieber den engeren Kreis dev Widischen Glanbcusgeuossen hirunis, tverden viele Freunde dem mivergeßticheil „Rat Stral>S".ein liebevolles Gedeilleu belvahren. Znm Doktor Prornoviert. Eine besonders bemerkenswerte Leistung, die hohe Ailerkenunng Verdient, vollbrachte der im 52. Lebensjahr stehende Religionsoberlehrer der jüdischei; Geiueiilde Tübingen, Dr. Josef LIolliemnark. Er Iint im vorigen J-lhre mir der jetzt vom orientalischen Seminar der llnivorsität Tübillgen veröffentlichten Abhandllliig „Tie Schicksalsidee in; Jicdellticm", die kü n ,o"7 p Schacharrsge.be Kr. 0 von Josef Lrosberg (Krefeld) Mall cn drei Zügen 'ZVe'i5?n Xld, 'l'!>2, Oll, Laö, eI, <!ö, ,g, Schwan;: Kc5, I3c(j, et Wir bringen in der heutigen „E.-V.-Zeitimq" bc» reits die nächste Schachausgade, damit unsere Lchaclifreunde eine Pfingslnuß knacken können. Die Verössentlichuim der Lvscing svivie der tzöscr der Ausgabe Ar. 8 wird in der svlgeudeic LchachcRzwei Wochen später, erfolgen. inzwischeil and) in der indischen Presse lobend be. sprochen worden ist. mit Gut noch sein Doktor, exameil gemacht. Jetzt hat Tr. Wochencuark an dcc Universität Tübingen die Pädagogische Staate. Prüfung ebenfalls mit dem Gesamlzeuguis Ew hc. standen. Tie Kommission hat allgemein ihre besondere Anerkennlmg darüber nllsgesprochen. das; Dr. Wochenmark in seinein Alter noch die Puergie aufgebracht hat, solche schlveren Prüflingen mit diesein besonderen Erfolg zu bestehe,,. Wir gratulieren dem fleißigeil und Wissenschafttich strebsamen Lehrer und wünschen ihm, die F-rmcht feiner Acbcii zu genießen. _ 2trrs den FarniUcn Im 81. Lebensjahre starb in Griunna (Sa.) bet Kaufmann Hermann R e n f e l d. Reusekd. bot Ehrenmitglied fast aller Vereine van dumnui war. feierte erst vor kurzem das nüjährige Bürger.- iubilanm. Er ging mit iR Jahren noch als griean sreirvilliger ins Feld und erhielt zu seinem K). Geburtstage unter anderen Eratntaticmen die 0.2 Teictscheu Reicl;skriegerblindes Kysshänser. — Julius Frank (bildesheiiii) feiert am 80. Atai feinen 75. Geburtstag in voller Rüstigkeit. — FabrikbesiEr Otto E h v tz e n (Ziegerrhaks, O.-C.) begeht am 28. Mai seiicen 70. Geburtstag. — Isaak Rothschild (Rotenburg a. d. Fulda) ist am 8. Alai im Alter von »0 Jahren gestorben. — Akarkus Weinberg er (Wüitensaäisen) ist im 81. W-beusjahre gestorben. — Emma P i u k u s (Greisenhagem seicrt am 20. Alai ihrcic 90. Geburtstag. — irdinued H a m m e r s e t e i n (Berlin) feiert am 18. jJlni seinen 75. Geburtstag. Der preußische Btinisterpräsident hat dem praktischen Arzt Dr. med Karl 'B l u uc e u t l>a l - Barby LBerlin-TrePiolv) die llletlui'.gsniedaille m Bande verliehen. Am 22. pmunar vorigen Jadrec! hat Dr. Bluiicenthal-Barbv unter erjchioerteu Umständen zivei Personen aus dem Lalroiver Lee Our dein Tode des Ertrinkens errettet. Berlin: 5. Juni, 20 Ufjt: Singakademie. Slonjcvt ,;ugunsti->i!>,? Ninderheims Ahawah. Äliitwirtende: Das Neue Ltccichguartctt. Paula vindberg (Gesang), Generalmusil» direklur Ivscs Nosenstoct (rUavier), 'Aud. Lw>t (Nantradaß). Stachen: 17. Mal, 2«!k' vhr: Nultnrbund Nhein.Nnhr. „Tobisr , und dce Lrzeugek." Westparkhalle. Dttivbura: 17. Mai, *J0• 1* Uhrr. ilitTfitrOunb Nhein-Vtiihr. Wrl»« 5trsi)t-Quartett. (Hcdräikon-Quartctt.) Spnagogc. des Publikums machen. Zuerst die Festaussührung des Zentrnlalisschnsses. Eine Versammlmzg von sctir rcpräsentativcll. sehr seinen Lerlten. Für den guten Ziveck der Veranstaltung dlirchans erfreulich. Aber auch ein angenehmes Publikum für den Schaushielerk Es ist eine merkwürdige Sache mit seinen Leuten in einer heiteren Aufführung. Entiveder müssen sie mehr Sorgen haben, als wir einfachen Leute. Oder sie sind so sein, daß sie nicht mel>r laut lachen oder gar applaudieren. Rach der Panse U'u'b es etwas besser, das Komikerseptett ist zu gut, um ihm auf die Tauer zu widerstehen. Aber die Freude bleibt immer gedämpft — gewisserntaßen geflüstert. Am Atvnd darauf die Erstausführung vor dem Mitgliederpublikinn. Ein ganz anderes Bild! Gute psilllsbühne ans beiden Seiten der Rampe. Jeder Witz schlägt ein, jede Gestp findet ihr Echo im Zuschmcrramn. lind aus einmal ist eine andere Stimmung da. An sich hat sich oben nichts geändert. Diszipliniert wird jede Uebextreibung, zu der ein mit gehendes Publikum verführt, vermieden. Tempo und Geste bleibt linverändert. Und trotzdem: das Jnsirmnent hat die rechte Akustik gefunden. Alle Schauspieler spielen freier, gelöster, froher. - Wer nur die Festaussührung hörte, ging mit dem Urteil hinaus, eine gute Vorstellung gesehen zu haben. Tie Erstaufführung vor dem Kulturbundpubkikum zeigte, was darüber hinaus in dieser Inszenierung sieckt: eine meisterliche Leistung lächelnden Kammerspiels. Tie Hörerschaft der Festvorstellnng war glänzender, vornehmer. Das Staimnpnblikum war mir - offen gestanden — lieber.' Und den Akteuren, glaube ich, auch. _z. Der Kulturbund drutschrr Juden, Berlin, veranstaltet am Rlittivoch, - den 2.1. und Donnerstag, den 21. Atai. 20U Uhr, im Berliner Theater für seine Mitglieder undbesonders für' die Abweäzslcr als Svndcrveranstaltung zwei Wiederhvlmrgen von Osscnbachs.' „H 0 f s uro uns Erz ählu n g e n". „Llrrfgang" heißt eine neue „gesellsclchstlich- Tiievarifdje. und ' informative" WoäjenschriftWer indischen Kolonie in Kuba; sie steht unter der Redaktion von Sebastian Gano und David- A. Kur-' land und erfdjeint in Havanna. - > -- Dr. Felix K aufs nt amt, Dr. Gustav Löffler, Dr. Wolsgang S. Btatzdvrsf. Emil Oettiuger, Alfred Oppenheinz, Rabbiner Dr. G. Salzberger, Dr. Eduard Strauß. W.S.M. Nach längeren Bemühungen, an welchen auch der Leiter des Kultttrbtntdes detttscher Jttdert, Tr. Ktirt Singer (Berlin), maßgebend beteiligt war, ist mmmehr auch für den NheittchRaiit- Bezirk eine Kultttrbuttdorgantsation geschaffen tvordeit. Ntzzch Abschltiß der orgatusatvrischen Vorbercittm.gen wird ntintnehr das Programm nngekündigl, mit tvelchem der Kulturbuttd tzkheintUtain für die nächste Zeit an die -Oesfetttlichkeit treten toill. Unter Leittmg von Hans Wilhelm Steiuüerg (ryranlfurt a. M.) ist ein Berufs- 0 rche st e r jüdischer Atusiler gebildet worden, das im Lause der ttächsten Zeit Werlo von Bach, Btozart, Beethoven, Schubert, Rtettdelssohn, Bizet. Akahler nnb Schättberg attfsühren wird. Ferner sind Katttmertttusikveraitstaltuttgou geplant. Für die T h e a t e r abteiluitg wird eine Schanspielergruppe aus Kräften des Rhein-Atain- Bezirks und dem Ettsetttble des Kultttrbuudes RheitvRtthr zusammettgestellt tverdeu. Aon beu zur Aufführung vorgesehenen Werken heben tvir hervor „Das Weib des Akiba" von Akoritz Heimann. Hebbels „Jttdith", Stefan Zweigs „Jeremias", „Tie fünf Frankfurter" sowie Werke von Shakespeare, Ealderon, MoliLre und Lessing. Borträge sollen gemeinschaftlich mit dein jüdisä)en Lehrhatis Frankstirt a. M. veranstaltet werden. Attf dein Gebiete der bildenden K tmt st siitd Atisstelltittgett, Führnttgen und andere lüttstlerische Beranstaltuttgen geplant. Dieses in großen Zügen angekündigte Pro- . gratum wird erhebliche Ansorderuttgen an den neugegründeten Kultnrbtntd Rhetn-Ätain stellett. Es bedarf der verantwortungsvollen Mitarbeit aller jüdischen Kreise, um dieses Kulturwerk zu einem lebendigen Betveis dentsch-jüdischer Kultnrverbnndetthett nusztigestalten. Ter Vorstand des Ktilturbtutdes deutscher Jtiden Rhein-Rtain besteht atts folgenden Persönlichkeiten: Samtätsrat Dr. E t t l i n g e r (Vorsitzender), Hans Wilhelm Steinberg (künstlerischer Leiter). Frau L e v i - M i ch e l (organisatorische Leiterin), Professor Dr. Walter Sulzbach lFinanzberater). Tr. Arthur Rosennreyer (Rechtsberater), Arthur Forchheimer„ Dr. Rudolf Geiger, Direktor Fritz Kahn, WO A MO Berlin Bor einigen Monaten hörten lvir in mehrerer Synagogen eine Neuvertonnng des Freitagabend Gottesdienstes nach louservativem Ritus. Btitt! Juni wird Schalits epochemachendes Werk fw den liberalen Gottesdienst anfgeführt merben Dazwischen fand in der Synagoge in der Prinz regentenstraße die schon früher entstandene uitz aufgesührte Liturgie des dortigetr Ehordiri genten Leo Kopf eine erneute götkesdienstliä) Vertveirdnttg. . Kops geht einem allzu bewußte. Streben tmch jüdischen Tonfolgen ans dem Wegc er tendiert weder nach der Seite archaisierende Merkmale noch übermäßig stark tmch der vst jüdischeit Tempelsangs. Sein Werk ist aus einet: mehr allgetnettt-europäischeit Mufikstil heraus ent standen. Von Anfang an ist die Liturgie auf de Ton einer erwartungsfrohen Freudigkeit gc stimmt, und wenn ich ihre Vielsältigkeit m: einen Nenner bringen sollte, so möchte ich sie di Ltederlittirgie nennen, denn eine volksliedartic Melodik ist mehrfach angeschlagen, besonders it „Lcho dattdi", daß der Gettteittde schott beim erste Horen vertrant tvird. Wo Phantasie, Ehrliel leu unö gestaltender Wille tvirkt tute hie d" ^kann auch nicht die Frage nach bei dchtlg _ oder _ falsch, nncl) der Berechtiatm jeder Einzelheit gestellt tuerden. Trotzdetn glaul rch, daß eilte gelegentliche harmonische Kompl zterthett nicht intmer durch den eiitfachen Ablat der Melodien gerechtfertigt ist (die Eritiedrigtm der Lettetöne in den kleitten Responsen it „Adattn nttlvm". im Predigtlied). Aber Kop' Partlttir cntljält Stücke, die Miss tiefste ergreife und die alwertratiten Lsivrle gleichsam in neue: Ltcht erscheinett lassen (Haschliweuu, Weschotnr da-.' „letzaggid babattker", das „li ssimachlatt aus Pjaliit 92). Kopf, bedient sich abtvechsltcng reicher harmonischer und rhythmischer Klan - formen, der Orgelsatzist nicht immer beqner erlöst aber — etwa wir Lewandowski verglichendas Instrument ans seiner Ascheitbrodelstellunli und gibt die Btöglichkeit phaittasievollen Regstirii'' rens. In der Aufführnitg wurde die Ersa-iruiüi. daß Komponisten schlechte Jnierpreteit eigner Werke sind, toiderlegt. Kopf bot mit dem nur wettig verstärtlen Chor eine würdige WiedergaE'. wobei er von dem Organisten Mai wirtsam unterstützt wurde. Hanns John, der a» dieseol Abend die kantvralen Ftntltionen innehatte, gelnihrt besonderer Dank. Rabbiner Dr. Manfred E >v a r s c 11 s E y stellte — von der liturgischu Neuvertonnng ausgehend — Vernunst und Elaube als bic bewegenden Kräfte im Menschen-- und Getneinschastslebett gegenüber und behandelte das Verhältnis von Religion und Kunst. Ludwig AH manu. lieber Joseph Israels sprach für den Milturlmnd Dr. -Max Osbvrn. Er hat den Seiiiec jüdischer Malerei, den volkstümliccheit, gefeierten Küttstler noch in seinem Haager Heim besncltt >n'-d konnte, gestützt auf den starten perseuilicheu Eindruck turd Verivenditug von Tagebnchblälteru und Aitekdoten. eine KünslkerpersönUchkeit voller lebendichter Anschaulichleit erstehen lassen. Vor einer grotzkn Zahl von Lichtbildern, unter Einbeziehung der 5u* saiittneuhäiige der Ansaug unseres Jährhnnder^ neuen europäischen Kunst, der Rtillet, van Eegll, Lrebermauii. unter Darlegung der hennitzten hängigkeit von seinem größten Landsinann Neinbrandt. wurde das Lebenstverk Joseph Israels Nar ansgebreitet. Er, der Schilderer der enisacyeii Größe schlichten Arbeiterlebens konnte seine inuncr betonte, echt jüdische Gefühlswelt mit tiefer Ver- Ipschzelmtg in heinratlicher, holländischer Erde ryar -mshartnoitte verbinden. t,. L. Erna Mann (Klavier) und Stephan Fr< (Violine) spielten in einem Konzert. Jmnter bewundern wir Frcnlels meisterhafte B>rtdie mit der leideirschastlichen Aätsgestaltung Vortrages in vollent Einklang stcht. Ans-erou cntdringlich spielte er das Präludium und du op. .117, 6 für Vivlilie allein von Reger, nttyilalischen Höhepunkt mag die ßtzvne luttc für Violine und Klavier von Rtozart b -haben. Erna Manu beglcilcte mit femcin ftitt-eii, schade, daß sie an diesem Abend mck ms Solistin zu hören war. Wir sind di" Mozart.Sonate etwas entschädigt tvorden. U’1 M.arustin hier wieder einmal die sclPnstu Prob; reisen Könnens adlegen konnte.