Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 13 (1934)
- Issue
- 19 (10.5.1934)
- Date
- 1934-05-10
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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M ^WMUWWNWW Zn der Unioetfifäf Berlin fand im Rahmen der Eefellfchaf! für deutsche Bildung -inwissenfchaflliche Aussprache über die rir°.Lind«.Chronik statt. Am die,- Chronik, uon Hermen wirlh als werlvallsies Erbe aller germanischer A-bcrllefecung bezeichnet, ist -In Icbhnsler Gelchrlenslreil ent,landen, da ihre Echlh-it ganz oder lellweise beslrillen wird. Der nachskehende Aufsatz soll unsere Leser in den Gedankenkreis hcrman Mrlhs elnführsn. Von der nordischen Erneuerungsbewegung, die heule Deutschland durchzieht, ist der Name fiuniian Wirt l) nicht zn trennen. Der Mitavbuvöcr Professor für Nr- und Vor» ^schichte, Palaeo-Epigraphikcr, Mythologe und Sprachforscher hat sich mit seinen Werken: D e r N u s g a n g der M e n s ch h e i t" chcna 1 ‘.’J-Sj und die „H eilige Urschrift der Men sch heit" (Leipzig 1901 ff.) als Kultur» und Religionsphilnwph ein geführt. Von der lliederdelltsch-stnmischen Folklorisiik ausgehend, sieht er feine Ausgabe in der Fortsetzung der deutscheri Resorniation, die alich dein ijaien die Freiheit der Forschilng erkämpft habe. Er will bi« zur lebten Erkenntnis vordringeil, um lvieder glauben 31t können und freu Kamps gegen Ntammonismus lind Matep-nüsinns im deutschen lind amerikanischen Knlturtreis unter dem heilbringenden Zeichen det' Wende- oder Odalkreuzes auszunehmen. Schauplätze seiner Forschung finb außer Platos sagenhafter Atlantis die Randgebiete der Arltis, des Atlantik und Pazifik, die er sich sv erioeitert denlt. dasi sie in dämmernden Feitsernen einmal Brücken zwischen bcu Erd- » teilen bilden mochten. Je urtlimtichcr, kunstle'cr die Hand gelvesen, die die Zeichen oder F.guren gerisit, gegrabell, behalien, je kindlicher die Phantasie, die die Hand geführt, desto wichliger finb sie dem Forscher. To glaubt er, das Leben der Menschheit fast um 10 000 Jahre weiter zlirück verfolgen zu fönnen, und ein ge- Verbreitnngsbezirk lirtümlicher Hvchkultur zu sicherte^ Wissen über die Herkunft mtb den beuhcn. Er verlegt sie in den arktischen Norden Zll den fonenannten Tuata-Bblkern, den Verfahren der nordischen Nasse (im engeren 2 in ne der Deutschen) rmd hält das Auftaucheu ähnlicher Uultsyinbole, Dolmen, Wasfeil, vaiisgeräte in aller Welt für den Beweis einer Abhängigkeit und Entlehnung aus denr hohen Norden. Denr Menschen der Arktis sei allein religionsschöpserische Anlage zuzuerkcnlien, weil ihln das kosmische Erlebnis der Wintersonnenwende, der Julnacht, der Wiederllcburt des Lichtes und damit Religion und Abenssitte a u ch s ü r a l l e übrigen M e niche li zliteil^ gelvorden. Naturkatastrophen,^ Wiege, Abentenrerlnst (Wikingertum) hak jene" lörpertich und seelisch-geistig gleich ausgezeichneien Rtenschen frühzeitig in alle Winde zerstreut. Wir siirden ihre Spuren, lvenir nur am lturaude irgendwo beit Zirkel ansetzen, und mit gewaltigem Nadins die Linie, um Nordchiua, Rußland, Skandinavien, Island, Gröntand. Hudson-Bay, -Kanada, Ackaska, Beringstrahe bis tief herab über Äiittelja Südamerika (das Wirth nicht die neue, sondern die' alte Welt nennt) schlagen; aber auch Afrika mit Nubien rmd Aegypten, sodann Arabien, Mesopotamien, Syrien, . P a I a st i n a und Klein-Asien. zuletzt das Mittelmeerbecken einbeziehen. Ueberall ziveitrangige Volker, die als — „Konservenbüchsen" unersetzliche Dienste leisteten, doch eben. nur getrübtes Licht nnpsingeii. " ' - . ' Dem Verdacht'eurer Voreingenommenheit seht Wirth entgegen, .daß seine,Atethode als Partie des Natn.rsorschers feine Anzweiflung, bulde.' Er treibe’ anthropologische Ehemie, also Seheidekuude, und ebensolche Geologie, bas heißt Schichteulehre. Er rechne es sich als Verdienst au, das Schlagwort „ex,.Oriente luxzerstört und die tränkende Beharrptung widerlegt 31t haben, als wären so vorwiegend atlantisch-uordische Völker wie Griechen, Jtafcr, Germanen viele taufenb Jahre infolge Ä)ristlosigtcit in Priuritivität gebannt getwwesen rrnd erst durch semitische Kulturen lAabyton, Phonikieu, Israel) belehrt und wapvraehoben rvordcu. Das vorr ihm vervollständigte mtb gedeutete atlantisch-nordische u n e n a l p h a b e t, habe rrichts mit magi- Plmr Zeichen zu tun, ist überhaript keine Erhndimg. sondern symbolhafter Niederschlag lZnrrischer Erlebnisse. Schon das e i rr z el n e Zeichen tonne eine geistige Urkunde mit Namen rrnd Larrtroert sein, die vollkommene Neihe eine Art Linea rschrift rmd Vor-, ltusc aller Alphabete der Erde. Bei der großen' Kontinuität dieser Zeichen rmd ihrer Bedeul'lyg, ergebe sich eine ganz andere Geistes- Asichichte, als die bisher gelehrte;, auch sie gellP'che nur den Gesehen der „Mendelrmg". Wo 'wr einen Hvchstand der Kultur entdecken, muß eine nordische Erbmasse zum Durchbruch gewo eine Entartung oder Berderbms ist aus. Ueberwucherung durch Rassenmychrmg unit niedrigeren Urvblkern (es seien nun. lappisch-srnnische, uramerikanische oder nrasiatische) zu schließen. Dort Zeit 31t Zeit er- HUqc cm Neudurchbrrrch zrrr Wiederherstellung der altgeheiligten Vvlksreligivn. Irr einer solcher! Epoche bcfärrde Deutschland sich heute. Eine Ueberraschung mag es nun für viele bedeuten, daß Hermau Wrrth eine Monotheist i s ch c Urreligi 0 n annimmt, . MWsr WlÄrMkM! Tie Grundlage der Geineindearbertcu ist Hin Vollständiges Verzeichnis der Eemeindeniltglieder, das auch Angaben über die Fnmilienverhältuisse und die Vernsszugehörigleit enthält. Der letzten Ninniner des Gerneindeblattes rvaren Fragebogen beigesügt, unt bereit Aussnllnng znr Vervotlstän. digung des Gerneindekalasiers gebeten wurde. Die- )euigeu, die deu, Fragebogen noch nicht ausgefütlt und zurückgcschickt yabcu, roerdeu gebeten, dies umgehend zu tun. Wo die Formulare nicht mehr zur Hand sind,^können nene vom Gemeindebüro, Ornuienburger strafte 29, bezogen roerdeu (Woidendamm 592t). Nur wenn jede Familie die Fragebogen ausfüllt ttttb uns übersendet, ist die Gemeinde irr der Lage, ein vollständiges Atitgticderverzeichrris herzustellen, das als Grundlage für den Ausbau der Gemeindearbeit sowie der sozialen Institritionen 311 dienen geeignet ist. Nunenze'rchen, im Dabidsterw d'er galiläischen' Synagogen eine Art Sonnenrad uuederfindet. Wie kommt es aber, daß die religiöse Führerschicht Israels, vom ersten Erwachen an einen mrerbittlichen Kamps gegen Bilder, 'Figuren und Zeichen der Vorgefundenen Art, gegen Dolmen, Sonrtensänlen,, Krrltsteine, aufnimmt, ohne die geringste Ah n n n g zu v er ra ten , gerade in ihnen echte Gottesweisungen zr: besitzen, arrf die man znrückgehen müsse? Hierüber schweigt Hermann Wirth vollkommen. Die Antrvort kann nicht ziveifelhast sein: Israels 'Monotheismus roar ein von dem atlantisch-nordischen grundverschiedener. Er ist schöpferische Nensormrnrg eines naturhaften Urglarrbens an den .höchsten Weltgeist, der überall verbreitet rvar. Es ist der Glarrbe an den, lebendigen (Sott, von dem nicht nrrr Licht, Wärme und Physisches Dasein, svnderit geistiges Leben urrd Licht ansgeht. Die Offenbarung dieses Führergvttes erschöpft sich keinesrvegs, rvie im atlantisch-nordischert Erlarrberr, im Jahr Gottes mit seiner Trehrurg . rmd Wiederkehr. Die Bibel ist solchem primitiven Glauben lveit überlegen,' weil sie den Menscheir bereits ans ihrem ersten Blatt über die blinde Natur erhebt/ rurd ans allen solgcndert zurrt verrtnnftbegabten, freien 'Menschen der Gerneiuschaft, d. h. der Zivilisation, Krrltrrr, Sittlichkeit rmd Neligion führt, nicht , aber zn der trüben Verhaftung in die Natur-. fesseln, die rvir mit Pflanze rmd Tier gemeirt haben. Solange Herma rr Wirth irrt Jrrdentrun — sotvie auch irrt Ehristentmn und Jslanr — nur Verdunkelung und Abirrnrrg von einem vorroeltlichen Ereisterglarrben erblickt, gleicht er einem Wüstenroanderer, der sich am Glarrze einer Fata Biorgana beranscl)t, rvährerrd er die rvirklichen O.nellen in seiner Nähe überhört. Er betet arn Altar der heiligert Frühe, grpselrrd in „Gottvater" (der „mrgeschlechtlich". sagen wir deutlicher p a n t h e i st i s ch gedacht ist) als Weltgeist, mit einer Offenbarung durch den „Sohn" in Zeit und.Raum. Diese wiederum ist nichts anderes als das Jahr Gottes, die Dreh u n g des Lichtes, das auch als Feuer und Wärme die Quelle alles Lebens ist. Die Drehung wiederum ist zugleich — das Recht! Eine so kühne Beharrptung wäre karrrn ernst zrr nehmen, rväre nicht das ganze Streben unseres Forschers darauf gerichtet) in kos-. utischer Symbolik des^ physischen Werdens. Vergehens und der Wiederkehr in den Nachkommen das tiefste, göttliche Geheimrtis zrt siuben, das die nordische Welt besessen. Nicht erst aus der Lehre des „Reformators aus dem galiläischeu Dolmeugebiet", sondern aus der Weisung der Runen führe der Weg zrrr Urquelle, eine re-ligiv, das heißt Wiederverbiudrmg mit dein Ewigen. In der Urweltuacht des Nordens könne allein das Mysterium des Lichts entstaudeu sein. Dorther kam das Wort: Es rverde Licht! und das andere von Peru „Licht, das da leuchtet in der FiusterniZ", sorvie das Goethesche: „Stirb und rverde!" Hieb lägen arrch die Wurzeln der 5lantischen Lehre vom gestirnten Hirnmel über mir und dem Sitterrgesetze in mir. Wie begreiflich, .haben, die hier dargelegten Ausstellungen Wirths . arrßer begeistertem Beifall auch sehr entschiedenen Widerspruch bei den Thevlvgerr der verschiedenen Bekerrntnisse, aber auch bei Bertretern anderer Wissensgebiete gesunden. Es sei nur erwähnt, daß die Ablertrmg der modernen Alphabete vom Rnuenstabe als gescheitert angesehen, und an der Herlrmft aller heute verrvendeten Buchstaben, aud) der a l tg0 ti schen, aus dem vorderasiatischen- Krtlturkreise sestgehaltert wird. Was uns aber näher berührte, wäre eine klare Stellrmgnahrrre zum Atouotheisruus unserer Bibel. Leider gleitet Hermart Wirth über diese Frage behutsam hinweg; der abschließende Teil seines Harlptrverts: „D i e U r r e l i g i 0 it der Al e n s ch h e i t",, steht ., allerdings noch ans. Bis heute nimmt er au, das; ein nordischer Stamnr, diesrual die Amuru, die hohe Ätegalithkultur arrs Afrika nach Palüstirta mitsamt ihrem Gotte J-A-U (Jahn) eiugesührt rmd Mose diesen Namen ans den urtümlichen El oder Jl gepfropft chabe. Im übrigen ist sein Augenmerk auf vorisraelrtische Kultsymbvlik gerichtet, rmd es - rvird niemarrden erstaunen, rvenn er in der Atemira den Lcbeirsbarun, irr der ehernen Schlartge die Weltschlange, in Elias Hirnmelsahrt ben alten Tor- oder Tyr-Gott, in den „Siebert Augen auf de nt Steine Gottes" sperrt aber das Tageslicht durch feste. Läden ab. Wir müssen Herntan Wirth von manchem seiner Anhänger scheiden, die ans Nordischen Things oder Tagungen der „Gesellschaft fm: germanische Urrmd Vorgeschichte" ihre gröberert Angriffe gegen die Bibel, gennirzt mit Ansfällen gegen Juden rmd JrrdeytruN/ richten. Herman Wirth faiut dem jüdischen Volke als einein „rassisch gemischten" riicht den gleichen Rang mit seinem. nvrdischeit Jdealvolk erteilen, nennt aber rrnsere Ewnesis. eine „c rhaberre H agi 0 graph i e" rnrd staunt über die hohe Vorstellung, die jeires Volk dort Gott hatte, rvelches da g l a rr b t e, n a cf) fein cm Bilde g e - schasse n z rr sei u. 'eie trifft merkwürdigerweise gairz mit der Dentrarg znsammeir, die er in seiner Schrift: „W a s heißt d e n t s ch V (Jena 1901), vom llv». weseu des eigenen Ahueirvolkes eirtnnrft. Berühren sich hrer etrva Ertreme? Darf Israels Bibel keine urtümliche Schöpfung sein, damrt der Trarmt vom atlantischelr Nordland rricht zerrinne? In der Einleitung zu feinem „Aufgang der Menschheit" sricht Wirth nach dem Wertmesser' der Kultur eines Volkes. „Wahre .Kriltnr ist ilicht, wo Radio, Filnr, Ftllgzeng, Arrto alles Persönliche und geistige Leven verflachen, sondern da, rvo Bewußtsein imt höhere Werte des geistig-sittlichen Lebens ist, rvelche bvu Vergangenheit rrud Gegenwart znr Zrlkrmft geherr; also sein religiöses B e Ni u si ts e i n . da s Ew i g kei t s >. bewußt sein seiner Volksseele." Ein solches Urteil darf das Judentum ohne Neberheblichkeit auf sich beziehen; der rvohlwollendste Freund und intimste Kenner konnte es nicht trefserrder kennzeichnen. sKÄMMg t)U KMlKMtzßÄSMg N Aufm? hrr ZscgeüiijÄen KuUuSgemeillde Müssen Die bayerische Staatsregierinig hat unterm 27. März ein Gesetz über die N i v d) e u st e u c r erlassen, da? unter teilrveiser Abweichung van den VorschrPten des religionsgesetzlichen StenergesetzeZ von 1920 bzrv. 1927 eine Neuregelung bringl, die sich besonders für die jüdische Neligionsgemeinschaft rvcsentlich answirlt. Während bisher die Israelitische Kultusgcmeinde Atünchen beispielsrvcise 15 Prozent aller veranlagten Stenern erhoben hatte (deren Einhebnng auch schon bisher durch die Finanzänrter erfolgte), ist nnmnehr einheitlich für alle R e l i g i 0 n 8 g c m e i n d e n — die israelitischen, wie die aller anderer Bekennt, nrisse im Freistaat, Bayern ein . Stenersatz von ' 10 Prozent festgesetzt, rvorden. Bei den Lohnsteuerpflichtigen wird die Einhebnng der 10 Prozent nnmnclir vom Arbeitgeber, soweit er Lohnstenerlisten einreicht, durch Zuschlag zu der vom Arbeitgeber einznbehaltcnden Lohnsteuer erhoben; die übrigeit Arbeitgeber haben die Kultusrnrrlagen der Lohrrstenerpslichtigen an den Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden abzusühren. Dieser ist auch die Stelle, an den die Finanzämter die eingehobenen -Miltnsinnlagen abznliefcrn haben. Während bisher einheitlich P Prozent aller Stenern dem Verbände zngingen und die restlichen (in NOinchen z. A. also 12 Prozent) der Gemeinde überlassen waren, gehen fürderhin zunächst alle Knltnsstcuern den Rcligionsgemeinschasten zn. die dann den Finanzausgleich, d. h. die Verteilung aus Religions. gesellschastcn (hier: Verband Bayerischer Israelitischer Gemeiirden) und Rcligionsgemeinden (hier: Israelitische Knltnsgemeinden) vorzunehnreu haben. Ta die meisten bayerischen Gemeinden einen weit höheren Steuersatz als Blünchen hatten.(das Kultusstenerrvesen Bayerns war bisher ja durchaus nn> einheitlich), wird das neue Gesetz, das allerdings zunächst nur für 1994 bestimmt ist. die ohnehin schwer belasteten Etats des Verbandes und der Gemeindeir vor sehrvierige Ausgaben stellen. Außerdem stellt das Gesetz den Neligionsgesell-- sMsten oder den einzelnen Gemeinden die Er- Hebung eines jährlich nur einmal zn erhebenden Kirchgeldes anheim. Srin Narmalsatz kann höchstens ll Reichsmark betragen, ein Betrag, der in besonders gelagerten Fällen mit Zustimmung des Ctaatsministerinms sitr Unterricht und Kultus bis zu 90 'Reichsmark gestaffelt roerdeu kann. Dieses Kirchgeld rvird von allen über 21 Jahre alten Bekenntnisgenossen mit eigenem Einlvnnnen erhoben; davon befreit sind jedoch: 1. Personen, die in Arbeitslosen- oder Krisennnterstntznng.stehen; 2. die. Ehefrauen, rmd 9. noch in Berufsausbildung befindliche Glaubensgenossen. - Ans Anlaß dieser Neuregelung von hoher Bedentring hat der Borstand der Israelitischen Kriltnsgemeinde Miirichen an die Gemeiudemitglieder folgenden Ausruf gerichtet: „Die gesetzliche Beschränkrmg der Kultus« Umlagen auf JO Prozent yat frir die Kultnogemeinde Att'lnchen den Ausfall von fünf Zwölfteln, also von säst der Hülste des gesäurten Kultussienerariskomnrens zur Folge. Seit Jahren werden alle irgendrvie möglichen Einsparrmgen gemacht. Hierin rvird arich weiter nachdrücklich sortgesayren. Dmch die Zeitverhältnisse sind jedoch nene. früher rrrrbekamrte rrrrvermeidüche Arrswerrdrrrrgerr, insbesondere aus dem Gebiet des Cchrilmrd ErziehrmgSwescns sowie der Wohlfahrtspflege erwachsen. Gemeindeangehörige! Entzieht Euch in der Zeit der Rot Errren Berpslichtrmgcn gegenüber der jüdischen Gemeinde nicht. Es - rverden keine Mehrleistungen von Errrh. gefordert. Opfern, nicht spenden! Das ist auch für uns das Gebot der Strmde. Wie in jeder (üemeinde Bayerns muß auch in Ntünchen der durch die (üesetzesändernng rrvtwendig gcrvvrdene Ausfall von Umlagen durch f r e i w i l l i g e. E r g ä n z u ugsleist rrngerr jedes Sterrerpslrchtigcrr ersetzt roerdeu. Bei jeder Stencrzahlrmg ... leiste jeder Sterierpslichtige statt der bisherigen 15 Prozent: 10 Prozent des Steuerdetrags als gescchliche Kriltnsrimlage an. das zuständige Finanzamt unb weitere 5 Prozent an die Kultnsgemeinde." Vor der Sommerrosse oder bei Umzügen ist für die Nadisemlung der „C.-V.-Zeitung“ ein besonderer Antrag bei dem zuständigen Postamtzu stellen, da die Post Zeitungen nur ruck Antrag naehsendet. Der Naehsendungsantrag tür gewöhnliche Postsendungen genügt nicht. Die Post erhebt, soweit der Umzug nicht innerhalb desselben Postbezirks erfolgt, -für derartige Anträge eine Uebiihr von 50 Pfennig. Vom Verlag der „C.-V.-Zeitung‘‘ können die Nachsendungen in diesen Fällennicht beantragt werden. Wir bitten unsere Leser, diesen Hinweis zu beachten, da sonst Stockungen in der Belieferung der Zeitung bei Wohnungswechsel und Reisen unvermeidbar sind. Hauptschriftleiter Dr. Alfred Hlrechberg; Stellvertreter Dr. Margarete E 4, e I h e i m. Neide Id 13orl in. Für IlUclcsendung unverlangter Manuskripte ist Frelumschlag beizufügen. Leiter der Anzcigen-Abtcilung und verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Friedrich Nathan, Berlin. DA. I. Vj. 55 000. ‘Verlag: Uentralvereln deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens e. V., Berlin W 15. Emscr Str. d2. Tel.-Adr.: „Centralgtauben Berlin.'* Fcrnspr. J 2 Oliva 81*11—45. Postscheck: Berlin 00472. Druck der Buch- und Tiofdruck-Ocscliscliaft m. b. 11., Berlin SW. NI. AUSSTELLUNG Unter den Linden 40/41 Tolofon C 5 Hansa 7693 OO Lj O Autorisierte m GaBCDE 'REPARATUR WERK Am Lehrter Bahnhof Verkaufsstelle Friedricn - List - Ufer 2 Telefon C 5 Hansa 7693 nnri r'^ n n n ' o. L_' .U U L. O 1_3 P a u vJ. cJ ö.-