Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 13 (1934)
- Issue
- 18 (3.5.1934)
- Date
- 1934-05-03
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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/l^rf':p n r Nr.18 Qät unS jung m See Arü'bmgs'1 onne Säuglings-, heim und Kindergarten in der August* strasse Altersheim Berlin« Lietzmannstrasse M. Herbert Sonnenfeld, Berlin I I | ffeute vor einem Jahr... y>cutc vor einem Jahr. Ich saß fröstelnd im -’üiuucr und wußte nicht, ob es draußen frtft oder Ircrin, trüb oder heiter war. Ich faß tief gebeugt un^ i'tweqte arbeitend meine Hände, ohne zu wissen, sie vollbrachten. Es lvar so gespenstisch ruhig i^'.nmise, daß ich manchmal vor dem Geräusch „,'ciitr* eigenen Atems erschrak. Ta kam eine P,'e>ischensli»une zu mir durch datz.Telephon: „willst mit mir herausfahren? Darf ich bidj in einer : Jicrlcfftunbc abholen?" Ä’ir fuhren mit der Vorortbahn an vielen ztetionen vorüber. Tie Strecke war mir bekannt, lech ich erkannte sie nicht. Mein Bewußtsein war stäubt. Tie Gedanken flatterten wie' gescheucht jegeu die Wände eines dunklerr Schachts. Lir verließen den Zug. Neben mir auf der 'lcuidftraße ging meine gute Kameradin und lentte j .„eine ratlosen schritte. „Zieh doch den Mantel " mii", sagte sie, „es ist ja so mmrmV Wir blieben ■ suchen, damit ich den Mantel abnehinen konnte, ß chn Schmetterling flog vor uns über den Weg. Um \« iriüfiirlidj folgten ihm meine Blicke. So sah ich < pchlich einen blühenden Obstbaum, nein, es war ■ me cm Bäumchen, niedrig und breit verzweigt, i üirschbaum", sagte ich leise wie fragend, „wie •; fr blüht". So vergraben in Trauer hatte ich gelebt, s t-iiß der Frühling mich nicht erwecken konnte. Nim , ünnb ich vor dem ersten blühenden Baum und wagte ich, ioniii mit den Blicken zu berühren. Auch in diesem Frühling blühten also die Bäume, blühten! ui seligem Ileberschwang, warfeir ihre Blüten ins ' Amt. in den spielenden Wind. Und dort die junge, .sittliche Birle im grüu-goldeueu Schmuckgehänge' : Weglos und ziellos war ich hierhergekommeu. i .chi der Heimat hatte ich vor Heimweh geweint. « Ms crfdjicu mir verwandelt, von mir, von uns ab- ", gekehrt. Worte waren spurlos im Meer meiner veideu versunken. Es gab keine Stimme, die meine schmerzen zur Ruhe singen konnte. Heute vor si cmem Jahr — Ter Keine Kirsdfbannt im Garteri an der Land, i simße durchbrach den Baun, in dem meine Seele chaugen lag. Ich wachte auf, wie von einem Ruf erreidjt. Ich konnte wieder schauen! Es war ja ,Aichs,ug. Auch für mich. bin Jahr ist seitdem vergangen. Ich wohne itt fir.ci- Hoswohnung mit» sehe vor meinen Fenstern mir Mauern und Steine. Aber jeden Tag gehe ich Bi Frühling suchen. Ost reicht meine Zeit mir Hu. im Vorbeigehen oder Borübersahren in einen raten zu blicken. Manchmal gehe ich spät abends i; "i cii'i’n städtischen Park und versuct)c, im Licht der , .i 'Alerueu die Sträucher und Beete zu erkennen. Tie i \ lüde atmet lief und gesund. ES ist warm, schläsernd j iwrm, oft auch sturmrüttelnd und rauh. « s beute vor einem Jahr hat mich ein kleiner « - Ätiteubaum wieder zum Leben erlöst. Klang nicht de» seinen Zweigen die tröstliche Melodie der! , rchöpsung, die imS trägt von Anbeginn bis zmn - Kl. wie der gleitende Fluß ein Blatt auf seiner ' dTömimg dahinträgt? Gebeugt vom Schicksal i!v»iien wir uns doch ansrichten, um diese Melodie .in vernehmen, ltnb dann geschieht das Wunder: Ar stehen vor einem Baum, einer Blume, einem Bogelnest, bebend vor Glück, 3,1 leben, zu sein, zu K. M. Äs» Heinrich Kuhn ES ist schon so viel für nnb wider die Eignungsprüfung im Tienste der Berufsnmschichtung geschrieben worden, daß es an der Zeit ist, die Frage vom Standpunkt des BernfSPsycholo^ir zu klären. Zwei Fragen interessieren die -Oessentlichkeit: 1. Was ist eine Psy6)vtechnische 'EignnngS- Prüfung? 2. Ist sie zur Berufswahl nötig? Beginnen wir mit der Beantwortung der ersten Fr-age. Ter Ausdruck „Pshchotechuisch" ist doppelsinnig und daher mißverständlich. Blau sollte besser von , einer psychologischen Anlagenanalpse reden, worin schon zum Ausdruck kommt, daß mit Psychologischen Methoden die Anlagen und Eignmyzen einer Person, sestgestellt werden, aus denen sich Schlüsse für die Berufswahl ziehen lassen. T-amit ist aber auch schon gesagt, daß diese Untersuchung sich nicht ausschließlich oder auch nur hauptsächlich aus körperliche Befunde ridjict. Gesundheit ist für jeden Berus Voraussetzung, gewisse körperliche Bl angel schließen bestimmte Tätigkeiten aus (z. B. Senkfuß stehend zu verrichtende Arbeit, starke Kurzsichtigkeit und Farbenbliudheit alle Verkehrsbernse nsw.). Ties sestzustellen ist Ausgabe des ArzteS. Ter Psychoted)niker prüft die seelischen und riytralterlicheu Eignungen, die für jeden -Beruf spezifische sind. Ein Ehaufseur z. B. muß tmler cm« bereut verteilte?lufmerlsamkeit und rasche Realtionsfähigkeit besitzen, d. h. er muß mehrere Borgäuge im gleichen Zeiimoinent wahruehrncu und sofort die eutsprecheudeu Handlungen vornehmen können. Ergibt sich in der Prüfung. bis; er in mehreren entspreeheuden Bersuchen mit gleidyzeitiivii Reizen sich «immer nur auf einen Reiz konzentriert, so ist er für seinen Berus ungeeignet. Er ist aber ebenso ungeeignet, wenn er — selbst bei best verteilter Aufmerksamkeit — nicht die Eharakteraulagen, die für diesen Beruf ganz besonders Selbständigkeit und Berantwortungssrendigkeit sind, besitzt. Taher werden auch diese Anlagen durch sinnvolle Versnchsanordmmgen geprüft, indem man den Prüfling nach einer genauen Borschrist eine Anzahl Arbeiten aussühren läßt, unter denen sich eine Ausgabe befindet, die siel) nicht unter vollständiger Befolgung der 'Anweisung lösen läßt. Aus dem Verhalteu des Prüfling«?, und ans der Lösung der Aufgabe lassen sich Schlüsse aus seine Selbständigkeit und Berauhvortlichkeit ziehen. Seelisch Haltlose können nicht Erzieher (Lehrer. «Hortnerinnen, Kinderpflegerinnen) werden, Egoisten keine sozialen Berufe ausüben, Menschen ohne Geschmack und Schönheilsempfinden werden als selbständige Konsektionäre. Tekoraleure, Möbeltischler nsw. keinen großen Erfolg haben. Ta aber diese Anlagen bei vielen jungen MensclM nicht ohne wei- ' \ V irres erkennbar sind, ist es Ausgabe der Eignung?' Prüfung, diese seelischen Anlagen sestzustellen. Tamil beantwortet sieh nun eigentlich auch die Frage: Sind Eignungsprüfungen notwendig? Man könnte ja einwenden. daß Eltern, Erzieher und Aerzte, die ständig mit einem jungen Menschen nm* gehen, schon ein genügend klares Urteil haben, und daß ferner eine mehrwöchige Probezeit die letzte Gewißheit bietet. Ein weiterer Einwand geht dahin, bis; die beste Feststellung der Eignung nichts nützt, menn der betreffende Beruf «für Juden unzugänglich ist. Was mm den ersten Einwand betrisst, so ist zu berücksiehtigen, daß in den meisten Füllen unsere Jugendlichen aus den mittleren und höheren Schulen kommen, in denen auf Grund iyres mehr theorelcscheu Lehrplanes Gewißheiten über Eignungen zu tein praktischen Bernsen nicht absolut gewonnen werden können, zumal, wenn der Schulbesuch, tuic jetzt in vielen Fällen, vorzeitig beendet wird. Tazu kommt, daß manche Anlagen verborgen sind, die -- bisher durch noch keinen Anlaß aktiviert -- sich deutlich unter den dem Leben genau angepaßten psychologischen Experimenten offenbaren. Ter Versuch aber, sich nur auf eine Probelehrzeit zu verlasse», ist nidit immer ohue Gefahr. Tas Scheitern beim erste» Schritt im praktische» Leben kau» schwere psychische Folge» »ach sich ziehe», besonders wen» auf die erste erfolglose Lehre »och eine Wartezeit bis zum Finde» einer neuen Lehrstelle hinzutritt. Ich denke hier au gewisse Spa», rumgen und Gereiztheiten in der Familie, an Minderwertigkeitsgefühle des Betroffenen usiv. All das kann die Eiannngsprüfimg in den meisten Fällen vorher verhüten, wenn sie zur Grundlage der Berufswahl genommen wird. Aber auch nicht jeder Lehrmeister eignet sich für jeden Lehrling. Mir sind ans der Praxis mehrere Faäite bekannt, i» denen trotz der sestgestettten Eignung der .Lehrherr mit dem Lehrling wenig erreichte. Tann kann eine Besprechung zwisehen Meister und Psychotechniler über [ \ i. I M §WlMM — WAWMWMMU... dvchs Monate hat der Berliner Kulturbund Rutscher Inden an 123 Theaterabenden, das'vn II mal im Schauspiel, 52 mal in der «Oper, ui >Al Konzerten (davon >13 Orchester-, 24 Karn- ^crinusikabende, 8 Chorkonzerte und 8 Liederrt&eiibc), .in 90 Vorträgen, in ü Kindcrnach- ^Engci., in l2 Conderveranstaltnngcn und - Kohltätigkeitskonzerten. also in 315 Berdslteltungcn von hoher künstlerischer oder gei- ''lher Kultur sein Berliner Pnblikmu erfreut, Achrt und begeistert. An 19 TournQübcnden s>'9 cr das deutsche Iudentmn. auch aristcrhalb ^-cvlinc' erobert. 220 Menschen hat cr mehr in«? jcrf)c« Monate lang in allen Zlveigen bcsshastigt, die mit der Ansrcchterhaltung des Allvaters, der «Oper, der «Organisation zusain- Anhängen. Bei dieser großzügigen konstrnk- ^11 Künstlerhilse, die nicht nur den Solisten, R'amen die Kritiker 311 nennen pflegen, ^M.nur den Regisseuren und Kapellmeistenn >c,sid) in den lvenigen Aionatcn besondere-- ,'lniehen nnd hohe Geltung verschafft haben, oudexu auch der von der «Oessentlichkeit viel- .ächt z» >nenig beachtete Chor nnd das in «nner Gcsainthcit zwar viel gelobte, im ein- '"Neu aber im Schatten der Anonymität i-chende «Orchester gehört, ist eine Schicksal«?- ^memschaft aller Beteiligten entstanden, die seelischen eine mindestens ebenso hohe Be- ^'uin.g.hat wie die materielle Hilfe. Und wie 1 eck dieses seelische Moment nicht nur bei den ^"IMenden und Gebenden, fonden: auch bei c>t Nehmenden, bei dein PMikum ist, das vU'm wir in diesen Blättern bei jeder Prcbesonders hcrvorgehoben, weil es tms ^beweisen schien, daß'der Kulturbund nicht ] * sein Wirken, sondern schon durch ^äPascig eine kulturelle Angelegenheit aller "wer Juden sein sollte. . ««-cnt sollte" ... denn cs ist mit Bedauern daß manche Kreise und gerade die ‘ -1 Zahlungsfähigen dieser deutschen Krilturstätte, die, lvie Tr. Singer in einer Pressebesprechnng am Sonntag tuichmittag hervorhvb, „jüdisch betont und doch dentschjüdisch verwurzelt" sein soll nnd ist, noch ferngeblieben sind. Ist es nmngelnder Gemeiitschastssinn oder ist es, was noch schlimmer iväre, der Snobismus, der das Werk noch nicht stützt, Nwil — naturgemäß — ein Institut, das erst sechs Monate besteht, das jedes Starsystem ablchnt, es sich auch finanziell gar nicht leisten könnte, das außerdein, lvie der Regisseur Fritz Icßner ansführte, jede Sensation ans das energischste verbannt, noch nicht immer die Spitzenleistungen erreichen kann, die inan früher in der Staatsoper oder im Deutschen Theater erlebte. Beides wäre gleicst vernrtcilcnswert, lind es wird Zeit, daß auch zahlungsfähigen Berliller Juden, selbst wenn sie für sich die Beranstaltnngen des Kulturbundes noch nicht in Anspruch liehmeu lvollen, den Bund durch ihre Acitgliedschast lveuigstens zugunsten der Gesamtheit unterstützen würden. „Ter Kulturbund ist kein Saisvngeschäst." Auch dieses Wort, das immer lvieder gesprochen wurde, bedeutet ein Programm. Cs heißt, daß der Kulturbund alich im Sommer seine'Beranstaltnngen fortsetzcn wird, und daß cs Pflicht aller Rtitglieder ist, alich in; Sommer die Beiträge zu zahlen. Wichtig für die Erhaltung des -Orchesters, dessen Gntwicklling und dessen Leistungen unter General- Musikdirektor Josef Roscnstocks Führung gerade in diesen Blättern immer wieder anerkennend beobachtet lvordcn ist, ist alkch die Dcranstaltllng von Gastkonzerten in Provinzgcmciudei: während der Sommermonate. der so oft gerühmten Musiksrendigkeit gerade der Juden wird dieser Wunsch auch ut den Kreisen unserer Freunde sicherlich Widcr- ^^We^cinmal die große Genrigtulmg gehabt bat hinter die Klllisseli des Kliltnrbundes zu sellen lind den Gemeinschaftslvilleli, die Freude am gemeinsamen Werk kennen zu lernen die alle feine mitschasfenden Menschen bcfccU wird nur beit einen Wunsch hegen: daß sein Bestand dem deutschen Indelttum gesichert bleiben und sein Wirkungskreis bald erlveitert werden möge durcl) die Schassnng einer Interessengemeinschaft aller Kulturbünde im Reich. 1)r. 31. E. DsrwQgsabenü Memharl deZurs Bi e i n h a r t A! a » v » Boelcagskimst ist in diesen Blätter» bereits ans Anlaß einer besonderen Beranstaltnng gewürdigt worden, die. der Groß-Bcrliucr Landesverband des Eentral-Bereins im November vorigen Iayre-S seinen Mitgliedern geboten bat. Im Berliner Knlturbmtd dursten nur jetzt die Bekanntschaft mit dem Bortragende» erneuern, der biS «damalige Programul „TaS walire Ge»d)t des Judentums im Spiegel seiner Tichtuug und seiner Gedanken" mit einige Bariationen« zwar in etwas bunter Folge, docli nicht unwirksam bereichert hat. So wurde diesmal in die C>alerie berülputer Berkunder alttestanteutarischcr Größe auch der Univcrsalgeist Ioyanu Gottfried Herders eingereiht, »rid e8 fanden, entsprechend den; weit gespannten, alle Nichtmigen des Iudetitunts rnnsassende» Raymeii des Kulturbundes, die betonten, dentsch-jüdischeu Bekemitnisse eines Jacob Wassermann. »ud Gabriel Riessev i» dem stolze» imd slegesgeivisse» nationaljüdischen Appell Tyeodor Herzls a» die Rothschilds eine ausgleid)ende Ergänzung. Auch im diehterisdfeti Teil des ProgrammS reichteu firi) Orient und -Okzident brüderlich die Hand: die -Ostjudeu I. L. Perez tmd Chajim Bialik/mit dem anglisierten Ghetto- Dichter I. Zwangwitt in der Mitte, erschien ernstbesinnlich oder in heiterem Gewände, neben den guten Westeuropäer» Heinrich Heine und Stefan Zweig (dessen „Iercwias", in Paranthese sei es bcmerkt, neuerdings in unseren Bortragssälen allzu eifrig bemüht wird). Der si'ereitS früher gewonnene tmd an dieser Stelle wiedergegebene Eindruck von Meinhart Maurs künstlerischer Wesensart hat fielt bei der neue» Beranstaltlmg durchau-s bestätigt. Es ist die Kunst eines gehämmerte» Forte, eine-:«« wuchtige» Pathos, das die Pointe» wie Fel-sblöeke herausschleudert, dem «jedoch die feinere» Beräftelimgen des Intellekts^ die leiseren Schwingungen und Schallicriiiiacn der etwas zumeist Fremdes sind. Gemessen an der Knnit eines Ludwig «Hardt, fehlt dieser in ihre» Wirkungen scheinbar sich selbst verzehrendeli Dynamik, die dauernd von der Erfahr der Ni'onotouie belauert wird, der starke Reiz der Persöulidikeit. das 'Musiiche. das Täuzernck)?, bis etwa der geheimnisvoll.sarkastischen OJidobic vo» Heines „Prinzessin Sabbat", einem bckannten Kabinettstück «Hardts, ihre besondere Bewegung?- und Ausdruckssvrm gibt: gemessen an der Kunst des erst jüngst in de» Vordergrund getretene» Otto Bernstein die keusche, verhaltene siumigkeit des Empfindens, das die Dichtung, wie die Blüte a»«s deur Knospen stand, mit zarter Gewalt «hervortrcibi. Trotzdem soll nidjt versdiwicgen werden, daß Bleinhart Manr auch an diesem l>!bcnd wieder bci einem zahlreichen Hörerkreis slärkite» Beifall erzielte. ' U. L. üonietle des Bedsnec ßuWu.t&wnöcs Im Berliner Kulturbund spielte das Trio Löatter Goldntairn (Klaviers, Alfred Wittenberg (Bivliues und Puitt Bl nureirselb (Eollvi: man durste firi) an der gepflegten Ensembleluust der drei Musiker freue», wenn and) die letzte» Feinheiten in dynainisdfer Abstufung und im Zusammeufpiel nod) gewonnen lverdeic müssen. Gerade bei der wenig günstigen Akustik der Shuagoge in der Priiizregentenstraße hätten die Streid;er aus ein noch reineres Intoniere», der Pianist ans ein stärkeres Absetzen nndt den Bindebogen, ein genaueres Einhalte» der tleiuen Pause» und aus eine M'ch größere Zurückhaltung beim Pedalgcbrauch Bedacht nehme» solle», weil smn't hier allzu leicht ci» verwisdstes Klangbild entsteht. Davon abgesehen. gingen die Künstler mit Stilgefühl den Schönheiten der slalvische» und der deutsche» Romantik »ach.. Zwischen de» Trios saug Elsa Koch. Stabinsti mit jenem wohllautende» Tahin-- strömenkasichnl weitgesdfwimgener Vlelodien, welches ja de»^ Reiz beim Sologesang ansmaeht. Tie Sängerin besitzt ein großes weittragendes und gutdtlrd)gebildetes Niaterial; um so bedauerlicher war «ihre Programmwahl. Ein soldjes K.oinpouistenpotpotrrri muß in dieser Zilsamineustellimg und auf so engem Ratirn aus künstlerischen Gründen abgelehnt werden. Vielleicht sollte die Künstlerin hei dem Brahms-Lied statt de«s gewählten!-moll eine etwws tiefere Tonart nehme». . E. A. Ei» Kultnrbnndlouzert galt der Kammermusik vo» Johannes Brahms: das Toppelgesichk des Brahms« fdjen Werkes, Klaj'ik und Rvmaittil i» einem, wurde