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Central-Verein-Zeitung · 1934-04-26 · 17 (26.4.1934) · page 8

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
17 (26.4.1934)
Date
1934-04-26
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Einern Lebcnsiverk au^cfülllcn Tienst, den Lehrer Kaiser geübt habe. — Im Namen der Etternsd)aft »nid'der jüdischen, Gemeinde dankte Rechtsanwalt Liinan Herrn Kaiser für seine treue Arbeit imd betonte die gute Zusammenarbeit mit Elternbeirat nrkd Gemeinde. Tie jüdische Schule, auf die wir alle stolz seien, sei das stärkste jüdische Aktivum in Duisburg. — Hanptlehrer Kaiser dankte in bewegten All bis Stitgftsler to$ Centealmiitö! Tic 48 Piennia, die unsere Mitglieder für dort Bezug der „E.-B.-Zeitnng" vierteljährlich zahlen, können vom R'titgliedsbeitrag nicht abgezogen werden. Denn die 48 Pfennig decken im wesentiehen nnr die Justel- L n it g * f v it c n der Leitung. Im Abonnement kostet die „E.-D.-Zeitung" pro Biertelchhr st NN! zuzüglich Bestellgebühr. Porten und betonte, das; die Mitarbeit des Kolke-' sstums und einer verständnievvllen Elternschaft es geivesen sei, die den Erfolg möglich gemacht hätten. Auch den Gemeinden gebühre der Taut für die ideelle und materielle Förderung der Schule. Aus dr» Familien Samuel R n 1 I, e 11 d o r q iBleicherode) feiert am 2». \Hptil in voller cu'islisier Frische seinen UU. cheimristap. - Bernhard Stein (F'itrNN. Innninhrincs Milnlird des «r.-P., vollendete am 2>>. ‘■Jlpril (ein 'jn. ilebencjabt in voller d'iesunddeit. — Frau Nasalie Frank (WiNlich), lanniä'iriar» NNtalicd des begiuq klirgich iljrcn Mi. chelmrlolcch in voller Frische. — üugo Fabian i-Uerliiil seien am 2f>. \!lpril seinen 75. ('H’lmrtötag. — iW. Levi schieden), laaajäl,riaes Aiitglicd des C.-V., feiert am April scirc» 75. chcburtstaa. — Canitätsral chr. Mai; C o >1 „ (Berlin) feierte kürzlich seinen 70. cklmrt nag. — Frau Amalie chcdaljc (Berlin) beflioo tilv.Uuh ihren 70. chedurlolap. — Emil Solmfcn (BerlilN, der trübere laualüdrige Porsitzcude des b'nndesvert'ondeo Osipreusjen des C.-B. und der Ortsgruppe Ä>!ar:etiiuirg, vollendet am .'!0. April sein Ol). Lebensjahr. - Hermann H e r z s c I b (Herford i. W.), lanasährigeo Barslandsinitglied der Ortsgruppe Herford des C.-B., verstarb plötgich aus einer üleise. Ter Elründer imd Barüpende des „Nisch", Lothar >'7 p l d s Ui ui i d t, stierte am 2l. '.'Unit seinen 50. (KbitrE-lag. Seemann 6ammers»lag (vietzen» 6» (lahre Am Avril wird ein alter Bortämvser des Eenlralvereins in Lberhessen, das Mitglied des L a n d e s v e r b a n d s v v r s t a > i d e s H e i f e n - N a ff a 11 imd H essen imd der Borsttzende der Orlsgrnppe (Ziehen, Hermann H a in m e r s ch l a g . sti) Jahre alt. Seit Jahrzehnten hat er nicht nur für die Idee des U.-B. aktiv gearbeitet, sondern auch vielen Freunden H'ie der Gesnmtorgnnisntion ftet* mit Jtat und Tat in oft vietsältiger Kleinarbeit zur Seite gestanden. Wir wünschen, das; dein E.-B. und besonders den oberheiiischen Juden die ivertvolle Arbeitskraft Hermann Hannnerjchlags noch lange erhalten bleibe. ZuMalSaIemonKalis»,Brcsiau.geli»rben Fern von der Heimat verschied in Haifa auf einer Reise zirm Besuche seiner Kinder der in weiten Kreisen bekannte Breslauer Instizrat Ealonwn Kalisch. Jahrzehnte hindurch nahm Instizrat Kalisch im jüdi'chen Leben Breslaus eine führende Stellung ein. Im Eentral-Berein bekleidete er bis Mitte 1944 das Amt des stellvertretenden Vorfistenden des Landesverbandes Niederschlesien. Mit ihin ist ein Mann dahingegangen, der sich mit seiner ganzen Kraft für das Ideengut des E.-B. eingesestt und seine eigene Berbnndenheit mit der deutschen Umwelt in allen Stürmen der Zeit betont hat. Zum Rürklrlit von Rabbiner §r. Freubrnthal (Nürnberg) Nach fast 27jähriger Tätigkeit in der Gemeinde Nürnberg trat Rabbiner Tr. Freudenthal ans Gesundheitsrücksichten Anfang April in den Ruhestand. Sein Fortgang bedenket für die Geineinde Nürnl'erg einen schier unersetzlichen Berlnst, denn die überragende Persönlichkeit Tr Freudenthals drückte dem ganzen gemeindlichen Leben den Stempel auf. Nicht nur als geistlicher Führer, als nnermüdlicher Seelsorger, als glänzender Redner, als ungewöhnlich fähiger Organisator bewahrte er sich in dieser langen hZeit, auch als Schöpfer der verschiedensten gemeindlichen Institutionen erwarb er sich dauernde Bordienste. Weit über'Nürnberg hinaus ist sein Name als Historiker der Nürnberger Gemeinde und als Schöpfer eines „Kriegsgesalleneugedenlbuchs" bekannt, wie überhaupt seine wissenschsttliche Tätigkeit ihn in die erste Reihe der jüdischen (belehrten unserer Tage rückte. Bahnbrechend waren seine Leistungen ans eharitativein Gebiete; die Zusammenfassung aller Wohltätigkeilsvereine in die zentrale Wohlfahrtsstelle ist sein Werk. Ten Schlnsistein seiner Tätigkeit bildete die Schaffung einer achtllassigen gemeindlichen jüdischeu Bolksschnle. die jetzt erössnet wurde. Tr. Freudenthal widmete sich besonders den kulturellen Belangen seiner Gemeinde. Er schuf die Weihestnn'den in der Hauptsynagoge. baute die Gcmeindebiblivthek aus und förderte jede Art geistiger Betätigung. So braucht es nicht wnndernehmen, wenn bei seinem Abschiedsgottesdienst am lestten Pessachtag die Hauptsynagoge überfütlt )var. In Scharen untren die Geineindemikgljeder herbeigeeilt. um den scheidenden geistlichen Führer ihren Tank imd ihre Berehrnng zu beweisen. In einer kraftvollen Predigt lies; Tr. Freudenthal die Zeit seiner Amtstätigkeit vorüberziehen und wies ans die Grundsätze hin, nach denen er gewirkt hatte: Reinheit der Lehre, Treue zum Bekenntnis, eifriges WvhUun. Was er damit erreicht hat, sichert ihm für aste Zeiten einen Ehrenplatz in der Geschichte der K u.l t ns ge mei nd e N ü r nbe r g. Auch dem Eentralverein war Tr. Frendenthal stets ein treuer und hilfreicher Freund. Biele Jahre arbeitete er im Ausschuß der Ortsgruppe Nürnbergs mit, nie versagte er sich, wenn es galt, -un Dienste unserer Sache zu ivirken. Auch wir wünschen unserem verehrten Freunde, das; er, nach einem Leben rastloser Arbeit und höchsten Erfolges, iwch viele Jahre wohlverdienter Ruhe geniesten möge. __ E. D. Seit fünf Generationen in einer Familie. Am 15. Z'lprll konnte die Firma Jonas Moses (nicht Ätoses Jonas) -in Hagon-burg. Grafschaft Schanmbnrg, Atamisaktur- und Modewaren, ihr 125jähriges Bestehen feiern. Im Jahre 1809. zur Zeit der grössten Erniedrigung Deutschlands, gründete der Urgroßvater des jetzigen Inhabers Albert Jonas mit frischein Wagemut das Geschäft, das seit diesem Tage immsterbrochen. in Händen der Familie Jonas ist. Ter Sohn des Herrn Albert Jonas, der aus Grund der neuen Gesetzgebung seine juristische Lanslnihn abbrecheu musste, ist seit kurzer Zeit in das Geschäft als Lehrling eingetrcten. so das; bereits die fünfte Generation der alteingesessenen Familie Jonas an denr Ansbau der Firma beteiligt ist Tie allseits lxstannke Familie Jonas erfront sich in näherer und weiterer Umgebung der grössten Wertschätzung und ist bei ihren Mitbürgern beliebt und geachtet. Festaufführung des Zentralausschuss der deutschen Juden für Hilfe und Aufbau Die am 9. Mni 1994 stnUfindoiule ErslnufHihrunf' von Shakespeares „Was Ihr wollt“ im Kulturbund deutscher Juden (Berliner Theater Charlottenstrasse 91) findet zugunsten des Zentralausschusses, in (iem das gesamte llilks- und Aufbauwerk der deutschen Juden zusammen- «feschlossen ist, statt. Darüber hinaus soll der Abend (leie,ne,,l,ei! geI>eo, den mit dem Hilfswerk des Zentralausscbusses eil«: verbundenen Kreis im Kähmen eines grossen künstlerischen Ereignisses zu vereinigen. Die Aufführung von „Was Ihr wollt“ wird von Fritz .losen’er inszeniert, die tragenden Bollen werden von den Damen Uuth R e i m e r , Mira Hoso w s k y , Lotte S t e i n und den Herren Martin B r a n d l, Klaus B rill, Hermann Heuser, Julius K u t h a n , Ernst L e n a r t, Fritz Lion, Fritz W i s t e n , Martin Wolf gang verkörpert. Karten zum Preise von KM n,— bis ‘20,— sind an den Kassen des Kulturbundes deutscher Juden zu erhalten. Der Kulturbund deutscher Juden bittet um Meldung nur von bertlismüsstgeii Kunstgeiverbleriimen zur K n u st g e iv e r 0 e s d) a ii, weil die Ausstelluligsinögtlchleiten beschränkt sind. Oratorlutkl in Mannheim. Anr 2. Mai 1984 findet in Mannheim die ltraussnhrnng eines neuen Oratoriums B a l a k und B i l a m von Hugo Adle r statt. Ter Tert ist der' B u b c r - R o s o n ° zweig scheu Schristübertragung entnommen. Es ist dies unseres Wissens das erstemal, d«rs; ein jüdischer Komponist diese eigenartige Uebersetznng zu einem nbenvfnltenden Werl gewählt hat. Beranstalterin der Uransführnng ist das Jüdische Lehrhaus in Ncannheim M. 6. 12. Am SO.?lpril findet, wie m der vorigen Ruvun^ der „C.-B.-Zeitung^ schon kurz mitgcteilt wurde L, Rahmen des Ktlltnrbnndes deutscher Inden die ns, Veranstaltung des Theaters dcr jüdischen statt. Die Anssührungen, dce von der staatlichn Mi sichtsbehörde genehmigt worden sind, toenden sich «1 dem Kreis junger jndlschrr Menschen in Lehrstellen und Bünden, für deren liiltnrclle W'diirs' niste im Rahmen d»er Mitglicdsch.nt im Kulturbund bisher nicht genügend gesorgt werden tonnte. Es ist eine der tvichtigste» pädagogischen Ausga^n unserer Zeit, einer Jugend, die nicht mehr in, sicherten Milieu bürgerlichen Lebens answäckst bcn Zusammenhang mit Kunst und künstlerischem (st. leben zn erhalten. Tie jüdische Erneuerung. ejn* der schönsten Erscheinungen dieses Jahres iss, nicht dazu führen, das, der Zugang zu Voraussetzung», loser an keine Theorie gebundener Kunst versperrt bleibt. Tn? Theater der jüdischen Jugend luirb js,M,. sein müssen, aber in einem ganz degmcn- und prr'g. freien Sinne. Tie Schwierigkeiten, die sich einer sich,, frln'ji Programmgestaltung entgegensetzen, shch [Xt sannt und nicht leicht zu nberbrücten. Wir heä,„ durch die aktive Mitarbeit jcmger jüdischer tRcmcher' insbesondere ans den Bünden, hierbei eine hhu teollc .Hilfe erhalten z» können. Tie Prograiniiigcstastiing der ersten Ausführung wird noch mamüe Wsusth.' j„ jüdischer Beziehung vsfenlassen. aber toir müsicu' darüber klar sein, das; es leichter ist, solcle WiiWst zn ätistern. als sie zn.a-füllen. Je stärker die W. teiligtmg aller Kreise der jüdischen Jugend an diese,,, neuen Werke sein wird, desto leichter tvird es megijz, sein, aus diesem Theater der Jugend ein Znstrmucnt wirklichen jüdischen Knnsterlcbens zu maelyn. Eine wichtige, erzieherische Ausgabe liegt mich darin, den Sinn für d i e Kunst zu wecke,,, die jc,,. seits aller Programme und Bindungen gügemciecs gtostes. menschliches Erleben widersgiegelt. Das Theater der jüdischen Ingm'd loird mnij in einer anderen Jiichtung schöpferisel, ivirlen Eoncn. Hier soll junge» jüdische:, K'üusUer». <chm>- spielern, Sängern, Regisseuren und Dirigenten (st. legenheit zn ernster Betätigung gegeben werden, wie sie in den allgemeinen Veranstaltungen de? Kulturbundes nicht immer gegeben werden lmm. Schon bei der ersten Beranstaltimg wirst eine Reihe junger Künstler mit. die zmn erstenmal tragende Rollen vor tReuscheu ihrer eigenen Emewtion verkörpern tvird. Es ist der Wunsch dc? Kulturbundes, das Theater der Jugend sv ansz». bmten. das; hier Jugend für Jugend spielen umL Tie Ausführimg findet mit Unterstützung der Reichsbertretnng der deutschen Juden und des ReichsatlSschnsses der jüdischen IngendverGiide statt. Tie näheren Einzelheiten werden durch die südische Presse bekaimtgegeben werden. Wir nun;, scheu dem neuen Unternehiueii, das; es nicht ein einmaliges Erporiment bleiben, sondern durch die Unterstützung der jüdischen Jugend zn einer tvichligen kulturellen Jttstitntion sich enttvicleln möge. Friedrich Bmlnitz. frrtrirpr PALA8TBD3A! :j (15 000 tons) j von Konstanza nach Jaffa jl iiioutiiiiimmiiiimmiomioiiimmiiiiuiiiiimmimimuiiiiiiimmiiiiimiiiimmni j Platzbestellungen bei der : Generalvertretung für Deutschland: J PflLESTIMESÖRIElir LLBYB UMSITIC EXPRESS G.M.B.H. 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