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Central-Verein-Zeitung · 1934-04-19 · 16 (19.4.1934) · page 3

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
16 (19.4.1934)
Date
1934-04-19
Page
– (sequence 3)
Language
German
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5 UV t*DiS b--3 sind si.. j |ÜC cifo Im ist die 5«. ga tcn frontefriäjSt!!'.■! [är.niid] um iti'rn/cu '. ÄuÄd oime r?n der l-NN'0isu!l,7 cinr*i auf) , in, nichtbn::i aucij icij lieben ißbcn. cn 'rast. tnr-n sind, und nwit Wahrheit t darüder W* vcher des Sonn sie os einzige 6 menschnb Th]ilji. rlieft eure!t de! &! t schildert, sten Teil?!üNN. XüQi ib 2a r.« 1» .m •Een hat? v V * . Jahrgang. >e! einen ü:r er mit das; Ewln bei! dann, ipr!en zi! U fc dvlkeü. len. Wir n sie aber Uri'i'rtum3 n ciapeh* fnnn ttt enoiumcn tn chnntt erdnlich. ch'''di'ch>'r schreitsitienlehre ivrdiidlich llkern. W i, in der :Unq vall"' •r jiibi« d, wie fy Än« h-r Hw* 'Tn,llchen p ' im Lie Unrüch^ir he sonst kielt e? jfj? si^sech p23^3 öeCcs Sei Lcs Grünes m ux Ou* .«^4 Lsg Sseartfmte* Sotz.tzM§0S '' SEMS» LchrhLuftS FrarS-- '«•tg&’P-ÄKÄ Mmidsn ffi\k h°b°n teüs c4 Wkfeö ,K% -ÄSK sl? MSi ,p^;rj£a Abt cS eins ErksnnmiO um ihroL selbst ..“ SBeiS^eit ist nicht für sich. Gebote) lernen, um sie Zu LmsiM°r-. Unkd°r siH-rm Führüng des Dirigenten fP\^s baspj^s ■ Ozöpfk^ ■ iju .hitt. Der mosaische Mensch ist der^dsr ebenso sorgfältig tvts frisch, fitjsr urtVußng«; 'weiß, daß etwa-3 Entscheidendst mm Wissen- ,k»?n mutz. M7SuÄft«l .beä -mitten „„n,sw sgi. ba}fen ' m m 0 c rühjahrSveranstaltungen botßuCfli! das Wort, um mit der Analyse zweier Kategorien zum Phänomen „Judentum" zugleiÄ einen Rahmen für die EinzeweranstaltungenI •Lehrgänge, Arbeitsgemeinschaften ,und Führungen des kommenden Lehrgangs zu zeichnen. Sprach Martin Vuber rm Herbst über die Aufgaben jüdischer Erwachsenenbildung, im Winter »iber den Juden in der Welt, so galt die Rede zum FrühjahrZlehrgang der Lehre und der Tat. In allen Völkern, so führte Vuber au§, gibt es zwei Linien der Fortpflanzung nebeneinander. Neben der biologischen besteht eine Fortpflanzung der Werte. Sie kommt nicht. Zur biologischen Fortpflanzung hinzu, sondern ist eine eigene Art der Fortsetzung von den Eltern zu den Kindern, von den Lehrern Zu den Schülern, vom Mund zum Ohr. Neben dem biologischen Leben entsteht hier das Leben des Geistes als stetige Uebergabe und Neuzeugung, als Reugeburt. Die bei allen Völkern anzutresfenden beiden Linien der Fortpflanzung haben im Judentum eine besondere Gleichwertigkeit. Im Judentum bedeutet die Fortpflanzung der Werte nicht ein mögliches und erfreuliches. ehrenbafteS Attribut, sondern eine notwendige S u o st a. n z,' die unerläßlich und nicht minder wichtig, nicht weniger organisch ist als die biologische. Ohne diese Fortpflanzung der Werte kann das Volk nicht sein, so wenig wie ohne die biologische Fortsetzung. Wenn eZ wahr ist, daß in der jüdischen Volksgemeinschaft zusammen -das Leben und die Lehre empfangen wurden, dann gehören auch in allen Zeiten Lehre und Leben zusammen. „Wer seinen Gefährten die Lehre übergibt, von dem läßt sich sagen, es fei, als ob er jenen bildete und wirkte und ihn zur Welt brächte." Hierin steht Vuber den Ausdruck für eine zweite Menschwerdung, dis durch die Einwirmng des lebenden Menschen, durch die Fortsetzung der historischen.Linie ira Generation zu Generation, neben der bisbgischen Fortführung der jüdischen Menschen Sui geschieht. Die Fortführung der Lehre ist kerne es i reine Uebergabe. Es ist mcht so, daß ein Erü> gut von einer Generation Zur anderen wandert, sondern dm Uebermfttlung der Lehre' ist immer wieder N e u s ch ö p f u n g, ist Neues, .so wie Vater und Mutter im Kinds nicht dis Lumme, sondern ein neues, vorher Unvorstellbares erzeugen. Dis Fortpflanzung der Werte bedeutet, daß das Geschlecht,.das die Linie empfängt, sie zugleich in neuer Richtung führt, nicht durch Übernahme der Werte, sondern durch Wertgestaltung von Geschlecht zu Geschlecht. Wie Mann und. Weib einander begegnen, so geschieht die Begegnung der Generationen. Jede Generation bringt Neues hervor, treibt weiter, setzt unbekannte. Elemente in die Kette der Fortpflanzung der Werte. Diese einzigartige Form der Fortpflanzung schafft die jüdische Seinstradition zum Unterschied von aller form« haften oder inhaltlichen Tradierung. Durchliefe Seinstradition erhält sich und erneuert sich Israel. .des Menschen gell-,-. .... Uü|i,u Zqt mehr ist als seine Weisheit, dessen Weis- Heft hat Bestand; jeder aber, dessen Weisheit .'EZr ist als seine Tat, dessen Weisheit hat nrqZt Bestand." Hinsichtlich des Verhältnisies von Leben und Tat sind die Menschen, nicht besonders wir Juden, heute in einer seltsamen Situnkwn; eg ist so, daß die heute lebenden Ge- MecyLer Zu einem großen Teil offenbar glauden, mit dem Tun allein, ohne die Lehre, auSkommen zw können. -.„Ich weiß nicht, was aus der Absage an die Lehre in den anderen Dölrern werden wird. Aber das weiß ich, da^ wir, die wir die Lehre ohne Tat vernemen, eine Tat ohne Lehre nicht ertragen können." Das I ü d i s ch e L e h r h a u 8. führt einen inneren Kampf gegen die, die glauben. Juden Zu sein und für das Judentum jenseits .. der Lehrs wirken zu können. Sie brechen die Fortpflanzung des geistigen Lebens ab. Gleichviel ob die Menschen in und für P a l ä st i n a, in oder für die D i a s p o r a arbeiten wollen, sie sind auf einem Irrweg und sie müssen das Schicksal des Irrwegs erfahren, wenn sie sich jenseits der Lehre stellen. Man kann nicht Palästina, man kann nicht ein jüdisches GemeinschaftZlsLen in Palästina aufbauen unter Abbruch der Kontinuität des Judentums. Unter Kontinuität ist nicht das Gleiche und .Unwandelbare zu verstehen, sondern die Uebermittlung des Lebens, das Ueberspringen des Funkens von Geschlecht zu Geschlecht, die Neuzeugung und Geburt des Geistes. Es geht niü)t an. ein jüdisches.Gemeinschaftsleben, .eins neue jüdische Gemeinschaft auszurichten, ohne daß Sinn und Absicht dieser Gemeinschaft die ErweLung, die Verwirklichung der Lehre wäre. Es mag sein, daß man ein neues Volk, und heißs eS, wie es wolle, unter Verzicht auf die Kontinuität, aus die Fortpflanzung der Werte zustandebringt. Wenn man eS tut, so hat diese Erhaltung der biologischen Substanz nichts mit uns zu tun. Uns geht es nicht darum, daß Kinder und Kindeskinder weiterexistieren. es geht nicht um die Dauer, es acht uns nicht darum, daß das Blut bleibe, sondern es geht uns um die Einheit von Lehre und Leben, die Einheit und Begegnung von Geist und Tat. Auch die Diaspora kann ohne die Einheit, die Geschlossenheit nicht in der Geschichte bestehen, ohne den Anschluß an die Lehre. Nur von der Lehre auS. nur dadurch, daß die Lehre in die Wirklichkeit eintritt, kann in der Diaspora Einheit gesunden werden, kann im historischen Dasein der Zerstreuung Bestand gewährleistet sein. Im Leben der Geschlechter wird die Lehre zum Weg. Diesen Weg kann man nicht zurück. Auf ihm kann nur der Mensch dem , Menschen helfen. Das Jüdische Lehrhaus möchte zu einem Leben führen, das aus der Eintzftt von Lehre^ und Tat. von Kontinuität und Spontanität/ zu echtem Judentum und echtem Menschentum hinführt. . D?. Mrmoov Eunäersdoimsr, V'rürrkkurt Gl.). Reklemciionen wegen tttegdr~kxgcr.Edisfertms isr C*V*Zc&zi8 sbtd fetzt nie hi mehr bei um. 8andern' - . kz? m®üh bd dezti zzzZäKdiC'Cm Peptamt . (ZeitmCtiicUe) eiet dem ü riefet teilet ensubrfogat.. Nw po wird -die pvoimpiG EpstcMamß dar €.*>V*»Zcitzmg . gc&ähddc2c$ Adressenänderungen sind — möglichst einige Zeit ®©r dem Umzüge — nicht nt# um* sondern auch dem zuständigen Pedant tsniov An gehe der ne men o nd der alten An■ sekrtfi mitzuteilen. Statistik fest — im Sommsrhalbjahr 1933 noch größer als der jüdische Bevölkerungsanteil (der 1925 0,v betrug. Dieser Anteil der Juden am Studium betrug im Sommer 1622 noch 3,3 v. H., im Sommer 1933 nur nach 1,78 v. H. Noch andere Zahlen dieser Statistik tnteresfiersn besonders. Die Herkunft der Nicht- Mitglieder ' der Deutschen Studentenschaft (die ' ' ' ' ' nur zu zwei Dritteln nur zu 60 v. H. , _ . _ nach dem Beruf des VaterS betrachtet; e3 ergab sich folgendes Bild: Die Väter der Studierenden warem Veawfts.bei 1,11 v. H., OvotzUNSssNshme» .... bei 5.11 v. H.. MoücrrufteLNvhurLS ... bei 4.12 v. H., Arrgostollts.bei 2,56 v. H., ^krgehLvLgo fseier Dererfe bei 7,99 v. H.. ' Clt&cte und sonstige . . bei 1,49 v. H. Nach Feststellung der amtlichen Statistik gehörten also zur DberschichL . . . 4.63 V.H., Zum MLttelftLvd . . 2.10 v. H., Zur Urfterschicht . . 1,11 v.H.' Ae! der Betrachtung all dieser Zahlen dürfen wir nicht vergessen, daß nicht nur das Gesetz gegen die Ueberfülluug der Hochschulen den Nüagang der nick)tarischen und jüdischen Studierenden her. vorgerusen hat, sondern daß die Ariergesetz, gebung. die für die freien Berufe einsohte, viele Eltern verhindert hat, ihre Kinder werter studieren zu lassen: denn die Väter, die freien Berufen angehörten, sahen ihre Existenz im Schwanken, unb waren vielfach -nicht mehr in der Lage, ihren Kindern das Studium weiter zu ermöglichen. Hans Lamm, München SSele*ps«3ße<sj3§ l© des @0Ka6raegee ©Scgcesoeetoe« Nach einer Mitteilung des „Hamburger Fremdentt§" hat der Verbandsführer . deS Zentral. blatts , . , ausschusses Hamburger. Bürgervereine^ den angs. fchloßenen Burgervereinen von einem Schreiben des ReichSbundcs für Volkstum und Heimat Kenntnis gegeben, wonach der Arierparagraph für alle augeschlossenen Verbände verbindlich ist. Demaernäß wurde oer ZentralauSschuß ersucht, für dis Durch, führung der neuen SatzungLöestimmung bis zum 15. Mai zu sorgen. ÄMkSWWÄS -IsGM SMS Soeben ist der Gand 11 der amtlichen „Deutschen Hochschulstatistik" erschienen, die sich mit dem Commerhalbjahr 1033 beschäftigen. Dis Zahlen beweisen eindrucksvoll, daß der durch die^Arier-' —0 bedingte Umschwung schnell und umsaßend eingesetzt hat. Aber all diese Zahlen ^nen erst den Einsatz — nicht schon 'das Eryebnis - der rücttäuslgen Entwicklung spiegeln: denn erst bei Beginn des Sommersemesters 1633 jvurde da8 Gesetz über die Ueberfüllung der Hochschulen erlassen, seine unmittelbars, volle AuL. Ortung kann erst in den Statistiken späterer ^ümester deutlick) werden. schon bei der Berufswahl der. Abituvienrn des letzten Jahres macht sich die veränderte stark bemerkbar: während Ostern 1933 " v. H. öffpv fnrlr>tifr»n 3i(r Hn.chichule <5.C* Tie osstzrelle Statistik schreibt Zu dieser Tatsaege: , T^rese Zahlen Zeigen, daß schon die erste Aus« ^; der Kontmg6nLierungLbesLi!'i^unZ sehr .• formend gewesen ist", eine Bemerü-mg, die unt;,. >.o brrechügter erscheint, wenn man bedenkt, düß' g vis gesagt — hier die' KontingentierurrgsbLstiM-' •- i>ung ihr§^ Schatten nur voraus geworfen hat. " ■ ■ ' ' Genien " v* v ** •'iiujmuLr yawiüuüüuui. w.- o— M «chlmkV-rrr hltM te Cs!£) S3C3, t=3 cci 6:ti E,. '4"}. Zahl mw m^hr d. s.!,7 . >y der Nichtarier fc91c' sich also vor allcnr euS. zusammen,, öie ihr SLud!".:n noch voll-, wollten, 'während der B-en.Zus.w-.g;äpn "lng geschrumpft war. Immerhin vrr. e2 . L-SMMSC bei diesen 3138 Mchtmitgliedsrn der Deutschen Studentenschaft nicht nur mit Juden zu Lun. Die Nichtmitglieder der Deutschen Studentenschaft an den preußischen Hochschulen beispielSweise waren . : zdti MdLschse ALstarnmrrrrg 1188, d. I 66,04 .v. H„ . LsL^sLss jüdischer WftsmMrsrrg 447. . d. i. 24.90 v. H., LLlsch 164, d. i. 9,11 v. H.. das heißt also, daß nur zwei Drittel der Nichtmitalieder der Deutschen SLudentenschast rein jüdischer Abstammung und ein Vier el teilweise tüdiscuer Abstammung waren. Der jüdischen NeltgionLtzSmeinschafL gehörten von den 1183 Studenten rein jüdischer Abstammung 1173. d. i. 60.82 v. H„ und von den 447 Studenten teilweise jüdischer Adstammung nur 23, t. 5,15 v. H., am . ' Am'eindrucksvollstem spricht die Entwicklung ' - auZ^fölgenden Zahlen: - ' ' ■m wurden reichsdeutsche Studierende jüdischer ..■:; Konfession gezählt im männliH rrsiblich zuf. 1833 2663 1352 39o0 ISA-" 695 1693. D -AsszWchs Tssss«kM«D dos ÄrbelisSisskrEgsr An einzelnen Orten ist dis Rechtsfrage aufgeworfen worden, welche Aerzte zur Behandlung der Arbeitsdienstwilligen des freiwilligen Arbeits. dienftes berechtigt feien. Nach Artikel JV der Verordnung über den freiwilligen Arbeitsdienst vom 16. Juli 1632 (RGBl T, S. 852) begründet der Eintritt in den freiwilligen Arbeitüdienst kein Arbcitü- oder Dienstverhältnis im Sinne der gesetzlichen Vorschriften. Dem Arbeitsdienstwilligcn konnnt jedoch die soziale Der. Sicherung und der Arbeitsschutz zustatten, soweit die Natur der Arbeit cs erfordert. Im § 19, Abs. 1 der Auvführungsvorschriften (zur genannten Berordttung) vom 2. Angust 1932 (NGAl l. 2. 362) wird bestimint. daß die ArbeitLdienstwilligen gegen Krankheit versichert sind. Dabei gelten die Vorschriften der NckchZversicherungSordnnng über die Pflichtversicherung entsprechend. Diese Bestimmung kann unseres Erachtens nicht lediglich dahin ausgelegt werden, baß hierdurch nur die Pflichten des Arbeitnehmers geregelt sind. Vielmehr wird man annohmen müssen, daß auch bezüglich der hinzuzrl- Ziehenden Aerzte die Bestimmungen der JßelctjSversichenlNL'sordmnlg Platz greisen. Dies wird aus 8 19. Abs. 2 der Äusführungvvorschristen Zu entnehmen sein, in denen bezüglich der Leistungen aus der Krankenversicherung auch auf die RerchsversicherungLordnung BeZug genommen wird. Eine Ausschaltung der nichtarischen Aerzte bs! der ärztlichen Versorgung der ArbeiLsbienstlager sntbehrt danach unseres Erachtens der gesetzlichen Grundlage. __ KoWVSMÄmg DSS SchsWoft La» KÄch Auf Arwrdnung deS RcichSministerZ Dr. Frick war daZ ReichSministerium des Innern bereits feit längerer Zeit damit beschäftigt, gewisse Bestnnmungen über die Verhängung und Vollstreckung von Eckmtzhaft für da8 Reichsgebiet auSzuarbsitsn. Diese Bestimmungen sind nunmehr ftrtiggestcllt und vom Reichsminifter deS Innern den Landesregierungen heute durch Runderlaß zur genauesten Beachtung ■ mitgeteilt worden. Dieser Runderlaß, bei dem bic von dem preußischen Ministerpräsidenten vor kurzem für-Preußen orlasienen Anordnungen weit¬ Sommer 1C33 studierten Im Reich um ■ teßt ÄS’iie. Wie ösafC« ggyjB te Gom- RLckgaK Kc "tn^esamt. etwa *59** ö H. betrug, war b-i ben weidu..,en Gtu>ie- .etwas^ stärker a!Sbei den männliu,en. J.-Kch!n rdk dir klnteil d-r Juden e», drutsL-n L-SLMA-» - l° ßö# «»«»s-;;3 gen Wer die Schutzhaft für das ganze Reich. ZN ■ treffen. . Der Erlaß des ReichllministerS ds-2 Innern be- . grenzt daher entsprechend dem preußischen Vorbilds . L5.2 Wr - xßrvsten^ LandeWchürde erlüfstn ist oder von ihr ausdrücklich bestätigt wird. Der schriftlich zu erlasiende Schutzhaftbefehl muß die Gründe -für die Schutzhaft enthalten, und dem Festgcnommenci: alLbald auSgehälidigt werden. Zu den Gründeir muß der Häftling gehört werden. Ter Erlaß des Reichsministers des Innern beftimmt ferner, das; die Schutzhaft nur noch zulässig ist zum eigenen Schutz deS Häftlings oder wenn dieser durch sein Verhalten, insbesondere durch staatsfeindliche Betätigung. die öffentliche Sicherheit und Ordnung unmittelbar gefährdet._ ■ & MMge . , WMMSrWWWh Wie der jüdischen Telegraphenagentur (ITA) auö London gemeldet wird, erklärte Außenminister Sir John Simon in der am 11. April abgehaltenen Sitzung des Unterhauses in Beantwortung einer vom liberalen Abgeordneten H. Graham White gestellten Anfrage über die Zahl der Länder, die bereits das Abkonunen über den internationalen StatuS staatenloser Auswanderer unterzeichnet hätten, nach den am 30. März eingetroffenen Mitteilungen des Völkerbundssekretnriats sei daS Abkommen biS dahin noch von keinen; Staat unterzeichnet »vordem Der Inhalt dieses AbkonunenL ist vor einigen Tagen von Professor Norr»»an Benbvich in einen» Artikel zusamrnengefaßt worden. DaS Abkoinmen sieht vor. daß die Zivilrechte der Staatenlosen gesichert »verden, daß sie die Gerichte ihrer Wohr»- länder »n Anspruch nehmen können i»nd das» ihnen Sicherungen für berufliche Niederlassung urrd Arbeitsinöglichkeiten in freien Berufen in der Jnd»lstrie und im Handel geboten werden. Den dauernd in einem Lande ansässigen Staatenlosen sollen Nansen-Pässe auSgefolgt »verden. die eine Klausel enthalten, durch die den Pahinhaberi» Au§. und Wiedereinreise ennögliäst wird. Die vertragschließenden Staaten verpflichten sich. ’ Staatenlose, denen auf ihrem Gebiet Aufenthaltsrecht gewährt wurde. nick>t auLzuweisen, falls dies nicht auZ Gründen der nationalen Sicherheit und der öffentlichen Ordnung notlvcirdig erscheint. Einschränkungen auf Grund von Gesetzen zum Schutz der J»»landsarbeit sollen dauernd ansässigen Staatenlosen gegenüber nicht in voller Strenge gehandhabt »verden, und für solche Staatenlose, die seit mindestens drei Jahren im Lande ansässig sind oder sich mit einer die Staatsangehörigkeit besitzenden Person verheiratet haben oder im Weltkrieg mitgekämpft haben, autornatisch außer Kraft treten. Den Staatenlosen soll Anspruch auf Entschädigung bei Betriebsunfällen. Unterstützung im Fall von Krankheit oder Siechtum »rnd Zutritt zu Schulen und Universitäten in zurnii»dest demselben Ausrnaß gervährt »verden wie Ausländern im allgemeinen. WoLvrr voLerrd-ftes rr::d vexfeLchtev Erpreffrrnzg arr einem IrrtveLiev und. feiner Schwester verurteilte die Große Strafkammer detz Landgerichts Braunschwcig eine Frau zu einern Jahr sechs Niouaten Gefängnis und z»vei Jahren Ehrverlust. Die Angeklagte hatte sich in das Iu»veliergeschäft begeben und dort behauptet, sie sei bei Braunschweiger Stellen der NSDAP beschäftigt und habe dort auS/Akten erfahren, daß der Gefchäftsilchaber und feine Schwester, weil sie Juden feten, in ein Konzentrationslager gebracht werde»» sollten. Es bestände jedoch bte Möglichkeit, diese Maßnahme zu verhindern, »venr» sie 50 RM für die Winterhilfe zahlten. Die Sch»vester des Juwe. XicrS Zahlte daraufhin diesen Betrag. Eir»!go Tage später erhielt sie jedoch einen Aries von ber Angeklagten, in den» sie aufgesordert »vurde. weitere 600 bis 1000 RM zu zahlen und monatlicki 50 RM zu reservieren. Nunmehr wurde die Angelegenheit der Polizei gemeldet.- die die Angeklagte, als sie das Geld abholon wollte, festnah,n. Sie war in der Verhandlung geständig. ULvpteedrlttlsitsr vr. Alfrod ESreehborg; Stellvertreter Dr. Mirgtret« Bdelbelo. Beide ln Berlin Für Rücksendung nnverbneter Mmaekrlpt« Ist Freiumccblag bchufü^a LoiWr dar AnsolpoU'Abtollung und verantwortlich für den rah-m der Anzolj:c3; .Friedrich Nathan, Ecrlia. DA. I. VJ. MOCO. Verlast CentraWörcla dcutschor Ctastsbürner Jüdischen Ohubscs s. V.. Earlln W 15. Emcnr Ctr. 42. Tel.-Adr.: „CcntrslRlaubsn Berlin.“ Farnspr J 5 Oliva 8M1—dö. Pcotnckcclit Berlin C0471 Dnrefr dar Bneh* nnd Tlcf(Irue!i-GcB3!lseh&ffn. b. IL, Berlin SW. ID. r-V10 Dü sickßt C3 b2s02krs cufdis Zäftw c--^LOk-'n,dümrrst2u5chr khr föSitcsi, rsckß:? LltZzn Cfo cs» rv!s so vkckr sndcp2 c^chr Gsirzcn LPrs Zähne regeßnäßig mit Oi'lsr-tzorü — ber.n kann. '' -•• El! .bc: felr.cn kcästftm PstsicTMln-zefchni _ .. .. 55s Wem fsrp «rJ> rein! Wr 50 und 80 M. )

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