Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 13 (1934)
- Issue
- 15 (12.4.1934)
- Date
- 1934-04-12
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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WOWWZKWZKM Don SlsgfcZsS-MafsO. LtZwg _ J3erHn»?ßelficnf^_ N xis-M^che'Wglön^lst-'d ie "öüizlgiw Nellgiow - fiei der die Ausstattung armer Braute religions- Redliche Pflicht ist. Täglich im Vlorgengebet - spricht der. Jude es „j. nufere Weisen lehren: „Tas sind die gütend deren Ucbung uns Legen bringt im LieL.r seijü ober der volle Lohn bleibt uns für dos 4 lünftigc Leben/ Zn diesen guten Werken gehört.- jarimossass kallo, die Ausstattung von Bräuten. ■ , Philipp so n schreibt. in seiner Religions-st Wnc (Bd. IIt 3. 224/25): „Tie in den Gemein- ' •>cii zu übende Wohltätigkeit zeichnet sich in zwei :l!ii1itu:u]e,i ob. Tie erste, z-doko-genannt, ist die fiiljc, die den Dürftigen gewährt wurde. .Zu ihr' ,ic-l,ört hachnosoass kallo. Ausstattung, atmet; ihiiute, was sür eine sehr hohe Pflicht erklärt wurde, die geringste Gabe in solchem Falle wurde zu 50 Gulden bestimmt; eine' Waise wurde dabei jeder andern vorangestellt. Ter zweite Zweig der jüdischen Wohltätig, b-il isl .u'>uIu-L chassodim und besteht in I. ssinchass chiissanim, Erfreuniig. der Brautleute an ihrem Hochzeitstage durch Geschenke, Ehren, t'i'jeuqungeu und fröhliche Teilnahme/ eine sehr zucke?das Gefühl ehrende Pflicht, da der Hoch.' zcitstag nicht selten der höchste, - wenn nicht fcllu't der einzige Freudenta'g im Leben bedrullier Meuscheu ist/ s,u einem Aussatz „Tie jüdischen Wohlsahrtscimichtmigen Berlins' zur Zeit Atoses Mendelsch!!»/ der im ..Berliner jüdischen Eeuieindeblatt"- 2. 215. erschien,- heißt es: „Tie jüdischen Armenanstaltcn sindüberaus gut eingerichtet. Verschiedene unter uns noch 11,1,1} niwelaiiiite Eiinickitungen. ivelche bei den Pudeu seit vielen Jahren im Gange sind, vordienen das größte Lob und Aachahimmg. ... 10. Ausstattung der 'armen Mädchen. Ehrlich werden drei Mädchen ausgestattet; jede bekommt 200 bis 300 Neichsthaler. Auch ge. nicßen arrne Mädchen aus der Provinz diese Bohltat. . 11 Tie Heiratsgosellschaft' bestehtaus ' 200 armen und reichen Hausvätern. Tiefe noch heute bestehende Bereinigung wurde Iwite 1720 gegründet. Sic römische Welt mußte, zu Zeiten besondere laiche.. erlassen im. vergeblichen - Kampfe." gegen, khe- und. Kinderlosigkeit. Aon' allen diesen Strömi:ngen .ist — wie Eschclbacher in seiner Schrift /ezialpolitik im Judentum" mit Recht, betont' tu Judentum. Völlig unberührt geblieben. Ge. sür. wie die lex Julia et Papia Poppaea aus dein ehe 0, die mit. Gewalt die Hagestolzen zur. Ehe ck-chm wollten, sind 'bei uns niemals, notwendig Worden.,.' Zain geschichtlichen Bilde des jüdischen Mannes', ickort lihe und Familie. Die Kultur Europas ist i'icle Jahrhunderte; lang, 'fast das ganze- Mittelalter-hindurch von-einem-Stände der Ehelvsen gewhrt uwrden. llnvermählt sind die Priester des /lath'olizismns, und nichtwenige der größten Ammer Europas sind ohne Weib und Kind durchs Abc» gegangen, Leibniz. und Kant, Acethoveu, Aiwpenhauer .''und Nietzsche. Ganz anders im Jubcniunt, das die Ehe so hoch stellt, daß cs lOncm ihrer Priester gestattete^ einen Dienst im Heiligtum zu verrichten, wenn er ehelos lebte. >wn vcrichivindenüen.'Ausnahmen abgesehen, waren eile großen jüdischen Männer, von denen wir hSren. verheiratet. In der bWschen ZeiHst Jer7<-' - nna der einzige unter den Großen, der Weib ünd Kflid nrcht kannte. ... leugnen, daß in einzelnen Per. ^stNllcywiterr. hie Leidenschaft, ihrem Volke, zu die." nen, oder sich der Wissenschaft' zU widmen.'sostehr, /^)r^^E-.Das:-m--bsherrscht.^ dast. .ihmm...die.-Ehej. uue eine Fessel sein'würde/" SolchS" Lckütö"Mö' 'es' zu allen Zeiten. Der Talmud erzählt von einem mit Namen, der erbaulich von Lieue 'und Ehe sprach, selbstaber unverheiratet blieb, aus Furcht, -am Thvrastudiumbehindert-- zu sein. - - -' - - .. Das Judentum feiert' die Frau. Salomons t L:ed von dem wackeren-Weibe verherrlicht die; Hausfrau. Gattin und Mutter ist jede der großen Schalten.dar Bibel. ... '. Das jüdische Volk ist immer ein. kinderfrohes; und TindWrlicheZ Volk' gewesen'. Seine Seele -sehnt sich-nach dem Kinde. „Herr, Gott, wa8 willst du mir 'geben, ich^gehe ja -kinderlos - dahin-- (1/ Mos.' ..l^-2),..QntworteLL..M.rahgm,..alh... G.oth, ihm. ..alle. Herrlichkeit' der'Weltverspricht. „Gib mir Kinder, sonst sterbe ich" (1. Mos. 30), sagt Rahel zu Jakob, als sie nach langer Ehe noch kein Kind ihr . eigen nennt. Frauen erblicken in der "Kinderlosigkeit, wie Rahel sich ausdrückt, eine -„Schmach"; aber „die Mutter der Kinder frohlocket", ruft die erhörte Hamia im 'Gebete' aus. " .. M MS E.--V.-W8WSIMW SSMW» " - Die-Rejhe der winterlichen Veranstaltungen des Landesverbandes. Oberschlesien des C.-V. fand ihren würdigen Abschluß mit einem groß angelegten Bortrag von Recht.samvalt Heinrich Stern (Berlin), - der in einer vielhuudertküpfigen vom Laudesoer-- bandsvorsitzenden Justizrat Tr. Skalier (Beuthen) geleiteten Versammlung in Beuthen. „Zum Wiederaufbau des deutschen Judentums" sprach. Besonderen Aicklang fanden/emo Ausführungen über die Bedeutung, die dem religiösen Moment und der Rückkehr zum religiösen Judentum für. die Wiederanfrichtung der Menschen bcizumessen sei. Von den vorangegangeucn Veranstaltungen, soweit sie nicht an dieser Stelle bereits erwähnt wurden, ist vor allem der Mozart-Abend der -Ortsgruppe Beuthen zu erwähnen. Sanitätsrat Tr. B l u m e n f e l d l (Gleiwih) hielt vor außerordentlich zahlreichem. Publikum einen Vortrag über „Mozart und seinen Figaro", gleichsam als Auftakt züm Gastspiel des Kulturbundes deutscher Juden. Um die musikalische Umrahmung machten sich Rose Simmenauer, Oberkantor Richard Cohn (Gleiwitz) und Dr. Markus (Gleiwitz) verdient. Herr- Baron berichtete über Ziele und Aufgaben des Kulturbundes. Die Leitung hatte -der Borsitzendeder- Beuthener Ortsgruppe, Felix Pinczower. In Gleiwitz fanden zwanglose Zusammenkünfte der Mitglieder statt, bei denen der Landesverbandssyndikus Dr. I. Jakobowitz (Beuthen) über die Arbeit des - C/V. und Rechtsauivalt Dr. Ernst K o h n (Gleiwitz) über „Teutschjüdische Dichtung" sprachen. Die zeweils vom Vorsitzenden der Ortsgruppe, Sanitätsrat Dr. Schlesinger geleiteten Znsarumenküufte boten jedem. einzelnen. Gelegenheit, Wünsche vorzubring.en und sich Rat unp Auskunft zu holen. In Reitze berichtete der Ortsgruppeiwo'rsihen'de Dr. R e d"l i ch in einer auch aus den Nachbargerueindeu -Oberglog a u und G r o t t k a u überaus stark besuchten. Mitgliederversammlung über die Arbeit /der. Orts-. gruppe, des Landesverbandes und der. Berliner Leitung des ..C.-V, . . Au feine, bis zum Schluß/mitstärksLeni'. -Interesse aüfgenoinmenen Uüssührnngen k.nüpfte sich eine längere, sehr lebhafte Aussprache, an'deren Schluß der Gemeiudevorsitzcnde Justizrät Lewi ü s k'y - in Worten wärmster Auerkenntiug dem Ortsgruppenvorsitzeuden und -seinen Mitarbeitern den Dank der Versammelten für die ailfopferungsvolle Arbeit aussprach. In Rosenberg O.-S. sprach Rechtsanwalt Dr. Schlesinger (Gleiwih) in einer vom C.-B. einbernfenen gut besuchten Geineindeversanunlnutz, die von dem Ortsgruppenvorsitzenden K a r m e l n s k y geleitet wurde.' Dr. I. Jakobowitz sprach über die Arbeit des Eentral-Vereins in Oppeln, Cosel und L e o b - schütz. In Cosel wurde Paul H'e y m o n n zum Vorsitzenden, Simon Berger zum stellvertretenden . Vorsitzenden und Georg Friedman n zum Schatzmeister gewählt, in L-eobsckütz Erich Nebel zum Vorsitzenden, Max Guttfreund zum Schatzmeister nud- Max Bach rach zum Schriftführer. Dr. Jaköbmvitz referierte außerdem noch irr Gelneindeversammlüngen 'in G r o t t k a u. G r.'-' S t.r o h l i tz und K r c u z b u r g über „Jnristischwirtschaftliche Arbeit zur Existenzsichcrung der deutschen Juden". '®awneai •' In der letzten Zeit hat der Landesverband Pommern einige gut besuchte Versammlungen durch- C.-l/o-ffefejsda? Larrdeöverbaied Psinmerrr 17. April, 20>/j Ahrr Stettin. Gemeinsame Mitgliederversammlung. des Ccntralvereina, der Riff, der Bereinigung für. das literale Judentum Deutschlands und des Bundes deutschjüdischer Jugend. Snndikus Otto Michelsohn: „Gin Jahr Ardeit sür dir Juden in Pommern." Landesverband Heffen-Naffan und Hessen 18. April 15>4' Uhrr Treysa (Neg.-Dez. Llasscls. Dr. Erich " »ehr, Nailerolauteru: „Schicksal und Wille"; Dr. Wolfgang S. Matzdorff, Frankfurt r. M.: „Wir helfen den. deutschen Juden". Synagoge. Landesverband Hannover 15. April: Emden. Gem'eindeversaminlung. Ernst Behrendt (Berlin). 18. April: Goslar. Gemeiirdeversammlung. Ernst Behrendt. Syuagoae. 18. April: Osterode. Gemeindeversammlung. Ernst Behrendt. 21. April: Einbeck. Gemeindeversammlung.-Ernst Behrendt. Synagoge: -; - 22. April: Göttingen. 'Gcmcindcvocsammlurig. Ernst - Beh- 25. April: Hameln. Gemeindeversammlung^ Ernst Behrendt.' AandesverbQnd Nheiand-Wostfa-len 1 . Äprtl: Warburg i. D.r Gemeindeversammlung. Dr. Ernst Plaut (Essen). 17. April: Lörwpertal.ElLerseld: Gemeindeversammlung. Dr. Ernst Plaut.' Arbeit fand ihren' Niederschlag in dem Willen der Anwesenden, das Ihre zur finanziellen Stärkung deS Syndikats beizutragen., „SKrs-KMÄ-M S»« ■ ' Am 9. April-sprach vor den Frankfurter jtt- .djfchen..Frauen.Dr..Eva.Reichmann-Iung- «mann-, Berlin, über „Unser deütschjüdlscher'Cchicksalsiville". Cie erörterte eingehend die Frage, ob es möglich sei, in dieser Zeit ein deutschjüdisckies LebenSgesühl zu entfalten. Die Berantwortmig für i.b'ic Erhaltung des deutschen JudentmnS -sei nicht allein eine historische Pflicht, vielinohr auch innerstes 'Bedürfnis der Menschen, die sich mit deur deutschjüdischen Lcbensraum unlöslich verbunden fühlen. Die Rednerin forderte die Frauen aus, in ihrer Er- , ziehungsarbeit und im täglichen Leben stolz und selbstbewußt den Glauben an die Zukunft der deutschjüdischen Gemeinschaft zu pflegen. Die praktischen Aufgaben/die sich aus dieser Grundeinstellung sür die Frau ergeben, cntmicfcltc Landesverbandssyndikus Dr. Wolfgang S. NI a tz d o r f f.' Er 'betonte. dah gerade in Zeiten des Umbruchs der Frau eine besondere Aufgabe Zufälle: in ihrem täglichen Wirken könne sie den durch die Zeit wankend Gewordenen den notwendigen inneren Halt geben und müsse namentlich -in der. Frageder. BernssauSbildnug der Kinder silhrend mitlvirken. Die Darstellung von für die Frau wichtigen Einzelfragen, die durch den Central-Bercin täglich bearbeitlit werden, führte zu der Anregung, unter Führung' des C.-V. die jüdischen Frauen mit den geistigen und praktischen Fragen der deutschjüdischen Lebensgestal- - tnng naheznbringen. - Eine-Besprechung im engeren Kreise gab Dr. Eva Neichmann-Junginann Gelegen- . heit, über Wege und Ausgaben der C.-B.-Frauenarbeit zu sprechen. geführt.. In W ö lgast'.'uiiÄ"G'/e Hs'sw all d sprach der' Syndikus des Paudesverb'andeS Otto M i ch e l - s o h n (Stettin), in Freie u w a l d e i. Pommern der.. Landesvcrbandsvorsitzende. Rechtsanwalt Dr. Brock (Stettin), und der Syndikus, in Swiueni'ünde . Rechtsanwa-lt. Tr. Appelbaum (Stettin), zusauuuen mit Syndikus Ntichelsohn. Besonders erfrulljch lvar die Aufnahme einer erheblicheu Anzahl neuer-Mitglieder.. Am 23..März berichteic in einer gut besuchten' Ntitgliederversammlung .in S t v l p Syndikus Nlichelsvhu über die Tätigkeit^des Landesverbandes im letzten Jahre. Er gab. eine Sä/ilderung der-vielseitigen und umfangreichen Arbeit zur' Existenzsicherung' der pommerschen Glaubensgenossen. Tie Anerkennung der geleisteten AslbstlMsezrupps Mdischse ' Nach Einführung des Arierparagraphen bei den allgeineinen Selbsthilfeorganisationen Hai sich die Notwendigkeit zu einem Zusammenschluß der jüdischen Körperbehinderten ergeben. Durch die neue Organisation soll den jüdischen Körperbehinderten Gelegenheit gegeben werden, die Schivierigkeiten des ' Lebens, die für sic in erhöhtem Ntaße bestehen, bester zu überwinden. Die seelisch oft vereinsamteir Behinderten wird' der Gedanken- und Ersahrungsaustansch mit den Schicksalsgefährten aufrichten. Kostenfreie Beratung, gestützt ans langjährige Erfahrungen, wird die wirtsthastliehe, soziale und geistige Notlage, der Ntitglieder zu mildern suchen, ' Es. werden geistige und kulturelle Werte vermittelt, um den geistig regen Körperbehinderten A n °. reguug zu geben, aber auch, um eigene Kräfte, und Talente zu N'eckeu und zu fördern. Eine bc» sonders wichtige Aufgabe wird es sein, die Behinderten so zu erstarken, daß ihnen das Gefühl der Wertlosigkeit genommen wird, dr^ß sie der gesunden Umwelt den Beweis erbringen, daß auch Krüppel wertschasfende - und darum vollwertige Nceuscl^eu sind, wenn ihnen der richtige.Weg gewiesen wird.. Jeder jüdische Körperbehinderte.'muß dazu bei- (ragen,..sich.in dieser Organisation eine Heirnstätte zü..schasseiu.' Tie'nächste Bersanunluug findet an: 24..April,. 19*.{• Uhr, Berlin N 21, Oranienburger Straße 29, statt. Auskünfte erteilt.HäuS I.'Hey-, mann, Berlin NW. 87, Tite-Wardenberg-Straße 10. (Telephon: C 9 Tiergarten 1305.) ' Warnung. Seit einiger Zeit treibt in Ostpreußen ein Säüviudler, der sich Weiß nennt uuti aus Hattingen o. b. Üiubr ,U> stammen -Vvrgibt, sein Unwesen. 0-r be« fnd)t einzelne jüdische Familien, gibt sich als entlassener Rechtsamvalt. und Tr. jur. ans, behauvtet, den .Krieg als -Oberleutnant d. Üi. mitgeinacht zn baten. Er gibt weiter an. auf Grund' seiner schweren KriegSvcrletning (er zieht daS. rechte Min nach) eine Stellung bei einein Malermeister als Anstreicher erhalten zu haben. Er geht die jüdischen Fannlien um Geld an. um sich -bis zum Wochenende über Wasser halten zu können. ' SsniGSecro f. G>be Ntärz war Josef Plaut bei uns. Schon hatten wir ihn hier nicht gehört; so wirkte - das. was wir schon kannten,. fastwie eine Mie Entdeckung. In dem sehr großen Zuhörers-ck ivird jedem vielleicht etwas anderes aus dem ^'hntigeu Programm besonders ' gefallen haben. (':lr denken jetzt, wo die Erinueruug etwas abvor allem etwa anden Bortrag von Khbcrs -aKch Krakelkakel". Wie menschlich sieht Plaut iuit 1-n Dichter diese Ticrepisöde; einzigartig die Nach- Hnn'.ug des Flügclschlags dieses Naben! Wir spürm der Darstellung der deutschen Landschafts- ' '/el! die liebevolle Versenkung in-den Charakter der chlch'cheii Nteuschen. ivie sie nur .aus einer wirk- '^1 kchicu, innigen Verbundenheit fließen kann. Das /'s'st.Ul'.s uebeil aller Erheiterung das ernste Er- ^n>s dieses Abends, das so manchen Hörer nachstimmen konnte. Wir freuten unS und ,, su ßolz darauf, in Plaut einen echten, warmch^lgen Künstler zu besitzen. Ter.Beifall kam von ' ..' Dr. M. A. ^fo'.; ■ - -:•/";■ - Ausschuß für Kuustpflege -hatte HF 'lbend dem jüdischen Volkslied eiugeräumt. (um o l n i'k o f f . sang ostjüdische . Volks- /"ch Das Programm war zu.monoton gestaltet. Hortrageude brachte mit guter Ausdruckskraft Us O Emsühlung m die ostjüdische Eigenart religiöse y/r' "sF'Mchder, Wiegenlieder und Mädchen- ZH'r zu Gehör. Leider vermochte die Stimme nicht I-j V'vßen Kouzertsaal zu durchdringen, auch bedarf S ,'c^r der ' Schulung. Ali'i Flügel Begleitete >W?t Alfred' Simow' Tom Publckum 'ist mehr " -slplm zu wünschen; die Veranstalter sollten euerdurchgreisen und-auch ' für pünktliches Belwneu forQQn. - ’ f^uicn.- TaS"erste' Auftreten, „1. Kindergenannt, säub' kürzlich iw. der Höheren .'/i Bu!chen Schute statt.. Von Franz Sch'.'bert und wurden dreistimmige VollsÜeder ton- -ch, ^iPPen Die humorvollen /llnde-rliede-r von J^tnccfc, die vo:r Oi.'ßeKi seOst am /---rr begleitet te«-/ -;i, s-/-' Au- "tedrnn sie wurden sch/..ll,ch ti:u ji/i tragen. Auch der zivölsjährige Geiger Leon Bm hmd, der kleine Stücke von Händel und Haydn spielte, ,fand größten Beifall. Eine solche Betätigung für . unsere Kinder kann nur^zur Nochahmuna empfohlen werden. Ten Schluß des frohen A'achmlttags bildeten ein Kinderballett' und. das Kasperltheater. - H. S. In einem Vortrag über „Die Musik des alten Wien" charakterisierte Dr. Elise Landau (Berlin) die Kultur jener Zeit; bildhaft stieg das Wien um Haydn, Beethoven, Mozart, Kreutzer, Schubert. Lanner vor dem Hörer auf. Mit zarten und doch sehr prägnanten Strichen wurden die Einwirtlingen des Milieus und-der-Gesellschaftsordnung auf das. Schaffen der Künstler gezeichnet. Trotz reichlich-geboteuen, - musikhistorischen Materials wirkte der Vortrag nie ermüdend, man, hätte diesem scharmanten Plauberu voll tiefen' Wissens und Verstehens gern noch .stimdcnlang. zugehört. Cilly Al a st i n g sang, prachtvoll. disponiert, den Vortrag erläuternd.' u. a. Lieder von . Beethoven, Mozart, Schubert und die Romanze aus dem „Nachtlager" von Kreutzer.' , Ihrem schönen, tragenden Organ war . Adelheid' Brauer., eine ' kluge,, öuschmiegende -Begleiterin,. die - sich auch mls Solistin mit eüwm Walzer von Lanner auszcichnete.' .... /•Dr. Kar-; '. Die erst kürzlich iuS.. Leben /gerufene, im Rahmen der Vortragsgemeinschaft Nord- Haus ett -' BI et chero de - So über sh auf e n aufgezogene Kulturbund-Organisatihn.- eröffnete.' ihre ' Darbictungsreihe »ut .einem - Karumermnsikabend/ den das MendelLsohN-Tvio . aus-Leipzig bot."-(DaS Programm führte -von - -Mecvenöem-'• ■ Willi)teiw uu-j wrüui»Ä.uu 'des -österreichischen Misters ein wenig/zu/betont und besonders im Klavierpart zu -.gewichtig.-- heraüskain,"-spürteman in dem dramatischen-und ' lcide'nsch'afili'ch-bowegtcri'' v-moll-Trio -MendG- Die Mitwirkenden -- Hella Chitrik (Klavier),. Leo Sch w a'rz (Violirie) und Professor Kinkulki.n/.(Cello)ordneten sich in disziplinierter Spielsreiidigkeit der gemeinsamen Ausgabe unter. Sre konnten am Schluß den begeisterten Dank der Zuhörer entgogennehmen.!,e. . Hier hat sichein loser „Ausschuß zur Förderung . jüdischer Kulturarbeit" . gebildet. Auftakt seiner Tätigkeit war ein Konzert mit Anni S t e i - ger-Betzak (Frankfurt a. M.). Die bekannte Geigerin, am Flügel begleitet von Dr.'Steig er, brachte klassische und moderne Mnsik. T-er Beifall war so stark, daß wiederholt Zugaben gewährt werdenmußten. Karl Ger do .(Frankfurt a. M.) rezitierte -ernste und heitere jüdische Dichtungen urw . fand eine interessierte Zuhörerschaft. Ein Aortrag von Dr. Arnold M e r z b a ch (Frank- Iurt a. M.) über da3 zeitgemäße Thema „Das üdische .Kind von heute" beschloß die Reihe der 'isherigcu-Veranstaltungen.. 6/Ä ' -'... , - - Die. Essener jüdische Künstlergruppe veranstpltete am'.2ü. März ihren ersten-Klemkunstabend. Als Gvst -lvar .. dre Tänzerin . Gretel Ledy-Ries (Düsseldorf) verpflichtet, die'mit Bielseitigk-eii ihrer Darbietungen einen nachhaltigen Eindruck 'hinterließ. Riri Klein und Viktor H e r z f e l d brachten eme geschmackvolle Auslese ernster und heiterer Gesangsoarbietnngen. Carlo C a 11 m a n n hatte mit einerbnlgarischen Fantasie viel Erfolg; seme Partyer-in war Lotte Hein e.. Der -14jährige Biolinvirtuosej HcmS K a w s m a n n gab - wiederum eine Probe scin'es großen.Könnens, Die Begleitung lag in den.bewährten Händen Werner Schülers/der außerdem durch einige Solöstücke züm Gelingen des Abends/bettrug./' - . •. --j. Mit einem erlesenen"Programm.stellten sich im Rahmen, des Jüdischen Kulturbundes Rhein- . Ruhr zwei junge Künstlerinnen vor: Lily M a m - .'.lock und.. Mygda ' S( u g e n s e l. d.' Es war. ein junge Geigerin" Lily Mamlo'ck Gelegenheit, mü fatwerster Technik, mit ihrem 'großen, warmen '-p/ß 'C':f T/-U 'und der im/.-.-.'n Musikal/llt die Gch/;chchL dieses ' §n gestalten. Beethovens Frühlings-Sonate wurde von beiden Künstlerinnen musikalisch ganz 'erschöpft. 'Magda Augeufeld durfte sich an. Schumanns Symphonische Etüden, eines der schönsten Werke der- Klnvicrlitcratur, ivagen. Ihre Technik diente ganz dem Geiste der Kvmpositivn, die sie so' gesund gestaltete, daß man alle Stufen von klarer Kraft, Frend.e-, Trauer und edelster Leidenschaft miterlebto. _ E. L. Dss romMSASs Desms - In einem Beitrag der „Nationalsozialistischen Monatshefte" (5. Jayrg., Heft 47) „Tas kommende Drama" erklärt Friedrich B i l l e r b e ck - Gentz, daß nicht nur jede Zeit im Sinne, des lebenden 'Geschlechts sich ihre Lebensmöglichkciteu selbst schaffen muß, sondern auch jede Zeit das ihr wcsensgcmäße Drama besitzt. Ewig gegenwärtig ist - immer nur das Allgememmmschliche, „darum al'er eben auch konnte mit keinem anderen Begriffe ein solcher Unfug, benutzt vom Judentum, vom Liberalismus und der Freimaurerei, getrieben werden, wie mit diesem". ..... Tas koumzcnde deutsche Drama, das wuchshaft aus dem Wesensgesüge des Natiomlsozialismus heraus entstehen rvird, muß — nach der Ateinung des Verfassers - auch vor allem Träger einer ganz neuen deutschen Theatorkultur sein. Ferirab von allen ichsüchtigen und überklügeltew Spielereien wird das.neue Drama — wie Billerbeck-Sentz meint — organisch aus dom sich selbst neu gestaltenden Volke herausrvachsen und in ' innerster Beziehung znr neuen Weltanschauung und .thron Grultdlagm stehen. -Ter zentralistische 'Stmtdpltnkt, in dem der Mensch Atittelpunkt deS .Weltalls und der künstlerischen Gestaltung war, ist überwunden. Ter Mensch von heute kann nicht mehr ander Tatsache vorübergeh'en, daß er ein Glied in der großer:- Kette der Geschlechterfolge seines Volkes ist. daß Mythos. Blut, Boden.' Geist, in inniger Wechselbeziehung stehend, seinem innersten -und äußeren Wesen thron Stempel aufgedrückt haben, daß erst seine völkischen-Pflichten kommen, bevor -die Leben2rechte sich bemerkbar zu - wachen haben. Aus diesem Geist wird und muß ..das kommende.Drama stammen Wir können heute /keine Nora, keine' Lulu, ja nicht einmal melpx. viele der'. Hauvtmannfchen / Gestalten, verstehen. . Dem ' Natiau./lschialisten' ist das .Organ für diese, in C .zugrunde.echerchw (/stallest ablzu'.^c-n gerammen-, " -----