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Central-Verein-Zeitung · 1934-04-05 · 14 (5.4.1934) · page 3

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
14 (5.4.1934)
Date
1934-04-05
Page
– (sequence 3)
Language
German
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im em ^lic" jpi tot« titlest X oic ß 3um SHcI: übitl)aU- ,li: uni 311, ■Jjilbcr» 'immer?an ■ jen, }]t :i (vnb* sie fin. in de» , b t c ßi i ft. 11 und >ii er» lisienen- 'Jiiljfcit l)ik'(pr nr bas i, wird Ami icknb, üfcfie folcljcil nderen Ter it liegt if dem icrfuiir mmne! inrnci«- Gciclb mserer ftaati rptl-- ho bin io sich uenork m. lebt i, wie d)icf)ta übereil ) nicht t nicht . denn Osftn-!, bl?,> Wird charnd rt Ut> Scqn.r»- ■ent um' Sinne in bie ufon?*' r dazw gc* nncnc;> unter iqesichl bischen itrappo Celbch iebc^ £:S3 tofnfl erhält: Tcu, die iV *!l1* n feil- 'er der p. die tbcn" ) ..Tie i! b e n' ifdinffcö worden riesisäir e.n Cfiit* ange - her nie r b e r * lbcni-C'-! wehr a. Tie rÄ'l! IBüueü um MV mum üqcbMrüffäcrnü, ISS £58. In der „Tat" (25. Jahwang. 11. Heft) veröffentlicht Ferdinand Fried, der bekannte miirtschaftSpolitiker be§. Tatkreises, einen -luffatz ^ie Neugestaltung der Welt",, der in tiesdringender Weise die Bilanz der weltwirtschaftlichen und weltgeschichtlichen Umwälzungen zieht. 3n Rußland — erklärt Fried — ersvlgtr zu- Mst der Sieg der Stadt über das Land, deü Ar. beiters über den Dauern, der Intelligenz über das Mt und damit daS gewaltige Experiment einer iwilettiviermig und Entwurzelung deZ Dauern. Tentschland erfuhr die entgegengesetzte Entwicksiwg: nämlich, -ausgehend von der Äauernbefrvi- >ma. den gewaltigen Versuch einer Verwurzelung des Arbeiters. Ter Entscheidungdkampf in Deutschland. auch wenn er aus des AftsiorS Schneids stand» siel zugunsten der bäuerlichen Weltanschauung. Zufolge der Aufblähung von Welthandel und Wel^finanz. die zu einem Selbstzweck wurden, völlig sich das Ende des Kapitalismus. Der Prozeß der Auflösung wurde dadurch erkennbar, daß die freizügige und beziehungslose Wanderung der 'Wuschen allmählich obgebaut wurde, der AuSio»ich der Waren schrumpfte und die Zahlungen stochen. Während bisher die Wirtschaft den Staat beherrschte. lam es nun zu oinor Gegenbewegung <m6 N?m Boden: zu einer Zurückführung der Lebensvorgänge auf die Lebensuähe. Ter Änn der neuen Lcholleiibildungen besteht darin, daß der Arbeiter aus das Land zurückgeführt wird. Namentlich die innere Umstellung zweier großer Länder crscl)eilit Fried in weltgeschichtlicher Hinsicht bedeutsam. In den Bereinigten Staaten von Amerika übernahm der Staat (Noosevelt) das Kommando über die Wirtschaft. In 'Rußland betrieb ein neu erwachter und völlig bewußter Nationalismus .-die militärische Formierung der gesamten Wirtschaft zu einer schlagkräftigen Armee in sedcm bevorstehenden Kamps". M ELr WLN In einem Slussatz „Erziehung zum politischen Alciilchen" („Deutsches Philolögenblatt". 4L Iahrg.. Nr. 6) erörtert Oberschulrat K. Beyer die Möglichkeiteu und Grenzen der politischen Erziehung. Mer definiert das Politische als das Ausbauende, während er daß Zersetzende als das Widerpolitische biqeichnet. Starke Instinkte der Meuschennatur wotleu das Widerpolitische. Eben deshalb muß der Staat — wie das lutherisch.preußifche Ltaatsdenken gemußt hat — Macht haben, um in einer Welt voll Unordnung und Ungerechtigkeit herrisch und gewaltsam fernen Kosmos der Ordnung und Eerechtiqfeit durchzusetzen. Wer eine verantwortliche ‘M)t ausübt. ist einer überpersönlichen Ordnung wchrworfen; er empfindet nicht, dal; er Macht hot. [witenv nur, baffer Verantavortimg hat. Tas eigentlich" Politische ist dem Jugendlichen fremd nnd^unverständlich. denn er ahnt noch nichts'' von der Macht des Widerpolitischen. er kann auch nichts davon ahnen. Die widerpolrtischen (gemeinen) ■ Instinkte der Menschennatur kommen ja erst im -Nampf ums Dasein, im Kampf um Erfolg und - Macht zum Vorschein. Von diesem Kampf ist aber der Jugendliche, solange er sich im behüteten Erzichunasraum befindet, abgeschlossen. Was ist hier nun — fragt Deyer — die Ausgabe der Erziehung? Durch jahrelange mühsame Erziehungsarbeit muß der Jugendliche fähig werden, die widerpolitischen Instinkte in sich und anderen niederzuhalten und sich einzugliederrr in den Staat ’ der Ordnung und Gerechtigkeit, der niemals ein für allemal geschaffen werden kann, sondern dauernd durch die sittlichen Kräfte des Volkes ernährt und gehalten werden muß gegen die unausrottbaren Mächte des Ehaoß. In einem Aufsatz „Einiges über die Reichßschrifttmnekauuner" („Ständisches Laben". 4. Iahrg.. Hast) erläutert Hans Friedrich Blunct, - der Präsident der^ Rei6)sschriftLumslammer. die Ausgaben und Ziele der umfassenden Reichsorganifation des deutschen Schrifttums. Tie Ration, die sich im Staat ihre äußere Form gab. hat — nach DlunckS Darlegung — daß Ne6)t und die Psliä)t, der nur auilösenden Tätigkeit einzelner Mitglieder des Schrifttums entgogenzutreten und durch staatliche Machtmittel Zersetzungsversuchen lLiuhalt zu tun. Dis Gesetzgebung dcß wnen Staates geht auf eine Art Selbstverwaltung der einzelnen ständischen Grupl^n hinaus, sie gibt shnen in Wirklichkeit eine Freiheit, die viel größer u't. als der liberale Staat sie dem einzelnen geben sonnte, dadurch, daß mit der Selbstverwaltung der blande auch die Pflicht der Seibstbeokiachtung vorist. Ter Staat schrankt freiwillig einen Teil jener polizcilieben Befugnisse ein, die vom einzelnen jeicht als Besclirän^mg empfunden und alä Büro- . lyntic angeprangert werden. Er ersetzt sie durch ffme eigenstündischs Venualtuna, die. die Ordnung ber Mitglieder zueinander und die Verantwortung für Handel und Wandel des einzelnen Zu einem -eit nämlich im Rohmen des Berufes der Kammer uufrrlegt. der der einzelne untersteht. Ter Schrifttumskanimer sind nicht allein die Achter mid Schriftsteller eingesügt. Man wünscht, die „schwebenden Intelligenzen" wieder mit der Wlrkllchkeit vertraut zu machen, und hat deshalb den Schriftsteller in seiner Kammer mit dem Buchhan^jer, mit dem Verleger, mit dem Virchverleiher, ’ JNU den literarisä^en Gesellschaften und anderen Gruppen zusammengefügt. Die SchristtumLkarmner bot drei Hauptaufgaben: Kampf um die Kultur- , Aufgaben m Verantwortung für DdlZ mid Reich.’ dgnach erst die Regelmig der wirtschaftlichen Nnier- EM Ausgleich, o^so eine Schiedsgerichtsbarkeit, zwischen den emzelnen Gruppen. Tätigkeit vor der Revolvttpn darf gemäß dein Wort deß Führers heute kein Hinderniß . .Ejsnahme mehr sein, eS sei denn, daß die AÄtiRett unehrenhaft war oder etwa Unter- ^udirngsüigßnahmen gegen daß Vaterland Vorschuh leistete. - Zur Turchsührung der Arbeit kann der Präsident der Kammer Ordnungsstrafen festo&f^t den Polizeibehüröen Cms sehr schwierige Frage — sagt Blunck wet. tcrhtn ist die Förderung der Bsichausfiihr, weil man wohl mit weiteren Einschränkungen des freien Handels in den Nachbarstaaten wird rechnen müssen. Tis schwerste Sorge der Schrifttums' kainmer ist jedoch die Lage der bfsentlichen Büche, reren in Deutschland, die seit 15)28 in ihrem Haushalt beständig zurückginaen. Der Rundfunk wird, naoidem er zunächst enf seine politischen Aufgaben eingestellt wurde, daß Pwgramm zukünftig wieder in erster Linie mit wertvollen künstlerischen Darbietungen Men. l3ß3Esl| Die Einwirkung der neuen nationalsozia. listischen Weltanschauung aus die Geistct'haltung der katholischen Religion und Kirche verrät ein tiefangelegter Aussatz deß bekannten katholischen Theologen Peter Lippert. der In den „Stimmen der Zeit", jener hervorragenden Zeitschrist der katholischen Kulturströmungcn, erschienen ist (64. Iahrg.. Heft 4). - Die keineswegs leicht lesbare Arbeit, „Ter religiöse Mensch ut der Gegenwart" betitelt, zielt letzten Endes auf daß Problem der Uebsrwindung des religiösen Individualismus ob. Lippert geht von einer Grmrdansicht aus, die dem strengen Dogma katholischer Gläubigkeit entspricht: die irdische Welt ist ihm nicht viel mehr alß ein Gegenstand religiöser Erfahrung und Bewährung; die Rtenschheit. sagt er. hat lange dazu gebraucht, um den KoämvS Gottes zu erforschen. Unter deutlichem Einfluß der si'mgsten Umwälzungen erblickt Lippert nunmehr eine neue Aufgabe von ganz anderer Art: cß gilt nicht mehr einen Koßmoß Zu erforschen, sondern z» erschaffen; daß ist der Kosmos der menschlichen Beziehungen. d<'s sozialen Lel^ens. Wir müssen, fordert Lippert, unsere Beziehungen von Mensch zu Mensch, von Volk zu Volk aus eine Höhe bringen, wo wir das Ehaos unter uns lassen. Rnr die Menschen, die so wirken, daß-sie über die Ichsucht, d'e Eigensucht hinaus zmn Gemeinschastsdienst an der Mitmenschlichen Welt vorstoßen, — nur diese. Menschen sind lm Urteil-LippertS die eigentlick) religiösen, die wahrhaft. frommen Menschen. KEMiZ Elte isl.:'' . •. In einem Aussatz „Religion als Grundlage bon ' Stm-it und 'Gesellschaft- - („Ständisches Leben". 4. Jahrgang, ll. Heft) behandelt Ha ns Rie4)l die Aufgabe der Religion' in unserer Zeit. . - Der magische. Gehalt einer Religion, so lehrt er. kann in seiner letzten Tiefe nur denen begreiflich. bleiben, die dag mystische Erlebnis in'sich zu voller Bewichtheit zu steigern vermöge^ die ans diesem Erlebnis Kraft und neue Eingebung gewinnen. Darum wird sich immer wieder zeigen, daß' das Schicksal jeder Religion in ihrein Verhältnis zur Philosophie gegeben ist. Ist die Kraft der Religion so weit erstarrt, bafj sich die Philosophie vom religiösen Urgründe losznlösen vermag, das; sie eine rein rationale Außlegung des Weltbildes wagt und wagen muß — weil das Religiöse versagt —. domr rvtrd die Religion selbst liitb mU ihr b!c ganze Kultur - die innerste .Geborgenheit verlieren und früher oder später der Auflösung verfallen. So gilt eö überall, wo man Verfall wittert, den aufsteiaenden Gegenpol zu suchen, ohne welchen Verfall gar nicht denkbar wäre. ' Tie magischen Kräfte der Religion werden vom Rationalismus bedroht, das lnhlhische Lebensvorbild vorblaßt, je mehr sich die Werte entfalten, die es begründete. Aber in diesem vollentsalteten Weltbilde müssen doch wieder Kräfte liegen, die zum Tiefsten drängen, und in Wahrheit haben die wirkenden Kräfte daß gött-licheo Gründers selbst den Folger herbei gezogen. Aber vom irmersten Kerne her muß daß religiöse Empfinden nach Ernenernng ringen, sonst wtro sie ihm nie zuteil Cv'b ■ In drr „Hilft" (40. Jahrgang. Nr. 3) veröffentlicht Ludwig H orz einen sachlich unterrichtenden Aufsatz über die ..Ostjuden". Man muß zwei Gruppen^ von Ostjuden unterscheit'cn. Diejenrgen Ostjuden, welche unter penßischer Staatshoheit "lebten, waren und sind deutsch eingestellt, während die unter habsbnrgischer und russischer Staatß. Hoheit lebenden eine „völkische Minderheit" bildeten. Den notleidenden Ostjiidon erschien Auswanderung als der einzige Ausweg. Argentinien^ Kanada. USA, in England London. Birmingham, Manchester, in Deutschland vornehmlich Preußen und Sachsen waren Ziele ihrer Answanderung. Die Zahl der Ostjuden in Deutschland ist/ wie Herz nachiveist, von jeher überschätzt worden. Etz ist auch keineswegs richtig, daß sie hauptsächlich daß Hausicrergewerbe ansübten. Vielmehr sind sie zumeist in handwerklichen Berufen tätig. ' LchWMM'HsHMr, Man macht Auszeichnungen, waß gegeben wurdo. Oder eß wird erzählt. Herr habe gestiftet, gegeben ot»er geholfen. Einer trägt es dem anderen zu. E8; wird Tagesgespräch. Schließlich hält es dieser oder jener für angebracht, seinem Bekannten oder irgend jemandem, der ihm dafür geeignet erscheint, zu erzählen, er 4;abe dern gerneinsamcn „Freunde" geholfen. — Nicht zu vergessen ist die große Armee der Ehepartner, die es für notwendig erachtet, ihre gegenseitige „Hilft" b'Lkanntzugeben, obwohl. eS diese noch nicht einmal ist. Hier kann cß sich nur um eine Selbstverständlichkeit handeln, die znm Begriff der Che überhaupt gehört. Weshalb die8 alles? Der Sinn dc-2 Helsens vver der Hilfe wird verkannt, oder wir alle haben eine falsche Vorstellung, einen falschen Degriss bcS HclfonS. deß Gebens. Die Schlagwävier „MaterialiSnmZ" oder .TfdealiSmuS" sind in bezug auf Helfen nachdrücklichst auszuschalten. Dei dem Worte oder Begriff „Helsen" denkt leider jeder: „Will ich helfen, kann ich helfen, muß ich helfen?" Durch diese Eiustellrmg ist der Sinn des Helsens bereits vollständig verkannt. Wir alle haben die sittliche Pflicht, dein Mitmenschen und damit der Allgemeinheit zu helfen. Diese Pflicht darf aber nicht die erwähnte Fragestellung heraufbeschwören. Was hat Helfen mit „Wollen. Können? oder „Vtüsien" zu tun? sobald man sich in dieser Hinsicht schon eine Frage vorlcgt, dann hat man den Sinn der Hilfe bereits verkannt. „Helfen zu dürfen oder ich dar^ helfen" kann und muß der einzige GedankS überhaupt fein. Jeder Mensch muß cs als seine Bestimmung ansehcn. daß er helfen „darf". Helsen will jeder, helfen kann jeder, helfen muß jeder. Krankt an unserer falschen Einstellung nicht sehr viel, vielleicht viel mehr, alS wir zu ahnen vermögen? Deshalb kann cd für uns nur noch ein Leitmotiv geben: „Ich darf helfen." ,LZM 8Ä& MO WM _ . Ter bekannte. evangclisch-theoftgifche Schriftsteller Johannes Müller aus Elmau in Oberbayern veröffentlicht als 9. Heft des 9b. Bandes der, von ihm heranügegebenen „G r ü n e n Glätte r" eine Aufsatzreihe, welcher er die genioinsame Ueberschrift «.Dom Werden eines Volkes" gibt. Müller ' vertritt in dieser Schrift die Ansicht, daß man sich bei kritischer Haltung der nationalsozialistischen - Bewegung gegenüber selbst der Vtöglichleit des schöpferischen Verständnisses für die Notwendigkeiten einer neuen Zeit begebe. Vtan müsse die Kräfte einer innerlichen Gläubigkeit in den Dienst der gottgewollten Erneuerung der Ration stellen. Es stünde mrS nicht an, zu diesen Auffassungen Stellung zu nehmen, wenn Müller nicht auf Seite 141 ff. auch einige Sätze über das neue Gesicht der jüdischen Frage veröffentlichen würde. E2 heißb dort: „Und schließlich noch ein Wort an die Fiihrer. Agitatoren und Organe des jüdischen 'Kriegs gegen Deutschland. Vielleicht hört man ans . mich, da ich kein Antisemit bin und meine Stimme wie vor 42 Jahren auch jetzt gegen die Iudenhetzo erhoben habe. Die Hauptanklage gegerr die semitische Rasse ist ihre Geschlossenheit und - nationale Glsichschaltuna in der ganzen Welt. Das Protokoll der Weisen von Zion ist eine ■ Fälschung, wie schon vor einem halben Jahrhundert von Sachverständigen nachgewiesen ivurde. Aber beweist nicht jetzt der jüdische Welt« , krieg gegen Deutschland, daß die Juden wirklich' nur Gäste und Fremdlinge in den anderen Völkern sind rmd rrmner schon eine so geschlossene Ration waren, wie sie andere 'Völker bisher vergeblich zu erringen suchten? Ich habe auch noch nichts davon gehört, daß Iiwen qcqch die Belle- ■ tristik jüdischer Literaten und ihre arische Ge- ' folgschaft ausgetreten wären und die Säuberung, der deutschen Literatur von dieser Sumpsflora begrüßt hätten. Scheint das nicht zu beiveifti;. . . daß solche verderbliche und zersetzende Prodnttioit samt dem Intellektualismus und dein Skoptiztsrmis. der alles, ivaß Ehrfurcht heifchc. profaniert.- dem Resormjudentmn unserer Zeit „artgemäß" ist? Mir nicht; aber ich fürchte denen, die nicht den Vorzug persönlicher Vertrautheit mit Juden 'edelster Vtenschlichkeit haben wie ich. Auch daß ■ die Iudenschast den Liberalismus Überall blindi ' lings zu ihrer eigensten Sache macht., obgleich dieser doch völlig versagt und abgewirtschaftet hat. zeigt doch, daß sie sich zir diesem semitischen., ' Gewächs bekennt. In Deutschland hat sich, abgesehen von sokchen - Städten, in denen leider innner noch jüdische Ke'Oultter erscheineri. schon eine neue persönliche. , wilv"hmvolle Annäherung Zwischen arischen und jüdischen ü)eutschen gezeigt. Aber ich fürchte, im ... englische Zeitung dieser Tage von-einem jüdischen Demoii. ' ftratioilSzug für Boykott deutscher Waren schrieb, marr habe den Eiridruck gehabt, die ganze Unter- - weit LondoriS sei dafür ausgeboten worden, so erleuchtet dieses Eiilaoständms wie ein Blitz die Gefahr, welche der jüdische Krieg gegen Deutschland für die Juden aller Länder heraufbeschwört. Er zerstört dre Naivität der Völker den Juden gegenüber, dank deren sie sich bisher ihrer Gunst ersreuteii." Wir nehmen den Willen zur Objektivität, der aus diesen Worten, wie aus den schon früher vor: Müller gehörten, spricht, gern entgegen, aber wir müssen bemerken, daß Müller einigen Mißverständnissen, nicht entgangen ist. Tie bedauerliche Animosität. die in euiigeu Läridern gegen daS deutsche Reich besieht, als „jüdischen Krieg gegen Deutschland" zu bezeichne,i. geht weit über das hrnmiS. was die nüchterne Betrachtung der Tatsachen feststcllt. In Wirklichkeit haben sich französische, englische oder tschechische Nationalisten znnr Deik and) kommunistische Parteigänger in verschieder,en Ländern dergesetzgeberischen Me des neuen Tentschland bedient, um, ohne Rücksicht arif jüdische Interessen zu liehmen, ihre eigenen Ziele zu verfolgen. Es braucht nicht geleugnet zu werden, daß auch Juden unter solchen Wortführern gewesen - sind, aber die Repräsentanten der großen jüdischen " Organisationen des Auslandes elwnso wie de§ Inlandes Hatzen insgesamt die Ausartung^ einer un-" gerechten und unbesonnenen Propaganda, wie diese selbft. scharf mißbilligt. Juch sollte man wünschen, daß ein so v^rinricrlrchter Geist ivie Johannes Müller nicht.bei der Phrase vom „zersetzendeii IntellektualiSmus" und was dergleichen unklare Rede- Wendlingen mehr sind, .stehen bleibt. .. Wenn cr.^ wirklich vertraut fttn will, nicht nur mit e i n'Z e l - . n c l, „Juden edelster Merischlichfeit", sondörn mit dem Willen der gesamte »'jungen jüdischel; Ge-, neration in Deutschland, dann muß er erkennen, daß' em tiefer Zug religiöser Besimtung und geistiger Saminlnng durch diese junge Generation geht. Mit dieser Sammlung ist der entschiedene Wille verbunden. gemeinsam mit den ernsteir Kräften aller Bölfev der sich heranfdrängeuden „Unterwelt" im Geistigenwie tm Tatsächlichen entgegenzntreten. Wenn.es wirklich, wie Johannes Müller es sieht, der Erfolg solches allseits zu beachtenden-geistigen.Umbruches wäre, daß^sich eine, „neue persön- - liche' teilnahmsvolle Annäherung 'zwischen arischen und jüdischen Deutschen" ergibt; so würde damit das Streben-auch unserer Vesten seine Ersüllung erfahren. C3. LMM M Ut .MK» (MUMM fö WchM Das preußische Iustizmimsterimn hat. wie die Jüdische Telearaphenagcntur (ITA) meldet, aus Antraü der „Vertretung der Unabhängigen Jüdischen Orthodoxie Deutschlands" an alle Generalstaatfonwaltschasten eine Verfügung ergehen lassen, auf Grund deren die Mazzoth. die von den jüdischen Gemeinden der Gesängnisvenvaltnng übersandt werdeli. den daraus reflektierenden Gesangenen-ausgehändigt werden sollten. Eine gleiche G» ■ nehmigung ist von der Geheimen Staatspolizei für die Konzontratioiislager erteilt worden. MW« LA (M WM Am 30. März starb in hohem Alter die Gattin von Max Hirsch, dom Gründer der Hivsch-Tunckexschen Gewerkvereine. Daß eine diesem Manne so eng verbundene Persönlichkeit in unfere Tage hineinragte. mutet uns mm. da wir von ihrem Hingange erfahren, fast wie ein AnachrontLmuö au. Allzusehr sind die „Freiheitlich nationalen" Gewerkvereine Hirsch-Dunckerscher Nichtuiig für uns schon Geschichte geworden, obgleich noch kaum ein Jahr feit ihrer Auslösung vergangen ist. Der Verband der dentsd;en Gewerkvereino war die älteste Arbeiterorganisation DeirtWands aus geMrlsckpftlicher Grundlage. Er führt seinen Namen nach dem der Verstorbelien schon im Iol)re 1005 in den Tod vorausgegaugenen Politiker und Dolkswirtschastler Max. Hirsch und dem Verleger Franz Dunck'er. Wemr wir noch des dritten Helfers und Mitbegründers Schulze.Delitzsch gedenken, so steht bereits eine ganze Zeit mit den Namen Bismarck und Lassalle und ihr^u von ganz, verschiedenen Standpunkten bestimmten Beziehungen znr Arbeiterfrage und Gewerkvereins- gründung vor uns. Aber auch die Gegenwart dürfte bei den der damaligen Gründung zugrunde liegenden 'Gedanken ruhig nock)-manchmal veriveilen, denn unschwer sind Berührungen gerade dieser nationalen. - -strenge wirtschaftsfriedlichen umd eben darum die 1 Sozialdemokratie - heftig . bekänrpstnden Arlreitcr^ bewegung zu heutigen Formen zu entdeckeri. Das Hinschriden der Gattin von Max Hirsch gab uns so den Anlaß, uns einer überwmrdsnon Organisation zn erinnern, deren Gedanken jedoch den Tod seines Gründers und' dessen Ehegefährtin Überdauert haben. LLUgr-edNÜloNsr l>r. Alfred H J r e a h b a r 's 8tellvortrot«r ür. & argsroto Qd«lb«im. Bsids ln Barlio. Für RtlckseatfuDg uavcrb8STt«r Mtnusli-riptö ist Frdmrwhlag bolaufüEBD. Laltcf der AnEoipeo-Abtcilung und vcraotwortücti für deo luhalt dar Anaoiccai FriedrJob Nathao, Bcrllri. DA. I. Vj. .53 000. " Verbs: Ceatralverola dcuteeher StaatebilrRer jüdisches Gbabaas e, V.. Borlln W 15. Dmccr Sir. ' Tel-Adr.: ^CsatraJclaubon Barliu." Fcrnunr J 2 Oliva 8141—45. Fcütcebce!» Gorlia CD4T2. Drucls der Buch, and Tlofdruots.OcEOÜsobsft w. b. E.. Borlio 8W. 10. ‘ r in i i 0. - ,r r-O'! i;0 0

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