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Central-Verein-Zeitung · 1934-03-29 · 13 (29.3.1934) · page 20

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
13 (29.3.1934)
Date
1934-03-29
Page
– (sequence 20)
Language
German
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I 'r£\ f \ ' K-t-ktä ti Wir fjnbni in uufetcr letzten 2lii-?gahe ül^cr den organischen Vlnffvtn der deutschen Wirtschaft, wie er nach dein >,enerlassenen besetz geplant ist. berichtet. Air liaben anch initaettsill, das; der Reictisivirtschaslöminisler die Organisation der gewerblict,cn Wirtschaft in zwöli Hanptgruppen zusaininengesaßt har. Äh eine dieser Hauptgruppen erscheint anch der Handcl, der der Führung de-:- Handelslamnicrpräsideuten 'hi c r sFrankiiirt a. '.Ul.) unterstellt ist. Auch im Handel ist man bereit-? seit langem aktiv dabei, durch Zusammenfassung vvn verbänden Nebervrgani'ativn zu beseitigen, und damit dein Ziele N'-? noiicn besetze-:- weitgchend zu dienen. TcHou im verg.uigeueii ^nljr liaben sich Spitzeuverbände zinaininengemuden. 3o entstand aus ver,'ct,iedenen 'großen F.uHorganisaiioiien der 3>eict,ss!and de,? deu'setien Handels. Aber ancl, innerhalb der einzelnen 2siirt'ck,.ists.;weige de-? Handel-? ,ck,reitet die 'Bereinsachung rn'tig vvrivlirt-?. co liaben inir .311111 Beispiel über die Nengliedermig de-? Teriiteinzett,andel-? ebensalts iel)vn in der lebten Nummer berictstet. Cvinc Ergänzung und Bervoltiländiaung erfährt der organische Äusbau de-? gesinnten Einielhandel-? dedurelj, das; bei den ein ):tneu Industrie- und Handelskainniern ihn;etl;andel-?vertretnngen einznrichteu sind, wie da? 3:1m Beispiel in Berlin im einzelnen dnrck'geiül,rl werde» sott. ersiil,r man aus einer vor lnr;ein abgehallenen großen Bersainmluna. in der von den Führern de-? Einzelhandelsamt-? bei der Berliner Industrie- und Handelslaminer genauere 'Angaben über die Eingliederinig der EinzelHändttr in das Einzelliandelsaint gemacht lieber die luernir vorgesel>enen organisiatorisihen Nlasinalunen sprach der ^ynditiis der Berliner Indn'trie- und Haudelslaininer. Tr. K 0 p s eli. (fr wie? na ei, Zeünngsl'erichicn u. a. daran' Hin. das; naeb dem lüench znr Abänderung de-? Grütze-? über die Industrie, und Handelstauiniern auel, alle diesteigen lüaverbclreibenden. die weder im Handelsregister noch in der Handwerlsrotle eingetragen sind, lnvitig von den Industrie- und Handelslainmern betreut werden. Entsprechend den Vorschriften des Gesetzes Hat die Industrie, und Handelskaimner eine EinzelHaudelsvertretuug geschaffen, die die Bezeichnung ..Einzelhandelsamt" trägt. Sic ist ein Organ der Industrie- und Handelskaimner und hat im Nahmen der Kammer unter eigener Verantrvortung die Aufgabe, sowohl die Gesamtinteressen des Einzel- Handel-? des Kainmerbezirks wahrzunehmen, als auch zwilchen allen Bestrebungen der zum Einzelhandel gehörenden Fachgruppen einen Ausgleich zu bewirten. lieber den Weg. der im einzelnen lwschrittcu wird, teilte Tr. Kopsch in seinem Referat u. a. weiter mit: Tie vom Gesetz betrvfsenen Gewerbetreibenden haben einen Fragebogen ausznstsilen. der nach Ostern bei den Verbänden oder bei der Industrie- und -Handelskammer erhältlich sein wird. Die Ausfüllung de? Fragebogen-? kann gegebenenfalls gesetz. lieh erzwungen iverden. Tie Angaben dienen lediglich der Einzelhandelsvertretnng und werden dort selbstverständlich vertraulich behandelt. Aach Prüfung der Fragebogen erhält jeder Gewerbetreibende eine Einzelhandels- oder Gewerbekartc mit Bild und Unterschrift des Inhabers. Diese Ein3elhandel-?kartc bedeutet lediglich eine Bescheinigung über die Aufnahme in die bei der Einzelhandelsvertretnng geführte E i n z e l h a n d e l s r 0 l l e. Jeder Gewerbetreibende im Sinne de-? neuen Gesetzes ist der Kammer gegenüber mit einem Ial,resbeitrag von 0 NM beitragspflichtig. Tr. Kopsch betonte aber, das; diese Beitrag-sp'licht feine finanzielle Nenbelastnng der Wirbst,ast bedeuten dürfe, weil zu erwarnen sei. das; die damit gegebene bernfsständische Eingliederung der Gewerbetreibenden eine organisatoriselie Vereinfachung und damit eine Minderbelastuug nach der anderen Seite zur Folge hat. Die £> anptge 111 eins ch a f t des deutsche n Einzelhandels wird, wie die „Frankfurter Zeüiing" meldet, in Weimar am ll. und 12. April eine mit einer Berwaltnnasausschaßsitznng verbundene Arbeitstagung abhalten. Als Anüakt zu dieser Tagung veranstaltet der Einzelhandelsverband Thüringen am 10. April eine öffentliche Kundgebung. KMsisr in Mt SWBiW' Tie „Franksurter Zeitung" vom 28. März 1931 versieht einen großen Aufsatz mit dieser Ueberschrift und dem Unfertiiel .Strömungen mib ihre Grenzen". Ter Artikel schildert chronologisch die Entwictlung. die die Stellung des 'Arierparagraphen in der 'Wirtschaft genvinmen hat und erörtert insbesondere die lüngsten Prol'leme der nichtarischen Betriebsiiitirer. der Inden in den wirtsthattsnnd sozialpolitischen Bertninden. der Beziehungen zu jüdischen Uuterueluuuiigeu und de-? Einlaufs in jüdischen Geschähen. Gerade die letzte Frage ist durcl, die NS-Hagv-Attion sehr in den Vordergrund geriickt worden. Tie „Franliurter Zeitung' lnüpst hieran folgende Bemerkimgcn: Jede antijüdische Boytvltpropaganda ist. wie die 3SK initleilr. von den verantwortlichen Führern der 'Altion ansdrüctliei, unterlagt worden. Allein es ist offenbar niclit leicht, die erforderliche Aufklärung überalttiin wirksam werden zu lassen, zumal in solchen Fällen die lokale 'Presse oit keinerlei Neigung zur 'Mitarbeit zeigt. Traüisct,e und äußerlich siichthare Nlet!,oden gegenüber >nst>tarisc!,eii Firmen und Geschäften sind anch in dieser Hinsicht vielleict,! nicht immer das Euticheidende. In vielen Fällen erzielt ein perfönlictier Appell zusammen mit einer gewissen .gontrolle gerade in kleineren Orten beträchtliche 'Wirkung. Es ist wohl so, dai; es bei fortschreitender Beschäftigung des 'Volkes mit Nassenfragen ausführlicher Belehrung auel) i'thev die Grenzen de-? beabu'chligten 'Borget,ens bedarf, tvenn nicht Ipontane Itröinnngeu entstehen follen, die »her die gewollte Begrenzung der Arstrgeietie am aiif;er>virljcl,aftlicl,e Gelüete >,inausgehen. Solche Btröinnngen sei,einen es l,eute schon fast nndnrchsührbar zu miuchen, daß die deutschen Ristsilarier der vst vorgebrachten Forderung Nechnimg tragen, sich gleichmäßiger als bisher til<cr die versitiiedenen sisiunise 311 vertei'!en. Er,! lürzitch ist ja öffentlich in einem Teil der Preise vor der Ausnahme nichtarischer Lehrlinge in der Landwirtschaft geivarnt worden. Und ebenso in mit grotzem Nachdruck dagegen Verwahrung eingelegt worden. das; sich neuerdings Juden bemühten. „Lehrstellen für ihren Nachwuchs bei -Handwerks- und Geiverbemeistern zu ergattern". 'Wie junge deutsche Nichtarier ihr Beben gestatten lönnten vder sollten, ist danach nicht leicht iiasznmalen. Wie denn überhaupt der Bebensraum für die deutschen Nichtarier früher oder später dadurch bestimmt iverden ivird, inwicweit der Staat, der auf so vielen Gebieten der persönlichen Haltung führend hervortritt, anch neben dem Gesetz den erwähnten Strömungen Namn oder — eine Grenze gibt. Am 22. März fand in der Reichskanzlei eine Sitzung derNcichsstatthalter statt, beider Neichsk ci u z l e r Adolf Hitler über die staatspolitischen Aufgaben der Neichsstatlhalter, wie sie sich ans der Turchsührung des Gesetzes über den ' Neuaufbau des Neiches vom 30. Januar ergeben, sprach. Ter Neichskanzler trug bei dieser Gelegenheit den Neichsstatthaltern ans, dafür zu sorgen, dah ein selbständiges Vorgehen einzelner Partei- und Dienststellen in wrrtschafts- und finanzpolitischen Tirigen überall unterbunden werde, da fü v d i e W i r t s ch a f t s - und Finanzpolitik einzig und allein der N c i ch s w i r t - s ch a f t s m i u i st e r und der N c i ch s f i n a n z - m i 11 i st e r, und für die Geld- und Bankpolitik nur der N e i ch s b a n k p r ä s i d e n t zuständig seien. Ehe lokale und Bandesstellen oder Dienststellen in der Partei und Parteiorganisationen lvirtsä,aftliche vder finanzielle Anordnungen treffen, müsse in jedem Falle eine vorherige ätlärung mit der zentralen -lleichsbehörde statlgefnnden haben. Ties gelte natnrgemäs; auch für alle anderen Verwaltmuz-sziveige. * Bei der Gründung eines Gaiiwirtschaftsrats für den Gau llöln-Aachen am 23. März, der neben zahlreichen Gästen auch Staatssekretär Tr. Feder beinwlinte, hielt, nüe ans .llöln gemeldet ivird. Ga»° wirlschaftsberater Tr. Süzmidt eine Ncde. in der er den Anfgabenkreis des Gamvirtschaftsrates umgrenzte und gleichzeitig ansführte. das; die wirtschaftlichen Grundsätze der nationalsozialistischen Vnvegnng unantastbar seien. Niemand solle glauben. das; z. B. die Warenhaussrage für den National sozial Ismus mit dem Tage der Machtergreifung erledigt fei. Niemand solle aber auch glauben, der 'Nationalsozialismus sehe den Aiitzdriick einer revolutionären Gesinimng darin, sich in der Wirtschaft tvie ein Elefant im Porzellanladen zu gebärdeu. Es müsse besonders betont iverden. das; die alte nationalsozialistische Forderung der Brechung der B,insknechtsct)aft im ivohlverstandenen Sinne keine zeitbedingte Parole des .Kampfes um die Blacht gctvesc» sei, sondern das; die Vernürklichimg dieser Forderung die sehr reale Gruiüdlagc für einen dauerhaften Aushau der Wirtschaft bilden werde. Nlan ivisse fehl* mahl, das; gerade die Vösimg dieses Problems nicht von heute ans morgen herbeigesührt werden könne. Es könne a u 6) nicht genug daraus h i n g e w i e s e n w erden, a fi d i 0 grundsätzliche E i n st e l I u n g des Nationalsozialismus eine Soudcrbehaudlung der Inden in der Wirtschaft unter Abweichiuig von der eigenen richtigen Grundtendenz nicht ke n n e. Mau stehe hier kompromitzlos zu den nationalsozialistischen Grundsätzen. Sie SIS-ßago-Aktion Tie schlesische NS-Hago veranstaltete am 23. März eine großzügige Atittelstandswerbung, die in Verbindung mit einem Propaganda-Umzug dnrchgesührt wurde. Gleichzeitig wurden an daS Publikum Fragebogen verteilt, die ein Preisausschreiben enthalten, das die Vor- und Nachteile der mittelständischen Geschäfte erklären soll. Tie Stadt Breslauwar dieser Werbeabsicht entsprechend geschmückt. Große Transparente überspannten in ungewöhnlich starkem Ausmaß die Straßen. Riesige Inschriften gaben die Parolen des Nlittelstandes bekannt. Abschließend wurde in der Jahrhundcrthalle eine Kundgebung veranstaltet. In diesem Zusammenhang wurde ein Ausruf der Kreisleitung Breslau-Stadt der NL-Hago veröffentlicht, der sich gegen die in gewissen Kreisen verbreitete Behauptung loandte, das; die NS-Hago im Anschluß an den Nlittelstandswerbetag einen Boykott der jüdischen Geschäfte ansetzen wolle. Diese l>l a ch r i ch t e u feie n u 11 w n h v. Y- In der gleichen Richtung beivegt sich ein vom „B ö l k i s ch c n B e v b a cl, t c r" vom 2ö./20. Nlärz 193.1 veröffentlichtes Bulletin der Bügenabwehr- Zentralstelle der NSDAP. In iviederhvüer llnterstreichnng der vvn uns in der „Wirlschast der Woche" vom 22. 'März 193-1 bekanntgezzeheneip Anvrdnung der Obersten Leitung der PO. Abteilung Propaganda, führt dieses Evmmnnignö ans: Wahr ist. das; von der RS-Hagv l'Nativnalsozialistische Handels- und Gewer.beorganisativn) in der Zeit vom 23. 'März bis 7. April eine Schulnngsaktion dnrchgesührt iverden soll, um anch den Mittelstand ui der von, Fü!,rer angekündigten Frühtingssclilaclft gegen die 'Arbeitslosigkeit erfolgreich einsetzen zu können. Jede antijüdifche Boykottpropagauda ist von den vcrantivortlichcn Führern dieser Aktion in LSort und Schrift ausdrücklich untersagt worden. •Y- Reichsjnslizkominissar Tr. F r a n k führte znm Thema ..Kamps der Realtivn" in einer großen Kundgebung, die am 22. Nlärz 19-3-1 in Weimar stattsand, 11. a. ans: Ten „lönprvzentigen Nationalsozialisten" mit den 'Mitglied-?büü,ern N'r. ..3. vder -1. Million", die Uii, wunderten, das; in Deutschland überhaupt nach Juden lebten, sage er. das; demnächst in der Organisation der Bewegung eine gründliche Nlnsternng gehalten ,verde. Tie Partei minie auch darauf bestehen. daß ihre Prinzipien nicht durch sogenannte S v n d e r v r g a n i s a t i v n e n angetastet würden. Ter Nationalsozialismus habe dem Botte das gebracht. was die Rsi'aktion nie verstellen iverde und die Marristen stets verlacht hätten: das Gefühl der Kaineradsct,aftlichkeit. das Bewußtsein, daß alle aus Gedeil, und 'Verderb in einer Gemeinschaft der Deutschen verbunden seien. 1. Die ..Deutsche.Handelsvertreter-Zeitung" vom 24. März teilt folgende Berbandsbckanntmachung mit: Zn der Neugestaltung der Organisation. Tie unter vorstehender Ueberschrift erlassene Bekanntmachung in Nr. 10 dieser Zeihchrjft vom 17. Nlärz d. I. ist überholt. Tie Sachlage ist nunmehr folgende: Nachdem entsprechend dem 'Aufträge dis Stellvertreters des Führers. Reichsininisters Rudolf H e ß , der B e r b a-n d reisende r Kanflente Tentschlands, der Bund u a t i v n a l s v z i a l i st i s ch er Handelsvertreter e. B. und der E e n t r a l verband d e n t s ck, c r H a n d e l -? v e v tret e r - verein e e. B. zu einem Gesaintverband, dem R e i ch s v e r b a n d d e n t 1' ci, e r H a n d e l -? - Vertreter 1111b G c s cl, ä s t s r e i s e n d e r üR DH G, e. B. znsammengesaßt worden sind, wird seitens der NSDAP laut Nlilteilinig des Stellvertreters des Führers vom 23. Januar d. I. - die E i n z e l e p i sl e n z der drei vorgenannten 'Verbände als erlös eh e n betrachtet und der RT-HG als in Zukunft einzig bereetftigter 'N'ael,- folgeverband anerlannt. In ttebereinstiinnnnig mit dieser Verlautbarung des Stellvertreters des Führers hat der Reichsnsirtsehaftsminister Tr. Schmitt am 22. d. NI. ertlärt. daß die ttebersührnng der Nlitglieder des ETH in den 'N'THG weitertsin und ohne '.'lufsckiub dure!,zusiit,ren ist. Einzelheiten der weiteren Gestaltung iverden von dem Führer des RTHtv, Pg. Heck, uasi, Rücksprache und im Esinvernehmen mit dem Reichswirtschaftsmiiiisterinin geregelt. In der angezogcnen Belanittmachnng vom 17. Nlärz. die Durch diese Nlitteitimg als überholt bezeichnet wird, war mitgeteilt worden. daß alleAnslösuiuzs- und Ueberführnnasmaßnahmen sofort eiuzustetlen seien. Da der RD-HG tu seiner Satzung den A r i e r p nr n graphe n hat, finden zurzeit jüdische Handelsvertreter keine Aufnahme. 2. BeiniE Eentral-Beretn deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens ist im Austrage der Reichsvertretung der deutschen Juden ein Dezernat für -Haltdclsvertreter in der juristischwirtschaftlicheit Beratungsstelle gebildet worden. Es steht allen jüdischen Handelsvertretern zur Verfügung. Verkchrsztveige und VertreEr der Berlehrsnicher angehönm. zu seiner ersten Sitzimg isinG'rnsen. Ter Reichsernährnngsminister l,at eine Vcrordmmg erlassen, wonach mit Wirkung ab t. April ein R e i ch -? C v in miss a r f ü r d i e Bi c p , NI i l ch - 111! d Fettwirts ch a s t besteh t wird. Das Sozialamt der Deutschen 'Arbeitssroiit. gibt im Einvernehmen mit dem Uttsichswirtschttj-.. Ministerium und dem Reichsarbeitsministernmi bekannt. daß mit der t'lufstellnng der Listen für öic B e r t r a n c n s r ä l e und »nt sonstigen Wahl - Vorbereitungen entsprecheud dem Gesetz zur T,pnnng der nationalen Arbeit und den dazu cvlaffomu Aussührungsbestiinimmgen unverzügtiih zu ginnen sei. Arierparagravd bei Le» SMIra? Der Reichsverband Deutscher Nlalter iNTR) hielt auf Burg Ranis. Kreis Ziegenrück in Thüringen, eine vvn fast hundert Vertretern aus dein Reiche besuchte Führertagimg ab. Wie hierüber mitgeteilt ivird. gipfelten die Aussührimgeii sämtlicher Redner in der Forderung, den neuen iii’i des nationalsozialistischen 'Malters zu schassen. Ul,ul, 'Mitteilung des Leiters des Ileberwachungsslal es. 'Atbreeht. sei ein für den ganzen Verband verbindlickies Anfnahmeverfahren in Vorbereitung, das unter anderem den Ul a ch w c i s de r a r i s ch e 11 A b st a in in n n g vorsehe. -er große Stettiner Reeder, gestorben .Konsul Wilhelm Krrnslmami, der Senior der dcntschen Reeder, ist am 2."». März im gesegneten Llltcr von 111) Jahren in seiner Batcrstadt Stettin rul)ig und schmerzlos mh schlafen. Der Manu ist tot. sein Werk lebt. Dic Arbeit Wilhelm .llunstmanus üinn in Parat lele gestellt werden mit dem Wirken Albert Ballins. Hat dieser deutsche Jude mit dazu beigetragen. Hamburg zu einem Welthasen und zum größten Europas zu maichcu. so darf man von Wilhelm Kunstmaun, dem ..Ballin der Ostsee", ohne Uebertreibung behaupten, daß er den Ruf Stettins in allen Seehäfen des Erdballs begründet hat. Wilhelm Kunstmann, der am 17. Dezember 18-14 geboren wurde, errichtete nach einer ausgezeichneten Vorbildung im Jahre 1870 die Firma W. K u n st m a n n D a m p s s ei) i s f s r e e d e r e i in Stettin und ei» i n em ü n d e. Das Unternehmen, das Wilhelm Kunstmaun in den Dienst der Nlassenaüterbefvrdernng und damit des deutsichen Außenhandels stellte, hat stich im Lause der Jahre zu dem grössten Srl)issahrlsunteruehmeu Preußens entivirkelt. Gleiichzeilig gel)örte Wilhelm Kunstmann zu den 'Mitbegründern der Stettiner Oderwerte, die >» der Folge zu einem der bedeuleudsten I»- dustrirsattoreu Pommerns und Ostdeutschlands heranwuchsen. Als am I. April 1920 die Reederei W. Kllnstmann auf 30 Jahre ihres Besteliens zurückbliekeu konnte, wurde in Faichkreiien besonders betont, das; BIillielm .Kunstmaun. der sein erstes Boot von Snunewüude aus laufen ^ieß. schon fr 111) daraus bedaicht war. große Schisse in Fahrt zu setzen. Unermüdlich hat Wilhelm Kunstmaim. später intterstützt von seinem Sohn 'Artluir, seine Reederei ausgebaut. Nlit besonderer Freude hat er seinerzeit seine Fregatte „Victoria" ans Reisen gesihiekt. ivar sie doel, das grösste Segelsichiff Preußens. Von Stettin aus sandte der stleeder seine Flotte uietst nur netrl) Seljiveden und Eug tauch, sondern seine Sichisfe liefen auch regelmäßig Izolländisiche. spaniselie, italienissiche und nordafrikauiselie Häsen an. Ltzeim jetzt die Flaggen iin Tlettiuiw Hafen ans Halbmast iveheu. so grüßen sie znm letztenmal den jiidisichen deutsichen Nlaun Wilhelm Kunstmann. der sich nur um seine engere Heimat, sondern auch um das gesamte deutsche Vaterland verdient gemacljt hat. WiMastiiche Krirzbettchle Der W e r b e r a t der deutschen Wirtschaft hat zwei neue Bekanntmachungeii erlassen, vou denen sich die eine mit Messen und Ausstellungen beschäftigt, und die zweite eine Reihe ivichtiger allgemeiner Anordnung ans dem Gebiet des Werbewcsens trifft. Gleichzeitig teilt der Werberat mit. daß er zurzeit eine eingehende Re^zelung des Auschlagwesens vorbereite. DaS Interesse an der abgeschlossenen internationalen A n t 0 m 0 b i l a u s st e l l n n g in Berlin war sehr stark. Man zählte insgesamt 410 000 Besucher. 'Nach Angabe der Standiuhaber dürfte der Umfang der Aufträge im Durchschnitt um 50 v. H. den Durchschnitt des Vorjahres übersteigen. Der Neichsverkchrsiirinister hatte den Reichsverkehrsrat, dem Führer der vcrschiedciicu Wilhelm Kiinstumiin lpil in fei nein w" 29. Dezember 1871 geborenen Sohn A r t t, 11 r, der in Stettin Träger des .kkonsillals vvn Japan- Spanien und Peru ist. einen würdigen 'Nachfvlgs'' geflinden. tzr leitet das Uitternehwen im Geiste seines Vaters ivciter. 2l r t h n r K n n st »1 a n n . der für sei» vaterländisches Wirken im Oktober 1918 durch die Verleihung des Eisernen Kreuzes am weiß-schwarze" Wuide ausgezeichnet wurde, ist u. a. Präsidialnnt' glied des Verbandes Deutscher Reeder. Vorsitze»' der des Vereins Stettiner Reeder E.V.. er gehörte ferner dem Vorstand des Tcutschen Sch"l>ch'!l' Vereins sowie des Deutsch-Naiitisclieii Vereins au- Weiter ist Konsul Arthur Kimstinaun Mitglied des Neiehswasserstraßenbeirats der Jiiternationaleii Handelskammer und Ehrenmitglied der 0)1'»- graphischen Gesellschaft der Ilniversität Greis---* Wald.

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