Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 13 (1934)
- Issue
- 13 (29.3.1934)
- Date
- 1934-03-29
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 79% known words query
- IRI
…/2277379-2278044-2278057--08467-2289474- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Sr. Leo S?nctf über den Sinn der EeWKk?lm 24. März eröffnet? der lwyerische Kul. turbund in der Synagoge .Herzog-Btar-Straße in München die Reihe seiner Vortragsabende. Rabbiner Tr. Leo Baeck sprach in sich allmählich steigernder rednerischer Entfaltung gleichsam wie in Variationen über ein unendliches Thema der Musik über „Ter Sinn der beschichte". Me Gcschichte ist ihm einmal eine Geschichte de-; Werkzeugs. mit dem der Mensch zuerst die Welt des Tieres überwacht hat, und init dem die Mastst im nürtschaftlichen und im staatlichen Bereich errungen, zerstört tind aufs neue erobert wird. ,311111 andern Mal aber eine Geschichte des Heberlieferten, des geistigen Zusammenhängens, das von Großeltern zu Kindestiiideru eine .Nette der Erinnernng fugt. Jude ist, wer von Ahnen und Rachkommen goeih, und den lebendigen Gott, den Sinn der Geschichte, in ihrem Ziisammcmvirlen Tic Rede, der die Zuhörerschaft nicht nur deslialb, iveil es die erste Rede im Raluneu des ^tiilturbundes ivar, mit gespannter Ansmerksamteit folgte, war von uu'irdigen Rlusitstiieleu umgeben. Tas Air für Violoncello von Bach spielte Tr. Benno Tahinger hervorragend gut, 1001111 es in der Weite des Ranmes in feiner Wirlung a.ucli ein wenig verloren ging. Tas erhaben-grone ..«üebot" von Händel lang Kantor Bioritz Reu mit einem Anllang von träumeriistter Bt'elaucliolio. Es ivar mehr die Welt des Ehasndismns als die der Bibel, au die imm sich erinnert suhlte. Es folgte haj tmschonioh“ in der Bertonung von Birnbaum. Hier tonnte sich das schöne, weithiutragende Trgan Rens zu voller .graft entialten. Alle Zuhörer hatten wvlü den Giudruct, das; die Birnbanmische U'ertonimg der Grone des ziigriindeliegenden Wortes viel näher kommt als das übliche Biolt von Lewandowsli. Blau darf dem Knllnrbimd noch viele solche jüdisch-benimlicheu Abende wnnschen. C. Brofcffor Sr. Lora berliner über Segen« trnrlssukm&cn der («Midien Frau Bor den zalilreich erichieneiien Mitgliedern des neu gebildeten „Uullurlreiies jüdischer Trauen", der Trtsgrnppe des Iüdifehen Franenbniidcs in -Hannover, sprach Prcstesior Eora Berliner über die „Gegemvart-miisgaben der jüdischen Trau", In 'klarer, allgemein verständlicher Ausführung zeigte 'die Redneri» die mannigsactien Ausgaben der '7u"rdin unserer Tage gegenüber Tamilie. Iiidentum 'und gesamter Nmioell. Tiefe R-tliclüen Iiaben die .'-ch-süllniig geioisser Ausgaben gegen sicl; selbst zur Voraussetzung. Rur die Trau, die sich selbst ge« Runden bgo. loiedergesunden I;at, und die weis;, woraus es für sie und uns alle in der veränderten Rage mikommt, kann ihrem Gatten echte Lebensgi'iährtin. anregende Kameradin sein, kann ihren Kindern Ruhe und Hall geben und sie für den „Lebenskampf stark machen. Rur die bewusste Jüdin. die selbst ans stieligimi und Geschichte Erhebung und neuen -Mint m scl;öpsen versteht, vermag auch den Ihrigen diese nie versiegende Kraftguelte zu erschließen. Ans dem Anigabentreis der Jüdin ist, imgeachiet der Wandlungen in der Tendenz unserer Zeit. die Anssüllimg ansrerhäiislicher Berufe nicht mehr fortzndenlen. Wo cs gilt, den Bemm im härtesten Erislen staunst zu entfalten oder gar als Berdieucriu des tägliclien Brotes für den erwcrbslos gewordenen Gallen einmipringen, kann die Trau nicht auf solche Tätigkeit verzichten. Wieder ..Der W ern gm« Bernstein im Knllnrbnnd llhein-Nulir Ter Kulturbund Rhein Ruhr brachte im Märzvrograinm das viel gespielte Gesetlschafisstück deS franzönichen Juden Bernsrein. Tie kiinülerische Leinmg T r a e n l e! - F r 0 0 » s machte den Taseinst'reis mn'erer Eltern mit itiren andersartigen äuße- ■ reu und inneren Problemen überzeugend lebendig. Tie Leninng des Abends lag im Gnsemble, dadie Dramatik der Silualiou mit ihrem aufregend lriininaliUlu1)cn .Hiistergrund schonen und in einer Tülle pactender Szenen halten mns;. Tiefer Blau 'des Autorlpit fein Kernslüct in einem Tialog des : Ehepaares. Bon sin, der, bedingt durch den merkwürdigen Grnndris; des Tramas. den ganzen Biitlelal't einnimmt. Fried! Bi ii n z e r und Hermann . ' i'i) i n d l e r gestalteten. leinen Biomein die Fäden der Spaiiniing Inder lassend, ans diesem zweiten Auszug ein lleine- Traum für sich, das aber dennoch ' virbindende Brücke zwischen dem er>'len und dritten Ate blieb. Im Bergleich mit der Rotte der Marie- - Ruise und des schauspielerisch stark beanspruchten « Richard hatte es das Ehepaar Lagardes leicht. Es fand gut mpiiiereude Berlreter in 'M e I ch i 0 r und . der hildliübsclien, vornelunen, manchmal etwas zu vornehmen, Liselotte. Rosen. Ations Fink als Tc'lelliv fügte sich dem Znsammem'piel ein. Einivandireie ethische Grone hat von den Personen des Stückes nur der junge Sohn Ternand. Werner er mann griff zu allen nalnralistischen Beitteln .als Tarsteller dieser künstlerisch vornehmen Figur. TaS Pnblilnm ivar durchaus im Bann der anS groben und feinen Elemenlen geinischleii starken Tramatik deS Schauspieles und belohnte die lebensvolle Aufführung mit freundlichem Beifall. 8. Amben Ter Aachener Synagogenchor veranstaltete zu» gmisten der Winteryilie und deS GemeindewohlfahrlsamteS ein Konzert, das die lebhafteste Beachtung weiter Kreise fand. Interpreten des KonzertS waren der Chvrverein (unter der Leitung von R ichard H e i d e l b e r g), T rganist Hans D u s ch, Obertantor Alter, Hannover und Oberkantor Bernhard Alt. Aachen? Ter Cff)or gab die schwierigen Gesänge vortrefflich wieder, Der a-cappella* andere berufstätige Frauen scheu sich gezwungen, sich anderen Bernsen zuznwenden, die um so aus. sichtsvoller erscheinen, als sie den ureigenen Frauenberufen verwandt sind. Die Notwendigkeit, die sich aus diesen Umschichtungsbcstrebimgen für viele Trauen ergibt, sich neue hauswirtschastliche oder haudiverkliche Kenntnisse auziieignen. stellt uüedcr die Trauen iu den Hilfsorganisationen vor neue Aufgaben. Tie sachliche Anleitung, die sie erteilen,, ermöglicht auch manchem Heranwachsenden Mädchen spätere BerufsanSsicht. Hier steht die Schulung der Blädchen zur tüchtigen Haus, gelülfin an erster Stelle. Umlernen mns; freilich mul) die Hausfrau, die als Arbeitgeberin der jüdischen Arbeitnehmerin gemäs; eigenem sozialen Empsinden und iveiblicher Einsühlimg entgegentommen mns;. Brücken von Menscl) zu Mensch zu sclilagen, das iit Ausgabe der jüdischen Trau, der sich Gelegenheit bietet, den Trauen ihrer GlnnbenSgeineinschast in ihrer besonderen Rot bciznsteheu. Taktvollstes ä'erhaltcn dabei, wie bei jeder Bemühung, seelische Rot zu lindern, ist bedeutiingsvollste Pflicht. Als höchste und letzte Traiienaufgahc be° zeichnete die Rediieriu zum Schlntz: Unsere Scl)ick. salsvcrbnndenheit sowohl uül den Glaubensgenossen ivie den lüchtjiidisclien Tentschen zu er. tennen und dieser Erlenntnis zufolge — unter Wahrung der gebotenen Selbstachtung und Reserve - - settzuhalten an den »och nach allsten l)in bestellenden meiiscljlicheii »nd ivirtschaftliclien Beziehungen. — Reicher Beifall dankte Tr. Berliner für ihre auiliellenden Tarlegungen und bekundete ilir die Biistimmiing der Tranen iljrer tlstiterfkadt. Begrüstungsivorte der Kulturtreis-Borsitzenden, Trau Tr. N e u b e r g . leiteten den Bortrag ein, und ihr Tank gab ihm den Austlang. Oüi JÜTiisleii» Aedilsanwkilt fidnritft Stern über Aufbminebelt (n der vemeinbe Bn einer bedeutsamen Kimdgebimg gestaltete sich die Beriammlimg des Religiös-Liberalen Bereins der Synagogengemeinde Breslau. Rach Begrüstnngsivorten des Vorsitzenden deS Breslauer Religiös-Liberalen Vereins, Philipp Lachs, sprach Rechtsanwalt Stern von der grosten Bedeutung der heute vielfach zu Unrecht ge'chenähteii Emanzipation für den Aufbau der jüdischen Wissenschaft und die soziale und seelische Gesnuduiig der Indenheit. -.Mit Rachdruck betonte er das Zugehörigleitsgefichl zu Tentschland. R!it diesem Bekenntnis zu Tent'chland feien aber die Anbiederungsversuche geioisser jüdischer Kreise nicht zu vergleichen. Tür den Palästina-Ausbau fand der Redner warme Worte der Aiierkemiung: der grösste Teil der deist- 'chen Juden müsse aber in der Heimat bleiben und hier an der Sicherung des Lebensstandards Mitarbeiten. Ten stärksten Rüctlialt bei dieser schweren Bukunflsansgabe biete die Rüstlehr zur Religion. Ter Vortragende fand wiederholt stürmischen Beifall. Tie eindrucksvolle Veranstaltung wurde durch künstlerische Tarbictungen von Hertha Glückmann (Gesang) und Erich Schässer (Klavier) würdig umrahmt. 8chw. Sr. Kerben KrmikenOeln über Me Micl> slluillsmorlll beZ JubentumS In der Treien Jüdischen VoUshochschistc hat Tr. Herbert T r a n k e 11 st e i 11 eine interessante Vorlesungsreihe „Ethik in der Wirtschaft" gehalten. Einsühiend erläuterte der Redner die Grundlagen und Grundbegriffe der Volkswirtschaft. ' In dem zweilen Vortrag definierte er zunächst „Gesellschaft" und „Kultur" und arbeitete dann die Stellung heraus. die das Judentum zu den sozialen, liilturellen und ethischen Ideen eingenommen hat bzw. noch einnimmt. Erzbischof Fan ch aber hat in seinen Advent?- predigten einen TreunimgSstrich zwisclien dem biblischen'und dcun heutigen Indentmn gezogen. Tas Judentum l)at aber immer, so führte Tr. Trauten» stein aus, an den Eioigl'eitsiverten festgehalten, die dem alten Volke Israel verkündet loorden sind und vor denen sich and) das Ehrisleiitnm verneigt. H11-. abhängig von der nicht miveränderlicheii Haltung der Juden zu den Gl,lubenssatzimgen ihrer Religion ist der imiere ethische Gehalt des Judentums nach wie vor lebendig geblieben. Und aucl, die sozialen Werte des Alten''Testaments, die Erzbischof Fanlhaber preist, sind den Juden in allen späteren Zeiten vorbildlich geblieben/ Tie katholische Kirche, fuhr der Vortragende fort, erklärt die jüdischen Lehren für Inspirationen des göttlichen Geistes. Tas moderne Judentum sieht in ihnen Ergebnisse eines scchweren geistigen und seelischen Ringens. Da es heute leine jüdischen Führer in der alten Form mehr gibt, inns; der einzelne siel) die Ideen des Judentums geistig erarbeiten. Seit Iahrlinnderten find sicl) die Juden darüber llar geivesen, das; geistige Arbeit die Voraussetzung für sittliche und knlturclle Aufwärtseistivickliiug ist. Deshalb wäre cs auch verhängnisvoll, wenn sich das deutsche Indentum heute nberivlegend zu der Parole betenuen würde: iyod von der geistigen, hin zur körperlichen Arbeit. Wir müssen vielmehr der Wertlosmacl)iing der geistigen Bildung in unseren Reihen entgegentreteii! So wie die Juden als erstes Volk der Erde den sittlichen Wert der lörperlichen Arbeit erkannt Iiaben. so müssen sic sicl) heute für die Erhaltmig und Förderung der Geisteslultur einsetzen. vr. dl. Der Lknstaktsausschttst bei der Zcntralwohls^hrtvstdle trat geineinmm mit der R e i ch s v e r l r e tu n g und dem Zentralans sch ns; zu seiner ziveiten Sitzung zusammen; an ihr ual)nu.’it auch Vertreter des Vorstandes der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und des Jüdischen Franenbnndes teil. Zunächst gab Medizinalj'trttiftifcr Tr. Georg W 0 lsf einen einleitenden lleberblist über den A l t e r s a n f b a 11 der jüdischen Bevölkerung und seine Bedentnng für das AnstaltSwesen. Tie immer schiväc!)er werdende Besetzung der Ingendgruppen und die damit in Verbindung stehende lieberalterung der deutschen Inden lässt Schlüsse aus EiiischräntungSinöglichkciteil in den der Jugend und ihrer Erziehung dienenden Anstalten zu, lässt aber ebenso die R'olwendigteit ertcnnen. die vorhandenen Einrichtungen für Alle und Sieche zu erhalten und gegebenenfalls'in sachgeinäster Weise aiisznbanen. lieber die allgemeinen "Verl)ältuisse der Altersh e i in e i 11 T e u t f ch l a n d sonne über die Lage der einzelnen Heime berichtete Tr. Tllendorsf ans Grund umfassenden VialerialS. Ans den Darlcgnngen und der lich anschliestendcn Aussprache ergaben fiel) Vorschläge für R a ch p r ü f 11 n g s - u 11 d R n i i o 11 a [ i 1 i c r lt 11 g •:> m a st 11 a h m e n . deren alsbaldige Turchsnlirung beschlossen wurde. Ein rocitcrer orientierender Bericht über den Stand der Arbeiten aus dem Gebiet der E r h 0 l u n g s - und Erziehungsheime schlost sich an. lieber die bereits in erheblicl)em Umfang durchgesührteivSchlicstusigs- und Eiiisparungsmastnahmen hinaus iverden weitere Schrille in dieser Hinsicht zu crsolgen haben. Veit diesen Fragen wstrd sich die nächste Sitzung des Ausschusses befassen. ' Schachaufgabe Nr. 4 von Paul Moscttl'lakL (Äerlin) Blatt in zwei Zügen ^'eiss: KW, Me6. Tf5, Tri.*, Lei, Sal, Sfn jjv,o bi, g4. (10 Sloim-i Schwarz: Kd3, Lfl, Sbl, Sdü, Bhj, dl, fl (.8 Steine.) Schachaufgabe Nr. 5 von Dr. G. Zepter (Äerlin) W’t'ijss: Kal, lstkw, 8^1 (I) Steiiif) Schwarz: Khi,?>ast. 1)3. eö (1 Steincj Blatt in drei Zügen Tie Ausgabe Ar. 5 ltniv ridieibet sich in bei; von der "Ansgave stlr. 3 >vo,n selbe,, Amor, ledigb,)) c»n,l> einen säiivarw'n I'„R anslatr eines weisten I'.eH. Lösung ist jedogi ganz anders. — Beide Lösungen gedm die Erklärung jür die Vedeutung der beiden Beuern chw'. G>. * Lösung der Ausgabc Ar. 3 1. Sr i—fö, Khl-- -l: Sfügl, Kgl—fl odi-e hl; 3. Dh'J—f'J bzw. hJ malt. * Richtige Lösungen sandten bisher ein: Adolf bnüiu thal (bllciivitst, H. Lindner iBiirgt'nnstndt), Hans bolni (SvandanZ Tr. G. Lvwenstcin zSluttgart), grau Tr. Eppenheim (Tppelnl, Hans Taoid (Hamburgs. Gottsüed Efuuivel fStnUgart'), war! Bechhöser gRi'irnberg, Leob. Alelirhänder fKonsladtV Tr. Kurf Nto'eiueld (amnüml Bl.i, Reelüsanwatt bioveil Held Gstüiulieist, staNn.ng Tr. Hans .guttner (Berlimaricdenauf, Rcästsaiuoall,tzrii; vienlaiid lBiüncl,enst Rpoineler ist. Brandt iBerlinst st, Varoiiowil; (Verlinst (Borg Lange gVerlini. San.-Rat Tr. Wallerstein f.UveieüM, Z». Slcrn cviegensbing,, Tr. V.icliarach uRi'irnbergst Tr. und. ^tubenvoll ,Bad 'Heirlie,,' hallst Tr. ,ued. Haus Sclüesinger f.viaimheiiiist San.-Ant Tr. Tomke cBerüni. Aier. Veekcr iKünigsbergst Arlluir Iaeov (Königsln'seu). Gabriel Ei,l:we.gc «.Fiildast Hei in eich Tberniaher lAiigsburgst Lolliar S,!>i'iU!w! CKiivnvergst Biar Lberbrmme.r cViünäicn), Julius (Mim (Rniwied>. Aliied Slianst iTbeidnr'). Arthur ,uied länder EZerlin), Augenarzt Tr. Ezellib.er (.Berlnst. Weitere richtige Lösungen von Ar.? ranbten mn: H. Bloch cTranNnrt a. Bi.), Tr. jur. Kurt Roseniw tEranksurt a. M.). S ch a ch b r i c) F a st c u. Iusliziat M. H. Banitn^ Besten Taut für Zusendung. Sie erhalten noch Bescheid. Aus den FlimAen Ter langjährige Kassierer der Ortsgruppe Langendreer des E.-V., D. H 0 r s s. wurde am 27. März T.r« Jahre all. — Mai; B a u eh w i I; fBerlin). seit Bestehen des E.-V. dessen Biilglied. vollende; am ’X. Avril sein 70. Lebeiisjalir. — Trau Soplste Rübe 11 sahn geh. Pommer cS>stloerin i. Bi.) begeht am ö. Avril ihren!>(>. Geburlslag. — Trau 'eibnihom R c> sen - b a u m (GiestenZ vullendet am 30. Biärz in bester Gesundheit ihr SO. Ledeusiahr. — Salvmon '5tetn ■8äAiaiSB»aaig^jiwLtiJ."j.CTBBMsaBKga^ ■ .-iMSMSM borg (Giesten) wird am 1. April 80 Jahre alt. ~ Rabbiner Tr. A ppel zTorMiund) feiert am 1. A(nil seinen 50. Geburlslag. — Lehrer und Kauior Hngll T r i e d m a n n (Bernkastel:Eiies) begeht am 1. Avril lein östjäliriges Beruisiubiläum. Ter Zill'ilar ist le.ngjahriges Biilglied des E.-V. — 7'ldolvh Bnl 0! 1 e r iBerlin-Eharloltenburg) begelst am ö. Avril feilten IMi. Geburlslag. Ter Jubilar ist langsahriges Alilgüch des E.-B. — Am 1. April begeln die FininHH., I T a v i d 1 0 h 11. Temmin i. Pom., ihr 7äjä!)rigcs Eeschästsiubiläum. Ehor „Zug der Juden nach Babylon" gelainz besonders wirksam. Haus Tusch beivies au der Orgel seine Meisterschasl. Grostes Iisteresse criveclte Oberkantor Alter mit hehrästclien und jiddischen Gesängen. Obertantor Alt erschlos; uns immer neue musikalische Schäuheiteii. llr. 15. K. Srnnffurt n. M. Bier technisch und musikalisch gut suiidietste, auch im Temperament einander nahestehende B,unkor: T!>eo R a t „ e r, Werner S i 111 0 11, Tritz Bt. K u t t 11 e r und Tr. Hans I. Stern haben sich ztim R e u e n F r a n l s u r t e r S t r e i ü) y 11 a r t e t t zusammeiiyesimden. Ihre erspriestliche Zusainnienarbeit erioies sich im -l. Kammermiistkabend. Tas Onartett tt-stur yp. 70 von Lmydn erstand in sauberer Kontur, geistig gefüllt und lebendig. Variationen über ein jüdisches Voltsthema von Viicl)gel Gnesstn vermiltelten die lohnende Veiaimlscliaft mit einer cistiraltervoll dnrchgesormten Slimmimgsluiisl. In dem für iistimercs Riusizieren vor einer begrenzien Hörerschaft wenig günstigen grosten caal der Frantiurt-Loge spielten Alice R 0 s e n - bäum und Tr. Willy Salomo 11 au zwei Klavieren^Werke von Bach, Biozarl und Saint- Saöns. Sorgfältige mauuelle Turchseilmig und geschmacklich. sichere Tarsteliimg zeichnete das Zusaiiuiieiimirken beisallswürdig aus. Lebhafte» Erfolg chstte die Pianistin auch mit cstiugen plastisch und csseltvoll wiedergegebeueu Svlomimmeru. A. H—e. Eiblnri .Einer Einladung des Vereins für jüdische Geschichte und Literatur zu einem Arie», und Liederabend war eine stattliche Gemeinde gefolgt. Tr. Fritz Licbcck, Berlin, brachte, in musikalisch dezeuter Form begleitet von Biurgarete Arnheim, Elbing. Arien von Händel. Biendelssvhn und Atozart sowie Lieder von Schumaun und Schubert zu Gehör. Ueberrascheud wirkte die große Stimme, die ausgezeichnete Technik und die deutliche Aus. spräche. Reicher Beifall lohnte den Künstler. Dr. W. Ist Breslau Eine Kasfeestuude der jiidischeu Hausfrau war besonders deshalb zu begrüßen, weil'dadurch eine Reihe jüdischer Firmen des Mittelstandes Gelege'nheit hatte, in einer Ausstellung ihre Leistungsfähigkeit zu beweisen, Die Ärbestsgemeinschast jüdischer Künstler unter Lust-Martin Schein hatte die kiiustleriscche Ausgestaltung übernommen und gab sich redliche Blülie, Rivean zu halten. Ten Hauptpunlt des laugen 'tzrograinms bildete die von Schein in Anlehiuing an das Original verfaßte Kurzvperette „Tie Geisha". Kurt Lenuers Bühnenbilder sind zu loben; von den Tarstellern gefielen Hanni Golz. Hertha Arno. Anny B l u m e n f e l d und Ilse F r äntel. während die Herren, mit Ausnahme vielleicht von Georg Feld mann und James Elsner, zu steif spielten. Im bunten Teil sagten vor allem die Sängerinnen Anny Bluuicufeld und Hertha Arno zu. letztere mit Liedern nach jüdischen Ätotiven, deren Tert Lutz-Riartiu Schein und deren Melodie Erich Limennun: ansprechend bearbeitet hatten. Eine neuartige originelle Art von Kleinkunst bvt ein Kvlleliiv jüdischer siniger Leiste mit einer Kabarettrevue, die den Titel „Olympiade" füyrtc und als Fustballmatch aufgezogen ivar. Heinz Agular halte iu netter Foriu Teil und Ehansons zusammengestellt. Unter Leitung von Alfred Latzmann entwickelte sich ein buntes „Sport"-Leben. Günther Pulvermacher hatte die Ehansons inisgezcichnet komponiert. Ruth Arden. Susi Sternberg. Thea Sukin, Fred: Aschkolvitz. Manfred Bial und Rstar Trucker erspielten sich, von Berthold P r 0 s k a u e r 6 Bühnenbildern unterstützt, viel Beifall. Wenn hier mit dem Einsatz frischer, „unverdorbener" Kräfte eine neue Art von Kleinluust propagiert werden sollte, so ist dieser Versuch als durchaus gelungen zu bezeichnen. Im Verein für jüdische Geschichie und Lileratur sprach Julius Bab (Berlin) über Thomas Bcanns große Romautrilogie „Joseph und seine Brüder" Er charakterisierte zunäihst als Grimdthema des gesamten Schaffens des Dichters die Gefahr von Philosophie und Schönheit für die Wirklichkeit des Lebens. Stilistisch und inhaltlich imübertrcfflich, gab er über den ersten Teil der Trilogie, die „Geschichten Jaacvbs", und über den soeben erschienenen ziveiten Teil ..Der junge Joseph" Einsührnng und Ueberblick und verstand es, den Gehalt und die Gedanken der Heiden Bücher leicht und klar verständlich zu machen. Seüw. LbtrtÄlcstcn . Der EtiorWilcnlflic CrrT)C)iccriiif| fintle Jul!»? Dap (Berlin) zu einem Vortrag über „Goethe und die Juden" gewonnen, Eiugelcitet wurde der Abend durch ein Trio von Beethoven, gespielt von, Tr. Erich Markus, Tr. Erwin Kosak und Alfred Vt a r l u s. Rofl S i m e 11 a u c v lSopraist. brachte Schumaun und Schubert ausgezeichnet zu Gehör. Tas Orchester stellte sillj erstmalig imi .Handels Orgelkonzert B-dnr vor, die Wicdergü'c war besonders erfreulich. Tas Ziisammeiispiel der Streicher und die Einsätze unter der sicheren Führung von Erwin Her per gelangen vorlreih lich. Elsa Simenauer entledigte sich als Solistin ihrer Ausgabe mit Geschick. Tas überfüllle Ho ns spendete den Künstlern lebhaften Beifall. 0. Stauen t. % Tie Gemeindeverwaltung hat einen Kulturansschuß ins Leben gerufen, dem die Aufgabe zufällb den Gemeiiidemitglicderu durch Heranziehn»!) jüdischer Künstler Erholung. Eutspamumg und Erbauung zu vermitteln. Tie bisher veranstallelen Pier Al'eude haben gezeigt, das; der Ausschuß gen; tut Sinne der Gemeiudemitglieder arbeite!. Alle Veranstaltungen waren nbersiillt. Iv'es Plaut brachte in bekannt vollendeter Weise seine emziP arligeu Tarbietimgen zu Gehör. Wir dursten warmen unb beseelten Stimme von Marie G olv^ b e r g (Plauen), von Edith R u s s a k (Plauen) begleitet. lauschen. Irma S t e i u b c r q eine juuge, tnm dev Tanzkunst herkommeude Kiiustlerin. berstand es, Poesie und Prosa jüdischer Autoren^ cn seltener Bereinigung von'Jmierliclileit des Vertrages und mimischer Ausdrurlsweise zu blisten. Tie Berliner Graphvlogiu i>Rartha Goldberti hielt einen überaus belehrenden Vortrag. Tcr.A" kannte Tenor '.l!uu Mut tuet brachte gemenstaiu mit Erna E i s n e r einen Lnersciniitt durch das Operettenscliasfen jüdischer Komponisten von M!cn; buch bis Abraham. Veide Künstler gaben uh- Bestes und fanden reichen Beifall. Tas )nMr Etimmenmaterial und die geschmackvolle Art^dc), Vortrages lassen insbesondere für Frau noch eine erfolgreiche Znkimft erhoffen. Am b'üift ‘ waltete wiederum die in allen Satteln ^'feo) Edith R u ü n l ihres nicht immer leichten Anne-.'. Der „Iüvislhc Mnsilverein Breslau^ wurde - einer Verseuimstung unter Leitung von L ö io e n s v n gegründet. Gr bat . die (hnaiui m - 0 rt e t st 0 und Rechtsanwalt Tr. Westler L