Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 13 (1934)
- Issue
- 11 (15.3.1934)
- Date
- 1934-03-15
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Awutir Kullurkreo'seZ -er Frauen. 5ft W«t Reden wurde das überaus erfolgreiche Wirken feit feiner Begründung im Jahre 1814 b.rrz nach der Emnnzipation der Juden in Teutschland, bis zur Gegm- ' wart mit chren neuen Anforderungen geschildert.' Riesenhaft die Glimme der vom Frauenverein allein oder in (Hemeinschast mit den anderen Hilss- . stellen geleisteten Arbeit, -vahrend der Kriegs, und Rachkriegszeit aufs Höckh'te gesteigert und von da ab nicht nur den eingesessenen Familien, sondern auch den eingewanderten Ostjuden genudmet! Allen wurde nach Meiischenmöglichleit geholfen, und alle liehen mm zmn Jubiläum ihren Tank anssprecheu und ihre - (staben überreichen. Rach ehrendem Gedenken ' der verstorbenen Vere'msmitglieder gab die Vorsitzende in ihrem Festbericht noch eimn.it den Werdegang des Vereins bekannt. Wie fick) in steter (*vuuiitmnifl seiner Arbeitsgebiele Gelegenheit für alle Frauen zu treuem Riitl>elsen ergab.. Wie sich ihre Aufgaben, anfangs auf das Rühen der -terbegewänder und die Totenbelorgung beschränkt, nach und nach auf alle Werle der b'harstas und der Tozialfürsorge ansdchnten, Tiem'tbvtenvereini Kleidcrtammer, Mittelslands- und Tubertulvsefürsorgo, Rähstnbe, Kindergarten und die Psnndsammlnng einender wichtigsten Schöpfungen des Bereins, zu denen seht auch noch der nengebildete „Kultnrkrcis", als Ortsgruppe des „Jüdischen Frauenbundes" gedacht, innzugetreten ist. in sogen noch einmal die '.'l> Jahre „tätiger Rienschenlielv" — nach dem Bild unserer Ueberliefernng ist sic eine der „drei G(intet, auf denen die Welt beruht" — an den sichtlich bewegten Zuhörern vorüber. Und ihr Tank an die Borschnug fand Widerhall in dem ab'chliehenden Gcsangtzvortrag des Beethovcnschcn „Tie Fimmel rühmen des Ecvigen Ehre". lllti KerlN't^ln. lbOjähriges Jubiläum eines Wohltätig» teitsocreino in Breoian. Ter Wohltatigkeitsverein „Brüder und Freunde" E. B. „Aha bat Achim" kann in den nächsten Tagen ans sein lOOjähriges Bestehen zurückblicken. Aus einer kleinen Anzahl Männer der jüdischen (stemeinde Breslau, hat sich der Berein bis zmn hentigen Tage zu einer ansehnlichen tsterneinlel^ift von Frauen uird Männern entwickelt, welche sich ansschließlirh in den Tienst der Wohltätigtest gestellt staben. Ans diesem Anlas; findet am Tonntag. dem IS. März lbck-l. in den Feslränmen des Restaurants Kornhan!er Breslau, Schioeidnitzer Stadtgraben 0 rin Festakt statt, wozu die Borstände der Geweinde sowie der anderen Wvhltätigkeitsvereine eingeladeit sind. Feiersluvden ln Berliner Schulen Wirtlich stcrzerfrenend war der Besucher» alidrang bei der Wiederliolnug der Bnrimfeier in der I ü d i s eh c n Al i t t c l s ch u l c in der Groszen ^unbnrger Straße in Berlin! Kein Wunder: c4 hatte sich stermngefvrochen, ums die Schüler in dielein lausten Prograunu leisteten. Tie Rainender kleinen und gröberen Tarsteller bliebe» ungenannt - - was ans pädagogischen Gründen durchaus zu begrüßen ist — und einzelne tvirllich [tnrfc . Talente sprachen für sich. Besondere Stimmung und Bewunderung enoeckte der kleine Ansager, der mit einer erstaunlichen Unbefangenheit und Schlagsertigleit sofort den Kontakt zmn Publikum 'and und auch hemertensiverte schanspiclerische Fähigleiten in der lustigen Tzene „Johann" bewies. Tehr begabt und graziös tvar die kleine Balletteuse. die kindlich und anmutig tanzte und reichen Beifall fand. Mau Itörle nieder zur Laute und echt bayerische Tchitadahnpseln, selbstlomponierte Klavierstücke, alles reizend vorgetragen. Auch die Rnnunern, die mehrere Tarsteller nuf dem Podium vereinigten, ernteten nur Olecht viel Applaus: das Tchnlorchester spielte mit sichtlicher Freude an der Munt: besonders gelungen tvar die ..Kindersiufonlc". Rührend in seiner kindlichen Ehrlichkeit nitd dem Belenntnis eines guten Willens zur Tchule stonr das Lehrstück vom Ritolaus mit dem grossen Tintenfah. gut gemacht die sicher nicht leichte Pantomime von der „Altweibermühle", die io nett wirkte. weil sie von den kleinen Mädchen mit viel Ernst gespielt wurde: echtes Kindertheatcr die Purimszgme „Im Borhof des Aljasverns", in der der Tarsteller des Rlvrdechai durch seine d " " .. ' 1 am meisten anslallen musite. Freude an dem festen Schritt jüdischer Jugend vermittelte das Turnen und vor allem der Eutwarsch von Abordnungen der Bünde mit il>ren Fahnen, der den Abend einleitete-, da - iol) man rote 'Wangen und glänzende Augen — ''Rist und Lebensbejahung. Mau ums; der Tiretliou und den Lehrern der Schule dankbar sein, das; in der hentigen Zeit den Kindern Gelegenheit zu solcher freudigen und schöpsi'risckien Betätigung gegeben wird und man wünscht, das; die guten Absichten die nötige Unterstützung finden. Hilde Marx. 'V* Tie Matinee, zu der die Bollsschule der Spnagogengemeinde Adas; Jisroel zu Berlin eiugeladen hatte, tvar eine gelungene Beraustattnng. Tie Leistungen der Kleinen und erftaintlich: die vom ■HrCtor der Scliule geleiteten deutschen und hebräischen Spreckchme. die viele Feinheiten gut . Heransbraehten, die deutschen, englischen und hebräischen Wieder, die reizende hebräische Auf- 'ührnug zweier Szenen ans der Pnrimgeschlchte, eine kleine englische und eilte ltirzc deutsche Sli.zze, eine Szene aus Hebbels „Judith", das hübsch getanzte Ballett und ilicht zuletzt die turnerischen Vorführungen legten Zeugitis ab von dem lebendigen (steift, der in der Schule herrscht und der Schüler zu Leistungen besäliigt, deren Anblick fedem Zusehaner ein lsteiuis; tvar. Tie selbslgesertigten .Kostüme lind die von den Schülern und Schülerinnen aller Klassen bemalten Programme verraten Geschmack nitd gute moderne Ausbildung i\ Ar. Vorkröge Im Csnkral-Versin Sr. Sank «Mmmm über ckMU-IMchrr SchilkMlvüle" Am 7. März sprach Syndikus Dr. Haus Reichmann in der Versammlung des, Landesverbandes Groß-Berlin über „Tcutfch.jüdischer Schicksalsavllle". Er umriß die Situation der deutschen Juden, die, ans einem Leben in Geborgenheit aufgerüttelt. allzuleicht geneigt seien, sich von gefühlsmäßigen Reaktivneu in ihren weltanschaulichen Entscheidungen bestimmen zu lassen. Historisd)e Entscheidungen aber dürfen nicht vorn Gefühl her bestimmt werden. Wer sich heute vom Emanzipationsweg, den fünf Gcncratiouen dmtschcr Juden gegangen seien, aus Te- Pression oder Resignation abbriugen lasse, >vird für seine persönliche Entscheidung nicht Aligemeingültiglcit beanspruclxn können. Richr als eine halbe Million Inden leben in Tetitschland und tvollen in Teutschland leben. Sie fühlen sich trog allem, was gegen sie gesagt ivird, zum deutschen Volt gehörig und sie empfinden die Verbundenheit mit dem Leben und dem 'Schicksal des deutschen Boltes um so stärker, je entschiedener man ihnen diese Bindung abspricht. Aber nicht nur subscttiv entspricht die Lösung der sogenannten Judeufrage im Sinn des Emauzi- Die Sprechstulkden des Schuldczernats der Ncrchovcrtrctung.^ Tie Reichsvertretnug der deutschen Inden teilt mit: TaS Schnlreferat der Reichsvertrctung ist in der leisten Zeit besonders stark mit Arlvit belastet worden. Ilm eine glatte Erledigung der mit dem Beginn des Schuljahres verbundenen Arbeit zu getvührleisten, must ans eine möglichst Pünktliche Einhaltung der Sprechstundenzelten des Schlildezernnts Wert gi'legt werden. Tiefe linden Aston tag bis Freitag von V2 bis 1 Uhr vor. mittags, soivie Tienstag und Tonnerstag von 4 bis ö Uhr nachmittags in der Kantstrahe löp, Treppen, statt. Handes-verbanil Grof*H-Bcrlin, Ortsgruppe Schöneberg. Am Donner«taff, den 22. Mörz., abends 8*/* Uhr, veranstalten wir im Logeuhau«, KleHdstrasee 10 (grosser Saal), einen Vortrag«?afjend. Rabbiner Dr. Manfred Swarscnsky «priebt Ein jüdi&cbe« Problem — Selbetaullösung? Dr. Erich Kehr (Kaiserslautern) spricht Großstadt und Kleinstadt! Ein Schicksal — ein Glaube! Dr. Stephan Steiuharter, Vorsitzender. Die Mitglieder der übrigen Ortsgruppen sind willkommen! pationsgedaukenZ der Haltung der delitschen Inden.!>leal und wirtsehastlich gesehen sei das Emanzipationsslreben die alleii; befriedigende Lösung. Tie deutsch.südiselze Idee macht das Leben, das die deutschen Juden in langer Tradition mit starken Wechselbeziehungen zwischen Tentschinm und Judentum geführt haben, sinnvoll. Sinnvoll, weil das deutschjüdische Bekenntnis der willens- und gefühlsmästigen chaltung der deutschen Juden entspricht: sinnvoll aber auch in einem jüdischen Sinn, tveil stärkste jüdische Leistungen aus den fruchtbaren Spannungen des Lebens in Teutschland entstanden sind: der Redner er. iunerte an die aus der deuksch-jüdischen Kultur.und Eeistesverbündenheit gewachsene deutsch-indische Leistung des 10. Jahrhunderts, die in der „Wissen- - schalt, des Judentums" ihre dauernde Bedeutung gesunden hat. Tb sich das Streben der'deutschen Inden nach einer nccien Emanzipation erfüllen würde, in welchen Formen sic vor sich gehen werde, das seien müstige Betrachtungen. Wichtig sei das Festhalten nu einer Idee, der fünf Generationen deutsche Inden gelebt haben, und die trotz der Ereigttisse und Widerstände nichts an Bedeutung und Gewicht als der befriedigendsten Lösung der Jndcnfrage eingebüsit haben. Tie Einlvände, die jüdische und nichtjüdische Kritiker gegenüber der Emanzipationsbelvcgung erhoben haben, nehme der E.B. ernst. Er wisse, daß man geistige Ntcnschen nur gewinnen oder der Bewegung erhalten könne, wenn man sich mit den Problemen ohne Voreingenommenheit auseinander setze, die die Niederlage der Emanzipakionsbewegnng klar heransgestellt habe. Ten Einwand nativnaljüdischcr Kritiker, eine Emanzipation führe notwendig zu neuer Entjndnng, bezeichln'te Tr. lsteichmann als nicht gerechtfertigt. Wenn die Absallserscheinnngen, die die Emanzipation mit sich brachte, heute mit großer Beredlsamkeit in recht einseitiger Schlvarz-Weisz-Zeichnung geschildert werden, so dürfe man nicht verkennen, das; diese auch vom Eentral-Berein nicht geleugneten, bedauerlichen Entindungserscheinungen. lvie Taufe usw., nicht typisch für die valtnng der deutschen Juden, sondern oben nur Ansnahmeerschcinungen waren. Es sei gerade das Verdienst des E. B. geroesen, im Gegensatz zu Entwicklnngeic in anderen Ländern eine Enmnzipationsbeivegung zu führen, die das Bekenntnis zum Tentschinm mit bewusster jüdischer Lialtung vereinigt habe. Tas Erlebnis dieser Zeit und seine llnunünziing in innigere stst'rslechtung mit dem Judentum iverde in lünstigen Epochen die Entartnnaserscheinnngen vergangener Emanzipationsentwicklnng verhindern. Bon diesem Standpnntt aus sei der Totalitätsansprnch der Rmionaljuden abzulehnen, was mit einer Anerkennung des Palästinaanfbaus nichts zu tun habe. Palästina sei aber auch vom GesichtSpnntt der Erhaltung des Judentums nicht die. Ehanee. sondern nur eine Ehnuce, was der Redner an historischen Beispielen erläuterte. Es sei Aufgabe des Eentral-Bercins, die deutschen Inden in ihrer deutsclijüdischen -baltung zu stärken und im übrigen mit allen Kräften für die Sicherung ihrer Eristenz in der deutsck)en Heimat einzutreten. Nordwcsi.Seulsiriland Tie Ortsgruppe Hannover hatte zum 7. Rtärz sämtliche Gemeindenütglieder zu einer Versammlung im Künstlerhans eingeladen. Ter Stellvertreter des Borsitzenden des EB. Tr. Bruno Weil, Berlin, sprach vor einer Zuhörerschaft, die den Saal bis ans den letzten Platz füllte, über „Wir deutschen Inden im Wandel der Zeiten." Die wie-immer sehr eindrucksvollen Darlegungen des Redners hinterliesten einen tiefen Eindruck. Ter Unteriveserbezirk hatte nicht nur die MU.rtglieder des EB, sondern alle Gemcindemitglieder der benachbarten Gemeinden zu einer Bezirks- Versammlung nach Begesack eingeladen. Ter Einladung des Ovtsgruppenvorsitzenden Wilhelm Herz waren fast alle Glaubensgenossen gefolgt. Tr. Werner Grnnsfeld. Hamburg, berichtete eingehend über die Entwicklung des deutschen Judentums in den letzten 2000 Jahren, um anfchliestcnd gegen jede Löstmgsmöglichkeit der Juden-- frage außerhalb Teutschlands zu polemisieren. Gin Rückblick über die praktische Arbeit, die der C. B. gerade im letzten Jahr geleistet hat, beschloß die mit Beifall ansgenommenen AuSfiihrnngen. An» schließend -vurde eine Reihe von Gegenwartssragcm besprochen. ' Ter nberivältigende Ersvlg der Ber-- sammlung — ein Fünftel der Amve.sendcm trat dem E. B. bei — ist auf die Tätigkeit des Ortsgruppen. Vorsitzenden Wilhelm Herz und die iahrzehntelange Berwurzelung der im Unterweserbezirk wohnenden . und cm Tentschtmn imd Judentum nut jeder Faser ihres Herzens festhaltenden Glaubens, genossen znrückznfülwen. Am 8. März l'.KM veranstaltete die Frauengruppe des E. B. in Hamburg-Alton« unter Leitung ihrer langjährigen Borsitzenden. Anni Bauer, im Rahmen der angelündigteu Vortragsreihe über (siegenwartssragen einen gut besuchten Vortragsabend. Gertrud P a r d o und Dr. 'Werner Grnnsfeld sprachen über das Thema „Forstbildnng und Umbildung". Während Dr. Grünsseid in seinen Ausführungen die eigenartige soziale und l>ernfliche Strnttnr der deutsck,en Juden ans Grund der geschichtlichen Entwicklnng behandelte, und über die Bernssnmschichtnngsarbeit berichtete, befasste sich Gertrud Pardo besonders mit der Fort- und Umbildung der weiblichen Bernsstätigen. Tie Vortragsreilze wird am 22. Marz mit einem Vortrag über ,Mlhelminenhöhe" von Tora Ist a g n n 3 und Walter Rose n b a u in fortgesetzt. Austordem hat am 12. Rstärz eine Arbeitsgemeinschaft im kleinen Kreise im Hruse von Gertrud Alsberg begonnen. R'eferentin dieser Arbeitsgemeinschast ist Studienrätin i. R. Gertrud B e n c d i r. Nlcetuland'WesXalen Im Anschluß an die Versammlungen, über die in diesen Blättern bereits berichtet ivurde. hat der Landesverband Rheinland-Westfaten des'E.B. in den letzten Wochen in allen Teilen - seines Gebietes weitere Vortragsabende veranstaltet. Ter Vorsitzende des Landesverbandes, Rechtsanwalt Dr. Krombach. Essen, sprach in der Synagoge zu W a n n e - E i ck e l vor den auch ans den Ruchbarstädten zahlreich erschienenen Zuhörern. Der Syndikus des Landesverbandes,^ Tr. Ernst Plaut, referierte in Gemeindeversammlungen in Gast r v p, Dortmund, D n i s b u r g , H a m m, L n n c n, M ü n st e r i. W., O b e r h a u s e n, R c cf I inghansen , Lll c s e l und Witte m In nahezu allen Fällen überstieg die Besucherzahl auch hvchgespcinute Erivartnngen. In letzter Rsti» nute erfolgendes Oeffnen von Rebenräumen, Herbeischleppen von Stühlen, bedauerliche Bestrafung Unpünktlicher durch Stehenmüssen während der ganzen Veranstaltung kennzeichneten den Verlauf der Versammlungen. Tie Zuhörer nahmen mit Danlbärkeit Kenntnis von den Berichten der Redner über Versuchtes und Erreichtes in schicksalschwerer Zeit und fanden sich mit den Referenten in dem gemeinsamen Willen letzter Hingabe für ^jüdisches Leben in dentsck)c'r Heimat, bleußeres Zeichen des Erfolges war der R'em'iutritl von eiiva 1-10 BliE gliedern in den letzten Monaten. Stt-Mlimien In G ü t e r s l o h uird R heda fanden Ber» anstaltnngeir vor der gesamten Gemeinde statt, in denen Prediger Goldmann (Herford) referierte. Mtcl-DeuMand In Leipzig fand vor kurzer Zeit ein Ausspracheabend zivischen EBern und Zionisten vor einem größeren Kreise besonders interessierter Persönlichteiwn statt. Tic Versammlungsleitung war paritätisch besetzt. Für den G. V. leitete der Ortsgrnppenvorsitzende Stadtrat a. D. Julius K raufe, . für die Zionisten deren Vorstandsmitglied. Rechtsanwalt Dr. Ludwig Lehr freund. Rabbiner Dr. Felir Gold m a n n entivickelte zunächst die Begriffe „Deutschtum" und „Judentum" und erläuterte „Emanzipcition" und „Assimilation". Dr. Fritz Loeben st ein. der Vorsitzende der Leipziger Zionistischen Tk'reinignng. versuchte die deuticlijüdischen Ideale zugunsten der nationalindischen zu entkräften. Die Aussprache litt unter der llnduldsamkeit. die ein Teil' der nationaljüdischen Zuhörer gegenüber den Distnssivnsrednern des Eentral-Vereins zeigte. Solange diese Stimmung sich nicht ändert, können solche'Aussprachen keinen Erfolg haben. Ans Einladung der Ortsgruppe des E.V. W e i ß e n f e l s sprachen am 6. Vtärz Syndikus Dr. Alfred H i r s ch b e r g (Berlin) und Dr. Julius W e i lFStuttgart). Das Gemeiudeheim war überfüllt, ein erfreulicher Veioeis für das Interesse, das der E. V.-Arbeit entgegengebraclst wird. Tr. Weil gab einen Ueberblick über die Arbeit und die Erfolge des E.V. in> ganzen ükeicki. Dr. Hirscliberg als Hanptreserent sprach fesselnd und ermutigend über „Deutsches Judentum in Gegewvart und Zukunft", wofür il)m spontaner Beifall dankte. Der Vorsitzende der' Weißenfelser Ortsgruppe, Julius Burbanm. dankte den Sprechern für die ivertvotlon und überzeugenden Anssülsrnngen und schloß die eindrucksvolle Versammlung mit dem Appell an die Zuhörer, dem E.V. nicht nur wie bisher die Treue zu beivahren, sondern ihn mich in seinem Wirken tatkräftig zu unterstützen. Eine Bereicherung des Bildes bot die Deutschjüdische Jugend, die in ihrer schmucken Festtagsklnft ordnend und helfend überall Zugriff, wo es Einer Anregung ans den Kreisen der deutschjüdischen Frauen folgend, nahm die E. V. - F r n u on g r u P p e L e i P z i g ihre Tätigkeit nach langer Pause wieder auf. Ramens des Ausschusses begrüßte Rost Krause die Erschienenen. Herta Cabatzky ging in ihrem Referat über "„Die deutsch-jüdische Frau von heute" ans die neuzeitlichen sozialen und kulturellen Probleme ein. die . sich für die deutsch-jüdischen Frauen ergeben haben. Im Anschluß hieran wurden organisatorische Fragen besprochen. Vtit der Leitung der Gnippe wurde Herta Sabatzky betraut. In Dresden fand die Gründung einer Gruppe der. ambulanten Gewerbetreibenden im G. V. statt, die unter Leitung von Aiutsgerichtsrat i. R. Hans G e r s o n steht. In einer für die ambnlanteu Gewerbetreibenden einberufcnen Bersammlung unter Vorsitz des Ortsgruppenvorsitzen, den Rudolf Apt sprach der Landesverbandsshndckus Kurt Sabatzkp (Leipzig) ülvr Wirtschaftsfragen der jüdischen Markthändler",' Württemberg . Die Ortsgruppe Stuttgart des G. D. hatb; kürzlich die Gemeindemitglieder zu einer Aer. sammlung cingeladen. Ter ungewöhnlich starke Besuch und der sehr ersrenllche Verlaus der Vor. «nttaltung zeigten, wie viele jüdisäp: R'ceuscheu im E.V. ihre Organisation sehen, zu der sie Vertrauen ha Heu und deren Wegiwusnug sie zu befoigen bc. reit sind.. Rechtsanwalt Tr. Erich K e h r, Kaisern lautern, und Dr. Friedrich Brvdnitz, Berlin verstanden es, das Interesse des Publikums vom ersten bis zum letzten Augenblick ivaci, zu i5aUei; Es war fesselnd, in ihnen die Vertreter zweier Generationen zu Isören. die von gleirl,er Grundlage ans doch verschiedene Gesickitspuntte zu geben wußten. Tiefer Unterschied der Generationen liegt nicht so sehr in der Zahl der Jahre als m der Art. unsere Zeit zu erfassen. Beide Redner sind davon überzeugt, das; es notwendig i,h „„f deutschem Boden ein neues Haus zu bauen uu>) , das; Auswanderung nicht die Lösung der deutschen Judenfrage bedeuten kann. Beiden ist gcum'caiwu der Wille zmn Judentum als einer großen und bindenden Gemeinschait. der gegenüber alle inneren Spaltungen in den Hintergrund zu treten haben. Tr. Kehr betonte trastvoll die Pflicht zn Verantivortnng und Haltung für jeden und gap ein Bekenntnis der Treue zmn alten und in Zehen der Bedrängnis erst reckst behaupteten Standpmllt des E. B. Tr. Brvdnitz berichtete über die Tätigkeit der Zentrale und die mit ihr verbundenen Einzeksrngen und schloß mit dem Hinweis ans die Ausgabe der deutschen Juden. Gedanken und Idee des heutigen Tentschlnnd zu erfassen imd sich i„ unsere Zeit als nuf rechte Menschen eüiziwvdnen. , )>Rit üc'c'cht durfte der Vorsitzende der Ortsgruppe. Dr. Sichel, als Ergebnis der Versammlung sagen, der E.V. habe mit ihr bewiesen, das; er lebt. 1t. B. Rechtsanwalt Dr. K e h r , Kaiser-Kautern, sprach auch in N l m a. d. Tonan vor der geßunten jüdischen Gemeinde. Er zeigte in großen Linie» die Ziele des E.V. auf und mahnte zu_ innevem Frieden und zur Znrncklehr zum jüdischen Bewußtsein. Seine inhaltsreichen Anssnhrnnge» machten ans alle Zuhörer tiefen Eindruck. CV-Ktnlender Landesverband Gro st - B e r l i 11 20. März, 20 Uhr :I0 Min.: Ket>eiisgei>iciiiselws! bet CK., grauen. NüinUkc-ziicccner se:> Voo,eulmufe-;-, MU'iflftrnfic 11). Landesverband Hesscn-')!assarr und Hessen 28. März: Frankfurt a. M. Dr. Wals,inna S. Rac,. b 0 v f f (Fraiitscirt o.;•)?.): „Der den Ische Jciiie nv -etnaeslelller und slrdeiler." Landesverband tllordkvestdeitisdiland 17. März. 20 Ul,r kä Min.: (.Siistrow >. M. v'eii»'.i„de»er. inmncUcng. ’ Dr. ffievuee C> v u it -3 f e I b 20. März, 2» Hljc: ^ambucn. Bersaiicliclung der nntlmianteu Cieweedelreidende.». vltarlicc O p p c n!) a i m, •T'v. Werner C> r u u r> s r I d. 22: März, 20 Uhr »0 Mi,,.: Fruuenqrunpc ddnmIucrachlUai^. Fc-ä,Ile.il, Kura iVt o a u u d , 2iuUlee SJI o f 0 n b a um: ..dpckhelmiiienlwlie." 22. März, 20 Uhr .10 Min.: .Parbcira-Wilhetuiüdur^. ')>imeindevrrsalnnNung. Dr. LCeeuer C>ruu.>srw c.samhura). CSeineind-'snnl. 21. März, 20 Uhr »O Ml,,.: Verde». . chemcucdcveepE. ln»».. Dr. Werne.-.: o> i: u u j » 1 0 (i>n!nl’u 2t. Mörz» 20 Uhr 00 Min.: Oldenburg, (inne.iuhem'.rfoir. lcuifl. Recht-^»uwalt Dr. Cri>!> Ne Pr (Naicee-e-l-nclei». 25. März, 20 Ulir 30 Min.: Wcscrmündc. Grlccei'.'deM sammlung. Rcchlrcanmalt Dr. C.ricl, Mehr. tniilcrn), Dr. Werner C> r u u o [ c I N tDmnlncrch. ’ 21. März, 20 Uhr 30 Min.: Lüneburg. AMgüederi'eriaiiir,» Icucg. Dr. Werner o> r u n seid (Hn in bürg). : Landesverband Obcrschicsien 18. März, 20 Uhr tä Min.: BenNcen O.-S. chemeiutk. »ercaininlincg. vlechieanwall Hein riet, t e e :i <23er - lin): „Zum Wiederaufbau, des deutsepen Flidecitcuccck« Hnkel Nncserpef. Landesverband ttthe;nland-L.Icsisalcn - 21. März: Soest i. W. (üemcindeversammlnua. Landesverband Ostweslfalcn und Nachbar« gebiete 18. März: Herford i. W. Dr. Ernst -Plaut K'öeui, 19. März: Minden i. W. Dr. Crnü Plant lCne!'.). 20. März: Bieteseld. Dr. Ernst Pta ul (Cssrn). Ltnl Ick. März ist der llK. <>»Zebnrtsiag dcs im Jahre lKIä verstorbenen berühmten FortzünS und Robel-Preislrägers Erzelienz. W-irlcirher t'"-" heimral Professor Tr. Paul G'-Hrlich geuu'ß'n. Wir werden in der nächsten Rnmmer iu eiucc ausführlichen Würdigung des großen Foleu (KJ Der beiannie Berliner Orlhvpäde Nr. meä- (^nstav Mnsl'at ivird am 'üuirz, ckü alt. Er hat sich für die t!>erhüt»ug der ,in'v erlranlungen schon vor dem Kriege, hesoudercmit Berücksichtigung der Wehrsähigleit. mil^ Unter« stützung von Erzellenz von Schjerning eingcP'tz!- Jhl Kriege als Stabsarzt und späler als Alilalied der Beratungsstelle für Ersatzglieder lhJeuilisäH' Kriegsntinisterium) h'S er durch Schaüaug von Belielssapparalen anvirlt. Weitere Arbeile» tetreffen die Gesnndintg der Jugeitd durch Berlechwz des Schulanfangs im Winter. Verwerluu>I da Schulpansen für gymnastische Uelmugeu u.a. -rarä Anregung der Rormalisiermtg der Atteitforumlme für Unfallbegutachtnng im Verein für Heilkunde hat er eine Vereiniaeljung im ^ck>riPvertehr erreicht. Vrrerlmngssragen besprach er rA dem Röntgenlvngres; an der Hand der oft in ds^ selben Familie bevbackiteten^ Kontrallureu 0m kleinen Fingers. Durch Ueberlassnng seiner arolie». Lammlnitg ait die .gaiser-Wilhelm-Aladeucce hat er deil nnliiärärztlichen ' llnlerricht Lu'vi'idicr!. ,'11 Berlin wirkt Rctiskat als Leiter einer eigenm orthopädischen Anstalt seit über!><> Jahren ul nmsangreickier Tätigkeit, ch-r ist dem Eentral-Bereiii ein treuer Berater.' G'iue seltene Ltuszeichiumg. Frau Fa>i"ß L ö w e n st ein, L ü b b e cl e . wurde hon der Zentrale der Vaterländischen Frauenvereine in R,uu« [toider R vtekren z orden 1. Klasse schlvarziveißrvten Bande verliehen. Ter Vorstcinr des Lübbeeker Vaterländischen Franenvercuns, rem Frau L. viele Jahre angehörte, hatte es sieh nah uehulen^ lassen, der zurzeit von einem sehiveren.m ' den Heilungsuchenden die wohlverdiente rmng. mit tzRaiblmnen und Grün geschmiickt, / cjn,Handschreiben zu übersenden, worin mit HMD lichstcm Tank und großer Verehrung der , ruhenden .Liebestätigteit der Gefeierten wurde. Frau .Löwenstein hat vvr zehn Jahren ihre gleiche Bewährung den Lnisenorden halten. Der Gatte von Frau Fanny soweit! - Herr Alfred Lvwenstein, ist Mitglied das -f ftandes des Landesverbandes des E.V. " salcn-Ost und Lippe. krtanS-n UnlvcrsHö foyreulh üin Re-oom-.. ,Ll Wort