Mannheim
Compact Memory

Central-Verein-Zeitung · 1934-03-01 · 9 (1.3.1934) · page 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
9 (1.3.1934)
Date
1934-03-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2277379-2278044-2278053--08408-2289409
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

6 entity mentions

1 •dGüdbüue LJ ■ 5^r. 9 1. BoSScs^o; *U1 V Wei. ..A W 15. iliT * ktisch «letzt Ind^ Bost« Buth lo^c1' errf! n»£. insu tnluchcn »jlssS uns iitifj d fü* >g in An* egerj I aufpiatr | SLG I SS i 5? letfi .6 -!7 Z 0 S tsw 0 'gZ P ' Purim ist ein seltsames Fest, so seltsam wie die Juden. Purim ist ein statt! angegriffenes Fest, so verlästert wie die Juden. Purim ist ein unvergängliches Fest, so unverwüstlich wie die Juden. Purim ist ein Fest, wo alles auf dem Kopf steht. Ter Bettler fühlt sich als König, der Bauer als Millionär. Die im Dunkel leben, dünken sich im Licht, die in Kummer in Freude, Es ist, als wären alle Dämme eingerissen und dem Strom gestattet, ungehemmt über die User zu treten. Der sonst auf Mäßig, feit und Nüchternheit bedachte Talmud schreibt sogar vor, sich am Purim zu betrinken, ganz sinnlos zu betrinken. Aber die Ausgelassenheit hat ihre Grenze, sie dauert nur einen Tag. „Henke ist Purim, morgen ist's aus." , " Ter Ueberschwang 'der Purimfreude ' beginnt bei den Juden sehr früh, vielleicht bald nachdem das Purimfest entstanden ist. Er steigert sich mit der Verbreitung des christlichen Karneval. Auch die Juden wollen ihren Fasching haben, an dem sie einmal das Elend dieser Welt vergessen und sich eine Welt der Freude und Lustigkeit vvrzaubern. Die christliche Welt hat dafür Verständnis und gönnt ihnen diese Belustigung; wenn inan bei der großen Karnevalfeier der Bürger da und dort die Juden erniedrigt und beschimpft, so läßt ihren eigenen Fasching „mit Der-- m>.^F^)Elen, Fressen, Sausen und anderem ' nder Frankfurter Rektor 1714 ausdrückt, mit Genehmigung der Behörden m Uebermut und Tollheit feiern.?ste wissen, wo die. G r e n z e liegt und il<! emgehalten werden muß. „Heute ljt Purnn, morgen ist's aus/ Wie-steht es heute? Uns ist deutlich und vst genug gesagt worden, daß wir unter uns }T tfr”^'0l!en' daß man geistig und gesell, schastuch nichts mit uns zu tun haben will. Das ist ein hartes Schicksal, aber es muß gewerden, muß. mit Würde und S e l b st b e w u ß t s e i n getragen iverden. Wer gesundes Ehr» und Lebensgefühl hat, wartet mcht, bis er hinausgewiesen wird, sondern zreht sich selbst zurück. Man traut 'seinen Ohren nicht, wenn man immer^wieder das Gegenteil hört. Es soll auch heute noch Vorkommen, daß Juden ganze Nächte hindurch zechen und das als Heldentat ansehen; es soll auch heute noch Vorkommen, daß Inden allerlei Vergnügungslokale aussuchen, in die sie mcht gehören, und öffentlich ein würdeloses Benehmen zeigen. Nicht etiva nur in dem bösen Berlin, wie der geneigte Leser zunächst meinen wird, sondern auch in der Provinz, m West und Ost, in kleinen und kleinsten Orten! „Glücklich ist, wer vergißt, >vas nicht mehr zu ändern ist" — aber schimpflich und verloren, wer sich nicht bewußt ist, durch welche Revolution wir hindurchgegangen sind, und daß diese an jeden ohne Unterschied ihre eisernen Gebote richtet. Gewiß der Mensch braucht nach »der Arbeit Entspannung, nach dem Ernst Freude, er kann nicht immer Trübsal blasen, V Purim im Berliner Kulturbund Ballett „Kleine Nachtmusik“ von Mosart. Choreographische Leitung: Frau Pumanova. Musikalische Leitung: Dr. Kurt Singer Phot. Chatedu-Anse-Czytnanski ill!lllllllll!llll!illlll[IIIIIIII!ll!lllllt!IIIllllllil!l!!l|||||||||l!llll|||||||||!!l|||i!ll!lj||||||||||!l|||||||||il|!;i;illll|||||||||||||||||j||||||j|tll!i;il||||||!l|||||||!lll!! er will auch einmal froh, sogar ausgelassen sein. Dazu hat er seine. Fest, und Freudentage, die soll er in dem Kreise, dem er angehört, in Freimut und Frohsinn, in Würde und Haltung feiern, aber er sott die Grenze nicht vergessen. Purim zeigt mis, luic man auch in fremder, sogar ablehnender Unigebuiig sröh« liche Feste feiern, seinen inneren Menschen wirklich erheitern kann — aber es zeigt auch die Grenze an, die eingehalten werden muß. Auf Purim folgt nicht Aschermittwoch, aber die Rückkehr zum Alltag. „Heute ist Purim, morgen ist's aus." Isch Jehudi. Vmüvmßß im Purim im Berliner Kulturbund „Esther4* von Grillparser Esther (Leni Steinberg), König (Frit* Wisten) Phot. Chatedu-Anse’Czymanski Am Sonntag, dem 18. Februar, hatte di« Ortsgruppe Mannheim alle Gemeindemitglieder zu einem Vortrage von Dr. Friedrich B r o d n i tz (Berlin) über „Aufgaben im deutschen Judentum" eingeladen. Der überaus starke Besuch.'dK' züil Benutzung eines zweiten Saales mit Lautsprecher. Übertragung der Rede nötigte, zeigte, wie stark das Interesse an der Arbeit des CA ist. Dr. Brodnitz gab einen Ueberblick Wer die Arbeitsgebiete des CV in den vergangenen Monaten und schilderte die Zusammenarbeit des CV mit den Spitzenorganisationen des deutschen Judentums, deren Arbeit erst durch die rückhaltslose Unterstützung von seiten des CV möglich geinacht worden ist. Ter Redner gab dann emen Ueberblick über die geistigen Probleme unserer Tage und zeigte daß heute yrst recht eine Zusammenfassung aller, die dem deutschen Juden ein Leben in Würde und innerer Freiheit in Deutschland ermöglichen wollen, im Nahmen des CV notwendig sei. Die Veranstaltung darf als ein starker Erfolg für den CV-Gedanken gewertet werden, SlsttMMSlmrä Im überfüllten Saal de?' Curio-Hauses in Hamburg sprach Dr. Bruno Weil (Berlin), über! „DeS deutschen Juden Zukunftsweg." ' Der Blick aller sei heute in dieser leidvollen Zeit in die Vergangenheit. auf die Geschichte der deutschen Jildenhett gerichtet. Dr. Weil gab einen lieberblick über vergangenes Erleben der jüdischen Menschen auf deutschem Bodeu. erörterte die welleugleiche Aufstiegs- und Abstiegsbewegung. Das letzte Jahrhundert habe in vier Perioden: 1813. 1848, 1870 und 1914 ein Aufwärts, in jedem Fall aber nach kurzer Zeit wieder ein Abwärts der EmanzipationSbestrebungen gebracht. Trotz des Leids, das lmS »umfange, seien wir verpflichtet, den Blick in die Zukunft zu richten und nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Unser Wille sei fest wie je auf Deutschland und eine Zukunftmöglichkeit in unserer Heimat' gerichtet. Der deutsche Jlrde, geboren und ausgewachsen in Deutschland, von seinen Gedanken erfüllt und mit tausend Fäden mit ihm verbunden, habe mir den Wunsch der Eingliederung und Lebensgestaltung in deutscher Heimat. Die tiefen, von starkem Optimismus getragenen Ausführungen, für die der Vorsitzende, Rechtsanwalt Rudolf Samson, dein Referenten l>erzlichst dankte, fanden die ftrttnüfrl)c Zustimmung der Zuhörer. 8. M. Als Auftakt einer größeren Reisetätigkeit, die den Shudikus des Landesverbandes Nordwestdoutschland des tz. B.. Dr. Werlier G r il n s f e l d (Hambnrg) durch viele Städte und Ortschaften des Gebiets fuhren wird, faiid in tz l in s - h o r n vor der versammelteii' Gemeinde ein Vortrag statt. Dr. Grimsfeld sprach über die Grimdhaltiiiig des dentralvereiiis sowie über die umfangreiche praktische Arbeit des tz. V. Die Aussprache zeigte die Notwendigkeit und Nützlichkeit solcher Veranstaltungen. Senta Al eher (Hamburg) sprach für den „Bund deutsch-jüdischer Jugend", Landesverband Nordwestdeutschland, der ebenfalls Reisen durch das Verbandsgebiet plant, über die Frage: „Was sagt unser ewiges Judentum zu den Zeitnöten und Zeitsragen ferner jüdischen Menschen?" mttmt Am 2t. Februar fand auf Einladung der Ortsgruppe St u t t g a r t des tzV im vollbesetz, ten Saal des Oberen Museums eine Gemeinde, versannnlnng statt, tzs sprachen Dr. Erich Kehr (Kaiserslautern! über „Der dei>tsck)e Jude-" und Dr. Friedrich Brodnitz (Berlin) über „tzin Blick in den tzB". Die Veranstaltung hinterlicß einen starken Eindruck auf die Anwesenden. Wau In einer Gemeindeversammlung der Ortsgruppe Zittau sprach Syndikus Kurt Sabatzkh (Leipzig) über „Lebensraum und Lebensgestaltung der deutschen Juden". Ter rührige Ortsgruppenvorsitzende, Prediger Elend, wies in feinen einleitenden Worten darauf hin. daß der CB im Reicks wie in Mittel- )m BBW vvn Ir. Zugs LaSniWFi . Ter Berliner Kultur-Bund bringt heute, w Rahmen einer Purim-Veranstaltung, tzrillparzers „Esther" zur Aufführung, eine Bühnendichtung, die seit vielen Jahren in Berlin nicht mehr gespielt wurde, und die mit anderen klassischen Werken, wie Schillers .Demetrius" und Kleists „Robert Guiscard", bas beklagenswerte Schicksal teilt, daß sie im» vollendet auf die Nachwelt gekommen ist. Für vse ältere Generation verknüpfen sich mit Peser Aufführung Erinnerungen an Agnes ^orma, die den verdüsterten Hof des Königs -'hasverus wie mit Märchenglanz erfüllte, und auch wer Adolf Sonnenthal und Josef ^ewinsky in den Rollen des Königs und vamans nicht mehr gesehen hat, wird dem <mcht Heinrich Laubes Glauben schenken . Men, daß beide bei der Aufführung am »-mener Burgtheater reife und vortreffliche j ^"nstleistungen geboten haben.; ttaurn ein anderer Stoff aus dem reichen i ^i^nal des Alten Testaments hat die Drama- . uec so oft beschäftigt wie die biblische Erzähung von der schönen, heldenhaften Jüdin Esther. Mardochais Nichte und Adoptivtochter, me auserwählt unter vielen anderen ihres ^lAlechts, zur Königin von Persien und edien erhoben wurde, einen Anschlag des; meiert und grausamen Höflings Haman gegen nst Volk zunichte machte und die Rache ihres vntgltchen Gemahls auf das Haupt des strupe losen Judenfeindes heransbeschwor. Ob nle e bei aller naiven Fabulierfreude kunstvoll ÜPS'k' reich bewegte Erzählung nun M^n oder — wie der Geschichtsschreiber Altertums. Eduard Meyer, annimmt — Umwandlung eines babylonischen Mythus, S? J1!".fret gestaltete Geschickte oder, nach der -Ylcht^ von Leopold Zunz, reine Erdichtung r» lrl Kdem Falle bot sie dem Dramatiker tzÄ u°^re Fundgrube dankbarer Motive und ^stallen, für'die er nicht einma! die Phantasie besonders zu bemühen brauchte. So ist es denn nicht weiter verwunderlich, daß schon die frühesten Esther-Dramen des 16. Jahrhunderts — ihre lange Reihe wird von dem biederen Hans Sachs eröffnet — sich unmittelbar an die biblische' Vorlage anlehnen, ja den überkommenen Stoff fall ohne Eirrschränkung sinnfällig zu machen suchen. Neben diesen, der Allgemeinheit zugänglichen, f säkularisierten Esther-Stücken laufen aber die jiddisch-deutschen Purimspiele — primitive, possenhaft-travestierende kleine Gelegenheitsstücke, denen irgendein künstlerischer Wert nicht zukommt, und die lediglich dazu bestimmt waren, dem Andenken an die wunderbare Errettung der Juden durch Esther ein anspruchslos-hertereS Relief zu geben. Einen bedeutsamen Schritt über diese zweckvoll-munteren Belanglosigkeiten hinaus tat dann der portugiesische Jude Salomo Usque mit seinem in spanischer Sprache derfaßten Esther-Drama, das sich in einem durchaus ernsten Gewände präsentierte. Den vollen Kunstwert erwies aber der Esther-Stofs in dramatischer Gestaltung erst durch den französischen Klassiker Racine. Der ehemalige Zögling des geistlichen Stifts Dort Royal der gegen Ende seines bewegten Lebens reumütig in die Arme der Kirche zurückgekehrt war, hätte es nach eigenem Bekenntnis als Sakrileg enipfunden, an der Erzählung der Heiligen Schrift auch nur das geringste zu ändern oder umztideuten; trotzdem wußte er ihren religiösen Charakter dadurch zu steigern, daß er das Schicksal Esthers. Mardochais und . ihres Volkes in die Hand Gottes legte und zu Ehren seiner Dtacht und Herrlichkeit hymnische Chorge änge junger Israelitinnen in die Handlung seines Stückes elnsügte. So ent. stand, vom Hose Ludwigs XIV nnt Beachte, rung ausgenommen, ein Mittelding zwischen Drama und Oratoriüm. weihevoll, gemessen, feierlich, ganz in Geist und Form des franlösischen Klassizismus. ' Hatte Goethe dann mit den beiden Esther- S-enen s-in-S „Jahrmarktsfest von MunderZ. milsr'nichts anderes bezweüt, alz die str-nge Pathetik Racines überlegen zu verspotten, so nahm sich Grillparzer des Esther-Stoffes mit einem ilnfeierlichen Ernst an. mit dem weltlichen Sinn des gaitz unpathetlschenDichters, der seinen Gestalten nicht zelebrieren ivollte, sondern sie ans einem fernen Traumland mitten in die Wirklichkeit stellte. So gab er seinein König die umschattete Seele, den Menschenhaß des Vereinsamten, dem des Inneren stiller Frieden, Grillparzers Glücksideal, zwischen den Schranzen des Hofes, „zwischen Naupeu und Gezücht", zerstört worden ist; so lieh er seiner Esther die schlichten Züge einer anmutsvollen Klugheit, einer jugendlichen Reife und Ulibefailgenheit, die auch in der ungewohnten Umgebung des ' Königs nicht ins Wanken kommt; und so wurde Mardochai der stolze, selbstbewußte, ganz vvn Gott erfüllte Jude, der mit prophcrischem Geist die Zukunft seines Volkes in heldenhaftem Glanz erstrahlen sieht. Wie sich Grillparzer auch die Fortsetzung seines nur in zwei fertigen Aufzügen vorliegenden Werkes gedacht haben mag, sei es, daß er das Fragment zu einem von der verstoßenen Königin ' Vasthi gesponnenen Intrigenspiel erweitern oder in eine Charaktertragödie der duldenden und büßenden neuen Königin Esther einmünden lassen wollte, in jedem Falle bleibt seine Esther-Dichtung auch als Torso ein kostbarer Besitzstand der deiitschen Bühne. Daß auch das moderne Drama an dem vielbegehrten Esther-Siijet nicht achtlos vorübergegangen ist, bezeugt Max Brods Schatrspiel „Eine Königin Esther". Freilich: von dieser vergeistigten, sublimierten, bedeutungsschweren, mit der biblischen Ueberlieferung frei schaltenden Gedankendichtung, in der Esther an dem aufgeblähten Bösewicht Haman- Holofernes zu einer Judith und der unsichtbaren Königin Vasthi Rache gegen ihre Nachsolgerin auf eine höchst zauberhafte Art sichtbar wird, führt kaum ein Weg in Grillparzers lebensvoll aufgeschlossenes^ Mürchenreich, und wenn Brod ferne romantische Landschaft mit murmelnden Bächen, leuchtenden Grotten, aLeLvrisHrn - Figuren..füllt*, so .vermag. unL dieser ganze aknstisch-visionäre Apparat vvn seilten Menschen nicht. so viel nrnere Anschauung zu geben, wie sie uns Grillparzer von seiner Esther in jenem einzigen Augenblick gibt, als sie sich am Schluß der Königsszene den goldenen Krairz um die Stirn legt. Lebendig aber und zugleich sinnbildlich silr den Zusammenhang jeder Esther-Dichtung mit dem Pnrimfest wirkt bei Brod die Schlußszene, in der, unmittelbar vor dem melodramatischen Ansklana, Mardochai und seine Begleiter mit allen Zeichen eines ekstatischen Ueberschwangs ihrer Retterin den Beschlilß der „weisesten Männer des Bolkes" verkünden, das „Fest dev Lose" cinzusetzen als „einen Tag der Freude, einen Tag der Gasterei, einen Tag der Fcstgeschenke, einen Tag der Verkleidtmgen und Schauspiele, eilten Tag der Almosen für die Armen, als ein Freudenfest für alle Ewigkeit"! IM m Inf Am 27. Februar spielte Kurt Katsch zum letztenmal im Kulturbund deutscher Juden, und nun verläßt er, ungewissen Zielen entgegen, diese Bühne, die ihm so viele Erfolgs gebracht hat. Man hat bei seinein Scheiden den Eindruck: mit ihm schließt eine erste Periode deutsch-jüdischer Schauspielkunst unserer Tage. Jene Periode, da man im Theater mehr suchte als nur Theater, nämlich eine Stätte des Vergessens und der Tröstung. Wenn Katsch im vierten Aufzug des „Nathan" im Schmerz sich anfrichtete und mit erhobenen Armen die Worte sprach: „Und doch ist Gott.. .!' „Doch war auch Gottes Ratschluß das!". dann ging oft ein erschütterndes Schluchzen durch die Reihen der Zuhörer, dann ergriff eine fast religiös zu nennende Inbrunst Schauspieler und . Publikum und schloß um beide ein festes Band leiderzeugter Gemeinschaft. - ....

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.