Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 13 (1934)
- Issue
- 9 (1.3.1934)
- Date
- 1934-03-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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handelt fldj hier um Wirklichkeiten, und e§ ist cm uns, diese Wirklichkeiten in uns lebendig' Zu gestalten. Dieses, von einem doppelten Glauben getragene Judentum ist ein ethisches Judentum. Ethik des Judentums gebietet, daß alle Handlungen geschehen mit Rücksicht aus die deutsche und die jüdische Komponente unserer Kraft. Das, was eine führende Persönlichkeit des deutschen Judentums unter dem Motto „Zurückhaltung" soeben hier geschrieben hat, ist in Wahrheit ja auch nichts anderes wie eine der ethischen Forderungen des deutschen Judentums. Nicht nur das. was wir zu unterlassen hoben, sondern auch das, was zu tun ist, hat unter dem selbstverständlichen Gebot dieser Ethik zu stehen. Rudolf Callmann hat in einem Vorträge kürzlich einmal gesagt: jeder Jude müsse sich darüber klar sein, daß er heute in einem gläsernen Hanse lebe. Die also allen erkennbaren Handlungen haben aber nicht zu geschehen mit Rücksicht aus das Urteil der Um» Welt, sondern mit Rücksicht auf die Forderung der eigenen Sittlichkeit. 6'* gibt da noch sehr viel zu tun: Ethik in der Behandlung bedrängter jüdischer Menschen: Ethik in der Familie: Ethik bei der Eheschließung: Ethik in der Verfolgung des Grundsatzes, daß über allem Materiellen der Wert der Persönlichkeit steht. Muß man dies noch aussprechen in einer Zeit, in der offenbar ist, daß alles Materielle flüchtig ist und daß die P e r s ö n l i ch k e i t nur bleibenden Wert hat? Ja. inan muß es aussprcchcn! Der Glaube muß sich aber auch emporranken können. Es würde im Nahmen dieser Zeilen zu weit fuhren: nachzuwcisen. warum und wie die Liebe zur Heimat zu bleiben hat. Rur. dies eine: Das Erlebnis der Heimat ist ein inneres Erlebnis, das unabhängig ist von äußeren Beeindruckungen. Ans der Gründungstagung des Bundes deutsch-jüdischer Jugend in Lehnitz siel während der Diskussion das Wort: „Ein Ghetto hört nicht dadurch aus, Ghetto zu sein, daß man einen Hausschatz deutscher Klassiker mit hinein nimmt". Dieser Zwischenruf ist bezeichnend für unsere heutige Situation. Bei allen Bestrebungen, aus den deutschen Juden eine geschlossene'Einheit' zu'machen, jüdischkulturelle Werte zu Pflegen, innerhalb jüdischer Gemeinden oder sonstiger Organisationen ein eigenes gesellschaftliches und geistiges Leben zu schaffen, begegnet man immer wieder der Besorgnis oder dem Vorwurf, das bedeute die Rückkehr ins Ghetto, die „Ghettoisierung". Das Ghetto lebt nun einmal in unser aller Erinnerung als ein Zustand, den niemand wieder herbeigeführt haben möchte. Reben unbestreitbaren Lichtseiten liegen über diesen vergangenen Jahrhunderten tiefe Schatten, und wer frei von aller Sentimentalität urteilen will, braucht nur daran zn denken, was das Ghetto aus. den Juden gemacht hat. Menschen, nur im Geistigen, Tcnlmäßigen süßend, der Ratnr, bcm Boden entfremdet. Köwerlich durch Inzucht und un» gesunde BeruGschichtmig stark degeneriert, voller Minderivcrtigkeitsgcsühle gegenüber der Umwelt, ängstlich bis zur Unterwürfigkeit, Freunde der Selbstbewitzelnng und spitzfindiger Tenkakrobatik. Dabei waren sie noch nicht einmal unbedingt in rein jüdischen Dingen groß, vielmehr ohne besondere Ehrfurcht vor der jüdischen Vergangenheit und ohne bewußte Pflege der überlieferten Schätze des Judentums. Sieht so d a s L e ben aus, das heutzutage jüdische Menschen, die f ii r ein geschichtsverbundenes, positives Judentum eintreten, herbeisühren w oll eil? Ist nicht gerade das Gegenteil der Fall? Statt Hypertrophie des Geistigen Rückkehr zur Natur, Aufziehung eines Geschlechts gerade gewachsener, körperlich gestählter Menschen, Vertiefung in die jüdische Geschichte, Stolz und Bewußtsein des eigenen Wertes. Dabei größte Aufgeschlossenheit gegenüber allen Gütern der allgemeinen Kultur. Das ist heute das Ziel der jüdischen Arbeit. Mit weit größerem Recht könnte man sagen, daß das moderne Streben nach einem innerlich gefühlten und offen bekannten Judentum die bewußte und stärkste Abkehr vom Ghetto bedeutet, die sich denken läßt. Blickt man nämlich tiefer, so entdeckt man, daß die ganzen letzten 150 Jahre der jüdischen .Geschichte in Deutschland, die Zecken der '„ersten Emanzipation", noch irgendwie vom Ghetto überschattet waren. Wirklich in der Umwelt aufgegangcn, wie er es mit Inbrunst Aber, die Liebe zum Glauben muß ebenso gestärkt, und es muß der Boden neuqestältet werden, auf. dem sich diese Liebe erheben kann. Die Lehrer und Rabbiner haben das Werk 31t beginnen, die Gemeindeverwaltungen haben es zu unterstützen. Der Glaube muß dem Menschen, vor allem der ausbrechenden Jugend' nicht als etwas Starres, in seiner Formsehung Unverständliches gezeigt werden. Der Glaube ist ewig lebendig, aber er erscheint den Menschen von heute nicht in derselben Form, in der er sich den Menschen vor 2000 Jahren offenbarte. Wir brechen nicht mit alter Ueberlieferung. Aber Tradition ist nicht ein Begriff, der mit dem Gestern aushört, sondern Tradition ist ein elastisches Band, das . die Menschen von ehedem über die Menschen von heute mit den Menschen von morgen verbindet. Es ist die Ausgabe der Lehrer und der Förderer des Glaubens, dieses Band so zu gestalten, daß es auch geeignet ist, die suchenden, anfbrcchenden Menschen vcm heute zu umfangen. Die Synagoge werde wieder gestaltet znm Sammelpunkt unserer Menschen! Dies ist das Ziel: Ter deutsche Jude sei ein Mensch der Tat, sei ein Mensch, der sich stets der beiden Wurzeln seiner Kraft bewußt ist und dessen Handeln ununterbrochen geleitet ist von dem Gedenken an diese beiden Quellen seines Seins. Rur so kann ans dem unsicher tastenden, für sich und seine Gemeinschaft schwankenden Menschen der wahrhaft Lebendige werden. Er nur meistert sein Schicksal und da? Schicksal seiner Gemeinschaft. Roch ringen wir um dieses Ziel. Aber der ehrlich ringende ist zugleich schon der positiv schassende Mensch. Und hier ist das Licht, das uns leuchtet, wenn wir den Weg suchen, der uns das Erlebnis unserer Zeit überwinden läßt und der uns die Zukunft sichert. erstrebte, wirklich innerlich frei ist der deutsche Jude nie gewesen. Von Anfang an stand oft er unter dem Alpdruck, zu jüdisch zu sein, durch jüdisches Wesen auszusallen, und sein Sehnen ging nach restloser Anerkennung durch die Umwelt. Mit massenhaften Austritten aus dem Judentum sing es an: aber auch, bei denen, die, der jüdischen Gemeinschaft treu blieben, ging das Streben dahin, vom Judentum abzulegen, was nur irgend möglich war, und die jüdische Gemeinschaft zu etwas rein Geistigem, Unsichtbarem zu sublimicren und gleichzeitig zu verflüchtigen. Man überbot sich in Beteuerung.'n deutscher Art und deutschen Fuhlens, die ganz zweifellos aufrichtig gemeint waren und dem wirklichen Empfinden dieser jüdischen Generation entsprachen. Die Liebe der „emanzipierten" Inden zum d e u t j d) 0 n Vaterland kann c t n ft11 d) gar nich t in Zweifel gezogen werden, aber ebenso kl a r i st d i e A n t w 0 r t d e r d e n t s ch e ii U >n w e l t. Sie ist uns nicht erst im „Dritten Reich" gegeben worden. Es ist vielmehr überaus charakteristisch, daß die Zeit nach dem Weltkrieg, die den deutschen Inden erst die tatsächliche Gleichberechtigung gab, sehr bald auch die tiefste und umfassendste jndenfeindlichc Strömung im deutschen Volk eingcleitet hat, die es wohl je gegeben hat. Aber auch schon früher war der Deutsche seinem jüdischen Mitbürger niemals völlig unbefangen begegnest Immer war, selbst bei größtem Wohlwollen, ein „Differenzasfekt" vorhanden, immer ist ein Unterschied gefühlt worden zwischen dem Inden und dem „wirklichen" deutschen Volksgenossen. Und — das ist das Besondere und Tragische — je weniger die Inden dies wahr haben wollten, um so mehr verstärkte sich das Unbehagen und Abwehrstreben auf der anderen Seite, bis endlich diejenigen, die restlos Deutsche sein wollten und ihre Vaterlandsliebe oft mit Gut und Blut besiegelt hatten, rechtlich und gesellschaftlich aus der deutschen Volksgemeinschaft wieder ausgeschlossen wurden. Das ist der tragische Schicksals wegderer st enEmanzipation, so ist sie schließlich vor unseren Augen zusammengebrochen! Was nun? Wie nimmt die deutsche Jndenheit den schweren Schicksalsschlag auf und welchen Weg soll sie einschlagen? Wir sehen zunächst, daß überall, von nicht ernstzunehmenden Splittergruppen. abgesehen, eine bedeutende Stärkung des jüdischen Gemeinschaftsgefühls, ein Streben nach Erhaltung und Kräftigung der jüdischen Substanz emgetreten ist. Aber schon zeigen sich Erscheinungen, die bedenklich an alte Fehler erinnern. Wie es einst Leute gab, die auf ih'rL besondere Haltung oder Leistungen Pochend, das Schutzjudentum oder das volle Bürgerrecht nur für sich und ihre Familien erstrebten, so lesen wir auch heute wieder in jüdischen Zeitungen von „Deutschjuden" und „Fremdjuden", wir sehen, daß eine „deutsch-bewußte Judenheit" denjenigen den Kamps ansagt, bte „Deutschtum bekämpfen und unsere deutschen Lebensgüter zersetzen"! Ist das die richtige Sprache im jüdischen Lager, das aus Grund tiefgehender völkischer Rassengcfühle ringsum von Ablehnung umgeben ist, und das kraft einschneidender Gesetze aus der Gemeinschaft des deutschen Volkes ausgeschlossen ist? Diese Sprache ist lveder würdig noch zweckdienlich. Alle Erfahrungen der ersten Emanzipativnsepoche scheinen vergeblich gemacht zu sein, wenn man immer wieder bei jüdischen Organisationen und ihren Führern der Forderung begegnet, jeder deutsche Jude müsse sich jetzt klar entscheiden, ob er der deutschen Ration angehören oder als Angehöriger einer jüdischen Ration gelten wolle. Schon die Fragestellung muß den Eindruck erwecken, als solle von jüdischer Seite her ein Teil der jüdischen Bevölkerung in staatsbürgerlicher Hinsicht als minder zuverlässig gekennzeichnet werden, wohingegen der andere Teil sich selbst als treue und für eine Vorzugsbehandlung geeignete Staatsbürger empfiehlt. Zuweilen wird dies ja auch offen ausgesprochen. Aber auch, wo es nicht zn einer solchen Würdelosigkeit kommt, bleibt an Peinlichen Gefühlen genug übrig. Das deutsche Volk inacht zwischen Ranmanuiauern und Ziouisteu, zwischen den Mitgliedern der Sportgruppen des RiF und des Makkabi, zwischen Palästiirasreiinden und „deutsch-jüdischen Erneuerern" des Judentums in rechtlicher und gesellschaftlicher Hinsicht keinen Unterschied. Sie, bic Oou außen sehen, erken neu. daß Judentum ein geschichtliches, soziologisches und stammlich bestimmtes Phänomen ganz besonderer Art, ein trotz aller Schattierungen oder Komplementärfarben doch unteilbares Ganzes bildet. Von innen gesehen, ist es natürlich anders. W i r kennen die bunte Mannigfaltigkeit der Anschauungen, die starken Spannungen und Gegensätzlichkeiten ja zur Genüge. A der in bezug auf st a a t s b ü r» gerliche Gesiuu u n g und Pflichterfüllung verlaust die Grenze nicht zwischen „d c u t s ch - f ü h l e u d e n" Juden und Zionisten, und die inneren Beziehungen znm Deutschtum sind etwas, das sich jeder Kontrolle und Bestimmbarkeit entzieht. Heimatgefühl, Liebe zur deutschen Kultur und Landschaft, zn den erhabenen Schöpfungen des deutschen Geistes ist allen deutschen .Juden ohne Unterschied eigen,,, und die seit vielen Generationen.bestehende räumliche Verbundenheit mit dem deutschen. Volk und Boden hat ihnen allen das besondere, geistigseelische und auch körperliche Gepräge verliehen. das sie von den Inden anderer Länder deutlich unterscheidet. Das sind einfach biologische Tatsachen. Daß andererseits die letzten Jahrzehnte deutscher Geschichte und insbesondere die Erlebnisse seit der nationalen Revolution auch bei der großen Mehrzahl der deutschen Inden ein „Distanzgesühl" und verstärktes Bewußtsein i!>rer Sonderart hervorgerufen haben kann niemand nmndernehmen. Das Gegenteil wäre Ghettogesinnnng und nicht geeignet, uns beim deutschen Volte Achtung und Vertrauen zn evinerbcn. Wenn sich dieses Bewußtsein bei einem Teil der deutschen Inden in einem Bekenntnis znm jüdischen Volkstum äußert, so muß dies natürlich bei beu anderen, die. ein solches Volkstum nicht anerkennen wollen, auf Widerspruch stoßen. Um einen' entscheidenden, l e b e n s w i ch t i g e n Gegensatz handelt cs sich aber nicht, wie jeder 'erkennen wird, der sich von Schlagworten sreiznmachen weiß. Eine bestimmte Anssage über das innere Verhältnis des einzelnen zu seinem Heimatland kann daraus nicht hcryeleitet werden, und schon die große Unbestimmtheit und Vieldeutigkeit des Begriffes „Volk" verhindert entscheidende Festlegungen in dieser Hinsicht. Unter den Juden, die Deutschland seit der Umwälzung, verlassen haben oder noch verlassen .werden, sind nur wenige, die es nicht mck blutendem Herzen tun — ob Zionisten oder nicht, macht darin kaum einen Unterschied. Und andererseits: die vielen zehntausend deutsche Juden, die sich mit ihrer ganzen Seele an oie deutsche Heimat klammern und entschlossen sind, ihre Positionen hier möglichst zu behaupten, wissen alle nicht, ob ihre Kinder noch in Deutschland leben werden, werden leben könne n. Und gerade unsere Jugend, die die Möglichkeit für eine Zukunft in Deutschland in weitem Umfang verloren sieht, Zeigt ihren Wert und ihre ungebrochene Lcbensenergie, indem sie sich mutig und bedenkenfrei auf ein hartes Leben in Palästina oder sonstwo in der Welt umstellt, soweit sie nicht in Deutschland unter einfacheren Verhältnissen, aber aufrecht und gleichberech- Ab 4. M8rz J 2 Oliva 3141—45 | die neuen Telefonanschlüsse des Centralvereins undderCV-Zehung ll!llllllil!!III!llllll!Illl!i!llI!lll!l!ll!I!l!nilllllll!lIl!ll!!!lll!llllllll]]lHIIHI tigt, leben kann. Diese Umstellung wird ein< mal den Ruhm unserer Generation bilden. Es darf in allen diesen Fragen für uns i nur einen Standpunkt geben: Das ist der jüdische Lebenswille, der Wille zur Er. : Haltung d es Judentums. Judentum I ist kein toter Apparat und keine Gedanken, konstruktiou, sondern ein geistiges Kraft- Zentrum von unerhörter Intensität, und dam j ein lebendiger Organismus, der aller Kato. \ logisierungen und Einengungen in Begriffe s spottet. Alles was der Erhaltung des Indent tnms und seiner Menschen dient, ist uns der t richtige Weg. Können wir ein innerlich ge - i sundeS und geachtetes Judentum in Deutschj land erhalten, so wollen wir das freudig de- - grüßen und daran arbeite»:. ' Aber da' wir! wissen, daß es hier nur begrenzte Möglich-! leiten gibt, so müssen wir mit derselben I»- j brnnst denen von nnS helfen, deren Zulnnsi s außerhalb Deutschlands liegen wird. Hierbei \ handelt es sich nicht um eine Entscheidung für \ oder gegen Deutschland. Eine Trennung von; Deutschland ist für viele von uns, die wir seil \ Generationen iu diesem Lande verwurzelt [ sind, fast unausdenkbar und ein tiefer stell- ) jeher Schmerz. Aber das Problem sieht sofort s 'ganz anders ans, sowie nur es vom Stand• \ Punkt derer betrachten, die künftig einmal als Söhne oder Enkel deutscher Juden in Patä- ■ ftina ans jüdischem Boden oder im Ausland als gleichberechtigte Glieder ihrer Stationen answachsen werden! Wir können auch nictjt anerkennen, daß die Arbeit für das Judentum in Deutschlnnb . und für die Schaffung neuer Lebensmöglnhr leiten in anderen Ländern nicht unter eini heitlichen Gesichtspunkten geleistet werden könnte. Der umfassende Gesichtspunkt ist die z Erhaltung des Judentums — alle.S andere ist i Parteigeist oder Phrase oder unbegründete ' Aengstlichkeit. : Diese nicht national jüdische und nicht z dentlchiüdische. sondern einfach — jüdische Einstellung zeigt uns den richtigen Weg. Sie t führt uns auf einen Gipfel, voll dem aiw z unser Blick das ganze jüdische Land — im geistigen Sillne genommen — zu unfern Füßen rings um uns herum mit gleicher Liebe umfaßt, und von wo aus alle Höhen und Tiefen zu einem Bilde sieh einen. •: Die nationalsozialistische Erneuerung hat uns deutschen Juden unendlich viel Leid gebracht. Aber auch Leid faun znm Segen> i; speuder werden. Wir werden gut tun. uns j manches von dem, was um uns vorgeht, als r Lehre dienen zu lassen. Ten leidenschaftlichen Willen zur Einheit, zlir Gemeinschaft, die starke Opserbercitschaft. Dann aber auch die freudige Besinnung auf das Eigene, das . Wurzelhaste und das Ursprüngliche, ans ge^ schichtliche und blntmäßige Zusammenhänge. Wenn wir das Judentum stark und lebenR z frisch erhalten woben, so dürfen wir nicht vergessen, daß seine Träger Menschen von e Fleisch und Blut siild. Wenn wir den festen : Willen zur Einigkeit haben, alles Gemeinsame pflegen 'und stärken, altes Trennende über» Windei: und unser Jndesein in andersartiger Umgebung immer als eine hohe Verantioow tlmg empfindell, bann werden wir uid)t mH' den: Judentum neue Kraft zuführen, siwdern dann wird unsere Arbeit, unser ganzes Sein und unsere Pflichttreue auch in der deutschen Umwelt den jüdischen Raillen wieder zn Ehren h bringen. Nicht Liebe erstreben wirs 0 n d e r n A ch t n n g; aber diese w i r d uns nur zuteil werden, wenn wie z sie durch unsere L e i st u n g n n d ( unsere Würde verdienen. Der Aulruf, clor in unserer letzten NunimPf < unter der Ueberschrift: „Aehtuug, Ilnndcb* .! Vertreter!“ erschienen ist, ist irrtümlich K» . ] eine allgemeine Aufforderung, dein Ham delsvertreterfiicluiuhhcliiiss im Ontnilvoroin bcizutreleu, aufgofas^t Morden. Er sollte jedoch; lediglich an die Mitglieder des Ccutralvereins gerichtet sein. : Es ist hei der Keichsvortrotung der den*' j, j sehen Juden ein Ausschuss zur Wahrnchnmn? j j der Interessen der jüdischen Handelsvcrlreior > , gebildet vordem, in dem sämtliche grossen v.\ jüdischen Organisationen, einschliesslich der | .j Jüdischen Gemeinde Berlin, mit Angehörige» l * iles Handelsvertreterstandes, die von <lie$pU £ jj Organisationen benannt werden sollen, zusam- - j menarbeiten. i.Z Die Juristisch»wirts(‘baltlicl:e Beratung** t j stelle des Centralvereins steht nach "',0; j vor allen Handelsvertretern, Mitgliedern f | wie Niclitmitgliedern, zur Verfügung. [ i mm MW llWWMW(311 WM wir zeigen ehva 200 verschiedene modell-fenster, ferHg aufgemachi* und laden zur besichHgung ein haIb.siore-meferwaro|dekor8HQn$sioffeT”"\ deutschetüllgardinen mde neuheifen mit blenden, einallerletzte neuheittn, hoch- / , N mne entzückende.. sähen und franse n / ca.250cm hoch mfr. gardinsnstoffe UmkisiHe buntfarbig Indanthren,«ft AA( .35-2.?5':3.65|!iÄu, schwedenisinen [ ijbcrngendt ausvahl, 'Indanthren cUSOcmtmit^ ti45i.852?y') 2 f lügel L..,Z8S §75 Verkauf^hur Berlin C2, Spandtuet Stress BS2 ü Von B>r. Wlüy Katzensteln - Bielefeld