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Central-Verein-Zeitung · 1934-02-15 · 7 (15.2.1934) · page 12

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
7 (15.2.1934)
Date
1934-02-15
Page
– (sequence 12)
Language
German
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MWM ftüQQ nach bet Najsmzugehortgkeit cfncS Mitgliedes brrcchtigt ist. Ein Rechtsanwalt hatte ans die Aufforderung des Vorstandes der Anwaltskammer, einen Fragebogen zur Prüfung der arischen Abstammung und politischen Betätigung anszufüUt'n und Perfonenstandsurkundrn beiznsügen, mit dem Hinweis geantwortet. das; er seiner Ausknnstspslicht durch Einsendung eines Formulars an den ^andgerichtspräfidenten in Berlin bereits nachgUommen sei. Ter Vorstand der Amvaltstammer ernnderte. ihm obliege die Aussicht der von den .stammermitgliedern zu erfüllenden Pflichten, und zu den Pflichten des Rechtsanwalts gehöre auch der tztachiveis seiner rastenmäpigen Hertnnft und die Anpassung an den neuen nach Aasscngesichtspunlten siet; ordnenden Ausbau des deutschen Voltes. In einer Eingabe an den .stammergcrichts-präsidenten beantragte der Aechlsanwalt, die an Um gerichteten Verfügungen des Bvrslandts' der Anwettslomnier amgngebin. Ter erste Ferienzivilsenat des .staiinnergerichts billigte den Veschlus; de's ^iammccvorstaiides mit folgender Begründung: Ter Beschluß bewege sich im Böhmen der Anständigkeit des Anwalts-laminervorstandes. Dieser habe nach $ Abs. U BAD, AB d. Iust.-Min. von; April tstst-4 iIWcBl. 3. VH) bei der Zulassung st;w. Aachprüsimg aut Grund des Grsetzcs vom 7. April lbü-'j mitgmvirlen und nach 4‘>. r>R, -J8 PAO ein einer Tiißptinarbehörde ähnliches Aniiicht-- rechl, wie ein ilurfit ans riniiilstnß. iounnt es siet/ um die Erfüllung der den Viilglndern obliegenden Pflichten handele. ^Erblicke der Vorstand der Anwaltskammer eine «Ltandespflicht des Bechtsanwalts darin, daß er über Tatsachen, N'elche für seine Eingliederung im Bernssstande oder Staat erheblich feien oder erheblich werden könnten. Ansknnst z«; geben und Aachwriit: zu erbringen habe, so überschreite er damit nicht seine Inständigteit und handele nicht g:gen das Gesetz. Eine Aushebung des Beschlusses des Borstandes der Aiuvaltskaminer sei deshalb ab- An lehnen. Der Bericht der Anwalts-kannner enthält ferner ein E h r e u g e r i ch t s n r t e i l gegen einen Anwalt, der anläßlich der Ans-stellnng der Ausiveiie zum Betreten der Gerichte für arische Ntechtsainaälte objektiv unrichtige Angabe«; über seine Abstammung gemacht hatte. Das Ehrengericht tonnte zwar nut,t nachwei.il n. daß der Angetlagte seine Erklärung bewußt falsch abgegeben hatte, gelangte aber zur llebergeugnng, daß ihm große Fatirlässigleit varstiwirseil sei. Es crlannte ans Berwarnung und ertlärte z«; den Gründen in dein Urteil u. n., die Umstände hätten den Anwalt zu besonderer Sorgfalt veranlassen müssen. Durch nicht ausreichende Prüfung aller Ilmstände habe er sich zum mindesten dem Anschein ans- , gesetzt, daß er den Ausweis bewußt erschlichen habe. Somit habe er gegen eine ihm als Aechtscmwalt obliegende Verpflichtung verstoßen. ■ Spesi Ist das Einigkeit im Spork? Aus Kreisen deS jüdischen Sports wird «nS geschrieben: Am 17. Februar findet in Frankfurt am Main, vom dortigen Bar Kvchba veranstaltet, ein Hallenfportfeft statt, das durch die Teilnahme einer Mannschaft aus der Schweiz ein sportliches Ereignis ersten Naitges zu werden versprach. . Ta in der gesamten Tagespresse diese Voranstaltiing als allgemeines jüdisches Hallenspvrtfest bekanntgegeben wurde, fragte der Ii'tdische Turn- und Sport-Elnb .UJOo, Berlin, der ja bekanntlich neben dem Berliner Bar .stochba zu den führende;; indischen Sportvereinen in Deutschland gehört, in Frantsurt an, ob er eventuell ans eigene ,kosten eine Mannschaft nach dort entsenden 'könne. Es wurde ihn; kurz geantwortet, daß mau leider ans den ITSE Ost verzichten müsse, da nur Bereine des deutschen Maklabikreises ans diesem Sportfest zur Teilnahme berechtigt seien. Wir deutsch-jüdischen, also nicht dem zionistischen deutschen Makkabikreis angehöu'nden Sportler, die wir bisher bereit waren, und dies auch durch Taten bewiesen haben, alles Trennende i>; weltanschaulichen Dingen um des Sportes milii'it hintan zu stellen, protestieren miss energischste dagegen, daß eine solche Veranstaltung, bei der es sich also lediglich um eine interne Angelegenheit des deutschen Mallabikreises, der heute nicht einmal die Hälfte aller sporttreibenden Juden ii; Deutschland umfaßt, handelt, als a l l g e in e i. nos j iib i f d)e s Ha l le n sp v r t fe st aufgezogen und P r n p agiert wird. Wir verwahren uns gegen diese Irreführung, die bei der lliikenntnis der jüdischen Oefseilllichteit in sportlichen Dingen schwerer N'iegt, als mm; zunächst a«>- ziiuehinen geneigt ist. M. K. Handball ln VerUn Eine Anzahl neuer Mannschastsbildnngen sw.vie die zu unterschiedliche Spietstärw in den einzelnen .stlassen, die letzten Endes eine ge;oaltige Herabminderung des Spielnweantz der Sp'tlu'nmaimschasten Zur Folge gehabt hätte, haben den Spielansschnß jüdischer Hondball- und Hockehvereine veranlaßt, den Anndenbetriel' i» seiner jetzige«; For»; nbznbrechen. Beurteilt nach den bisherigen A'eistimgen werde» eine neue .Masseneinteilimg und ei«; ne««er Spielplan gesehassen. der im Interesse des jüdischen Sports imr z«; begrüßen ist. Interessant besonders hinsichtlich des augenblicklichen Standes des handballerischen stönnens ist. ein Blick auf die Ergebnisse der bisher ansgetrage««cn Pslichtspiele. Al iin «icr, 1. öl la s s e: Piucki- Ter- Cpicle gcw. vtrl. vnhüllni-) vcehiiltnis ITLC »5 A . . . 4 > — b : 0 5» : >« Bur Nochl'N U . . « «l 1 «' : 2 2«; : 7 ITSC 05 B ... 3 2 1 4:2 25 : j:t ••B605 :«:; . . . . 1 2 2 4 : 4 1« :tl Bar Kochda A . Grün-Weiß . * M ä n n e r , ITLC 05,!l . . 2«ur rwchba II . . ii I. 2«iir SUidjbn IV . . 2 > I 2:2 «c: «! ITSL "5 III . . 5, 2 0:1 :«»:10 \'«nr. .gechbo III . . 2 - - 2 0 : -I 5 : tu BSM :,a I'. . . . 2 — 3 0:6 1:9« Fraue n: FTSL 05 A ... * 1 0:2 22 : ß Bar «oebbrt A . . 3 2 1. 4:2 7:0 ITEL 05 B ... 2 1.1. 2 :2 0 : 5 vAnt iltirfiba R . . 2 — 2 0 : 4 4 : 10 Bar Noch da II . . I — 1 0:2 0:9 Hervorragend ist die Leistung des I T S E 05» zu 'pennen, dessen Ätannschaften in sämtlichen ,glasten die ersten Plätze für sich mit Beseistag belegen «nid den vielgerühmten und favorisierten Bar och bauern fast ausnahmslos das Aaähchhen geben konnten. Besonders erfreulich ist das ^Absclineiden der .,05er" in der obersten blasse. Wenn auch die alleinige Spitze nur dem Umstand zu vordanken ist. daß der stärkste Gegner. Bar Zlochba 6, durch unverständlichen Spielverzicht 2 Punkto verloren hat, so zeigt doch das iveit bessere Torverhältnis. daß der ITSE05 in kurzer Ieit dem Bar .goctjba zunnndrst ebenbürtig geivordcn ist. Es beginnt mm eine neue Serie von Spielen, und der .stampf um die Punkte wird von allen erneut a«;s- ' genommen. Wird der ITS(5 05 seine großartige «c 4 7 i .st l a s s e: 2 — 4:" Form beibehalten und anch iveiierhin ferne äugen« blicklich führende Stellung im Berliner Handball, spart erfolgreich verteidigen könnend Hassen wir, daß diese Fragen in spannenden und fairen stampfen ohne Annschenfätle gereclst entschieden werden. Am 4. Februar.standen sich ans sc!meeb«'decktem Boden die ersten Damen- und Herremnannschastcn des ITSE 05 und des Bar stoichba gegenüber. Tie ailßervrdeutllch zahlreichen Iuschmier, die sicl, auf dein Grnneivnlds portplatz eingefimden hatten, «vnrden Iengen zweier selten interessanter und hochivertiger Handballkämpse. Tas Spiel der Frauen endete mit einem Oerj dienten Sieae. der ITSEerinne». die, obwohl sie ihre sonstige Spihensvieteri». Frünlein Henoch. erfeheir »nißten, ein ganz überlegenes und überlegtes Spiel bmbihrten. Es war diesmal Fräulein Ealdwasser, die nnermüdlirh ihre verständnisvail auf ihr Spiel eingehenden .gameradinnen narb Pan; umrf und ninh senchl^ das Taiefrliietzen niäit ve;gaß. Wenn der Sieg »nl 2 :0 Toren dem Spielverlauf tuirii anch etwas tnapa ausfiel, fv lag das jimt gn'tzen Teil an dem eisglatleu Bade«;. Im gamen leigten iedach die I!Ssteiiuneu erneut, daß sie mit Aertit als beste indische Tamen, Iiandballmaniisäiast in Teutschland anznsprecheu sind. ... In dem mit Spannung erwarteten Treffen der. Atänner siegte diesmal der Bar stochba. Knopp mit N: l Taren siet dieser Sieg ans, der erst in den lehleu Svielunnnten mit viel Elürk errungen wurde. Tie ganze erste Haldzeit biuduräi drückte der ITSb Stunn. in dem nun; itart den svnstigei^bterlitsantzeu Paldi Kn«, vermisste, geivaltig. "Aber die Tare. ans die es sa daN« im Ergebnis aukammt, sielen nicht. Eutlveder landete der Ball au Lalle oder Qnerpfaslen oder in de«; Händen des gut haltenden Bar-.stachba-TarsteherS. In der .pveiten Halbzeit tamen dann die Bär-.stachbaner dnrst, sehr hartes, auf diesem Baden für die Gegner äußerst gesälntiches Spiel, Hetzer ins Nennen. Sie hatten trat', ausgeglichenen FeldsPiels mehr Glück und kannte«; durch ihren treffsicheren Strajmursspepalisten Werner Spandau. gegen dessen N'ahlgezielte Scharsgeschotze der ITSE - Tarwartch der lvie sei«; Gegenüber a«t nette. Parade;; zeigte, ans verlorenen; Pasten stand, einen knappen Vorsprung erkampsei«. Beide Plgnnschgften nmreir in ihrer Gesamtheit ziemlich ausgeglichen, in beiden gibt es vocläusig nach schwache Pnultcn_ Ist Der Wastcrst'artverl'anv veö ^NiF lädt alle nach nicht arganisierten .st a n u - und F a l t b o o t - Fahrer «'mit und aime Hilssmatar) zi; einer uilpcrh'mdlielie.ir Aussprache über das Wese«; und die Organisativn der im Verband bestehenden K a n n - A b t c i l u n g des V A E „H e l v e t i a ' zu Btantag, lt>. Februar, 20 Ilbr!!«> B!in., in das Hotel „stänig van Portugal", Beu lin Vnrgstraße 10, ein. ' '' '?) ß(zdt* AMLRZFÄWK -im. r'ri'.'h >. iifsrr. st:.. ' -. . .. VI 0 1 >jv)-'.V7 *> Witz! •oro SM HHnast'AstAv 5v,Viv (FnsviLs' £i. — .'m z »sirroiMr,.. hTF^ u,ii IL\iäj’j«wi (C:S%\ •vr v,!T.:i0.pi«ii,. •:r«vh;!ch.','S7 -chm MchnOstca? .<-> ''k-rtt^pR.! tstrirp'. AVr.^.rüi'l-a^ . .'stprastrP,. fo) Hä 69. L2J kV»« W. 15., Joachimalhaler Str. 13. Taglirli (iiiisM'r Krcilau) I.’lir ulicml« WILLY I-nA^BOJt lionTci lert ab t. Februar wieder neues llabaretlpragramin Rita Alasz, Jaks. Martin Kettner, Marion Koegol, Leniund Mamut, Dunlo und Partnor, Heinz Roglnnd. Am Flii^i’l: Erich Ilonis. Kajicllo.: Jack Polischuk. Donnerstag, Hi-n 15. Februar u. folfj. hommrstann 1 Uhr: E-aAUSirE^AÜEiN-NACHMITTAG Tiinzer, Siiupror, ArtlMen u. VorlHiure. AUHstoIlHng: für «Ile Unusfrnu. Kintritt RM 0,25 Sonntag- 4,:tO Llir: TAJiZ-TKlJ Vorvork.tiigl. 11-1 Uhra d.Kaxsou.AWiiilk.(,T I Bisin.0979) 1'ÄGLMACl-iM, 1J;; i UI«_ J;| ÜHDABEM» UilLiJuCnjQIlCDjQStm Bren’S im Zentrum Kalmrett u. Tun/, im Ilotal Königvon fl*ortU£«l Berlin C 2, Burgstrasso 16 Sonntag, (Ion 10, II. 1994, abends B011 WqüScp SSeH^cs* ,11 se Wallen Arlur /.aiMlae r.iimi nach Sonntag naclim. 4 Uhr YCKiüS-YGG KabsrcSü-EänSagen TisrltiH’Mcllimgcn K 2 15«nsterg. 1525 Bind iii: alionds I RM, nachm. 0.50 RM gemütlicher Aufenthalt. ISuto Tnsse Kaffen 0,25. Qualiläthware, tmMilc Preise. - Pozcnto Mmsllr. - Teilungen - Zcitwchriltcn. 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