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Central-Verein-Zeitung · 1934-02-08 · 6 (8.2.1934) · page 6

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
6 (8.2.1934)
Date
1934-02-08
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Berlin Vor kurzem fand im Landcsvcrbandsvorstand Groß-Berlin eine Sitzung statt, die ein besonderes Gepräge hatte. Nach Erledigung der Tagesordnung dislutierten vier junge Menschen össentlich über das Tl^eina: „Ter Znlnnstsiveg der deutschen Ägiden". ES waren zwei Angehörige deS „Bundes deutsch-jüdischer Jugend" und zwei Zionisten („Werklentc'"), die unter Leitung von Tr. Neicl). mann mit Ernst, Gründlichkeit und Frische daS schivierige Werk unlernahiuen, in Ncde und Gegenrede durch das Gewirr der praktischen und geistigen Probleme, die sich mit das obengeiiaiinte Thema ranken, einen Weg zu bahnen. der iiicht nur gedaiik- 1 irl) folgerichtig, sondern auch wirklich gangbar sein sollte. Tein Bemi'ihcn der beiden Zionisten gegenüber, ausschließlich den Weg rnck) Palästina alS einen solchen zu eriveiseli, der jüdisch und melischlich sinnvoll und zugleich zukunststrächtig iväre, fehlen die beiden jungen Tentscli-Inden neben manchein aus Gegenwart und Geschichte hcrgeleiteteii Beweisgrund ihren entschlvisci'.eu Wille!?, in Deutschland deutsche Juden zu bleiben, entgegen. Es ivar bei aller Sachlichkeit und freundschaftlichen Anerleimung ein heißer Gciskeskamps, der da ansgetragen ivurde, ein .llainpf, an dessen nnerbitt- Iidjcr Folgerichtigkeit, liefen, Ernst m'd echter Be. geisternng sich manche Aiiscinandersebaiiig Erwachsener ein Beispiel nehmen lönnle. randrsverband Kommem In einer übcrsütlteu. von mehr aH 500 Personen besuchten Beriammlnng sprach in Stettin am H°>. Januar der Borsihende des Landesvert'andes, Nemtsamvalt Tr. Brock, über das The,na: ,.W o l, e r u u d iv o h i n V A«!t gespaniitester Aiifmertsamleit folgten die Zgihörer den ziveistündigen Ausführungen des Neduers, in denen dieser zu dcu gesamten die deutscheii Inden CV-Kalender Landesverband Hesien-Naflail und Hesicn 11. Fcbruar: Morburq a. d. L.: Bezirks, und Gemeinde. , Dctiammlum,. Dr. Hermann G u n d c r s. I) c i m f r ('.-firnnlfurt n. M.) und Dr. Vaif- 9ang S M a h d o r f f (grautnirt a. Mg: „Ter Lebenswille der deuischen Juden." Casa Blnmcnscld, Lahubofstraße. 19. Februar, 99 Ul,r in Min.: Frankfurt a. M.: Äartraa Rabbiner Dr. E s cy e! b a d, c t (Düsseldorf): „Das Gebo, unserer indischen Zutuns,/' Frankfurt.Loge, Eichershctmer Lauds,ras;c 97. Landcsvcrband Mittckdentschland 12. Februar: Suhl: M'.taliedervcrsammtuna. Landesverhandssnnditus Nurt S a b a tz k i). Shnaüegc. Landesverband Nieder schienen 19. Februar: Glogau: Dr. Rudels B r e i t b a r t h (Breslau u „Äir deutschen Iudcn." 19. Februar: Glijz: Dr. Rudels B r c i t b n r t h (Breslau): „Deutsches Jndeinunr heute und >nore;cn." Landesverband Brandenburg 11. Februar, uachniittaas: riottbus: hr-diarr Dr. Norl - :H o ( o n 1 li o 1 «Berlin): „«begenmart und Zukunft des deutschen Judentums." Landesverband Rheinland-Westfalen 1!. Februar: Münster i. 29.: GemeindenerlnininlunI. Syndikus Dr. Ernst B i« » t «Essen). 15. Februar: Recklinghausen: Geincindcnersammluiig. Dr. . P l a u i. Itz. Februar: Lünen: Be^irtstakiung. Dr. Plaut. 19. Februar: Castrop: Gemeindeversammlung. Dr. Plan t. 21. Februar: Dortmund: Gemciildeversammlulig. Dr. P taut. Landesverband Nardwestdeutschland 15. Februar, 29'.. Iftjr: Hamburg: Framngrupvc des E.-B.:?iechtsanwalt Rudolf c «i m ( o n : „Unsere Laue und liniere Elrbeit", Rüthenbaum- Müldeim «Siubr) Am 21. Januar rezitierten Eilly Neuhau-?, Jenny Nl a r r, Hannah W o l s s: Grete Nt v s e s - E l k n n . lllecha A v o ii s h e i m , Bruno P h i - l i p p s und Friß A r v n s h c i m brachten il. a. Werke voit Ntozart, Händel, Kvrngvld, Ntendelsohu und Schubert zn Gehör. Ten Künstlern ivurde «mss herzlichste gedankt. Auren Ein vom Gomeindevorstand veranstaltete? Konzert gab dem Tnrener Pnbliknm Gelegenheit, drei Iiervvrragende Kvi'mjtler teimcn zn lernen. Tas Programm begann mit dem Prölnde von Nacl)- maninvsf. am Flügel durch die junge Pianistin Hilde S i l b e r b a ch an? Köln eindrucksvoll nuedergegeben. TieKünstlerin erivie? sieh al? seinsöhlige und kraftvolle Interpretin Ehvpins, von dem sie das Nocturna in Eis-Moll und da? Scherzo in BMoll, zn Geliör brnelite. In Tiegfried Uria? lernte man einen Heldenbariton kennen, der stinnnlich inld technisch ans voller Höhe steht. Er sang den Bajazzo-Prolog, eine Arie ans dem „'Mantel" von Pnceini und Monolog und Abschied ans „Boris Godilnofs" von Monssvrglky mit großer Ansdrnelstrast. Alice S ch w a r z erfreute die Zuhörer durch die vollendete Wiedergabe der Arien an? „Undine" und „Btadame Butterfly" und „Zanberflöte". Tie besitzt eine dramatische Koloratur von seltener Schönheit. Tie Begleitung führte Hilde Silberig ach einsühlend und mitgestaltend durch. Breslau Tas Konzert, das Mirjam Lew in (Ecllo), Lotte S ch u c p s - N o g o s i n s l i (Klavier) und Elise T z e p h a s y (Violine) nntcr Mitwirlung von Lotte 'S chw a r z - N v s e n b a U m (Nezitativn), die von Erich T dl ä f \? r nm fy.tftflct begleitet wurde, im Taalc des Bereinshaufes, Kürassierslraße, gaben, wies eine gegenüber den sonstigen Tarbiclli'ingen dieser Künstler populäre Vortragsfolge auf.' Lvtle Lehveps-Nogonnski. in ihrer technischen und nliisikalischen Sicherheit gleich den übrigen Mitwirkenden erprobt, spielte Schuberts Impromptu o,)„s 42 III mit einer Liebensivürdig. teil, die das Werk rein und echt ivicdergab. Bvll Innerlichkeit spielte Elise Tzephcrsy die Arie auf der 0-Saite, ivährend Mirjam Lewiii die Suite von d'Hervcllois >nit der ganzen Zartheit erfüllte, die diese Komposition erfordert. In harnionischem Zuheute beivegendeir Fragen vom Standpunkt des' E. B. Stellung nahm. Dieser Versammlung folgte eine VortragZreise durch Pommern. In Schivelboin, Küslm, Polzin, Tchlawc, Stolp und Lanenburg nahmen, iliiscre zahlreichen freunde die Berichte des Lari-' desverbandsvorsitzciiden. soivie des Syndikus Nt i che l so h n niit .regster Aiiteilnahme entgegeii,- sie wurden in ihrem dentsch.jüdischen B^- ivnßtsein gestärlt und erhielten ein Bild von der^ nngehcnrcii Zlleiiiarbeit de-s C. B. Ziir Eristcnzsicheriiiig der deutschen Juden. Hierbei darf mit Geiinglniing festgestellt lverden. das; der außer, ordentliche "Wert der prallisiyen Artwit des E. B. auch voii den Iivilißen rückhaltlos anerkalint' wurde. Im übrigen findet sich der Gegensah zwischen Zionisten und Nichtzioilisten an allen, Orteii und machte sic!) sv«zar iniierhalb der einzelnen Iamilien geltend. Es lvird Aufgabe der. verantwortlichen Inhrer auf bcideii Seiten sein, unbeschadet der nvtivendigeii tlaren Abgrenziing der Fronten, für eine sachliche imd frenndwillige ideologische Anseinandersehnng Sorge zu tragen, wenn ander? dem deutschen Iiidelttinn nicht ernster schaden envachsen sott. Tie Leiter de? Landesverbandes tonnten an? ihrer engen Zühliingnahnie mit den Irermden in der Provinz die Ueberzengnng gewinnen, daß der E. B. in Pvmnierii fest verivnrzelt ist. Iit den Herren S a l v m o n (Tchivelbein). Tr. Lev L e v y lPolzin). Leivin (-Nöslin), Tr. Bosen lSchlmve). Tr. N e n m «i it n (Stvlp) nitd Tr. Beer lLanenbnrg) besißt er Tr!?grilppeiivorsihende, die sich seinen Zielen mit Berständni? und Tatlrast ividmen. Ans dieser Bvrtragsreise ivurde eine große Anzahl fleiner Trte besncht, N örenbe r g, T r a ni b n r g , Takt e n h n r g , B n b I i s;, Bald e ii b n r g, V, u in m e l s b ii r g . B ü t o iv niid Bartin. Vielfach lvareu von den Bertranenslenieii Sprechstunden vorbereitet, in denen unseren ZreiindlNi jnrlstisch.ivirtschastl irlje Anskünfte erteilt ivnrden. Eine ganze llieihc neuer Niitglieder gaben der Neberz,engniig niiserer Pominerschen Zreniide Ausdruck, daß der E. B. für ihre Eristenzsilhernng arbeite nnb sie nach kennen seine Bestrebungen unterstüsten müsst'ii. Zcr-nksurl Sder In einer vom Eentralvercin einbernfencn, glänzend besuchten Bersaiiinilnng in Fr«Niksrirt a. d. Oder am 25. Januar im Hanse der Hardenbcrgloge, sprach Tr. Lndivig Landau über den Sinn de? deiitseh-jüdischen Schicksal?. Er versuchte die Sinngebung an? einem dreisacheli Spanmiiig?- verhältni?: deutsche? Indentnin und Palästina, Tentschtnin und Indentnm, Individmnn nnb Ge° iiielnschast. Iil Palästiiia habe sich infolge der B'iclfalt nnb Unterfd)icblid)feit der dort znsammenströnienden Ni'enschenrnassen riech lein 5l!ilturlebeir echt jüdischer Prägung entivickeln können. Tics sei eine - Trage der .'Zülunst.. - Andererseits -seien aus - der. Hpntsch jüdischen Jugend sehr wertvolle Kräfte nach Palästina gegangeiu die durch die spann'ungs» reiche nnb fruchchare deutsch-jüdische Knlturtra- Pilion und den bündischeii Lebeiiskrei? gctvrint, einen für die Gestaltung des Lande? bedeutsamen Beitrag gebeii ivnrden. In Tentschland selbst müsse das Judentum nnerlniidlich an der Erhaltung seiner lvirtschastlicheir und reisttlichen Evi^ stenz arbeitl'il. Ter Ansschlilß antz dem geistigen nnb gesellschaftlichen Leben im deutschen Bott werde aber zivangsläilsig das deutsche Indentnm zur Genieinichait und ihrem Aufbau hiinvendeu. Es Wien bereits An säße der Gemeinschaftsbildniig vorhanden: die Gemeinden, der Eeiitralvcrein, der .stnlturhnnd deutscher Inden, die südische I-aniilie, die jüdische Schule. E? iverde kein Ghetto eiitstehen, beim das deutsche Indentirm iverde weiter dem deutschen und eurbpäischen Kulturkreis zugehörig bleiben. Tas LBi'hältnis des einzelnem zur Gemeinschast heiße Svlidarichit. Ter Aebner wandte sieh entschieden gegen die Kviynnttnrrlttcr. die da glanbeii, buvd) Loslösnng von der Gemeinschaft Sondervorteile für sich her«wsschlagcn^ zu können. b. \V. BezirkSlagung in Bebra - . . Unter dem Motto: ,?Äir deutschen Inden^ (An6 der Arbeit de? E.B. zur Erhaltung de? deutschen Indentnmch fand am Sonntag, dem -1. I-ebruar d.I., in Bebra eine Bezirlstagnikg statt, ivecche von 'nngefahr 100 Bertretern ans Bebra, der weiteren und engeren Umgebung besucht iv«ir. Tas Haiipivorstandsniilglied de? Ecntralvereins: Tr. Ielir B l n in e n f e l d (Kassel,, befaßte sich aussnhrlich mit, der seelischen Situation de? jüdischen Menscheu in Tentschland. Ter Synditns des Landesverbandes Hessen- Nassau, sTrankslirt a. M„ Tr. Wolfgang T. Maßd o r s f," berichtete dami eingehend über die Arbeit des Eentralvereins und über sein Berhältnis zu den llbrigeu Organisationen, greine Arbeit könne im besten'Sinne 'des Wort«'? Dienst an der Gesamtheit genannt lverden. -Ter A'edner gilb davon Kenniilis, daß, nun die motivendige Berbindmrg zw'ischen dem E.B. und den kleinen Gemeinden zu stärken, beabsiehtigt sei, nninnel)r regelmäßig auch die kleinen Orte zn besuchen, mn ans Grund der reichen Erfahrung, die der E. B. in seiner lliechtsschnßarbeit gewonnen hat, zn versuchen, unseren ' Glaubensgenossen in ihren Nöten zn Helsen. Tiefe Erklärung wurde von' den Anwesenden mit besonderer Befriedigung begrüßt. Im Anslstlnß an diese Aussührnngen, die iviederholt von Beifall llnterbrvchen wurden, fand eine lebbasle Aussprache, statt, welche im ivesentlictst'n die lllichtigkeit des vom E.B. beschrillenen ^Weges bestätigte und neue Anregungen den -Nlilarbeitern vermittelte. Landr^verblinb Sikrbwcllbcuijchlnnd Am Sonntag, dem 4. Tebrnar, fand, nachdem sich eine Woche zuvor der bisherige Landesverband Hannvver des E.B. und zn Beginn der Sißnng der Landesverband Nvrddentsästand de? E.B. unsgelöst hatten, die Nengrnndnng de? Landesverbandes Nvrdlvestdentfckilad de? E. B. in Hamburg statt. Im Zuge einer großzügigenNeorganisativn desBerein?- mifbanes ist damit der nach Gründung de? Lande?- verbiwde? - Ntitteldentschland bisher bedentsamste Schritt getan. Weite Ueberncht. nmsassenderes Material/ starke Ansivahlmöglichkeit von ehrenaintlichen Biitarbeitern zn erlangen, sind die Gesichtspnnkte für die Gründung gewesen. Ter Verlauf der Tagung, in der Tireltor Friedrich B v r ch a r d t (Berlin), Bvrsißcnder des Berwaltinigsansschnsses des G. B., die vrganisatorifchen Fragen behandelte und in der anschließend Tr. Alfred Hirschberg (Berlin) einen umfassenden Ueberblick über die Arbeitslage gab und dabei auf die speziellen Ausgaben der Landesverbände einging. bestätigte die Nichtigkeit dieser Zielseßnng. . Eine. Fülle voll Einsicht. Wille, stich, ltdjer und ideeller Verbundenheit trat, bei diui "Anssührnügen 'der 'zahlreichen' Diskussionsredner aus allen Teilen des neuen Landesverbandes 'zntiige. Nach mehrstündiger A.nssprache hielt Tr. Alfred - Hirschberg ein unter steigender Bewegung der Zuhörer ansgenolMliencs Schlnßivort. in dem er die geistige Grundlegimg unserer Arbeit und ihre Wertigkeit inmiiten der geistigen Strönumgelt der Zeit lind des Schicksal? de? Judentum? entwickelte. Ten Bvrsiß des Landesverbände? übernahm Nechtsanivnlt Nndvlf S a m s v n (Hamburg), der in der Geschäftssührnng bon Tr. Werner Grnnsf e l d als Syndikus nnterstüßk uürd. Dem Borstand gehören iveiter an: lllndoks Herzberg (Hannover), E i ch I) v l ß (Hamburg), II r i a s (Hamburg).- L ö iv e n b e r g'(Hamburg), P l a n t (Hain- § Siegfried Sim©nS WiÄ0, 5> <JolN4>iiiU‘inH«rs4r. :JT 1«( S Wnfrnc.r 0<)8l bürg). S a m u e l (Nvstvck), Frank (Lübeck). Rv'j'enac (Bremen). Justiz««! Hugo Kuzuitz5y gsstorüen Ende Januar starb Iuftizrat Hugo Kuzmtzky (Tresden), ein Nlauu von hohen Ei gell schuf len de? Charakter? und des Geiste?. -Aiit unvemüctbarer Klarheit c ie.ite er alle Zeit der Gerechtigkeit. Justiz, rat Kuznißt'y gehörte lange dem Borsl«>nd der Tcl?- gruppe Tresden de? Eentralvereins an und war Ehrelwizepräsident der Grvßlvge für Tenischland. Sein Andenken ivird in alten,- die -da? Glück hatten, mit ihm in Freundschaft und Arbeit verbnnden.zu fein, fort leben. Dr. Mcharv Hinrichsen, Hamburg, gestordüK Bescheiden und .zurückgezogen, ivie er gelebt hatle. ist vor wenigen Tagen in Hamburg Landgerichl?- direktor Tr. Ulichard H i n r i ch s e n gestorben. Damit ist ein Leven zn Ende gegangen, da? eine Berkörperung der Syilthese^ vom Tenl'chlmn und Judentum darsiellt. Er trug einen in Hamburg leinesivegs unbekannten Namen, war ovcl) ein naher Berivandter von ihm tauge Jahre Bürgerschastspräsident gewesen und ivahrh«istig' kein schlechter. Bon Jugend an ivar der stille, ruhige, die oüri'irU gezogmiheit liebende Mann ausgeschlossen für alle?, iva? dentsclie .lluklur. dentsckies vssentliche? Leben betraf. Sein kluger Nat ivurde viele,Iahre in den Neiheu der liberalen Parte) gern gehört. Sein tiefgrundige? Wissen überraschte «Ale. die mit-ihni zu- .sammenlamen. Sein philosophische Turchb!iöun>, ivar. eine ungewöhnliche.. So Hai er versucht, die Philv'vphie Spiueza? den mvderue'u Menspseu vcr- . stündlich zu machen niid nalze zn bringen. T^r Hamburger Führung de? Gentral-Berein?- giihörte er viele Jahre an und bewies hier seine- Vchn bnuu«!>- heit mit dem Sdiicksa! aller, denlsche-u- Iio.nu.. Erl Nechtsanwall. bnnu Nicht er, mar er ein Vorbild vornehmer Pflichtersüllnng. Ein Sichlagaulall. den . er vor geraumer Zeit erlitt, raubte ihm die L,'b>'lis- - kraft. Nun ist er, der nie n.ael) äußeren Echwustellnngen und Posten strebte, so besicheiden dalsingegegangen, wie er gelebt hat.. Sein Leben tarnt vielen als Beispiel dienen. Dr. 'i ‘Ja-? seltene Fest der dimiianleiien Holl'icö l’-.’.tilu-ii am 17. Februar die heloitie I-ie«'d 'JJiamlaii. Tie Inbilare sind Alitglieder des E.sll. — Ja-. «Nr'.'tuic , i iv.rarrrrirrmr<!,rri y vr -ch sammenspiel wurde das Trio Nr. 4 D-Dur von Beelhoven im Klang und Ausdruck sehr reizvoll lviedergegeben. — Lotte Schivarz-Noscubanm trug Strindbcrgs Skizze „Tie Stärkere" vor und zeigte besonders im „Tvdipieler" von Börries von Ntünchhansen. wo Erich Schisser sie sinnvoll begleitete, ihre ganze reise Kunst. Bor einem großen Kreise von Künstlern und Sachverständigeil boten Trude B e h r (Gesang) und der Berliner Pianist Bruno Eisner einen Schubert-Abend, der einen starken künstlerisehen Eindruck hinterließ. Bon Triide Behr konnten lvir bereits anläßlich eines Hauskvnzerts Erfrenliches berichten. Schubert scheint i!)r jedoch besonders zil liegen. Tas war ein Musizstereu mit vollem Berständnis für die tiefe Poesie und den mnsikalischen Zauber der Slchubert-Lieder. Tie junge .llünstlcrin hat etwas vvn der Gestaltnngskrast und der E>esangskultnr ihrer großen Lehrerin Therese Schnabel. Sie verfügt über einen reichen und wohltönenden Sopran und über Anmut in Bortrag und Erscheinung. Bruno Eisner ivar nicht nur der ideale Begleiter der Sängerin, sondern erivies sieh in seinen Svlvdarbietungen als ein Künstler hohen Nanges. 'Iv feinem temperamentvollen, alle Neize der ''Schubertschen Tongebung genial vermittelnden Spiel liegt etwas Hervisehes. In Technik, Ntangbild lind Ntnsitalität erivächst eine Leistinrg, die den Hörer tief innerlich packt und mitreißt. Frankfurt n. M. Für ein den zcitgeiwsfischen Franlfnrier Tonsetzern gewidmetes Konzert stellte Bernhard Sek'.es zwei Uraufführungen zur Aevsngmig. Beide Werke, eine Suite für Strerchtrio op. 40 die an die ältereri Formen anknüpsl, und ein Neigen von 2.2 kurzen Klavierstücken op. 42 „F-antarictten", sind in erster Linie für den Nahmen häuslicher Mnsilpslege gedacht. Sektes, ein sJJretfter des Petit geurc? bietet'in' beiden Arbeiten geivaudten Spielerr, Aufgaben von hohem Neiz. Tem Ntangel an eingängiger und gehaltvoller moderner Musik für Liebhaber wird hier mit würdigsten ANtteln begc«gnct. Lieder ans dem „Pierrotlunaire" von Atax Kowalsky bewiesen wieder ihre durch starke Stimmirngscharaktcristik und geschickte volale Führung begründete Turchschlagskräst. Als eine um die seelischen und geistigen Gehalte der Tichtnngcn Tagores ernst und überzeugend bemühte Lyrikerin fand Nosy G e i g e r - K u l l m a n n warme Anerkennung. Lieder bon Ludwig No t te u. borg waren geeignet, das Andenken an. diesen sein und persönlich' profilierten Ninsiker wachznhalten. Anni- S t e i g e r - B e ü a k, Theo Natner und Hans I. Stern gaben der Streichnmsit abgerundete Form. Ten votnlen Teil bestritten der Baritonist Ernst Wolfs, ein als Sänger und Gestalter gleich stark be«lntagie? Talent, und die mit an.genehmen, gepflegten Mitteln ansgeslalleie Sepranistin Hcdwig S t e r n -- S ch ö n t n g. A!? Begleiter und Interpret seiner Kl«rviernn:sit llcläligie sich Bernhard Sekte? sehr ersolgreich. II—e. Mannheim Ter Liederkranz veranstaltete einen Svlistenabend, für den der Geiger Stefan F r e n k e l sonne die Pianistin Heida H e r in a n n 8 gewonnen waren. In Paganinis Violinkonzert Nr. t. ag. 6 entfaltete Frenkel die ganze Fülle seines Könnens; sein Flagevlettspiel verdient besondere Hervor- Hebung. In Heida Hermanns lernte inan eine temperamenlvvlle Pllanistin leimen, die vor allem mit Bnsvni? „Indianischem Tagebuch" stark interessierte. Ihrem erstaunlich krastvvtlen An-schlag wünschte man hier und da, so beim Nvmantiker Ni'cndelssohii, etwas Nivderierung. Gleich dem vvn Kapellmeister S i n z h e i m e r am Flügel ausgezeichnet nnterstnßten Geiger mußte sich auch Heida Herlnanns nach Ehvpins voll Elan gespielter D-nioll-Fmitasie zn einer Zn«gabe entschließen. Ter „Liederkranz" veranstaltete außerdem ein ausschließlich Nchzart geividmete? Ingendkvnzert. Nach Begrüßung durch den Bvrsißenden Nechtsamvakt Tr. H e ch t und' fesselnden einführenden Worten von Kapellmeister S i n z h e i m e r wirtte eine Anzahl jüdischer Ntnsiklehrkräste mit. und brachte sich so einem breiteren Hörer kreis in Erinneruilg. Wenige Ta«ge späterphörte man bei einem küllstkerisch hochstehenden „Nomaniischen Abend" die satte Altstimme von Nnih ,)l i s ch - A r n d k (.llöln) sowie das tonkich ivie fttli[ti)dj gleich allsgezeickjnete Trio Lene sr> i uz h e i m e r (Geige), hlapellmeister Sinzlieimer (Flügel) und Otto Hütte nbach (Cello).' ' 'So. MrOeim Die Gemeinde Pforzheim hak eine ,;Bercinigung für kulturelle Tarbietungen" gegründet, in'deren Nahmen am 14. Januar ein Shnagogenkonzert mit der „Atannheilner Instrumentalvereinigmig" unter ihrem ausgezeichneten Tirigenteu Alar Sinzlieimer fiattsand. Tas Keine Lln'iW orcheüer, tlanglicl) erstannlicl) ansgegticlien. spielte Werte von Eorelli, Pnrrell, Paclallvet. v«mde> iniö da? ll-moN-Kouzert für zwei Socogeigen mit L-' «Heller von Ba«h. Tie Solisten Gr«'!«ck S v mi ui«' (Bsvrzlu'im) und Le Ne H e i s e - S i n z II e i m e r (Atauliheim) ließen durch ihr«.' grosre siiliinsön inS mnsila!iahe Si«her!;eit und ihren schönen, ww'nn'ii Ton das herrliche Wert in feiner gal'.zen L.«häniieir Karisrnhs Am Sonntag, dem 21. Januar, veranllallele Kapellmeister Enrt Stern mit seiner (öallin Hedwig Stern- S «h ö n i n g und dem Barn.on Ernst Wolfs ans Franlilir't einen Lieder, und Arienabend. Tie Sängerin verfügte über enu* s«hön«g gut ansaebildetr Sopranliinnne. Eclll't Wolfs, bisher Kapellmeister am Lperi'bans ,n Frauksnrt. hat si«h raill, «ml!r;;li');rn lei: eiiiein hnIben Jahre nmaestellt und trat um eniev l'cijöiu'it Btiritonslinnne vor das Pnblilniii. Nalll einiglm Zngal'cul, bei ivelllhen si«!i Ereell llHmt feIh;t begleitete, gab es no«li einige DneKe. t di«ht gefüllte Saal dankte beiden Künstler'.,, unien s«'lnfi">I)Iig und meiftevlmft von Enrt Eiern begleitet ivnrden, herzlich.' LckyZig Toijübiidic jiiv AinniU-i-1'!^' dieses N«al den betievten Bortr«gskünsi«er llaßcst Pllint. Ter große Saal de? Sl«'idtis«hen Kaulhanses ivar von Leipzigern und vielen iüdnhcn Büngern der ninliegendeii -Orte stark besucht. Man -erfreute sich aus einige Stunden «guter Laune, um die brachte Plaut. Im ersten Teil sprach er E-m ,zäl)lnngen Andersens; sie wirltim nieht nur dural ihren Inhalt, sondern durch den besonders Ich'.' ftändnisvotten mld ynmorvollen Bortrag ^IcPl st'laut?. Tiefe Vijvil Uhmen nur ganz Auunüsprcch-.m. Tann brachte 'plant Fontane-?^ „Arckm bald Tonglas" und „Zn meinem Füusnndflec'-- ,-zlgsten". Ans dem heiteren Teil be-3 Abend? ge^ füllen besonders selbstverfaßte Kckeinstadlgeschichten. Ter Vertrag Friß-Nenterscher Werke fithrte Z"I Dialekt teil des Abends über. Abschließend, gab Plaut mnsikalische Vorträge mit starkem T-urchschl«igsvermögen. Alfred Simon als vortrest^ licher Begleiter nnterstüllte den Bortragskünstler aufs Beste, * II. E.

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