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Central-Verein-Zeitung · 1934-01-11 · 2 (11.1.1934) · page 5

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
2 (11.1.1934)
Date
1934-01-11
Page
– (sequence 5)
Language
German
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1* ETSMAG «^on lange kämpften einsichtige und kun- Persönlichkeiten des öffentlichen jüdi- 2 Lebens gegen die in aewissen Schichten verbreitete Anschauung, daß für bte heran- Äsende Jugend die akademische Laufbahn ^er einzige Weg zu einer geistig, wirtschaftlich imd gesellschaftlich hochgestellten Zukunft sei. L manchen Leuten gehörte es einfach zürn miten Ton zu „studieren". Erst die Krise, die Ikt die ganze Welt, über Deutschland und ^sonders über die Juden gekommen ist. dermochte mit ihren bitteren Lehren diese Kreise ,ur Erkenntnis ihrer falschen Ansicht zu drinin wo Worte zu schwach gewesen waren. Nntcr den jüdischen lungen Mcnscken gibt cs beute nicht mehr viele, denen ihre Mittel ein ourusstudittm gestatten, und von dieser kleinen wird wohl der größte Teil durch eigene Eiusicht und durch moralisches Verantwortungsgesühl von einem Scheinberuf sernge. basten. Trotz allem aber bilden im deutschen ^dcntum die älteren Semester, die schon Eramen zusteuern, und die jungen, die auch heute einen akademischen Beruf im Zinne von „Berufung" ergreifen, einen starken §tamm akademischer Jugend, die in dieser Zeit mehr denn je der Führung, des erfahrenen Rates und der materiellen Hilfe bedarf. Por Jahren, als zum großen Teil hochlEgabte jüdische Studenten von den russischen Universitäten relegiert wurden und ihr Studium in Deutschland um jeden Preis fortsctzen wollten, wurde die „Jüdische Studentenhilfe" der Berliner Gemeinde organisiert, und es fiel damals nicht schwer, durch erhebliche Stipendien den jungen Leuten Studium und damit lmstenzmöglichkeit zu gewähren. Es war eine ein^eutiae und positive Tätigkeit, die man zu leisten hatte. Bor wesentlich schwerere Ausgaben ist die Wische Studentenhilse heute gestellt. Die M br-ch>- eS mit sich daß der Studenten. 3ahreine Studenten- “?0eae öetgeorbnet — man kann säst sageu ubergeordnek— wurde. Wo man einmal nur sragte: Was und wo soll ich stu- WM h°"te zuerst: Kann und r überhaupt studieren? Vor allem müssen die Beauftragten der Beratungsstelle, die sa Mit der Aeit und dem öffentlichen Geschehen m ^lvnlgster Verbindung leben, und dre die Aussichtslosigkeit, unter deren Zeichen Mt un allgemeinen das Studium von Juden steht, zutiefst erkannt haben, vor der akademischen Laufbahn warnen. Das ist eine schwere Ausgabe, dre nur dadurch erleichtert wird, daß wirklich jeder Student, der sich an diese Stelle wendet, den unbedingt richtigen Eindruck gewinnen muß: die Beratenden sind!fniß 5.rßlm^e' ^ie nur lu seinem eigensten Interesse wirken wollen. Natürlich wird nicht jedem ohne Unterschied vom' Studium abger?Jen* die Petenten werden durchaus individuell behandelt, man geht voller Interesse aus ihre persönliche Lage und Veranlagung ern, und wo man technische Möglichkeiten zusammen mit den nötigen Fähigkeiten und dem starken inneren Zwang für einen akademischen Beruf gegeben sielst, bemüht man sich diese Faktoren in jeder Weise nutzbar zu machen und die Ratsuchenden ihren' Vorgesetzten Zielen zuzuführen. Die Beratung erfolgt durch Menschen, die aus Gund langjähriger Erfahrung und Liebe zur Sache alle Gebiete des Studentenwesens in jeder Hinsicht genanestens erfaßt haben; hauptsächlich wirken in der Beratung einige jiinge, aber besonders gewandte iind sichere Leute, die selbst noch im Studilim stehen und hier ihre ehrenamtliche Arbeit mit großer Aufopferung leisten: man kann fast von einer „Studentenselbstberatung" sprechen. Ein Raum im Gemeindegebäude in der Rosenstraße steht HJOCP war der erste Europäer, der Amerikas Boden betrat? TP/fe war ^er N°me Jerusalems zu den Zeiten des römischen] Kaisers Hadrian? TPo gibt es ein semitisches Museum? HJOqS sind die bekanntesten jüdischen Symbole?fc HDannwurde bei den Juden der konstante Kalender eingeführt? Wer beantwortet diese Fragen? Die Namen der Einsender richtiger Lösungen und die richtigen Antworten werden in der nächsten Nummer der Zeitung veröffentlicht itffe 1 \ \ v ..WM - WWrW /MM sm^m lÄSM 0/ 'llüf gilt .UWtz MMIH - ' A *y\ Wmi l 00 % WM KMMW 'WM WWMsWch - ■/- /' M/W r j .:■ * r.:y msm... 'toSii— Fernando (Schindler) und Cäcilie (Elly Reicher), II. Akt . Stella (Friedl Münzer), Fernando (Schindler), ///, Akt > „Stella“ auf der Kulturbund-Bühne Rhein—Ruhr lilIIII!l!lll[|||||ltlltlll![|l!lll[||Iilllll!l!ll!!l!tllllin!l!!llllll!Ilill!lllllllll!IIIIIIIIIIlll|ll!IIIIII|{||||||||||||||||||||||!lllll!l|||lil!!l!lllill|||||||||||||||||||!l|j||g Richtige Löfungen der Fragen ln Sir. 50 der «e-B.-Zeitung" vom 29. Tezember 1933 sandte ein: Mar Goldsch midt, Berlin 0 27, Holzmarktstr. 13. Herr Heinrich Mayer, Hainbnrg, Maria-Louisen» Straße 112 sandte uns liebcntzwürdigerweise eine Ab-, bildung des Raschitors (Worms). den, jungen Leuten immer zur Verfügung und zwei Stunden der Woche, Montags und Donnerstags, sind festgesetzte Sprechstunden, geleitet von den dafür eigens bestellten Persönlichkeiten der Gemeinde. Da werden voll Interesse und Ausdauer die schwierigsten Fälle geprüft und keiner wird mit der Ungewißheit gehen, mit Der er gekommen war. * Es handelt sich heilte bei der Beratung nicht so sehr um diejenigen, die erst ein Studium beginnen wollen; denn ihnen hat leider schon oft genug die ganze )?age eine eindeutige Antwort auf ihre Frage gegeben. Groß ist die Zahl derer, die bereits mitten, in ihrem Studium oder schon au dessen CSnbc stehen und die sich nun plötzlich gezwungen sehen,,in ihren BerufSplänen, einschneidende Veränderungen zu treffen, teils aus finanzieller Rot, teils aus der notwendig gewonnenen Erkenntnis., daß gerade der gewählte Berns keine Aussichten mehr bietet. Da gilt es nun, unter den noch vorhandenen Möglichkeiten die richtige Wahl zu treffen; soll das Studium ganz ausgegeben, soll es im Ausland fortgesetzt iverden, und wo soll der Student überhaupt in einen anderen Beruf umgeschichtet werden und, in welchen? DaS alles sind Lebensfragen, bei denen natürlich kein Mensch eine Verantwortung tragen kann, für deren Behandlung aber die Jüdische Studentenberatung die berufenste Stelle ist. In Füllen, wo nicht der stärkste innere Zinang zu dem gewählten Stu-! dium mid seiner Vollendung besteht — und: dabei steht natürlich Ehrlichkeit des Petenten zu sich selbst gegen den ehrlichen gutem Willen - 1 ftcs Beratenden — wird unbedingt zur Um-, schichtung in einen kaufmännischen oder Hand-: Merklichen Beruf geraten, je nach den Fähigkeiten des Betreffenden. Auslandspläne; deren Durchführung aus leicht ersichtlichen Gründen : meist mit erhöhten Schwierigkeiten verknüpft ist, werden nur dort unterstützt, wo entweder schon irgendwelche Hilfe in Aussicht steht oder wo es besondere Zähigkeit des jungen Menschen wahrscheinlich macht, daß er aucf) einen hindernisreichen Weg vollenden wird. Die Beratung stellt die geistige Seite der Studentenhilse dar. Erst, wo ihre Frage des. „Ob, überhaupt" mit „Ja" beantwortet ist> kann die materielle Hilfe sich bemühen, das „Wie" zu klären. Bei der heute äußerst schwierigen Beschaffungsmöglichkeit von Bargeld können größere Stipendien augenblicklich fast nur den Studenten gewährt werden, die direkt vor dem Eramen stehen. Aber auch den anderen bedürftigen Studierenden sucht mau irr jeder Meise ihre Lage zu erleichtern. Jeder neue Petent hat einen Fragebogen anszu« Leopold Hund mechanischeTaschentuchweberei Lauban i. Schles. füllen, aus dem seine Vorbildung, die Art , seines bisherigen Studiums mit Semester-- zalst, seine besonderen Kenntnisse und fein. Leoenslauf ersichtlich sind. Auf Grund dieser. Bogen und der bei der Studentenhilse vorliegenden Angebote wird dann vermittelt: Freitische und Freizimmer z. B. gegen Nachhilfestunden an Kinder, gegen Haushalts- oder Sprechstundenhilfe und Aehnliches; natürlich auch Nachhilfestunden gegen Bezahlung. Oft werden Studenten als Hauslehrer gesucht, auch nach außerhalb, und ein ganz besonders Glücklicher mag vielleicht einmal das große Los ziehen, einen Posten als Reisebegleiter zu finden. Ferner liegen manchmal Anfragen vor nach bedürftigen Akademikern, die — etwa zu jüdischen Feiertagen — beschenkt werden sollen. Eine erfreuliche Anzahl von Lebensnnttelpaketen geht laufend bei der Studenten- Hilfe ein, die dann nach bestem Wissen gerecht verteilt werden. Wo es erforderlich ist, wird für die Studierenden auch für ärztliche Fürsorge oder rechtliche Vertretung gesorgt. So erstreckt sich die Arbeit der Jüdischen Studentenhilfe ans säst alle Gebiete des Lebens der Studierenden; sie wurde immer weiter verzweigt, je schwieriger die allgemeine Lage sich gestaltete. Es ist nur zu hoffen, hier wie überall, daß die Krise ihren Höhepunkt schon überschritten hat. Milde Marx M | j A Snny Werfels Ameoier-Komm ' -\ Von Ervst Lifsauer j ' Mitten im mohammedanischen Ozean sin-. . - oen_ sich größere und kleinere Inseln eines : '■ Ernstlichen Volkes, der Armenier. Seitdem >; vag armenische Königreich der Türkei einver- ) > 'E ward, ist die Geschichte dieses Volkes r; doller Leiden, von denen das christliche Europa i!T?T ^eder bewegt ward, ohne nachdrück- -!,'ch helfen zu können. Frichjof Nansen hat ' Armenier das Buch „Verlorenes i ^olk" geschrieben, Rudolf Lindau hat sie in oinon „Ein unglückliches Volk" dargep“.. Als sie unter Abdul Hamid in den neunziger Jahren verfolgt wurden, schrieb oionrad Ferdinand Meyer ein Gedicht zu ihren Magen. Im Weltkrieg versuchte die jungnrusche Regierung, insbesondere der Mini- ^präsident Talaat-Bei und der Kriegsminiver Enver-Bei, sie auszurotteu. Sie wurden ^gesiedelt; das heißt: sie mußten ihre Städte, ^ufet verlassen, durften nur das mitnehmen, und Hunderttausende Men auf der Wanderung zugrunde. Das $ttel war. örtlich genommen, Mesopotamien, iMgemäß aber der Tod. „das Nichts", wie Werfel heißt. Der deutsche Befehlsm der Türkei, General Liman von PhJ deutsche Konsuln und besonders der ü,Wüsche Missionspsarrer, Johannes Lep- . 2, haben nach Kräften zu lindern und zu gesucht, aber ihre Möglichkeiten waren z ^ach Lage der Dinge begrenzt. 1 rtMf?uelel Schicksal des armenischen Volkes ■ hiS eL^rönä Werfel in seinem Roman „Die 2rA Tage des Musa Dagh", den der Verlag avÄ herausbringt. Ein umfangreiches j sxü{,ßvr elfhundcrt Setten; aber diese breitbn* m ^^rihlung wirkt niemals—oder; ^Mer und da — zu breit vorgetragen.! Werfels sind-unglerchwertig gearbeitet: hier wird durchweg eine außerordentliche Höhe gewahrt. Man hat das Gefühl: dies ist ein Stoff, der Werfel vorbestimmt war. Er hat alle Kraft zusammengenommen, und sein Roman ward ein EpoS. Ein einziger Mangel ist hervorzuheben: wir sehen nicht, wie dieser gewaltige Haß entstand. Es genügt nicht, daß bisweilen von der Ueberschläue. der armenischen Kaufleute und Händler gesprochen wird; dieser Haß trifft auch jene sieben Gemeinden, die am Fuße des Musa Dagh siedeln. Auch was Werfel über Zeitun berichtet, reicht nicht aus. Zeitun: ein „hoher, schrundiger Fels, von einer wilden Zitadelle gekrönt,'und in diesen Felsen eingefressen die Waben der alten Stadt." Dies Zeitun hatte bis tief in das neunzehnte Jahrhundert das Vorrecht freier Selbstverwaltung genossen. „Ferner hatte sich in den Zeitun- Armeniern der alte Unabhängigkeitsdrang ihrer Geschichte erhalten und machte sich oft in hochfahrenden und verletzenden Lebensformen geltend." 1896 endlich hatten weder Freischaren noch Militär noch eine Belagerung etwas ausgerichtet: Zeitun blieb uneinnehmbar, und unter dem Druck der europäischen Botschafter gewährte die Hohe Pforte ' schließlich völlige Amnestie für Zeitun. Diese Niederlage wirkt im Gedächtnis der Türken fort und steigert ihren Haß. Es ist auch durchaus glaublich, daß erst die Bedrückungen das friedfertige Volk zum Aufstand treiben. Jedoch mangeln in Werfels Werk alle Zuge, dre solchen Haß erklären könnten, wre sie \a auch von Schilderern des Balkans berichtet werden, eben eine übermächtige Gerissenheit zumalldes armenischen Händlers, unter der besonders die Bauern leiden. s Die Bewohner der Gemeinden am Fuß des Musa Dagh aber sind Bauern, Viehzüchter, Hirten. Von ihnen erzählt das,Epos. , Der Inhalt soll hier nicht rm einzelnen wiedergegeben werden; viclinebr ist zu wünschen, daß viele das meisterliche Werk lesen und käufen. In Kürze nur dies: als der Befehl 3^. - Umsiedlung kommt, ziehen die armenischen Bewohner von Poghonoluk unb den benachbarten Gemeinden auf den Musa Dagh, verschanzen und verteidigen sich dort. Schließlich werden sie, nach unendlicher Not, von einem französischen Kriegsschiff gerettet. Unabsehbare Fülle von Leben ist ausgebreitet. Wir lernen nicht mir diese fünftausend Armenier kennen, welche die vierzig Tage erleiden, sondern auch die Armenier von Zeitun. Wir erleben das armenische Schicksal nicht nur im Bilde dieses verlorenen und dann doch geretteten Teiles, sondern auch sonst, in der Verkürzung und im einzelnen. ' Und das türkische Bereich: Stambul; orgiastischer Gottesdienst; Staat; Verwaltung; Audienz bei Enver; Gespräch zwischen Envev und Talaat; Dschemal Bei, der Oberkommandant der syrischen Armee, und sein Gegensatz 31t Talaat und Enver. Die fünftausend Armenier aber werden auf dem Niusa Dagh im eigentlichsten Sinne zu einem Urvolk. Ihr ' Führer ist Gabriel Bagradian. Er stammt aus dem alten Geschlecht der Bagratiden, die, vor Jahrhunderten über die Armenier herrschten. Ein Bagradian war russischer General und fiel 1812 bei Borodino gegen Napoleon; Werfel erwähnt diesen Vorfahren nicht, aber vielleicht hat seine militärische Laufbahn ihn angeregt, einen Bagradian zu einem großen Krieger zu machen: wie Lenophon die Zehntausend nach Griechenland zurückführt, so rettet, dieser die Fünftausend. (Freilich ist ein Zehntel inzwischen zugrunde gegangen.) Gabriel Bagradian stammt aus einem reichen Handelshaus zu Stambul, er ist in Paris ausgewachsen, ganz zum Franzosen geworden,, zum studierten, hochgebildeten Europäer. Er , hat' jtd) mit einer eleganten Französin, Juliette, verheiratet und seinen Sohn Stefan französisch erzogen. Halb zufällig wird er in dieses Geschick verschlagen, er wird wieder zum Armenier, er wird zum Krieger, zum-Heerführer. An diesem Buche., wird endgültig klar: die stärkste Kraft in Werfel ist die epische. Der riesige Atem des geborenen Epikers, des Epos-Dichters, webt und waltet in diesem Buch. Das ganze Land dieses Werkes ist ausgebreitet, tastbar, schreitbar: die Ebene von Antiochia bis hinauf zinn Marmara-Meer. nach Konstantinopel; westlich aber ragt der Musa Dagh, hinter dem das Atittelmeer brandet. Unermeßliche Fülle von Geschehnissen, Vorgängen. Geschichten; Menschen jeder Art und jeden Alters, und alle unterschieden, alle wandelnd, keiner leblos: hohe, niedere, wache^ dumpfe, kriegerische; sriedselige, eitle, schlichte, kultivierte, barbarische, gütige, böse, leidenschaftliche. phlegmatische; höchste Religiosität und Weisheit von vieler Art und vertiertes Hexentnm. Gleichmäßig verteilt der Dichter Wind und Sonne: liebevoll zeichnet er Türken von höchster Güte und Kultur, und im heldischen Kamps der Armenier mangelt es nicht ' an Enge, Schwäche, Neid. Alles dies ans zallberischem Füllhorn geschüttet und von überschauender Künstlerschaft geordnet. Durchaus ist Werfel gewachsen. Welche Kenntnis des menschlichen Herzens! Welche überblickende Weisheit in einzelnen, dazwischen gesprochenen «ätzen! Und vor allem: Gefühl der Natur schien Werfel bisher zu mangeln, hier lebt der Berg in ferner ganzen Mächtigkeit. Gleich auf der ersten Seite schildert er die „durchglänzte Frühe des Atärz-Sonntags" im „syrischen Frühling, der von den Hängen des Musa Dagh herab die Herden roter Riesen-Anemonen bis in die ungeordnete Ebene von Antiochia vorwärtstreibt. Ueberall quillt das holde Blut aus den LKeidenslächen und erstickt das zurückhaltende Weiß der großen Narzissen, deren Zeit ebenfalls gekommerr ist. Ein unsichtbar goldenes Dröhnen scheint den Berg einzuhüllen. Sind es die ausgeschwürmten Jmmenvölker aus den Bienenstöcken von Kebussije, oder wird in dieser durchsichtigsten uild dnrchhörbarsten Stunde die Brandung des AUttelmci'i'3 vernehmlich, die den nackten Rücken des Musa Dagh lveit dahinier benagt?" Und so allenthalben. Und welche Macht der Geschichte im einzelnen! „Die große Berjauunlung," \\\ v

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