Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 12 (1933)
- Issue
- 50 (29.12.1933)
- Date
- 1933-12-29
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Moeih einmal: Brauchen wir Jüdische Schulen? Sehr geahrlo Schrinimlung! Die Aiiisidit in dar Nummer <16 Ilii'i'k geschätzten Blattes d.es Herrn Ismar Elbogcn, Berlin, kann niclit unwidersprochen bleiben, denn die Meinung mit der Hebersclirü't „Brauchen wir jüdische Schulen“, nicht die Gemeindeverwaltungen hatten die jüdischen Schulen gewünscht — diese machen in den meisten Füllen Schwierigkeiten — ist vollkommen irrig. Ich glaube kaum, dass es heute noch Gemeindevorstände gibt, welche eine jüdische Schule verneinen, eo rückständig dürfte kein Gemeindevorstand sein. Schreiber dieses ist seil: 18 Jahren als .Repräsentant und Vorstand in der Bonner Gemeinde tätig und ist von der Notwendigkeit der Errichtung jüdischer Schulen mehr denn je überzeugt, allein es scheitert in den meisten Fällen an der misslichen finanziellen Lage der Gemeinde. Meiner Meinung sind heute mindestens 90 Prozent aller jüdischen Gemeinden notleidend und schon bei Aufstellung des Etats 1933/94 wurden alle Ausgaben auf das notwendigste beschränkt und es ist einer Gemeindeverwaltung nur zu danken, wenn sie in der Lage ist, ohne nachträgliche Steuererliöliung im Etatsjahr durchzukommen. Wie die Etats 34/35 anssehen werden, lässt sich nur ahnen. Infolgedessen möchte ich sagen, dass seitens der Gemeindeverwaltungen bezüglich der Errichtung jüdischer Schulen keine Schwierigkeiten bereitet werden und es nicht am guten Willen fehlt. Emil Goldschmidt (Bonn). Jüdische Nobel-Preisträger Sehr geehrte Schriftleitung 1 Die Würdigung Alfred Nobels durch die Presse anlässlich seines 100. Geburtstages hat auch für uns Juden besonders interessante und ehrende Tatsachen ans Licht gebracht. Unter den zirka 160 Nobel - Preisträgern stellte Deutschland 45 und unter diesen befanden sich 8 deutsche Juden und 7 Ausländer jüdischer Abstammung. So sehr uns Deutsche die Tatsache nit£ Stolz erfüllt, dass unser Vaterland mit 45 Preisträgern an erster Stelle unter den"Kulturvölkern marschiert, so erhebend ist aber auch für uns die Tatsache, dass wir Juden bei nur 1 Prozent der Bevölkerung mit acht Gelehrten unserer Abstammung 19 Prozent der Nobel-Preisträger Deutschlands unserem Lande gegeben und damit zur wisseusch a f tl i eben Wer t schälzu ng deutschen Geistesgutes unbestreitbar ausserordentlich beigetragen haben. Noch interessanter und beweiskräftiger wird das Ergebnis, wenn nun erst, wie es heute leider geschehen soll, die gesamte Juden heit als ein eigener Volkskörper ausgefasst wird. Stellt man nämlich die Zahl der Nobel-Preisträger ins Verhältnis zur Bevülkerungsziffer, so ergibt sich, dass die 13 Millionen jüdischer Menschen auf der Welt 15 Preisträger gestellt haben. Eine parteiische Verteilung der Nobelpreise durch das ausschliesslich aus Norwegern bestellende Komitee ist ausgeschlossen. Es wurden also wirklich nur die reine Wissenschaft, nur die erste wissenschaftliche Führerpersönlichkeit ausgezeichnet. R. R. eöN AMBMWSr lliuinnft fjrtt Ticifljäjn|ii,)tümminar fyraiif er» klärt, nicht nnS Hast gegen die Indem sondern ans Liebe zum deutschen Bott sei die Nichtariergeseh. qebuuq des nationalsozialistischen Staales enlsianden. Diese Einstellung begründet A r n o S ci) i cf e d a n •> m dein Aus sah „Borlämpser des Antisemitismus" („Neues Volt"', Blätter des Ansllärnngsamtes für Bevöltevnngspolitik und Nassenpslege, 1. Jahrgang, Nr. C) des näheren. Die Bezeichnung Antisemitismus, führt Schielednnz aus, gebe mir allzu leicht zn Mißdeutungen und Berallgemeinernngen Aulas;, die dein Sinn des eigentlich Gemeinten Abbruch tum Alltisudaismus wäre der zutreffendere Ausdruck. Ter AnlisudaismllS richte sich leinessnlls gegen das Jüdische seiner Träger, sondern allein gegen das Uebergreisen des Jüdischen ans verschieden veranlagte menschltche Gruppen und gegen die Handlungen ,einer Träger, soweit sie der Jebensentsaltnug dieser anderen Abbruch tnu. Ter AlitijndaiSnmS sei^also im Grunde genommen nur eine Abwehr-, eine Selbsiwehr-, eine Notwehrerscheimrng, um den anders gearteten „Wirtsvbllern" die Bewegungsfreiheit und den Spielraum zn sichern, den sie zur Entfaltung ihrer eigenen Beranlagnng gegenüber der ans allen ihren Jebensqebieleil eingetretenen Ueberwuchernng durch ihre allmählich cingesiclerten Gäste bedlirseu. Ter Antijndaismns trete also nur dieser bereits eingetretenen Bersälschmig völlischen Ghnratters entgegen und dringe ans andere Gestaltung der bisherigen' .. iziehungen, um die angeborene Natur beider rein und voneinander unbeeinflufjt zur Entfaltung zu bringen. Er enthalte eine durchaus 'ebensnahe und noiwendige Forderung, diese auch rein äußerlich negativ eingelleidet sei, ein Bestreben, das lein Unvoreingenommener altz unbillig oder unrichtig bezeichnen werde. bie iaglifo fallen Tagen die Hände i leiden. Durch regelmäßige I . . wird das Ausspringen und die Nöte der Hände v«. hindert. £eobem, der sich besonders leicht in die W cinreibt, führt dem Hanigewebe Sonnen-Malnin m denselben wichtigen Ausbausioss, den sonst in der Zant nur die Sonne erzengt. Leolrem ist ein Erzeugnis btr Ehlorodont-Fabril. Dosen zu 90, 50, 22. 15 M in allen Fachgeschäften erhältlich. Purim tu Tcl-Aviv Das grobe Interesse, dae die neigende Palästinas in der gan;en BJelr erwectl. kvrnmd cine^"- lieh nun Ansdrnc! in der Jabl der groben Nirxu.-.dg,!,'"iiT die im Jcbrnar und Blät) Habe, anlaußn. 'Ter in-' viilenüuun, der sieh früher hgnvl'öchliäi nach VUnAiv « ergoiien Ijot, wendet lieh in immer steigendem;ijLi“ Paläsiina gn. 6ü gibt daher für enrobäikhe Toinjs-li anbervrden'.lieb günstige Gelegenheiten. z„ cgchw.ngi-^ch Preisen Palästina zu behüben. So tann man ' om 12. 'iu'bnuu mit dein Piesendoinvier .A'üuiitania" ch Hin'ahrlz und nach dreiweulientliehem Ausemlwlt mit d -'i NC,!- Tonnen groben lanwier „Noma" die AsMigT niieinbi'en. Bier mehr P,eit bat. tann mit dein TaumF ,,VUiii:tania" enu 21. Bllirz. also mul) zirlg jünbnöelvlidjem Ansenlha'.t Haiia verlassen, gchem der 12 lubnngn ii'ii!) ist. den loclljvr neue, Ddoo Tonnen rid&c Tainpler „Lernte de Tavoia" zu einer nur 2Lia.^J Aeise von Neapel nach Haifa am 2k Jebuiar. Tie' rtntunit in Haisa erwlgt am 20. Jebruar. also zwei Tc.w vor Purim und die Nndreise lömitc mic dem Emm genannten Dampfer „Borna" am 7. Aläw 11 , , tägigem Ansenthalt erfolgen. Ebenfalls am 2.'!. mbuier tann man den 18 51)0 Tonnen groben ..PorllioV von Marseille benutzen, die Bnclreiie lvnnte dann mit einder wöchentlichen Abicchrten noch Triest oder silarüch ansgesührt werden. Tie Prv'velte für alte Jrilhietn-- reisen IlM sind erschienen und lvhenlvs beim Palcnim Trient Lloyd, Berlin NW. 7. Friedrichsuagc Kxi 5U Haben. 'D' A.; LZch : j|V,j /A\ Och MWDM UUltMOTLQT 6«. Gl?8QK8-lLVl?<ZDI Ü3 5 G3 GS ta c J 0 En £* Koin Godock- und Woinzwang. Am iiaclimLttnKS mul aUenüH nci m Jlarbcriua, unter 0 1 hi PDO[OE[lSS SßI?[i Kurfürsfendamm 214, am U-Bahnhof Uhlandstrasse Grosso Tusso WSeKOr-Eüaffeo .‘t7 S’fp. - Kdaminossoa 70 7ÄN 2. i j; Ü.15, Jcnc!?Iost57rJcj‘ St 13 Täglich (ausser Freitag) 8a0 Uhr abds. CZO-3-2 MUTIG konferiert , lIgüHdr, ßlaelt ükEte, Eua Oocte, lllmis MS, EügöI KGfdOGi* mi Mi I7©ltf Am Flügel: Erich ßonäs / Kapelle: Jack Poiisehuk Donnerstag, li. Januar, nachm. 430 Uhr K G cd o 0? a m g ra=CI a e Es kd ä t S a s Buntes Allerlei. Freier Eintritt. 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