Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 12 (1933)
- Issue
- 49 (21.12.1933)
- Date
- 1933-12-21
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Die „DcrrtfchZüLrschs Aug-7;:d Ghcnntrtz" (DJJ) hielt am 10. Dezember ihre ersten größeren Beranstaltuugeu ad. Je eine Jungem, Mädel- und Aeltercngruppe wurden geschaffen. Der Landessührer Joe d^e H a et * (Dresden) und der Ortosührer Haus I a e o b h kEhemnitz) verstanden cs, ans dem Streben der Teilnehmer, in: Anschlüsse an Gleichgesinnte einen innerlich befriedigenden LebensinswkH zu finden, einen Kesamkiviilen in deutschjüdischer Jugendarbeit zu gestalten, deren bereits hier geschaffene Ansätze ein erfolgreiches Wirken in itnserem Gedauleugut, darüber hinaus aber wirksame Hilfe bei Umschichtungen und anderen praktischen Lebensfragen versprechen. Tie Deutsch, jüdische fugend Ghemuitz ist dem Gentralverein gedankenmäßig verbunden: organisatorisch steht sic ihm selbständig gegenüber. Kolbcvger Gatttrcffcrr deS „Ring". Am 0. Dezember fand im jüdischen .Nurhospital in Kvlberg ein von über 150 ' Kameraden aus allen Teilen Pommerns besuchtes Tressen statt. Ter Führer des Kotberger Zuges, Tr. Jaeabi. begrüßte neben den' Vertretern der BliMgVZnge aus Anllain. Grerfsrnald, Stettin, Bsid Polzin. Sehivelbein. Bublitz. Treptow a. d. ■)}., Stolp, 'üdsliu, Belgard, Kolberg-Koerlin, den Neichsführer des „Aiug". Günter F r i e d l ä n d e r (Berlin) sonne Vertreter deS LandesverGuides und der Koiberger Ortsgruppe des G. - V. und anderer Verbünde, besonders die Vertreter der vstvreilßiscticn Kleingemeinden. Gnvin Leeg all i -u'tlinj übernalun als Gatifnhrer die Leitung der Tagung, die mit einer Trauerfeier für Tr. Heinrich Marense und Tr. Ludwig Ties? begann. Tie Arbeitstagung wurde durch ein Aeserat' des pvimnerschen Lyndilus deS G.-V., Otto Michels o h',! (Stettin) über die soziologische Schichtung der deutschen Juden eiugeleilet. Es folgten Berichte der poinmc rschen Ninggruppeu und der Führer. Tie hungeren fanden fielt zu einer Singgemeinschast zusammen. die Aelteren besprachen fragen der Be» rufsniuschichtung und der Bundesarbeit. Ter Standpunkt des „N'iug" zu den Problemen des deutschen Judentums fand seinen Ausdruck in einer einstimmig angenommenen, dem E.-B. nach Berlin gesandten 3 h m pathieents ch ließuu g. 'Brurdesappcll der Tckidischcn Jugcnd-Kindcrsdiarcu 2heli«t. Am Al. Aooeniber fand in 2 e h n i i! ein Avpell stau, ui dem sämtliche Züge des Bundes geswlvsse» angeireten waren. Btau war besonders neugierig, weil »um wnsge, das; firii der neue Bnndeöleitet Aiired D e rrm a u n s vvrsiellen würbe. Ais erfreuliche Aallirichi Nnnbe bekanntgegeben, das? sür die Jtigenbtlndersciwecn zwei Werkstätten eingerichtet werden. in denen mannigfache handwerkliche Betätigung ermöglicht Uuvb. Die einzelnen Zugführer gelobten dem Biindesleiier stets das Interesse deS Bundes, nicht das einer Kruppe oder eines Inges im Auge zu haben. Der Appell fand mit dem .Kameradschaftslied sein Ende. Wir batten noch Gelegenheit, den Tag außerhalb der Großstadt bei Spiel und Gliedern zu geniep.en. Es gab wohl niemanden. bei dem dieser Tag nicht einen tiefen Eindruck hinterlasscn hätte. Selbst die Jüngsten dürften es begriffen haben, was es bedeutete, wenn mit mit unserem Gruß ..Bereilschast" erkennen lassen, für den Bund und sonnt für da? gesamte deutsche Zudentunr unsere ganze Kraft ei nzu sehen. L—g. *j)% i ft f & f /:/ / Fpfi •£>.!£ & r /?/? 'H<zft«prwm w1 v/1 ß ß fl pßi brt 7?//.?»!r Vi.l/ Da wir wiffen, wie schwer eö für Erwachsene ist, Sei Kittverbeilagen und KinverzerLrurgerr den richtigen Ton 3« treffe:», haben wir einige Kinder nur ihr Urteil über unsere Eharrrrkkah-Weilage gebeten. Lüir versprechen alten unseren kleinen Freunden, das; wir a«S ihrer Kritik lernen und ihre SLnregrnrgen möglichst bald befolgen wollen. Bor altern werden wir sehr bald mehr Raum für die Berichte aus Den Bünden zur Verfügung stellen. Dabei werden wir die KrndcezcUmrg „Von Kindern sür Kinder" und die „Leite der jüdischen Fugend" gesondert behandeln. Wir fordern schon heute alte die kleinen CBer und (Werrmren, Die für ihr Blatt etwas schreiben oder zeichnen wollen, herzlich auf, es uns vertrauensvoll einznschickeu. Die Lchriftleitung. Liebe Schristlcitnng? Es hat ufich sehr gefreut, das; Ihr endlich ein. mal nicht über, sondern zu uns gesprochen habt! Die Ehanukkah'Beilagc hat mir sehr gut gefallen! Trotzdem ich in allen biblischen Keschichren den eigenartigen Urlant am schönsten imb erhebcusten finde, halte ich diese Bearbeitung doch für eine der besten! Wenn man langsam und genau die Beilage durchlieft, merkt man doch, nachdem die Borgcschichtcn in meisterhafter Kürze erzählt worden sind, nne Zeile um Zeile sich der Bibclfvrm nähert. Mir ist auch ausgefallen, das; bei jeder Bearbeitung die Taten versll,reden sind, fvic anll) manchmal die Uebersehungen der hebräischen Bezeichnnngen, z. 33. „EpiphaneS" Ter „Erhabene", Ter „Große"'( Tie Zeichnungen haben mir auch sehr gut gefallen, wenn mir auch die Brüder bei „Die Mutter fleht den jüngsten Sohn an . . die!vie die gerupften Hühner unter einer Decke liegen, sehr komisch vvrkamen; auch die Gesichter, überhaupt das deS ersten (von vorn), drücken wirkbch nicht sanften Gottesfrieden der für Gott Gcstorbenei; ans! Vielleicht verstehe ich das auch no chnicht! Das Zeusbild dagegen finde ich fabelhaft; es erinnert einen lebhaft an die Abbildungen von dem Steinernen in meinem „Album der griechischen^ Kunstgeschichte". Mit am schönsten siride ich die Gruppe „MattathiaS sprach zu seinen Söhnen ..." Der, von dem ich glaube, das; er Zilda sein soll, mit dem Dolch in der Hand, scheint gar nicht mehr so richtig ans des Vaters Worte zu hören; er will sicher schon forischleichen. um mit deich 2M! einen Kamps zu beraten und brennt vor Begierde, ihn ansznführen. Und am allerfchönstcn ist doch sicher „Mattathias straft einen Inden . . Gr scheint eben eifrig heraufgesprungen zu sein. Dem Hellenisten sieht man es an, das; er sich leider schon ganz mit den fremden Göttern befreundet hat. Schon ganz inbrünstig schaut er hinaus zu Zeus. So richtig lustig imd fröhlich sind die streudenszencn; die Frau rechts bei der Iteincu Gruppe scheint aber gerade bei Ehannklah ein bißchen Zahnschmerzen zn haben. Die linke Backe ist ein lvenig dick. Oben, an derselben Seite fällt nur sehr stark auf. das; die Namen der Söhne gegen die, die ich gelernt habe, rneistens sehr verschieden sind. Wenn die Bearbeiter der biblischen Geschichten dann zunr Schlich von der Gegenwart sprechen, erwacht man wie ans einem Traum der alten Zeiten; aber hier ist das so fein gemacht, durch die Verbindung, das; mir heute wie vor tausend Jahren das Fest in gleicher Freude feiern, daß man es gar nicht merkt. Der Festzug unten paßt so richtig als Abschluß! Ter Manu, der den ersten Leuchter trägt, scheirit sich am Fest selbst zu freuen. Ter Jude, der hinter ihm geht, meint eher, daß es gleich ist, wo die Thora Hilst — sie hilft immer. Der Vorige freut sich und dankt, dieser dankt und freut sich.— das ist ein Unterschied! Und die Frauen scheint mehr das Fest zn interessieren als der Anlaß. Tie eine ist ja cm Niese Goliath im Kops! Und mit der gleichen Freude wie die Alten in dem Tempel, gehen wir jetzt zum Chanukkah-Leuchter und zünden die Lichte an . . . NUt vielen Grüßen lunrie Hirschberg, Berlin (10l/z Jahre alt). Siebe Schriftleitung! Ich finde den ExWuikcn, eine Kinderbeilage herzustellen, schön. Tie Geschichte der letzten Nummer war sehr nett, doch fand ich sie etwas lang. Es gibt Kiicder, die eine Geschichte anfangen zmd sie nicht zu Ende lesen, wenn sie zn lang ist. Ich bin der Ansicht, daß die Zeitung in mehrere Teile zerlegt wird. Gin Teil fönte man doch für Berichte aus der Arbeit der EB-Jugend freilassen. Bielen Jnngens ist ja gar nicht bekannt, daß so etwas überhaupt besteht. Dann fände ich es sehr nett, tvenn Kinder selbst Geschichten erzählen würden. Für die Ghannlkahmnnmer tvar es richtig, als Leilwvrt die Bkelodie von Btoaus Zur zu setzen. Noch eins hätte ich alisznsetzen. Die Aufmachung ist etwas umständlich. Als ich das Blatt öffnete, wußte ich nicht, wo der Anfang tvar. Deshalb fände ich es angebracht, das Format der übrigen Zeitung anzupasseu. Tatnit die Beilage ansfällt, denke ich mir das folgendermaßen: Oben arif die Seite eilt immer gleichbleibendes, dick gedrucktes Erkenntmgswort. Tarauf dann das einzelne. Ich bitte sehr, mein scharf kritisiertes Schreiben nicht übel zu uehuteu. Doch, da ich es sür nötig halte, daß die Zeitung zur Freude der Jugend ausfällt, habe ich mich nickst geniert. Mit freundlichen Grüßen Ihr Heinz Krombach, Essen (W Jahre.) Liebe Schriftleitung! Ich freute mich gar sehr, als der Brief kam mir her. Tie Aussvrderung gefallt mir gut. Doch erst dadurch bekam ich Blut, zn lesen in der Zeitung die Geschicht', die zn uns Kindern von Chanukka spricht; denn eigentlich wollt' ich sie gar nicht lesen, tveil eine Geschicht' ist acht Seiten gewesen, sonst gar nichts in der Zeitung stand, tvas ich sehr langtveilig fand. Ich geb' etich jetzt den guten Rat, itmcht aus diesem großen Salat drei Geschichten, die dann klein, aber verständlich sind und fein. Zum Beispiel: zuerst Chantckkas Vorgeschichte, dan'n Hanna tmd ihre sieben Wichte, zuletzt der Vcaklabäcr Tat. Doch nun hört, was ich weiter rat: Vergeht bei eurer Chauukkageschicht' die Hauptfach', näutlich das Oelkrüglein. nicht. Sogar meiner Schwester hat das gefehlt, die doch erst neun Jahre zählt. Auf den Seiten die Zahlen fehlen, dadurch tttußt' ich mich lange gtullen. Dieme Altitter mußt' ich rufen her, rnich allein hcranszttsittden tvar ztt schwer. Tie großen Anfaitgsbnchstaben Hab' ich gern geschX die Bilder fand ich nicht alle schön. Tie Köpfe sind cnllveder ztt lang oder zu rund, die Körper sehen aus tvie nicht gesund. Ich mein', eine Zeitung müßte anders sein: ' Ta gehören außer Geschichten noch Rätsel rein, Witze, Anleitung zum Basteln und außerdem möcljt’ ich Berichte von Büitden seh'n. Int Schtvarzen Fähnlein finb Klärle tmd ich, doch andere Bünde and) interessieren mich. Tie Zeitung müßt' regelmäßig sein. dann lüimte man sich im voraus darauf sreu'n. Gntschttldigen Sie bitte, daß ich so leck geschrieben, aber die Wahrheit tun Sie ja mich lieben. Das nächste Mal laitit ich tvohl at'.ders schreiben, tvir wollen dock; gute Freunde blcil'en. Alit diesem Brief mach' ich jetzt Schluß Klärle uud ich senden jeder einen Gruß. Ernst Marx. Frankfurt a. M. (13 Jahre alt). Liebe Schriftleitung! Vor einigen Tagen haben wir Ihre Channklahbeilage mit Freuden gelesen. Schon als in Jhrcr Niunmer eine Beilage für uns .tUnder angetündi^ wtrrde, srenten wir uns sehr. Lv schön steht die Chanulkah-Geschichte nur in den Büchern der A!al!n« bäer. Auch die Bilder gefielen uns sehr gut. nbes für manch kleineres Kind wäre die Freude vielleicht größer gewesen, wenn die Bilder zum Ausmalm wären. Wir wären auch sehr erfreut, tvenn solch eine Beilage öfter, ja vielleicht gar immer, erschemcn tvürde. Auch dächten wir, daß rticht nur eilte (beschichte erzählt werden tvürde, sondern gleich Ekdichte, kleine, lustige Geschichten und Rätsel gedruckt tverden tvürden. Wir tvürdeu gerne unser BesicS dazu beitragen. Viele Grüße und Wünsche für ein langes Bestehen des C. A. und seiner Zeitung. Helmut Sage! (11 Jahre) und Elisabeth Fried (11 Jahre), Berlin. FAfmSE^VS&SO&GUWG KBNDE&VERSBCHERUNG . ALTERSSCHÖTZ durch | IM . PiimniLEEisscsEiiMrs Gemeinnütziger Vorein für Hintorbliebononfürsorgo der Mitglieder jüdiicher Gemeinden v. V. Empfohlem durch: Den Raf dos Proußisdhera Landosvorbandos Den Rot des Dayorischon LandosvorbartcJcs Don Vorstand dor Jüdfodfon Gornoirsdo xu Boriin Don Jüdischen Frauenbund Don Reichsbund Jüdisches* Fronffsöldcfon usw„ usw. FÄmSUE^S€K3W?Z Gomoinnützipor Voroin für Hintorbliabonoafüraorpa der irtitgliodor jüdischer Gemeinden v. V, Betisn W 3, Taubenstr. 35, Flora A 2,4417/13 KöSTiEBSMIF sä“ mim siiiiiifs . Bln.-Wifm., SBdDßsföKse 24a f BI 8 Warner 0580 MsÄ sfst lissiorrGvissfsn «Ä Sfeaeräerafer GcschilUsKtcUo: Steriln W. 35, I-'Iottwellstrusso « V l>’cniK[)r. Kurfürnt B 1. r8iK) Für don Bücherabschluß, lür alle Htcuorangcloßcnhciten, für Haiis- und YcnnöRcnsvervraltuiiKra ctc. werden erfahrene, zuverlässige (auch vereid.t Bücherrevisoren nachgc^iesen. Kostenfreie Boratung in allen Steuer,Sachen: Nachm. 4—5 Uhr.! listeis»» M Für eine grosso Anzahl Detailgoschäfte, Fabriken und andere Unternehmungen verschiedenster Art, nur günstig beurteilte Objekte von Jl. UDOÖ,— aufwärts, werden EUitif^r oder mittätigo ho»w. sritio (SoHollNcEmricr, sowohl Fachleute als Nlehtfauhleute, ^fosuviit. Anfragen an SirlcBa Nfouprobuuor, Can»uUa<Btirotui, St*rag1 51., Vilclavskö ufim. 11/Aa 23. V;;; tmeiugemc Anfängerin, mit guter Handschrift, gesucht. Zuschriften unter L. 308 an die 1|® für die 3*5’ All!« üinimnF lUiUÜÜSji der C.V.-Zeituno wegen der Feiertage Donnerstag, den 28, Dezember, vormittags 10 Mi U öa SeEHuuQQtäG!? ö s©0 S. ra. b.H. Berlin NW. 40, Alf-Moabit 140B. FraeMieste dss lisi/sl Iriesfie. Spezialität: Pa2es£iRa»©Fl©B'ä$-YpaRsporfa. 3 J|l!l!!!i;[lSli[l!l!!ll!ll!ll!tI!!l!!i!lli[lllllllI!liii!il[i!llllI[!!l!!!;iIlll!!!ll[IIi!l!!!H!ilillll|^ | «p, C'-j©5,eüamQS,iEsa, I .'•-'rSütiUVijB Z i US, WMKS, s§ f’ifjnc^nprnnp'ni ~ Ö 1* 'ii O Cl? li J Uu ul ö 1 Friedrichstr. 1D© direkt am Bahnhof Friedrichstr. g 7©S. Ä 6, Morkur 2915 % r nrV r p I nc?.qn npi nrr->r.rnn"ricfi b Hpnqoh^nn *"• 41 U^ v,J-uv. La La^. LuI Ul Lu J HüJ <»r!snownlw, 33 (am ßosencck) ’■ w w 3 4 Grundschulklasscn _ 'V > r-.. ßprechstimden: r-rrAeliurigr:- uad UrljoItsngsiioSm für Eiiasdor und ,|ungo Klassen VI—I ° ii 550«! 12-1 Uhr. rK'ik’cüoK aller Konfoasionon. Individueller Unterricht in allen In den Ferien; Mittw. u. Freit, du'rch Herrn Oberstudieudlr. i. E, Landsbor gl Schularten, Kindorärztiicho Aufsicht, dünge. Mädchen finden Ausbildung (A P. Schmargendorf 2551). Jin Hauswirtschaft und Kinderpflege. Bildprospekt d. 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