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Central-Verein-Zeitung · 1933-12-07 · 47 (7.12.1933) · p. [Seite]

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
12 (1933)
Issue
47 (7.12.1933)
Date
1933-12-07
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
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!■ Rabbiner Dr. Ätec: Wiener: |; r^iösai^oi ij-sZeisstss' ■'f‘ ^r'r:r~.r’-.-nnp?!r-,A^M &b2 £iv:G'.w»^vw*Juil2 27Q Seifen — Preis 6 Mark A €». friPoppelbilcinis im deutsch-jüdisch.Raum | gustäezte Cfiaar'Cßa - Cmc&enk über )0d' Seifen, RM. 2.30 3,^rrj5 Ü<V?1;SS r Das Dezemberhoff des |: isf irr» Gedenken an i L Gf vv «J ii ii kJ u i» \ Jcr <iew?sc»Vj|wri5c5i©n Jugend h gewidmet. Beiträge von 'VFRNFR CAHNMANN, HEINZ COHN, : ARTHUR ELOESSr.R, ERICH HIRSCHBERG, r-EÖRG UiuINSKi,!GN. MAYBAUM, HANNS REISSNER, WERNER ROScNSTOCK und andere. $2 Seilen — Preis RM 1.— S Sateg ral Maites f5.in.iiJ. Berlin W 15 Pariser Str. 44 Fci nsprochcr: Oliva 1375 nicht dir- Umstellung auf Arbeit, oft in.irliu'bntcr Art. in einem ganz curdersglima. Ahnder junge Nie lisch leichter N.i;n:l)l, iü tut: den älteren schwerer, mnurch mnf muun^Liü). Und voll lerilumMagig muß ,^!t sein: denn (guirüeilet wird in Palästina, if. ijitritlip mir: in iwrdeuropäischeu Ländern. .'hui täpimckrästicpm Menschen, von Hoch- .iuo.f'ifiyrv.fou Fach frästen, non ideenreichen wendigen \5n.uj! ciiirmi abgesehen, gehören m Ui, mnl'nn.eirdeä, &anb mit sudtropischem sture grundsätzlich nur jüngere Menschen.!l> chhr.e wird die obere Grenze sein, in Dielen Aiiilrn tniri) sie darunter liegen. Sie zweite Voraussetzung ist eine grünb- .\k dcnntnitz der Verhältnisse, in die man ■liiiänjiunmt. Wer jtd) erst drüben die ersten stistchen der Ledmtstzediugungen, des gesell-- Mütchen. wirtschaftlichen und politischen . streue zu eigen machen mutz, wird kostbare >lit und Geldmittel nutzlo* vergeuden, wird auch seine Kraft durch schwerste Ent- Nnijiumien uräergraben. Er wird Mich kaum u eine innere Beziehung zum Paläst,inensttstm Leben kommen. Niemand ist so maßinj in seinen Erwartungen, so unbescheiden m seinen Fordernagen, wie ein Einwanderer, m dessen Eesidst-bsreie-! Palästina erst vor kur- ,wm getreten ist. Fbm fehlen die Maßstäbc. -rem ^olmn|teu. der Jahre im Zelt und in '!vc.n 31JÖc-‘;rad)t hat, ist das erste kleine, jetbsterrnchtete Steinhaus ein stolzer Palast; dem Reuen. der die borhergegangene Leistung M^B M^^chäßen kann, erscheint sie al* eine arnulche Unterkunft, bar der er Zurückscheut. Ej rächen sich aud) hier mandjmai die Sünden einer früheren Propaganda, die im Interche der Wwrlurng zu. optimistisch malte. Mau mup sich voriger klarmachen, wa* mail ansgwt: denn nur so bleibt man offen für die Erkenntnis und Würdigung dessen, inet* man gewinnt. Damit sind mir bei der dritten Voranswbiurg, die der Einwanderer ersticken muß, wenn er nicht scheitern soll. Er muß, entwickelt oder im Keime, eine ehrliche Verbundenheit mit südlichen Menschen, jüdischem LeBen und jüdischer Zukunft mitbringen. Denn nun brrmt wird er. auch in eiv.uili(J)i’r Umgebung und in hartem Eristenzansban. den vielfachen Gewinn dem. Verlorenen gegenüber irp der ^Einordmmg in eine ansblüheude jüdische Gemeinsamkeit entdecken. Er wird die. Einordnung nicht als eine Verengung empfinden-; denn er wird wissen, daß der eine höhere und bessere Freiheit erwirbt, der sich zuvor in einen engeren Kreist schicksalst- und zulunft*- verbundener Menschen ein gefügt hat. Er muß sich zunächst klar machen, daß da* jüdische Palästina von ihm diese bedingungslose Einordnung verlangen kann, verlangen muß. Den Menschen, die Möglichkeit innerer Vorbehalte vorzujpiegeln. wäre — ich habe est an dieser Stelle schon einmal gesagt und unterstreiche es jetzt doppelt — ungeheuer gefährlich, im Interesse der Einwandernden wie de* .Lande*. Sb dieser unbedingten Bereitschaft zur inneren Angleichnng auch die gleichen Austsichten aus vollständige Vollziehbarkeit diese* Prozesse* entsprechen, ist eine andere Frage, die Vorsichtiger zu beantworten ist. Da* wird am deutlichsten bei der Sprachensrage, die die Kernfrage der kulturellen Einordnung ist. Hier sind zwei Dinge festzustellen. Ich habe mich davon überzeugt, daß Hebräisch al* Grundlage wirklichen jüdischen Aufbau* in Palästina eine unbedingt richtige und weientlilche Forderung ist. Ans der anderen Seite glaube ich, daß eine endgültige Lösung diese* Problem* in der Praxi* erst in der zweiten Generalion möglich ist. Eine möglichst gründliche Kenntnis de* Hebräischen ist, ganz abgesehen von den wirtschaftlichen Erfordernissen, notwendig, um zum jüdischen Leben de* Lande* in eine tiefere Beziehung zu kommen. Eine eigene Sprache zu haben, ist aber auch, und da* muß immer wieder gesagt werden, die Voraussetzung für den Ausbau eine* jüdischen Palästina*. Man muß e* da hören, wo e* nicht gekrampst wirkt, sondern wo es natürlichste Leben*äußernng ist. bei den alten Siedlern, bei den Kindern. Gerade wir deutschen Juden wissen e* ja und haben e* hier oft gesagt, welche Bedeutung die Kraft gemeinsamen Sprachgute* für eine kulturelle Geme.insauckeit hat. Und e* ist ja keine zufällige Sprache, aus die man sich auf Grundeine* Nebereinkommen* geeinigt hat; e* ist die Sprache unserer Urväter, die Sprache unserer Schriften, Daß sie dmr durchschnittlichen Westjuden viel weniger vertraut ist al* dem Sstjuden, spricht nicht gegen Mc Sprache und' ihre Bedeutung. Man muß also neben einer möglichst guten Kenntnis de* Hebräischen die lleberzeugung mitbringen von der Richtigkeit de* Aufbau* auf der Grundlage gemeinsamen Sprachgute*. Eine andere Frage ist. wie weit sich auch bei ehrlichstem Willen zur 'Anpassung da* Problem praktisch lösen läßt. Hier bin ich skeptischer, auch drüben ist man es. Jeder Mensch. der nicht mehrsprachig aufwächst, kann nur eine Muttersprache haben, kann nur in einer Sprache wirtlich leben und fühlen. Für den ganz jungen Menschen ist die llmßellimg vielleicht noch vollziehbar. Wer die Kinder der deutschen Alijah im Ben Schemen gesehen hat. weiß, daß sie sich ohne große Schwierigkeiten umstellen können. Jede* Lebensjahr mehr erschloert den Prozeß. Hier ' hilft nur die In,verficht, daß die endgültige Lösung durch die Kinder derer kommen wird, die sich heute mühsam umznstellen versuchen. Aber dazwischen gibt e* viele Zwischenstufen. Und wer hinübergeht. muß wissen, daß er den äußersten Willen mitbringen muß. sich so stark wie möglich einzugliedern. Äon dem Emigranten wird e* auch in anderen, fremden Ländern mit Selbstverständlichkeit erwartet. Wer hier weiß und ein Gefühl dafür hat. daß er an jüdischer Zukunft nütarbeitet, wird den oft schweren Weg bereitwilliger und erfolgreicher gehen. Wer also soll — immer den vorhergesasst.cn Entschluß zur Auswanderung vorausgesetzt — nach Palästina gehen? Wer jung ist, gesund und kräftig. Wer bereit ist. sich in seiner Arbeit nmznstellen. in der Mehrzahl der Fälle körperliche Arbeit zu leisten. Wer weiß, wa* er an gewohnter Uingebung. an liebgewordenen Beguenllichteiken de* Leben* ausgibt: wer aber auch ein Gefühl für da* hat. wa* ihm da* Land an Großem al* Ersaß bieten kaum Wer jüdischen Werten verbunden ist und bereit zur äußersten Einfügung in ein gewordene* neue* jüdische* Leben. Und wer schließlich hierfür nicht nur den Willen, sondern auch Kenntnisse und Fähigkeiten nütbringt. Was bedeutet nun, so fragen wir schlicszkich, Palästina für die deutschen Juden? Wa* kann e* für den nn* nahestehenden Teil der deutschen Juden sein, die in Deutschland nicht nur bleiben müssen, sondern auch wollen? Wer, wie wir e* taten, au* der Arbeit für da* deutsche Judentum heran* aus die Neise nach Palästina ging, um sich, zurück gekehrt, wieder mit allen fernen Krasten in den Dienst der Ausgaben hier zu stellen, wer an keinem Tag dieser Reise von der Sorge um die Menschen daheim wsgelassen wurde, der hat. glaube ich, ein Recht, auf diese Frage , eine Antwort zu geben, die, jcnseit* aller Parteianschauungeu allgemeinere Gültllzkeit beanspruchen darf. E* wird auch heute vielleicht leichter sein, Versländrii* zu finden, wenn die Antwort vorbehaltlos bejahend ausfällt. Gibt e* doch kamn noch einen unter untz, der nicht einen nichen Angehörigen oder Freund drüben liat. Er erlebt jetzt auf einmal, wa* er früher aic* cheoretlschen Erwägun.gen heran* bestritt, daß er selbst weiter sein Leben al* deut scher ..Jud e bewußt und m i t W t II e n s u h r t und doch plötzlich in eine enge persönliche Be- \ n.iiaV?mU'GYu: rn-Mm 'm->iI!; j; \ v , j f] l j {( O j j f ( o * O I i o; I n; 1 t, j^nrr^rrrr:—7-^-°•.,. r^rrarmr-nr,^- n ziehung zu dem jüdischen Aufb a n w e r k getreten i st. Nn: merkt, daß e* kein Widerspruch zu sein braucht, zu seinem Schicksal und Leben hier ja zu sagen und doch sich mit den Menschen und den Taten in Palästina ans* festeste verbunden zu fühlen. E-'- hat mit dem Streit der Anschauungen über da* Wesen nnd die Richtung de* Judentum* nicht* zu tan. wenn man anerkennt, daß da*, wa* in Palästina geschaffen wu.rde. die größte nnd konzentrierteste Leistung barudlt, die. da* Judentum seit Generationen hcrvorgebracht hall llcag man die Rolle, die Palästina im. Rahmen der Loiting der praktischen Frage der Juden, nnd besonder* der deutschen Juden, in den nächsten Jahren spieleic wird, noch so vorsichtig betlrteiken, so tatm ich mir eine ernsthastc Diskussion der Juöensrage liiciii mehr vorsteben, die da* jüdische Werk in Pa-- kästina al* einen der bedeutendsten Faktoren nicht mit berücksichtigt. Wo der einzelne unter nn* auch stehen möge, welchen Weg er für sich und seine Nachkommen auch zu gehen gewillt ist. für jeden muß e* eine Stärkung und Hilfe sein, ztr wißen, daß hier Opserbereikschast, Eum satz de* Leben* miö jüdische* Menschentmu ein Werk geschahen haben, da* der ganzeu Welt als jüdische Leistung Staunen und Bewundernng alntötigt. Daß Schwierigkeiten, daß Gefahren diese* Wert oft bedrohen, dürfte für nil* dentsche Iudeil voll heute kein Hiuderni* sein, tltl* ihm zu nähern. Berbnn'- denheit, und zwar tätige, nicht deklamatorisct|e, mit dem jüdischen Palästina sollte genlein-- ' jame Sache aller Inden sein, gleichgültig, wo sie stehen. Ich gestehe offen, und mit diesem Person- . liehen Bekemltili* sollen diele Betrachtungen geschkosseil werden, daß e* zwei Dülge sind, deren Erleben die .Uralt geben kann, in tag- ■ ürjjcm Ringen die Arbeit um die Eristenz und die innere Behauptung der Inden hier in, Deutschland durch alte* Schwere und alle Sorge, durch alle stall nnd alle* Bedrückende, hindurch weiter zu führen: Da* erste ist die ruhige .Kraft und Sicherheit, mit der die besten Teile de* deutschen Iudentlun*. mit der die Besten der jiidischen Jugend au* dem Schicksal dieser Tage den Anstoß zu Aufrüttelung und innerer Erneuerung, zu würdiger Selbstüe- Der IiiD£ (Bund deulhdijiidit'dier Jugend) hat, in den loteten drei Monaten zwei Heimo iur die dcuteehjüditiebe Jugend geschaffen ijtuJ übergab am 1. Dezember ein drittes Heim sei neu Zügen, um ' aiieij dort die Arbeit der deuteehjiidischon Jugend .aufzunelnneu. Diese Heimo sind aber noch nicht vollständig eingerichtet. Es werden noch dringend Stühle und eine Schreibm a s o h i u ü .gebraucht. Wer damit ausbolfoij kamt, schreibe an die. Geschäftsstelle ..Der Plug'-. Bund deutschjüdit-cher Jugend, Gau Gross-Berlin, Berlin W, Tauenteifiustrasse IDa; •vvii.-i{.uuvic» in sieben Slähicn. Da* .MimmcrwiA. die n.irljten mcnichl'dtcn und schauspielerischen Juirfimuca pr bünnitixln vermag, wird bevorzugt, gür tzigtrnin'len Monal sind ..Ltella" von ckwelbc itnd „Der 'iiitn’itcihihDc" lu'tt .pui,,mnu-ll>al vorgesehen. zu einem Kcibitteklstülk. Ausgezeichnet auch wie Kliivicrdegleittntg von Ernst Wetßler. Eivrend toar nur die ichlechie ückustck im Loal, die dem Fithörer manche der. stimmlichen Feinheiten der beideil Utmi> ler etltgehen ließ. Ii. W. Netf« ia Seena nab im Leich feilil i\n einem lloiizert de* Goldmann-Wit-- chthr r g. B l u ui e n f e ld - Trio* rin Berliner tzVntltmt* störte man neben Schubert weniger oder <■ tiidit bidannfe Kinnmermukik von Tvoräk, Hahdn "v A:eiHoven. Tnoall* Dumkh - Trio, ein Wert' Pt itori slawischer Prägung, wurde in gutem Zu- ^tmntsptel wirkungsvoll vorgelragen. Mit TriosbAitimg chng die Mistin Agnes Len bach zwei niliiiilsie Bolf.zsieder von Hatchu und drei kleine 1,',nu’ >A"tl ische Lieder von" Beet Hoven. Jir deur Iwendigen Forellenguitllell A-dur, op. IM. ,iU ^Anberi wurde da* Trio durch Alfred Sch le - P'lU'c (Molch und Rudolf Lew!) iKontrabaß) tzllchZl. tUeicster Applaus des aut besuchten Haufe*!l llltc bcu llünsilert!'. -al. piiflimliita der. Mensa Acadetnioa Judaica E.B. 11,1 t'/dIon tu einem Han* de* Berliner Westen* die -ltlgitcher de* zluNur.bunde* deutscher Juden Su- ^t% .c^rmann Weil (Vmwncellch ,n! Lust' T t r e l i tz e r (Klavier) sowie Ober-- : wr .nach R e u m a n n. E* wurde eine bunte, ) .chft Hauskongert ^gut zusaumtLNgestellte VorstpAge geboten. Tie Künstler fanden eine inter- 'llchvrerschast. Besonderen Beifall erntete ^tcin mit der als Zugabe gesungenen d'n q?A/Arie au* denl „Figaro", mit der sie in Währungen de* KnlturbuildeS so erfolgreich grtmb'utf s. Stl Ta* von "Max R e n m a u n . dem Dirigenten de* Ehore* der Israelitischen Religiousgesellschast, veranstaltete Konzert bot einen vielfarbigen Au*-' schnitt an* dem für kultische Zivecle vorhaudenen ältern und neueren stllaterial. Es bewies wieder einmal, wie schwer es ist. einen Stil tanftterisch befriedigend durchzusühren. der einprägsame Atelodik und gediegene vokale und instrii-mentale Behandlung mll echtem shnagogabm Geist harmonisch eint. Einer der Hauptrepräsentanten der Chormusik de* VX Jahrhundert*. Sakomon Raumlwurg. ivar mit mehreren Gesängen vertreten, die den formgewandten, im Ausdruck allerdiug* oft uicht sehr tvätibnischen, opernhast veräußerlichendeu Tousetzer kennzeicstneien Zeilgetwssische Kvmposttitmen (Rosenblüth, Weiß. Finkelstein. Rosenblatt. ilUeifot M. Q.), die Gebets,ibschnitte chorisch oder solistisch. verschiedentlich in der reizvollen Verbindung mit dem „Meschorarim" charakteristisch ausdeutete.», gaben ein aufschlußreiches Bild der Arbeit am Ausbau der neueren Shnagogenmusik. Der vielgesungene „Kaddisch" von Bcaurire Ravel führte aus dem Rahmen der Gebrauchsmusik völlig in die Sphäre des Konzertsaale*. Map Ncmmnm hielt feine Sängerschar straff zusamuten, ausgezeichnet nnterstntzt von den Solisten Benno Ziegler, Lazar F i n k e l ft ein. Heinrich B v r n st e i n und Ia'nlo Kaufmann. Um die Begleititng . machten sich Dr. Willy S a l o m o n und Atar F-i.rnberg verdient. Eine große, beifallsfrendige Hörerschaft tvohnte der Veranstaltung be-i. L a 111 m' der Leiter des WohlsahrtSin w r f, Jüdischen Geuteuide Berlin, übermittelte Zuchten Worten den Taill der Itlsvsa und bat tvellere tatkräftige Förderung. —tb— diüLischen Religionsverem. Friedenau, fand 7•; Dezember ein klassischer Operellenabend statt. ^,F°pranistln Erna Eisner und der Terwr Max anner draästm ein gut gewähltes Programm aus T Johann Strauß mll) JagueS Ossewbach Tz?Aor. Beide Künstler gestalteten Stil Tempera- '1 und gut kultivierten Stimmen jeden Vortrag Dr* I ü d i s 6i e L e h r h a u s. Wiesbaden, veranstaltet gemeinsam mir der ,.Rassau-Loge" in diesem Winter einen Zyklus literarischer und mustkalischer Vorträge, deren zweiter am 26. Rovember stattfand. Mitwirkende waren Ruch Kisch-Arndt (Gesang) und Heida Hermanns (Klavier). Ruch KisckpArndt. die von Frau G o l d s ch m i d t,- Metzger begleitet wurde, besitzt eme hochkultivierte Altstimme. Beethovens Gellert-Lieder waren von tiefer Wirkung. Auch vier Sck-uöert.Lieder ge. langen vorzüglich. -Heida Hermann*, trotz ihrer Jugend eine reife Konzertpiauisten. zeigte ihre vorzligliche Technik in Werken von Händel, Schubert. Mendelssohn und Chopin. Daß 'sie den Wchstil beherrsch!, bewies sie durch die wundervolle Wiedergabe des Prälttditim* mit Fuge in l'-mall. DMiMadl Tie rührige ..Arbeitsgemeinschaft jüdischer Jugend", Darmstadt, hatte die Pianistiu Erna Ri st n n zu einem Klavierabend gewonnen. Eine zahlreiche, interessierte Kunstgemeinde hatte sich etngesnnden. Das anspruch-wolle Programm erwies deutlich die musikalischen und piauistischeu Fälstgkciten der jungen Künstlerin. Die Phantasie C-moll von I. S. Bach und die Sonate Es-dur op. ‘27,1 von Beethoven wurden großzügig ersaßt. Klares Herattsar.beiton der formbildenden- Elemente prartcn sich glücklich mit tiefem Eindringen in die Gefiihlsgehaüe dieser Werke. Im „Carnaval" von Schmnanri begegnete die Künstlerin der Gefahr de* Auseinonderfallens dieses bmitschillernden Werkes durch Kraft und temperamentvolle Zusammenfassung. Lte Vielseitigkeit ihrer Begabung zeigte Erna Mann rwch in bm kleinen Stücken alter Aleister. Der Abend war ein voller Erfolg. R—r. MünnScim Der „Liederkran z" hat sich ein Orchester, die ..I n st r n m e n t a l g c ni e i n f ch a s M. angegllederll SckPpser dieses Lrchesters ist Kapellmeister A'ioj: L i n z h eime r. Im ersten Konzert der ..Jnstrumentalgenieinschast" war der Harmoniesaal bis znm letzten Platz besetzt. Das geschickt gewählte Programm. Musil' des 17. und 18. Jahrhunderts, ließ die zielbewusste, hingebcud-erzieherische Arbeit Map Linzheimers erkennen. Höhepunkt war Bachs Brandenbtlrgisches Konzert, um das sich als Solisten Lilly Koppel (Klavier) und Lene Sinzh c t m e r (Violine), sowie Hans M eher unb Tr. Tann e n banm (Flöte) verdient machten. Lebhast gefeiert wurde auch der vokale Solist des Abends Hermann S ch e y als besonders mitreißender Interpret Schubertscher Lieder. So. Leipzig Der jüdische Ausschuß für Kunstpflege veranstaltete einen Kammernmsikabend mit'- dem' neuge- ' gründeten Mendelssohtz.Trio. Leo Schwarz (Violine) Afrem K i n k u 1 k i n (Violoncello) und Hella M a n d e l b r nt - b h i I r i f lK lavier) ftnieu große Kunst: da* Beerhoven.Tcio op. 1, Ar. 1. Brahms Trio op. 8 und das Mcrwelssohu-Trü). op. -!Y. Tr* Triospieler. Adn'iter von Rang, llnmen das Bewußtsein haben, jüdischen Menschen erneu- Kammeriiuintabend von bestem Rivean bereitet zu haben. Hella BiattdelvrovEhitril gelang es niühe^ los, alle Schwierigkeiten mit nteisterhaster Technik ,m überwinden; dock; möchte man ihr etwas mehr Zitrückhaltung im Zusammenspiel wünschen; manmerkt, daß sie meistens als Solistin den Konzertsoal^ beherrschte. u. Ein jüMm WituckkriL in 5a!lt Tie Vorbereitungen zur Schaffung eine* jndi-' scheu Kulturbundes in Halle schreiten gut vorivärt*. Der vorläufige Ausschuß hatte für die erste Veranstaltung Dr. Anneliese Landau vom Kulturbund deutscher Juden. Berlin, zu einem Vortrag über ..Ossenönch und die Lperelte" gewonnen. Die Reduerin batte einen vollen Erfolg. Frau Weber- F l e f; 6 u i fl und Herr K u i i n e r boten Lieder und Duelle vor allein aus weniger bekannten Wer-, ken Offenbachs. Als zuverlässiger Begleiter erwies sich Kapellmeister Leo S ch ö n b a ch (Halle). Sanier Wcnd in ßlcKfit Das Bildungswesen der jWischen Gemeinde Stettin wurde schon' in dem vergangenen Jahren bestens gepflegt. Der Kreis der Veranstaltungen ist jetzt natnrgivnäß enveitert worden und erstreckt sich auch auf künstterifche Darbietmtgem Die erste Ver^. anstaltmig in diesem Jahre trug heileren Charakter. Dos von Annemarie H a s e (Berlin) geleitete 6m* semble bot einen bunten Abend. Jeder der Arittvirlenden trug zu dem schönen Gelingen nach itrüfteu Die Lauuuluugeu des Iuvischeit MilscumÄ, Breslau, GiLbsdnmcr Straße 61—Ä. sind an jedem SomrabLnd und Sonntag m der Zeit von II—13 Uhr zur Lestdiliguvg geässnet. Auf besonderen Wunsch werden Fübeimgem veranstaltet. Nähere Auskunsi ertetlp das Selretariat des Museums bei Felix Perle» Breslau 6, Striegauer Straße 2, Tel. 59101. Museum jüdischer Altertümer (Nochschitd- Museum), Fraulsurt a. M. Tie Sammlungen sind tümtig Montag bis Freitag von 10 bis 13 Uhr bei freiem. Eintritt -goösinct, außerdem m - denselben Stunden on jedem ersten und dritten Sonntna im Monat. "

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