Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 12 (1933)
- Issue
- 45 (23.11.1933)
- Date
- 1933-11-23
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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HM $D fT sp TyT] (t?;f| f? (^X fr<v> yv> v' l> {<y!W y uu, ij. 2tus greife» der NelchöverLretirrrg der deutschen Inden wird unS gcschricbcn: Lage der jüdischen Arbeitnehmer ist irr mehrfacher Hinsicht ungewiß und schwierig, chu chisanunenhclng mit den Boykottmaß. Jmljnu'ii des 1. April hat eine sehr große "!ina!ü jüdischer Angestellter und Arbeiter den chbeitoplah räumen müssen. Auch nach dieser ch-it lag für die jüdischen Angestellten der ''irbeitsmarkt ständig unter Druck. Jede schwäche des Betriebes, insbesondere auch die ungünstige Lage deS jüdischen Einzelhandels wirkte sich bei den indischen Arbeitnctjinern ans. Schließlich darf nicht vergessen werden, daß das Gesetz zur Wiederherstellung dcS Lcrufsbeamtentums nicht nur die jüdischen Beamten betroffen hat, sondern auch die Angestellten bei Behörden, öffentlich-rechtlichen Hrganisationen und Betrieben und all den chriöatilnternehmnngen (Banken), die unter bestimmendem Einfluß der öffentlichen .Hand flehen. Nun ist nicht 311 leugnen, daß die allgewcinc Belebung deS Arbeitsmarktes in etwas auch den jüdischen Arbeitnehmern zugute geknimnen ist. Aber der Zuwachs an ArbeitSßcihen sieht in gar keinem Verhältnis zu dem Mnft. Bei den neuen ArbeitSmögliehkeitcn handelt es sich außerdem meist um solche kt lleinen Finnen, die sehr schwer um ihre önslenz zu lämpseu haben und infolgedessen mir Arbeit zu sehr ungünstigen Bedingungen vergeben können. Zur qualifizierte, nicht mehr ganz junge Kräfte ist die Lage nahezu hessiiungslvS. Biese ungünstige Arbeitsmarktlage wird wesentlich durch die OrganisationSlosigkeit der jüdischen Arbeitnehmer verschärft. Bei der Znsanmu'nfassnng der alten Gewerkschaft' tcu verschiedener Richtungen zu den neuen Aerbäudeu der Deutschere Arbeitsfront sind bclanntliclj die jüdischen Arbeiter und Angcslellten nicist übernommen worden. Sie haben dabei alle ihre bisherigen durch die Mitgliedschaft erworbenen Rechte verloren.. Dies trifft am härtesten diejenigen jüdischen Arbeitnehmer, die sich bereits eure Altersrente ernjuvOrii haben, die nun plötzlich wegfällt. Aber auch die große Zahl der erlverbslosen jüdische» Arbeitnehmer empfindet den Verlust des StelienloscrrgeldcS, aus das sie durch die geleisteten Beiträge Anspruch zu haben glauben, ak> äußerst schmerzlich. Die Aufwendungen der Anaeslelltenverbände für ihre stellungslosen Mitglieder waren immer erheblich. Nachdem im Verfolg der Wirtschaftskrise die öffentlichen Leistungen für die Erwerbslosen ständig herabgesetzt werden mußten, sicherten die Verbände durch die Zuschüsse, die sie zu den öffentlichen Unterstützungen zahlten, ihren Mitgliedern eine gewisse Lebenshaltung. Die, jndmheri Arbeitnehmer sind nunmehr ausschließlich aus die öffentlichen Unterstützungen angewiesen, und zwar ohne Rücksicht darauf, wie lauge sie Eeloerkschaftsbeiträge gezahlt haben. Tie Handelsvertreter und Agenten, die in Aehnlich, wie für die Arbeiterschaft und süchdie Bauernschaft der 1.. Mai und der l. Litvber richtungweisend waren, hat auch der Reichsstand des deutschen Handels am ls. und 19. November in Braunschweig einen Anstalt erhalten, nicht in der Form einer das chnize Reich erfassenden Volksfeier, aber doch w einer großen und allgemein verbreiteten Kundgebung. Für uns deutsche Juden ist der Tag von Lraunschweig besonders nächtig. Gehen doch der grcchere Teil der arbeitenden jüdischen Bevöheriing Deutschlands den unter dem Be- P'sif Hundel zusammengefaßten Getverben an, Irl es selbständig oder als Angestellter. Grundsätzliches konnte wohl von dem Hranuschlveiger Tag für die Judenfrage nicht erwartet werden. Vorübergehen tonnte 'wer der Sprecher, der die neue Richtung 3«neu wallte, an diesem Problem ebenfalls nicht. Sv blieb eS bei einer Feststellung, die u ^rC historische Rolle des Juden im deutchen Handel getroffen wurde, und die wir wegen ihrer Bedeutung aus der Hauptrede, der des Präsidenten, &. von Renteln, Mi 19. November, wörtlich zitieren: , ' ivenn man dcn Tineen klar ins Auge schauen hüvi.i .-1 1,11-111 "kennen, daß in den lebten xlollttn im deutschen Volk und insbesondere Handel ein furchtbarer Schaden angc- - frw ^acl> dem Kriege ergossen sich die Hcnm uaenichmmine der Ostjudcn über das deutsche nr/.?’ .e,c tnincn ihren zersetzenden Gmfütö in die i, h deutschen Handels. Aber keineswegs mir ' h.'rnf.? trugen sie ihren rassenden Geist. Sie ii'ü'as. auch die deutsche Kultur, zersetzten die xtiLiHf-' i1^ im Thcatcrwesen ein. ver- 'Nalinnn" dre Wissenschaft an den Hochschulen, verd ch 'i'itzn die dcuiiche Kunst, machten sich die Ichrii ,,?rc^’ liürlg zerstörten das deutsche Rechts. Sr”rÄtcn wl,nlcrc Ghrarissassungw ver- £' SÄu?clrt bc!v deutschen Wirtschaft, schufen Snim* cr in der Industrie, beuteten den Viw ^vbciler ans und würdigten den deutllcrnl-1- 9tj,f willen Lebcnsgebieten des tzchcn Volkes zcr,chluüen sie überall die Sitte und bezug auf die Sozialversicherung nicht als *"oeiiuehmer gelten, von einem Teil der Gewerkschaften aber als Mitglieder ausgenommen wurden, stehen durch ihren AnSschllrtz besonders ungünstig da. Vor den Arbeitsgerichten haben die jüdischen Arbeitnehmer keine Vertretung, da bisher keine Organisation als vertretungSberechtlgt anerkannt worden, ist. In den Berufskrankenkassen der alten Verbände kviinten die jüdischen Arbeitnehmer unter Zahlung eines gewissen Zuschusses verbleiben. Welche Regelung bei einer etwaigen Liquidation dieser Kassen getroffen werden wird, ist ungewiß. Bei ver Gründling 'der Deutschen Arbeitsfront hieß es in einer offiziellen Verlautbarung, daß den nichtausgenommcnen jüdischen Arbeitnehmern Gelegenheit gegeben werden dürste, sich in einer besonderen, der Deutschen Arbeitsfront nicht angcgkiedertcn Organisation mit Wohlsahrtsangelegenhciten zu betätigen. Um die Schassung einer solchen Organisation sind die hinter der ReichSvertrctimg der deutschen Juden stehenden jüdlschen Verbände seither liuablässig bemüht gewesen. Es wäre ein Leichtes gewesen, durch Aufruf der Beteiligten einen Verband der jüdischerl Arbeitnehmer hinzustellen. Aber es kann den verantwortlichen Stellen nicht darail liegen, nur einen neuen Verein zu schaffen. Es muß Vorsorge getroffen sein, daß dieser Verein auch offiziell als Vertretung der jüdischen Arbeiterschaft anerkannt wird, daß ihm die Vertretung der jüdischen Arbeitnehmer vor den Arbeitsgerichten zusieht, und er finanziell so auögestattet wird, daß er die Leistlingen, auf die die Mitglieder in den früheren Verbanden Ansprüche erworben haben, einigermaßen übernehmen kann. Hier aber liegen die Schwierigkeiten. Ein Verein, der neu anfängt lllld überdies in der Hauptsache alls arbeitslosen Mitgliedern besteht, kann Leistungen für seine Mitglieder nicht übernehmen. Die Abgeltung der finailziellen Berechtigungen aus den alten Verbünden aber kann nur mit Hilfe der Regierung lind der Deutschen Arbeitsfront durchgesührt werden. Da die vermögensrcchtliche Lage der Verbände der Arbeitsfront noch ungeklärt ist — nicht sie sind Rechtsnachfolger der alten Gewerkschaften, sondern die Länder —, so wird bis zur endgültigen Regelung dieser Frage vermlitlich noch einige Zeit vergehen. Auch das Recht der Vertretung vor den Arbeitsgerichten kann einer jüdischen Arbeitnehmervrganisation nur durch die Regierung zugebilligt lverdcn. Und was schließlich die Organisatioilssrage als solche betrifft, so muß darauf hingewiesen werden, das; die Deutsche Arbcitsfroilt nicht eine gewerkschaftliche Interessenvertretung im alten Sinn darstellt, sondern eine iveltanschallliche Erziehungsgemeinschaft. Zwar werden alle drei Säulen: Unternehmerschaft, A'ugestellteuschaft und Arbeiter-- schaft innerhalb der Deutschen Arbeitsfront nebeneinander bestehen, aber jeweils nur als das deutsckc Wesen durch ihren rcisscndcn spekulallonss lüsternen Geist der Vercintwvrtnnnslvsigleit". Tie Ausgabe des Kacisinanns ist cs nicht, Waren aber Leistungen hcreinznnchmen nur um sie mit einem Prallt, ungeachtet der anderen Umstände, wieder loszcischlagen. Nur jüdischer Geist kannte eine solche Aicinung ausbriugen. well der jüdische Geist kein' Pccstnndnis dastir hatte, daß der deciische Handel ein durch Jahrhunderte hindurch erwachsener deutscher Stand ivar. weil der jüdische Geist, wie alle anderen Lebcusgebielc des deutschen Balles sv auch das Standcsbcwußtscin deS deutschen Handels, zersetzte und vernichtete, um größere Praßte heraus, z'.ischlagcn/ Am Bcgrüßungstag hatte der braunschweigische Ministerpräsident Klagges davon gesprochen, daß cS „in der hinter uns liegenden Zeit da? Schlimmste gcweselt sei, daß dieBolks'' tmd Rasscfremden die großen Niöglichkeiten, die der Handel den EUenbvgenakrobaten biete, erkannt hätten und darum in großer Zahl gerade in diesen Stand eingeströmt seien". Und Staatssekretär Feder sprach davon, daß Dr. von Rcnteln richtig die fremden Elemente gekennzeichnet habe, die gerade im Handel besondere Verheerungen angerichtet hätten. Die Männer, die über die Fragen des deutscheu Handels gebrochen haben, haben die Stellung, die die deutschen Juden im deutschcm Handel einuehmeu, nur von einer bcstinunten Einstellung her beurteilt. Es liegt uns fern, etwa dieZustäude in Deutschland und der deutscheu Wirtschaft nach dem Krieg zu preisen. Alrch der deutsckze Jude, der im Halkdelsberilf tätig gewesen ist, hat die Schwierigkeiten dieser Zeit, zu verspüren gehabt. Es ist mcht zu leugnen, daß mancher Jude so wie mancher Nichtjude außergewöhnliche Gewinne erzielt hat und daß von manchem Nichtjuden ÄAthoden angewandt wurden, die der KrecS der jüdischen und der Kreis der nichtjüdrschen Berufskollegen mißbilligt hat. Man ist auch ,n jüdischen Kreisen von Menschen dieser Art .beruflich und gcsellschastlich w-ggerackt, und mancher von diesen Leuten hat schon lang- Smlle'der großen, einheitlichen Arbeitsfront und nicht als Jnteressentengruppen im Ar- LeitSkamPf. Noch fehlt innerhalb der Arbeitsfront die Säule der Unternehmerschaft. Solange aber Ausbau und Rechte der Arbeitsfront nicht endgültig geregelt sind, ist es -schwer, sich über die Funktionen einer Organisation der jüdischen Erwerbstätigen einendgültiges Bild zu machen. Eö sei in diesem Zusammenhang unterstrichen, daß ein Organisntionszwang für Arbeitnehmer, wie er vielfach behauptet wird, nicht besteht, und daß Werbemethoden, die N a ch t c i I c für b i e Arbeitnehmer in Aussicht stellen, falls sie sich e i n e r O r g a n i s a t i 0 n nicht a n s ch l i e ß e n, u n t e r s a g t sind. ES besteht iicsolgedesseu auch für jüdische Arbeitnehmer weder ein Zivang, sich einer Organisation auznschließen, noch die Gefahr, aus dem Grunde, daß sie organisationslos sind, ihre Stellung zu verlieren. Trotz allem ist und bleibt es das Bestreben der ReichSvertretung der deutschen Juden, den jüdischen Arbeitnehmern zu einer eigenen umfassenden Organisation zu verhelfen. In einer solchen Organisation Hütten die jüdischen Arbeitnehmer die Möglichkeit, unter eigener Verantwortung für den Rechtsschutz und die Wohlfahrt ihrer Mitglieder einzutreten, sotvie an der Arbeitsbeschaffung und der sehr schwierigen Aufgabe der Umschulung und anderiveitigen Unterbringung derjenigen ihrer Kollegen, die in ihren bisherigen Berufen nicht verbleiben können, mitznivirken. In der jüdischen Arbeitnehmerschaft ist vielsach^ die Anfsassnng vertreten, daß, nachdem eine Arbcitnehmerorganlsation bisher nicht geschaffen werden konnte, für die Arbeitnehmerschaft nichts geschehe, sie insbesondere nicht in dem Maß das Interesse der jüdischen Oesfentlichkeit fände, wie die durch die Gesetzgebung betrvsscuen jüdischen Akademiker. Dieser Auffassung muß widersprochen werden. In den Beratungsstellen der jüdischen Organisationen, insbesondere der Wirtschastsstcllen der Gemeinden, und des Eentralbereins dciltscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, haben in den letzten Monaten Tazsteude von Arbeitnehmern Rat gesucht rmd gefunden. Mit zahllosen Arbeitgebern, mit dcn BctrieüSorgauisativnen, mit allen amtlichen Stellen, denen der Schutz der Arbeitnchmerschast obliegt, ist um die Einbeziehcmg auch der jüdischen Arbeitnehmerschaft in die allgemeine Arbeitsschlacht verhandelt tvvrden. Tie VerusSberatungs- und VcrussumschichtungSftellen sind von kaufmännischen Angestellten in dem gleichen Maß in Anspruch genommen worden wie von den Akademikern. Die jüdischen Arbeitsnachweise sind unablässig bcinüht, neue Arbcitsmöglichkeiten für die jüdischen Erwerbslosen zu erschließen. Es ist billig, an all diesen Bemühungen Kritik zu üben mit dem Hinweis auf die hohe Zahl der Arbeitslosen und ihrer Notlage. Es ist verantlvortungslos, die jüdischen Arbeitnehmer zu einem Kampf gegen die vorhandenenp für sie geschaffenen Einrichtungen auszurufen, ohne ihnen etwas Besseres dafür bieten zu können. So sehr es menschlich begreiflich ist, daß die ertverbslosen Arbeitnehmer in gemeinsamen Zusammenkünften und Aussprachen über ihre Lage eine seelische Entlastung finden, so muß doch barauf hinyewiesen werden, das; aus diesem Wege kein ecnziger Arbeitnehmer Arbeit und Brot erhält. vor der nationalen Revolution seinen Wohnort oder Deutschland verlassen. Es ist heute müßig, darüber zu diskutieren, ob der Prozentsatz der jüdischen Kauslcute, die gegen die allgemeine GcschästSnwral verstoßen haben, größer ist als der Prozentsatz der Juden in dem Gewerbe. Manche Ostjuden, die von der deutschen Kriegswirtschaft zum Teil hereingcholt oder durch die revolutionären Vorgänge im Osten vertrieben worden sind und nach Deutschland kamen, haben vielleicht manchmal eine Geschästsgebarung uiitgebracht, die deutschen KaufmannSvorstellungen nicht entsprochen hat, weil sie aus einenp Lande kamen, in dem andere^ primitive Wirtschaftssormen herrschten. Diese Menschen —- nicht alle hatten diese Uutugerrdeu. nur einzelne — sind nach anfänglicher Blüte bald wieder aus der deutschen Wirtschaft ausgeschicdeu. Ihre Haupt- Periode war die Inflation, bald darauf sind die asozialen Elemente wieder weggegangen.' Aber wir dürfen nicht vergesseii. daß diese Inflation dem viele Jahrzehnte und Jahrhunderte eingesessenen jüdischen Handel in Deutschland ulisagbaren Schaden zugefügt hat, nachdem schon der Krieg und seine Folgen die ersten schweren Schläge versetzt hat. Man hat auf der BraimschweigerTagung davon gesprochen,^ daß der deutsche Groß- Handel seine Funktionen wieder erfüllen müsse, die. er vor dem Kriege hatte, bevor er von den Großkonzernen, den Einkaussverbänden, den Warenhäusern immer iveiter eingeengt wurde. Wir brauchen aus der Reihe von vielen, die den deutschen Groß- und Ueberseehandel vor dem Kriege aufgebaut haben, nur einicze lvenige zu nennen, um zu zeigen, daß darin Namen von Klang und Geltung sind: Namen wie Friedländer, James Simon, Aaron Hirsch, die Gründer der Frankfurter Metallgesellschaft, Albert Ballin und viele andere, die oft vom Handel aus zur Produktion gekommen sind und große, national bedeutsame Jnduftrieftätten ausgebaut haben. Der jüdische Exporteur hat dem deutschen Namen im Aus¬ $.'*!} ft Q Itf;<5? fi* h *? G* Er (><✓*'- */* ✓ 4/u Suchen S/e eine neue geistige Grundlage im Lernen im Buch Dio heilige Schrift, übersetzt und eingeleitet von S. Bernfeld .... 9. — Baock, Das Wesen des Judentums 7.— Baeck, Wege im Judentum. 8.50 Weigl, Das Judentum.kart. 5.— Goldmann, Der Talmud. Sein Werden, sein Wesen, sein Wert brosch. 2.— FSeg, Warum ich Jude bin, brosch. 1.35 Demnächst erscheint bei uns: Juüsus Bah: Ein DoppslbiIdnis im deutsch - jüdischen Preis etwa 2 Mark Utes iUustäccte CAamka - Qescftettk Philo Verlao und Buchhandlung 6.m.h.H. Berlin W 15 Pariser Str. 44 Fornsprochor 1 Oliva 1375 land einen Teil seiner wirtschaftlichen Weltgeltung verschaffen und wirkt in diesem Sinne auch heute noch still an seinem Platz. Aber die Verluste, die von 1014 an den jüdischen Handel getroffen haben, sind ungeheuer und viel größer, als die Gewinne, die von anderen vielleicht da uiid dort erzielt wurden. Wenu der. Großhandel der Tertiliudustrie, der Lederindustrie, der Dtctallindustrie durch die erwähnten Funktionsivandlungen schwer getrvfseu wurde, so ist cS in erster Linie dev jüdische, und die Betriebsausdehnung, die jüdisch . geleitete Warenhäuser genommen haben, ist im Verhältnis dazu viel kleiner, abgesehen davon, daß mit der sich selbst steigernden Vergrößernng der Warenhäuser die jüdischen Vorbesitzer ihre Position immer mehr verloren irnd in den meisten Fällen schon vor der nationalen Rä'volntion iiichts anderes geworden waren als die auSsührendeii Organa der kreditgebenden Banken, jenes anonymen Kapitals, das auch viele jüdische Kleiri- und Mittelbetriebe des Einzelhandels zum Ruin und Stillicgen gebracht hatte. Es ist eine, offenkundige Tatsache, daß in Deutschland die Bedeutungder Juden im ' Handel seit fast zivei Generationen im Rückgang ist. Schon zwischen 189b und 1907 ist der Prozentsatz der Juden unter allen im Handel Täligcn von 7,5 aus 5,9 vom Hundert zurückgegangen. Er ist inzwischen bis zum vorigen Jahr wohl nochmals um 2 vom Hundert gefunken, er wird 1933 wesentlich weiter fallen. Daraus geht hervor, daß die Bedeutung der Juden im deutschen Handel heute keine überwiegende ist. Man wird hoffentlich einsehen, daß der jüdische Kaufmann in Deutschland keine andere Moral hat als der nichtjüdische, daß er ebenso dazu beiträgt deutsche Arbeit abzusetzen wie der nichtjüdische und damit dem gleichen Ziel zu dienen, das in Braunschweig dem deutschen Handelsstand gesetzt wurde. M. L. Am 19. Novcrllber setzten die V er band sspiele des Spielmlsschusscs in vollem Umfange ein und brachten, schon um cvffoit Tag s»örtlich wertvolle kämpfe mit fast vnSnahmSloS kmippsteil Ergebnissen. Man konnte allgemein erkennen, daß die Mannschaften nach der langen Zwangspause mit großer Spiclfreudigleit und nicht geringem Können an ihre Arbeit gingen. Im ersten Spiel konnte der AB Triton trotz unvollständiger Mannschaft die untrainierten BSGer mit 4'0 Toren schlagen. Anschließend standen sich die zwecken Mannschaften des Bar Kochba und des I T S E 05 gegenüber. Drei Minuten vor Schluß gelang cs dem IT SC-Sturm den guten BK-Torhüter zu überwinden und durch dieses einzige Tor des Spieles den Sieg sicher- Zuitellen. Im nächsten Tressen gab die A-Elf des I T 2 C 05 ihren Kameraden aus der B-Mann- Ichast mck 6:4 Toren das Nachsehen. Ein Erfolg, der ebenfalls erst in dcn letzten Spielmrnuteli durch bezsere Sturmerleistungen errungen wurde. - Tas letzte Männerspiel eiidele mich hartem, nod) o lüiQV-n \cHcnenl ^'QmPi mit dem knappen SE Grün.Weiß gegen den 'wl\rtar' grauen machten keme Ausnahme und spielten jeweils völlig ausgeglichen. Während das Spiel der Bar-Kochba- ^mncn unentschieden 2:2 ausging, gewann beim Fr 03 2l. Mannschaft gegen die ersatz. geschwächte B - Elf mit 3 :1 Toren. F. &«!ag: Ccntralocr-tn deutscher Etaatsbllraer jltdilchcu <5ir«ll*eni® ie*?*' Wi5' Emser Straße 42. IcI.^Uc.: kkA.ll'^laubcn SBctlln.* Fernsprecher: J 2 Oliva dV.4-.57. 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