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Central-Verein-Zeitung · 1933-11-16 · 44 (16.11.1933) · p. [Seite]

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
12 (1933)
Issue
44 (16.11.1933)
Date
1933-11-16
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
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iilü selbstverständliche? Opfer auf sich gmornnwn, anderseits haben sie aber auch nach denz erjuen Zaudern und Zögern beherzt den Neubau ihrer und ihrer Kinder wirtschaftlichen Gsituust tatlrästig begvuueu. Die süc die akademische Laufbahn bestimmten Länder haben sich zum handwerklichen Beruf entschlossen, und mit Mut und Eifer finden sich die jungen Menschen in ihren neuen Berus. Dabei hilft, ihnen der Optimismus, die aus der Tradition klingende Zuversicht, die ihnen bic inneren Schätze ihres Baterglaubens geben. Die Gottesdienste in der Kleinstadt sind heute erschütterndes Erlebnis. Erst jetzt Haben die Worte der Gebete manchem Beter, der sie jahrelang zwar gesprochen, aber nicht gefühlt hatte, enthüllt. Die kleinen Synagogen werden unter größten Opfern aufrecht erhalten, in ihrem Frieden aber sammelt heute die ganze Gemeinde jeden Sabbat Kraft für die kommende Woche.!!!!III!!IiI!!I!iI!!II!I!!III!>I!I!!»Ii!II>I!I!!IIIIII>!II!IIIII!!I!!!I!IIIII>!!^ CVer in Frankferf. £11» | r."3 Eaatas, 27. [’3vc:;£2r 1 Nähere Benachrichtigung erfolgt. 5 )r.o -""O, J>üi /rv^rr) vchs LJ LJ Gü/J Jdj 7$ro.^ Um OswqS Spengler Sohr geehrte Schriftleitung! Gestatten Sie, dass ich Herrn E. Rawak, dem Sie in der vorigen Nummer Ihrer Zeitung an dieser Stelle das Wort gaben, am gleichen Orte Das Bvich von Spengler ist ein für uns .luden wichtiges Ereignis. Sein Wert liegt darin, dass hier das politische Heidentum sichtbar wird. Auf dieses Buch kann man Juden und Christen hinweiseu und tragen: Schaudert ihr? Manche von euch, Juden und Christen, glaubten aber, mitmachen zu können. Nun seht ihr, wenn ihr; acht, ist es Schluss mit Judentum, Schluss mit . Christentum. . uns Juden könnte durch!:• ue Buch von Spengler erfreuliche Situntions- •; ag cintreten. Man redet .Öidischon“ Marxismus, vom „jüdischen“ Bolschewismus, von den „jüdischen“ Gedanken der französischen Revolution. Nach Spengler kann man überall dort, wo „jüdisch“ Hebt, auch „christlich“ setzen. „Die christliche Theologie ist die Ci rossmutier des Bolsclmvwisinus“, sagt Spengler. Das Hi die Bedeutung seinen radikalen, aber affektfreien 11 eidymlums, dass es Judentum und Christentum g 1 e i c h e rm a s s e n angreii't. Gegen Spengler müssen sich Juden und Christen verteidigen. Christen können nur mit Verleugnung ihres Christentums von den jüdischen Gedanken der Nächstenliebe, die in die Weite geschichtlichen Lebens mntreien wollen, abriieken. Die Arbeit der jüdischen Theologie ist nun,*-das Problem >-oo Nächstenliebe, die über inn privaten Bezirk hinaus i aüfculfjcLikuilsweile erstrebt, 70 untersuchen. Wie weit meinte der „jüdische“ Marxismus dieses Ziel, wie weit verpass er seinen Ausgangspunkt und wurde Angriff auf politische Mächte, weil diese als politische Mächte deu privaten Bezirk eben beschränken müssen? Die Arbeit der jüdischen Theologie, die auch die Arbeit der christlichen Theologie sein wird, ist jüdische Abwehrarbeit. Abwehr des Antisemitismus ist und bleibt jüdische Aufgabe. Gewiss haben wir umgelernt und werden alte Fehler nicht weiter machen. Wir werden verzichten, die Masse aufzuklären. Das Aufklärungsgespräch, das als solches allein die Judenfrage nicht, lösen kann, aber sie aus der Sphäre fauaüsierten Angriffs herausheben kann, soll von Elite zu Elite geführt werden. Was der Mann auf der Strasse denkt, wird von der Formel abhängen, die ihm die 1 ährende Elite beibringt. Wenn diese führende Elite, die als Elite sich von der Strasse frei machen wird, die Judenfrage in Tiefe und Gerechtigkeit erörtern will, müssen wir, die wir als Juden Gerechtigkeit fordern, Menschen haben, die die Probleme wirklich in Tiefe beherrschen. ln diesem Sinne bJeibl die A bwehrurbeil eine grosse Aufgabe. Für den Tag, der vielleicht noch nicht da ist, müssen wir geistig vorbereitet sein, wenn er kommt. Schliesslich habe ich noch einen unglückseligen Druckfehler zu berichtigen. Es heisst in meinem Manuskript, nachdem vorher von der Gerechtigkeit des .Heidentums gesprochen wurde: „Diese Gerechtigkeit — die nicht jene ist, von der Jude' und Christ wissen — ist nichts Geringes. Spengler besitzt sie.“ Der Drucker setzte „Geringeres“ statt „Geringes“. Dadurch erhielten meine Ausführungen einen Sinn, den ich ihnen nicht geben wollte. Rabbiner Dr. May bäum Frankfurt/Oder. * Sehr geehrte Schriftleitung! Zu dom neuen Buche von Spengler sprach einer, der „ah warten“ will, einer, der schreibt: „Wir erklären uns klar und offen gegen ihn“, und nun bitte ich Sie, einen jungen, jüdischen Deutschen sprechen zu lassen, der „für“ ihn. ist. Vor allem ist es etwas eigenartig, dass Herr Rawak immer von „wir“ schreibt. Es gibt einen sehr grossen Teil von Juden, besondere unter der jungen Generation, der aus soiucr deutsch- und jiid iseb-konservativen Substanz heraus sich. ganz zu diesem Buch bekennt. Ausserdem erscheint es mir grundlegend verkehrt zu sein, wenn wir solche Bücher unter dem Aspekt der Abwehr des Antisemitismus betrachten, wie es Dr. Maybaum zweifelsohne tut. Zum Inhalt: Um die bittere, aber wahre Erkenntnis: „Der Mensch ist ein Raubtier“ ertragen zu können, dazu gehören allerdings Raubtiern er ven, und wer die nicht' besitzt, wird eben „beleidigt“ «ein. Wenn Herr Rawak dann yi.och schreibt: „denn wir vollen uns nicht selbst aufrpeben“, so hat er inn Unterbbwusstsein bereits gespürt, dass Spengler doch vielleicht Rocht haben könnte, dass wir es uns nur ja nicht eingestehen dürfen, weil wir uns evtl, dann selbst aufgäben Ja, wir sollten unser Schicksal lieben, uns zu ihm bekennen, auch und gerade dann, wenn es nicht zu unserem persönlichen .Vorteil ist. Wir haben nicht nach dem Falsch und Richtig zu fragen, sondern tragen an der Verantwortung für die Geschichte. Mau muss das, wofür Spengler das Wort vom „tapferen Pessimismus“ geprägt hat, im Blut, also in der Rasse haben, in der „Rasse, die man hat“, und wenn man sie nicht bat, wird das Tor zu dieser Erkenntnis verschlossen bleiben. Ein wahrhaft Konservativer will niemals Massen und Massenzustimmung, ihm gilt nur echte zutiefst erlebte Erkenntnis. Spengler schreibt nicht für Tage oder Jahre, er ■schreibt für die Zukunft. Diese grandiosen Perspektiven zu ertragen und uni sie zu wissen, das ist bisher immer nur einer kleinen Zahl von Menschen Vorbehalten geliehen, und dieser kleine Kreis ist gerade auf diese Tatsache stolz. Ausführliches in einem kleinen Artikel über diese Arbeit zu sagen, würde den Wert der Arbeit vermindern. Man muss dieses Buch lesen. Herbert Heimann, Hamburg. Isaaks Sehr geehrte Schriftleilungl In der letzten Nummer der Contral-VereinszeituLig erwähnen Sio unter der Ueberscbnft „Vor einer Neuregelung des evangelischen Religionsunterrichts“ nochmals die Verfügung des Oberpräsidenten von Schleswig, wonach die Ge« schichte von der Opferung Isaaks „wogen einer in ihr zum Ausdruck kommenden undeutschen Gotlcsimschauung“ aus dem Lehrplan der Schulen zu streichen sei. Ich erlaube mir demgegenüber auf einige Sätze aus dem Werke eines nicht ganz unkompetenten Autors, Leopold von Ranke hinzuweisen. Dieser sagt im ersten Bande seiner Weltgeschichte, Kap. 1, Seite 25: „Von allen Seiten ist man von Anbetern des Baal umgeben, und auch an Abraham tritt die Versuchung -heran, sich diesem System _ anzuschlicssen, und, wie es dasselbe mit sich brachte, seinen Sohn zu opfern, aber Gott, der Höchste, setzt sich durch ein Wunder der Vollziehung dieses Opfers entgegen. Die Erzählung von jenem Sieg und Segen sowie vou diesem vereitelten Opfer sind dio prächtigsten Episoden der fünf Bücher Mösls und gehören zu dem Schönsten was je geschrieben worden.“ Max Gross, Steglitz. Brauchen wir jüdische Schulen? Sehr geehrte Schriftleilungl ln letzter Zeit mehren sich die Stimmen, die eine Unterbringung der jüdischen Kinder in jüdischen Schulen fordern. Es wird damit begründet, dass das jüdische Kind vor dem Minder wer ligkeil-Komplexg geschützt werden soll, den es in den staatlichen Schulen seiner Rasse und Religion wegen eingeimpft bekommt. Es soll sich in der jüdischen Schule ohne Anfechtungen der Lehrer und Schüler als Jude fühlen können, es soll nicht der Gefahr ausgeseizt sein, immerfort die eigene Schlechtigkeit vorgehalten zu bekommen. Hat aber diese Ueberfiihrung in jüdische Schulen nicht auch ihre Schattenseiten? Wir wissen alle, dass der Jude es mm einmal schwerer im Leben hat als Menschen anderer Religion; wir wissen, das« er bei seinem Broterwerb Schimpf und Verachtung oft mit in den Kauf nehmen muss. Kurzum, dass er Verhältnissen gegenübersteht, die er nur überwinden kann, wenn er «io von Jugend auf kenncnlernt und. weis«, wie sio zu bezwingen sind. Wenn nun gefordert wird, dass die Jugend des jüdischen Kindes von solchen Eindrücken frei bleiben soll, so ist das für die Jugend des Kindes zwar sehr erfreulich, aber ein solches Kind wird, wenn es später im Leben den Verhältnissen ohne Maske gegenübersteht, ratlos sein und niemals die Energie aufbringen, diesen Verhältnissen mutig gegenüberzutreten. Unsere Schule soll uns das Leben in seiner Wirklichkeit zeigen, nicht verhüllt. Sie soll uns an das Leben (man kann dafür auch „antisemitische Argumente in der Praxis“ setzen) gewöhnen, uns zeigen, wie man Anwürfen und Verfolgungen gegenübertritt, aber nicht uns in dem Wahn wiegen, dass das Leben so wie eine jüdische Schule sei. Und was den Minderwertigkeits-Komplex angeht, den die jüdischen Kinder erhalten sollen, so möchte ich darauf antworten, dass z. B. in den unteren Klassen des Gymnasiums immer schon eine sehr starke antisemitische Stimmung herrschte, die nach meinen Beobachtungen sehr bald abflaute, wenn ein jüdischer Schüler längere Zeit einer solchen Klasse angehörte und sich in sio einfügte. Und seihst wenn aus Lehrbüchern und Lehrerreden die Schüler mit der „Schädlichkeit und Minderwertigkeit der Juden“ . und wie die anderen Vorwürfe gegen uns heissen, hokannlgemacht werden, so werden sic doch an ihren jüdischen Kameraden am besten erkennen, wie es mit diesen Vorwürfen bestellt ist. Der Antisemitismus ist gerade an den höheren Schulen schon immer sehr stark gewesen, doch ein gesundes Kind braucht, sich deswegen nicht minderwertig zu fühlen, sondern nur zu merken, was es heisst Jude zu sein. Andererseits werden die christlichen Schüler auch in ihrer judenfeindlicben Haltung nur bestärkt werden, wenn sie keinen jüdischen Schüler kennen und sich den Juden also als ein unbekanntes gefährliches Geschöpf vorstellen müssen. Das Hauptbedenken aber, das ich gegen jüdische Schulen hege, ist eben dieses: Der jüdische Schüler lernt in der jüdischen Schule nicht den schweren Alltag kennen, gewöhnt sich nicht an seine Diskriminierung des Juden, sondern stellt sich das Leben als eine Art höherer jüdischer Schule vor, in der er ungestört leben und arbeiten kann. Jüdische Schulen mögen äusserst notwendig sein für diejenigen Schüler, die wegen Ucberschreitung des Prozentsatzes aus den staatlichen Schulen ausscheiden mussten, für den jüdischen Schüler aber, der auch’ in einer staatlichen Schule Unterkommen könnte, sollte man sie meiner Ansicht nach nicht wählen. Erwin Isakowitz, Marienwerder. Geriieinsani siedeln! Sehr geehrte Schriftleitung! Zum Siedeln, das heisst Bebauen eines milteigrossen Gartenlandes, gehört ausser dem Kapital die Freude am Beruf und die Fähigkeit und Vorbildung für die praktische Arbeit. Uns Juden, die wir fast' alle dem landwirtschaftlichen Beruf seit langem ferngestanden haben, fehlt die vom Vater auf den Sohn vererbte, jahrzehntealte Erfahrung des eingesessenen Bauern, das natürliche Erfassen der Erfordernisse durch Mitarbeit von frühster Jugend an. Wir müssen durch Unter* rieht und Ueberlcgung das zu ersetzen suchen, was die anderen rein instinktiv verstehen. Nun ist der landwirtschaftliche Beruf zwar theoretisch weitgehend zu erforschen. Doch ist die wirkliche Arbeit, zu der eine Fülle rein technischen Wissens gehört, vor allem praktisch zu erlernen. Wer hier nicht wirklich ausgebildet ist, wird all’ der Schwierigkeiten nicht Herr werden können. Für uns, die wir jetzt, auf der Suche nach einer neuen Existenz,nach möglichst rascher und daher notwendig mangelhafter Umschulung ein Stück Land erwerben, ist es daher von besonderer Bedeutung, gemeinsam zu siedeln. Denn in der Gemeinschaft stützt der Stärkere den Schwächeren, erspart die Erfahrung des Nachbarn dio eigene Enttäuschung, reizt der Erfolg des andern zu gleicher Tüchtigkeit. Auch vom kaufmännischen Standpunkt aus ist die Gemeinschaftssiedlung der Isoliertheit vorzuziehen. Bei Kosventeilung ist die Anschaffung notwendiger Hilfsmittel ' leichter, verteilen sich die Lasten arbeitsparender Maschinen so, dass auch der weniger Bemittelte sie aufbriugen kann. Es wird hier nur an diese Gemeinsamkeit verschiedener Produktionsmittel und eventuell der Absatzregelung gedacht, nicht an weitergehende Behinderung dor Privatintcressen: also nur an eine zweckgebundene, vom rationellen und nicht ideellen Standpunkt zu bewertende Verbindung. Solch ein Zusammenarbeiten muss natürlich juristisch vorher bis ins Kleinste festgelegt werden, um Reibungen aus Egoismus oder Ehrgeiz möglichst zu vermeiden. Es muss darauf gesehen werden, dass jedem Glieds der Gemeinschaft zu An. fang ungefähr das gleiche Kapital zur Verfügung steht, damit nicht der von vornherein Begünstigte durch technische Erleichterung den weniger Be. miltelten erdrückt. Es dar* ferner nur der sich der Gemeinschaft anschliessen, der nach Veranlagung und Fähig', leeit dazu qualifiziert erscheint, Denn bereits e i n untaugliches Mitglied kann Sinn und ErfoD des Ganzen gefährden. Unter diesen Bedingungen kann eine solche Zweckverbindung au 'sich selbständiger Siedler unsere Existenz im landwirtschaftlichen Berufe nach Möglichkeit sichern. Melitta Fried. Aus Familienpapieren Sehr geehrte Schriftleituug! Ich finde in unseren Familienpapieren nachfolgende Mitteilung des „Isr. Fawilienblattes“ (17. Februar 191ö), die als Beispiel hier veröffentlicht werde, und die hoffentlich viele Nachfolger finden „Hirschei Neisser aus Kätscher in Schlesien war einer der ersten, die .dein Rufe des Königs Friedrich Wilhelm Hl. „An mein Volk“ im Jahre 181H gefolgt waren. Er meldete sich als Freiwilliger in Breslau zu den Fahnen und machte den ganzen Feldzug mit. Er kehrte nach Vollendung des Krieges als Wachtmeister, geschmückt mit dem eisernen Kreuz, nach Kätscher zurück. 1815 gründete er dort den Kriegerverein, dessen eifriges Mitglied er sein ganzes Leben hindurch blieb. Er starb 1842 und wurde mit militärischen Ehren nur ein Mitglied, der Apotheker Eike, mit der Begründung, dass trotz aller "Verdienste des Kriegers es unchristlich wäre, beim Leichen* zug eines Juden die Glocken einer katholischen Kirche läuten zu lassen. Er wandte sich, als «ein Einspruch nicht half, mit einer Beschwerde au die königliche Regierung in Oppeln. Die Regierung entschied aber, wenn die Bürger den Verstorbenen für würdig erachtet und beschlossen haben, die Glocken zu läuten, habe sie keine Veranlassung, dagegen einzuschreiten. Dia Beerdigung fand also mit Musik, Fahnen und Glockenläuten statL Die ganze Gemeinde und Umgegend beteiligte sich an der Trauerfeier. Da die jüdische Gemeinde orthodox war, so durften die Fahnen und die Musikkapelle den Friedhof nicht betreten und. j!ll[!l!inillSli!!;iI!l!HII!illllllllll!llini!lill!lini!lllll!il!!!llli!lllllll!!!ilflllHI!li!lllL HSH EM spricht am Mittwoch (Busstag), dem 22. No- D vember, abends 8 Uhr, im Logenhaus, W 62, Kleiststrasse 10 (Gartensaal) D Das wahre Gesicht des Judentums § im Spiegel seiner Dichtung und seiner Gedanken — PROGRAMM | Auftakt: Heber das Alte Testament. Von Goethe, S Nietzsche, Heine, Adolf Harn.xck, Ernest Renan, 5 Henry George. Bibel: B’rcschith. Durchzug durchs Rote Meer. Lobgesang des Moses, (ln der Ver- — deutsrbung Martin Bubers.) Moses Lied. Hobelied. Jesaja. Deutsch (Luther) und Hebräisch. Talmud- Legende: in deutsche Fassung gebracht von Walther =’ Rathenau. Heinrich Heine: aus dem Gedicht „Johuda EE Ualevi“. Benjamin DTsraeli: Für die Juden. Jakob ~ Wassermann; aus „Mein Weg als Deutscher und EE Jude“. J. L. Percz: „Wenn nicht noch höher . . .“ 5 Stefan Zweig: aus der dramatischen Dichtung „Jere- mias“. Gabriel Riesser: „Judo — Vaterland“. — Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen 1 Glaubens —— Landesverband Gross - Berlin E= Unkostenbeltrag 50 Pfg. Karten sind im Vorverkauf £ im C. V.-Biiro, Emscr Strasse 42, Im „Philo-Verlag“, Pariser Strasse 44, Buchhandlung Poppelauer, C., Neue — F nednehstrasse 59, Buchhandlung Schildbergcr, NW., S rlensburger Strasse am Bhf. Bellevue, und an der Abendkasse zu haben. Besondere Einladungen ergehen ^illllllllllllII!IIIIIIIIIII!llllllllilll|||III|||||ini||||l|l||i|[|||i||||||||||j|||i||||||||li|l||[r und -unter Gl o c k e n 1 ä u t e n dor katholischen K i r c h o zu Grabe geleitet. Dieses Glockenläuten hatte eine ganz eigenartige Geschichte,, Der Vorstand des Kriegervereins, dessen Mitglieder zum Teil auch dem Vorstände der Kirchengemeinde angehörten, beschloss in Würdigung der Verdienste des Verstorbenen, dass die Beerdigung nicht nur durch militärische Ehren, sondern auch durch Glockenläuten sich auszeichnen sollte. Ge^en diesen Beschluss protestierte mussten vor dem Tore ihr®' Aufstellung nehmen. Der Apotheker Eike gab sich übrigens mit dem Bescheide der Regierung in Oppeln nicht zufrieden, und er wandte sich mit einer Klag® an das Kabinett König Frie-; drich Wilhelms IV. nach Ber-; lin, dem Juden Neisser ceiea; bei der Beerdigung zu viele . Ehren erwiesen"worden. Di® j Antwort des Königs aber lautete, man könne einem verdienstvollen Veteranen nicht Ehren genug erweisen.“ Hugo Gossmann. b ff ö b T b ,v u b b V a n ft 1 Ä bt bi W fct fe si t ei U P f. ü« u bi fc d s i n n o 0 r;,d4\ i mffw j L J~1 & 'tiJk wm LS v-nft dim §m©m >in!(G'rj on r fi o n ü"/' Z:J(K\ä . >» 235 265 £ 1 415t cö i hap-~n!|!1/< S'ätör - ™„. t9a-*«M131r Ä®. 8LLMALLE brOskenyenangen sie die / Nkostenlose Zusendung desgiide-heimdaf"/ /; ^eppfch-kahaloge^ uciiuiniuiiuuiiujjn rj ir y n \s p u n / i 1Löuferco.«-365^SöiLöufer<aÄ5ro cäQOAs rfofem u J i r. -. -/ 286^0^0.«<155$I. 2Setfvorl.ca?5*155D0.m ^5*200 [j\J' iji // IAj" «HSö 13. .|aj 24r YsrpQUfMUr Berlin CZpjQndQu'PrPttyl

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