Mannheim
Compact Memory

Central-Verein-Zeitung · 1933-11-16 · 44 (16.11.1933) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
12 (1933)
Issue
44 (16.11.1933)
Date
1933-11-16
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2277379-2277993-2278037--08220-2289196
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

ose, ber Pro Phile n Zeilen her, seit der nmfn\u V(U‘>eiitanberfL'[!iiiii('i zwischen Phariiaeni und Sadduzäern, ja in unfern Tagen wieder ist innerhalb bc* Judentums die Schicksale'frage lebendig: Sali das Judentum ein 'politisches) Volk sein „wie andere Böller" oder ein Ball eigener Art? Prinz beantwortet diese Frage im Sinne Theodor Herzls politisch, und das heißt, sa, wie es dem Wesen Cb,- ... vw Denkt an Eure Mitgliedsbeiträge! Sie sind Eure einzige Gegenleistung für unsere Zeitung. Wer seinen Beitrag für das laufende Jahr noch nicht voll entrichtet hat, überweise ihn sofort, damit Kräfte für nutzbringende Arbeit frei werden und uns unnötige Spesen erspart bleiben können. CsiitraSverssffl tföuSssIter Slaatslillrgor Wseds» Sisctas LV. Landesverband Gross-Berlin. Postscheckkonto : Berlin 115501. bi'*:- sindennims im letzten Wrimbe nicht cnlsprichi. Er sagt nicht deutlich. was er unter dem Begriff „Nation" versteht und schafft nngewallt dadurch Vtögcicliteiten znm Vcißveritändiiis. (Gerade die Gegenwart ringt um neue Definitionen der Begriffe Staat. Ball. Muiitnn, nalianale Nlinderheit. Tie verschio denarligeu Aninwrten gerade auch bei der 'Genfer Distnssion auf die Frage. ab die deut-- iciieu Juden als nationale Biinderheit zu gelten haben oder nicht, zeigt die große Un- Uarheit aus diesem Gebiet und die Gefahr, die mit einer zwar leichten, aber unrichtigen 'enlagwartartigeu Berweuduug des Begriffs „Nation" im Hinblick auf das Judentum verbunden ist. Mag gewiß die Judeuuat unserer Tage nur mit „politischen" Mitteln behaben werden rannen, mag gewiß Prinz die löbliche Abjicht unbewußt voeschweben. durch das Bekenntnis ..zur jüdischen Nation und zur indischen Basse" die Grundlage für eine Aussprache mit der inchtjndischen Welt in ihren beute geläufigen Begriffen zu schaffen, eine ustche in der Tat notwendige Aussprache kann nur mit völlig klaren und wahren Begriffen geführt werden. Ebenso wie der liberale Begriff der „Konfession" das Judentum entstellt hat und eine begriffliche Assimilation darstellt, sa enthüllt sich auch der moderne politische Natnmalbegrifs, auf das Judentum angewandt, bei tiesergehender Betrachtung als eine Assimilation an die heute üblichen Begriffe der Umwelt. Durch die vorgeschlagene Nationalbeziehnng Vau Juden zu Deutschen ivürde das wirtlich bestehende Verhältniskeineswegs wahrheitsgemäß ausgedrückt sein. Auch das Bekenntnis zu einer „jüdischen Basse" ivürde nur Verwirrung bringen. Sogar die moderne Bassentheorie kennt in ihren wissenschaftlichen Darlegungen den Begriff einer „jüdischen Nasse" nicht, da eine solche in der Tat nicht eristiert; auch iveuu die Tatsache der „Abstammung" keinesmegs im liberalen Sinne bagatellisiert werden darf, sa ist dies dach etwas ganz anderes als es der moderne Begriff der Nasse ausdrückt. Erst kürzlich sagte Tr. van Leers, daß selbst die heute geläufigen Begriffe „Arier" und „Nichtarier" keineswegs wissenschaftlich fundierte, sondern gleichsam nur -vilfsbegriffe sind, um Inden van Nichtsiiden zu scheiden. Sa wie das Judentum weder als „Uonsessian" nach als „politische Nation" begriffen werden kann, iveil dies zivei der christlichenrapäischen Begriffswelt entlehnte, dem Judentum aber nicht gemäße Begriffe sind, sondern als „Glanbensvolk", „Ncligionsvolt" — oder wie man es immer ausdrückeu mag — eine Große sui generis innerhalb der Weltgeschichte ist, sa ist auch die Jndenfrage eine Frage sni generis, die, auch wenn zeitweilig politische Lösungen in der Praxis erforderlich sind, dach in ihrer Ganzheit nie politisch gelöst werden kann, iveil die eigentliche Judensrage nicht erst feit dem Jahre 70 n. Ehr. eristiert. sondern solange, wie das Judentum überhaupt besteht. Wer je nach dem tiefsten und letzten Geheimnis der einzigartigen jüdischen Geschichte, und des jüdischen Schicksals geforscht hat. der kann nur zu der Antwort kommen, das; die JPidenfrage eine metaphysische Frage ist. Blag das Denken des modernen rationalistischen Menschen siel) noch so sehr dagegen sträuben, man muß es dennoch eingestehen, daß die einzige konstruktive und umfassende Erklärung der Indenfrage Gott und Vorsehung, heißt. Das Judentum geht nicht unter, nicht weil es nicht sterben kann, sondern weil es nicht sierben soll. „Inden am Bande" hat es zu allen Zeiten gegeben und wird es immer geben — selbst in Palästina. Denn unsere Geschichte ist charakterisiert durch ein ewiges Ans und Bieder. Aus Zeiten äußeren Glückes, die säst immer Zeiten der „Assimilation" sind, folgen Zeiten des Leides. Beide sind notwendig und leßtlich fruchtbar. Assimilations- Perioden gaben dem Judentum neue, wertvolle Auftriebe, auch ivenn sie manchmal mit Verlust an Substanz bezahlt werden mußten, und die daraus folgenden Zeiten der „Dissimilation" brachten nach den zentrifugalen die notwendigen zentripetalen Kräfte zur Gelmug. Gerade das Schicksal, das uns deutsche Inden getroffen hat, offenbart das ewige metaphysische Lebensgesetz. unter dem wir Inden stehen, und läßt uns unser Geschick als notwendige Fügung der Vorsehung begreifen, die nicht will, daß wir als Inden nntergehen, sondern „das ewige Volk" bleiben. An uns ist es, dieser Stimme in Demut zu gehorchen. Wie die materielle Jndennot unserer Tage behoben werden kann, ist Sache praktischer lleberlegung und Arbeit. .Daß in Deutschland mir eine Judenschast Anerlenuniig finden kann, die sich zu ihrem jüdischen Schicksal restlos bekennt und ebenso ihr deutsches Schicksal bejaht, ist eine Erkenntnis, die — fern von allen assimilatorischen oder zionistischen Ideologien — als einfache, natürliche Lebenstatsache immer stärker geteilt ivird. Jenseits aller ideologischen Verlrampsungen ist eine Annäherung bisher getrennter jüdischer Standorte möglich und notwendig. Man muß Joachim Prinz dankbar sein, daß er mit seiner Schrift die dringend gebotene, nach .Klarheit suchende innerjüdische Diskussion eröffnet hat. Gleich ihm wünschen wir ihre Fortsetzung. Woirtk&lkmtMQlbirifafi / IDtfn Ijrfn r? ff'n T'f) Wir sehen nachstehend die in Nr. 42. und t." der V.-Zeitung" begonnenen Berichte ans Palästina mit einem Brief unseres wirtschaftspolitischen Mitarbeiters fort. Die kritische Würdigung sowohl der wirtschaftlichen wie Der (Hesamtlage in Palästina folgt nach Der .Nück'ichr schaftlich unseres Mitarbeiters. Tcl.Nviv, 2U. Cfloficv. .klommt man in Jaffa an, so wird^man ausgebootct. Ein Monopol auf diese Tätigten haben sieh die Araber geschaffen. Wenn sie nicht gerade streiken, was sie in diesen Tagen öfters taten, dann erledigen sie dies flink und mit viel Geschicklichkeit. Am Land findet man das typisch orientalische Leben. Viel Schmutz und sehr viel Lärm. Autoomnibusse und Taris nehmen die Neisenden auf und führen sie durch einen Teil der Altstadt Jaffa, an Basaren und arabischen Kneipen vorbei. An einer Straßenecke reguliert umsichtig und flink ein jüdischer Polizist den Verkehr. Wein biegt ein. das orientalische Gebiet ist plötzlich zu Ende, man befindet sich in einer Stadt, deren Betrieb und Sauberkeit sich mit europäischen Städten zu messen vermag, man ist in Del-Aviv. Die Stadt steht sichtbar im Zeichen eines großen Aufschwunges. Eine fieberhafte Bautätigkeit wird entwickelt. Neubau neben Neubau entsteht, und ein Bauplatz nach dem anderen wird erschlossen. Palästina ivird wohl das einzige Land sein, in dem heute die vorhandenen Arbeitskräfte nicht unsreichen, um den Anforderungen des Banmarktes gerecht zu werden. Ties mußte' dann auch bald inert liehe und nicht ganz so gern gesehene Folgen zeitigen. Der Lohn des Bauarbeiters stieg ans über 70 Piaster pro Tag, und die Mieten auf 10 Pfund pro Monat für die Dreizimmerwohnung. Daß die Spekulation ein geeignetes Objekt fand, soll nur nebenbei erwähnt werden. So wachsen die Häuser tatsächlich wie Pilze aus dein Boden, ebenso schnell wie leicht gebaut. Sie werden wohl in längstens zehn Jahren abgefchricben sein müssen. Trotz allem aber ist die Nachfrage nach Wohnungen siand. ’.nn ihn zu überreichen, begann er zu iveineu, wie ein kleiner Junge. Die alte Frau starrte ihn an; sie wurde bleich. ..Wer sind Siet" ries sie in tiefstem Erschrecken. ..So hat der Jakob immer geiveint, mein Bruder Jakob, mein lieber Bruder Jackie-" Ernst wisihke sich lachend die Tränen iert. In seiner Stimme war Triumph: ..Aber du hast mich aiifgenommen. Tante Esther, bevor du wußtest — ■-" MchKVÄ DÄMM Zum 70. Geburtstag des Dichters am IS. November Au diesem 16. November wäre Nichard Lehmel 70 Jahre alt geworden. Aber er ist nun melzr als ein Dutzend Jahre tot. Er starb an der Wiederlehr einer Venenentzündung, die er sieh in den Schützengräben zngezogen hatte, b's war die erste wirkliche Urantheit, die diesen Mann von titanischer Gesundheit je traf. Er war mit 51 Jahren als Freiwilliger für Deutschland ins Feld gezogen — für das Land, das Volk, den Geist, den er so liebte. „Alich drängt zu singen deutschen Geistes Kraft." So beginnt Nichard Tehmels „Deutsches Lied". Er verkörperte diesen deutschen Geist selbst so sehr, daß ein befreundeter Dichter ihm ein Buch znschreiben konnte mit dem Motto: „Dehmel und Deutschland!" Richard Dehmel war ein sehr nationaler Mann. Nichard Dehmel war auch ein sehr sozialer ''bann. Aus leidenschaftlichem Gefühl für das Lebensrecht und den Lebenskampf dor Arbeitericiiaft hat er mit seinem „Arbeitsmann", seinem ^Erntelied", seinem „Maiseierlied" ungefähr die einzigen Gedichte geschaffen, die, ohne im mmdesten Parkeipoesie zu sein, tief in die w.'asseu drangen, die den nberpolitischen Lebenssinn der'Bewegung erfaßten, Den Gegensatz dessen, was man Basse nennt, empfand Nichard Dehmel durchaus, aber er wirkte nicht abschreckend, sondern anziehend auf ihn. Die beiden Frauen, denen nacheinander zu begegnen sein innerstes Schicksal ausmachte, waren Jüdinnen, und die Freundschaft des Dichters Yak nur zwei Mäuner mit völlig anszeichnender Innigkeit umfaßt, und das waren Detlev von Litieneron und Alfred Mvmbert: der ivnnderbare niederdeutsche Bealist, der preußische Ossizier und Baron — und der Heidelberger Anwalt rein jüdischer Herkunft, der ein Sänger von Weltgeschichten war, der neuzeitliche Schüler der Propheten. Zwischen beiden ging Nichard Dehwels Weg. Er hatte nicht die herrlich sinnliche Unschuld Liliencrons und nicht die himmlische Erdentrücktheit Momberts. Er war als Zünftler sicher weniger glücklich veranlagt als sie — und deshalb als schöpferischer Mensch doch eine höhere Erscheinung als einer von ihnen. Er lieble diese Bewohner der festen Grenzbezirle, in denen zu weilen ihm nicht vergönnt ivar mit jener tiefsten Liebe, dieans Neid und ans Ueberlegenheitsgesühl zugleich sianunt. Dehmel wollte das Irdische mit den Blitzen des Geistes durchdringen: „Der Mensch will wieder selig werden aus Erden. Weißt du noch, une man das machen muß?" Er versuchte das wieder zu lernen und zu lehren. Den Mut zu jener Wirklichkeit, die für Litieneron einfach da war, mußte sein von unerhörtem Beivnßtsein gespannter Sinn blutig erkämpfen. Aber dann Ivollte er nicht in ihm verweilen, er wollte hinauf — „auS dumpfer Brunst zu lichter Glut". — Die Jugend begrüßte am Ende des vorigen Jahrhunderts Dehmel als den großen Befreier. Aber er war zugleich ein leidenschaftlicher Ordner, er mar „Empörer" in jenem überlegenem Sinn, den er gedeutet hat: „nicht daß es drunter und drüber gehe, daß es empor gehe, ist der Sinn der Empörung!" Er wußte, daß jede Freiheit, die die Seele gewinnt, ihr sogleich die Hände bindet mit einer neuen Pflicht. Das Werk eines so leidenschastlicben Suchers kann wohl nicht ans Meisterstücken bestehen. Es gibt in Tehmels Poesie viel L.alt- Gedachtes, das die sinnliche Anschauung nicht rein erfüllt hat, — und es gibt Sinnlich- Ergrissencs, Leidenschafttich-Herailsgeschlendertes, das der Geist nicht durchdrungen hat. Aber es gibt von Anfang an in der Tehmelschen Lyrik Naturlante höchster Art — vor allem dort, wo er das außermenschliche Geschehen belauscht, wo die „Stimmen des Abends" in ihm erklingen, der Wandel „eines Tages" zu ihm spricht, die „bewegte See" ansranscht oder das Hochgebirge emporsteigt. Und allmählich kam dieses iviniderbar singende Gleichmaß ans Freiheit und Ordnung, dieses herrliche Emporgetragensein aller .streifte, das die Natur ihm stets gebracht hatte, auch in Tehmels Erlebnis der Menschen. Und nicht mehr als den hinreißend wilden Ausrührer, als den väterlich klaren und starken Weisen liebten wir den ergrauenden Mann mit den durchblitzten Zügen und dem unsäglich gütigen Lächeln. Wir liebten den Lichter, der die Worte geformt hat: „Und man erkennt: Verbindlichkeit ist Leben, und jeder lebt so völlig, wie er liebt: die L-eele will, wes sie erfüllt, hingeben, damit die Welt ihr neue Fülle gibt. Bei Tag, bei Nacht umschlingt uns wie ein Schatten im kleinsten Kreis die große Pflicht: wir alle leben von geborgtem Licht und müssen diese Schuld Zurückerstatten." „_ Julius Bab Eine jüdische Buchvereimguttg ist in Bildung begriffen. Sie will in Fühlung mit allen großen jüdischen Organisationen und unter Mitarbeit aller jüdischer Verleger und Sortimenter in besonderer Stärke das Bedürfnis deZ jüdischen Lesers im Kulturkreis befriedigen. Sie hat mit einer kürzlich an pie Öffentlichkeit getretenen Gründung privater Urt nichtZ zu tun, weiter sehr groß. Die vorhandenen Bäume vermögen bei weitem nicht die Nach' fragenden auszunehmen. und daher ivird weitergebant. Teilweise bedient sich der zukünftige Wirt der finanziellen Banhilse seiner künftigen Mieter, indem er sich die Mieien, sei es für ein halbes, sei es für ein ganzes Jahr im voraus, d. h. schon in der Banmitte, zahlen läßt. Das Hotelgewerbe steht gleichfalls in höchster Blüte. Der Verdienst wird investiert, wo es erlaubt ist, stockt man aus. Es zeugt alles von einer gewissen Unbekümmertheit, man denlt gar nicht an eine Stagnation oder gar an die Möglichteil einer .strise. Ganze Straßen mit neuen Geschäften sind in verhältnismäßig kurzer Zeit entstanden. Schöne Geschäfte mit geschmackvollen Auslagen. Typisch Europa. Haifa befindet sich gleichfalls aus dem Wege einer raschen Entwicklung. Am 00. Oktober wird der Hasen eingeweiyt und mit ihm das Tor des Orients erschlossen. Der Stadt, die nach unserem subjektiven Geschmack nicht so schon ist und liegt wie Tel-Aviv, ist aber unschwer eine größere Zukunft voransznjagen. Sogar England, das ja in seiner Palästina-Politik, gelinde gesagt, sehr znrücklialtend ist, beginnt sich au Haifa zu interessieren. Eine Anzahl rein englischer Unternehmnngen hat sich dort bereits angesiedell. Und was das Wichticgste ist, es wird getauft, es pulsiert Leben, das Land f]at. eine „prosperily“. _ Ties merkt man aber nicht nur in den Städten, die ja wohl doch den größten Gewinn an der neuerlichen Einwanderung haben. Auch der Landmann ist zufrieden, ivenn ihm nicht gerade die besondere Dürre dieses Jahres Kopfzerbrechen und Sorge bereitet. Glückliche Umstände hatten in letzter Zeit sowohl die Abnahme der Orangen als amh deren anstömmlichen Preis sichergestellt. Ätan merkt den prächtig bebauten Flächen nicht mehr an. was für eine unendliche Arbeitsleistung, ja Hingabe und Aufopferung einstmals notwendig waren, um dies zu schaffen. Auch das' Lehrgeld wurde bezahlt, und heute ist man mit dem Land und den Umstcrnden seiner Landwirtschaft so vertraut, daß sich jede zuvnzah mit Fragen der ackerbaulichen und wirtschaftlichen Umstellung befaßt. Von der ertensiven Landwirtschaft strebt man zur intensiven, und wo es die Voraussetzungen gestatten, zur Gemischtwirtschast. Mit aller Energie geht man an die Frage der Bewässerung, um amh hierdurch eine Jnlensivierung des Anbaues zu envirken. Bon einer Bentabilität kann natürlich noch nicht immer gesprochen werden. Teils hat der Steren Hajessod noch nicht alle früher'in Aussicht gestellten Investitionen gezahlt, oder aber die Dürre beeinträchtigte die Einnahme. findet man denn auch manchrnal tnrzfrisiige Bantkredite, die bei 0 oder gar 7 Pro'ent Zinsen die Bentabilität einengen. Die opferbereite jüdische Welt darf wissen, daß hier, ans dem Nichts Bedeutsames geschaffeu wurde. Tie in Palästina hauptsächlich angebante rW'ucht ist im Preise dem Weltmarkt unterworfen. Jni allgemeinen ist die .Konkurrenz zehr scharf. Hinzu kommt noch der jetzt stärker einsetzende Ertrag. llNan muß näinlich damit rechnen, daß es mindestens fünf Jahre dauert, bis ein Pardeß Finch re trägt. Die Anstrengungen, welche die anderen. Orange und Grape Fruit ansführenden Länder, vornehmlich Amerika, machen, sind enorm. In Erkenntnis dieser möglichen Gefahr vollziehen die vorhandenen Siedlungen die geschilderte Umstellung ihrer Wirtschaft. Neue Unternehmungen werden gut tun, sich, von _ ^uMng an ans die Ge.mischtwirtschaft einzubciiifrfum ltcüeu imb hierdurch und durch den Anban müderer Obstsorten ihrer Wirtschaft eine ge- Mt etnet w:„e itriscufestiglcit 311 Qi'bcii. Für den neu in Palästina einwandernden Menschen ist cs von Wichtigkeit, sich einen 2 s< n li g> P di s.I ln!>> IH ve be £3 i V. / X. L3 V2 I i| I fj 1 j ■L cs Kurlir Ec.-.ir, l f <ck-> i \ *

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.