Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 12 (1933)
- Issue
- 44 (16.11.1933)
- Date
- 1933-11-16
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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nl ‘>1 |i J- I i Ihj v.-'^v i inj kJ L* er.7' /c/i iluft cris österreichischer Staatsangehöriger 1885 in Berlin geboren und habe stets in Deutschland gelebt. Am Weltkrieg habe ich im Österreich - ungarischen Heere teil genommen und hin Frontkämpfer,, Im Jahre 1920 habe ich durch Einbürgerung diepreussischet Staatsangehörigkeit erlangt. Muss ich jetzt den Widerruf der Einbürgerung befürchten? 'Jüirli dem besetz über den widerruf vou Einlnirgerimgeu vom M. 7. 1988 i, 3. 889) fomu'ii Einbürgecilligen. bie tu. bet Zeit zwischen ht'jn 9. November 1918 imb dem NO. Immar IW:', -.lorgenommen ivorben sind, wiberrtifeit werden, lall-j btc liunbiii'iimiUii. ni» nicht.erwünscht anzujl'tien ist. Tb eine Etnvürgernng als nicht er- „,u,i,liu aiizliselten ist. beurteilt sich — wie die 7nräl>l"i!trm>gsma orbiiuug vom 26. 7. It>n:) ch'El. l. 7.;VS) bestimmt -- nach vnlfisch-matw-- iniun Erimbiätzcn. Im Borbergrmib sieben die m,Pichen s!aalsborgcrlid)cn und knltnrellen E>efil!,ichm»ste siir eine den Belangen von Reich und •Kote abträgliche ^lermehrnng brr beutscheu Bevellernng tmreb Einbürgernng.. Tabei stnb außer IiitiiidtriT ait* der Zeit nur der' Einbürgerung vor atlrm euch l'.mstä.tbczu berücksichtigen, bie in die chch nnri) der ivintiiivßeviinfl fnlleu. [yür den Widcrviij der (vinbnviii'nmn lommen und) der Turchhlhrimgsverot'bimiig grundsätzlich in.Betracht: Ostiutu'ii. tK, sei denn, das; sie ans deutscher Leite NU Welllrieg an der Front gelämpst aber sich um. die deutschen Belange besonbers verdient gemacht beben. Tie Tilrchfl.hrnngsverorbnnng stellt nicht de re ui ab. bas; jemand int d e u i s d) e u H eer im Äel.llrieg ou der Front getämpfl hat. Lie verireudet ben Begriff de» Kampfes „aus deutscher Teite.!!. (v. sott damit zum 'JUtobiutcf gebratcht ivcrden. bas; auch ein Frontkämpfer. der int Hcu'csditilst der bcntscten Verbänbetrn den Welttrieg mitgemacht hat. zu berüelsidtzigen ist. Wir nehmen be-lltatb au. bas; midi äs! erreicht sei;? Frontliimpler nach dem Willen des Gesetzgebers, nicht aiiegebürgert toerben sollen. Tie Grinibe siir einen Wiberriif toerben freilich nicht mitgeteilt. Ter Wiberrus kann nicht init Acchl--mit:eln angefochtlnr tverbenh Es sind also um Barftelliingeu an bie Vorgesetzte Behorche Tieilstaiissiehtsbehvrbe) möglich. Ich bin bayerischer Landesbeamter. Nach einer Dienstzeit von neun Jahren elf Monaten in Planstellen erhielt ich den Bescheid meiner Versetzung in den Ruhestand wegen nichtarischer Abstammung nach Paragraph *3 desGesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums zugestellt* Habe ich Anspruch auf Ruhegeld? Ja! Nach der vierten Tnrchführtlngsvcrvrdnmrg vom 18. 7. 1988 jRGBl. s, L. 515't gilt für den Eintritt der. Versetzung in den Ruhestand Z 55 des Reichsbeamtengesetzes; d. h. die Versetzung nt den Ruhestand tritt mit dem Ablauf des Vierteljahres ein, welches ans beit Monat folgt, in welchem dem Beamten die Entscheidung über seine Versetzung in den lllnhestanb belanntgentacht worden ist. Lanach haben Lie im Linne der dritten Turchsührungsverorduimg vom 6. 5.1988 (RGBl. I, T '-'Ich — Nr. 2 zu Z 8 — eine tatsächliche Dienst- © , . nrß fi'P P,r ■ H r> f vy...' u U U iUjs yjj) u Ü- 3eit in Planstellen von zehn Jahren und ztvei Mo. finbU au^"TOci1l'n' 1° das; Lie rnhegetbberechtigt Gibt es Rechtsmittel gegen die Verhängung der Schulzhaft? Sic Nechtsansichien liierüber gehen anseinmtder. Nechtsanwalt Dr. 9 n d t l e bejatzt die Frage nno halt' die Vestimunmgeu des preußischen-'Pali, zetvertoattungsgesetzes voiN 1. 0. 1U81 siir anweubtl-r' den Aufsatz..Neehle-fragen bei ber 'Bernaugung der Telmtzgaft" in Nr. -1! ber ,.G.-V.- Vettiing" vom 26. in. 1988, 1. Beilage. L. 8.) ^chs'Wgea liaben . fiel), jeboch Nedgsauwalt Nemliard N e n b e r l tVerlinl nab Amtsgerichlsrat Vvehr in der .churistiselien Wocl>eu° 6>'>nniibt. 3io sinb ber Au- Ncht. bas; zur Nbtvehr ber nngeln'nreu tommmnstischeu Gefahr aus Ttaalsuotiveubigseit leine'Ned>tswntroltc und leine zeitliche chaftgrenze gegeben sinb. Ich bin Arzt und m. E. Frontkämpfer im Sinne des Beruf sbeamtengesetzes. Ich habe nach Paragraph 7 der ärztlichen Zulassungsordnung meine Eintragung tn das Arztregisier beim Oberversichcrungsamt beantragt. Der Vorsitzende desOberversicherungsamtes hat meine Eintragung abgelehnt. Das angerufene Schiedsamt hat die Entscheidung des Vorsitzenden bestätigt. Gibt es hiergegen ein Rechtsmittel? Nach § 18. Nbs. 2 Latz 2 ber Jnlassnngsord. nnng eutseheidel bas Lehiebsaml enbgältig. Ta aber nach £ 5 Abs. 2e. ber Fulassimgsorbmmg bie Zulassung eines Arztes mit seiner Ltreichnng aus dem Arztregisier endet und da nach £ 86,Sp Abs. 2 der Neichsversicheruugsorduuug gegen Entscheidungen des Lchiebsamtes in Zulassimgsaugelegenheiten, soweit sie die Entziehung der Zulassung anssprechen. die Berufung an das Neid>sschiedsamt zulässig ist, entscheidet das Lchiedsamt über die Ltreichnng eines Arztes ans dem Arztregisier nicht endgiitiig, ivenn es sich nm einen bereits zngelassenen Arzt bandelt, dem durch die Llreichuug Pie Zulassung entzogen würde. (Lvnnenberg. „Das neue Nasseuarztrecht". 2. Auflg., Anm. 79,'s; 868u, NVO. L. - 191. Ott dieser Loudersall bei Ihnen vorliegt.-lönnen wir aus den von Ihnen vorge. trggenen Tatsachen nicht entnehmen. Ist dies nicht der Fall, so gibt es gegen die Entscheidung des Schiedsamts kein Nechtsmittel. Ter' PoliZerprasident' von Haröurg-WithelMsbürg gibt bekannt: , . " ' Am Sonnabend wurde der nichtartsche kaufmännische Angestellte R. und eine 20jährige deutschllwistliche Verkäuferin durch, die LA der Polizei übergeben. Tie LA hatte sestgestellt, das; die beideu ein Liebesverhältnis unterhielten, beide zusammen in der llllohnnng des Liebhabers angetrosfen und zur Polizei geleitet, wo beide ihre Schande eingestanden haben. N. befindet sich in Lchntzhast und wird ans Äarbnrg entfernt werden. Die Polizei tveist alle, die es angeht, eindringlich daraus hm, das; gegen Nassenschändnug in Znknnst, auch solange das .geplante Gesetz noätz nicht besteht, aufs schärfste' eingeschritten wird. TW M MMse GsW? ..Im Verein für jüdische Eesd)ichto und Literatur et örterte Nablnner Tr. Max Wiener die Frage nach dem jüdischen. Geist. Durch die lange Geschichte der Inden und durch die 'Zerstreuung in die verschiedeusten Länder ist es schwer, von einem einheitlichen „jüdischen Geists zn reden. Aber da der' Einzelmensch nicht nur von seiner Umgebung bestimmt wird, sondern auch durch-die Reihe der Generationen: die ilnn vorangegangen. so-lässt'sich der jüdische Geist .durch den. Geist der. jüdischen APligion definieren und man nuis; nach diesem fragen. Ta zeigt sich schon durch den ersten Latz der Lstbel, das; der'jüdische Geist ein Geist der Tat und des Willens ist. Ter Mensch als Lchaffendcr. Wollender steht im Niittelsmiil't der jübifcfjoti Religion. Und dieser schassende Geist wird in der Bibel vergöttlicht. Auch der silbische Alessiauivmus ist kein politisch-sozialer Fortschrittsglaube, als welchen ihn das tzstntalter der Emanzipation zn sehen glaubte, sondern er ist ein Glaube au das geschehende Wunder und spricht eine Forderung an das Indivibniiiii ans. Ter Emst der Aiiffassiiiig von der Religion zeigt sich bei den Juden besonders in ihrer starken Geistigkeit. Dieser starke „männliche Geist" wird auch heute, uw das Iubentum an-einem 29endepunlt steht, seine Lchöpserkraft bewähren können und seinen Willen zur eigenen Wendung in die Wirklichkeit mnsetzeit können. Heute brauchen wir eine andere Lchich. tnng im Judentum, diensteder zum Haudwerl. zum Boden, zum tätig schassetideu Menschen zu° rücksührt. f. Ar. Meger DselÄe' Am- 31. Oktober waren 17 Jahre vergangen, das; mau den ersten Jagdflieger an der deutschen Westfront. Hauptmann Osivald Boelcke, zn Gratw trug. Der „llöluer Lolal-Auzeiger" vom 31. Oktober d. I. erinnert au den Bericht, den er dmmals über die Trauerseier berösfentlidste. Er lautete: bst» vcr am 31. Oktober crsolgtcn (sinscgittrng -er sterl'lichcn ttc-errcste uuscrc» grössten Helden der L>rst, Hanvtmann Bocltke, in der .Natlrevrale ,n Eainürai. hatten sich 25 ttisterossistere und V.anttschastcn einer «isenöahntiaual'tcilnna tmter Leitungdes Lssizicr-lLtcUvertrctcrs Baum - ans SUUt eilt* gcsnn-cn, um ihren grasten Zeitgenossen durch Gesang die leiste Ehre zn crlvcisen. Daüci »vurde ein dort Lbcrkarstor Blnmenthal aus »öUr tomponicrics Grablicd znm «rstcn Male gesungen. Der Text silwet sich als Jttschrift / auf dem zn Ehren der E-cfallenen eines Nest- Korps in Bapaume ecristiteten Gcdenkstciq, ist von Generalleutnant Grzestcnz von Stein ver« faßt und lachet: Wir neigen daS Haupt. . . Por unseren Toten, . . -Die furchtlos' und treu Ihr Leben Voten. Waö ftcrülich war, brachten Wir hier zur Nuh'l Ihr Geist zog befreit Der Heimat zu. Der ans der. Heimat herbcigeciltc greise Llatcr dankte tief ergriffen dem Leiter der Beranstaltuttg und seinen Länger» für die seinem Lohne erwiesene, liebevolle Ehrung. Atar Baum, dem die Leitung der musikalischen Feier seitens des Ltabes übertragen war, wirkt seit vielen Jahren als Roligionslehrer an der b>--sr-: ■] iC^l f.;j l(o>1 [io.j|o fj vi r i '■nyz. j Lynagogengemeinde AlMit. Ter .Komponist dos Grabliedes. I. B l u in e n t h a l.- ist der vor einig.m Jahren verstorbene Oberkantor der Alölner Lpuägoge in der Roonstraste.' — 111. — Lr* •*' Lv* 4’ Vi* Iut Krankenhaus der jüdischen Gcrnctnde Berlin ist die Llcllc des P r o f e k t o r »' zu besetzen. Gejucht werden Bewerber mit guten anatomischen stenutnisseii und Efsiihrungen aus dem Gebiete der Balleriotogie. Vst'ldnngen an die Direktion des Krankenhauses, Gr'crzicrstraste U«. Ltu-cnltnncnbcirn dco Jüdischen st-raueubiuidcs. Junge Blädcl'.en, die .;»v ^'etuisiimschiamnig und vl»c-bildu»g naäi Berlin tmumen. linde» angenehmt', geuu'iOiihe Umerlunsl mit voller rititcllec Bension bei tnlligsrem Brei-?. ‘Jluvfuuft erteilt die Leiterin des Heims, urou slt'raiiomN'liu. Berlin 9121, Auguslstrasie l-i-lö. Des.: T 2 2beidcndamm 9171. Die 2'Kstcn-LPrechsnlnde dcr Bcrusobcratung dcr jüdiscltcn G»cn,ejndc 2Krli,l finde! von ieht ov lücht mehr nasanenNrasic 79, sondern Btelblreaslrasic 2 statt. Lvreälslunden: I mmec-!aa 6'> bis 19 III,r. Der Lhnagogcnvercin Kottdnscr Tor in Berlin veröfientlicht soeben sein '.'Itdeilc-vrogramm snr den kommenden Llliuter. Es dient der Bertiesimg de>- .ltenntnis jüdistlier Geichiliue und jildisa--re6givser Lehre. Tie Kurw und Bor:r,'ige sin den in den viäumen der Lvnogoge stall. 'Anmeldungen nnd Aüeksre.gen lind mir schriillich m rillUen an Theodor Herzog, Berlin Lob, Fontane-Promenade 9. Leser! Boi Unrogelmäsmnkoiteti j,z der Belieferung der „C.V.-Zeitung“ bitten wir, sich zunächst an die Zeitungsstelle des zuständigen Poslamles bzw. den Briefzusteller zu wenden. Krsl wenn, diese Reklamation erfolglos bleibt, erbitten wir Mitteilung an uns. Bei der Aufgabe von A d res s e n - iinderuDgen muss stets die bis-.-; . b e r i g e Anschrift mifgeteilt werden. Ccntralverein; deutscher Staats-, , " bürger jüdischen Glaubems- E. •'BcrllH W15, Eniser Straseei^ . Tas Jüdische LchrhauS in"Zkrarrkfuvt a. Main eröffnet fein erstes Hcrbst-Tri-. rnester 1933 vom 18. November bis 25. November mit folgenven anstaltungen: Lonntag, 19. November, 17 Uhr int grosteit Laak der iZrankfurt-Loge: Grösl'nung des Lehrgangs, 'llrnselsor ' Tr. Alanin Bubcr: „Ausgaben jüdischer BolGerzichung." Kammerchor von Rathan Ehumreich: Psalmen. , Montag. 20. November. 19 Uhr 89 Min. Vis 20 Uhr 30 Piin.'.iin glhysilsaal des Philanlhropm. .Hcbelstrahe 19: Robb„ Tr. Älax D i e n c m a n u : ReziiaLionsabend in Frankfurt a. ril. Ltto Born sie in begann seinen überaus criolgreichen und gut besuchten Neziürtionsabeud mit dnem Kapitel ans Mar Brods Renatssancoraman Jieit BonG. Trotz starker Inbispositivn wusste der m straulsiirt vom zoher lwehgesehätzte Künstler durch intelligenten mtb zugleich temperamentvollen Borrwg bas Pichltlmn zn fesseln. Bewunbernsivert war, luit n'elch souveränen Mitteln ber Lprachiechliik Bernstein zn „malen" weiß. Alles lvird durch seinen Vortrag bilbhaft klar, ja manchmab sogar ins beklamatvrisch-pathcttsche übersteigert. Üm Anschluß an Brvds Romanabschuitt rezitierte Perustein bas letzte Vitb aus „Jakobs Traum" von Peer-Hosmanit istamps mit den Engelnl und die neunte ssetzles Lzene ans ber dramatischen Dich' >nug „Jeremias" von Llefan Ziveig. Hier zeigte 1*61' Vortragende eine mmneenreiche Uevertragnng sZs dramatischen Vorganges ins Tellaumtorische. sie löesellschast für jüdische Voltsbilbnug bewies ^urch diesen Abend erneut, bas; sie als einzige Trägerin des Kultnrbnnbgebanlens in Frankfurt dm richtigen Weg gehl. ' ig Nusüalischcr Abend des „Liederkranz" - Zircmnhciti, A'ach dem erfolgreichen Werbekvnzert in - der chauptschnagoge veranstaltete der „Liederlranz". Aailnhetm. im stark besetzten Laale seines Vereinshauscs einen ociginetten Abend, unter dem Titel ..Melodrama aus ztvei' Jahrhunderten", Wie nach degrnßenben Worten des 1. Vorsitzenden, Rechtsi'mvolt Dr.^ H e chst.. Kapellmeister - Max: L i neiiucr iit seiner tustrulttveu Einführung de- 'vnte. tvolle matt natürlich nicht für jenes' ununstlerische Alelvdratna cintretcu, für bas'der Ge-. ° .stdete mir ein lititteidiges Lächeln habe, sondern : J“r ^chstpsungen wie jette von Georg Benda, Aichard Ltraust nsw. Nicht minder erfolgreich'als dem Wort, trat dann Kapellmeister Ltttzhetmer H dm Flügel für diese LtilgatLung ein.'deren Lichter-.. ^dt,te. tvie die Lchumanrischeit Balladen „LllPn. Hedwig' und, des „Heibel'naben" der -frühere. Lptcl-. - mler des Köstigsdoraer Lchauspiechauses." Franz^.^ p p c nhei \\\ e t. evenso prägnant wie aus-'"' vrtiaübbll' sprach. Im zweiten .Teil gab es eine' ^solgreiche Uraufsühruitg .Lreislarif der Nacht"- Dichtungen von' Bialik mit einer verbindenebenso clprakterrsttschen wie stimmungstteseu^ von' Max Linzhotmer. L. 8." " - ' JKWchs Üm§Uet In» pasifec Paris, Anfang November 1988.. Bericht für die „C.A.-Zeitung". Leit etnigni Tagen hat das Grand Palais seine Pforten siir die lradilionelle Herbstausstellung-geöffnet. um der Pariser Gesellschaft einen Durchschnitt durch die sranzösisiche Atunit des vergangenen IahreS zu bieten. Interessant war besonders ber Laal ,.I", der Bilder nnd Lkulptnren von mir indischen Künstlern An sidi-sainnielt.- Leiber fehlen bie ganz großen nnd bebentenbeu Namen' tutb Bolistäubigteit lvnrbe lveber erstrebt noch erreicht. Aber auch das Wenige. >vas dort gezeigt wird, beweist znm Teil ein weit über den Durchschnitt hiuausragendeskönnen. Wir fanden viele denische Bekannte 'unter -diesen- Ausstellern. Lo state ü n Zne r. deren 'Arbeiten in früheren Jahren sthon beifälliges Interesse bei den- Atisstellnngeu der Berliner Lezession sanbeni Lie bringt ein 'Bild-von Josef starma in-seiner'Rolle in Her ..Lreigfoschen-- vpcr" und-eiu farbenreiches stanalbild aus Am st erbaut — zwei vorzüglich ausgefühtste Bilder, die auch heute loieber ihr altes stönnett erweisem-- Mit besonderem Interesse stiidiert mau die beiden Arbeiten von GertstTtz o I l h e i m : Tie „Bäuerin" und „T-err Fisch". - Eine -tinendluche Fülle leuchtender Farben, die, zn eineut-einzige» Akkord znsaunnen. klingen, strahll uns von diesen Blätte'rit-entgegen, Auch Henriette Nt a n n-h e i m e r' begegnet, »nsiviedcr niit einem Blnmenstüd' nnd einem Bitd . - „Adam -undl Eva", .beides tresfliehe Leistungen mtb obcnso L. A. Jonas, dessen „Junge F-iscchr" und 'Badende" als stohlezeichmitigett'von starker Wir. ,, luitg sind. -Leine innbi'u großen Werke „Landschaft ' mit Eisenbahn" nnd „Nlarseille" sind von starker- ' persönlicher koloristischer Wirkung. Engen Fuchs ' mit "seiuew-' beiden-- Werten' „Spazierritt" nnd - Ltraste in Lieppe" .zeigt ebenso wie Marko- 'witsch mit seinen „Legelschisfen" und „Groststadtstraste" eine starke indivibnetle Note. Auch die - Arbeiten von"H. Fuchsf Edith Auerbach und - Erich I se n b tt r-g e r, seien mit Anerkennung. er-- l"|etc r S ip man°W'ulsti und Rose L iPm a n - W u l f haben die - Photographien -zuihren Marmoxfigurcu: „Judith", „Die:Flucht','.-„,DiE 'liebenden", _.„Hwb7.,.. „Gebet - '„Iatob-". - und- '"-^Beethoven" '.ausgestellt, vou deueu das eine oder imuttt. VL^IUIU IH <;uu)l ..JUU-ltll* Besonders eindrucksvoll bietet sich in der Reihe der plastischen Arbeiten dcr Fräuenkopf von Rnt Wolf dar. der von einer lebendigen Bewegtheit des Ausdrucks'ist; ebenso die männliche Figur von Atichael H e r z. Ter kleine Laal, der für diese Werke reserviert ist. ivürde bei den ungeheuren Ausmasten, die das Grand Palais in seinen Räumen aiistveist, vielleicht nicht die verdiente besondere Beachtung erfahren, wenn nicht ein Lchild darauf aufmerksam machen würde, das; es sich hier um Werke jlidtscher stünstler handelt. 1!nd so sieht man denn hier vor den c'm-- zelnen Bildern immer wieder kleine Gruppen, die mit großem Eifer und leidenschtstlich über das Werk distlitieren, und man hat hier sofort den starken Eliidrnck, das; weil über das .stünstlerisll)a hinaus sich das jüdische Interesse stark wfsenbart. __ F. Gtz. Konzertreise des Berliner Lynagogenchors Ter L y at-a g o g e n ch o r der Berliner i ü d ist ch e ii G e m-e i n d e, dem. ehemalige Chor- Mitglieder der Derkruer Bühnen eingereiht wurden, hat auf seiner Enropa-Tournee sein e r-st o s- K v n° zert in- Paris gegeben, und dort, wie uns -gesrhriebenhvird,' einen ganz großen Erfolg errungen. Tie große Ptriser Presse widwet dem erstmaligen Anftreten des Ehors in bim französischen Hatiptsladt begeistertl'.lltjtiken, die besonders mich dom Tirigenten .Ben ja min, Lpvtt gelten. 'Man vergleicht allgentein den jüdjschenGhor. der synagogale Mnsik und jüdische Volkslieder znm Vortrag brachte, .iit:steinen Leistungen tritt-de».Ton-.llosaken.-'-Tast'"- uian dieses -tlonzert durch eine im allgemeinen sehr gemäßigte Rede Louis Varthons zu einer politischen Dentonstration benutzen wollte,'stag nichPstn der - Absicht der Berliner jiidischen Länger nnd ihres . Tirigenten. die am 18. .November in Brüssel -stvnzertiereu werden. — ger. ,,£a Maternclle". Die Ufa zeigt nnter dem deutschen Namen „Mutterhände" den französischen' Film „La'Vchtörnclle" in der deutschen Bearbeitung von Rohrtstcin-Wcrther. Das Buch ist nach dem Rpmans,Fia Ätaternelle" von Benoit, die- Lpiel« leitu'ng liegt in den Händen Von Jean' Benoit Levh. Ein Film , von^ unerhörter. Eindringlichkeit, von v Lebendigkeit des Lpjelsj Tiefe des Gefühls. Ein hohes '- Lred -auf die. seelische .und geistige.. Mütterlichkeit, -dwunabhängig von der physischen' Mütterlichkeit ist. GeschtMckvoll wird bei aller Leütimentalität des Ltosfes jede Uebertreibung in Mirnik -mid Bewegung vermieden, llnvergeßlid) das Lpiel der kleinen Paulelte Flamberi. ' Ebenso' unvetgeßlich die tmbelnmmcrte.' bei allem Elend graziöse Berspieltheit dcr übrigen Kinder.' M. E. . Kabarett im Cafe Leon Einige mitefnehitmitgsfrelldige junge citfiiieu haben den großen Laal des Gafo L6on für Lonnlag nachmittags und abends mit Beschlag belegt und veranstalten dort mit ivechselndem Programm Kabarettvorstclttmgen jüdischer .Künstler -mr jüdisches Pnblllum.. Eine Iazstapellc.spielt znm Tmiz nnd hnitderte junger judiseltcr tütenschen folgen beiit Rtif der Acnsik. Alan wäre versucht, ernstiiafte Prinzipielle Erörtern!,gen darüber anznstellen. vb diese Art der Geselligkeit heute iimerhatb des demschen Judentums eiue'Daseinsberechtigung hat. Ter Erfolg spricht für die Veranstalter lind gegen die. die sich in diesen Zeiten auch nur als Beobachter in solchen Rahmennicht eiuzusügen vermögen.- ^SSS5rL§:^S " Gemeinschaft jüdischem Künstler, Hamburg. - Tie itällisien Lckaw'vielnbende sind für dcn 27.. '2t. iiiib-,29. rllvtn-inber voraescben nnd linden, tvie immer, ini (Sabriet-Riejser-Taat des Tempels, .Ha,nbura. Tberßre.hc INN 29 Ubr 89 MJiin. ,'iaLt. chur eUlsil'lbrima belangen an allen drei Abenden „In Ewigleit Z'tinett". ein einaktiges Lchansplel von dem erst var IalireRrift verstarbenen Wiener Tichler und Lnrgldeaterdirelwr ... Anton .WildganS,minie - „Ahasver"',- Llliäm'piel in einem Aiif;ilg von Hermann -Leiiermans. dem großen Itolländbctien Dramatiker jiidischen Glauben». Eintrittskarten zmn Preis von 1 ,tK) 9iin und 1,30 A2.it für ninnerierle Plätze nnd 0.8.7 ABI für tininuneriette- Plätze sind in den Vvrt'erraiiisslellen im Ten-Pelbära. Anchbandlnng Glogan, Vt'icherstnbe btvthenbatimchunnsee- 12, und in der Geschäilsstelle dcr „Gemein- . Ichau »ldocher Künstler",. Hamburg »37, Hagedonrslraße 81, Tel.: üö 59 29 zn haben. . ' Das erste 'Häüskonzert der "Freunde schüngctniger Mltstk^ findet - aut 18. lllovember, abends 8. Uhr. in der Wohnung von Moritz A. Lveb, Berlin . W 15,„ Fasanenstr. Üs, stall. Vliuvirkende: Lcilla lltnette,' Toni 'Llo'ch, rrabl Giesen, Joe G l a tz . . Kurt Levin. Karlen znm Preise vo.u 1.20 RM bei Karl Giesen. NW 21, Oldenburger Llratze Nr. 19III, und an der Abendkasse. Pwaramm: Quartette von Hahdn und Lchumann, Konzert von Brendcl^-- ohn, für V-olinsvlo, Lieder von Lchubert Ltre.nß Pnccnn.