Mannheim
Compact Memory

Central-Verein-Zeitung · 1933-11-02 · 42 (2.11.1933) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
12 (1933)
Issue
42 (2.11.1933)
Date
1933-11-02
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
80% known words query
IRI
…/2277379-2277993-2278035--08187-2289161
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

^GtiCBÜQJ hxi Schmitt, beiw einer Berufung an , 'Jfii* Universität des Mcidjeö folgt, hat feine M-fifi Höer ben ..Begriff des Politischen" dem eines Tyreunbei gewidmet, der im ■ii iiiii lM7 beim Sturm auf Moneelul ge- Jede Beile dieser wissenschaftlichen Handlung, die aus knappen 60 Seiten die 7,mime umfassender Stubien und wcltmnnmiuu-nocr Betrachtungen zusaiumeudräugt. ,1 i,u Zeichen des Kriegserlebnisses, das v,i geilgem'ssen wie den Machgeborenen das iurchtcrrcgende Haupt der Medusa ohne ^aigillung zeigte. las 10. Jahrhundert, „dieses mit Jlluipimn* inib Betrug ungefüllte Säknttnn"! ^äl'wu hat es geglaubt, woran hält sich „bis lKIj den heutigen Tag das offizielle liberal- >i,^>alra!isaie Frankreich imd alle von ihm ge> geistigen lind fwlitischeu Vasallen"? üa sian-es Jahrhundert politischer Theorien „it, iiffnjiumcjt" lägt sich, so sagt der neue JaWrcchislchrer der Berliner Universität, ■inj srngeiide llieiljc znrnckführen: 'in-ihrif.i's-priiil'iviti l ( Feudalismus. Rech. "üD iVuinmit besiegen tion lludGetvalt- J l tätigkeit miöt'ii mit verbunden mit ÄU'.1'.üj. Judu- ) mcm f Staat. Atvirp und .lüMiub IiMmif i \ Poliiil iriu'nn'liti)M) nftiu als ilivlnmciitiuivimio f ~ n f Absolutismus und i,iid7üliisüon > { 1 it'ialiir. iv^rn fnfdic Proguweu führt Schmitt die '--iiirungen der lebten Jahre ins Treffen, jic Äirtschasl", so sagt er unter anderem. .iilt uns nicht mehr von selbst als ein Reich '\rrineit: die Technik dient nicht nur der i.iglichieit lind dein Komfort, sondern ebenso;mr der Bwdukiion gefährlicher Waffen und .'iimnnneiite; ihr Fortschritt bewirkt leider nicht jrlbit die humanitär-mvralischo Bervolt- /ummung. die man sich im 18. Ialwhniidert , chunchritt gedacht hat. und ein Motorrad-- chnr ist nicht etiva — fraft der fortschriltr B-irkung der höheren Technik — von "t -.m l)mnnncver Typus als ein Postillon w b- Sir haben schließlich auch er- ■mu, daß eine technische Ralionalisiernng ' Gcgcnicil einer ökonomischen Rationäliaung iein kann." Und die Besiegung des Krieges? Tie .friedlichen" Methoden der Kreditsperre, Roh '!"fl>erre. Währnngszerrnttung können unter -legide des Böllerbnndes durch Hunger- ''leäaden verstärkt werden. Dazu kommen hnnmen, Sanktionen. Straferpeditionen, ni'g-.mngen mit der letzten Konsequenz strcuzzugs, der nicht nur mit den techmdmnmcncn Bütteln gewaltsamer -M'Mer Tötung, sondern auch mit den •leimten M'assen einer Greuelhetze geführt;iv^. bco Pluralismus, „die am besten zu der in: wesentkchen liberalen Denkweise der Zweiten toziatistisehen Internationale passte". „Ter einzelne Mensch lebt in zahlreichen verschiede- . fosialen Bindungen nnd Aerbindnngen, als Biitglied einer Religionsgesellschaft, einer .'cation. eitler Gewerkschaft, einer politischen Partei, einer Familie, eines Sportklubs, eines Maates ^katholische Kirche und soziauitlsche Gewerkschaft schließen eine originelle Allianz, binde in gemeinsamem Gegensatz gegen den ctaat. „Bismarcks Feinde konnten sich nach dem Zusammenbruch seines Oieichtz 1018 in bie Stühle des monarchischen Bundesstaats^ setzen, als Residuen von Kulturkampf nnd Sozialistengesetz noch I-l Jahre lveiter leben und einen pluralistischen Parteienbimdesstaat bilden." „Derartige Pluralismen sind möglich, solange der Staat als liberaler Rechtsstaat gelähmt ist nnd jedem echten Kon-- slittsfall ans dem Wege geht." Ter wirkliche Staat dagegen, der daS sim belli beansprucht, das Recht der Beftiunnmtg ichvr dem .Kriegsfall, bestimmt in kritischen Situationen als politische Einheit von sich ans auch den „inneren Feind", gegen den „schärfere oder mildere, ipso facto eintretende oder ailf Grund von Sondergesehen justizförmig wirksame, offene oder in genereilen Umschreibungen bersteckte Arten der A'echttmg. des Bannes, der Profeription, Friedloslegung, hors la loi-Setznng" gellen. Tiefe „irmerstach-. licye Femdcrtlärnng" ist dann „entweder die Herstellung der Gleichartigkeit nnd der politischen Einheit oder se nach dem Verhalten des zum Staatsfeind Erklärten das Zeichen des Bürgerkrieges". Es ist selbstverständlich, das; das Politisch geeinte Volk nur ans einem „gerechten Grunde" Krieg führt, „das heißt nur gegen einen wirklichen Feind". Wer dieser Feind ist. muß es „selber durch eigene Entscheidung und auf eigene Gefahr bestimmen". Wäßt es sich snstizsörrnig oder irgendwie von einem Fremden vorschreiben, wer sein Feind ist und gegen wen es kämpfen darf oder nicht, so ist es kein politisch freies Volk mehr nnd einem andern politischen Svstem ein- oder untergeordnet. Ein Krieg hat seinen Sinn nicht darin, daß er für Ideale oder Rechtsnormen., sondern darin, daß er gegen einen wirklichen Feind geführt wird." ..Es wäre tölpelhaft," so erläutert Schmitt, „zu glauben, ein wehrloses Volk habe nur noch Freunde, und eine kraputose Berechnung, der Feind könnte vielleicht durch Widerstands-- losigkeit gerührt werden. Dadurch, daß ein Volk nicht mehr die Kraft oder den Willen hat, sich in der Sphäre des Politischen zu hasten, berschwivdot da8 Politische nicht ans der Welt. ES verschwindet nur ein schwaches Volk." Mach einer Definition des Völkerbuttdes sagt Schmitt weiter: „Die Genfer Soci^tö hebt die Möglichkeit von Kriegen nicht auf, so ivenig wie sie Staaten anfhebt. Sie führt neue Möglichkeiten von Kriegen ein, erlaubt Kriege, fördert Koalitionskriege und beseitigt eine Reihe von Hemmungen des Krieges dadurch, daß sie gewisse Kriege legitimiert nnd sanktioniert." Und wenn wirklich eine Wel t« einheit möglich wäre — sie wäre „weder Staat, noch Reich, noch Jmperirnn. weder Republik noch Monarchie, weder Aristokratie noch Demokratie, iveder Schutz noch (iöehorsaln, weder Herrschaft noch Unterordnung" ~~ waS wäre dann? „Welchen Menschen würde die furchtbare Macht, die mit einer erdumfafseiwen wirtschaftlichen und technischen Zentralisation verbunden ist. znsallen?" Schließlich die fundamentale Frage: Ist der Mensch „vorr Matur böse" oder „von Matllr gut?" Schuiitt hat sich mit dieser Frage besonders ausführlich in seiner „Politischen Theologie" beschäftigt. Hier zitiert er vor allem den Spanier Donvso EorteS, diesen verpveiselton Verächter der Mcnschennatnr. der den Weg der Menschheit durch dw Geschichte durch da§ surstsibare Bild kemiztichnot: „ettte Herde von Blinden, geführt von einem Blinden, der sich an einem Stock weite, rtastet". „Sobald Eortes erkannte, daß die Monarchie zn Ende ist. weil es keine Könige' mehr gibt nnd keiner den Mut haben tvürde, anders als durch den Willen des Volkes König zn sein, verlangte er die D i k t a t u r ", um für den Endkamps mit dem Bösen „eine nicht diskutierende, sich nicht rechtfertigende absolute Entscheidung" zu sichern. Für diese Entsctzeiduug gilt nach de Mtaistre der theologische Grundsatz der Unfehlbarkeit, weil es „gerade in den wichtigsten Dingen wichtiger ist, daß entschieden wird, als wie entschieden wird". Wie weit Earl Schmitt sich solche DoUriueu zu eigen macht, kann dahingestellt bleibcu. Daß er ein Feittd wortprtmkender Sophistik ist, hat seine Arbeit über die „Politisst)e Romantik" gezeigt, die )ldam Müllers Staatslehre mit vernichtenden Argumenten ablehnt. Seine Sprache ist von gehämmerter Prägnanz. Er sucht mit nnbeirrbarer Konsequenz die Dezisivu, die eittdentige Entscheidung. Uttd mag er als Gelehrter auch in der äußeren Form limter dem (Kegenstattd zurücktreteu, so ist doch ossiitkuttdig, daß er sich ztt der Reihe pvliiisctjer Denker zählt, die leine Rücksicht auf die Mer von ihrer rnhebedürftigen Mitmettschen nehmen und darauf gefaßt sind, „doß ihre klaren Erkettntnisse politischer Phänomene und Wahrheiten als unmoralisch, uttökonomisch, ttnwissettschaftlich und vor allem als bekämpfenstnerte Tetn'elei difsamiert werden". m hclit das Weltbild aus, das Karl Vi>it! ois Hintergrund malt, wenn er die '"Ki>' stellt und beantwortet: was ist polt- U ä .' Tos Eni scheidende bei dem Begriff 'öc.li!ijchen ist „das Bewußtsein des Erusi- Ws Konsequenz einer „in Krieg oder ■i’Miition ßeh äußernden Frennd - Fei n d- "kuppierung". Das Wort des Evan- ( lbch. dns gebietet, den Feind zu liebelt, bcj hi'ii nicht auf den politischen Feind, sonm .nn den privaten Gegner. „Man braucht die politischen Feinde seines Volkes für ''si'che Freunde zn halten und gegen sein "V;iU’- Volk zu unterstützen." Krie g ist dttrchans nicht Ziel nnd oder gar Inhalt der Politik, wohl aber a^:* rca^c Möglichkeit immer vor- Boranssetzmtg, die das rnettschliche '"Vm und Denken in eigenartiger Weise be° 'vt und dadurch ein spezifisch politisches '^-"Utcn betvirkt. .die Kriege", so ergänzt Schrni? ^iuütion. „heute nicht mehr so zahlrei ohVhglich sind, lpte früher, so haben! z l "i gleichem oder vielleicht itoch stärkere uvie an übertoältigendcr totaler Wucht z n VMINLN. wie sie an zahlentnässtger Hättfi >lnd AlltägUehkeit abgettontmen haben." ioIöt daraus? „Jttsolge der Orte nti'i^o °U ^Cln "^glichen Ernstfall des cff< fi' 'fan.1^e^ ne'tieu einen cssektwen Feind tvluiiche Einheit notwendig entweder i oder Feindgruppierung;n a i«! ^ochLinh^it und in diesem (ni lrgertdLtnem absolttttstischen) Singe sout 0 ei' sie ist überhaupt nicht Vorhände: lÄ*??'N'tetenstaat, der von 1919 l i Deutschland herrschte, galt die Theoi Ns ©tief tut GMel Oc|ee Das Rovembcrheft dcS „Morgen" wird eine Reihe außerordentlich wertvoller Arbeiten, u. a. von Kurl Will, Ludwig Feuchl-- wanger, Julius B ab eulhalteu. Wir verösfentlichen nae!)stchend einen Aoschuilt aus ei nein Brief Johann Jaeobvs an Gabriel Rießer. Ter Bric'sivechsel. der zum erstenmal der Oesfeutlichtest zugänglich gemacht wird, führt misten in die Gedankenwelt der frühen Emanzipation hinein. „Dett 29. Soptentber 1832. Werthester Herr Doctor. Gleiche Gefühle und nbereinstimmertde- Denkttttgsart haben die Meitschen von jeher enger verknüpft, als persönliclie Bekantttsck>:st und sonstige Wechselverhältnisse cL vermochten. Ohne alle Förmlichkeit nnd fern von der kleinlichen Scheu vor möglicher Mißdetttting spreche ich daher zu Jhttert. zwar imgekaitnt zu Uitgekatnttem. aber gleichgesirntt zu Glnchnefiuntem. Es ist ba* rege Interesse an einer oon Ihnen so schön vertheidigtett Sache, welches mich drättgt, Ihnen einige Worte dattkbarer Anerketttutttg ztikotnrnen zu lassen. AlS Jude geboren und aus wahrer Ueberzengtmg an der Lehre meiner Reltgton sesthalteitd, hatte ich schon frühe mit nmntttgsachett gesellschastlichen und bürgerlichen Mißoerhältntssen ut kämpfen; dtirch ein empörendes Bortirtetl Ändersglanbettder sah ich ntem Streben pftmaiÄ gehemmt, meine schönsten Hoffnungen zerstört und mich überall in den Ansprüchen, die jeder an das Leben zn machen berechstgt ist gekränkt und beeinträchtigt. Trauer über bersehlte Lebertsrichtung uttd manclfe harte Erfahrung ließen mich bald den Blick von meinem iltdividuellen Verhältnis aus das Allgemeine richten, und mit tiefem Uttwillen die erniedrigettde Stellung meinet Glaubensgenossen überhaupt gewahr werden. Seitdem dies Bewusstsein in meinem Innern erwuchs, seitdeu: der Schmerz nitverpienter Zurücksetzamg dttrch das Gefühl der Ohnntacht zmn Uttntnthe (?) gesteigert mich überall verfolgte, ward mir der Gennttß jeder Freude getnibt, uttd die heftigste Sehnsttcht nach einer bessern Zttknnft erregt. Doch wozt: Ihnen, der gleiches empfindet und sicher atich gleiches im Leben erfahren, das Peittliche des Zttstands schildern? Sic kennen den Herzzerreißendelt Lcl)tnerz ebenso gut und vermögen ihn besser als ich in freintüthig-lrästiger Sprache auszttdrücken. Die ersten Blätter Ihrer Zeitschrift waren mir hievon ein deutlicher Betveis. Mit verständnisinniger Freude habe ich Ihre mtsthige Protestation gegen vielhtmdertjährige Unöilde gelesen; ein würdiger Vertreter der Wahrheit haben Sie gezeigt, daß nur durch Verachtmtg unser Volk verächtlich getvprden, daß alles Fehlen der Ittden nothtvendige Folge des Fluchs ist, mit dem nur eine hintmelschreiettde Ungerechtigkeit sie belasten könnte, daß allein Anfhebtmg der Ursael)e die Wirkung anszttheben. einzig und allein die bürgerliche Gleichstellung Selbstgefühl ttnd Mettschettwürde der verführten Mettge wiederzttgeben im Stande sei. Wenn Sie durch das edle Unternehmen sich Anspruch ans den Tank jedes Menschenfretmdes ertvorben; so thut es mir innig wohl Ihnen, hier für mein Theil^di? Dankbarkeit zu bezeigen, tvelche meine Gsaubonßgenossen msgesammt Ihnen schulden. Von Herzen wünsche ich Ihrem Strebet Geltngctt!.. .* Der „Morgen“ ist durch den, PhiloiVerlctg, Berlin W15, Pariser Strasse 44, ” zum Preise von 2 RM pr& Heft zu beziehen Bon Rechtsanwalt Dr. Rofcnal, Bremen UlUMUelWUiRiSS!!? Ein jüdischer Angestelltcr, der ursprünglich eine mislöndischc Ljoatsniiqcböriqfcil beiefii'u und in dce Armee seines nuslnudischen Ltnntes auch aktiv gedienl hatte, hatte sich bei Ausbruch des nrioües Irieqcfreiwillig in die deutsche Armee gemeldet und. um angenommen iverd. n zn tonnen, müuralisieri'n. laßen. Er kam alsdann schiver verlept aus dem Kriege zurück. Er ist fetzt von feinem llisternehmru als Nichtaricr gekündigt worden, ohne daß die nach K lll des Gesetzes über die Beschäitigmig Tchwerbkschadigier erforderliche Zustimmung der Haupifürsorgesteltc beantragt und erteilt tvorden wäre. Bemühungen des Angestellten um ülücknalunc der Kündigung blieben erfolglos, da die Arveitgeberiir ertlärte. sie wolle in ihrem Unternehmen nur ariilhe. Kräfte beschäftigen. Ter Angesielllc berier sich nunmehr auf den erwähnten £ IN des ^chwerbeschädig' iengksetz.es. Tie Arbeitgeberin beantragte darauihiir bei der Eauptsürsorgestellc «der KriegsbeschwigleN' und Kriegshinterbliebenensürsorge) die 'Zustimmung zur Kündigung, und zwar mit Rüesioirlung ans den Tag des ersten Auss'prtichs derselben. Tem Anträge wurde die Erklärung hinzugenigt, die Firma sei bereit, au Stelle des einen gelündigten Schwerbeschädigten zivei andere Tchioerbeschädigre au-ctauschweise einstellen zu wollen. Tie Hauhtsürsorgei'lelle erteilte die Zw'timnnmg, lehnte jedoch die beantragte bdielwirluitg ab. Ta der Angestellte .gilndiguugshhus! genießt, batte also nmunchr das Tienstverhnlinis mit dein Tchlnß des nächsten Nalendervierteljahres sein Emde gesundeit. Ter Angestellte legte aber Beschtverd" beitn Lchiverbeßhädigtenansschuß ein mit denr Hin> rveis. daß er, der er als Jude gelimdigt ivordeit sei, gerade als Jude zurzeit eine attdere Beschäftigung nicht werde finden können. Ter Z ch >o erbe s ch ä d i g t e n a n s s ll) u »; h c> l' auf die tztz-ßhioerde mit Entsltieidinig oo»r 20. Oktober Istill in einstimmigem Beschluß die Entscheidung der Haupts ü r s o r g e ■ ft die, mit welcher die Justimmiing zur Kündigung des Schwcrbeschädigteir ztvecks Austausches erteilt worden war. a n f und gab der Blchtztvorde u. a. mit folgender Begründnirg statt: ..Ter Beschwerdeführer hat den Aachuwis' erbracht, daß cr . . . sich hat naniraliücren laücit. sich freiwillig zmu Nriegsdiemst uicidebc und schlverbeschädigter Fronttämpfer ist. Tar Gesetz zur Wiederherstellung des Berussbeamientums läßt das Verbleiben nichtariwzer Brauner, wenn sie aui Nriege teilgenounncu haben, im Ltaatsdienst zu. Rach Ansicht des Lchwerbeschädigteit-Aiisschusics wäre es »m billig, wenn einem Prwatange'teliten nicht die gleiche Behandlung wie einem nichtarischet« Ttaalsb^unten bztv. -Angeitellteit pueil würde, lediglich der llntstand, daß der Tctuvrrbefchädigte 1. Jude ist/ laon dirher seine Niindigung niärl rechliertigeu . . . Ter Sch»verbesehädigten-Anssä,uß >>at wiueu Grund geiehen. den nichcarisihrn fchiveroesüchdigterr BeschUoerdeführer ander-.- zn behandeln als airdere Lchwertriegshesehädlgle . . ." MYWlW'MWlWMWel' MM N M MfjSSÄßir Am 22. Oktober fand in Düfselborf die Tagung des Rheinisch-Westfälischen llcabbinerverbaitdes statt. Mach einem Referat des derzeitigen Vorsitzenden, Rabbiner Dr. Hahn, Essen, über die „Reichsvertretnng der deirtscheu Inden" nahm die Bersattilnlnng einstimmig folgertde Entschließung an: „Der Rheinisch-Westfälische Rabbiner- Verband begrilfst es mit dankbarer Freude, daß unter Führung des Kollegen Baeck eine von den ausschlaggebenden Richtungen des ' deutschen Judentums anerkannte Reichsvertretnng der denlschen Inden znstandegelominen ist. Er ist geivillt. der langersehntert einheitlichen Führung Folge zn leinen. Er erwartet von jedem deutschen I;kden, daß er von nun an in allen Fragen, die die Gesamtheit betreffen, keine Schritte unternimnit, die mehr vorher ausdrücklich durch die sFnhrnng gebilligt wurden. Er sieht in einer solchen Haltung die Verwirklichung der Disziplin, die seit langem von allen Richtungen des deutschen Judentums gefordert wird." Krirgsteilncllmrr auö Lvcstsalcn. Tal- Ehrenmal auf bciu Lübwesstriedhus in Essen, da» zu Gären der in den Llärztagen.IföO im Tienste der Essener Ein-' wvhnerwehr im /iamps gegeir bic R n t - a a t b i st c n Gefallenen errichtet worden ist. trättz die lllamen der 18 bei bieten .bänw'en Gefallenen. Unter ihnen be'inden sich zwei Juden, fhntt N rt j s a u und Oskar 2 rti ö n r e [ b. Ter „Essener Anwiger". der in seiner Nummer vom üb. Llwber UM eine Abbildung dieses Ehrenmals verösstmlich'., nennt auch diese Namen. Berichtigung. In dem Aiomh „Tvengler über Judentum und Ehristentum" von Tr. Jgna; Niavbäum «Jranlfurt an der Odcrl in der vorigen Nummer der „G. V.-Jeitung" mut; es in der dritten Lvalte statt „glückliche Erlißc": „glücklose Größe" licillen. Glaubrng t. V., Äerlin W 15, Eniser Strahe 4ü. Tel.-Adr.: u» rBerlin." Fernsprecher: J 2 plion 6H.»4-~57. Vostschrck: Berlin bUi 72. La>ipl,chr!fUeN-.-r! D r. A t. freh Hteschberg. Verantmorllich: D r. L>I ä r g y . k« t a .d e l h e i m. Beide Berlin W 15. — Unverlangte .?,?u, une ipetben nur zurückgeland), wenn Frciumschlag veiliegt, — Bcialllwartlich silr den Airreiacnteil: Fried' rich Nathan, Berlin. — Druck der Nudals Müsse Stiftung G. m. b. L., Berlin >>ZV 1l>c>. Anzeigettannahme; Bsrlin Vi 15, Lmser Etr. 42.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.