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Central-Verein-Zeitung · 1933-10-26 · 41 (26.10.1933) · p. [Seite]

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
12 (1933)
Issue
41 (26.10.1933)
Date
1933-10-26
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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S»@I« DU M»tzN E® EÄMLN Von Lr. Ignaz Araybaum-Aranksurk a. HZ. -pcnölcv‘3 neuestes Buch „Jahve der Ent- 1- Teil, Deutschland und die welt- J,„icht!iche Cyntuücfluna' 3«flt feine« Arrtvr ,ioir in seiner scharf geschnittenen Pllyßog- „„je Speugler ist mitten in rmserer Kegen- ‘ t jii, Ntensehentyp, wie er einst voll ansil.er.ich im antiken Nom 311 Hause war. Nach ,4 ilntcvoaua Noms ist das Christentum ,j„ nicht wegzudimlender Teil deS Abendgeworden. Der Besitzer der Beacht be^ .muidet als „christlicher Staatsmann" nicht L. tmnlj Stgntsllngyeit, funbern aiirl) durch öil. lu)V Gott sich verantwortende Gewissen j‘in0 'iiUiPiu'ii. Damit wurde der Typus vor- WvvirlH’n^- bl'l! f°jlic -J‘ntl)t nf* ill'U "lnm olü;U,, <e,iinden" anvertrant ansieht. Spengler ju'[)i loieder die Dinge an. wie mau sie 'j„it in Wo nt angesehen hat. Vor den: Römer ,l„e die von Judäa ausgehenden Gedanken, iojciu sie sich dem Imperium einfngen, wohln'L’ilii'nb nnd anch nengierig betrachtete Senti- ' Sofern aber der kalte Herrscherblick kjJ t*' va.-v v -afs*/- ist cröblnet Jeder C.V.er kauft G e s ch e n Ec w 0 r k e Fachliforafur JudaSco k /:cp55s ia±ü oder bestellt sie durch die Post. — Beratung und Besichtigung unverbindlich. Philo Verlag u. Buchhandlung W15, Pariser Str. 44 Tel. J2 Oliva 1375 eine her römischen widersprechende Wertewmmg bemerkt, mirb sachlich ohne Haß, über mit unbeirrbarer Konsequenz das Urteil tUMpvorljcn. Spengler sieht mir Brächte. die im'f sind oder schwaäi sind. Andere Werte iiiint er nicht. Seine Wertordnung ist wieder de des Römers von einst. Das Christentum ii.'ilt er nur von nutzen, gleichsam architekieiiisch: als ivunderbaren Einbau in die .iRudländische Welt, als eine anzuerkennende 'üt. heu Witten durch Entsagung zu noch Heileren Leistungen anznseucrn. Hier „läutmr" z>i sogen, wäre schon nicht mehr in inom cinuc: Witte bleibt Wille, nämlich Rute zur Macht. Nur mit Bewunderung laim man Spenglers Diktion folgen. Hier in dein deutschen Geist ein Mann geschenkt, Rr wieder das, was einst die Grötze Noms war, neu verkörpert. Spengler ist ein -viüoriker, der sich mit mönchischem Fleiß das Ae.lerial aneignet nnd all den Herrschern >md Politikern wie ein Feldherr gegenüberder bei seiner Truppe nur die Bell'gziuigen nnd Leistungen im Auge hat und rt,,d) die Toten nur zählt, um seine ihm noch Miebenen ilraffc zu übersehen. „Geschichte nt Eesehiehte der Macht." „Der Heilige gehört fuchi in die Geschichte." ..Ter Mensch ist ein Ru,h.irr/' Wen habe ich damit beleidigt? iing! Spengler. Das Raubtier gehört zu den Rlrn Tieren. Ist die weiße Rasse noch so „in '""an" ein Ansdrmt, den Spengler liebt, Jid her ihm alle moralische Bewertung im riiine de« Judentums nnd des Christentums hNliehrlich macht —, das; sie dieses BertR'ilhe« ivnrdig ist? Spengler gehört also in s'nie geistige Nachfolge zu Nietzsche, dem Berichler des „Antichrist". ' Wenn aber Nietzsche. ''}* Piarrerssohn, über seine Sicht ivahnchuiig wurde — Spengler ist gesund. Das R'vsil Spenglers, das auf.einem vom Ververbreiteten Prospekt zu sehen ist. gleicht?.cm Kops, wie er sich auf den Münzen zur ' "t der Cäsaren findet, jener Zeit, deren nwr-b Heraufkommen Spengler als Geschicht- .;.!^'^r der Gegemvart kommen sieht. Der Har ist Lenker der Macht und zivar meister- Mter Lenker. So schildert ihn Spengler. Er 'Mrscheidet ihn vom Programmatiter, der cuu'm Programm besessen und dadurch au ^ie eigentliche Ausgabe des lirfp ■* ' ^cr Macht. Grenzen und Mag- I eiten genau im Auge behaltend, zu Han» ■HC!-'Jlav 11 kommt. Es entsteht in dieser ^ch°» Sphäre eine heidnische Huma- >J’ Ö1C ^^uschen nicht zu nahe kommt, fiortm CV 2i)ett' die auf Befehl und Geist. nicht stört. Diese manltat ist heidnische zu nennen, denn sie kennt das Veto der jüdischen und christlichen Moral nicht. Der Mensch ist in seiner UcLerzahl nur Baustein, den das Herrschergenie zu seinem Ziele braucht. Die Einmaligkeit der Person, die. in allem, ivas Menschenantlitz trägt, an Gott erinnert und mahnt, sieht Spengler nicht. Er sieht nur große Menschen, die er bewundert, und Masse, die er verachtet. Aber seine heidnische Humanität kennt jene Vorurteilslosigkeit, die die Römer auch besaßen, und die eine asfektfreie Anerkennung des fremden Geistes ist. Diese Vorurteilslosigkeit hat jene Universalität geschasfen, die das Weltreich der Cäsaren kennzeichnete. Das affektfreie Geltenlassen des Menschen, dem antzerhalb des Spannnngs-- feldes der Macht in kultureller und religiöser Beziehung Freiheit gelassen ivird, ist daS in dieser heidnischen Humanität, was Den Nainen von der „Gerechtigkeit des Heidentinns" verdient. Diese Gerechtigkeit —> die nicht jene ist, von der Jude und Christ Nüssen — ist nichts Geringeres. Spengler besitzt sie. Er sicht in genialischer Sicht die heutige" Weltlage. Auf die entscheidenden Gegensätze ■ kommt es ihm an, von denen die künftigen Gestaltungen abhängen werden. In dieser Sorge um die großen Entscheidungen spricht' ervon dem Gegensatz znüschen weißen nnd ' farbigen Völkern. Asien ist erwacht! Damit entsteht eine noch nicht genügend gesehene: Solidarität der weißen Völker. Deshalb wohl . — so darf man schließen — weil der Jude zur weißen Nasse gehört, ist Spengler nicht Antisemit. Spenglers Nassebegriss lehnt die darwinistische, also materialistische Rassen nfsassung ab. Es kommt auf die starke Rasse an, da reine Rasse heute unter den geschichtlichen Völkern nicht mehr vorhanden Ist. Immer und gern haben sich starke, znknnftssichcre Geschlechter einen Fremden eingegliedert, wenn er „von Rasse" war, gleichgültig, zu welcher Rasse er gehörte. Spengler unter-. scheidet nämlich die Rasse- „die man hat", von der Rasse, „zu der man gehört". Dort, wo Spengler die großen, im konservativen Sinne wirkenden Staatsmänner voll Anerkennung nennt, erwähnt er neben Burke, Hegel und Bisiuarck — Disraeli. Der Kampf gegen den Bolschewismus erfährt durch Spenglers historische Analyse neue Gesichtspunkte. Spengler setzt Bolschewismus und das heutige Rußland, wo er bereits neue Ansätze zu echter Herrschastssorm bemerkt, nicht in eins. Die bolschewistische Revolution beginnt nicht mit der russische« bon '1917, sondern' gehört in' jene Auflösungsbewegung, die durch ganz Europa geht, und die 1789 von Frankreich ihren Ausgang genommen hat. Die französische Rcvvlntion ist der Anfang des Bolschewismus. Die Diskussion über den Bolschewismus muß damit ganz neue Probleme berücksichtigen. Nach Spengler, der alle politische Zielsetzung um den starken, kriegStüchtigen Staat kreisen läßt — Weltgeschichte ist Kriegsgeschichte, sagt er — minderten die Revolutionen seit 1780 die Hoheit des Staates. Das eigene Gesellschastsinteresse in der Emanzipation des Bürgers und Arbeiters war nicht das Staatsinteresse. Was ist vom ganzen Kamps der beiden Gracchen für die antike Welt Md* bend gewesen? Spengler antwortet — und man darf hier dem Historiker glauben —: nichts. Rom hatte andere Ausgaben. Das Interesse des Staates ist einzig seine Macht und Größe. Das Glück der einzelnen Gesellschastsschicht darf diesem Staat«ziel Nebensache sein. Die g l ü ck l i ch e Größe, von der Spengler spricht, ist ein Ideal, zu dem sich die größten Römer bekannt hätten. Jedoch Rom ist nicht das einzige Vorbild, das die Ätenschen der weißen Rasse vor sich hinstellen. Das darf Spengler entgegengehalten loerden. Ist das Christentum nur ein Traum gewesen, der ansgeträumt ist, wenn jetzt für die weiße Rasse — um mit Spengler zu reden —die cäsaristische Epoche beginnt? Das Christentum ist Spengler, dem Herold des Cäsarismus, nichts, vor dem sein kühner, aber kalter Blick mit Kritik zurückhielte. Er wagt es niederzuschreiben, daß Gedankcngänge der christlichen Theologie im Zusammenhang mit dein Bolschewismus stehen. Die Theologie wird sich nun mit Spengler, der in den utopistischen und revolutionären Systemen von Thomas Nwrus und Adam Smith bis zur Gegenwart jüdisch-christliche Wertsetzungen, Gedankengänge der christlichen Dogmatik vorznfinden behauptet, anseinandersetzen müssen. Der Rtarxismus ist schon lange ans der Anklagebank. Spengler war unter seinen ersten Anklägern. Jetzt zitiert er den sonst vom Antisemitisinus als „jüdisch" bczeichneten Atarxismus zusammen mit der christlichen Theologie ans die Anklagebank. Das ist eine für uns Juden neue Situation. Es wird für uns wichtig sein, zu verfolgen, wie die christliche Theologie darauf reagiert, weil hier ihre eigene Verteidigung anch eine Verteidigung des Judentums sein kann. Die jüdische Theologie aber wird sich rüsten müssen, dieses hier entstehende Glaubensgcspräch zu verstehen. Tenn in dem Schatze des jüdischen Glaubens wird Wichtiges zu finden fein, das hier bcigestcuert werden kann. irofl0 f? 0 Mqcls Am Haus Carossa In einem dem Dichter Hans Earvssa geundnieten Aussatz (..'Deutsches Bollstum", 1. Okt.^Heft ]ti:):i) nimmt Dr. H e l l m u t h L a n g e n b n ch r r daran Anstoß, daß in dem „Buche des Dankes für Hans Earossa" neben ..so deutschen Dichtern wie Paul Alverdes oder Blllinger auch jüdisches Berelirerpublitnm einiaermaßen anffätliq zu Work kommt". Lanzenbncher chht seiner Verwunderung Ausdruck, daß Stefan Zweig, „ein geistiger ^Jude, dessen Rassengenvssen in der vergangenen Zeit mit großem Eifer und Lärm gegen alles spezifisch, Deutsche in Dichtung und vumst z» Felde zogen., einem Dichter, dessen Teutschyeit außer Zweifel steht, überschivänglßches, auch nach Abzug der mm uötigcn, lchbriden -^upcrlativistik noch genug überschwängliches Lob spendet". — Langenbuchers an siel, schöner Atissatz zollt dem. DichterDarossa hohe Achtling. Leider ist jedoch jene'. Achtung nicht iveitberzig genug, um die edle Beziehung zwischen Earossa nnd Stefan Zweig und Alfred B.ombert zu begreifen. Wenn jüdische Verehrer nnd Freunde Carassa itivcn Dank anösprachen, so wollten sie dem geliebten Dichter ebenso hingebend dieiien, ivre cs — um mir die bekanntesten- Beispiele beraiisz»greisen — Rahel Lenin für Goethe nnd Kleist, Hitzig für Hofsmann, Engländer und Kuh für Hebbel getan haben. Der europmschs G§W . In einem Aufsatz „Eliropäische Revolution"-.in der „Europäischen Revue". 9. Jahrgang, 9. Heft, sieht Karl A n t 0 n P r i n z R v h a 11 das Kennzeichen des deutschen Umschwung? darin, daß sich ' in Deutschland elementares europäisches Schicksal vollzieht: der Beginn einer Neuordnung dcS Abend- - laiideS. In den politischanilitärischen Armeen der nationalen Erhebung marschieren Alt-nnd Jiing, der protestantische und der katholische Mensch, Adliger nnd Bauer. Fabrikherr nnd Arbeiter, gleichen R'anges nebeneinander; Kameraden im Kamps um die innere Eroberung des Vaterlandes, um die seelische Genünnung. de? deutschen Menschen; sie mar schieren ins Dritte Reich; sie sind neue iDh'ii» scheu eines neuen Zeitalters; woher man kommt, welchen Standes man war, ist Nebensache. r Der deutsche Umschwung ist eine Revolution im Menschen: es geht um den Menschen, um den.-neuen Men chcn. also um die Gestalt des ewigen Menschen in diesem 20, Jahrhundert.. Die Revolutionist eine grandiose Abrechnung mit dem 19. Jahrhundert: sie ist eine Revolution des Lebens gegen seine Verbildung durch „Bildung", vor allem gegen alle Formen des Jntelleltualismus. Sie führt ihren Stoß sowohl direkt im Bereich des Geistigen, in dem alles „Denken um des Denkens willen", alles lebensentwnrzelte Spetnlicren, alle substanzlose Jntellektualitnt einfach ungültig, wertlos wird. Sie führt ihn aber anch sozial, indem sie den Bildnngs- Philister entmachtet nnd den Rontmier des Wissens, der auf Grund seiner papierenen Bemühungen soziale Vorrechte zu fordern sich unterfängt, dem Gespött einer fröhlichen Jugend preisgibt. Tat nnd Verwirklichung siegen über Intellekt und Illusion, nnd Charakter kämpft gegen die Zersetzung durch „des Gedankens Blässe". In dem Sieg einer heroisch-tragischen über eine hedonistisch-optimistische Welt erblickt Prinz Rohqn das -Kennzeichen unserer Zeit. Das 19. Jahrhundert nnd ganz besonders die Nachkriegszeit hat in den Massen — und keineswegs nur in den Ninssen — eine hoffnungslose Begehrlichkeit nach irdischen Gütern, nach Wohlstand und Begnemlichkeit geweckt. Es war das die Folge der Entgöttlichung, der Berdiesscitigung der Welt, der Hinwendung des Menschen zur Erde, die in Hnma-, niömns nnd Renaissance ihren Beginn und im Alarz-ismns ihre traurige Vollendung hat. Nunmehr hat der italienische Faschismus eine Wendung vom griechischen zum römischen Humanismus eingeleitet: das antike Rom steht gegen das antike Griechenland . ans; d. h. der politisch- . .historisch bedingte Mensch erschlügt den „Menschen an-sich"; das Apollinische wird weniger im Philosophen und Dichter als im Herrschenden gesehen, und „Dionysos wandert aus der Kneipe der Boheme in die Massenversammlung und überall hin, wo Atacht sitzt". Der deutsche Umschivnng ist nur . Glied in der Kette einer universalen europäischen Revolution, die im November 1917 in Rußland begann. Europa spürte bald im Bolschewismus die intellektuelle Konstruktion und Illusion und reagierte gegenrevolntionär: das Soziale wurde im Nationalen gebunden nnd so an die. europäische Tradition geknüpft. In Italien gelingt der Umbruch 1922. In Deutschland wird er 1923 versucht, aber erst zehn Jahre später verwirklicht. Ter nationale Messianismus erlebt seine Auferstehung. Aus shnr bezieht die Revölutton stärkste Antriebe. Das ^Reich". d'er ewige Traum der Deutschen, soll in neuer Form verwirklicht iverden. Wir erleben zurzeit eine Revolution der Herr« schastsf0rmen; nämlich: die Ueberwindung des Pluralismus bet Parteiendenwlratie durch die Verlegung der politischen Willensbildnng in eine Partei und die Gleichsetzung der Pirtei mit dem Volk, der Partei mit dem Staat, des Staates mit dnn Volk. Tie Partei, offen als zur Herrschaft berufene Minderheit erklärt, rechtfertigt sich mit der Behauptiiug. die Elite der Nation (oder in Nnßland der Klasse) zn sein oder zu iverden. - Wieischaftsdenken Im neuesten Hefte^ der „Europäischen Revue* (9. Jahrg., Hest 19) erläutert Nt n r H a h n die „AirtschastZgrimdsätze im neuen Staat". Nack), dem Dentschtand durch die Rückzablnng an die intornationaleu Gläubiger bis an die Grenze der Selbstvernichtung gegangen ist. emmriet Hohn mmmehr, daß die Glaubigerländer dein neuen deutschen Wirtschaftsansban Verständnis nnd Vertrauen cntgc>zcnbringen. Zwei Voranssetznngen macht er für jenen Wirtschastsanjbau geltend. Rechtssicherheit nnd Stabilität. Eine gewaltige vrgancsatorische Aufgabe steht bevor: das richtige Kräfteverhältnis der produktiven Stände znm Geldkapital ist wicderherznstellen. Ferner müssen Agrar- und Wirtschaftspolitik auseinander abgeskimmt werden. Demi die Grnndsvrdernng des Nationalsozialismus lautet: htcttiing der deutschen Landwirtschaft. Deshalb hat er den altdeutsc!>m Rechtsgrnndsätzen im Bodenrecht gegenüber den individualistischen Tendenzen des übernommenen römisck)cn Rechts zmn Siege verholsen. Tic fest verankerte Bodenständigkeit nnd die Stabilität der Agrarpreise sollen dem Anstrieb der deutschen Landwirtschaft dienen. Im gleichen Heft der „Europäischen Revue'' zergliedert K a r l A r n h 0 l d den „Umbruch der Wirtschaft" tu jüngster Zeit. Er geht von dcr Grtmderkenninis ans. bau alle menschliche Arbeit artgebunden sei. 'Nachdem Fabrikant, Arbeiter >vic Kaufmann das Persönliche Verhältnis zur 'Ware infolge der Rationalisierung verloren hatten, setzt der NativnalsozialiLmns iviedernm die „mcnschlick)e Qualität" in die Wirtschastsplannng ein. Tenn Untbrnch der Wirtschaft ist gleichbedeutend mit einer Umformung des Wirtsck-astsmenschen. Tie Aufgaben der neuen deutschen Wirtschaft erblickt Arnhold in der Güterversorgnng der Nation und in der Mobilisierung deutschen Arbeitskönnens soivie m der Heranbildung eines Arbeitertnms, d,rs in der Berpslichtnng gegenüber dem Gesamtvolk den höckjsten sittlichen Wert findet. In den „Natiow-ilsozialistinchen Monatshesieu" (R Jahrgang. Heft -12) wird der „Nationalsozialistische Wirtschastsneulxrn" durch Adrian von R e n t e l n erklärt. Seiner Darlegung nach ist ditrch die Gleichschaltung der Wirtschastsorganisationen: der Spitzenverbände, der Landwirtschaft, des Einzelhandels, Großhandels, des Handiverks und der Industrie znm ersten Ntalc eine große nationale Arbeitsfront hergestellt worden. Tie Reichsstände für den -Handel und das Handiverk bilden die Grundlagen für den ständisd)en Aufbau. Dem Staate weist von Renteln die gewichtige Ausgabe zu, dafür zu sorgen, daß die in autonomen gewachsenen Ständen neu geordnete Wirtschaft niemals, ivie früher, 511111 Selbstzweck ivird, sondern stets nur Trenhänderin und Dienerin des Volksganzen und des sozialen. Ausgleichs. Ten größten Nachdruck legt von Renteln auf die Entprvletarisieriing durch künftige aktive Nllttelstandspolitil: in der mittelständischen Betriebssvrm ist noch eine kameradschafllichere Art der Zusammenarl'eit zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern vorhanden. In dieser Betriebssvrm ist es nach von Rentelns Ansicht möglich, vielen deutsck)en Volksgenossen eine selbstvcrantwortliche, tragsähige Existenz zu bieten. Zahlen zur LemsgWKk Zn der Beröffentlichnng in der Nummer 49 der „E. B.-Ztg.", daß in Thüringen 47 Amtsgerichte ohne jüdische Amvälte vorhanden sind, wird nns über die Verhältnisse in Württemberg und Hohenzollcrn berichtet: Ter Qberlandesgerichtsbezirl Stuttgart, zu ivelchem anch das Landgericht Heckßngen iHohcnzollern) gehört, umspannt acht Landgerichtsbezirke mit insgesamt 95 Amtsgerichten. Bon diesen Amtsgerich' ten weisen 55 überhaupt keine jüdischen Anwälte aus, darunter auch solche mit mehr oder minder beachtlichen jüdischen Gemeinden. Auf die einzelnen Landgerichtsbehrke verteilt, ist festznstcllen. daß deren zivei (Hcchingen nnd Ravensburg) keinen jüdischen Amvalt haben. _. Ein M itrtö zKei Die „53. 3. am Mittag" bringt in ihrer Nummer '253 vom 23. Oktober ein Bild, ans dem der' französische General Gourand einen anderen Offizier fünt. Tie Unterschrift lautet: „Der jüngste Großoffiziex der Ehrenlegion, ein amerikanischer Leutnant, wird von General Gourand ausgezeichnet." Das gleiche Bild ist am 21. Oktober in der holländischen Zeitung „De Telegraas" erschienen. Hier trägt es in holländischer Sprache die Unterschrift: „In dem Hotel des Invalides zu Paris hat General Gonrand, der 'Miliiärgvuverneiir von -Ichährigen Leutnant Ntarcel Levie zmn Grvßoffizier in der Ehrenlegion befördert." Acrlag: Ccniralvercin deutscher Llaatsbliracr iübtfdjcn Glaubens e. V„ Berlin XV 35, (imfee Siros,? 42. Tcl.-Adr.: „Q-eutralölcutbcii Berlin." Fernsprecher: J 2 Oliva 605,4—57. Postscheck- Berlin 30172. Hnuptschrifilciter: D r. Alfrcd Hirschberg. Verantwortlich: D r. Margaret e E d e l h c i m. Beide Berlin W 15. — Unverlangte Maiiuftripte worden nur zurllckgcsandt. wenn Frciuinschlaa delliegt. — Verantwortlich für den Anzcigenteil: Friedr r ch Nathan, Derlin-Halensee. — Dnick der Rudolf m Masse Stiftung S. in. b. H.. Berlin SW 100. Nnzeigenannahme; Berlin W15, .Crnftt Str. 4L.

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