Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 12 (1933)
- Issue
- 40 (19.10.1933)
- Date
- 1933-10-19
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Jjlldlsdho A mag Eine Unterredung mit Direktor Jacques Meyer 3SS&M&i. h .Uhr V/ooken 7-7,30 Kaffeo 7.30 Arbeitsaiottst 9.30 FrUhofcUoTf 9,Li5 Arboitsdionsfc 12,36 Kitten Sonnabend: 7. ZO Wo-oken 8.30 Kaffee 8.30 Öofctesdlenei anaohl, Freisolt 12,30 Mittag Direktor Jacques Meyer, einer der Führer im Hamburger jüdischen Hilfs-und Aufbauwerk, der auch an der Spitze der Hamburger C-V-Ortsgruppc mitarbeitet, äusserte sich über Sinn und Ziel seiner heutigen humanitären Arbeit. Ihn bewegt am meisten die Frage nach dem Schicksal der Jugend. Sie sollte — so meinte er — vor allem danach streben, den Boden der deutschen Heimat nicht zu verlassen. Aber bei der Ungewissheit, ob sie dies wird erreichen können, muss man ihr unter allen Umständen die Möglichkeiten schaffen, sich auch unter neuen Verhältnissen in anderen Ländern durchzusetzen. Ls gilt, ihr die Voraussetzung für eine Lebenstüchtigkeit zu schaffen, die bis jetzt der Mehrzahl unserer Jugend gefehlt hat. Wir haben in Hamburg Handwerkskurse und Gärtncreibctriebe errichtet, auch für Ausbildung von Schlossern, besonders Autoschlossern, sind Vorbereitungen getroffen.- Die Zeit, die für die Ausbildung zur Verfügung steht, wird es nicht gestatten, alle Teilnehmer zu fertig ausgebildeten Agronomen, . Tischlern, Schlossern usw. zu machen — aber die meisten von ihnen sollen doch aus diesen Kursen nur die Fähigkeit erhalten, in allen Ländern, in die sic ihre Zukunft bringen kann, ihren Mann zu stehen und sich den neuen Notwendigkeiten mit Erfolg anzupassen. Um eine solche Aufbauarbeit helfend fördern zu können, bedarf es auch einer Umstellung in geistigem Sinne, wollen wir nicht, dass die Wucht der Ereignisse uns erdrückt und unsere Arbeit lähmt. Wo aber Zuflucht suchen, wo Trost? Wir lernen nur aus der Geschichte, nur aus dem Vergleichen mit dem, was 1 - 1.30 Ar li-ii.15 * fc.15-5 3.30 Izoit sruho IT - unsere Väter taten, wie sie für ihre Uebcrzcugung litten, Opfer brachten und ihr Leben Hessen, um die göttliche Idee des Judentums zu retten über alles hinaus, was sie seit Jahrtausenden bedrohte, und wie sie kämpften, um für sich und die, die nach ihnen kommen, die Befreiung aus Sondergesetzen zu erreichen.- Das geistige Versenken in diese Geschichte schafft uns die Kraft, die Ereignisse der Jetztzeit zu meistern, die Arbeit zu leisten, die dem Jetzt und dem Später der Hilfe für die Alten; \ der Lebensertüchtigung für die Jungen gewidmet ist. ,., i,. Ein Werk- *' Wr'sä Gut Wilhelmmenböbe bei; Hamburg b S