Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 12 (1933)
- Issue
- 38 (4.10.1933)
- Date
- 1933-10-04
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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Leichsmlnister Lc. Goebbels vor der Weltpresse ln Genf . . Einer der am häufigsten gegen das nationale Deutschland erhobenen "Vorwürfe ist der. daß seine Behandlung der Indensrage den Gesetzen der Humanität zmviderlause und deshalb in der ganzen Welt auf Berständnislosigkeit gestoßen sei. Auch darüber sei mir ein offenes Wort gestattet, vor allem im Hinblick darauf, daß die Iudcnsrage ja an sich die ganze Weltöffentlichkeit aus das tiefste bewegt und ihre parteiische Darstellung vielfach von vornherein die Verstehensmöglichkeiten für das junge Deutschland verbaut. Ich stehe nicht an. offen zuzugebcn, daß im Verlauf der nationalen Revolution in Deutschland gelegentlich Uebergrifse seitens unkontrollierbarer Elemente geschehen sind. Das aber ist nicht daS Ausschlaggebende, vor allem aber in Anbetracht dessen, daß davon abgesehen die deutsche Revolution im Gegensatz zu manchen ähnlichen lucltge-. schichtlichen Vorgängen ein Akt der Disziplin, der Ordnung und der autoritären Führung gewesen ist. Daß wir Gegner der jüdischen Vorherrschaft über Deutschland waren, dürste auch vor unserer Machtübernahme bekannt gewesen sein. Man vergegenwärtige sich, daß damals die Juden in Deutschland das ganze geistige Leben maßgebend beeinflußten, daß sie Presse, Literatur, Bühne und Film absolut und uneingeschränkt in der Hand hatten, daß sie in großen Städten, wie beispielsweise in Berlin, 75 vom Hundert des ganzen Aerzte- und Juristcnstandes stellten, daß sie die öffentliche Meinung machten, die Börse maßgeblich beeinflußten, das Parlament und seine Parteien unter ihrer Obhut hatten, und man wird verstehen, daß die Gegenwehr dagegen ebenso spontan wie zwangsläufig war. Welches andere Volk hätte aus die Dauer dieses lleberhaudnehmen des jüdischen Einflusses in seinem öffentlichen Leben widerspruchslos geduldet? Wenn die deutsche Negierung die Auseinandersetzung mit der Iudensrage aus gesetzmäßigem Wege vornahm, so wühlte, sie dabei die humanste und loyalste Methode. Unverständlich aber scheint es uns, einerseits gegen die Aluvehraktion in Deutschland zu protestieren, andererseits aber sich zu weigern, den von Deutschland abgcwaudcrten jüdischen Ueberschuß aufzunehmeu. Nichts liegt dein Nationalsozialismus ferner, als eine billige Rache zu üben. Er hätte dazu die Macht und die Möglichkeit gehabt. Wenn er es nicht tat, so aus dem ehrlichen Willen'heraus, eine tatsächliche und praktische Lösung der Iudensrage zu finden, die zweifellos zu einer endgültigen Klärung auch in dieser Beziehung führen könnte. Unerträglich oder scheint es uns, daß die Greuelmärchen, die seitens jüdischer Emigranten im Ausland verbreitet werden und gar zu der allen bisherigen Gepflogenheiten der öffentlichen Meinung hohnsprechcndcn Unterstellung führten, Mitglieder der deutschen Regierung selbst hätten aus Parteigründen den Reichstag in Brand gesetzt, unbesehen von einem Teil der Weltpresse mitübernommen wurden. Es würde nicht nur dem deutschen Volke, sondern der ganzen Welt zum Segen gereichen, wenn die Kritik an den Vorgängen in Deutschland sich aus das wirklich Tatsächliche beschränkte * * Die Reden der beiden Minister, die in fast MeimmmEichen Abständen gehalten wurden, weisen eure sehr bedeutungsvolle Gemeinsamleit aus: es sei der Wille der Führung, die deutsche Iudensrage gesetzmäßig und in einer Form zu behandeln, die den deutschen Juden ihre Lebcnsmöglichkeiten beläßt. Eine Auseinandersetzung über die Grundsätze der Nationalsozialisten in der Iudensrage erübrigt sich. Sie sind innerhalb dieser Weltanschaunng unabänderlich. Daß wir ans unserer Eigenbewertung heraus die immer wieder dargestellten Grundlagen der antijüdischen Stellungnahme nicht anerkennen, ist ebenso selbstverständlich wie die praktische Bedeutungslosigkeit unserer Anschauung. Dennoch halten wir die Ministererklärungen, insbesondere die Feststellung von Minister Frank für wichtig, weil sich aus ihr die Distanzierung maßgeblicher Regierungsmitglieder von allen Angriffen und einschneidenden Maßnahmen ergibt, die nicht aus den von der Reichsregierung! erlassenen Gesetzen und auch nicht ans politischen oder kulturellen Notwendigkeiten folgen. Wünsche und Anregungen, ja oft einschneidende Maßnahmen unterer Organe privater Verbände und einzelner Persönlichkeiten, die leider bis in die letzten Tage hinein in der Presse wiedergcgeben sind, lassen oft den Gedanken aufkommen, als ob nicht die grundsätzliche antisemitische politische oder - kulturpolitische Auffassung der NSDAP UmMM und von vornherein jede gesinnungsmäßige Antipathie ausschaltete. Wir haben in keiner Beziehung die Wahrheit zu scheuen. Wir möchten aber wünschen und hoffen, daß der ehrliche Kamps um die Wahrheit nicht von vornherein vergiftet. toirb durch fast grotesk amnutende Behauptungen, die einer objektiven Prüfung nicht den nötigen Stand zu halten vermögen.. . ReitzMWsAMisiar Sc. Frank aus dem MrsbeMk Mlsilsg an die Fach- MM» und Eaulellec des „Bundes ualMlsaMMHecSMscheclucislell" . Ein zweites, ganz großes Aufgabengebiet der letzten Monate war ja wohl das Problem: Jude und deutsche Justiz. Es kann kein Zweifel sein, daß unsere Revolution vergeblich gewesen wäre, wenn wir diesen Nassegedanken nicht auch in der Justiz mit allem Nachdruck durchhalten würden. Es darf keine Unklarheit darüber bestehen, daß wir für die Zukunft keinerlei Möglichkeit sehen, die alten Zustände auch nur im entferntesten wiederkehren zu lassen. Wir sind Antisemiten, das waren wir vom ersten Tage unseres Wirkens an. Wir betonen aber auch: wir sind es nicht ans Haß gegen den Juden, sondern aus Liebe zum deutschen Volk. Wir haben die Vorstellung, daß die rassische Vlutsubstanz des Deutschtums ein so überragendes einmaliges Gut der Welt darstellt, daß wir es eigentlich als Pflicht der gesamten Menschheit ansehen würden, in Dankbarkeit dieses germanische Urelement zu wahren; denn wir wissen, daß aus dieser rassischen Substanz die höchsten Leistungen der Menschheit hervorgegangen sind . . .Wir wünschen keinen höheren Anteil der Juden an diesen Gesamtbernfen als den, den das Judentum prozentual beanspruchen kann. . . Diese Frage der Auseinandersetzung mit den Juden ist im wesentlichen durch die Reichsgesetze der letzten Monate durchgesührt. Es ist der feste Wille der Neichsmstauz, daß in der Weiterverfolgung der Auseinandersetzung mit den Juden eme gewisse Beendigung jetzt einzutreteu hat. Darüber hinaus ist es der Wunsch der ReichSinstanz, sestzustellen, und vor allem der Welt gegenüber sestzustellen, daß im Rahmen der'.deutschen Gesetze der in Deutschland lebende Jude ungehindert seinem Gewerbe nack gehen kann. Es ist nicht wahr, wenn die W lt behauptet, wir verfolgen den Juden, wir drangsalieren ihn, wir töten, wir schlachten ihn. Jeder Ausländer kann sich/ davon überzeugen, daß die Juden in Deutschland nicht oogelsrei sind, sondern den Schutz der Gesetze genießen wie die anderen Bewohner, sofern sie sich dieses Schutzes allerdings als würdig erweisen . . ." „. . . Es hilft uns nichts, wenn andere Volker sagen, wir haben furchtbares Mitleid mit den deutschen Juden, wenn es aber dann heißt, wenn ein deutscher Jude in das betreffende Land einwandern will: Du kannst nur einwandern, wenn du 20 000 Gvldmark zahlst. Mitleid, das sich bezahlen läßt, ist kein Mitleid. Ich finde, daß die Tragödie des jüdischen Volkes — wenn wir von einer solchen sprechen wollen — rechtlich dadurch zu lösen wäre, wenn man an die Frage der Errichtung des jüdischen Reiches in Palästina mit aller Macht heranginge ..." * diese Maßnahmen veranlaßt haben, sondern Beweggründe, die ganz im Widerspruch zu den Tendenzen der Negierung stehen. Dr. Franks Erklärung kann nur so aufzufassen sein, daß die durch Gesetz sestgelegten antijüdischen Maßnahmen allein bic Richtschnur für die Behandlung der deutschen Juden sein dürfen. Was zur Ausweitung der Gesetze, was neben dem Gesetz und manchmal sogar gegen das Gesetz von einzelnen Persönlichkeiten oder privaten Verblinden zur weiteren Einengung unseres Lebensraumes gefordert oder zum Teil durchgesührt wurde, muß demnach als im Widerspruch zu den Anordnungen und Auffassungen der Regierung stehend betrachtet werden. Dies gilt wohl in erster Linie von wirtschaftlichen Eingriffen; denn Dr. Frank hat ebenso luic früher schon Reichsminister Göriug klar festgestellt, daß die wirtschaftliche Betätigung im Nahmen der deutschen Gesetze den deutschen Juden ungehindert ermöglicht werden soll. Eine ungehinderte wirtschaftliche Betätigung aber ist nicht möglich, wenn immer noch aus Veranlassung von Einzelpersonen Boykottmaßnahmen durchgeführt werden, die ohne jede gesetzliche Grundlage als Wille der Regierungsstellen der Bevölkerung gegenüber ausgegeben werden. Der Reichswirtschastsminister, dem die wirtschaftliche Befriedung nach seinen wiederholten Erklärungen als eine der wichtigsten Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Aufschwung Deutschlands erscheint, hat bereits mehrfach in Erlassen derartige Boykottmaßnahmen als unzulässig bezeichnet. Er hat, wie wir in Nr. 37 berichteten, die Unterscheidung zwischen arischen und nicht-irischen Firmen innerhalb der Wirtschaft nicht für durchführbar erklärt. Er hat als notwendige Folge dieser Unterscheidung mit dem Zweck einer Boykottierung nichtarischer Firmen erhebliche Störungen des wirtschaftlichen Wiederaufbaus befürchtet und ungünstige Rückwirkungen aus den Arbeitsmarkt als unvermeidbar angesehen. Als solche Boykottierungsmaßnahmen müsie das Abschrecken der Kundschaft durch Postenstehen, Verteilung von Flugblättern, Plakate, Warnungen, photographische Ausnahme der Käufer usw. betrachtet werden. Ebenso müsien die Aufstellung von schwarzen oder weißen Listen, die Nichtaufnahme in Bezugsquellenregister und die Jnferatensperre als Vohkottierungsmaßnahmen gelten, die im Sinne des Erlasses des Reichswirtschastsministers unzulässig sind. Es scheint uns daher Pflicht zu sein, daß alle Wirtschastsbetriebe, die durch Doykotlierungsmaßnahmen unverantwortlicher Elemente in der Erhaltung ihrer Existenz bedroht sind, schon zur Vermeidung ungünstiger Rückwirkungen auf den Arbeitsmarkt und nachteiliger Folgen für die Lieferanten im Sinne der wirtschaftlichen 'Wiederaufbauarbeit der Regierung aus die klare Wirtschaftspolitik der Reichsregierung und die obengenanten Erklärungen verweisen. Insbesondere dürften Vorstellungen bei den Landesbehördcn und den Treuhändern der Arbeit, denen natürlicherweise Uebergrifse unverantwortlicher Personen in kleinen Orten nicht bekannt sein könne, dazu führen, das; dem Willen der Negierung entsprochen und der Wirtschastssriede wiederhergestellt wird. Der üsuifche Geist In feinem Aufsatz „Ter Geist im neuen Deutschland" in der deutschen Zeitschrift, 46. Jahrgang des „Kunstlvart", September 1933, verlangt Wilhelm Michel, daß eine tote „Intelligenz" die tote Geistcsfreiheit. das tote Gewährenlassen, die toten Einwände gegen Herzensglut und Glaubensmut begraben möge. Sie möge einscharren und betrauern, was ihr vordem Freiheit der Kunst und Freiheit der Persönlichkeit hieß und was zuletzt nichts anderes mehr war als Sklavenaufstand zuchtloser „Einzelteile" gegen die großen Zusammenhänge, von denen das Leben sich einzig nährt. - Nichts ist nach Michels Ansicht deshalb törichter als der heute weitverbreilete Wahn, der deutsche Umschwung sei ohne den Geist oder gar gegen den Geist gemacht worden. Er ist gemacht worden gegen den „sreigesetzten Geist", nicht gegen den lebensrichtig gebundenen Geist. Er ist gemacht worden gegen die liberalistische Intelligenz und ihren zerstörenden Lebensdilettantismus, der nirgend ein Ganzes fassen und ehren konnte und dessen einziges Anliegen es war. jeden zuchtlosen Widerstand gegen die höheren LebenSzusammenhänge, Volk, Staat, Familie, Werkgemcinschaft mit Zähnen und Nägeln zu verteidigen. El ist nicht gemacht worden gegen den Geist, der die Welt der Werte, die Gesetze des Lebens kennt und der ein wahres Wissen vom Menschen hat. Das Urwort des Nationalsozialismus ist das Wort, daß der Mensch nicht al3 abgelüstes Individuum auf Erden lebt, sondern daß er sein wahres Dasein nur hat als Sohn seines Volkes, als Bürger seines Staates, als Gebundener unter lauter Verbundenen — und dieses Wort ist von der theologischen Besinnung dieses Jahrzehnts unablässig und geradezu mit prophetischem Nach' druck in die Gewissen gerufen worden. Als binncngeschichtliche Macht wirkt das Wort der neuen protestantischen Theologie gleichsinnig mit der grundlegenden Botschaft des Nationalsozialismus. ' Die Umstimmung des modernen Denkens erblickt Michel in der Entdeckung des „gebundenen" Menschen in der Theologie, der Entdeckung des geschichtsgebundenen Menschen in der Geschichts- Philosophie, in der Kulturkreislehre, in der neuen Lehre von der „gebundenen Wirtschaft", in der Gestaltrichtigkeit der neuen Biologie sowie in der Entdeckung des Unbewußten. Ter deutsche Geist sucht zielbowußt den Weg zu einer Zukunft, die verstehen wird zu denken, ohne zu „zerdenken", zu organisieren, ohne die Naturgrundlagen zu zerstören, technisch zu arbeiten, ohne die Maschine zum Fetisch zu machen. Das neue Deutschland ist von einem Glauben an den lebendigen Menschen, von einem „Verlcibungsstrebcn" erfüllt: der Instinkt des Dritten Reiches für das Leibliche gehört zu den Kräften, die nach einer Gewaltherrschaft des aus Lebensbindungcn gerissenen Geistes, gipfelnd in Weltscheu und Rationalismus, ein erstes Königtum des lebensrichtig gebundenen Geistes heraufzuführen bestimmt sind. Nur wer — sagt Michel zum Schluß — Deutschlands Schicksal miterlebt, lebt heute im Herzpunkt der für das Abendland wichtigen Entscheidungen. Frankreich ist alt geworden, es faßt den Erdteil geistig nicht mehr, es ist für dessen Heute nicht mehr repräsentativ. Der Italienische Geist In dem Aufsatz „Der Faschismus und der deutsche Geist" (Zeitwende, 9. Jahrg., 9. Heft) sucht Richard E ck st e i n die Eigenart des neuen italienischen Geistes zu erfassen. Faschismus bedeutet ihm radikale Verneinung des Liberalismus, während Bolschewismus radikale Voll-Endung des Liberalismus von 1789 ist. Nach 1918 erlebte Deutschland ein mattes und faules Nachspiel von 1789, ein Nachspiel ohne Größe und Wucht, ohne Schönheit und Würde. Hitler fand die ungeheure Aufgabe vor, Deutschland vor dem Bolschewismus zu erretten. Was er begonnen hat. ist die deutsche Ausprägung de8 Faschismus; deshalb wird der italienische Faschismus für Deutschland Vorbild sein können. . Faschismus — d. h. „Bündelung" — bedeutet Zusammenfassung aller Kräfte einer Nation zur Abwehr der als tödlich erkannten Gefahren geistiger, sozialer und materieller Art. Bereits im Jndianertum um 1800 hat cs eine faschistische Bewegung gegeben: damals erklärte der große indianische Reformator Tekumsch den Abwehrkamps der roten gegen die weiße Nasse. Mussolini hat als erster den Versuch des Faschismus in einem modernen Staat dcS 20. Jahrhunderts unternommen. Altpreußische Ordnung und Sauberkeit. Pünktlichkeit und Disziplin bestimmen das Bild des Faschismus. Der Mensch des Faschismus ist ein aktiver Mensch voll männlichen Geistes: von einer heroischen Welt- und Lebensauffassung gelenkt. So groß die Leistungen des Faschismus aus dem Gebiete der Bautätigkeit, der abseitigen Melioration, der nationalen Landwirtschaft und Industrie, itic-bcsondere Eleltrizitätsindustrie. auch sind, so ist dennnoch die Schöpfung des korporativen Staates wohl die genialste Tat Mussolinis. Die Einschaltung des Staates in alle Wirtschastsbeziehungen bewahrt den Arbeitnehmer vor der Ausbentuitg mcd vor dein Gefühl, minderwertig zu sein. Sie bewahrt aber auch den Unternehmer vor bolschcwistiscgcn und marxistischen Experimenten, vor dem Staatslapitalisntns und dein Ueberkapitalisrnns, der nur noch mif Rente und Dividende arbeitet und die wichtigsten Glieder der Wirtschaft und des Volles, die Arbeiter, eiitfach übersieht. Ter Faschismus, sagt Mussolini, ist eine genüge Haltung, die aus der allgenieiuen Gegeubcwegnng unseres Jahrhunderts gegen den flachen und malerialistischen Pvsitivismus des 19. Jahrhunderts hervorgegangen ist. Jene geistige Haltung hat der Faschismus vom deutschen Idealismus empfangen. Von Hegel stammt der Glaube an den Geist. Hegel und mit ihm der deutsche Idealismus erwuchs jedoch auf dem Boden des Protestantismus. Außerdem hat die antiliberale Staatslehre des Franzosen Sorel Mussolini stark becinslußt: durch den Mnthos erhält der Staat seine Sanktion. Dem. entsprechend sagt Luther: der Staat ist Gottes Ordnung. Es entspricht auch der Ansicht Luthers, wenn der Faschismus die „Eiustaatlichung", d. h. Gleichschaltung der Kirche vorgenommen hat. Die Grundlagen und Wurzeln des Faschismus liegen demnach im deutschen Geist: insbesondere in der deutschen Reformation. U~IZ-Z—~IZ~2 £s$m Sie m Id’M fäßssmmm Aufsätze xxoa tBaeck, tBdzz, Olasenzw-aiq. und uieie andece tBeUcäge Vergessen Sie nicht zu almniecen 3 Siebte in 3 Tthnalen 3 Maut Fhllovevlag u, Budihandhmg Berlin W» iS, Pariser Sir. 44 / PosfscJi. ÜZS12 Verlag: Ccntrawercin deutscher Staatsbürger jüdischen wlaubcns e. 23., Berlin W 15, Einser Straße 42. Tcl.-Adc.: „CciUralglaubcn Berlin." Fernsprecher: J 2 Oliva üU54—JT. Poftschcu: Berlin 31)1 72. ipcmpliüjriUlcitcr: D r. Alfred Hirschberg. Verantwortlich: 3 c. Margarete E d e l h c t rn. Beide Berlin W 15. — Unverlangte Manustciple werden nur zurdagesaudt, wen» Frcüimuuag bestiegt. — Verantwortlich für den Anzeigenteil: Friedrich Nathan, Berlin..sasensee. - Druck der Rudolf Masse Stiftung G. m. b. H., Berlin SW 100. Anzrigenannahme; Berlin W15, Emser Etr.42.