Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 12 (1933)
- Issue
- 37 (28.9.1933)
- Date
- 1933-09-28
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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V*/PQ B°» Ernst Holzer Was alles die Entwicklung des letzten Jahrhunderts an Problemen aufgeworfen ljnt: das Problenl aller Probleme war und ist die Berufsfrage. Denn in dem Maße, in dem die Technisierung und Industrialisierung aller wirtschaftlichen und geistig-seelischen Bezirke zuncchm, im selben Maße entfernte sich der Mensch, besonders derjenige des westeuropäisch-amerikanischen Kulturkreises, von der Erd- und Sachverbundenheit in seinem Berus; sein Berufsleben komplizierte sich. War er vordem selbst Magcu unt» Rad, so war er jetzt nur noch Schraube am Rad. War er vordem selbst Seele und Geist am Werk, so war sein 2Öcrf nunmehr entseelt, geistsremd. - War er vordem Schassender, so war er jetzt Arbeiter. Und dieses letztlich ist das Problem des ittnervolllichen Lebens, das Problem unserer Kultur geworden: das B e r n f s p r o b l em.. Da man sich in einer Zwangslage befand, da man die wirtschaftliche Entwicklung eines Jahrhunderts nicht einfach wegradieren konnte, so ergab sich die Notwendigkeit, mit dem Bcrnfsproblem, so wie es heute gestellt ist, fertig zu werden. Mau war gezwungen, im Interesse der Gesellschaft, der Gesamtheit, die Ansprüche des Menschen an den Berus zu befriedigen, ebenso wie der Mensch, die Ansprüche der Gesellschaft erfüllen nutfstc. Daraus ergibt sich das Wechselseitige, ergibt siel, der Anspruch der Gesellschaft an den einzelnen und der Anspruch des einzelnen au die Gesellschaft in pimelo Berns. Die Gesell- schast verlangt: du, Mensch, arbeite, erfülle deinen Berus so, daß du der Gesellschaft dienst, der Gesamtheit von Nutzen bist. Der einzelne wiederum verlangt: du, Gesellschaft, gib mir die Möglichkeit einer Berussausübung, die mir sinnvolles und glückhaftes, mich befriedigendes Leben verschafft. Wahre menschliche Gemeinschaft, d. h. Uebcreinstimmung der Jnteresicu des einzelnen und der Gesamthcii, ist nur dort, wo die gegenseitigen Ansprüche um den Beruf erflillt sind. Dies aber ist erst dort der Fall, wo der einzelne im Bewußtsein von der Notwendigkeit und dem allgemeinen Nutzen seiner Arbeit für die Gesamtheit n n d zu gleicher Zeit für sich schaffen kann. Um es mit modernen Worten zu sagen: wo ©cmcinmifc und Eigennutz zusammenfallen. Diese auf den ersten Blick so selten erscheinende Situation trifft dennoch hier und dort ein. Sie trifft z. B. überall dort ein, wo aus Idealismus oder politischer Ueberzeugung Menschen sich in die Gesamtheit einordneu. Das Arbeitsethos des Ehakuz, der häufig wller erbärmlicheil materiellen Verhältnissen aus einem Lebensniveau, das weit unter den: des westeuropäischen Arbeiters liegt, in seiner Arbeit den Ausbau des Heiligen Landes herbcizuführcu weiß, arbeitet im Glauben daran, das; er damit der Verwirklichung seines Ideals dient: in Fällen wie diesem sind Berufsspannungen, wie wir sie kennen, völlig überwunden. Aus Beruf ist Berufung geworden, der einzelne findet im Beruf seine Erfüllung. Sein Werk wird ihm sinnvoll. Der italienische Faschismus verflicht die Berufsspannnng zu lösen, indem er den Feierabend der arbeitenden Menschen in seinem Sinile ju beeinflussen sucht; abgesehen davon, das; er in seiner carta di lavoro eine Verfassung der Arbeit gegeben hat,, durch die er Spannungen auszugleichen sucht. Doch hat er ein neues Berufsethos bisher nicht zu schassen vermocht, vielleicht auch nicht einmal versucht. Der Nationalsozialismus steht in diesem Versuch noch am Anfang. Er hat zwar sehr vernehmlich und mit unstrittig großem Wurf am Tage der nationalen Arbeit und auch schon in früheren literarischen Darstellungen, etwa Jüngers oder Niekischs, den Wert, die Bedeutung, den Standesftolz des Arbeiters verkündet... Doch sind die Ziele, denen er letztlich zustrebt — und das konnte in diesen wenigen Monaten ja auch noch nicht sein —, noch nicht klar herausgeschält oder verwirklicht. Wie steht nun der Jude zum Berufs- Problem? Ihm war schon im Dekalog die Pflicht zilr Arbeit auserlegt worden. „Sechs Tage sollst du arbeiten und all dein Werk tun". Er hat sich auch in nachbiblischev Zeit niemals etwa nllr mit einem weltabgewandten Gelehrtentllm begnügt; sondern er verlangte von seinen geistigen Führern, daß sie gleichzeitig sich mit ihrer Hände Arbeit ernährten. Arbeit war ihm s i t t l i ch e P f l i ch t, Aufgabe des Menschengeschlechtes, auf daß die Welt erhalten werde. Und da war ihm auch der Erfolg, der Reichtum selbst, eine göttl' ch 0 B e st ä t i g u n g seines Schaffens, ein Zeichen göttlicher Gnade. Freilich haben sich im Laufe der Jahrhunderte häufig auch Verfallserscheinungen gezeigt. Der Typ des ostjüdischen Talmud- Ehochoms, der seinen Tag hinter den Büchern verbringt und sein Weib für des Tages Notdurft sorgen läßt, ist nicht der ideale Typ. Auch jener Typ, der um des Reichtums willen arbeitete, dem der Erwerb Selbstzweck wird, auch er ist nicht der jüdische Typ; er war übrigens niemals 'dem jüdischen Leben eine Stütze, eine Stärkung. Es ist heute wieder notwendig, daß auch wir deutschen Juden gerade in dieser Zeit ein neue S Arbeit s e t h 0 8 schaffen. Wir bedürfen dieser erneuerten Bernssaussassung deswegen, um die Spannungen in unserer eigenen Gemeinschaft, die zwischen Berufsleben und jüdischem Leben bestehen, 311 überwinden. Wir bedürfen ihrer aber auch, um überhaupt bestehen zu können. Wir müssen jenes altjüdische Arbeitsethos wieder erneuern, das die Arbeit adelt. Wo Arbeit für sich und die Seinen zugleich Arbeit für die Gesamtheit war. Der Erfolg, der die Lcbenssichcrung jüdischer Menschen bedeutet, bedeutet zugleich die Lcbenssicheruug der Gesamtheit. Denn nur dort, wo Juden in. Ruhe und Sicherheit leben können, können das Judentum, jüdischer Geist und jüdische Lehre leben. Und' es gilt deshalb, mit größerer Kraft, mit größerer Ausdauer, mit größerer Anstrengung den Berns auszusüllen. Es gilt, den bloßen Broterwerb, den Brotbcrus zur göttlichen Ausgabe, zur Berufung zu wandeln. in ganz ausgeprägter Form diese Verbindung - von göttlichem Segen und irdischem Erfolg hervorgebracht und damit seinen Menschen eine ungeheure Arbeitsenergie geben, konnte; an das Vorbild des vor- und srühkapitalistischen Bürgers, von dem der Dichter sagt: Arbeit ist des Bürgers Zierde, Segen ist der Mühe Preis; und schließlich an das Vorbild unserer eigenen Vorfahren, die härter arbeiteten, m ehr arbeiteten, besser arbeiteten cils die anderen, und die nur dadurch, umkämpst, gehaßt und verfolgt, immer wieder einen sicheren Port für jüdische Menschen, für die jüdische Gemeinschaft schufen. Werkheiligkeit! Wissen, daß die Erfüllung des Berufs, Erfolgsstrebeu und Erfolg selbst, Dienst, heiliger Dienst an der Gesamtheit sind! Das ist, was nottut, heute mehr denn je. §«H§A rmd Ziels der RsichsVSLlrslWNg In der Pressebesprechung am 26. Oktober gaben Tr. Baeck und Tr. Hirsch dein Wunsche der NeichSvertretuug Ausdruck, mit der jüdisthcn Presse harmonisch zusammenzuarbeiten. TieReichsvertretuilg bestehe aus Einzelpersöulichkciten, die. aus allen iuuerjüdischcu Lagern stammend, sich in der Ueberzeugung zusammengesunden haben, daß die Juden sich über die Partcimeimrngen hinweg m der höheren Einllcit. „den deutschen Juden", zusammenzuljnden haben. Auch die jüdische Presse möge kine gewisse einheitliche Linie finden. und in Einheit, aber nicht in Gleichförmigkeit, unter Zurückstellung unwichtiger Sonderwünsche, aber m Ausrechtcrhaltuug ihrer verschiedenen Nuancen ihre Arbeit für das deutsche Judentum fortsctzen. Die neue Reichsleitung sei ein Anfang und ein Versuch, aber ein Versuch, der gemacht werden mußte, um den Aufvrdcrungen der heutigen Zeit gerecht zu werden. Tr. Baeck stellte klar den Unterschied der alten NeichSvertrctung und der neuen Reichsleitung heraus. Die alte Neichsvertrctuug, die lediglich eine Vertretung der Landesverbände war, hatte nicht die Kompetenzen Zur eigenen Initiative. Die neue Reichs- Leitung, gewählt durch das Vertrauen der übergroßen Zahl der deutschen Juden, hat als eine Versammlung von Persönlichkeiten freivon jedem parlamentarischen Charakter die Pflicht und das Recht zur eigenen Initiative. Sie muß voller Loyalität mit den Grvßverbänden. den Gcmeindeverbänden und beit, Großgemeinden Zusammenarbeiten und die Erfahrungen, Möglichkeiten und Kräfte, die diese Verbände in sich haben, für die Gesamtheit ausuutzen. In vielen Fällen wird die Neichsleitung lediglich die Anregung zu geben haben und ''die Ausführung den Verbänden überlassen. In all den Fragen der Kleingemcindcn zum Beispiel werden die Landesverbände, in den Schulsragen die Gemeinden, in anderen Fragen, je nach Art und Eignung, der Centralvcrem oder der Frontbund, die Zionisten oder die religiösen Verbände die ausführendcu Organe sein. Aber die Rcichslcitnng muß die Einheit der Planung gewährleisten. Und endlich hat sie die wichtige Aufgabe, die Verhandlungen mit der Regierung auszunehmen und zu pflegen. Es 'fehlte bisher die Stelle, die das Recht und die Pflicht hatte, im Namen der deutschen Juden zu sprechen. Diese Neichsvertrctung ist durch das Vertrauen der Mehrheit der deutschen Juden der Regierung gegenüber legitimiert und wird ihre ' Arbeit mit der Kraft und der Liebe zum Judentum, die den Menschen, die ihm angehören, iuuewohnen, aufnehmeu. In dieser neuen Werkheiligkeit, in dieser Heiligung unseres irdischen.Schaffens knüpfen wir an bewährte Vorbilder an:- an das Voxbild des englischen Puritanismus, dev Auf dem deutschen Getreidehandel- und Müllertag 1983, der vorn deutschen Land-. handclsbund e. V., Berlin, kürzlich in München veranstaltet wurde, und an dem sämtliche deutschen Produktenbörsen teilnahmen, hielt Reichskommissar Vizepräsident Daßler eine Ansprache über die Beziehungen zwischen Genossenschaften und Handel. Dabei führte er aus: Von einer Bevorzugung des Geuossenschaftshandcls gegenüber dem alteingesessenen Provinzhandel könne nicht die Rede sein. Der Handel mit dem Ernährungsgut des deutschen Volles komme aber, wie es in: Bericht des W. T. B.-Haudelsdieusies weiter heißt, nur dein deutschblütigeu Menschen zu, die Stunde werde nicht mehr fern.fein, in der das Judentum aus der Warenbewegung überhaupt heraus sei. Erst dann werde cs auch wieder ein restloses Verstehen zwischen den Bauern und dein Landhändler geben, und dann würden die Geschicke der Getreidebörsen vom deutschen. Landhändler und Bauern in die Hand genommen werden. Die gleiche Absicht liegt einem Rundschreibcn zugrunde, das der Genossenschafts- Verband Rnisfeisen in Frankfurt am Main bzw. die Hauptabteilung 111 des hcssen-nassaui scheu Bauernstandes den angeschlossenen Genossenschaften am 11. September folgendes Rundschreiben zugehen ließen. In ihnr hieß es: „ l . . Der Feind für die genossenschaftliche Gemeinschaftsarbeit ist nach jeder Richtung der Jude und der jüdische Handel, der auch heute wieder versucht, mit allen möglichen Verlockungen an die Landwirte heranzukommen uich auch an die genossenschaftlichen Funk-,, tionäre. Jegliche Verbindung mit dem Inden lind dem jüdischen Handel läuft nicht nur jeder genossenschaftlichen lllirssasscurg zuwider, sie ist auch ein Verstoß gegen nationalsozialistische Grundsätze. Wir verlangen aus diesem Grunde und zur Lösung der uns gestellten großen genossenschaftlichen Aufgabe, daß unsere Genossenschaften jegliche Verbindung mit dein jüdischen Handel im Einkauf und Verkauf unverzüglich abbrechen. Zuwidcrhaudluugeu 'werden wir zu geeigneter Zeit zu ahnden wissen. Ferner verlangen wir von unseren Genossenschaftsverwaltungen, daß sie uns diejenigen Landwirte melden, die nach wie vor mit Inden handeln. Es ist allerdings notwendig. daß mit diesen Meldungen anthentisches Beweismaterial vorgelegt wird. Jüdische Händler, die abfallende Bemerkungen gegen unsere genossenschaftliche Arbeit machen, sind ebenfalls bei uns unter Vorlage des erforderlichen Materials zur Anzeige zu bringen. Neuerdings ist auch festzustellen, daß jüdische Firmen, um ihre Geschäfte weiter betreiben zu können, sich mit christlichen Vordermännern versehen. Auch solche Vorgänge müssen uns lausend berichtet werden, damit wir entsprechend einschreiten können. Der Kamps gegen das jüdische Kapital und gegen die jüdische Mißwirtschaft, die nur zerstörend in unserer deutschen Volkswirtschaft wirken, muß lückenlos durchgcsührt werden." Auch verschiedene Molkereigenossenschaften 'haben ihren Mitgliedern die Verpflichtung ailserlegt, ihre Handelsbeziehungen mit jüdischen Händlern abzubrechen. Die Erklärungen des deutschen Landhandelsblindes vertragen sich schwer mit der Stellungnahme des Bundes vom Anglist d. I. Damals hieß es ausdrücklich, den jüdischen Handelsfirmen werde völlige Freiheit des Handels gelassen. Noch weniger verträgt sie sich mit dem neuesten Erlaß des Reichswirtschaftsministers, der sich gegen jede Unterjcheidilng arischer und nichtarischer Firmen wendet. _ Ein Bremer Beschluß zur Varenhausftage Der „Textilzeitnng" wird aus Bremen gemeldet: Nach einer Mitteilung des Treuhänders der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Niedersachscn, Bürgermeister Dr. Martert, hat eine vom Treuhänder der Arbeit in das Bremer Rathaus einberusene Versammlung, in der die Kreisleitung der N. S. D. A. P., der N. S. B. O. und die Vorstände der Kleinhandels-, der Arbeiter, und Angestelltenkammer anikofeffot Milte MßÄümu Wie aus der Tagespreise bekannt, ist vor einigen Tagen Dr. Arthur N u ß b a u m . Professor an der Universität Berlin, auf Grund des Gesetzes zur Wiederherstellung des Verufsbeamtentums in den Ruhestand versetzt lvorden. Professor Nußbaum ist mit Recht als besonders vielseitiger Jurist bekannt. Er war früher Rechtsanwalt und wandte sich erst später der wissenschaftlichen Laufbahn zu. Im Jahre 1914 wurde er Privatdozent an der Berliner Universität, im Jahre 1918 Prm fessor; in seinen Vorlesungen lehrte er bürgerliches Recht. Handelsrecht llud internationales Privatrecht. Tie Praris hat sicherlich maßgebend dazu bcigetragcn, seine wissenschaftlichen Arbeiten besonders lebensnah zu gestalten, wie denn auch die vornehmlich von Nußbaum begründete Schule der „Rcchtstatsachenforschung", die er u. a. in einem vielbesuchten Seminar an der Universität und als Herausgeber einer Schriftenreihe propagierte. in stärkstem Maße an die Praris anknüpft. Auch als Mitherausgeber der ältesten Fachzeitschrift, des „Archivs für die zivilisüsche Praxis", vertritt er in Verbindung mit der Tübinger Juristcnsakultät diese modernen Gedankengänge. Seine ungewöhnliche schriftstellerische Begabung hat von früh an in zahlreichen Schriften ihren Niederschlag gesunden. Nachdem er sich anfangs vorzugsweise mit dem bürgerlichen Recht und dem Zivilprozeßrecht befaßt hatte, wandte sich Nnßbamn später in besonderem Maße dem Handelsrecht zu und erwarb sich hier zunächst als Kommentator bc* BörsengesctzeS und später insbesondere als Vorkämpfer der Altienrechtsresorm, für die er sich in Verbindung mit der Vereinigung für Altienrechl in Wort und Schrift einscßle, großes Ansehen. Zugleich befaßte er sich, ausgehend vom Bank- und Börsenrecht, in immer stärkerem Maße mit den internationalen Rechtsbezichungen. Nachdem er hier durch währungsrechtliche Arbeiten seinen Hervorragenden internationalen Nus begründet hatte, zu dessen Verbreitung auch das von ihm herausgegebene ..Internationale Jahrbuch für Schiedsgerichtswesen" maßgebend beitrug, hat er mit seinem im vorigen Jahre erschienenen „Deutschen internationalen Privatrecht" ein international anertanntes Standardwerk der deutschen Rechtswissenschaft geschaffen. Seine auch durch zahlreiche liebersetzungen seiner Werke in z. T. entlegene- Sprachen bewiesene Anerkennung im Ans lande hat gerade im vergangenen Sommer in seiner Berufung zu einer Vorlesungsreihe über währungsrechtliche Fragen an der Hanger Akademie für internationales Riecht ihren Ausdruck gefunden. Professor Nußbaum gehört dem Hauplvvrstande des Ecntralvereins deutscher 'Staatsbürger jüdischen Glaubens an. Mit seinem wertvollen Rat hat er der Bereinsleimng stets und zu jeder Stunde, da er gerufen wurde, zur Verfügung gestanden. vr. E. II. wesend waren, zu der Entschließung geführt: „Der Kamps gegen die Warenhäuser droht schon jetzt zum Erliegen der bremischen Warenhäuser zu führen. Es würden darnrl noch vor Abbruch des Winters mehrere hundert bremische Angestellte und Arbeiter arbeitslos werden. Tie zurzeit vordringlichste Aufgabe der nationalsozialistischen Bewegung ist die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Hinter dieser Ausgabe haben alle anderen rvirtschaftlichcn Fragen als minder wichtig zurückzutreten. Es wird daher, um eine sehr erhebliche Vergrößerung der Arbeitslosigkeir in Bremen vor Anbruch des Winters zu verhüten, ans folgendes hingcwiesen: Tie Neichsleitung der N. S. D. A. P. hat angeordnet, daß der Kampf gegen die Warenhäuser bis ans weiteres zurückgestellt wird. Diese Anordnung ist erfolgt im Interesse der in den Warenhäusern beschäftigten Angestellten." Aue Me im MWNMÄ Das Präsidium der Neichsleitung des Neichsverbaudes Deutscher Schriftsteller har beschlossen, nur arische Schriftsteller als Mitglieder zu führen. Der preußische Kultusminister hat an die ihm Nachgeordneten Behörden einen Erlaß herausgegeben, dem zufolge in Zukunft innerhalb des ihm unterstellten Arbeitsbereiches die Genehmigung zur Anfertigung von Lichtbildaufnahmen nur noch arischen PresseillustrationSsirmcn erteilt werden darf. Dieser Erlaß findet aus ausländische- Firmen keine Anwendung. Verlas,: Crntrawercin deutscher Staatsbtlreier jUdischcir Ülaudens e. V.» Berlin W 15, Emser Ltrasze -i2. Tel.-Ade:: „Centraltzlauden Berlin." Fernsprecher: J 2 Oliva 6654—57. Bostschcct: Berlin 30172. vcuptfajrijilcitet: r. A l - fr cd Hirschberg. Veranlwartlich: D r. üiiatgarete <£ b c l Ij c i m. Beide Berlin W 15. — Unverlangte Manuskripte werden nur zur-jc-gesandt, wenn Frerumia;1aq beuiegt. — Verantwortlich füt den Anzeigenteil: Fried« rich Nathan, Berlin-Hasensee. — Druck der Rudolf Masse Stistuna E. m. b. H., Berlin SW 100. Anzeigenannahme: Berlin W15, Emser Str. 42,