Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 12 (1933)
- Issue
- 32 (10.8.1933)
- Date
- 1933-08-10
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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A/7i!77 Oft nrif—T2 . VOrLrrgs IW (4 M) m§ nur vor ctiua vier Monaten unsere C.-V.-Beratungsstelle eröffneten. da gab cs wohlmeinende Freunde, die uns dringend davon abrieten. Sic warfen die verschiedensten Fragen ans: Gehört eine solche Beratung über- Haupt zu euerem Tätigkeitsgebiet? Was könnt ihr denn den Ratsuchenden sagen? Werdet ihr nicht lediglich falsche Hoffnungen in ihnen er. wecken und sie nachher um so tiefer enttäuschen? Wird es möglich sein, Männer und Frauen zu finden, die zur Beratung bereit und geeignet sind? Jeder von uns hatte sich diese Zweifelsfragen selbst vorgelegt. Aber uns blieb keine Wahl. In den kritischen Tagen des März und April zeigte es sich, wie stark das Zutrauen der deutschen Juden 31t ihrer größten Organisation gewesen und geblieben ist. Unsere Räume konnten die Scharen der täglichen Besucher kaum fassen. Ter Zionist, der uns noch vor kurzem in weltanschaulichen Fragen scharf angegriffen hatte, harrte in den überfüllten Wartezimmern geduldig neben seinem jüdisch, politischen Gegner aus. Unterschiede der sozialen Stufenleiter konnte und durste es bei unserer Beratung nicht geben. Es kam vor, Uii) l ö) ¥cu PARK HOTEL Das renommierte Haus. Bo- »mcrliche ruhlr>e Unterkunft. daß nach der jungen Stenotypistin, die um ihre Weiterbeschäftigung bangte, ihr Ehef erschien, um seine Sorgen wegen der Art der Weiterführung seines Betriebes zu besprechen. Wenn auch natürlich unter den Besuchern die Berliner überioogen, so war doch die Zahl der Freunde aus dem Reiche nicht gering, die sich an zentraler Stelle Rat holen wollten. Manches Mal waren solche Reisen nach Berlin Verfrüht, weil die Entwicklung und Gesetz-- gebung noch im Fluß war und nichts Abschließendes gesagt - lverden konnte. Verabschiedete sich dann der Ratgeber von dein Besucher in dem bedrückenden Gefühl, er habe nur für die Zukunft vertrösten können, so geschah es nicht jctlcn — und dies gehört zu den ergreifendsten Erlebnissen —, das; unsere aus kleinen Ortschaften hcrbcigceilten Freunde ihrem Danke Ausdruck gäbe.; und ihrer Befriedigung, einmal mit einem mitfühlenden Menschen ihre Sorgen besprechen zu können. Das Verständnis zwischen Ratgebern und Ratsuchenden wurde dabei dadurch erleichtert, daß beide sich meist in ähnlicher Lage befanden, so .daß eine bürokratische Behandlung der Fragen ausgeschlossen war. Jüdische Männer und Frauen, die dem §. V. bisher scrngestanden hatten, versicherten uns ihre Genugtuung darüber, daß bei der unentgeltlichen Beratung kein Unterschied zwischen Mitgliedern und Außenstehenden gemacht werde. Ohne jede Beeinflussung nach dieser Richtung traten viele der Organisation bei. Andere ließen cs sich trotz schlechter wirtschaftlicher Lage nicht nehmen, für in noch größerer Not befindliche Schwestern und Brüder Spenden zu geben. Allmählich ließ die Fülle der Besucher etwas nach, so daß es möglich wurde, dem einzelnen Ratsuchenden mehr Zeit zu tvidmcn und ihm etwaige Eingaben und Gesuche anszusetzcn. Daneben blieben jedoch die zahlreichen schriftlichen Anfragen und Anforderungen von Gutachten aus dein Reiche. Besonders viele Zweifelsfragen wurden durch die neue Gesetzgebung auf dem Gebiete des Rechts der Beamten und Behördenangestelltcn aufgeworfen. Der Gesetzgeber konnte und kann nie im voraus an alle Fülle denken, die erst die Praxis später aufwcist. Ihre Gleichstettlmg mit den Frontkämpfern erstrebten und erstreben jüdische Menschen, die aus den durch den Versailler Vertrag verlorengcgangenen Gebieten stammen, für Deutschland optiert haben und — zum Teil und) Aufenthalt in feindlichen Konzcntrationslägcrn — aus der alten Heimat vertrieben worden sind. Hoffnungsvoll erscheint uns der Fall eines enttanenen Straßenbahnschafsncrs, der nur deswegen nicht Frontkämpfer geworden ist, weil er im Sommer 1914, als er zur.Meldung als Kriegsfreiwilliger von Ainerika nach Deutschland zurückznkehren versuchte, ausgcgrissen und bis Rovcmber 1919 in einem französischen Gefangenenlager interniert wurde. Wir sind uns bewußt, wie häufig wir bei der Beratung unserer Freunde notgedrungen enttäuschen müssen. Und dennoch wird jetzt nach viermonatiger Tätigkeit wohl kaum jemand sich der Ucberzeugung entziehen können, daß die Bcratungsarbeit unbedingt erforderlich ist. (Sprechstunden: Emser Straße 42, 12 bis 14 Uhr täglich außer Sonnabend und Sonntag.) F. Gdt. Besuch aus dem Lehcglll Löhe Eine Stunde Bahnfahrt von Berlin. Dann quer durch die Stadt, der die Brillantenfchleiferei Weltruf geschaffen hat. Sechs Kilo- Meter die Rhinolver Chaussee und nun sieht man, fremdartig in der Havcllandschaft, Reihen von Pappeln. Französische Gefangene haben sie während des Krieges gepflanzt. Jetzt zeigen sie uns die Richtung nach dein Lehrgut Lötze, den: Ziel unseres Ausfluges. Tief sinkt der Wagen in die löchrige Landstraße, die links von der Chaussee abbiegt; doch kurz vor dem Gut wird der Weg schon besser. Hier haben ehemalige K.-C.-Studenten, nun Gutselevcn, den Weg auszubessern begonnen — ein eben fertiger Mediziner, ein Jurist, lauter junge Menschen, die jetzt dieKopsarbeit mit der Landarbeit vertauschen wollen. Acht Tage erst ist der Lehrbetrieb im Gange, den der Reichsbund für jüdische Siedlungen in Deutschland (RJS) errichtet. Inspektor Dreher, der in Groß- Gaglow und anderen Stellen seine landwirtschaftliche und pädagogische Begabung schon erweisen konnte, ist Leiter des neuen Betriebes. Diel „Erfolge" kann man nach acht Tagen noch nicht erwarten. Um so mehr überrascht einen, wie sehr all die jungen Menschen, die hier ans allen Gauen Deutschlands zusammengekommen sind, sich schon akklimatisiert haben. Zunächst lnilßtcn sie sich selbst ihre Unterkunft schaffen. Das hübsche Herrenhaus dient jetzt für Sonnnergäste und als Eß- und Gemeinschaftsranm, auch die Gutsverwaltung har in dem mcrllvürdig prunkvollen Haus, das weit über einen See hinautzblickt, ihren Sitz. Die Schüler aber wohnen in den Gebäuden, die früher als Schmtterkascrnen dienten. Hier haben die neuen Bewohner erst Stil hineingebracht. Brmt sind die Türen gestrichen, blau, gelb, rot. damit jede Gruppe ihre Wohnung leicht erkennt. Tische wurden gezimmert, Betten und Schränke gerichtet. Gemütlich, aber primitiv. „Ratürlich fließendes Wasser — wenn man pumpt", bemerken zwei lustige Stuttgarter, die uns durch die Wohnrärnne zu den Hinteren Teilen führen, wo Säue und Ferkel nntergebracht sind. Ten beiden ebemaligen Juristen ist jetzt das Vieh anvertraut. Der Blonde schwingt die Heugabel, um die schwarzwcißen Kühe zu füttern, als ob er Zeit Feines Lebens nichts anderes getan hätte. Und der Schwarze, der sicher ein richtiger Bücherwnrin war, erzählt vom Kuhmisten und ähnlichen wohlriechenden Beschäftigungen mit dem Zusatz: „Mir kommt'? vor, als ob ich das schon ewig täte." Die einzige Erinnerung an die seine Bürgerlichkeit Prägt sich noch in den vornehmen Namen ans, die sie den Kühen gegeben haben: Inge, Helga, Anni („das Luder macht sich sogar am Sonntag dreckig!"). Das neugeborene Kalb heißt Arno und Lotte, das schon etwas ältere springt neben dem Maultier Rosine und ein paar schönen Reitpferden auf Heinrich Marcuse, Stettin geboren 23. Mai 1880, gestorben 5. August 1933 Unser Führer ist nicht mehr. Heinrich M a r c n j c ist uns durch ein tragisches beschick genommen. Fast zwei Jahrzehnte hat er unseren Landesverband geleitet. Schwere Zeiten hat er überwinden Helsen, noch schwerere suchte er zu mildern. In der schwersten Zeit, als er am nötigsten war, wurde er uns entrissen. Wer kannte ihn nicht in seiner hilfsbereiten Art; wer laut nicht zu ihm von nah und fern, wenn cs sich darum handelte, in bedrängter Situation sich uneigennützigen, freundschaftlichen Rat zu holen; wem hals er nicht, für wen setzte er sich nicht ein? Ein unermüdlicher Vorkämpfer des Judentums in unserer deutschen Heimat ist Heinrich Marcuse sein Leben lang gewesen. Er, der aus allen Schichten der Bevölkerung viel gesuchte Anwalt, fand immer Zeit für die Aufgaben unseres Landesverbandes. Verwaist stehen wir an seiner Bahre, mit uns trauern auch diejenigen, die innerjüdisch anders denken, um ihn, der in seiner mit scharfem Geiste gepaarten Herzensgüte verstand, Meinungsverschiedenheiten auszugleichen und immer das große Gcsamtziel zu sehen. Sem Heimgang schasst eine nicht zu ersetzende Lücke. In uns wird sein Borbild als Kämpfer und Mensch weiterleben und uns Ansporn sein, in seinem Geiste weiter zu wirken. Landesverband Pommern des Centrnlvorcins OOOOC^OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO« Der Weide tun her. Auch die Gänse und Enten sind ihnen lmtcrftellt, die noch viel Geschwister am Ufer des blauen Sees haben. Ter See ist überhaupt das schönste — wohl nur für die Gäste. Auch die jungen Bauern springen kleine Erinnerungsbilder .Fritz Engel. Wenn die jüdische Jugend Deutschlands angstvoll in die Zukunft starrt, wenn wir ihr aus tiefstem Herzen wünschen, daß ihre Erinnerung an die trüben Tage ihres Werdens auslvschen möge vor einer freudenreicheren Gestaltung der Zukunft: für uns Aeltere, für die meisten von uns, ist es ein von jeder Uebcrhebnng freie?, aber auch trostreiches und stolzes Gefühl, daß wir Erinnerungen an eine eigene, schönere Jugend haben. Ost ist es mir jetzt, als ob das mcnschliche Gedächtnis selbständig waltend in unserem Hirne lebt. Ungcrusen, aber willkommen meldet es sich. Wie von plötzlichem Strahle erhellt, stehen Menschen und Voraänge da, die längst vergessen zu sein fck)wneu. Das „Es war einmal" hat nichts Marchenhaftes mehr. Von neuem wird cs. Wirklichkeit, vielleicht eine verschönerte. Wie dein and) fei, ein Stück und Inhalt vergangenen Daseins steigt wieder empor und wacht uns wehmütig und macht uns ailch lächeln. Wir atmen ans, wir sind, für Minuten, uberzettlich geworden. Wir empfinden es wie ein Wunder der Natur, wenn sie die Pforte erschließt, hinter der die Toten lebendig werden und sich nns zugesellen. Unter diesen gütigen Zwange seht ihr euch nicht gleich mir zurückwandern m 01c Ta e der Kindheit? Als die Eltern noch lebten und die Lehrer, Als ihr die unerlab- Ild.cn dummen Strolche mach et und Tanzstunde nähmet und der ersten Liebe d,e zweite erste fotnen liehet und nach einem nirgends aufaeschriebencn. avcr sctftnsest bcgründeten Paragraphen Tag um Tag über die Schweidmhcr Straszc wandeltet, mindestens fünfmal hin und her ... So bin ich denn, ob ich wollte oder nicht, gestoßen vom aiitonoinen Gedächtnis, in die eigene Heimat gelangt. ES könnte mich reizen, daß ich den allgemeinen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zustand meiner vielgeprüften Vaterstadt Breslau im letzten Drittel des vorigen Jahrhunderts ausführlich darzustellen versuche. Hier aber spreche ich nur als Jude, und die Bürgerhäuser, Paläste, Museen und Schulen und Handel und Wandel treten zurück vor der allercngstcn Heimat im Umkreis der Familie und ihrer Tradition. Auch die Breslauer Juden waren immer von Grund aus deutschgcsinnt. Sie waren aus dem Osten gekommen, der sie einst aus den urdeutschen' Bezirken Westdeutschlands ausgenommen hatte, sie waren im polnischrussischen Ghetto eingepfercht gclvesen. Bon der halbasiatischcn Unkultur hatten sie sich erst seelisch befreit, indem sie an deutschen Büchern/vor allem an Schiller, sich aus ihre Menschenrechte besannen. Dann drängte cs sie auch zur körperlichen Befreiung. Es war ein leiser, unorganisierter, aber stetiger Zug über die Grenze, erst in die Städte Posens und Oberschlesicns, später, in einer neuen Generation, in die Provinzialbanptstadt. Und dieses Breslau war ja eine Residenz Friedrichs II. gewesen, er war der erste Europäer in der Ostmark, der geistig weit über sie hinausragte und das Licht der Aufklärung verbrectete. Dieses BreSlau war der Schauplatz des Aufrufs an mein Volk im Jahre 1813. Die Ucbcrlicserungcn der Stadt hatten der Revolution von 1848 standgehalten, sie ließen sich ebensowenig in den Konfliktsjahren ausmerzen, und wenn die Juden links wählten, zusammen mit der Mehrheit der christlichen Bevölkerung. so blieb die Opposition doch immer „Seiner Majestät allergetrcueste". Da steigen sie nun auf, meine Erinnerungen. Ich sehe junge Mädchen, meine älteren Schwestern, saubere, wenn auch noch nicht antiseptische Leinenstücke zerzupfen; so ent-, stand, was man „Charpie nannte und geammelt nach Frankreich schickte, um den bles- Werten deutschen .Soldaten kW Munden binden zu helfen. Dann ein Herbstabend ... Wir wohnten in dem damals noch abgelegenen Schcitnig, beim Gastwirt Schlomps, dicht an der hölzernen Oderbrücke. Ja, dieser Abend! Kam da nicht eine alte Frau über die Brücke? Weit aus der Stadt heraus kam sie zu Fuß, denn der Omnibus ging nicht etiva jede Stunde. Schwenkte sie nicht erhitzt' und jubelnd ein Zeitungsblatt? Und war das nicht die Depesche von Sedan, von der Gefangennahme Lvnis Napoleons? Und als längst wieder Frieden war, ich war nun schon ein richtiger Junge, gab cs Besuche des alten Kaisers, mit ihm seine Granden, die heute schon alle in Marmor und Bronze dastehcn: Moltke und Rvon und Otto Bismarck, ich sollte ihn später oft in nächster Nähe sehen und hören. Der Kronprinz Friedrich Wilhelm kam, Ehef der „Elfer". Er strahlte in männlicher Herrlichkeit, er war der Liebling, an dem sich so viele Hoffnungen emporrankten. Und dann wieder ein Tag, ein Junisountag des Jahres 1878. Da nahm mein Vater mich an der Hand, und diese Hand zitterte, als wir vor dem Fenster einer Zeitungsredaktivn standen. Ein Extrablatt, das Attentat Nobilings auf Wilhelm I. Ich erzähle von diesen Dingen nicht, um mich, nach Lob schielend. Patriotisch zu gebärden. Es handelt sich ganz einfach um die hundertfältig beglaubigte, historische Tatsache, daß auch in der Stadt Ferdinand Lassalles das Judentum bis auf seltenste Ausnahmen der Tradition der Provinz folgte und sein jüdisches Empfinden mit seinem staatsbürgerlichen zur Einheit verband. Jüdische Freiwillige waren ja, wie schon in den Freiheitskriegen. so auch 1870 mit hinausgegangen, und mit anderen war der Dichter des Liedes „Es ward einmal geschlagen bei Belle-Alliance die Schlacht" gefallen; Wilhelm Levysohn aus Grünberg, Bruder des späteren Chefredakteurs Artur Levysohn vom „Berliner Tageblatt". Dieses Doppelgefühl: Jude und Deutscher MgeMteü. ift Mg dgrnM un£> erst recht in späteren Tagen gegen jegliches Andrängen der antisemitischen Flut dichtgeblieben. Eher hätte inan von Spalinngen innerhalb des Judentums sprechen können. Gerade in Breslau gingen die religiösen Strömungen heftig gegeneinander. Es gab noch lein „Nntionalsiidcittuiii", das erst nach Jahrzehnten im Zionismus Gestalt gewann, aber es gab einen jungen jüdischen Liberalismus im Kampfe gegen die Orthodoxie. Tie eine Partei, die des Fortschritts in den Spuren Moses Mendelssohns, war glorreich durch Abraham Geiger vertreten, die Partei des Beharrens durch den Lbcrlandesrabbiner Tiktin, der in Kaftan und Käppchen cinhc-rging und offiziell das Judentum vertrat, auch bei den Festen zur Amoefcnheit des Hofes, allwo ihm dann sreundlicherrveife ein rituelles Menu vorgesctzt ward' Dieser Tiktin hatte noch keine deutsche akademische Ausbildung genossen. Es ging da manche Anekdote herum, die feinen etwas unsicheren Verkehr mit der deutschen Sprache betraf. Aber es sei ferne von mir, dein in seiner Art gelehrten und aufrechten Mann längst verjährte Fehler anzukreiden. Abraham Geigers Nachfolger wurde Manuel Joel. Und wenn die Traditionsseftcn in die Stvrchsynagoge nahe dem noch inaner Hhettoähnlichcn Karlsplatz gingen, so hatten sich die Neuerer vom Baumeister Orgler das herrliche Gotteshaus am Stadtgraben errichten lassen. Joel predigte denkerisch tief; der kleine, stimmgewaltige Kantor Deutsch, Vater des Geheimrats Felix Deutsch von der A. E. G., fang die edlen Weisen des Judentums in jedes Herz; der zweite Kantor, der alte Fuchs, enthob mit heißgeblähten Wangen dem Schofar die vorgeschriebenen Töne.. und am Pult des amtierenden Synagogen- Vorstandes war mein Vater, Michael Abraham Robert Engel, mit glänzend gebügeltem Zylinder, im schwarzen Gchrock aus der Werkstatt seines Vorstandskollegen Salomon Weigert-