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Central-Verein-Zeitung · 1933-08-03 · 31 (3.8.1933) · p. Seite 314

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
12 (1933)
Issue
31 (3.8.1933)
Date
1933-08-03
Page
Seite 314 (sequence 10)
Language
German
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314 MMMM f %' *•/ <i ,%V/ £•*■ V: LMA-Mihl! L^2I2IM Die Freie Jüdische Volkshochschule, die mü Unterstützung der Jüdische-! Gemeinde seit länger als ei::?::: Jahrzehnt im Mittelpunkt aller Bildun.gsvestrebumgen des Berliner Judentums steht, bleibt das Forum, vor dem die Fragen der jüdischen Religion, der jüdischen Ethik und der jüdischen Problematik nach wie vor erörtert werden sollen. Daneben aber will sie ihre Hörer mit Kenntnissen ausstatten, die ihnen jetzt i m Ka m p f u in eine neue L e b e n s g e st a l t u n g von Bedeutung sind. Infolgedessen werden Sprachkurse eingerichtet, die bereits im Ä' u g it st beginnen, und ^umt Kurse für Hebräisch, Arabisch, Englisch, Französisch Italienisch, bei Bedarf auch noch für andere moderne Sprachen. Diese Kurse werden i n allen Gegenden Berlins stattfinden. Eie tosten bei zwei Doppelstunden in der Woche monatlich nur 6 Mark. An jedem Kursus sotten höchstens 12 Personen teilnehmew damit das schnelle Erlernen der Sprache jedem ermöglicht wird. Neben diesen Kursen sollen u. a. Lehrgänge für Nt a s ch i n e n s ch r e i b e n, B u ch- Haltung, Werbet e:} r e, Vorträge über W t r t f d; a f t £ £ u nde, über die B c v u f - u in f chicht u n g usw. die Hörer mit den aktuellen Fragen vertraut machen. Um die Hörer über alle für ihren. Ausbildungsgang erforderlichen Fragen zu beraten, stet die Freie Jüdische Bollshochi'chule eine ,.H ö r e r b e r a 1 u n g" stiuzericheet. Die Sprechstunde findet täglich vormittags von 10 bis 12 Uhr statt, auf Wuruch auch zu" einer anderen Zeit. Telephon: Weideudmum 6072. Anmeldungen und Hörerbcratung irn Büro der Freien Jüdischere Voltcchochschule, Oranienburger Strafte 31, Zunrner Nr. 36, oder schriftlich. Die Jüdische K ü n ft l e r h i l f e Berlin hatte in Gemeinschaft mit der I ü d i s ch e n A tt e r s h i l f e Croh - Berlin zu einem Klein» kunstabend in das Logen Haus, Kleiststraste, geladen. Rabbiner Dr. Prinz führte aus, mau solle nicht nur wirtschaftlich den Künstlern helfen, sondern ihnen auch seelisch die Möglichkeit zur Entfaltung ihrer Kunst geben und dadurch zugleich den Zuhörern eckste jüdische Kunst der- Mitteln, die sie von der schweren Zeit eures rblenlon möchte. Man dürfe nicht freiwillig ein Ghetto bilden und die Klagemauer überallmn ruitnehmen. Man ruüW fröhlicher sein, denn „Fröhlichkeit ist das Wesen jeder echten Kaust". Dann begann Salvador Leh die lüustteri. scheu Daroieiuugeu mi: dem Fremde As-Dur von Chopin, drwen Wiedergabe noch etwas befangen klang, während er im ziveiten Teil der Veranstaltung in der Polonaise As-Our ron Chopin sehr viel Temperament entwickelte, gute Technik und nuancierten Vortrag zeigte. Tina G er m an ivirkte durch das fttreotuoe Lächeln bei den wundervollen Worten aus dem „Jeremias" von ^Stefan Zweig rc-ckst dileuanLisch und schien die Tiefe und Bedeutung des Gesprochenen nicht voll erfaßt zu haben. Walter Friedlauder wirkte durch bescheidenes Auftreten und schönen Bariton sehr symoaihuch. Sehr erfreulich ist die Tänzerin Ellen Li. mit sicherem Aufireleu, natürlich und ungekünstelt. strahlend, mit viel Temperament: von ihr hätte man gern noch mehr als die gebe reuen beiden Tänze gesehen. Der Höhepunkt des Abends war Annemarie H a s e, die drastisch und dock) dezent Lachstürme hervorrief; eine Künstlerin von hol>em Range. L. R.-S. Bie grosse Spezia*] fr <S7z rw fj h?Vll für reinwollene Siridihleldtsng v4 0 iLHilUil/UUii vit *->—--3 günstig zu Verkäufern Erfordert.Kapital s etrva 10lXÄ,—Mark. -Äu-kunft durch: -- 1 CEerichtsaffessor *-—-■—* Jrnmobilien — VerfiLerungeu f~ — Treuhandgenbäfre — Düsseldorf. Kasernenstraße 17—19. üiüiüiuür.-. stchHiHtttt!!!! 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