Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 12 (1933)
- Issue
- 25 (22.6.1933)
- Date
- 1933-06-22
- Page
- Seite 242 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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L42 drimzung, ta der recht eigentüch die Aufgabe und der Nerz des „L^rncns" testebt, höchnens in Anrnerkungen anzudeuteu. Unrgekehn liegt Vere.de in dieser Durcharbeitung eines größeren -Themas der hohe LL)rt der Monographie^der eingehenden Darstellung eines talmudischen <rondergebietet. Unter diesen Umwänden verdient das Buch von Esriel Eri.ch Hildesheimer „Das jüdische Gesellschasrsrecht", gerade an dieser grelle, eine dringende Empfehlung. Ein ebenso interessantes wie wichtige- Gebiet der Halachah wird im engen An- Jdiütfj an die Quellen systematisch ausgebaut. Die wichtigsten TalnrndneUen. sind sim Original abgedruckt, wörtlich übersetzt und 'jt»or allein im Zusammenhang gut erläutert. Der .-Leser erkennt klar den inneren Organismus der jkHalachah. Er wird vertraut mit der eigcntüm- Kjcherr, der modernen juristischen Merbode bald entsprechenden, bald widerftredenden Form. in Der die Talmudisten das Rechisleben bearbeitet Haben. Ewi,>e Fragen der Rechtsphilosophie, W '-'Das unsterbliche Problem des Verhältnisses von rif^npital und Arbeit, tauchen ai:r in der „Jurisprudenz des täglichen Gebens", mitten unter Den Erörterungen des positiven Rechts. Das ilotzte Kapital zeigt die charakteristische, bewnn- Derungswürdige Kraft, mit der das Recht der Kalachah rm Lanfe der Zeiten sich in seinem Wesen erhalten und dennoch in seinen Aeusiekrungon gewandelt hat. So verschafir das Buch Don" Hildesheimer an einem Sonderproblem zedemLeser. der sich ernsthaw darein vertieft, ein ursprüngliches Verständnis von dem Wesen rund der geistigen Leistung des Talmud. Deshalb begrüßen wir es als einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung weiter Kreise, von Inden und Nichrzudeu. Lsellelbacller (Düsseldorfs bat. Loeb rDtbrrtcte fick der Forderung der klassischen Pbilologir und humanistischen Kultur in Amerika. In r.'türneu, oo tab sich im Jahre l’X>7 niederlie^, gründete er die fpäicr dem Kaiser-iDilhelm-Jnstitut für tüco:eti'ch-psl?chia irische Forschungen angegliederte Forschunasanstalt für Psnchiairie. Während des Krieges 'cnrwiäelte und finanzierte Laeb eine umfangreich: Hil'srätiaieit. Nach Kriegs'chlutz organisiert er die Versorgung der Säuglinge durch amerikanüchr Trockenmilch. 1922 ernannte ihn die Universität München .zum Ehrendoktor, nachdem er schon früher von der Harvard-Universität das Etrendortordivlom erhalten hatte. James Loeb war auch-Ehrenmitglied der Kaiser-Wilhelm-Eesellschast. Zur öeutMe GLsichberechriguttg Deutschlands Forderung all? Rüstungsausgleich und auf gleiche militärische Sicherheit ist die umftrittenste Frage der gegenwärtigen Ausienroliük. D-er Geschäslsführead) Vizepräsident des „ArbeiLsausschusics Trukscher Verbände' widmet diesem Problem die vorliegende Broschüre.*) Er gehr dabei von den in der sran- Zön'chen urD englischen Antwortnote vorg-ebrachen Argumenten aus und entwickelt alle rvchilichn und politischen Gesickespunktc, aus die sich die unbedingt nötige und sittlich gegründete Forderung der dem'chen Gleichberechigung stützt. Die Lchrisr ist von dem im Juli 1932 ins Leben gerufenen..Aufllarungsaus'chust für nationale Sicherheit, denen Eeschäftsmhrung in Händen des üb-erparteilichen ,.Arbe::sausschusses Deutscher Verbände" liegt. *) Haus Drargor, „Gleiches Recht für Deutschland!". Verlag Arbeitsausschuß Deutscher Verbände, Berlin 1932. KCcinc Chronik Freundem herzlich ll. — Geheimra! Dr. Friedrich Wolfs (Kein) ist in diesen Tagen im Atter von 85 Jahren gestorben. — Der zwcire Vorsitzende der Ortsgruppe schncidemirhl, Dr. Adolf Bieber, der seit Jahren dieses Amt innerhalb des Centralvereins mit Etter und Treue bekleidet hat, ist gestorben. — Frau Rosa Silberberg (Berlins ein treues Mit. glied. is: gestorben. Wir werden das Andenken der Toten in Ehren halten. Hochschule für die Wissenschaft des Judentums Zu der am Donnerstag, 29. Juni 1933, nachmittags 5Vi Uhr, pünktlich, in der Aula der Hochschule. Artillericstraße 14, siattfindcuden ordentlichen General- Versammlung werden die Wohltäter der Hochschule ergebenst eingeladc,!. Tagesordnung: 1. Lerwalmngs» bericht.' 2. Bericht der Revisoren und Entlastung. 3. Wahlen. 4. Satzungsänderung sn § 20. Geschäftliche Notizen Zur neuen Heizperiode. Sind Ihre Oefen und Kochherde schon in Ordnung? Dollen Sie gute, gediegene Töpferarbeiten haben, so wenden Sü' sich an den bekannten jjüdischen Töpsermeister M. Kramarski, Berlin V.' 57, Winterfeldtstraße 24, B 7 Pallas 3297. Eommerreisen. Preiswerte Pan-' chal-Somnieranfenthalte, deren Eefamtkosteu in: Vorhinein fengelegt si::d, oder Rundrctten durch das befreundete Attslaud zu Land und zu Master, bringen Erholung und Freude. Im herrlichen Echwedenoad oder an den ingoslawischen Seen oder auf der Seereise nach Island bietet sich die dringend erforderliche Ausspannung — während Rundreisen durch Italien bis Sizilien einen Einblick in das gastfreie Land und sein Volk gewähren. Näheres durch Frau Dr. Eohn-Wiener Oliva J 2 2167, vormittags S bis 10 Uhr. Einen idealen Aufenthalt an der Ostsee bietet für Akademiker das vor zwei Jahren eaöfrnete Erholungsheim Villa Hausmann in Arendsee. Der schleßartige Bau befindet sich in einem großen, herrlichen Park, unmittelbar an der Meeresküste gelegen. Das Erholungsheim erfreut sich schon jetzt großer Beliebtheit und ist für Erholungsuchende ein Paradies. Anfragen sind an das Sekretariat der Akademischen Gesellschaft Hausmann-Stiftung, Arendsee i. M., zu richten.; James Loeb gestorben. ' Im Alter von 66 Jahren starr, wie aus München gemeldet wird, auf seiner Besitzung in Murnau der bekannte jüoische Philantrov James Loeb, ein gebürtiger Amerikaner, der sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Deutschland, wo er sich im Jahre 1907 niedergelassen hatte, winen'chaftliche und künstlerische Bestrebungen in großzügigster Weise gefördert Der SO. Geburtstag von Hermann Becker (Berlin) ist am 24. Juni. — S. Stern, Senwrchef der Firma S. Stern & Sohn, Frankfurt ö. ü.ain, feiert am 27. Juni feinen 70. Geburtstag. —. Das langjährige Vorstandsmitglied des Landesverbandes Ostpreußen des Eentralvereins. Albert Loose, feierte am 15. Juni d. I. seinen 60. Geburtstag. — Ein treues Mitglied des Ccatralvrreins, Sigmund Kr a ulkopf, wird cm 22. Juni 60 Jahre alt. Wir gratulieren unseren Verlag: Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens e. V., Berlin IV 15, Em.'er Straße 42, Tel.» Adr.: „Eentralglauben Berlin". Post'ckeck: Berlin 39472. Verantwortlicher Hauptschriftleiter, i. V.r Dr. Alfred Wiener, Berlin W 15. — Unverlangte Manuskripte werden nur Zurückgesandt, wenn Freiumschlag beiliegt. t- Verantwortlich für den Anzeigenteil: Friedrich Nathan, Verlin-Halensee. — Druck der Rudolf Moste Stiftung, <5. m. b. H., Berlin SW 100. 'fteurenovi n Unvergleichliche Heilerfolge ~ bei BlnJarxnui, Blc! ch sucht,Fre-nsnkraahhciicB, Ehcumtilsmc.*, Gicht, Ncrren- *LndKersIdäen.Balmlin.MiL-u:hen-Ot=ramTnergau. Naturschöne Lage inmitten v. gr.eig. Pariar.lzgen.Mod. Zimmer rn. Zentr.*Helz.fLw.ti. k.Wasser.PrivetbidL, Liegehalk., Lichtsignale. Kur- und Badearzt: Sanitäts-Hat Dr.W.E. Pinggera. Prorp. durchEadererwaltung. Privatbeiitz:Else W indheuier. §simsQti©FMiiimi VJ Herz, Nerven, StoSFvediselkrankhclten. 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