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Central-Verein-Zeitung · 1933-04-20 · 16 (20.4.1933) · p. Seite 142

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
12 (1933)
Issue
16 (20.4.1933)
Date
1933-04-20
Page
Seite 142 (sequence 6)
Language
German
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142 Trotz alleörm .«. Fn Vrm „Saucrlänvrschen . Bolksblatt — Unsere Seirnat", Nnmnrer 7» vom 30. März, lcsc» wir nachstchcnvcn Slussatz: „Boykott gcgcu jüvischc Geschäfte": „Wie in zahlreichen anderen Städten, so kam es auch gestern in Olpe zu L'oy'otttrnrernehmungen gegen jüdische Geschäfte. Nationalsozialisten zogen mit einem Plakat, aus dem aufgcfordert wurde, jüdische Geschäfte zu weiden, durch die Strafen der Stadt. Wie wir annehmen. sollen diese Maßnahmen wohl mit den Boykottbestrebungen des Auslandes begründet sein, die wieder ihre Ursache in der Greuel- Propaganda haben. Wir Halen unsere Zeitung selbstverständlich sofort in Den Kampf gegen Oie Deutschenhetze und Greuelpropaganda im Ausland gestellt': es wird uns daher aber doch wohl noch erlaubt sein, die Frage aufzuwerfen, ob der Kamps gegen jüdische Geschäfte in Sipe gerechtsertigt ist. Unsere alteingesessenen jüdischen Mitbürger haben den Nationalsozialisten wahrhaftig keine Veranlassung zu irgendwelchen Angriffs- Maßnahmen gegeben. Vom Standpunkt der christlichen Gerechtigkeit kann ein Vorgehen gegen ehrenwerte Bürger — nur weil sie jüdischen Glaubens sind — niemals gebilligt und gerechtfertigt werden. Bei den beiden Olper jüdischen Familien handelt es sich um ehremverte und rechtschaffene Menschen, die sich ihrer Pflichten gegenüber der Gemeinde und dem Vaterlan.de stets bewußt waren. Bon der Familie Lenmeberz zum. Beispiel haben wir festgestellt, daß M. ^ennrrerg im Jahre 1324 das Olper Geschäft gegründet hat, seit 110 Ich reu ist die Firma in dem Besitz ein und derstlsten Familie. Oer Erostvater der jetzigen Inhaber hat in den Jahren 1S27—1830 all Soldat bei den 39ern gedient, er war schon damals Unierofsizier. Ter alte Lenncrorg, der Vater der jetzigen Inhaber, und seine vier Brüder waren Soldaten. Zwei Brüder, stein und Theodor Lenneberg, haben den Feldzug 1570 71 mit gemacht, einer von ihnen wurde bei Wörth verwundet. Tie jetzigen Inhaber der Firma L. haben den Weltkrieg als Frontkamcher mitgemacht, Hermann Llag vier Jahre in der vordersten Westfront und zwar mehrere Jahre als Frontosstzier. Wir wmen ferner, daß der Jugenimr Otts Lenneberg aus Attendorn im Jahre 1914 bei einer freiwilligen Patrouille im Prststerwald den Heldemod fand. Was die Olper Familie Gmanuel b-stristt, so genügt woel ein kurzer Hinweis ach die Beliebtheit und Wer Schätzung, deren sich der cJ,:c Emanucl bei allen Kwisen der Bevölkerung erfreut: daß sein Sohn während des Krieges mehrfach verwundet und mehrmals wegen Tap'erkeit vor dem Feinde ausgezeichnet wurde, möchten wir auch nicht verschweigen. Tie jungen Leute, dis gestern den Boykott infzenierren? sollten sich diese Tatsachen einmal recht vor Augen halten, wir sind überzeugt, sie würden sich ihrer „mutigen Tat^ schämen. Das „Sauerländische Dolksblatt" ist stets für Recht und Gerechtigkeit eingetreten. Gs hat stets strengste nationale Disziplin gevoaürt. und es wird auch weiterhin nachdrüälichst die Deutschenhetze des Auslandes bekämpfen und sich in eine Frönt mit allen gutgesinnten den:schon Bürgern stellen. Wir würden unserer Tradition als katholische und als Zentrmns.zeitung al^er untreu werden, würden wir zu dem Vorgehen der Olper Nationalsozialisten schweigen und uns nicht schützend vor'unsere jüdi'chen Mitbürger stellen. Einzig unsere katholische Au sichst mg von Gerechtigkeit und Nächstenliebe veranlaßt uns, diese Zeilen zu schreiben." Glasermeistcr Wilhelm Marens 50 Jahre alt Am 16. Apri! vollendete der Vorübende des Zentral l.'etb.>udes jüdischer Handwerker Seutswiand-s und Präsident des Weltverbandcs jüdistber Handwerker, Wilhelm Marcus, sein 50. stcbenstaär. Marcus, der lange Jahre Mitglied As Cemralvereius ist. hat sich um Schanang und Ausbau der jüdiswen Handwirkerorganisation und der jüdi'ä'en Dar'ehnskane sowie um die Hebung dst gesamten, jüdischen Handwerkerstandes außerordcullich verdient gemacht. Gr ist Vorsitzender im Ausiiatsrat des mit aus seine Initiative hin gcaründcwn Kredit- Vereins für Handel und Gewerbe, Mitglied des Vorstandes des Lehrling-Heimes Pankow, des Kuratoriums der jüd'stchen Carlenbaillchule Ahlem imb des Wirtfwas:saussän:ües des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden. Als Veprä'cntant und stellvertretender Vorsitzender der Liberalen Fraktion wirkt er in der Berliner Jüdischen Ge- Die Geburt ihres Sohnes HEIPJZ ze:; in grosser Freude an Leni Melchior geb. Rosenberg Dr. Erich Melchior Essen, der» 15. Apri! 1933 Zweicertstr. 31 HcSitH Plaut Jaap Buys Verlobte Creaen Berlin W15 Darmstädterstr. 1 Loog b. Amsterdua Julianastr. 64 Hilde Görden Dr. Fritz Rosenberg Verlobte Hamburg Park-Allee 84 Bonneberg U Thür. Ostern 1933 Das langjährige Mitglied dts Vorstandes unserer Ortsgruppe lierr ftecMsansralt vrarde uns am 10. April Jäh. entrissen. Er war ein aufrechter Deutscher und Jude I . Wir werden ihm, dem treuen Mitarbeiter, c;ne unvergängliche Erinnerung Le wahren. Cenlralvsrefa d'-urscherSlaatsbörgerjUdischja; Glaubens, urisjruppe Chemnitz."Dr. Cohn. ' —--- : -A Kackrul Am 11. April verschied unerwartet inte lg 3 eines Gehirnschlagc.s unser lieber Brüder, Schwager, Onkel, Neffe und Vetter Herr MOaltS FFSEÜbIj Düsseldorf Sein Leben war Pflichterfüllung und Aufopferung für seine Familie, und vrlrd sein Andenk-n uns und unseren Kind-rn unvergesslich sein. DJtrauernden Verwandtere Zzrlls, Köln, Bedburg. Na di langem, mit grösster Geduld ertragenem Leiden verschied Sonntag nacht sanft und gottergeben mein heissgeliebter Gatte, mein herzensguter Vater und Schwiegervater, unser lieber Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Fpii ik'mi Ll^yi n »f? |i - j ' /Ü1 {J |< I;; ,| st { y uk>' W i» lii k i w a w 1 G ros sk aufm ann kurz vor Vollendung seines 67. Lebensjahres. Wer den lauteren, vornehmen Charakter des Verstorbenen und die grosse Liehe zu seiner Familie kannte, veiss unseren Schmerz zu vürdigen. Regensburg, München, Nürnberg, Aachen, den 17. April 1933« In tiefer Trauer: Frieda Bechhöfer, seö. Keiler Justin locfisöerger ü. Fraa JlHce leb. Egcnhcfer Statt besonderer Anzeige. An den Folgen einer schweren Krankheit starb Im Alter von 49 Jahren am I3. April Prati küSßSAS ßiisads _ geb. Kugel mann. Die Beisetzung erfolgte am Freitag, den 14, April 1933» Moers, den 13. April 1933, Familie Julias Ensad-J. Man bittet, vo-n Beileidsbesuchen abzufehen. Nectreker für firstl. filelnflaM' Lüilövrans im 6aarg;bict ub Mitir Mai cuf ewva 4 Wochen sesruLt. Onerten unter U. W. 15 653 befördert ALdrWcffr,DeAinLV/lL2 Buchhalterin, unbe, d Ir. z t m. cH-Nvor r a rbe vertraut, für Warengeschäft i.§trei6ÜaA 5>i::tezborzm. bei fr. Ster, (nichtrtt.)i.Haus.' ö I cht. An;eb.,Z:'agn:sAad-r-s^ ©cp. «ntJ. V. 15 £57 be RL-.^oär,Vcrlm SWiDO. Statt Karten. Heute früh ist meine innigstgelicbte Frau und treue Mitarbeiterin, unsere herrensgute Matter, SclrwiegermnUer, Gxossmutter, Schwester und Tante ICiisrja lllsiiisrl BSb. Harv/Itz im 04. Lebensjahre nach einem arh-eitsreichen Leben voller Liebe für die ihrigen von uns abberufen vrorden Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Emil OHendorff. Osnabrück, Berlin und Krefeld, den 13. April 1933. Statt Karten Gestern, abend entschlief nach kurzem schweren Leiden mein Lieber Mann, mein guter Bruder,unser lieber Vater.Schvrager und Onkel, der Kaufmann nst im 52. Lebensjahr. Im Kamen der Hinterbliebenen Frau Johanna Gunst und Kinder Ella Gunst Wilhelmshaven, 13. April 1933. DleBeercllgunghat ln aller Si ille EtattgefurJea. n UüJer lieber, trensorgender Vater, Schvriegcrvater, Bruder und Gros.svz'cr, Herr Eugen tleumanrä wurde uns nach kurzer Krankheit im Alter von €5 Jahren entrissen. 6reifenbergi.Pom.,K5ui25b5rg I, Pr. und Berlin. Im Namen der Hinterbliebenen: Syndikus Kurt Saiatzky ■nd Fraa Kerta, geb. Neumina.

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