Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 11 (1932)
- Issue
- 46 (11.11.1932)
- Date
- 1932-11-11
- Page
- Seite 470 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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470 lidjSeifc. betrogt. Er tu eine fische Natur mit mev!Mr.meli sistem :: r . hu. Gewiß ist seine allzu pers^^iche Nrt. _h: uu.?u> hemmte Ichsucht, ni^t jederurollus r:?. jedoch das ändert nichts us: den- Ist.:'. .. c . .'ä er der maßzeblichsse und eindri-ischuä'? . ä.-er Hauptmanns gewesen ist. A!s a.enrti .r Ee'w-- sier fühlte er sich besonders zu llm.i In., .er seiner Heirnat hinge.zogeu. Sr-'u-e Zä.^ch Torungen der Stücke Hauptmanns sind unübertroffen. Fast als einziger hat er'bei der Uraufführung die Bedeutung des „Florian Gey er" erkannt. Trotz seiner Lerehrung ifr er kein blinder Anbeter. Tie mißratenen ^Stücke Hauptmanns hat er rücksichtslos kritisiert.^ und damit erbrachte er den Beweis für die Sachlichkeit seines Urteils. Biograph Hauptmanns ist, insofern er Paul Schlenthers Lebensbeschreibung fortsotzte, Arthur Eloesser geworden. Wie Brahrn kam Eloeffer über das Studiuni Kleists zu -vauptmann. Seine stets tiefgreifende Kruik Hauptmcnns weilt rnwfern eine literarhistorische Note auf, als sie oen Zusammenhang des Sichters mit der geistesgeschichtlichen Entwicklung andeutet. Auf akademischem Boden hat an der Berliner Universität der Germanist Mar Herrmann als erster eine selbständige Borlesung über Gerhart Hauptmann gehalten. Er, der Erforscher der deutschen Theatergeschichte, hat außerdem die erste wissenschaftliche Hauptmann- Bibliographie veranlaßt. Der Eckermann Gerhart Hauptman.ns ist Joseph Ehapiro geworden. Durch langjähriges Zusammenleben mit dem Tichrer hat er die Grundlage für seine „Gespräche mit Gerhart Hauptmann" geschaffen. Das' Werk, von dem erft einzelne Stricke veröffentlicht worden sind, ist berufen, eine Fundgrube für die wissenschaftliche Erforschung Hauptmanns zu werden. Den ebenbürtigen Seelenfreund fand Gerhart Hauptmann in Walther Rathenau. Was schätzte Hauptmann an Ratheuau? Man könnte den tiefen Lebensernst. die heiße Vaterlandsliebe, den praktischen Weltverstand anführen: und dennoch würde die Antwort nicht befriedigen. Es war eben die sittlich vollkommene Persönlichkeit, die Hauptmann bezwang. Eine weitgehende Uebereinstimmung in den Fragen des Charakters und der Weltanschauung schuf einen Freundschaftsüund von seltener Harmonie. Die Gestaltung des deutschen Lebens und der deutschen Zukunft war ein Gegenstand ihrer gemeinsamen Sorge. Dem Tichtergenius Hauptmanns galt Rathenaus Ehrfurcht. Was ihm Rathenau bedeutete, das hat Hauptmann bei den Gedächtnis feiern für den "ermordeten Freund ergreifend ausgesprochen. Nicht das, was reaktionäre Genullter leicht- -hin Revolution nennen, war es demnach, was die jüdischen Geister zu Hauptmann hmzog. Ihr Bekenntnis ist vielmehr eine Huloigung vor der großen Persönlichkeit, die allein das Recht besitzt, die alten Tafeln zu zerbrechen. Sobald aber das Genie von seinein ureigenen Rechte Gebrauch macht, wehklag: die Dummheit über Revolution. I)r. Fritz Friediaecder. ’w uv 2U* d 0 Ci*. Am 11. November feiert Sanitälsra: Tr. Igno.n Stern der g 'Vcck'uäseinen , 79. Grourt-ta.z. Als einer der crst.u Vorkämpfer für den studanwn. fester standesro'.un'cker Organisationen der Ärzteschaft, gehört er zu den Begrünserrr dcs Grvß- Berlincr Är-:c-Aundes, in dessen Gesckästsleitung er heute noch tätig ist. Als es ihm seine Zeit noch erlaubte, hat Tr. eiern borg im Vorstände unseres Centralverein-) viele Zähre hindurch einig mitgearbeitet. Er widmete sich dort nicht nur allen ärztlichen Standesfragen, sondern überhaupt allen Problemen, die sich aus dem Schicksal der deutsckiüoifchen Mediziner ergeben. Unbestechlich in feinem Urteil, voll Gerechtigkeit und ackkenntnis war und ist er uns ein treuer Freund. Unsere herzlichsten Glückwünsche begleiten ihn in sein neues Lebenssahrzehnt. Geffentircher GotLesürenst in öer DsrtmrmLrr Spnagoss Aus Anlaß des Sabbalh b'reschiih fand der auf Anregung des ersten Vorstehers der Gemeinde, Louis Iacobri. vor einigen Jahren eingeführts Festgoilesdienst als ösfemlicher Gottesdienst am Freitag, 22. Oktober, statt. Das festlich, erleuchtete Gotteshaus füllten über 1209 Menschen, dun denen mehr als die Hälfte anderen Neligionsbekenntninen angehörte. Im Mittelpunkt des C-Utesdienstes stand die Predigt von Rabbiner Tr. David aus Bochum über das Thema: „Im Anfang schuf Gott Himmel und Crde." Kantor Kober sang die Liturgie, während Rabbiner Tr. Wilhelm dis deutschen Gebete sprach, an deren Schluß bei geöffneter Lade das Geöet für das Vaterland stand. Tie Teilnehin.er folgten dem zweistündigen Gottesdienst in tiefster 'Andacht. Die Veranstaltung fand auch Nachhall in der Presse: die „Dortmunder Zeitung* widmete dem Gottesdienst einen langen, anerkennenden Bericht. Das Bestreben des Vorstandes der Gemeinde durch solche össenckichen Festgottesdienste eine Befriedung unter den Bekenntnissen und eine Annäherung ihrer Bekenner herbeizusühren. dürste auch in diesem Fall gelungen sein. Kleine Ghrorrrk Das langjährige trsur Mitglied des Eewtralvereius Lehrer A. Werth ein (Osterode) feiert r am 7. November in voller geistiger und körperlicher Frische seinen 70. Geburtstag und gleichzeitig sein üöjühriges Llmtsjubiläum als Lehrer und Vorbetrr der Gemeinde Osterode. — Am 15. November wird dos langjährige Mitglied des Ortsgrurxenrsrstandes, Leorela Hecht (Herborn), 70 Jahre alt. — Der Schriftführer der Orts, gruppe Homburg (Saar) feiert mit seiner Gattin das Fest der silbernen HoüzeiN — I. M. Mever (Sooft) feiert ant 12. November seinen 70. Geburtstag. W'.r gratulieren unseren Freunden herzlimst. Die Broschüre von Dr. Felix Goldmanrr (Leiozig): „Werden, Wesen, Wert des Talmuds" ist im Verlag M. W. «aufmaun, Leipzig, erschienen. An dom Geiellschaftsadend des Hillsverrirrs der deutschen Zudcn am Dienstag, dem 2 2. N o v e m b e r, abends 5.30 Uhr, im Hotel „Der Ztauerbos" wird i-öraatsminister a. D. Professor Dr. E. H. Becker Uber das übmna „Durch biblische Lande", ÄerreerndrUckr aus Persien, dem Irak und Palästina (mit Lichtbildern), 'vrew-n. — Das Sptwarcw! kn-nurtz-'Drro wird den A^e. ) mir dem Ts-Haikowslg-Trio op>. 50 A-cioU ciTtlcitii. — Eintrittskarten zu 6,50 Mark irt!L Tees D» . f.nb int Sekretariat des Hilfsvereins der L-uii'chen Juden, W 3:l Martin-Luther- Straße Gl (Tel. B 5 Barbarossa 6236 und 5169), erhältlich. Eeschäfillche Ttolltzn Nach Zwickau und Leipzig. Der Artikel ..Aus der jüdischen Welch im „Al! gemei n e n jüdischen Familienblatt Leipzig" ist ein trauriges Zeichen dafür, daß eine gewisse Bmwildemmg auch üdifchr Zertun.grn zu ergreifen besinnt. Die Esäunacklosigkeit, in der jüdische Weltbr griffe und ebrssische Bezeichnungen profaniert werden, ist kaum zu überüieten. 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An einem .Leisrietsei's gezeigt: Die qualitativ hochwertige Chlorodont-Zahnpasie äst im Breile etwas höher als in jüngster Zeit anaepriLÜrm billige Zahnpug- Mittel, aber die Chlorodon.t-Z.abnvf!eden.tit!el sind preiswerter, weil sie vorzüglich in der Wirtuna, sparsam im Verbrauch und von höchster, stets glei6)bleidender Qualität sind. Trinkr Fachinzer. Verschiedene Gründe sind es leider, die oft hinderlich sind, eine regelmäßige stur in einem geeigneten Badeort durchzu'ühren. Nach Rücksprache mit dem Hausarzt sollte man. in solchen Fällen eine Hanstrinkkur 'mit Staarl. Fachingen vornehmen, die zu jeder Zeit bequem und billig ohne Berufsstörung durchgeführt werden kann. Der Versuch wird sich p.cherl'.ch lohnen. Kurtarfreie Binterkuren in Bad Elster. Das sächsische Staar-bad Bad Elster bleibt auch in diesem Winterhalbjahr zur Durchführung von üZinterkuren geöffnet. Neben Frauenleiden un.d rheumatischen Erkrankungen aller Art werden vor allem Herz-- und Nervenkrankheiten (natürliche KohlensäureöLder!) behandelt. Kopfschmerzen und Nervenschmerzen jeder Art bekämpft 'man er'vlgreich mit den bekannten und von über 6&X) Aerztrn gerühmten raogal-Tabletten. . Aber auch bei rheumatischen und gichti'cken schmerzen haben sich Togrl-Tabletten glänzend bewährt. Togal sollte daher in keinem Hause fehlen. Es ist in jeder Äpotbeke erhältlich. Geistige Winterhilfe. Die Jüdisch- Toynbee-Halle, das Dolksbildungs- und Unterhaltungsbeim der Berliner Logen U. Q. B. B., hat vom 25. Oktober ab an jedem Mittwoch und Sonnabend um 8 Uhr abends in den Räumen der Topnbee-Halle, Berlin X 54, Gipsstraße 12a, die arme jüdische Bcrölkerung des Zentrums zu gemütlichen Abenden versammelt. Borträge aus allen Gebieten jüdischen Di'.irns, aus den Gebieten der Hrgiene, Volkswirtschaft, Geschichte usw. werden gehalten. Dem populär-wipenschastlichen Vortrag folgt eine Erfrischungsraucke. in der eine nahrhafte Suvre gereimt wird oder Bewirtung in^anderer Form erfolgt. Hierauf folgen deklamatorische und gute musikalische Vorträge. Die Jüdische Toynbee- Halle verdient die Förderung aller sozial interesztertett Preise. Meldung beim Schabmeister Fedor E i s n s r, Berlin siVSO, Laudshutcr Straße 15, Postscheckkonto Berlin Nv. L220>. Verlag: Lentralv-rein dcutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens e. V., Berlin W 15. Einser Str. 42, Tel.- Adr.: ..Centralglauben Berlin",Postscheck: Berlin 30172. Hauptschristleiter: Dr. Ludwig Holländer. Verantwortlich: Dr. Margarete Edel hei m. Beide Berlin V.'!5. — Unverlangte ManuCripte werden nur zurückaesandt, wenn Freiumsäckaz beiliegt. — Verantwortlich ' für den Anzeigenteil: Friedrich N a t h a n, Berliu-Halensce. — Druckt R u ü o l f Mosse, Berlin SW 100. F nn3 r "2 y i ü Ü Ham^änro nnck anOero Abbaustoffö sind die Ursachen demcistea Krankheiten und führen leicht za schwerer Arterienverkalkung Llaxen-, Lee er-, Gallen-, Nieren- und schweren Nervenleiden, vorzeitigem Altern u.einem frühen,oft cualvollenTod. Br. Ssnha'ra Lsüssso-fiooena (geschmacklich angenehm), ein Produkt ans naturreinen Pfhnin. nr^höflen und Knor.ih t \ nach Professor Edrgi'schem Goetr, Fchc-' iet d.o K?%nUhe.Z-lse¥?cz<2? vszüos ai:z und macht einen neuen Menschen au 2 Ist a m'. Grossoir'lasehc M.2,85 zuzü^L Porto. Rerrm' : : 8 Flaschen M. $,50 franko. In Apotheken* er'::...:i. ProbelkLschehen und das Buch: Die Kunst, d *; Leben za verlängern, gefren GO Pf. in ^Briefmarken durch die Sehwelsc;* ckaoisoso, Lc.-'ln u'6. - kriLürir'mU. 172 Ä2. A’leinhcrüteller: Ferse-.a-; Priirarato-rahrik. Berlin \V S5. 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