Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 11 (1932)
- Issue
- 44 (28.10.1932)
- Date
- 1932-10-28
- Page
- Seite 437 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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An^eisrnprrise: VFi) & für die Igespcrltene Zeile nam NuLslf Rloues Rsrmalzelienmeffer Nr. 4, FamilisnanzeigeN und Stellengesuche (nicht StellenanreboLe) für Mitglieder des Centrclüereins 0,43 &JI, die 62 mm breite Reklnrnrreile 3230 JlJt* -w"'v' VVV A \ o 7 A'A''7^V/ V v “V "•■ UnUHmi wclhlsr;, denn der Claude, da? jubcnfeinb[id;e Programm des Nat ionalsozial ismus habe abgeivirtschastet, ist ein Irrglaube.. G^in^, zurzeit steht der Kampf gegen die Konkurrenz der Deutschnationalen im. Vordergründe. Aber auch diese Tatsack^e selbst muß zu denken geben. Wir wissen, daß auch die TeutschnaLionalem zum Teil, keineswegs alle, aus Gründen der Wah (Propaganda gegen die Juden schreiben, sprechen und ' handeln. Man sucht sich in diesem Punkte dem starken Gegner anzugleichen, weil man glaubt, dadurch die Meinung - sehr vieler Urteilsloser für sich zu gewinnen. Das beweist: Das Cisr, das nationalsozialistische Wühlarbeit aufgerührt hat. droht immer tiefer in den Körper des deutschen Volkes einzudringen. Hat es aber erst einmal die . Adern durchflutet, dann ist es zu spat. Unbedingt wählen, denn es wäre töricht, der Stimmung nachzugeben,, die uns einflüstern will, wir bedeuten zahlenmäßig nichts. Allerdings: wir bedeuten nur dann etwas, wenn wir den Willen zum Leben, den Willen zum Rechte, den Willen, für uns und unser Recht im deutschen Volke mnzutrelen, deutlich zeigen. Aber auch der an und für sich Starke taugt nicht zum Bundesgenossen und zum treibenden -Geist in der Volkheit, wenn er schlapp, feige, kurz ohne innere Berührcheit den Forderungen des Tages gegenübersteht. Dagegen kann auch der an sich Schwache eine tragende Säule des Ganzen sein, wenn er es sein will. Auf dieses Wollen kommt es an, und dieses Wollen müssen wir bei der Abgabe unseres Stimmzettels wiederum beweisen. Llnbeding! wählen, denn es ist falsch, wenn man uns vorhält, daß die Speisekarte derjenigen Parteien, die wir unseren Wählern als wählbar bezeichnen, zu groß ist. Sie muß groß sein, denn wir zählen die Vertreter der verschiedensten politischen und wirtschaftlichen Grundauftassungen zu den unseren; wir können und, wir wollen die Menschen nicht zu einer politischen Einheit umgestalten. Eines nur 'eint uns: der Wille zur Aufrechterhaltung von Ehre, Freiheit und Leben. Dieser tragende Gesichtspunkt veranlaßt uns, unseren Freunden alle diejenigen Parteien zur Wahl zu stellen, von denen wir erwarten, daß sie trotz aller inneren Verschiedenheiten das große Prinzip vertreten, daß jedem Stamm und jeder Religion im deutschen Volke volle Entwickkrmgssreiheir zugenchert werden muß. L. H. O1 V W V 0 --J Ovv vb Der Aussatz „Rat' uns, C. 5M* in der letzten Nummer der „G. V.-Zeitung" hat viele unserer Freunde zu schriftlichen und mündlichen Aeußerungen veranlaßt. Solche Zuschriften sind uns sehr willkommen, weil wir aus ihnen die Ansichten unserer Mitglieder und Freunde am besten entnehmen können. Sie stammen aus den verschiedensten politischen Lagern und billigen überwiegend die Haltung des G. V. Aber einige Mißverständnisse bedürfen noch einmal der Klärung. Wenn auch die Fragestellung „deutschnational oder nicht" nur für geringfügigste Teile des deutschen Judentums überhaupt in Betracht kommt, so sei hier wiederholt, daß wir die Wahl der D e u r s ch u a t i o n a l e n Volks- Partei keinesfalls irgendwie anraten können. ftrSfLrScis \ul Rundfunk Schritte des Centralvereins Seite 439 Eine Partei, die Juden grundsätzlich ausWießt, kann aus deutschen Gründen von uns nicht gewählt werden. Die Partei macht offiziell groben Antisemitismus auch in diesem Wahlkampf nicht mit. aber verschiedene Wahldrucksachen einzelner Landesverbände, wie die Wahlzeitung „Der Antisozialist" der Teutschnationalen Volkspartei im Wahlkreis 12 (Thüringen), „Unsere Partei", die Wahlzeiklng der Berliner Parteizentrale, enthalten antisemitische Gedichte und Zeichnungen. Das muß auch denen zu denken geben, die in den in diesen Blättern wieder gegebenen §§ des deuchch nativ na len Parteiprog ramms (Volkstum.) und 13 (Ausschluß von Juden) der Satzung nur eine historische überlebte Formel sehen. Daß ebenso privatwirtschaftlich besonders feftgelegte Persönlichkeiten unter den deutschen Juden auch der Deutschen V o l k s p a r t e i nahestehen, kann nur den wundern, der. wie bei unseren Gegnern üblich, das deutsche Judentum als eins politische Einheit ansteht und JL-.X Die Zeit ist reif — Sie fordert von uns A fTn^lWn^irarjn Ü 0 *'U \ H * f •* z ■ / <\ : .* /v j r w r -i n r ff- \ | r^a > \ '? tfZ f 'r; f "”:3 ■ v^s U Ls bi. Li kb'J li U Li Gü stlld lä U V U Wull &,’££) ü Ü © Deshalb Sr30Era€j@U ® u3 ..n ^-7 vd Q \J © Li \w'-ü Li y y ■ T£i* d Li d y 4L3/ d