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Central-Verein-Zeitung · 1932-09-23 · 39 (23.9.1932) · p. Seite 396

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
11 (1932)
Issue
39 (23.9.1932)
Date
1932-09-23
Page
Seite 396 (sequence 4)
Language
German
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Ein Gedenkbuch Die jüdischen Gefallenen das deutschen Heeres, der deutschen Marine und der deutsofien Scfiutzlruppen 1914—1013 herausgegeben vom Reichsbund jüdischer Frontsoldaten gelangt im Oktober d, J. zur Ausgabe. Dieses Werk bedeutet •in bleibendes Denkmal für unsere im Well* Ansgs gefallenen jüdisch-rr» Kamcraders. ein äusseres Zeichen des Dankes, den die gesamt* deutsche Jüdsnk*«* schuldet, •in« mogrsa Charta des Rechtes der deutschen Joden aurf ihr deutsches Vaterland. Es «nlhalt auf 430 Seiten die Namen der jüdischen GefalK n?n in einem alphabetischen Namens- und in einem Ortsverzeichnis mit cen roheren Angaben über Preis in Ganzleinen gebunden RM. 4,— Bestellungen werden erbeten an die Ortsgruppen des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten oder an ehe Bundesgeschaflssteile, Berlin W15, Kurfürsten dämm 200, Gartenhaus Ui, Postscheckkonto: Berlin 708 85. ist hex Mensch zeitlos unb persönlich. Mensch sein, sn Sott glauben und sein Gebot erfüllen. Heißt Heraustreten aus dern geschlossenen Kreise alles Gewordenen auf die unendlich ewige Gerade des Geistes. Bo will das Judenmrn die Berufung zum ^CeisL und das Leben irn Geist verstanden wissen. Das Geistige soll das Natürliche beherrschen und Zu einer höheren Einheit formen, insbesondere die Böller und Rassen zur Einheit des Memchentums. .Menschen aber nach ihren Unterschieden, nach ihrer Natur, nach ihrem Blut, nach ihrer Rasse abschatzen. biologische Zusmumenhänge zum moralischen Wert oder Unwert umprägen: das bedeutet im biblisch-religiösen Sinn innen die Menschenwürde abstreiten; ihnen den Adel des Geistes rauben; sie aus der göttlichen Ordnung, in die sie hinein ge stellt sind, hinabstürzen in das Chaos der Tinge." Mm pH!®? üitefäj Die schnelle Entwicklung und der rasche Wandel im politischen Leben unserer Tage treten am augenfälligsten in die Erscheinung, wenn man die wichtigeren Neuerscheinungen aus dem Gebiete der politischen N ach schlageliteratur betrachtet. Maximilian Müller-Jabuschs „Handbuch, des öffentlichen Lebens" (Verlag K. F. Kvehler, Leipzig 1931), allenthalben bekannt als „Politischer Llinanach^, ist Ende vorigen Jahres in einem Umfang von mehr als 1Ö00" Seiten und einem dennoch handlichen Format neu erschienen. Ter reiche, vielfach vernwhrie und verbesserte Jnhalr, der dem Titel des Werkes vollauf ent'pricht, wird dem Leser in erfreulicher Knappheit und übersichrüchor Systematik dargeboien. Alle Gebiete des politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Lebens, in erster Linie Temschlands, aber auch sämtlicher ausländischer Staaten, sind vom praktischen und partoisreien Standpunkt aus kurz und gut verständlich in Form einer Zusammenstellung von Tatsachen, Zissern und Biographie^ behandelt. Im Kapitel „R e! i - g i o n s g e m e i n s ch a {t e n" ist den (sc« msindeverbänden und den übrigen Organi« sationen innerhalb des deutschen Judentums, worunter sich auch Angaben über den Centralverein befinden, ein besonderer Abschnitt gewidmet. Maßgebend zur Unterrichtung^ über Organisation und Personalia der obersten lstoich-- behorden, der parlamentarischen Einrichtungen des Reiches, der Spitzenvertretungen der kommunalen Körperschaften, der öffentlichen Berussverbande und der Zentralen der Religionsgesellschasten ist und bleibt das vom Reichsminrsterium des Innern herausgegebene, vorzügliche und umfassende „Handbuch für das Deutsche Reich.". Darin ist auch der Verwa! Lun gsau sba u der Länder in seinen Grundzügen berücksichtigt. Ter 45. Jahrgang gibt mit den ..Ergänzungen 1932" den Stand der Einrichtungen der ReickMerwalrung von Ende Februar 1932 wieder. Ten Aufgabenkreis, die Rechte und die Machtmittel des Reichspräsidenten und seine Stellung gegenüber den Organen der Reichsverwaltung und Reichsregierung beleuchtet - in objektiver, flüssiger Darstellung ein kleines Brevier „Dev dorrt sch e Neichsprä ft dorrt, Llmt und Ausgaben" (Paul Hartung Verlag, Berlin 1932). E-ine ..Einführung in die staatlichen Probleme der Gegenwart" stellt Bruno §;«-»- eckers „Staatslehre" (Verlag Reimar Hebbing, Berlin) dar. Diese insbesondere für den staatsbürgerliche!! Unterricht bestimmte Schrift will nach dem Vorwort des Autors der Erziehung zum bestehenden Staar, zur Menschhcitsidee und zur Völkerverständigung dienen. Das Werk wird feinem Zweck vollauf gerecht. Im Rahmen dieser Betrachtnng ist auch auf die „Dentsche Noichsgeschichte in Dokurrrenreu", eine Sammlung von Urkunden und Aktenstücken zur inneren und äußeren Politik des Deutschen 'Reiches, hinzuweisen. In zwei stattlichen LärQen, die, herausgegeben von Dr. Johannes Hohlfeld, als Sonderausgabe für den Gebrauch der Reichs-, Staats- und Kommunalbchörden sowie für Schulen und Bibliotheken im Vertrieb amtlicher Veröffentlichungen G. m. b. H. (Berlin 1932) erschienen sind, i\t ein Material zusammengetragen, das für jeden, der am politischen Leben unseres Vaterlandes, am allgemeinpolitischen oder am parteipolitischen, Anteil nimmt, von größtem Interesse ist: Auszüge aus Verfassungsurkunden, aus Verträgen und Abkommen mit ausländischen Staaten, Parlamentsreden und Ansprachen, ferner Parteiprogramme und Wahlaufrufe, Urkunden insbesondere über Entstehung und Beendigung des Weltkrieges und vieles ähnliche mehr, angefangen mit der Versagung de>5 Deutschen Reiches vom Jahre 1849 und endigend mit der Stresemann-Rede anläßlich des Eintritts Deutschlands in den Völkerbund im September 1926. Eine vortreffllch ausgewählte, völlig kommentarlose Urkunden- Zusammenstellung, die schicksalsschweres Weltgeschehen lebensnah vor uns erstehen und uns daraus Lehren und Erkenntnisse ziehen läßt oder ziehen lagen sollte. So wenn sich z. B. Reichskanzler Gras von Caprivi ain 17.~ Februar IS93 im Reichstag über den Antisemitismus jener Zeit folgendermaßen ausläßt: .»Ich habe die feste Ueberzeugung, daß die Dinge, die jetzt Vorgehen, für Deutschland nach innen und nach außen von einer Bedeutung sind und Gefahren in sich schließen, von denen, wie ich fürchte, ein großer Teil derer, die jetzt die Schleusen aufziehen, nicht ahnt, webin sie führen." Or. Lrnst O. Low^uthal. O’ V ❖ SüJ v» v V V -<W *is-v* *!*Xj ■} ** , r) «► 4 *>; v v v . - v v v V \ CrV <S ****** */ 8(nt 27. Septettlber 1982 Unsere B >it leidst unter dem. Rcangel an Persönlichkeiten. Dankbar begrüßen wir eine solche ausgeprägte, in sich gefestigte Persönlichfeit in unserem Freunde Tr. Joseph Lehmann cn. feinem 60. Geburtstage. Er hat sich sein Leben nicht leicht gemacht, er hat es unter den kategorischen Imperativ gestellt. Sein Leben war stets die Erfüllung einer sittlichen Pflicht. Was Tr. Joseph Lehmann in seinem arbeitsreichen Leben getan hat, hat er getan, weil er nicht anders konnte. So kam er auch zu uns und dient unserer Arbeit für Deutschtum und Judentum als Mitglied des .Hauptvorstandes mit ganzem Herzen, mit dem aus dem Innersten kommenden Eifer, den jeder in gemeinsamer Arbeit dankbar begrüßt, gleichgültig, ob er in allem Joferh Lehmann zu folgen vermag oder nicht. Mögen wir diesen prächtigen Feuer köpf noch viele^ viele Jahre in unseren Reihen und in den Reihen aller derer sehen, die selbstloZ und in dem Bewußtsein innerer Notwendigkeit dem deutschen Judentum dienen. 3. Br. Ein £Deltöaitm?$fhf Zum 70. Geburtstag Julius Bergers Zur ferne 7i Osten, irr Südamerr?cr, ebenso in Frankreich und ans dem Balkan ist der Name einer deuLschen Unwrneh'.mmg, zum Symbol der PAnier- •rbeir der Lischest «fwArhrnder Name, den das Werk nach seinem. Schöpfer trägt: I u l i u § Berger. Tenn ir-enn dieser Mann, der am 22. September in bewundernÄmerter Elastizität seinen 7 0. Geburtstag feiert, sich auch als Erbauer zahlreicher Bahnlinien in Deutschland einen großen erworben hat: weit mehr noch gilt er in der Welt als der große Baumeister. Wundersam mutet der Weg an, den Berger vom Lehrling in einem Berliner Lederen grosgeschäft über den Fuoräerrn in seinem heimatlichen Zem - p e I b u r g bis zu dem großen Industriellen zurückLelegt bat. Geniale Auffassung unerhörte Energie und eine stark^ instruktive Begabung babnien ihm den Weg. gelang es ihm, dielen Tnseindungeu inm Trotz alle Hindernisse zu äiberwinden. Der junge jüdische Unternehmer erzwarlg sich die Achtung Vor Mitwelt, als er dagu überging, anstatt der Baumaterialtransporke selbst den Straßenbau auszusühren. Vor 40 Jahren begründete er 16L2 m Bromberg die Firma Jüans Berger als Bauunternehmen, im Jahre 1L95 wird sie in di- 9 u l i u s - B e r g e r - T i e s d a u T? t. - G e f. umgewandelt, an deren Spitze der siebzigjährig'- noch heute steht. Als Berger bei dar ersten und der zweiten Ausschreibung des neuen H a u e n st e i n - T u n n e l s zwischen Basel urrd Luzern Sieger bleibt und dies Werk vor dem ststge'ew.en Termin trotz des Woltlrieges i:n Jahre 1915 vollendet, ist der Weltruf seines Hauses begründet. Zahireiche Bahr:-, Tunnel- und Kanaldauten folgen. Zu den bedeutendsten der letzten Zeit gehört die Fertigstellung der Eisenbahnlinien im türkischen Kleinapen und in Bersten. In Berlin ist Berger als einer der Msterbauer der Untergrundbahn bekanntgeworden. Wenn auch heute ein großer Stab von Jngenreuren und Tausende von Arbeitern unter der Fübrr:ng Julius Bergers stehen, er hat niemals verleugnet, ein echter Selfmademan zu fein. Dieser Vorkämpfer der den st Heil Wirtschaft ist stets ein aufrechter Jude geblieben. K. Z. derTALMUD für jedermann Allgemelnverständliche Busttxrhl in deutscher ckeberiragung hon Fromer. — Ein begeisterter Freund unserer Talmud-Bus gäbe Hai elaen Fonds gestiftet, durch, kn es möglich ist, dos vielfarbig gedruckte, großangelegte, herrliche Monumentalwerk in reichvercoldeiem Eanzleinenöand bis auf weiteres Katt S6 Va^ 4 AH '"PlnHr ^uko zu liefern (auch in zwei Monatsraten & 8,25 Mark). — Memchen Sie diese einmalige Gelegenheit, tzrr.. Avr/vv «J’iClil Srr «üffrn kn Talmud kennen,' er gehört neben der LtzöA irr jedes j-di'che Haus. Bestellungen nur an Ehmund Metzer, Buchhandlung, Äerlin V/so, Bamberger Straße <51, Postscheck «sos, sorelnsen-ung obttT^n^^e.

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