Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 11 (1932)
- Issue
- 35 (26.8.1932)
- Date
- 1932-08-26
- Page
- Seite 362 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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1 3öL bet wissenschaftlichen Kontrolle zu entziehen suchen. —' In diesem schlechthin entscheidenden Punkte darf es für uns kein Zurückweichen geben. Denn hier gebt es um den Ernst und die LahrheiLsliebe des denkenden und forschenden Gentes, um etwas, das den besten Deutschen stets teuer war .und wie eine heilige Flamme gehütet werden must vor der Gefahr pseudowissenschaftlicher Vernebelung, der Abdrosielung des unbefangen prüfenden, erkennenden, folgernden Denkens. Wir müssen darum jegliche „geistige* Tarnung auflösen, am die 'fahr hin, einen erschreckenden Urgrund blostzen, der nichts ist als reiner, vermrnftloser gegen ein Anderssein. An dieser — wahrhaftig nicht nur um unfcrcr selbst willen — hochwichtigen Aufgabe tr.it« zuwirken, nr.b alle guten Geister aufgeruren. Und für sie sollten auch Zeitschriften, die halsen, klaren und bessern wollen, ihre Seiten zur Verfügung stellen. Was in der Judcnfrage notrut, sind nicht Darlegungen der uns nun nachgerade geläufigen Theorien, die heute, im Umriß, obre Die feineren „wissenschaftlichen" Zutaten, jeder halbwegs beschlagene Skribent eines n ü : io::alwzialistischen Provinzblätichens aus dem Handgelenk schüttett, f o n d e r n aufrichtiges l a r u.n g im auinne einer genauen, sachlichen, wirklichkeitsorientierten Durchforschung.. Und hierzu scheint cs notwendig, zu Auseinandersetzungen über die Judenfrage neben festgelegten Judengegnern und den theoretisch tu die gleiche biichtung Lettdierenden, nur in den praktischen Folgerungen konzilianteren Anhängern eines modus vivendi Persönlichkeiten aus dem nichtsüdischen Lager heran.zuziehen, die ganz vorurteilsfrei zu den Dingen stehen. Gerade das mußten wir bei den Publikationen immer wieder vermißen. Was die jüdische Haltung angchr, so scheint sich mir über alle — freilich vorhandenen und auch immer wieder klar zu betonenden — Richtungsunterschiede hinweg etwas heraus zubilden, was ich als durchaus gesund an sprechen möchte, als Rückkehr oder vielleicht erstmalige Hinwendung zum Ursprünglichen, Lebendigen, seienden, als Loskommen von der, wie ich glaube, vielfach verkrampften Problematik unserer deutsch jüdischen Existenz. Das ist, wie ich glaube, vielfach verkrampften Problematik unserer deutsch jüdischen Erlstenz. Das ist, wie ich meine, unrrisihast angegeben, etwa dies: Deutschtum und Judentum, individuell Werthaft sowie aemeinschaftsöe,-ogeu. ist historisch-reales Sosein. Lebenswirttrchkeit» Schöpfungsöefund, dauernd, in jedem der deutschen Juden, als Synthese vollzogen, verwirklicht, lebendig. immer wieder betätigt, am Umweiter leben immer wieder neu sich entzündend. Ich glaube, man darf Wort für Wort unterschreiben, was Hans Kohn in seinem glänzenden Äuft'atz in dem vorliegendeN-Hest der „Europäischen Reoue^ sagt: ,Der bewußte Jude, der seine Eigenart kennt und sich zu ihr bekennt, der ihren Wurzeln nachgeht und sie von ihnen aus zu beleben und zu erneuern trachtet, toird aus seiner Gestaltung als Jude, Deutscher und Mensch verantwortlich im deutschen Schicksal und im deutschen Raum stehen, die auch für ihn Schicksal und sein Raum sind. Sein Deutschsein, Km Judesein, sein Measchsein bilden eine Einit, lebendig vollzogen in jeder Lage desLebens." Dr. Bert hold Weinberg:. stüolf Schlotter $0 Jahre alt Am 16. Augnft stierte Adolf S ch l a t t e r feinen 80. Geburtstag. Er ist einer der wenigen christlichen Theologen, vir in Der rabbinifchen Literatur zu Haufe sind und ihr mir Selbständigkeit und intimer Kenntnis zu entnehmen missen, was namentlich für die ncutestamcntiiche Wissenschaft förderlich ist. schlauer har prosten Rabbinen, wie Jochanan den staklai und Rabbi Akiba besondere wntei'uchungen gewidmet. Er bar auch die jüdische Geschichte des neurestam.-ntlichen Zeitalters dargestellt und den Wunderge'chichterr d.'r rabbinischen Literatur eine Untersuchung zuteil werden lassen. Lor allem, tragen feine wimnfchastiichen Komnrentäre zu den Evangelien, Matthäus, Lukas und Johannes j-nt r a b b i n i s ch e Kenntnisse und Hinweise in die christliche n e u t e st a :n e n 11 i ö; e Wissenschaft hinein. Es wird dadurch vielen Ebristen klar — oder sollte ihnen doch gerade an dem Beispiel Schlatters deutlich werden —. daß die intime Fühlung mit der rabbinischen Literatur für das Verständnis des Neuen Testamentes unentbehrliche Voraussetzung und Bedingung ist. Je länger, desto mehr wird sich diese Wirkung der Lebensarbeit Schlotters innerhalb der christlichen Theologie wirksam und förderlich erweistn. Schiatter ist in weitesten christlichen Kronen bekannt, weil er seit langer Zeit povularwi'^enschastliche Kommentare zu sämtlichen BüLern des Neuen Testamentes bat erscheinen lassen. Ooffentlich ist es ihm vergönnt, auch einen wi-^nschastlichen Kommentar zum Markus- Evangelium noch fertigzustellen und so sein bedeutungsvolles Werk über die ^vangeuerr abzurunden Prof. D. Fiebig. Kleine Chronik Kau'manu Justus <3 z Hgzic zz uad Frau Mcrrgarrtr, a:bareur Sabazta. Lustrnrxrldr, feiern am 1. DizUzzczz st-as Fest rer TUT-rran Hr-chzeit. — Äni 13. Just “2:3 im Lst.er;r. .2 Teuren das IznzlHzlzt M.mst.rd das ^rntralrrrrir-.s, Julius Königsh!ir. in Srbnda, Srnirrsttf de: Firma Erdr. Sürr.'würirn.. Äir rorrd-n ras Andenken stets in a;77a irlrtn. — Das L-aurm;rstandsmu. glie) das steruralrerrins. Rabainra Dr. Hahr, stssrn, ist durch d:n Ted ftin.rs cchrrir::rra;rts, L-w: R o s e n b e r 3 . c rn. in. Nest Trauer scrftm. Sir svre-Äen unstr rrr-limstes Bailei) aus. — .7rau Erna 0 r u r. 3 a : 5, Tu stlwrr. erhirt: csm. Trusturn Reims- «rus'chu'z stir Lrir;-ü'dnngrn das drustchr Turn, rm.) strartaarelchan in Eaw osrlishrn. — Ter frühear Oberarrr am Lar'rr« und Aa:striu-Frstt>riu>Krau!ea. haust d;r crett Berlin, Dz. Lrnst K 3 t!t i g sbeiger, ist -urn dirizierrndLn Sr-: rer Kruderadtsilunz czr. -Rzldal--Lirchaw-Ärancksustaus ernannt D-orSen. Geschäftliche lloWien 2ca.a&eaCat ix Siestabta srrr Nach ehdir Sommemaisc u zu stade gehr, nimmt dir Traubeustar in Wiesbaden iären Änstau7. als rrerrreue nzb febr beliebt* Erg urstuna 2er 9-aste-. Trinkur.2 Luftkur. Gerade Lies bare rr ist zum stesrauch birst r Kur in bt* Vorzug dem Mare-eiancr. rr-eil der gute Einfluß der Traudenstur auf dir T:ofimest.st'üran*.zzi:>rr längst er* erkanu: ist, audir Krandgeiren z'Jz. deren Linde« rar.5 und La stung durch den -.str.auch der Sstsbadrnsc Td ermo lnasteu erreich: mird. GzcH T r aUen'chax ix Dab stombarg. Tie am 27. und Ü7. stlunust in den rrachüre" a:älen. des Uurb-au'es 'statt'-.nstn.de stroßr Ta'-llen.'chau meist eine frirr starte stwtuirunr aast stlle namäasteu Tahlstn- Züchter der nänereu und meitrren Tmmduu- Fratstfurrs a. Malu babsu ihre Zeteiligunz -uae-i.gr. Usbrr 12 Tadst.tn, darunter rirtczo s un - ad 1 bisher unc-:Siir.r.:ec rstuz-sttunzen, rrardrn vz stäea fein. 9ad Aissitrgrx. Tuch in dirstm 'Fchr ^ziz dar Allgemein- T tun st r Tanzleltrernaräa-d -e:'e der zur Tagung n.ach dem mundernaü ga!.-nenea ^urdad Ki"tagen, gelat rn. e^rrZ dar 'chmeren Wirn'chafrslagmarrn die Mitglieds ss f-rs A rr\ fl A nqnn st- W stss Lst r*} * n 7 H H'3 7 ti UiiGdö UlGuLÜ LJ L J l! r Verein selbständiger Handwerker jüdischen Glaubens E £ 7-^Y-;*-j Geschäftsstelle! I^OTS? Grosse Frankfurter Strasse SO?Bi V. Berlin Telefon: E 3, Königstadt 24SO <Louis r - c Lst l: . .."j* .0 allen stauen des Siricbes und sogar aus dem Dluslarw in überraschend groser Fahl'der stinladuna nachaekummen^ urz _iz ernster urst ananstranm-r Äröeir stara steru'stinrere;stn Tri-ui: Fochi-grr. In'olre «itner Sekommlichkrit wird das c'zzitl'zzr.tt Fachinaeu uTiu-ra!ma".-r feit GenerarionLn ton fung utj> alt täglich cvzvl als Gnundurirs-ass-r aetaunst:n> ,.Fachingne orrlcingert das Le'oanl" Bering. Crnstrekaeaein darr isst er Stantsbürarr südisckex Glaubens e. 2.. Berlin V.' IZ. stmstan Tw. 42. Tel.. T.dr.r . aeninalr'auben Berlin". Testschest: Barl-er T2472. F-aunNstr-.n'. mltrr: Tr. L u d m i g toUänöer. Beranrmertlim: i. Z.r Tr. Alfred Hirfchbrrz. Bride Tar'.un r»V 15. — Unnarlangte Slanu st rinde Werden nur zunüstgc'andr, rrrnn ,7 re rum. ich lag ba-.liend. — Drrantmornst -r den Bnzriarnteitt öeHnut Cohn, Deriin^achlach:enfee. — "Trust: Ru. ds! f 5T 0 s se, Dralirr ST.V ICO. | Töpfer i Polstermobcl Debralenrc Unzu* serbelten | W O.L'i-anisfs’iS, S:=; stchstch^ LUtnlie-5 des Jüä. Hnndverherverelns chchch EstllnmiXmizMülsfiM Telefoa- B7 Pallas 8297. P - —- Direkt ab Fabrik! Klubmöbe!, Couchs? Matratzen, Auf- und / Umarbeitung, Dekoratior.^n. / 1 früher in Posat?, .; L*v w*.jAv, PoLdermöbelfacnk. l ’ | 8srlch.Llt.EaadiiCchFadrikrebstest», 2. Kof. Tel.: Cd, Tiergarten 056’. V"~:E * —Vertreterbeiach unverbindlich. — i* W m A i Zi » i « U i U Ü 1 ' ■ 3t >: r i. m: k s: r. 10, II. Tel.: S 7 Pallas 64-04. ‘AUt ra-zhDThzltZTu Kein Stundenlohn. 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