Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 11 (1932)
- Issue
- 33 (12.8.1932)
- Date
- 1932-08-12
- Page
- Seite 346 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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34ö Zum 60. OeburtsLagr Professor Dr. Sobernheims Am 13. August begeht Prozessor Dr. Moritz Sobernheim, Legationsrat irn Auswärti- . gen Amt, seinen 60. Geburtstag. Sobernheim entstammt einer altangesehenen Berliner Familie — sein Stiefvater ist unser bekannter Freund, Generalkonsul Eugen Landau —, durch seine Gemahlin ist er mit der Familie Schiss in Frankfurt und in New Dort verwandt. Er wandte stch ursprünglich dem Studium der semitischen Sprachen zu und erwarb sich bald einen Nuf als Kenner arabischer Inschriften. Er war Mitglied der Baalbek-Expedition der PreußischenStaatsregierung, hat dann noch mehrfach Syrien und Palästina bereist und im wesentlichen Arbeiten über arabische und auch samaritonische Inschriften veröffentlicht. Er hat erst in letzter Zeit arabische Texte gemeinsam mir anderen Gelehrten herausgegeben und besonders in der Vorderasiatischen - Aegyptischen Gesellschaft ehrenamtlich gearbeitet. Bei dieser Betätigung hat er sich in den Jahren nach dem Kriege mehr und mehr jüdischen Angelegenheiten gewidmet. Etwa seit Kriegsende ist Sobernheim zum Referent für j üd i s ch - P o 111 i i dj e.St n Gelegenheiten im Auswärtigen Amt berufen worden. Ferner wurde er Vorsitzender der Gesellschaft zur Forderung der Wisienschast des Judentums, stellvertretender Vorsitzender des Teutsch-Jsraeliti'chen^ Gemeindebundes und Vorsitzender der Religiösen Mittelpartei für Friede und Einheit in der Gemeinde. Als deren Vertreter gehört er der Abgeordnetenversammlung des. Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden an. Sobernheim ist eine versöhnliche Natur. Er hat stets versucht, allen Richtungen des Juden- ' him§ gerecht zu werden. Er ist niemals ausgespro^mer Parteigänger gewesen. Wenn er auch mit diesen von jenen Schritten unseres Centralvererns nicht unbedingt einverstanden war, so hat er stets die entscheidende Wichtigkeit und Notwendigkeit seiner Arbeit nicht nur anerkannt, sondern mit wärmstem Verständnis gefördert. Lasur ihm an seinem Ehrentage als altem treuem Mitgliede Lank und Anerkennung auszusprechen, ist der Leitung unseres Eentralvereins ein herzliches Bedürfnis. Ter 60. Geburtstag wird den verschiedenen Kreisen der Freunde Sobernheims zu mannigfachen Ehrungen Gelegenheit geben, so von orientalistischer Seite, von jüdisch-wissenschaftlicher Seite, von der Religiösen Mttekpartei. Wir selbst wünschen dem'Jubilar, dessen liebenswürdige und entgegenkommende Art überall geschätzt wird, herzlich, daß er noch lange Jahre in Gesundheit und Frische dem Dienste für unser Deutsches Reich, für die jüdische Gemeinschaft und für die Vertiefung der Wisienschast in Gesundheit und Kraft leben und wirken möge. A.W. Neue Literatur zum ffeimatsrecht -er öeutschen Juden. Aus der Fülle der heimatge'ch'chttichen Literatur ragt der jetzt in Broschürcnform vorliegende Vortrag des Trierer Oberrabbiners Dr. Adolf Alt mann über „Das früheste Vorkommen der Juden, in Deutschland. Juden im römischen Triers) hervor. Bisher galt als das _________ älteste zuverlässige Zeugnis sür die frühe Anwesenheit der Juden in Deutschland das im Codex Theodosianus enthaltene Edikt des römischen Kaisers Konstantin an die Juden in Köln aus dem Jahre 321 n. Ehr. Daneben bestand bisher nur eine Höchstwahrscheinlichkeit sür das Vorkommen von Juden auch in Trier im dritten und vierten Jahrhundert. Altmann geoührt das Verdienst, auf Grund archäologischer Belege, nämlich von Ausgrabungsfunden aus dem Jahre 1901, die sich im Provinzialmuseum zu Trier befinden, den Nachweis dafür erbracht zu haben, daß Juden im vierten und allein Anschein nach auch schon im dritten nachchristlichen Jahrhundert in Trier ansässig gewesen sind. Danach kann Trier als mindestens ebenso alte jüdische Gemeinde in Deutschland wie Köln angesehen werden, ein erneuter beachtlicher Beweis für die alte, fast zweitausendjähriae Verbundenheit der deutschen Juden mit deutschem Boden und deutscher Kultur. . Hermatgeschichtliches Material widert jedes neue Heft der „Zeitschrift für die Eeschichw der Juden in Deutschland" (Philo Verlag, Berlin W 15) zutage. Ihren dritten Jahrgang beschloßt diese Zeitschrift mit einer kurzen, aber aufschlußreichen Studie von Rabbiner Dr. Bla; Freudenthal (Nürnberg) über die Beschlagnahme hebräischer Schriften durch Johann Pfcfscrkorn im Jahre 1569. In demselben Heft setzt Tr. zrnra Schiffm a n n (Tel Aviv) ihre wertvollen Forschungen über die Judenverfolgungen zur Zeit des ersten Kreuzzuges fort und untersucht insbesondere das Verhalten der rheinischen Bischöfe zu den bedrängten Juden. Dr. Roiy Bodenheimer (Franllurt a. M.) beginnt ihren vor allen: lokalhistori'ch interesianten „Beitrag zur Geschichte der Juden in Dverhelfen von ihrer stühesten Erwähnung bis zur Emanzipation". In die allerneueste Zeit führen wieder die von Professor Tr. Heinrich Lvewe (Berlin) sorgfältig zufammengestellten „Bibliographischen Notizen" über die „Juden in Deutschland". Das kürzlich erschienene 1. Heft des 4. Jahrgangs eröffnet Professor Tr. Maser B a l a d a n (Wai'chau) mit einer Arbeit über die Wechselbeziehungen zwischen der Wiener und Krakauer Judcngemeiirde im 17. Jahrhundert. Dr. Nosh Bodenheimer führt ihre oben genannte Darstellung zu Ende. In welcher Weile die Judcnfrage auf den Posener Prvvinziallandtagen der Jahre 1827 und 1845 behandelt wurde, zeigt Profcsior Dr. Manfred Laudert (Breslau) in einer umfangreichen Abhandlung. Ein stattlicher Literaturteil und eine anühniiche Zeitschriftenschau, deren Leitung in Händen von Professor Dr. Guido K i f ch (Halle) liegt, geben einen wertvollen Einblick in das neueste wissenschaftliche Schrifttum auf dem Gebiete der Geschichte der Juden in Deutschland. L. O. L. Itn, begehen am 12. August d. I. das seltene Fest der diamanionen Hochzeit, — Unsere Mitglieder Sally L'wo tBernburg), Vorsitzender der dortigen jüdischen Gemeinde, und seine Gattin feiern am 12. August die silberne Hochzeit. — Unsere langiährigen Mitglieder Herr Mar Salzer und Frau (Nürnberg) feiern am 12. Tunust d. I. das Fest der silbernen Hochzeit. — Ebenso Neön-änwrlt Lohn 'und Frau in Allcnstein. — Wir gratulieren unseren Freunden brr.zlichft. — Unsere Vrtr-'rnnpe Geseke (Rheinland-Westfalen) beklagt das Himcheiden ihres langjährigen Vorjrtzenden, Herrn Julius Schild, der in langen Jahren die Ortsgruppe vorbstdlich und in treuer Pflichterfüllung gelettet hat. Dann empfehlen wir zur Pf »c» Ihres Körpers und zugleich zurSMrkung IhrerNervsn TERAS EAU DE COLOGNE RUSSE ein Kölnisch Wasser, das mh erfrischend Tr. kräfripender Wirkung denChcrakfer eines vornehmen, c-Hcifend-würzigen Pcrfürr.s verbindet. Eine kleine Toschenflasche kostet Q,cQ RM., und ein Versuch wird Sie überzeugen, dass wir nicht zuviel versprechen. TERAS EAU DE COLOGN.E RUSSE nur echt mit demTerashaus, ist inallen guten einschlägigen Geschäften erhältlich „teräS-haüS" max schwarzlose Dir werden das Andenken des Verstorbenen stets in Ehren halten. In Aumunü-Fähr bei Bremen fand crrt 27. Juli die Beerdigung der Frau unseres Mit- Stzedes Adolf Meyer, Amanda Meyer statt. Die „vwrddrutsche Volkszeitung" widmet der Toten einen ehrenden Nachruf und stellt fest, daß das Trauerarra.re, das einige hundert Menfcken zählte, sich bauptfächnch setzte. aus der christlichen Bevölkerung zusammen- Berichtigungen. Der Aufsatz „Das ist ein Volk?* in Nr. 23 der „C. V.-Zeitung" war versehentlich mit dem Namen von Professor Dr. Leicht (Meißen) gezeichnet. Tatsächlich ist der kleine Artikel auf Grund eines Briests von Professor Dr. Leicht entstanden, aber nicht von ihm selbst formulierL gewesen. Zn dem Artikel „Die kunstfeindlichen LandLagsantrüge" in Nr. 29 der „C. B>- Zeitung-' oczeichneie Fritz Engel den Schriftsteller Hans Meifsl als deutschstämmig. Wie uns Herr Meifel Mitteilt, ist er Jude und jüdischer Abstammung. 1) Nach historischen und archäologischen Quellen berausgegeben von der Gesellschaft sür nützliche Forschungen und dem Provinzialmuseum in Trier. Trier 1&32. Kleine Chronik Der Vorsitzende unserer OrLsarurve Nördlingcn, Moritz Meyer, vollendet am 23. August dieses Jahres sein 50. Lebensjahr. — Jacob und Pauline Müller, die Eltern unseres Mitgliedes Hermann Müller, Bccrs dringe»,d erforderlich ist, daß jeder Ausländer sich umoehend in den Besitz eines gültigen Paffes oder daxerratzes setzt. Die ausländischen Konsulate haben Anwenung, alle Gesuche in weitgehendstem Maße schnellstens zu erledigen. Den ausländischen Staatsangehörigen stehen die örtlichen und Landesorganifationen des Reichsverbandes oftjüüischer Organisationen jederzeit zur Verfügung. Besucher von Bad Hsrzönrg. Die gleichen Beobachtungen wie Sie haben auch andere Badegäste gemaät. Jüdische Kurgäste in Bad Harzburg sind in keiner Weise in ihrer Ruhe gefährdet. Am Orte gibt es auch eine Reihe jüdischer Pensionen. Geschäftliche Notizen Schwerhörigkeit ist ein sehr unangenehmes Leiden Der modernen Technik ist es jedoch gelungen, Instrurnen:e zu konstruieren, bei deren Anwendung der Schwerhörige Dieder Horen kann. Einen besonders leistungsfähigen Apparat stellt die Deutsche Akustik- Ges. rn. d. H. in Reinickendorf-Ost, Brienzerstr. 4, her. Jeder Schwerhörige sollte sich zwecks Austlärung an dieses altrenommierte Unternehmen wenden. Bad Brambach, in 600 Meter Höhe im südlichsten Zip'el des Vogtlandes gelegen, hat infolge seiner nutzrrordentlichen Heilerchlge trotz der Ungunst der 5?:: auch in diesem Jahre eine beträchrktche Steigerung seiner Besucherzahl au^zuweisen. Was Brambach unter den Radiumbadern besonders beliebt macht, ist die^ begliche Lage inmitten von Vartanlaaen und meil:nweiten Waldungen. Zahlreiche neue Fremdenxenüonen befinden sich im Ort. Paufchalkuren gibt es zu zeitgemäßen erheblich herabgesetzten Preisen. Das Klima Baderrweilcrs entspricht der Vereinigung mitilerer Höhenlage mit ausgesprochenem Waldrluna. Sehr günstiger Windschutz gegen Nord und O't, gleichmäßiger Temreraturgang ohne starke Schwankungen, nicht zu schroffe abendliche Abkühlungen werden besonders angenehm empfunden. Die mittlere Jahrestemperatur von 9 Grad Cellius ist relario hoch, sie rührt nicht von heißen Sommeriemrrraturen her, sondern von dem außergewöhnlich rnilllen Frübsahr und Spätjahr, denen Bädenweiler mir seine Berühmtheit und seine glänzenden Heilerfolge verdankt. Dcrlag: Centraloerein deutscher Staalsbllraec tüdilchen Glaubens v. V., Berlin W 1ä, Emser Str. 42. Tel.- Adr.: ..Centvalglauben Berlin". Postscheck: Berlin 30472. Hauvv'christlciLer: Dr. Ludwig Holländer. Verunrwortlich: i. D.t Dr. Alfred Hirschberg. Beide Berlin W 15. — Ui-.ccrlai’.gtc Manuskripte werden nur zurilckgcsandt. wenn Frciun-.schlag beilicat. — Deran.rwortlich fiir den Anzeigenteil: HellmutCohn, DcrlrN'BLlachtensee. — Druck: Stnbolf Masse. Berlin SW löO. o > [ ö f n ]: nitss und Siaur erschlaTiaa ccn ^erper oesonders i^eisan und Wandern. Eine I-a’afilga Munden "dun 3 nd l dem henürh erfrischenden Chlorodonfru Id- . -JA nasser cr.a c.r.3 rrar.:.‘ me Zahr^emacunj mit CnlorodchU-^ahnpas•.2 veiruen wehihaend, versauüen das Gefühl de? Sauberkeit und 1 -3 8 R h; *\Q C'.C ln ' r . W > V L- /s Z