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Central-Verein-Zeitung · 1932-06-24 · 26 (24.6.1932) · p. Seite 261

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
11 (1932)
Issue
26 (24.6.1932)
Date
1932-06-24
Page
Seite 261 (sequence 1)
Language
German
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Seriin, 24. Juni 1HZ2 XI. Jahrgang * Kr. 2v Einzelnummer 20 Pfennig V„, -/ „• ✓*# - <> 'Pc\; V4-., •v_./ ' f y A «N» * -A £> *« . N - aS - > A 4 tr::y '.’ "'s/ l. v' . i. i V y- /---•• / 4 KrJ? «s, /•i' *>V -*- .s/ •-> Cv s> ‘j ••> V *.„■' > - *> ' > "''-.J^v' v -V v** ♦ /©2c -f"“' *A vy'-' >-J-Jfj «y^-V'V ';Z? Bierreli2HrS2L2NNr":r^t J.2ä to'-SM 22f:^;0). Allgemeine Zeifung desSudenfums Berurs^ vchrnrrrrtunZ: Lerüir W15, CKfeseit. 42. ^rr.f^jt: J 2 Olisa 5071 .:. P-st'cö-^ontd: Berlin 304 72. .:. DLnttonts: Dresdner Bank, Drpositsr^affr 3ä. Lerlin.'DLlr.rrsLsrf.1, Hrhen^llrrndrinr 173, und ron D-lrschridr.R-thschild L Co., Berlin WS. «Ee:RtSt T-ze^nrnrrLhrnrr Tnn^nren.E^rLirion S’iuiolf SAdje, Berlin SV,'ICO, und deren Filirlen. An.rriL:npreise: 0,90 für dir 7gespLltenr Zeile nach Rudolf MossrL Manzüli*uenrnrssrr Kr. 4, Fdin-.l/rnLN-eig-en und SLellrngesuche (nicht Eteürnan^rLore) für rVitglird-er des Crntrnlvereins 0,43 JtJi, dir 62 mm breite Rellnmezeile 3,50 <#X W27 f-:j!l fö s;uv^n? Tis einseitige. böswillige Sinuverändeoung gurer deurscher Wörter mr judengegnerischen Tageskarnp-e, die die vLarionalsOzialisten erngefuhrt haben, hat manchen unserer Freunde kovffcheu gemacht. Ein „nationaler' Mann muß nicht unbedingt den Rechisparwien aneehören. Er kann in allen Parteien, die in Teutschland ihr Vaterland. sehen, beheimatet sein. Ter Begriff „Deutsch" umschließt alle Kinder unseres Volles. Und der verstorbene Reichspräsident Ebert rat an: daran, von sich aus das Teutsch- Land-Lied für die junge Republik in allen ihren Gliedern Zu beanspruchen. Ebewowenig empfinden mir es als eine Spitze gegen uns, wenn der Reichskanzler von den christlichen^ Grundlagen der deutschen Kultur' sprach. Christlich heißt hier religiös, und diese religiöse Bestimmung Entspricht der Religion der erdrückenden Mehrheit der 6-5 Millionen Deutschen, ^llo ei ne solche Feststellung vom allgemeinen poetischen Gesichtspunkte zu euch fehlen ist, haben Dir in viestn Blättern nicht zu' entscheiden. Es besteht bis heute keinerlei Nonvendigkeit, cm dem ernsten Willen des neuen Kabinetts, die Gleichberechugung allen Staatsbürgern gegenüber zu mähren, zu zweifeln. Wie sich die Tinge weiter ei-llricketn. kann nur der BropheL künden. Und die Prcp.hcne ist nach der Zerstörung des Ternpelch in Israel erloschen. Wir können und wir inü°wn abwarten. Wachsamkeit ist vonnöten, aber keine f a l f ch e E m p f i n d t r ch - keit. ßsi-> pp/g e-u u p si u siu^ kg ff y/ %* K'y y*j v v v v v tf ■> j y 4 j j*;v v v ■// v v1 <!/ s> ^VV.J v* -j v) V v s/ V y Wd§ tliit §ilfZtyiiZyifyZli flm? I%m Dr. Alfred Wiener (Ssrlr'n) Es'ist jetzt zwecklos und gemhrlich, wie der berühmte Bogel den Kopf in den Tand zu stecken. . Deutlich und ungeschminkt aussagen, was ist, gebietet die Klugheit. Bor allem und vorweg eins: Ruhe ist heute, morgen und übermorgen die erste Bürgerpsiicht. Selbstvertrauen nicht minder wie Vertrauen zu den guten Kräften im deutschen Volke ist das Gebot der Stunde. - Trotzdem der Nationalsozialismus tagtäglich auf allen Märkten verkündet, seine Herrschaft werde binnen kurzem anbrechen, merken wir noch nicht allzuviel von der Mäßigung und Besonnenheit, die den Ueöergang von lärmendster Opposition zu gezügelter Berantrvortung einleitcn könnte. Erst in den letzten Wochen hat der Vertraute Hitlers, der FliegerhaupLnrann Goering, in einer italienischen Zeitung ein „JudenprogrammC angelündigt, das sich gewaschen hat. „Stellung unter F r e m - den rech ich unterschiedslos für alle deutschen Juden, wird so selbstverständlich ausgesprochen wie der Punkt hinter einen Satz gesetzt wird. Ter Führer in Preußen, Wilhelm Kube, verspricht in Landtags- und Versammlungsreden, alle Behörden von jüdischen Beamten „zu säubern'. Ter Auszug aus Aegypten werde ein Kinderspiel dagegen sein. Schulen und Hochschulen müßten von jüdischen Lehrern — artfremb heißt dafür das nationalsozialistische Schlagwort, deutsch st ä m m i g das Gegenteil — „befreit" werden. In öffentlicher Sitzung des Landtages beschimpft K u b c die jüdischen Anwälte und bezeichnet die Anwaltskammern als eine „Vers a m nt lung von I u d en j u n g en'. Tie Anträge der nationalsozialistischen Fraktion im Preußischen Landtag ergänzen wirkungsvoll des Führers- Absichten. Einmal wird gefordert, „nichtd e u t s ch st ä m m i g e n" Mitgliedern der Staatstheater — die Beschäftigung von Ausländern steht aus einem andern Blatte — möglichst bald den Laufpaß zu geben. Tauw sollen „artfremde' Künstler, ja sogar Hilfskräfte des deutschen Rundfunks sofort abberufen werden. In Berlin-Mitte und Eharlottenburg müßten, wenn es nach den Nationalsozialisten ginge, die Listen d e r Z w a n g s - und Konkursverwalter so geändert.werden. > - J r jt W WL \ r-7^7" r ff n ,;?r*s. C*» i srs H’T! "ff nb fl s /tn rß n ffn (\!■: 2^) wQüiiÜÜ CUii i/Cü Clluuuck) gut der Es dsr siErfsibrra’Csrüidtssi °dDJs Evi ' ~ - r>S, TT" y w-'j ii ii y : J dar ^Msähiefillchao ExlSja^z r 9) m n "TI Vi ff /r\^ itk\ i*r\. c* fT*' wfln fT*-_ ^y CjjtUiyüuvC»yy jjM-y4*^wr Deshalb spendet sofort für die Reichstagswahl den l M H x \ k :; V\ Cr\ ihn E3 Li »J t,i ., ,, ft «n /fy, *V7 \ r^\•; -r/ry rm m l (x i C' i }J i: i;)!! m u un I;u H -b Li /y- MM D)ft C V. Mitglieder aut Anh«H. B.-andenburg. Crcnaiwk. Gross - Berlin. Provinz und FrefsiMi Sndisen zaliten Ihre Spenden auf PosjjAeedonio J04 72, Berlin, eile anderen C.Y.er überweisen Ihre Spenden auf die Poslsdie&konlen Ihrer Landesverbände

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