Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 11 (1932)
- Issue
- 25 (17.6.1932)
- Date
- 1932-06-17
- Page
- Seite 256 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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AI 250 tzry ö-C f? 2£&ä1E1© schon rroH cmna!:3*m Pubrn nüt der Herr-, erfrisch. schrneckLNdsn »Clstr72Lsn;«Zcckn?2sLr", sch:r'.oi uns ein Rächer. Lude 50Hs. U.L0 Pf. Versuch ür inv^t feine Wirkung awü&cn, sür ihn selbst aber höchst rnurngruehme Folgerr herbaiziehen würde." Tas Dberlandcsgericht hat sich osftnsichtlich über die Verwertbarkeit dieser verleumderischen. Zachdarstellung geirrt. Ter Abgeordnete SLrrde.stkowski kennt die geistige Verftnung seiner Anhänger bester; er weiß. Laß man ihre Leidenschaften auch mit ausgewärmten Ladenhütern noch aufpeitschen kann. Und er scheut trotz der moralischen Verurteilung dieses Treibens durch die Gerichte vor der Ausnutzung solcher Mittel nicht zurück. Studentkowski muß den SockMrhalr, mutz dis gerichtli^ Klarstellung des Falles Küremeyer, muß die gegen den „Völkischen BeoballfteG und seinen Parteiführer Goebbels erlassenen gerichtlichen Entscheidungen kennen; denn er erwähnt ja selbst die vom C. V. erwirkten gerichtlichen Vorbote, diese Zusammenhänge in der Presse weiter zu behaupten. Hatte Goebbels selbst die Unvorsichtigkeit begangen, das zu sagen, was Studentkowjki von der Tribüne des sächsischen Landtags vertüudste, so hätte man ihn — wie das D bestände? geeicht München in aller Form jesilegt —. mit Recht eines ehrlosen Wortbwches zeihen kölrnen. Aber SLudentkcwsti ist nicht Goebbels. In seinem'Munde ist es kein ehrloser Wortöruch, in feinem Munde ist es nur ein unwürdiger Mißbrauch der Redefreiheit, ist es nur unverantwortliche Ehrabschneidung. Rechtsanwalt Levinger (München). M Lrr fcsaDefaift rrS E. B. Am 30. und 31. Mai. 1., 2., 4. und 3. Juni d. I. sprach Tr. Eva Reich in a n n -Jungmann (Berlin) in den Jugendgruppen tes C. V. zu Duisburg, Dortmund, Herne, Essen, Wuppertal und Bochum über Deutsches Judentum — heute und morgench Die Rednerin gab zunächst ein Bild der politichen Lage im Anschluß an die neuesten politichen Ereignisse. Sie vertiefte sodann die Tatachs der Nationalsozialistischen Teustchcn Arbeiterpartei nach der Richtung ihrer eigentlichen psychologischen und soziologischen Hinieigründe, die sie als einen echten Ansbruch insbesondere der mittelstandlerischen Massen kennzeichne, wenn auch die programmatischen Acußwungen und die Gesamihaltung der Führer der Partei selbst rein demagogisch und opportunistisch orientiert seien. Das für uns Juden Entscheidende an dieser Aufbruchsbcwegung im weitesten Zinne sei, daß sie mit einer Swatsaussassung verbunden sei, die uns als Deutsch- Juden ins Herz treffe. Ihre geistigen Führer verträten die Ansicht, daß nicht Sprache. Kultur und der Wille zum Deutschtum die einzelnen Staatsbürger zu Deutschen mache, sondern daß der einzige Maßstab im Blute liege. Gerade aber für uns Deutsch-Juden, die wir die Volkszugehörigkeit nicht als eine Sache der Zweckmäßigkeit, sondern als die Bestätigung unseres tiefsten Seins empfänden, sei dieser Standpunkt untragbar. Aber auch aus dem Innerem unseres' Judentums heraus drohen uns ernste Gstahrcu. Die Säkularisationdcs Judentums, die ihre Mit Nachstehenden Glückwünschen besreundeler Verbände beschließen wir die Veröffentlichung der uns zu dem zehnjährigen Bestehen der „C. V.-Zettung^ zugegangenen Schreiben. Men Eralulcmken, jüdischen wie mchljüdischen Mitarbeitern für den inneren Irreden in Deutschland, sagen wir unseren herzlichsten Dank für ihre Anerkennung, die uns Kraft zu immer neuem Kampfe in diesen schweren Stunden unseres Vaterlandes gibt. Zu dem nunmehr 10jährigen Erscheinen der „C. D.-Zeitung bitte ich Sie, meine, im Drang der Geschäfte leider verspäteten, herzlichsten Glückwünsche entgegennchmcn zu wollen. Möge es Ihnen mehr und mehr gelingen, in unseren eigenen Reihen die Lallen auszurütteln, die Schwachen zu stärken, die Tätigen zu fördern und der Einigkeit zu dienen, in unserer Unnoelt die Kenntnis vom wahren. Wissen des Judentums und der Judenheit zu verbreiten, die Derleuntder zum Schweigen zn bringen, echter Volksgemeinschaft den Weg zu bahnen und so den Bestand des Judentums auf deutschem Boden 'zu sichern und den deutschen Jllden ihre druckste Heimat zu erhalten! Ter Vorsitzende des württcnröcrgischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden, Tr. Otto Hirsch. Zugleich im Auftrag unseres Bundesversitzenden Tr. Leo L ö w e n st e i n bringen wir Ihne;: zu Ihren: zehnjährigen Jubiläum unsere herzlichsten Wünsche zum Ausdruck. Das deutsche Judentum ist gewohnt, Ihre Zeitung als die zentrale Informationsquelle für politische Ereigmpe und Tatächen, die mit den Lebensinteressen der ' irdischen Bevölkerung Deutschlands verkochten sind, zu würdigen. Und auch wir 'chä'tzcn Ihren geistigen Apparat, dessen Vielseitigkeit und Exaktheit in der „E. D.- Zeitung" sein getreues Spiegelbild erhält. Wurzel-in der religiösen Krise der--Zeit habe, sei im Begriff, eine der wesentlichsten Stützen unserer Cerneinschaft abzubrechen. Roch bedenklicher wirke sich das Hnmckgen einiger Gruppen jüdischer Jugendlicher zunl Kommunismus aus, das genau der gleichen Stimmung der Uusichorheit. Haltlougkest und des Strcreus nach einer neuen festgefügten Wertlvelt ent'-pringe wie der Zulauf zum Nationalsozialismus bei der nichtjüdischen Jugend und das zudem aus der wirtschaftlichen und geistigen Lage der großen Scharen nie mehr zur Selbständigkeit gelangender jüdischer Angestellte cstlärbar sei. Die Eingruppierung in die politische Front des Kornrnunismus russisch-bolschewistischer Prägung bedeute in der Regel auch eine Lösung vom Judentum. Allen diewn Gefahren, die unstre jüdische Gemeiuschust von außen und innen bedrohen, gelte es nun unfern festen und eindeutigen Willen zum Leben und uu'ere Arbeit entgegenzusetzen. Lie bedeuten im Augenblick vielleicht die einzigen Aktivposten in deck Bilanz unseres deutsch-jüdischen Seins. Tor Ccntralverein, entstanden aus dem starken Wille:? sich durchzusetzen. sich zu wehren, und allen gegen uns gerichteten Angriffen zu begegnen, der dann' über die Frage: „Darum wehren und erhalten wir uns als deuckch? Juden V zu einer Positiven deutsch-jüdischen Zielsetzung vorgcdrungen sei, bedeute ^ür diese Zeit das richnge Sammelbecken. Es gelte heute, in einer Welt, die uns von innen und außen das Reckst auf unser Leben bestreik, erst wieder den richtigen Ort für den dennck-jüdischen Gedanken wiederzufinden. Vielleicht fti das Zeitalter des Kollektivismus, das heute allenthalben so laut und etwas allzu bewußt heraufgcführt werde, dieser Reusindung unserer SeiuSgrundlaacn gar nicht so ungünstig, wie man im allgemeine!: cmgunehmen geneist sei. Es käme nur darauf an, ob es möglich sein werde, das im Werden Begriffenc von dein Gift des Judenhasses, zu befreien.^ ^Das Referat schloß mit einen: Aufruf, den festen, auf vertiefte Kenntnis unserer den tsch-s üdis chan Lobenswerte gegründeten Lebenswillen dem Chaos der Zeit entgegen-! zustemmen. HiUcrs ZcLZ>U22?7r?cstierLng. Zu dcui Meineids- -rozcü Abcl st UUn rsi? fest, d-aZ enr-ezrn!>cn \khz'^rj.vzzn r-erj’cjtebatec naiionsv'ostalistichrr ViäUcr rc-e:r fcet 2 klagte S3 e t r. er Abel noch der VerteiU'-er R e ch t s a n o a 11 Ehrhardt Juden oder jüdischer Ä^siarnmung sind. - ' -'■/ /' - "7 / '• 7 '■ V. S C H 0" j 0 LA 0 i PRAHMEN in seiner Bedeutung für die Lebensgc Haltung und Lage des jüdischen Bevölkerungsteils hoch ein. Wir als in den Zielen nachbarlich vewoandte Gruppe haben vielleicht am besten die Möglichkeit einer klaren Beurteilung Ihrer Leistungen. Daß wir sie in ihrer Wichtigkeit und in ihrem Wert hochachten, wollen wir bei dieser Gelegenheit offen ausfprechen« Ihrem Streben und Ihrem Wirken für oi? Zukunft wünschen wir im Interesse des deutschen Judentums vollen Erfolg. Reichsbnnv jüdischer FronLsolvaten: Tr. Ludwig Freund. Das zehnjährige Jubiläum Ihrer Zeitung gibt uns den willkommenen Anlaß, Ihnen den Ausdruck unserer Anerkennung für den Kampf zu übennitteln, den Sie in Ihrer Organisation und in Ihrer Zeit:rng mit ebensoviel Umsicht rrnd Energie wie Anstand für die Geltung des J'udentums in Deutschland führen. Ihrer unermüdlichen Wirtsamkeir im Dienste unserer Glaubens- gen offen .kommt von unserem Standpunkts ' aus um so größere Bederitung zu, als die Vorgänge im Reiche in: guten und im bösen Sinne chre Reilcuvirkungen aus unsere Verhälmiffe regelmätzig ausüben. Wir derj knüpfen deshalb mit unseren Glückwünschen - . den Ausdruck unseres Dankes für Ihre un-! entwegtsu Leurühungen, die mittelbar auch i der österreichischen Judenschaft zugute ' kommen. Union österreichischer Juden (Wien): ' Rcgierungsrat Tr. Lenk.