Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 11 (1932)
- Issue
- 22 (27.5.1932)
- Date
- 1932-05-27
- Page
- Seite 222 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Oie teuersten Kosmetischen Mittel -kommen nicht vell zur ArLwirkung, Denn die 'Haut zuvor nicht aufnahm-rb ereil dafür gemacht -wird. Dies geschieham vollkommensten, intern man dem Waschwasser eine Kleinigkeit „Kaiser-Borax" LeigiLt. Einfache Enthürtungämiltel genügen nicht. Sie machen lediglich das "Wasser weich, haben aber nicht die starke antiseptische und adstringierende Wirkung, die den „Kaiser-Borax" besonders auszeichnet. „Kaiser- «Borax" ist nur erhältlich in der roten Original- Packung von Heinrich Mack Wachs., Ulm a. D. ~ -1-_—- 2.H.1, -. - iL -- -- ^. 1.13 liebt, die in dev Bibel verankert ist. und die rvon dieser Quelle aus Gemeingut der sittlichen Welt geworden ist. Es ist kein Zufall, daß die 'Abhandlungen über die jüdische Prophetie bei wen Empfängern der Monarsau-gabe besonderen Mnklang fanden. Wenn man nach der Wirkung fragt, so darf wicht vergessen werden, daß sich geistige Beein- -slussung nicht starrst rch eriasien läßt, weiterhin -über, daß die Monatsausgabe kein Universalmittel, keine Patentlösung sein kann und will, 'sondern daß zum gleichen Ziel noch viele andere .Arbeit erwünscht und ncrig ist. Wenn man -aber die vielen Zuschriften aus dem Kreis der .Empfänger liest, die teils spontan, teils aus .Anfragen hin unserer Zentrale oder den Ortsgruppen zugehen, so hat man doch das Empfinden. daß diese stetige Verbindung mit einem nichtjüdischen Leserkreis ihren Zweck erreicht.;Es kann uns zur Genugtuung gereichen, daß stn diesen Zuschriften vielfach der objektive, sachliche Ton . der Zeitung gerühmt und damit unsere ehrliche Absicht anerkannt wird. Es' ist ckein Ton, der demagogisch auf die Masten Mirkt. aber schließlich ist gerade in. erregten Zeiten das. wichtigste, sich an einen Kern wohlwollender, anständiger Menschen halten zu Sonnen. Wir rechnen auch mit künftigen Zeiten, .in denen die gute deutsche Bildung und Tradition wieder stärkeren Einfluß im Volk gerwinnen wird als jetzt. Bedauern kann man Mur eines, daß nämlich der Kreis, an den wir .uns wenden, ein noch viel zu kleiner ist, D i e Auflagen höhe der M onatsaus gäbe ch et r ä g t. zwar heute immerhin <60 000 Exemplare, d i e allmonatlich hinausgehen. Wer damit wird immer nur einer von tausend beliefert. Der Mange! au Mitteln zwingt zu dieser Einschränkung. . Tie Wirkung wäre zweifellos Kiel intensiver, wenn die Zahl der Empfänger vervielfacht werden könnte. Es mag manch'n unserer Frwmdo eine willkommene Anregung Mn. zu hören, daß durch bestimmte Jahrcsckpenden der Kreis der Emp'äugor der Monats- .sausgabe forckausend erhöht werden kann. Letzten Endes gilt von unserer' Monatsausaabe das .gleiche Uue von der Eesawckarbeit des Eentral- ^ereins; sie kann, so wie man von ihr erwartet, .nur wirken, wenn sie vom Willen und der Mitwirkung unserer Eescumheit getragen wird. rpv n n ® n n ,!; ,'?T\ Ff n <7-;; j i ■, ■' ‘ . i . i ■ : ■ \ >■ i '; ■ i ► : >'■! —. : r ' , [ - ] ■, i feJ '-4aa» i7.' %jj W vs o <.sj, kJ tJar Notwendige BeireciJungen von Dr. Alfred Wiener SiSSErsTüieft Vor einigen Jahren harte ich Austrag. Glüttwünsche eines bestimmten .Hrcifce 3:1m Ehrentage einer mir freundschaftlich nahe stehenden AMöul-chAit zu sammeln. Mein Staunen fand rein Ende, als fast die Hälfte her Gratulanten, wertvolle, ernste, im praknschm Leben stehende Männer und Frauen, ihre Empfindungen in dichterische Ferm kleideten. Bei der Ueberzahl dieser Eingänge konnte man nur sagen: Gut gemeint sind sie, aber ob gut gedichtet - Ein jeder, der Schmerz ans Herz, Brust ans Lust reimen konnte, glaubte, gerade ihn habe die Muse geküßt. Aehnlich. wie es mir damals ging, geht es dem Redakteur. Jeder, der einigermaßen die Rechtschreibung beherrscht, — vorn Stil reden wir lieber gar nicht —, glaubt, er sei dazu bestimmt, in das Ehrenbuch des Journalismus eingetragen zu werden. Kaum einer sieht, daß der berufene Journalist ebenso selten ist, wie der gute Tichwr. Zu dieser Verkennung wirkt entscheidend t:e Unkenntnis von denn inneren Gesetz einer Tageszeitung, oder eines Wochen-' blatkes, mit. Ta sitzt irgendeiner in Berlin, wähnt man, nimmt die Artikel, die eingelaufen sind, liest sie, reiht sie aneinander, gibt sie in Truck und fertig ... Kaum einer kennt das schwierige technische Verfahren, eine im guten Sinne moderne Zeitung herzusteuen; kaum einer weiß, was es heißt, den Inhalt einer Zeitung zu komponieren; denn wirklich, eine Zeitungsnummer muß genau so komponiert werden wie ein gutes Musikstück. Sie hat chre Gesetzlichkeit in sich. Sie muß in sich harmonisch wirken und doch für jeden etwas bringen. Ein Wochenblatt, wie die „E. V. - Zeitung" zum Beispiel, muß von unseren Freunden, dem Manufakturwarenhändler in Lstadt genau so gern gelesen werden, wie von der Arztgattin in Istadt. Ter Rabbiner soll außer den Nachrichten in jeder Nummer etwas finden, was ihn besonders festelt, und der Schüler, der sich für deutschjüdische Fragen nicht zuletzt schon seiner Erlebnisse aus der Schule wegenintercssiert, soll sein Wissen bereichert sehen. Ter Student sucht in ihr Nachrichten über Fragen des Hochschullebens, und der Handwerker der Großstadt will über Anfeindungen aufgeklärt werden. die vielleicht seiner: Kollegen auf dem flachen Lande treffen. Und das zahlreiche christliche Leserpublikum? Ter Geistliche will sich vergewissern, ob immer noch der Kampf gegen die heiligen Schriften „Roms und pub-as' tobt. Dem Redakteur der Mittelstadtzeitung dient sie als, Nachrichtenquelle. Tie Justizbehörde erfährt häufig genug erst aus ihr Ke gegen einen Strafrechtspararapheu verstrstenda Aufforderung zu Gewalttätigkeiten gegen jüdische Mitbürger. Bitte, lieber Leser, versuche einmal zwischen diesen unendlich verschiedenen Interessen die mittlere Linie zu ziehen. Schaffe jede Woche ein Blair, das nicht lang:oei!ig, aber auch nicht oberflächlich ist, das nicht in: übten Sinne sensationell, aber auch nicht abgestanden wirkt, das den Interessen der jüdischen Gemeinschaft dient, aber auch deren vaterländischen Willen zum Ausdruck bringt. Und bedenke weiter: Jede Nachricht, die du in dieser „<J. V.-Zeitung" liest, muß ganz anders kontrolliert werden, als eine Meldung in der Tageszeitung. Die Tageszeitung darf die telephonische Mitteilung über ein Attentat gegen einen jüdischen Arzt ohne weiteres bringen. Wir müssen erst nachforschen, Stiima der Jugend Ich beglückwünsche die „G. D.-Zeilung" zu ihrem zehnjährigen Jubiläum. Tie hat in dieser Zeit wichtige Arbeit im Dienste des Kampfes und der Abwehr bornierter Vorurteile geleistet und allen denen, die i ui Kampfe um die Verwirklich u n g der Gerechtigkeit im deut s ch e n P 0 l i t i s ch e n L e b e n stehen, wertvolle - Waffen ge;» liefert. Wer verteidigt sein will, mutz zuerst einmal sich selbst zu verteidigen wissen. Tonst kann ihm nicht geholfen werden. Die „C. V.-Zeitung" hat diese Ausgabe für das deutsche Judentum vorbildlich erfüllt. ' Sie darf diesen 'Kampf nicht ausgeben, denn er ist nur ein Ausschnitt des großen Ringens um staats bürgerliche Freiheit und politische Gerechtigkeit. ob die Nachricht im. ganzen und im einzelnen, zutrifft. Wir dürfen keinen Bericht geben, keinen Namen nennen, wenn die Richtigkeit des Inhalts nicht bis zum Letzten feststeht. Keine Falschmeldung, keine Unrichtigkeit um der Sensation willen. Alles muh vorher auss gründ-.. lichste nachgeprüst werden, denn der gute Ruf der „C. V.-Zeitung" als ein Organ der Wahrheit und Ehrlichkeit darf nicht gefährdet werden. Tie große Zeitung kann einmal daneben hauen. Vielleicht-- springen zwei oder drei Abonnenten ab. Ter Sache wird nicht allzu : sehr geschadet.Wir aber schädigen mit jeder Nachricht, die nicht stimmt, mit jeder Berichterstattung. oim verfehlt ist, unsere Sache im ganzen. Gewiß, auch wir find Menschen, die irren, und Fehler sind auch uns schon unterlaufen. Aber nie aus Leichtsinn, nie aus Oberflächlichkeit, nie aus Sensationsgier. Wir haben uns bemüht, und wir werden uns stets bemühen, nur solche Aussätze, nur selche DErTALM U D.FÜR JEDERMANN;. AllgLmerrrserstanöllchs Auswahl ln deutscher Lteöcckragung tcn g::nur. — Ein begeisterter Freund unserer Talmud-Ausgabe hat einen Fonds gestiftet, durch den es möglich ist, das vlelfarbig gedruckte, großangelegtc. herrliche LlouumcräalVcck in reichveraolderem Ganzleinenband bis auf weiteres 56 Mark ' ß^rfh, franko zu liefern (auch in zwei Monatsraien; L 6,26 Mack). — Lenußen Sie Me‘e einmalige Gelegenheit. . Mtü* $ Sie müssen den Talmud kennen,- er gchöck :neben der Bibel in jedes jüdische Haus. Bestellungen nur an stss (Bhmunb Meyer, Äuchhandiung, Berlin W-59, Tümöergek SEre§e 61/ Postscheck 61509, gegen Voreinsendung oder Nachnahme.