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Central-Verein-Zeitung · 1932-05-27 · 22 (27.5.1932) · p. Seite 213

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
11 (1932)
Issue
22 (27.5.1932)
Date
1932-05-27
Page
Seite 213 (sequence 1)
Language
German
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ßerltn, 27. XUa\ 1932 XI. Jahrgang ♦ Rr. 22 CinIslnummer 20 Pfennig * * * ' U / » ■» .«* y BrertcNabrSabonnrmrnt 2.25 NM. (zuZügl. SGcfteasclb). Allgemeine Zeitung des Judentums Verlag und SchrifLleilung: Berlin W 15, (SmfecSir. 42. Feinsprecher: J2 Oliva 5071 Postscheckkonto: Berlin 304 72. .:. Bankkonto: Dresdner Bank, Depositenkasss H 4 Verlin^Wilinersdorf 1, Hohenzollerndamrn 106, und von DoldschmidL - Rothschild L Co-, Berlin W8. Alleinige Anzeigenannahnie: Annoncen.E^vediiion Rudolf Moste, Berlin 8^109, und deren Filialen. Anzeigenpreise: 0,09 31^ fat die 7gespaltene Zeile nach Rudolf Mostes Nonnalzeilenmesser Nr. 4Familienanzergen und Steüsugesuche (nicht Stellenangebote) für Mitglieder des Centralvereins 0,45 3UC, die 62 mm breite ReklanreZeilr 3,50 J13L Li n fT'r ] •■^^3 j£/1 n r~\ M^i ' 1 itung n ,»H A «Ttrn fCs,I y’Ct-y *lJai a v. I Diese Nummer ist dem zehnjährigen. öestenen unserer Sie soll uns selbst und unseren Freunden Rechenschaft Ober das Gewollte und Erreichte ablegen. Aus dieser Rückschau, aus Kritik und Beifall, wollen wir Kraft und Antrieb zu neuem Schaffen gewinnen. Wir veröffentlichen aus der Fülle uns zugegarsgener Glückwunschschreiben solche, die unsere Arbeit im Rahmen der deutsch-politischen und der besonderen jüdischen Aufgaben würdigen. Die Schriftlestung. le //< eg £%*#. Ck* ** JT\ m>/f *f>. n Von Dr. Friedrich Brodniiz ' Zehn Jahre ,.C. V.-Zeitnng"! Ein .Zeitraum, der kurz erscheint, wenn man, rückwärts gewandt, den Ablauf dieser Zeitperiode f^ftstellen muß, der aber sein Gewicht bekommt, wenn die Fülle entscheidender Geschehnisse diese Jahre als doppelt zählende 'Kampfeszeit kennzeichnet. So wird es gerechtfertigt erscheinen, wenn wir das Bedürfnis empfinden, diese Nummer einer zufammenfassenden Betrachtung des Gewesenen und einer Rechenschaftslegung des Geleisteten widmen. Eine doppelt reizvolle Aufgabe für den, der sich seit etum dem' gleichen Zeitraum der Arbeit des 'Centralvereins eng verbunden fühlt. ' Lange schon hatte das Bedürfnis bestanden, der gewachsenen Organisation und ihrem erweiterten Arbeitsgebiet ein wöchentlich erscheinendes Organ zu schassen. Ein Kreis alter Mitarbeiter des E. B., an ihrer Spitze Eugen F u ch s und Julius Brodnitz, verfocht diesen Plan entgegen allen bei der Größe der wirtschaftlicheu Opfer berechtigten Bedenken, und am 4. Mai 1922 konnte die erste Nummer der neuen Zeitung erschouwn, die die alte Monatsschrift ...Im Deutschen Reich" ablösen sollte. Seitdem ist unsere Zeitung Woche für Woche erschienen und'ist unseren . Mitgliedern ein längst gewohnter Begleiter und Führer gemorden. Man.würdigt nicht, immer ausreichend, was für eine Leistung darin liegt, daß die Zeitung durch alle Nöte der Inflationszeit bis in die schweren Krisenjahre hinein unseren Freunden unentgeltlich zugestellt werden konnte. Wenn man den Jnflationsjahrgang 1923 durchsieht, kann man das Schicksal der Mark an den für eine Einzelnummer angegebenen Preisen verfolgen: Januar 25 Mark, April 100 Mark, August 1000 Mark, September 150 000 Mark; Anfang November 500 Millionen; am 23. November endlich zchn Goldpfennige. Im Herbst 1923 noch ein Aufruf an die Mitglieder, ler isideof des lacses schreibt: Die Bemühungen der ,.C. V.-Zeitung" um Vermittlung der Wahrheit im politischen Ringen, ihre Suche nach Gerechtigkeit im Kampfe, ihre Abwehr jeder persönlichen und Rassenhetze habe ich seit dem Entstehen Ihrer Zeitschrift verfolgt und kann Ihnen zum zehnjährigen Jubiläum nur meinen Dank dafür übermitteln. Möge bald die Zeit kommen, wo in Deutschland die ritterliche, vornehme und menschliche Auseinandersetzung unter politischen Gegnern eine Selbstverständlichkeit ist — bis dies aber der Fall ist, wird Ihre Zeitschrift auch weiterhin eine wichtige Mission zu erfüllen haben. „wenigstens den Betrag eines Markenbrotes" alz Spende beizusteuern; dann ist mit der Stabilisierung auch das Wütererscheinen gesichert, und so ist es bis in die letzten Jahre zunehmender Verarmung des deutschen Judentums geblieben. 2lls Hauptschriftleiter zeichnen: Ludwig Holländer und, als sein Vertreter, Alfred Wiener; als Redakteur ist zunächst Ernst G o t h, dann Artur Schweriner, jetzt Margarete E d e l h e i m tätig.' Das junge Blatt muß sich erst allmählich seinen eigenen Stil schaffen. Für den journalistisch Interessierten ist es reizvoll zu sehen, wie sich die typographische und satztechnijche Aufmachung von Jahr zu Jahr verbessert. Besonders in den letzten Jahren ist hier gute Arbeit geleistet worden. Wechselnde Typen sorgen für ein abwechsetungsreiches Bild, Photos und Zeichnungen beleben den Text. Die ursprünglich zweispaltige Satzweise erweist sich als ungeeignet, längere Artikel mußten unterbrochen werden und waren manchmal in ihren Fortsetzungen schwer aufzusinden. Seit einigen Jahren erleichtert dreispaltiger Satz die Unterbringung eines oft bunten Stoffes. Schwerer als diese formale Gestaltung war es, im Inhaltlichen die Linie Zu finden. Eme Lötung des Problems, unsere Zeitung nach gewohnten! journalistischen Schema aufzubauen, mußte hier versagen. Unsere Freunde haben oft keine rechte Vorstellung, vor eine wie schwierige Aufgabe die Gestaltung der „C. V.- Zeitnng" den Redakteur stellt. Es gibt wenige Blatter, deren Publikum mit so verschieden gearteten Wünschen zu seiner Zeitung greift. Sie soll über aktuelle Politik, über unsere Arbeit und über alle Geschehnisse von Bedeutung

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