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Central-Verein-Zeitung · 1932-04-15 · 16 (15.4.1932) · p. Seite 148

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
11 (1932)
Issue
16 (15.4.1932)
Date
1932-04-15
Page
Seite 148 (sequence 4)
Language
German
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14$ zustellen und die gewaltigen Widersprüche aufzuzeigen. Eine sehr instruktive Materialsammlung ist der. unter - dem Titel „Z w i s ch enspiel Hitler" erschienene Band der „B e r i ch t e zur Kultur- und Zeitgeschichte" von Nikolaus H o v o r k a von mehr als 300 Seiten. (Reinhold-Verlag, Wien.) Er gibt eine Fülle von Auszügen aus Reden ^nationalsozialistischer Führer, aus dem Schrifttum und der Presse der NSTAP. und nicht minder aus der gegnerischen Literatur. Nicht nur die Entwicklung der Partei selbst, ihrer Ideologie und ihrer Führer wird durch zahlreiche Zitate beleuchtet, sondern auch das Verhältnis der NSTAP. zu Nachbargruppen, zu den Teutschnatiouüten, zum revolutionären Nationalismus und zur KPD. dargestellt. Besonders beachtlich ist eine dem Buch bergegebene, nahezu vollständige Bibliographie des Nationalsozialismus. Zum Studium der nationälsozialiftischen Bewegung ist diese Materialsammlung äußerst wertvoll. Maierralsammlung und mehr als Materialsammlung ist auch der in neuer Auslage erschienene „A n t i - N a z i". (verausgegeben vom Deutschen Volksgemeinschastsdienst Berlin-Wilmersdorf. Zn beziehen durch Philo-Berlag Berlins 15, Emser Str.42.) War er bei seinem ersten Erscheinen vor zwei. Jahren das einzige brauchbare Handbuch für jeden, der im Abwehrkamps gegen die NSDAP, steht, so ist er heute trotz der Fülle der inzwischen erschienenen Literatur inuner noch das beste. Weniger der Theorie als der Praris dienend, über 180 lose Blätter in handlicher Mappe vereinigend, gibt er jedem Politiker, jedem Redner, jedem Redakteur zuverlässige Unterlagen, wenn er in Wort oder Schrift der nationalsozialistischen Volksverhetzung cntgegenzutreten hat. Sorgfältig bearbeitete Registratur und eine wohldurchdachte, "logische Kapiteleinteilung erleichtern die Benutzung des „Anti-Nazi", der sich nicht daraus beschrankt, die Widersprüche zwilchen Theorie und Praris der Nationalsozialisten ins hellste Licht zu rücken, sondern der darüber hinaus auch das Vorleben zahlreicher nationalsozialistischer Führer gründlichst durchleuchtet. - „Ter Anti- Nazi" gehört nicht nur in die Hand derjenigen, die in Versammlung und Presse den Großkampf gegen die NSDAP, führen, ec ist unerläßliches Hilfsmittel für alle, die in zäher Kleinarbeit des Alltags Aufklärung über das wahre Gesicht der nationalsozialistischen Bewegung verbreiten wollen. ' . , Zwei sehr > gediegene .Auseinandersetzungen mi? Teilproblemen. hat der Gvrres-Ha ns - Verlag in K ö l n herausgegeben, nämlich eine Broschüre „Wirtschaft unter dem Hakenkreuz" und eine weitere von Tr. Amalie L a u e r : „D i e F r a u inder Aus - fass ung des Nation als ozialism u s." Beide, vor allem die letztere, sind zum Studium dieser Frage nahezu unerläßlich. Endlich sei die von der Verlagsanstalt des ATGB. herausgegebcne Sammlung ge-?e i m e r Dokumente der nationalo z i a l i st i s ch e n Betriebszellen- Organisation erwähnt. (Berlin 1932. Verlag des Allgemeinen Deutschen- Eewerkschaftsbundes.) Das Wollen und Treiben dieser Organisationen wird in der kleinen Schrift schonungslos entlarvt. W. G. Uöi‘isiä öBfl vWWÄWW „Die Judenhetze — ein politisches Kampfmittel“ Zu einer Auseinandersetzung über die Frage „Tie Judenhetze — ein politisches Kampfmittel". hatte die Ortsgruppe Frankfurt a. M. des Gentralvereins durch Plakatenschlag öffentliche Einladung ergehen lassen; weit mehr als tausend Personen, darunter viele Nichtjuden, folgten ihr, so daß der große Saal des Volksbildungsheims am 11. April die Zahl der Erschienenen kaum fassen konnte. Ter Vortragende, Tr. Erich Kehr (K aiserslauter n), Hauptvorstandsmitglied des E. V., ging von der Feststellung aus, daß in Zeiten der Not, des "Elends, und der Verzweiflung politisch ungeschälte Menschen die Schuld an ihrem Unglück nicht in wirtschaftlichen und politischen Ursachen sehen wollen, sondern sie bei Mitmenschen suchen, um an ihnen bequeme Rache nehmen zn können. Vom finsteren Mittelalter bis zur hcutigen Zeit führe ein klarer und deutlicher Wea. Hitlers Wort „Ter Antisemitismus ist das granitene Fundament des Tritten 'Reiches" ist von seinen Anhänaern zu einem Propagandafeldzug ausgebaut worden, der an Niedrigkeit, Versidie und Schamlosigkeit nicht mehr überbvten werden könne. Tag die Jndenhehe ein solches Ausmaß von Verrohung annehmen konnte — der Redner zeigte durch Verlesung einer Anzahl von .Nampflicdcrn ans Dcur ofsizicllerr Liederbrich der Partei die urastlosc Erregung von .vafjgcsühlcn und die verhetzende Wirkung besonders auf jugendliche ELcrucutc —, so ist erhebliche schuld daran d-en politischen Parteien und Behörden zuzuschrciben, die bisher an der Judenfrage als dem wesentlichsten Programmpunkt der NSTAP. fast ganz vorübergegangen seien. Wir Inden selbst würden am tiefsten von der Tatsache getroffen, dag die Judenhetze gerade im deutschen Volk immer wieder Erfolg habe, während man sie im Ausland nicht verstehe. Eine -AMvcirung der NSTAP. für den Wahlkampf enthält den ^atz, wenn aus Parteikreiscn Anfragen an die Reichsvder Gauleitung nach Beweisen über die Richtigkeit einzelner Behauptungen über die Juden gerichtet würden, so genüge es. sie ohne weiteres Eingehen auf das Problem selbst als .Ludenschwindel" öffentlich abzutun. Aber die Geschichte lehre, daß sich schließlich die Wahrheit einmal Bahn breche, es gäbe auch einmal ein „Deutschland erwache" nach der anderen Seite. Vier Fragen an die Oefsentlichkeit schloffen die mit stürmischem Beifall ausgcnommencn Ausführungen Tr. K e h r s : 1. Was wollen die Behörden für den ftaLtSbürgerlichcrl Schuh der Juden, für den Schutz, gegen, die Gemeinheiten in den nationalsozialistischen Liederbüchern und Zeitungen und für den Schutz gegen die Mordpläne der S2t. tun? 2. Wo bleibt der Schutz durch die deutschen Gerichte, besonders bei KollcrLivbcleidigungen der Juden't 3. Hat die Front drr anständigen Leute in Deutschland noch nicht erkannt, vast cS sich bei dem Kampf gegen die Indcnhetze nicht um die Erhaltung der Deutschen Iuvcnhcit, sondern um die Erhaltung der deutschen Sittlichkeit u u d Kultur ü v e r 1) a u p t handelt und um das Ansehen Deutschlands in der Welt? 4. Wo bleiben die deutschen Juden in Diesem Kamps? In der Aussprache forderten etwa zehn D];3 O35"r.r'Qy ist immer glücklich und schön, ihre Persönlichkeit atmet stets jugendliche Frische. Aber auch sie ist vor schädlichen Einwirkungen von aussen nicht ganz gesichert. Wind u. Staub tragen stets Krankheitskeime in sich. Eine Prise KAISER-BORAX dem täglichen Waschwasser beigegeben, desinficiert die Haut, heilt und verhütet Gesichtsausschläge und sonstige Erkrankungen der Haut und gibt dem Teint den rosigen Schimmer derGepflegtheitundGesundheit Aber KAISER-BORAX muss es sein, der nur in den roten Originalpackungen mit ausführlicher Gebrauchsanweisung von der Firma HEINRICH MACK NACHE, ULM a. D. geliefert wird. Redner, baruntcr Vertreter des Zentru nr s, der S t a a t s p a r t e i, der Eisernen Front, der Frauenliga für den inneren Frieden usw., mit Ernst und Entrüstung die nichtjüdischen Mitbürger aus, den Kamps gegen die' verbrecherische Judenhetze gemeinsam mit den deutschen Inden zu führen. Mit einein Appell des Versammlungsleiters Tr. Mainzer (Frankfurt a. MI an die jüdischen Mitbürger, sich persönlich und finanziell für den Kamps gegen den Judenhaß zur Verfügung zu stellen, fand die eindrucksvolle Kundgebung gegen Mitternacht ihr Ende. ' Dr. M. M. - Von Boulanger bis Hitler Mehr als 700 Croß-Berliner Freunde des E. V. füllten am 7. April den großen Saal des Logenhauses, Kleiststraße. um dem Vortrage des stellvertretenden Vorsitzenden des Eentralvereins, Tr. Bruno Weil, „Von Boulanger bis Hitler" 3u folgen. In glänzender Rede zeigte Tr. Weil die'Verschiedenheiten und die Parallelen zwischen der französischen nationalen Bewegung des Boulangismus und dem deutschen Nationalsozialismus. Aus dem lawinenartigen Anschwellen des Boulangismus bis zu dem großen Sieg Boulangers bei den Kammerwahlen 1669 und aus feinem noch schnelleren Sturz zog der Redner die Lehre für die Gegenwart: daß gegenüber der diktaturlüsternen Demagogie der Nepnblrkseinde letzten Endes nur die Energie der Republikaner die Staatsform und den Staat vor dem Untergänge schützen kann. Die Versammlung stand unter Leitung von. Dr. Stefan Stcinharter und wurde durch Vorträge von Gertrud E y s o l d t (P r o l o g von Fritz Engel und „An die Juden" von Börneumrahmt.. Auch in Stuttgart fand der Vortrag von Tr. Weil über das gleiche Thema in einer überfüllten Genwindeversammlung lebhaften Beifall und Tank aller Hörer. mZ2 '„Monte 1©so Fahrprei3 einschl. voller Verpflegung von RM. 2©0j— an Palästina und Alpten 2. Mai ab Venedig — 24. ftlai in 6enüa über Corfu, Rhodos, Beirut (Syrien), Haifa (Palästina'), Port Said (Ägypten), Messina (Taormina), Neapel (Rom) SüdifaEIe?ä »Südspamen - Marokko 23. Mai ab Genua — 13. Juni in Hamburg über Neapel (Rom), Palermo, Palma de Mallorca, Malaga (Granada), Ceüta (Tetudn), Cddiz (Sevilla),Lissabon. 30, ~ an & b'ti y? Fahrpreis einsch!. voller Verpflegung von RM. H Fjordreise 2. Juli ab Hamburg — 10. Juli in Hamburg täordkapreise 16. Juli tb'Kamburg — 31. Juli ln Hamburg Spstsbepgensrelse 4. August ab Hamburg — 22. Aug. in Hamburg ' Kostenlose Auskunft und Drucksachen Hamburg-Südamerikanischa Dampfscfiifffahrts-Geseüsüfian, Hamburg 8. Roiz&tfeice s

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