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Central-Verein-Zeitung · 1932-02-26 · 9 (26.2.1932) · p. Seite 81

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
11 (1932)
Issue
9 (26.2.1932)
Date
1932-02-26
Page
Seite 81 (sequence 9)
Language
German
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$1 Es clbtnichts Besseres zur Beruhigung von Herz uno Nerven, ebenso zur Erfrischung bei Mattigkeit und UeOeranst/engungen. Für Nachkuren, bei Herz* Nerven-, Frauenleiden- Bad M. L6o. % ^7,^ SAUERSTOFF- «ÄÄÜ /,~ \ — —n *J . . . ■;/ j, J rkk-? Dr. rr.ed. R. Lurz bearb., *a*tiO >. " £ * $ ' ‘ii _1 fiu.i\T>lW^*^JliLiJ|- j/jr ffa nr'-“*^ X * fl* >v\ *«£ .? CV A . f"\ ** H « n f") I durch MaxELB A.*G. DresdenSS! fö S~£t t3ü §W Ä G:::3 Irr den meisten Religionsschuten sowie auch in der „guten stufe" vieler Familien unserer fränkischen Landgemeinden nimmt das charakteristische Bildnis des Barons M orih von Hirsch einen hervorragenden Ehrcuolatz ein. Nicht als Wandschmuck, sondern als Zeichen und Ausdruck allgemeiner Volkstümlichkeit, die der Träger dieses Namens. durch schrie außerordentlichen Stiftungen im Jntereisr verelendeter Glaubensbrüder gegen Ende^ des vorigen Jahrhunderts erreichte. Mit geistigen Augen angesehen, ist das Bild des Begründers der .Lca" ein Sinnbild des Ideals Opfernder Nächstenliebe. Gelegentlich der 100. Wiederkehr seines Geburtstages (am 9. Tezember 1031) hat Tr. Josef Prys im Selbstverläge (München, Fraurcho'erstraße 4) eine auf Grund der Familien- und Staatsarchivatten beruhende Tarstellung der 'Geschichte der Familie von Hirsch er'um inen lassen, die man formal eine Sehenswürdigkeit und inhaltlich (ine .Le^nswürdigteir nennen darf. Nicht weniger als 19 Abbildungen, die ganze Ahnengalerre und Faksimiles wichtiger Urkunden, werden in künstlerischer Vollendung reproduziert. Und es ist sehr interessant, den verhältnismäßig raschen Aufstiegs emes^ von einem unterfränkischen Torsiuden (Moses Hirsch in Gaukönigshofen) begründeten Hauses bis zu seiner Weltgeltung zu verfolgen und Lebe: zu erfahren, welche wertvollen Treuste das Hosbankhaus H r r s ch dein bayerischen Staate und der bayerischen Volkswirtschaft geleistet hat. Von allgemeingeschichckicher Lautung aber ist der Nachweis der Tatsache, das; die hervorragenden Häupter dic'er Familie nicht nur pro domo gegen die Ausnahmebestimmungen ocs bayerischen JudnidiAaies vom Jahre 1813 einen vieljährtgen b-iöarrlichen Kampf geführt, sondern auch in dar Vorderreihe der Kampier für die Emanzrparwn der israelitischen Glaubensgemeinschaft in Bayern gestanden haben. Tie sehens- und lewosweite Schrift von Josef Prys zeichnet hochoordienstüch ein Ehrenblatt in der neueren Geschichte der Israeliten in Bayern. vr. A. Eckstein. MeöiZmalmi Dr. CurL Strauch Vor wenigen Wochen ist, wie die Tages proüo schon berichter hat, d-D-' bekannte Gerichtsa r z L M e di z i n a t r a t D r. C u r t Strauch., VroAstor der gerichtlichen Vledizin an der Universität Berlin, noch schwerer Krankheit gystorben. In der jüngeren Iuristengeneratiou ist wohl kaum einer, der nicht von ihm Belehrung und Anregung eiupsangen hat. Wir Juden haben aber noch besonderen Anlast, ihm über das Grab hinaus Tank zu zollen, und sein Ableben erst rechtfertigt die Mitteilung dessen, was wir ihm in: Abwehrkampfe zu verdanken haben. Strauch ulloate sich in seinem Kolleg über gerichtliche Medizin ausführlich über „Tod durch Schnitt" Zu verbreiten und kam dann auf die Schachts rage zu sprechen. In der chm eigenen Cewisienhaftigkeit und Gründlichkeit hatte er sich mit den religio stn und technischen Grundlagen der Schechitah^eia.achend befaßt und zechte feinen Hörern fe ein Lichtmesser für Großvieh und 'Gefll'zcl. Hierbei demonstrierte er das Schächtverfahoon und trug vor, welche hohen uwnschlich--si!:ücheu und geistigen Anforderunwn das Schachtannr an seinstn Inhaber stelle, daß er sich und sein 'berät hn;er wieder vom NabLiner Prüfen' lasten möge, der geringste Fehler das Tier ungenießbar und das Sbwinden der Kräfte den Schächter dienKuntauglich mache. Er legte dann, Bezug nehmend cuf seine früheren theoretischen Ausführungen, dar, daß der religio n-gesetzesget reu vo llzvgene Schachts chn i rt bei erdwärts gehaltenem Ticrkopfe zumindest sofortige absolute Bewußtlosigkeit herbeisühre. Abschließend chezeichneie er die "Scheckzitah in Verbindung mit den von Thora, Talmud und Schulchmr Aruch gegeoenen Versahrensvorschristen als allen anderen Betäubungs- und Tötungsmethoden wenigstens ebenbürtig, wenn nicht gar überlegen. Zugleich wies er entschieden jede Verquickung dieler Fragen mir politischen ^chlagrvortcn zurück. Ticker Blut zu olsicklwem Bekenntnis wiegt um so schwerer und stellt der wissenschaftlichen Bedeutung von Strauch ein um so bedeutsameres Zeugnis aus, als er durchaus nicht „judenfreundlich" im landläufigen Sine war, sondern nach Herkunft, Milku und Weltanschauung weit rechts stand. Tas hinderte ihn aber nicht, pein? wissenschaftliche Lehrmemung kundzutun. Ja, er setzte sich auch, außerhalb d^er vier Wände des HSrfaules darum angegangen, mit seiner bedeutenden Autorität für Neckst und Wchrheit ein. J. R.! C U : " \VA: 'IRJjcLleu-: a-;^CLC->i ch<-.o. Cs£:?jc-t:slzv. - y Sanotomo /stchllukLZ L il S hs7 d 9 hm s £ k « \i ck» ii Sill sll --SÄ 2 Xttnk§Lh gekeNsiQ S<!Lr'Äns^a?L 8srzunä 6sHs5lei2eir, Las^äov, wacker, LIztLrankdeweir L1§22s Lxr'aüdIdL<!er Im IWisq Prospekte kostenlos Fernsprecher 2tö Ermass!-sta Preise S Ji j\ J Pauschalkuren. 1 | Firmen, weldie der I *C.V.-Zeitung® ihre K er -rr^-.,n ■ r V’ 1; l •! z kk 1 Ä heile gm h essen, hahzi\ uns viedertioli deaErfo lg dl eserPropag&ada bestätigt. 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