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Central-Verein-Zeitung · 1932-02-19 · 8 (19.2.1932) · p. Seite 69

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
11 (1932)
Issue
8 (19.2.1932)
Date
1932-02-19
Page
Seite 69 (sequence 5)
Language
German
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AH Erich F. poöach: S -f'Jd fi -><~ vj 'r;'> ■? * | v v-i v j v v ‘v*' ' Verlag Er ich Lichten st e i n, Weimar 1932 Das Charakterbild des historischen Nietzsche erhalt durch neue Veröffentlichungen und unbekannte Dokumente, die Erich P o d a ch inner dem Titel „Gestalten um Nietzsche" soeben herausgibt, eine neue Beleuchtung. Cs soll dadurch das leider sehr notwendige Ziel erreicht werden, die Kräfte bloßzulegen nnd abzuwehren, die Nietzsches Wirkung noch heute gefährden und in ihr Gegenteil umzutäuschen versuchen. Neben zahlreichen Beiträgen, die das- Verhältnis des Philosophen zu seinen Freunden Erwin Rohde und Peter Gast jowie zu seiner Mutter klären, haben vor allen Dingen die ^Mitteilungen erhebliches aktuelles Interesse, die sich mit seillem Schnxrger, dem bekannten Antisemitensührer Dr. Bernhard Förster, und Frau Eli Förster beschäftigen, denn sie bringen neue Beiträge zu Nietzsches Stellung K Judentum. Der E y m na fl a lp r o s ess c r Bern- Förster war ein Vorläufer von Haler und Goebbels. Wir finden Lei ihm schon die gleichen Rassegedanken, die in Wirklichkeit von Gobineau. stammen und durchaus nicht deut'ch, sondern französische Importware sind. Wir finden hier schon das selbstgerechte, überschwengliche und komisch anmutende Eigeuckrb. das v"or den Vorzügen einer bestinm.nen Gruppe aus denn Häuschen gerät, sowie die Beschimpfung und V erckck tlicamachu ng des ganzen übrigen dcutsthen T-.w.. Nietzsche wurde durch die Heirat seiner Schwester mit dem Antifetniien?uhrer in der „Lauterkeit seiner Annosphäre" bedroht. Er erfuhr, das; if)u Förster in seinen Propaganda- Vorträgen mit Ausschweifenden Ausdrücken" erwähnte, daß die Annseu-iten sich auf seinen „Zarathustra" beriefen und seine Bücher zur „antisemitischen Literatur" rechneten. Er nahm dagegen in heftigster und erbittertfter Weise Stellung. Er warf der Schwester ihre Geistesgcmeinschuft mit Förster vor und erklärte den Antisemitismus für die „kulturwidrigste Krankheit" sowie die Schriften der Antisemiten für „die abscheulichste Literatur, die es jetzt gibt". Trotz dieser klaren und leidenschaftlichen Stellungnahme wird Nietzsche auch heute noch mit den Vertretern der geistigen Welt, die ihm zuwider und feindlich war, von offiziösen „Nietzsche-Spezialisten" absichtlich für den tagespolitischen Gebrauch verwechselt oder verfälscht. Als sich Förster in D-eursthland durch sein Verhalten viele Feinde gemacht hatte, faßte er den Plan, in Paraguay eine deutsche Kolonie „Neu - Germanien" zu gründen, wo edle, dem Materiellen abgewandte Menschen ein Joealreich gründen soll* Len. Förster machte eine ungeheure Vrovaganda und rer', rächten Lunmel auf Erden, ilm keine chudi'.. :rt ' aufkcanmen zu lassen, durfte nhmctnb Landet treiben, aber ... Förster monopolisierte Len ganzen -Pandel in seinen Händen, und die -Z Kolonisten mußten alles Lebensnotwendige für teures Geld von Förster kaufen. So verschieden sahen Theorie und Braris aus. Ta. auch die wirtschaftlichen Grundlagen der Koloniegründuug unfachmännisch und leichtfertig anf^ccant waren, tarn es bald zu großen Mchhelli gleiten Zwischen Förster und den Kolonisten, die sich in den heftigsten Angriffen, ja Anklagen gegen Len Arüisemitensührer äußerten. Als ihm die Schwierigkeiten über den Kopf wuchsen, wählte Foriter im Juni 1859 den Freitod. Seine Gattin kehrte später nach Deutschland zurück, um Huer das Erbe ihres Bruders in Besitz zu nahmen. Die lanajährige Lebens- und Gentesgemeinschast mit Förster erklärt gelegentliche Erscheinungen mangelnder Objektivität, die schon viele sachliche Gegner aus Pen Plan gerufen haben. E. G. * SOiOKCLPDE UNDPPflU?iSH 1 £iijedem{yh'% sind udlhkannl und STOü=WERCK-P R ALI HBH Von aiisg€föicmder$iii£> .<99 n A n j! i;—// X 8' um *| x s; ( - ckl L.SI., i 's/ \/ PRALINEN * SCHOKOLADE :S1Pfr^ s mH ij H , t «-j - .> Ü J *J ' itJ 6 kU J U ni j königstein i. taunus l: :_:iz:z;u NERVENu. INNERE / HlKTk'l I P P KI p-'q Cr?™** ERKRANKUNGEN / U IM I S\U t\ L,i\. Lj. ü, <-wtv4 ES üliiiiÜlüüllÜÜEIüIIiüiliiiiilli bei Ihren Bestellungen and in allen Korrespondenzen mit den Inserenten unserer Wochenzeitschrift auf die Anzeigen in der C.l-Zei;ri üüü.Wickckckcktckälck! Bezug. Es liegt auch ln Ihrem Interesse, die fl 1J V» bw Lifting HHüÜi'üüAckckcktckcknck zu unterstützen. f! Ik« sj InHiHHiH >:• iHH.ivI 1 jy iiü iUi.J aa.:i LjA UJrJtlil (iüj n ly? Jdaa und vc3 'San FHltlstaa d'dö i Staates ] ca. 3C0 Seiten hrcsch.RM3,-,geb.RM4 2Si! und ri'JTi Elsht - Israel! vDIS HEXEN) ca. SO Seiten kartorJert RM 2,— ■ Kiepenheuer , Berlin | Verlas ,,^cr Ohren hat, der höre! Die Tatsachen des gegen",-artigen Lebens ia Deutschland, die Miasmen dieser Zeit, sind nie treffender, schärfer, einfacher gezeigt worden. Das dringendste Kapitel dieses kleinen, unerhört gedankenreichen und sprachgesvaltigen Buches behandelt den Judenhaß, den Juden~ahn, den Brunner auf eine geradezu mörderische Weise und — man darf nicht anders mehr als mit dem Hammer philosophieren I— mit dem Hexenvrahn des Mittelafters parallelif siert.** Leo Hirsch im „Berliner Tageblatt“. , Ja, er srill und kann unserm Judentum ein Helfer sein, denn er ist in Wahrheit ein ,Großer in Israel', eine Bezeichnung, mit der wir oft ein wenig zu freigebig verfahren; bei Brunner ist Isie am Platze. Die Juden aber, mögen sie hören E oder es lassen, denn ein Haus der '‘Viderspenstig- ^keit sind sie, so sollen sie doch wissen, daß ein Prophet unter ihnen ist.“ Rabb. Dr. Norden in der , Jüdisch-liberalen Zeitung“. „Dankbar hören wir die Vorte des Führers, der vom Geiste her das schwere Sein zu erleichtern unternimmt." Dr. Eva Reichmann- Jung mann in der ,,C. V.-Zeitung“. „Niemand konnte bislang eine wirklich befriedigende und befreiende Antwort erteilen, und c: mußte schon ein tiefer Denker, ein genialer Psychologe, ein wahrhafter Kenner der Menschennatur wie Brunner sich mit den Problemen befassen, die so lebenstörend wirken und einen Te: ff von Volksgenossen ohne jegliches eigenes Ver t| schulden infamicrca und degradieren. Aber r.un- * mehr tönt wie eine Posaune des letzten Gerichtes: „Höre Israel! und Höre t Dr. Karl Borrom aus Herrli Z in den „Abweh[-blättern“. Nicht-Israel!’ rrr: ‘i \ f O <?* - \ , T -.— ** - unübertroffen bei ] \r Rheuma ✓ Gicht H Kl\^ 1| Kopfschmerzen m Iscliias, Hexenschuß u. Erkältungs-' ' krankheiten. Entfernt d. Harnsäure! st 6000 Ärzte-Gutachten! Vollkommen { unschädlich. 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